3531/2018
geplante GAG-Baumaßnahme in Merkenich "In der Kämpen/Derichsweg'; Anfrage CDU-Fraktion in der BV 6; AN/0956/2018
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
6746 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 612 fluc ma Vorlagen-Nummer 3531/2018 Freigabedatum: 02.11.2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.11.2018 Beantwortung der Anfrage der CDU-Fraktion aus der Sitzung der Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) vom 21.06.2018 betreffend geplante GAG-Baumaßnahme in Merkenich 'In den Kämpen/Derichsweg' AN/0956/2018 Text der Anfrage: "in Kürze beginnt die GAG ( eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Köln) mit dem Bau von 38 Einfamilienhäusern und 38 Stellplätzen auf dem Grundstück der sogenannten "Eselswiese", des ehemaligen Tennisplatzes (In den Kämpen) und zwei früherer Grundstücke auf dem Derichsweg in Merkenich. Eine Bebauung in geplanter Weise wertet diese Lage sicher auf. Jedoch haben wir bei einem zu erwartenden Zuzug von rund 150 Personen (wenn man im Schnitt von vier Bewohnern pro Haus ausgeht) und durch den Wegfall der Parkmöglichkeiten im jetzigen Wendehammer noch einige Fragen an die Verwaltung: 1. Statistisch gesehen siedeln sich in dieser Art von Neubaugebieten überdurchschnittlich viele junge Familien mit Kindern an. Wie ist die momentane Auslastung und Prognose für Kindergarten- und Grundschulplätze sowie Plätze an weiterführenden Schulen im Umkreis? (wir bitten dabei auch die geplante Bebauung des ehemaligen Überhangsheimes Causemannstraße zu berücksichtigen). Falls es nicht genügend Plätze gibt, wie gedenkt die Stadt diese essenzielle Versorgung in Zukunft sicherstellen? 2. Die Parkplätze im Wendehammer "In den Kämpen" sind momentan immer voll belegt. Der Weg- fall dieser Parkplätze für die Anwohner und die Annahme, dass die geplanten 38 Stellplätze nicht ausreichen, um den Bedarf an Parkplätzen der Bewohner des Neubaugebietes zu decken, und mangels Alternativen in der nahen Umgebung, verschärfen die Parkplatzsituation an dieser Stelle enorm. Welche Alternativen kann die Stadt für die Bürger an dieser Stelle anbieten? Wo kann öf- fentlicher Parkraum in der Nähe geschaffen werden? 3. Die Nahversorgungssituation ist schon jetzt nicht ausreichend. Zwei Bäckereien, zwei Kioske und ein Penny Markt mit eingeschränkter Produktpalette reichen schon jetzt nicht aus, um die Versorgung der Bevölkerung vor Ort sicher zu stellen. Wie gedenkt die Stadt diese Versorgungslücke zu schließen? Ist die Ansiedlung eines Vollversorgers in der Nähe angedacht? Falls ja, wo und ab wann? Falls nein, wie kann das zeitnah im Ort bzw. am Ortsrand möglich gemacht werden, um eine optimale Versor- gung der Bevölkerung zu gewährleisten? 2 Stellungnahme der Verwaltung: zu 1. Zur Situation der Kitas im Stadtteil Merkenich: Es ist davon auszugehen, dass die Kitas in Merkenich ausgelastet sind. Zudem besteht ein Ausbau- bedarf von 4 Gruppen. Dieser Ausbaubedarf ergibt sich sowohl aktuell im Kitajahr 2018/19 wie auch in einer perspektivischen Sicht auf das Jahr 2025. Durch die Bebauung der Causemannstraße werden 30 Wohneinheiten geschaffen, über die Bebau- ung des Derichsweg sollen 38 Einfamilienhäuser entstehen. Hierdurch entsteht ein zusätzlicher Be- darf von voraussichtlich 7 Plätzen. Damit erhöht sich der Ausbaubedarf auf insgesamt 5 Gruppen. Es steht im Stadtteil leider keine Fläche zur Verfügung, auf der durch den Bau einer neuen Kita der