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0715/2021

Beantwortung einer Anfrage der SE Frau Halbe aus der Sitzung 26.01.2021 zu TOP 6.5 Tätigkeitsbericht der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender für die Amtsperiode 2014-2020 (2366/2020)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 02.03.2021

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 02.03.2021, TOP 3.3

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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1214_2019_Beantwortung_einer_muendl_Anfrage_Ausschuss

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

2079 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161/3 
 
Vorlagen-Nummer  02.03.2021 
 0715/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 02.03.2021 
 
Beantwortung einer Anfrage der SE Frau Halbe aus der Sitzung 26.01.2021 zu TOP 6.5 
Tätigkeitsbericht der Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender für die 
Amtsperiode 2014-2020 (2366/2020) 
In der 01. Sitzung des Gesundheitsausschusses am 26.01.2021 reicht die Sachkundige Einwohnerin 
Frau Halbe nachstehende Fragen zu dem unter TOP 6.5 behandelten Tätigkeitsbericht der Stadtar-
beitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender für die Amtsperiode 2014-2020 ein: 
 
1. Inwieweit ist in der örtlichen Alten- und Pflegeplanung der hohe Anteil von LSBTI-Personen 
(10,6 %) in der Bevölkerung von Köln z.B. im Rahmen von Pflegekräften berücksichtigt? 
 
2. Ist in der Ausbildung der Gesundheitsberufe das Thema LSBTI ausreichend berücksichtigt 
oder werden entsprechende Fortbildungen angeboten? 
 
 
Antwort der Verwaltung 
Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt: 
 
 
Zu Frage 1: 
Laut Auskunft der Träger von Pflegeeinrichtungen werden keine Daten über die sexuelle Orientierung 
und geschlechtliche Identität der Mitarbeitenden erhoben.  
 
 
Zu Frage 2: 
In der Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 05.09.2019 hat die SE Frau Brauckmann 
eine ähnlich lautende Frage gestellt, die von der Verwaltung wie folgt beantwortet wurde (Auszug als 
Zitat aus der Vorlage 1214/2019): 
 
„Die Fachkräfte werden in ihrer Ausbildung und die Hilfskräfte in der Einarbeitung auf die Respektie-
rung der Würde und Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen geschult. Sie sollen biographie- und 
bedürfnisorientiert arbeiten, aktiv zuhören und werden geschult im Beobachten von Menschen mit 
einer Demenz, die ihre Bedürfnisse nicht mehr verbal artikulieren können. Zusätzlich gibt es z. B. 
Fortbildungsangebote zum Thema „Sexualität im Alter“. 
 
Die zitierte Vorlage wird als Anlage beigefügt. 
 
 
Anlage 
 
Gez. Reker

1214_2019_Beantwortung_einer_muendl_Anfrage_Ausschuss

5636 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/50/503 
 
Vorlagen-Nummer  01.08.2019 
 1214/2019 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 
 
Mdl. Anfrage von SE Carolina Brauckmann zum Bericht über die örtliche Planung nach § 7 
Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW), s. 3909/2018 zur Beantwortung der 
Anfrage AN/1557/2018 
Frau SE Brauckmann bedankt sich für die ausführliche Beantwortung und stellt folgende Nachfragen 
an die Verwaltung 
 In welcher Weise werden die spezifische Lebensweise und sexuelle Identität berücksichtigt? 
 Wie sind die Mitarbeitenden geschult, jedem Menschen in seinen spezifischen Bedürfnissen 
wahrzunehmen? 
 Woher wissen die Mitarbeitenden um die Bedürfnisse, da Minderheiten mit Stigmatisierungser-
fahrungen ihre Bedürfnisse nur begrenzt artikulieren? 
 Woran misst der SBK die Erfahrungen, dass der Mensch sich in seiner jedwede sexuelle Iden-
tität angenommen fühlt? 
 Was genau bedeutet in Ausbildung und Umgang mit älteren/alten lesbisch und schwul leben-
den Menschen der Hinweis, dass Vielfalt und Individualität ganz selbstverständlich tolerant ge-
lebt werden? 
 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Hierzu teilt die Sozial-Betriebe-Köln gGmbH (SBK gGmbH) mit: 
 
o Bei Einzug in eine vollstationäre Dauerpflegeeinrichtung werden die Bewohnerinnen/Bewohner 
oder deren Angehörige zu spezifischen Lebensweisen und besonderen Wünschen und Bedürfnis-
sen befragt. Soweit möglich wird das von den Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern in der sogenannten 
Maßnahmenplanung berücksichtigt. Dazu gehören besondere Gewohnheiten, Rituale, Vorlieben, 
Lebensstile etc.  
o Die Fachkräfte werden in ihrer Ausbildung und die Hilfskräfte in der Einarbeitung auf die Respek-
tierung der Würde und Einzigartigkeit jedes einzelnen Menschen geschult. Sie sollen biographie- 
und bedürfnisorientiert arbeiten, aktiv zuhören und werden geschult im Beobachten von Menschen 
mit einer Demenz, die ihre Bedürfnisse nicht mehr verbal artikulieren können. Zusätzlich gibt es z. 
B. Fortbildungsangebote zum Thema „Sexualität im Alter“. 
o Die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter wissen nur das, was die Bewohnerinnen/Bewohner oder deren 
Angehörige von der jeweiligen Person preisgeben. Pflegefachkräfte sind keine Psychologin-

