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AN/0097/2025

Änderungsantrag der SPD-Fraktion "Benennung von Planstraßen im Baugebiet Leidenhausener Straße"

Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat 22.01.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 30.01.2025

Änderungsantrag SPD - Benennung Leidenhausener Straße

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Änderungsantrag SPD - Benennung Leidenhausener Straße

6211 Zeichen

Gleichlautend:  
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Rathaus 
50667 Köln 
 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Sabine Stiller 
Friedrich-Ebert-Ufer 64-70 
51143 Köln 
 
SPD -Fraktion in der 
Bezirksvertretung Porz  
Friedrich-Ebert-Ufer 64-70 
51143 Köln-Porz 
fon 0221. 221 97303 
fax 0221. 221 97304 
mail 
SPD-BV7@stadt-koeln.de  
web www.porzspd.de   
 
 
 
 
Köln-Porz, 20.02.2025 
Änderungsantrag zur Beschlussvorlage 3887/2024 zur Sitzung der 
Bezirksvertretung Porz am 30.01.2025 
hier: Benennung von Planstraßen im Baugebiet Leidenhausener Straße in 
Köln-Porz-Eil  
Die Bezirksvertretung Porz beschließt, die Planstraße 1 im südlichen und 
westlichen Verlauf inklusive der Platzfläche 
in Sigrid-Volkmann- Str.  
und die Planstr. 2 im südlichen und westlichen Verlauf inklusive der 
Platzfläche 
in Orna-Porat-Straße 
zu benennen 
und jeweils ein Legendenschild anzubringen. 
Begründung: 
Grundsätzlich soll zukünftig bei der Benennung von Straßen und Plätzen darauf geachtet werden, 
dass mittelfristig insgesamt ein ausgewogenes Zahlenverhältnis von männlichen und weiblichen 
Straßennamen erreicht wird. Darüber hinaus ist es geboten, auch Angehörige verschiedener 
Konfessionen zu berücksichtigen. Die Benennung von Straßen nach früheren Gewannennamen 
dagegen greifen auf historische Relikte zurück. Sie erinnern wegen der kleinen und kleinsten 
Felder an die Verarmung der bäuerlichen Gesellschaft früherer Jahrhunderte.