Ausbaubedarf gedeckt werden könnte. In der Vergangenheit geprüfte Flächen wurden nicht für den Bau einer Kita genehmigt. Zur Grundschulsituation in Merkenich: Im ehemaligen an der Causemannstraße beheimateten Übergangsheim waren durchschnittlich rund 77 Personen (nur Familien) untergebracht. Nach dem Abriss und der dann dort vorgesehenen Be- bauung mit 30 Einfamilienhäusern unterstellt die Bildungsverwaltung, dass auch zukünftig ein ver- gleichbarer Bedarf an Schulplätzen gegeben ist, wie bei der vorherigen Belegung des Übergangs- heims. Durch die Bebauung am Derichsweg sollen weitere 38 Einfamilienhäuser entstehen. Die GGS Spoerkelhof in Merkenich mit dem Teilstandort Amandusstraße in Rheinkassel führt insge- samt 3 Züge. Dies entspricht einer Maximalbelegung von 81 Schülerinnen und Schülern. In den letzten Jahren hat sich die Schülerzahl an der GGS Spoerkelhof wie folgt entwickelt: Schüler 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 112513 / Spoerkelhof (GGS) Schuleingangsphase, 1. Schulbesuchsjahr (E1) 39 47 44 49 Schuleingangsphase, 2. Schulbesuchsjahr (E2) 42 41 50 46 Schuleingangsphase, 3. Schulbesuchsjahr (E3) 14 9 16 11 Klassenstufe 3 49 41 33 48 Klassenstufe 4 47 45 47 33 Summe 191 183 190 187 Wie der Statistik zu entnehmen ist, hat die Schule ausreichende Kapazitäten, die zu erwarteten zu- sätzlichen Bedarfe, die im Zuge der vorgesehenen Bebauung am Derichsweg entstehen zu decken. Weiterführende Schulen sind aufgrund der guten ÖPNV Anbindung des Stadtteils (Stadtbahn Linie 12, Busse: 121, 124) sowohl im benachbarten Chorweiler, wie auch in den südlicher gelegenen Stadt- teilen zeitnah erreichbar. zu 2. Der Rückbau des Wendehammers erfolgte zum einen aus verkehrlichen Gründen, da eine Wende- möglichkeit als nicht mehr erforderlich angesehen wird. Größere Fahrzeuge (zum Beispiel Müllfahr- zeuge) können über die Straße "Alexander-von-Wacker-Platz" zurück zur Straße "In den Kämpen" gelangen. Zum anderen ergeben sich durch den Rückbau des Wendehammers und der Neuordnung 3 des ruhenden Verkehrs entlang der Straße "In den Kämpen" im Zusammenhang mit der neuen Hochbebauung stadtgestalterisch neue Möglichkeiten der Raumgestaltung in diesem Bereich. So wird unter anderem der Gehweg entlang der neuen Hochbebauung in einer Breite von 2,50 m ausge- baut. Der Bereich des bisherigen Wendehammers wird durch zusätzliche Grünbereiche und eine ent- sprechende Erschließung zur Hochbebauung aufgewertet. Im Zusammenhang mit den Abstimmungen zu der Hochbebauung hatte die Verwaltung bereits er- gänzend geprüft, ob für die wegfallenden Stellplätze in Höhe des Wendehammers an anderer nahe- gelegener Stelle im öffentlichen Straßenraum entsprechender Ersatz angeboten werden kann. Die Prüfung hat gezeigt, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten im direkten Umfeld entsprechende Stellplätze im öffentlichen Straßenland nicht angeboten werden können. zu 3. Der Verwaltung ist die unbefriedigende Nahversorgungssituation in Merkenich und den Rheindörfern bekannt. Derzeit erarbeitet die Verwaltung einen konkreten Lösungsansatz zur Ansiedlung eines Le- bensmittelmarkts in Kombination mit Wohnungsbau in der Causemannstraße 29 - 31. Der Rat wird hierzu voraussichtlich in seiner Novembersitzung die grundlegende Entscheidung treffen (Vorlage 2267/2017/1).
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3531/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 07.11.2018
- Erstellt
- 26.10.2018 11:05