Mandari Insight

V/0721/2011

Organspende rettet Leben - Münster unterstützt Organspende

Vorlagen 20.09.2011

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung, Sitzung am 23.11.2011, TOP 12

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage_RatsantragFDP

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

4206 Zeichen

V/0721/2011 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Gesundheitsamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Organspende rettet Leben - Münster unterstützt Organspende 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
23.11.2011 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Ausschuss bittet die Kommunale Gesundheitskonferenz, zur Förderung der Organspende in 
Münster gemeinsam mit den auf diesem Gebiet Tätigen zu erarbeiten, welche Kampagnen, Aktio-
nen und Projekte für die Information der Bevölkerung sinnvoll und umsetzbar sind. Über das Er-
gebnis der Arbeit und die damit ausgearbeiteten Handlungsempfehlungen soll in der Kommunalen 
Gesundheitskonferenz berichtet werden. 
 
2. Bei der Abholung von Ausweisdokumenten im Bürgerbüro Mitte der Stadt Münster wird Informa-
tionsmaterial zur Organspende der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung einschließlich 
eines Organspendeausweises der Initiative No panic for organic im Rahmen einer Schwerpunktak-
tion ausgehändigt. Diese Aktion soll aufgrund des Arbeitsmehraufwandes für die Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter auf drei Monate befristet sein und in die geplanten Aktionen der Gesundheitskonfe-
renz öffentlichkeitswirksam eingebunden werden. Im Bürgerbüro Mitte und den Bürgerbüros der 
Bezirksverwaltungen werden zusätzlich Organspendeausweise zur Mitnahme vorgehalten. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
Keine 
 
 
Begründung: 
 
Der Hauptausschuss hat am 13.07.2011 den Antrag der FDP-Fraktion an den Rat Nr. A-
R/0031/2011 zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförde-
rung verwiesen. 
 
Das Thema Organspende ist aufgrund fehlender Spender seit vielen Jahren immer wieder Thema 
der gesundheitlichen Versorgung und auch der Gesundheitsprävention. Unterschiedliche Akteure 
wie das Bundesgesundheitsministerium, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die 
Vorlagen-Nr.: 
V/0721/2011 
Auskunft erteilt: 
Herr Dr. Weth 
Ruf: 
492 53 02 
E-Mail: 
WethClaus@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.11.2011 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0721/2011 
Krankenkassen, die Transplantationszentren der Kliniken, die Kommunen bis hin zur Selbsthilfe im 
Gesundheitswesen beschäftigen sich mit der Aufklärung zur Organspende. Dabei werden unter-
schiedliche Spenderausweise beworben. In Münster ist es insbesondere die Initiative no panic for 
organic, die in Zusammenarbeit mit den Kliniken und weiteren unterschiedlichen Partnern hier vor 
Ort aktive Öffentlichkeitsarbeit betreibt und einen eigenen Organspendeausweis nach § 2 des 
Transplantationsgesetzes herausgibt. Ziel der Initiative ist es, das Thema Organspende positiv 
anzusprechen und Missbrauchsängste abzubauen.  
 
Mit der bundespolitischen Diskussion zur Änderung des Transplantationsgesetzes hat das Thema 
Organspende derzeit eine besondere Aktualität. Im Deutschen Ethikrat wird das Für und Wider von 
Lösungsansätzen diskutiert. Dabei sollen die Entscheidungen des Einzelnen im Focus stehen blei-
ben. Die Diskussion im Deutschen Bundestag scheint zum Zeitpunkt des Erstellens dieser Vorlage 
festgefahren. Ob es kurzfristig zu einer gesetzlichen Lösung kommt, ist daher offen. Sie wird aber 
in keinem Fall die notwendige Aufklärung ersetzen. 
 
Die Kommunale Gesundheitskonferenz Münster sollte das Thema Organspende aufgreifen und mit 
den auf diesem Gebiet tätigen Selbsthilfegruppen, Förderkreisen und Initiativen in Münster unter 
fachlicher Beratung des Transplantationsbeauftragten des Universitätsklinikums und mit Unterstüt-
zung weiterer interessierter Institutionen Handlungsempfehlungen erarbeiten, die - ggf. unter Be-
rücksichtigung des noch nicht abgeschlossenen Gesetzgebungsverfahrens zum Transplantations-
gesetz - die Bevölkerung zum Thema Organspende informieren und sensibilisieren. Hierbei sollten 
Transparenz und Aufklärung über die konkreten Verfahren und Bedingungen in Münster im Vor-
dergrund stehen. Teil soll auch die Aktion zur Aushändigung von Informationsunterlagen im Bür-
gerbüro Mitte dienen. 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
Anlage: Antrag der FDP-Fraktion Nr. A-R/0031/2011 „Organspende rettet Leben – Münster unter-
stützt Organspende“