Mit der Benennung einer Straße nach Orna Porat aber wird eine Frau anerkannt, die nach Israel 
ausgewandert ist und die wie viele der auf Straßenschildern genannten Männer erst nach dem 
Verlassen des Heimatortes Ruhm erlangt hat. Orna Porat wurde am 6. Juni 1924 in Köln-Kalk als 
Irene Klein geboren. Im Alter von zehn Jahren zog sie mit ihren Eltern nach Porz, wo sie das 
Stadtgymnasium, besuchte. Ihr Vater war katholisch, ihre Mutter Protestantin. Sie wurde 
protestantisch erzogen und ließ sich in der Porzer Lukaskirche konfirmieren.Nach der Schule 
besorgte sie sich ein Stipendium für die Kölner Schauspielschule, wo sie eine zweijährige 
Schauspielausbildung absolvierte. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1942 am Staatstheater 
Schleswig, das 1944 aufgrund der Kriegssituation schließen musste. Nachdem der idealistischen 
jungen Schauspielerin bei Kriegsende das ganze Ausmaß der Nazi-Verbrechen bewusst wurde 
beschloss sie, Deutschland zu verlassen. Ihr Ausreiseersuchen fällt dem britischen Offizier Joseph 
Proter in die Hände, der für Irene Klein die Liebe ihres Lebens wurde.Der Jude Joseph Proter, geb. 
1918 in Köln und dort wohnhaft in der Lochnerstraße 11 lernte in Schleswig Irene Klein kennen. 
Sie heirateten und gingen 1947 nach Palästina. Dort wurde der Name Proter hebraisiert in Porat, 
aus Irene wurde Orna. Sie konvertierte zum Judentum. Es herrscht Krieg in Palästina, und 
während ihr Mann kämpft, hält Orna sich mit Putz- und Schreibarbeiten über Wasser. Gleichzeitig 
büffelt sie Hebräisch. Nach nur einem Jahr spielt sie ihre erste Rolle am renommierten Tel Aviver 
Cameri-Theater in Hebräisch. 1965 gründete sie das „Nationale Kinder- und Jugendtheater“, das 
seit 1995 ihren Namen trägt. Orna Porat wurde zur gefeierten Schauspielerin, die weltweit 
Gastspiele gab und in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu sehen war. In Köln war sie 2001 
beim Mittelmeer-Filmfestival mit dem Film „Weiße Lügen“ zu sehen.In Israel wurde sie mit vielen 
Preisen überhäuft, u. a. der höchsten Auszeichnung des Landes, dem „Israel-Preis“. Staatschefin 
Golda Meir schätzte sie so sehr, dass sie in ihrem Testament verfügte, Orna, die gebürtige 
Deutsche, solle nach ihrem Tod beim Staatsakt in der Knesset aus ihren Tagebüchern lesen. Trotz 
vieler Ehrungen blieb Orna ihrer Heimat Porz immer verbunden. Sie hat mehrmals Porz besucht, 
u. a. in den 70ern z. B. auf Einladung des WDR, der eine Dokumentation über ihr Leben drehte. 
Zuletzt besuchte sie Köln 2005 auf Einladung des Städtepartnerschaftsverein Köln – Tel Aviv 
anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen 
Deutschland und Israel. Sie wurde im Rahmen einer Feierstunde im Historischen Rathaus von 
Bürgermeister Müller empfangen. In der Buchhandlung Ludwig war sie zu einer Lesung 
eingeladen. In Porz besuchte sie die Stätten ihrer Kindheit und Jugend.Orna Porat starb am 8. 
August 2015 in Ramat Gan, einem Vorort von Tel Aviv. Die Benennung einer neuen Straße 
berücksichtigt diese Bürgerin der Stadt Köln und der Partnerstadt Tel Aviv. Die Lebensgeschichte 
von Orna Porat kennen viele interessierte Bürger. Der Name Orna Porat steht für ein Miteinander 
der Religionen und ein Engagement für Kinder- und Jugendtheater.  
  
Die Benennung einer zweiten Straße im neuen Eiler Baugebiet nach Sigrid Volkmann, erste 
Gemeindepastorin in der Rheinischen Landeskirche und Pfarrerin in Porz, ehrt nicht nur deren 
Wirken in ihrem Pfarrbezirk in Eil für die evangelische Bevölkerung in der damals noch katholisch 
geprägten Kölner Umgebung. Es ehrt auch ihr Engagement für die Leute, die aus Ost- und 
Mitteldeutschland nach dem 2.Weltkrieg nach Porz gezogen sind und die hier in Porz Aufnahme 
gefunden haben. Und es ehrt eine behinderte Frau, die sich in der von Männern geprägten Kirche 
als erste Frau beruflich erfolgreich durchgesetzt hat. Sigrid Volkmann war nicht nur die erste Frau 
auf einer Pfarrstelle in Porz, sie war erste Pastorin an der Markuskirche, später erste Frau in der 
rheinischen Kirchenleitung und sie war auch eine Pionierin in ihrem Berufsstand. Ausführliche 
Darstellungen ihres Werdegangs sind bereits viele zu finden. 
https://aggb-
katalog.de/vufind/Record/dok.32665  https://nwbib.de/990190452150206441  Ihre Berücksichtigung 
in Eil ist gerade in diesem Veedel wegen der Nähe zur evangelischen Markuskirche und der

Erinnerung der Bevölkerung an die „Pastorin“ und deren Wirken beim Aufbau der neuen Stadt 
Porz mit ihren vielen Zuwanderern zwingend geboten.Denn neben Straßennamen, die an die 
Herkunft der Zuwanderer erinnern, sollte es auch möglich sein, an diejenige Frau zu erinnern, die 
den Zuwanderern egal ob evangelsich oder katholisch eine neue Heimat schuf. 
Jutta Komorowski      
Fraktionsvorsitzende

Beratungsverlauf (1)

30.01.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz)
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Lochnerstraße 11
  • Friedrich-Ebert-Ufer 64
  • Leidenhausener Straße

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Details

Aktenzeichen
AN/0097/2025
Typ
Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
Datum
22.01.2025
Erstellt
22.01.2025 07:54