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3703/2022

Hilfe für Obdachlose in Köln

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 11.11.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 17.11.2022

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4082 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50/502 
 
Vorlagen-Nummer  11.11.2022 
 3703/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.11.2022 
 
Hilfe für Obdachlose in Köln 
Für die Sitzung des Ausschusses Soziales, Seniorinnen und Senioren stellt die AfD-Fraktion Köln die 
Anfrage AN/1657/2022 „Hilfen für Obdachlose in Köln“ gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates. Die 
Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt. 
 
 
1. Wurde von den Vereinen und Projekten im Rahmen der Obdachlosen-Hilfe bzw. von den 
zuständigen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung an die Stadt Köln die Problematik her-
angetragen und veränderte Bedarfe platziert und Falls ja: welche? 
 
Die Stadt Köln ist bereits seit mehreren Jahren – bedingt durch die vergangenen Hitzewellen - 
stark sensibilisiert für die Problematik Hitzeschutz für Straßenobdachlose.  
Festgehalten werden muss, dass jede*r Straßenobdachlose zu jeder Zeit die Möglichkeit hat, ei-
ne klimatisch geschützte Übernachtungsmöglichkeit oder ein Unterbringungsangebot zu erhalten. 
Aber auch wenn straßenobdachlose Menschen diese unterbreiteten Regelangebote nicht an-
nehmen können, haben sie dennoch die Möglichkeit, sich vor klimatischen Extremen zu schüt-
zen, z.B. durch: 
 
 das Aufsuchen von Einrichtungen, die tagsüber Aufenthaltsmöglichkeiten für Obdachlose 
bieten, wie z.B. Gulliver, welches jeden Tag geöffnet ist; 
 die Nutzung kostenloser Trinkwasserquellen der Stadt Köln, z.B. am Eigelstein, in einer 
Nebenstraße des Neumarktes und am Bahnhof. 
 Obdachlose EU-Ausländer ohne Leistungsansprüche können sich in der dafür vorgese-
henen Einrichtung in der Vorgebirgsstraße versorgen, auch tagsüber. 
 Die Streetworker beobachten und betreuen tagsüber besonders sensibel die Szene. Die-
se achten insbesondere auf schlafende Obdachlose, die in der prallen Sonne liegen und 
wecken diese zur Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen wie Sonnenstich/ Hit-
zeschlag auf. Auch sind die Streetworker bei der Beschaffung von Wasser behilflich. Es 
erfolgen zudem Hinweise auf Gefahren von Hitze und es werden Informationen zu mögli-
chen Präventionsmaßnahmen erteilt. 
 Wenn eine Hitzeperiode länger andauert, öffnet die Feuerwehr im Stadtgebiet Hydranten, 
um Kühlungsmöglichkeiten für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.  
 Die Mitarbeitenden der Träger der Wohnungslosenhilfe weisen in den Kontakt- und Bera-
tungsstellen und im öffentlichen Raum auf Gefahren von Hitze hin und informieren über 
Präventionsmaßnahmen. Außerdem werden die Bestände von kostenlosem Wasser in 
den Einrichtungen erhöht und an bedürftige Menschen verteilt.

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2. Welche Maßnahmen hat die Stadt Köln in diesem Rekord-Sommer kurzfristig ergriffen, um 
bei der Linderung der bekannten Hitze-Gefahr für Obdachlose zu unterstützen? 
 
Siehe hierzu Mitteilung 3083/2022 
 
 
3. Welche Maßnahmen will die Stadt Köln für die kommenden Jahre ergreifen, um die Hilfe 
für Obdachlose auch in den Sommermonaten verstärkt zu unterstützen? 
 
Um in kommenden Jahren für Zeiträume mit klimatischen Extremen gewappnet zu sein, entwi-
ckelt die Stadt Köln aktuell gerade ein Kälte- und Hitzekonzept unter Beteiligung erfahrener Trä-
ger der Obdachlosenhilfe, welches voraussichtlich am 06.12.22 in der Stadtarbeitsgemeinschaft 
Wohnungslosenpolitik vorgestellt werden soll.  
 
 
4. Wie viele Fälle sind der Stadt Köln bekannt, in denen Obdachlose in diesen Sommermona-
ten gesundheitlich geschädigt wurden (beispielsweise Verbrennungen, Hitzeschlag, Son-
nenstich usw.)?  
 
Der Stadt Köln sind keine Fälle bekannt, in denen ein nachweislicher kausaler Zusammenhang 
zwischen einem Todesfall und Witterungsverhältnissen festzustellen ist. Aus Datenschutzgrün-
den findet keine Übermittlung von personenbezogenen medizinischen Daten statt. 
 
 
5. Gibt es Pläne der Stadt Köln ggf. eine Hitze-Hilfe nach dem Beispiel Berlins auch in Köln 
auf den Weg zu bringen? 
 
Siehe hierzu Mitteilung 3083/2022 sowie Antwort auf Frage 3. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

17.11.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3703/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
11.11.2022
Erstellt
03.11.2022 13:31