3579/2025
Klimaschutz-Monitoring, hier: Neuveröffentlichung der Treibhausgas-Bilanzen der Bilanzjahre 2022 und 2023
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer 15.01.2026 3579/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 22.01.2026 Klimaschutz-Monitoring, hier: Neuveröffentlichung der Treibhausgas-Bilanzen der Bilanzjahre 2022 und 2023 Die Kölner Stadtverwaltung hat die Energie- und Treibhausgas (THG)-Bilanzen für die Jahre 2022 und 2023 auf der Klimaschutz-Monitoring-Plattform veröffentlicht. Die Bilanz ist eine wichtige Grundlage zur Überprüfung der Zieleinhaltung der Klimaneutralität. Für die Bilanz- jahre 2022 und 2023 hat die Stadtverwaltung die Bilanzierung erstmals selbst vorgenommen. Bisher war das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) mit der Erstellung der Bilanzen beauftragt. Die jährliche Energie- und Treibhausgas-Bilanz wird seit 2008 erstellt. Sie betrachtet das ge- samte Kölner Stadtgebiet und ermöglicht einen umfassenden Blick auf die Endenergiever- bräuche und Treibhausgas-Emissionen nach Verbrauchssektoren. Für das Jahr 2023 wurden für Köln Treibhausgas-Emissionen von insgesamt rund 8,80 Millio- nen Tonnen CO₂-Äquivalenten ermittelt. Die Berechnung erfolgte auf Grundlage der Endener- gieverbräuche anhand spezifischer Emissionsfaktoren. Den größten Anteil an den Emissionen hat der Industriesektor mit 48 Prozent, gefolgt vom Verkehr mit 28 Prozent und den privaten Haushalten mit 18 Prozent. Der Sektor Gewerbe/Handel/Dienstleistungen liegt bei 4 Prozent, die kommunalen Einrichtungen bei rund 1 Prozent. Bei den Energieträgern verursacht der Stromverbrauch mit 31 Prozent den größten Anteil der Treibhausgas-Emissionen, Erdgas lag bei 22 Prozent. Weitere relevante Anteile entfallen auf Diesel mit 15 Prozent, Heizöl mit 11 Prozent und Benzin mit 9 Prozent. Die Treibhausgas- Emissionen von Nah- und Fernwärme machen zusammen 5,45 Prozent aus. Der Anteil erneuerbarer Energien lag 2023 bei rund 6,1 Prozent im Strombereich, wobei Pho- tovoltaik und die Stromerzeugung durch Abfall- und Biogasverbrennung die wichtigsten Quel- len darstellen. Im Wärmebereich betrug der Anteil erneuerbarer Energien 2,3 Prozent. Aufgrund einer verbesserten Datengrundlage, wurden auch die Bilanzen der Jahre 2019 bis 2021 umfassend überarbeitet und rückwirkend angepasst. Das war notwendig, um eine Ver- gleichbarkeit über die Jahre zu ermöglichen. Dadurch erhöhen sich der ausgewiesene End- energieverbrauch sowie die Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu früheren Veröffentli- chungen. Trotzdem zeigen die Bilanzierungen im Zeitraum von 2019 bis 2023 eine stetige Re- duktion der Treibausgas-Emissionen. Diese Entwicklung ist neben der Umsetzung von Klima- schutzmaßnahmen auch auf weitere Faktoren zurückzuführen, unter anderem die Auswirkun- gen der Covid-19-Pandemie sowie des Angriffskrieges auf die Ukraine. Neben der Erstellung der Treibhausgasbilanz für das gesamte Stadtgebiet entwickelt die Stadt Köln seit 2024 ein online verfügbares Klimaschutz-Monitoring kontinuierlich weiter, das klima- 2 schutzwirksame Aktivitäten der Stadtverwaltung sowie von städtischen Beteiligungsgesell- schaften abbildet. Die nächste Ausbaustufe der Klimaschutz-Monitoring-Plattform ist für Ende des ersten Quartals 2026 vorgesehen. Sie soll eine verbesserte Wirkmessung von Klima- schutzmaßnahmen sowie die Darstellung von Emissionsszenarien auf Basis der aktuellen Da- ten der Treibhausgas-Bilanzen ermöglichen. Die aktuelle Treibhausgas-Bilanz und ein Kurzbericht sind ab sofort einsehbar unter: https://www.klimaschutz-monitoring.koeln/thg Gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3579/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 15.01.2026
- Erstellt
- 15.12.2025 16:16