Anlage_RatsantragFDP

3349 Zeichen

c

r
L-

[Antrag an den Rat Nr. A-R/0031/2011

FDP - Ratsfraktion

Geringhoffstraße 48
48163 Münster

Tel.: 0251 - 987 30 60
Fax: 0251 - 987 30 61
Email: fraktion@fdp-ms.de

Ratsfraktion

Münster, 04.04.2011

Antrag

Organspende rettet Leben -
Münster unterstützt Organspende

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung gibt an alle Bürgerinen und Bürger, die Ausweisdokumente beantragt
haben, bei dessen Abholung auch eine Informationsbroschüre zum Thema Organspende
sowie einen Organspendeausweis aus.

Begründung:

Organspender sind Lebensretter. Vergleicht man aber die hohen Zahlen jener oft auf den
Tod erkrankten Menschen, die auf die Übertragung eines Organs warten, mit den wirklich
zur Verfügung stehenden Transplantaten, so wird rasch deutlich: Es gibt zu wenige

 Lebensretter. Nach Angaben der Initiative „No panic for organic“ sterben täglich drei

Menschen in Deutschland, weil sie zu lange auf ein Spenderorgan warten mussten. Dabei
ist gerade das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen das Schlusslicht,
was die Zahl der Organspender angeht.

Jeder Mensch muss ganz individuell und nach ausreichender Information entscheiden, ob
er bereit ist, mit seinen Organen andere Leben zu retten oder Erkrankungen zu heilen. Die
enge Verzahnung dieser Entscheidung mit dem Wissen um den im Spenderfall
eingetretenen eigenen Tod macht vielen Menschen die sachliche Beschäftigung mit dem
Thema schwer. Ängsten - wie etwa der Furcht, von Ärzten nicht mehr ausreichend
behandelt zu werden, um die Organe zu sichern - kann man dabei nur mit vernünftiger
Aufklärung und Hinweisen auf die scharfen gesetzlichen Grundlagen begegnen.

Diese Informationen gerade bei der Übergabe eines Ausweis-Papiers bereit zu halten, ist
nach unserer Ansicht eine gute Gelegenheit: Denn auch ein Organspende-Ausweis ist ein

FDP- RATSFRAKTION MÜNSTER — DIE LIBERALEN
Die FDP - Fraktion im Internet: http://www.fraktion.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de

o

en

-2-

wichtiges Dokument für die Bürgerinnen und Bürger. Die persönliche Überreichung der
Unterlagen gibt ihnen mehr Bedeutung als die Mitnahme etwa aus einem Schriftenstand.
Dass sich der Empfänger möglicherweise damit intensiver befasst, ist anzunehmen.

Jede Chance, Menschen aus Überzeugung zu potenziellen Organspendern zu machen,
sollte man nutzen. Den von vielen Menschen auch in Münster (z. B. bei „No panic for
organic“ ) bereits gezeigten Einsatz für sachliche Aufklärung und Werbung kann die Stadt
damit effektiv unterstützen. Gerade auch junge Menschen, die mit dem Gedanken an
Organspende groß geworden sind, lassen sich - die notwendigen Informationen
vorausgesetzt - von der Notwendigkeit Spender zu werden überzeugen. So ist
beispielsweise auch der Anstoß zu diesem Antrag auf dem FDP-Kreisparteitag am
31.03.2017 von den Jungen Liberalen gekommen.

Der FDP-Fraktion ist bewusst, dass es viele weitere förderungswürdige Projekte und
Aktionen gibt, die breite gesellschaftliche Unterstützung verdienen. Dass man
möglicherweise mit der Zustimmung zu diesem Antrag eine „Lawine“ von gleichartigen
Anfragen aus verschiedensten Bereichen lostrit, sollte ‚dennoch wegen der
Vordringlichkeit des lebenswichtigen Themas Organspende in Kauf genommen werden.

gez.

Carola Möllemann-Appelhoff
Hans Varnhagen

Jürgen Reuter

Dr. Karin Obst

Gisela Geschkewitz

Jens Lenski

Robert Fraude

Beratungsverlauf (1)

23.11.2011 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Geringhoffstraße 48

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0721/2011
Typ
Vorlagen
Datum
20.09.2011
Erstellt
06.10.2020 14:37