2 
 
nen/Psychologen und auch keine Therapeutinnen/Therapeuten, d.h. sie sind auf entsprechende 
Informationen angewiesen. Stigmatisierungs- und Traumatisierungserfahrungen gleich weder Art 
sind gerade in der jetzigen Generation von Pflegeheimbewohnerinnen/-bewohnern mit Kriegser-
lebnissen nicht selten. Sie äußern sich z. B. auch in herausforderndem Verhalten gerade bei den 
Personen, die an einer Demenz leiden. Hier sind die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter besonders ge-
schult, dieses Verhalten möglichst zu verstehen und damit umzugehen. 
o In persönlichen Gesprächen z.B. der Sozialen Betreuung, Pflegefachkräfte, Pflegedienstleiterin-
nen/-leiter sowie des Einrichtungsleiters mit den Bewohnerinnen/Bewohnern werden das Ange-
nommensein und die Zufriedenheit zurückgespiegelt. 
Durch die Beteiligung von Bewohnerinnen/Bewohnern, Mieterinnen/Mietern sowie Gästen jedwe-
der Identität an Festen, Feiern, Veranstaltungen und Betreuungsangeboten wird deutlich, dass 
man sich bei den SBK wohlfühlt. 
Im Curriculum der Altenpflegeausbildung ist die Beschäftigung/Berücksichtigung der Lebenswelten 
und sozialen Netzwerke alter Menschen im altenpflegerischen Handeln ein Lernziel. Hierbei wer-
den soziale Netzwerke, spezielle Angebote für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientie-
rungen, Liebe und Sexualität im Alter, etc. behandelt. 
Durch die regelmäßigen Zufriedenheitsbefragungen und in persönlichen Gesprächen des Sozialen 
Dienstes mit Angehörigen und Betreuerinnen/Betreuer erhalten die SBK gGmbH positives Feed-
back. 
Die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter jeglicher sexueller und kultureller Identität kommen aus vielen ver-
schiedenen Ländern und Kulturen und können dementsprechend auf die Bewohnerin-
nen/Bewohner individuell eingehen. 
o Die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter werden sensibilisiert, dass Menschen unterschiedliche Biogra-
phien, Bedürfnisse und Gewohnheiten haben und dass jeder Mensch individuell ist und auch ent-
sprechend zu betrachten ist. Darüber hinaus sind gerade in der Pflege sehr viele Menschen völlig 
unterschiedlicher Kulturen, unterschiedlichster Biographie und sexueller Orientierung tätig. 
 
 
Herr SE Dr. Dr. Mück fragt nach dem in der Anfrage erwähnten Münchner Konzept und bittet die 
Verwaltung zu ermitteln, ob dieses Konzept bereits verfügbar, einsehbar und dem Ausschuss über-
mitteilbar ist. 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Das Münchener Konzept und alle weiteren Informationen sind auf der Internetseite der Stadt Mün-
chen zu finden: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Sozialreferat/Sozialamt/Alter-und-
Behinderung/oeffnung_altenpflege_lgbt.html 
 
Im Rahmen des Münchner Pilotprojektes fand am 29.09.2017 ein Reflexionsworkshop statt, in dem 
das Projekt zur Öffnung der vollstationären Dauerpflege für Lesben, Schwule und Transgender mit 
den Projektbeteiligten reflektiert wurde. Die Dokumentation der Ergebnisse des Reflexionsworkshops 
vom 29.09.2017 ist als Anlage 1 beigefügt. 
 
Aus dem Pilotprojekt ist zusätzlich die Handreichung "Kultursensible Pflege für Lesben, Schwule, Bi-
sexuelle und Transgender bei der MÜNCHENSTIFT" entstanden, die als Anlage 2 beigefügt ist. 
 
Anlage 1 Dokumentation der Ergebnisse des Reflexionsworkshops vom 29.09.2017 
Anlage 2 Handreichung LGBT 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

02.03.2021 Gesundheitsausschuss
TOP 3.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0715/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
02.03.2021
Erstellt
24.02.2021 17:18