AN/0399/2025
Madaus Gartenland demokratisch, sozial und ökologisch gestalten.
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Linke Änderungsantrag nach § 13
5107 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An die Ausschussvorsitzende Frau Sabine Pakulat Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/0399/2025 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Stadtentwicklungsausschuss 27.03.2025 Madaus Gartenland demokratisch, sozial und ökologisch gestalten. Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Pakulat, die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln bittet darum, folgenden Änderungsantrag zur Vorlage 0330/2025 auf die Tagesordnung unter Punkt 10.3 des kommenden Stadtentwicklungsausschusses zu setzen. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird wie folgt geändert und ergänzt: 1. Soziale Infrastruktur und soziale Anforderungen die Siedlungsentwicklung. a. Eine Grundschule wird auf dem Madaus Gartenland gebaut. b. Eine Wohngruppe, beispielsweise ein Mehrgenerationenhaus oder eine Wohngruppe für behinderte Menschen wird entstehen. c. Es werden min. 75 % geförderter und preisgedämpfter Wohnraum gebaut. Auf Einfamilienhäuser und Doppelhäuser wird verzichtet. 2. Der Städtebau muss folgende Punkte erfüllen: a) Es ist ein städtebaulicher Wettbewerb durchzuführen. b) Die maximale Höhenentwicklung beträgt sechs Geschosse. c) Die baulichen Voraussetzungen für einen Vollversorger werden hergestellt. 3. Die ökologischen Belange sind festzulegen a) Eine intensive Dach- und Fassadenbegrünung wird verwirklicht. b) Die Wärmeversorgung des Quartiers wird dezentral- über eine Wärmepumpe im Rather See- gewährleistet c) Eine gutachterliche Stellungnahme bezüglich der tatsächlichen Klimaauswirkungen ist bei einem unabhängigen Institut, wie z.B. dem Wuppertal Institut einzuholen. 4. Die Verkehrlichen Vorausaussetzungen für den Siedlungsbau sind. Um den neuen Stadtteil mit Neubrück zu verbinden wird der Neubrücker Ring zu einer stadtverträglichen Fahrradstraße umgestaltet. Hierbei ist die Trasse für eine Stadtbahn weiterhin frei zu halten. Die Verkehrsführung für den motorisierten Individualverkehr (mit Ausnahme des Anliegerverkehrs) erfolgt zwischen der Kreuzung Rather-Kirchweg/Neubrücker Ring über den Rather Kirschweg zur Lützerathstraße. 5. Mit mehr Bürgerbeteiligung Akzeptanz für den neuen Stadtteil erlangen Die Bürgerbeteiligung wird aufsuchend organisiert. Jeder Neubrücker Haushalt erhält eine persönliche Einladung zur Bürgerbeteiligung. Die örtlichen Initiativen sind organisatorisch und inhaltlich in die Bürgerbeteiligung einzubeziehen. Begründung: Zu 1 a) Die Kapazität der Grundschulen in Neubrück reicht nicht aus. Es handelt sich hierbei um eine konfessionelle und um eine Gemeinschafts-Grundschule. Schon heute fahren muslimische Kinder aus Neubrück zu anderen Grundschulen außerhalb des Stadtteils und katholische fahren hin. Die geplante Bebauung südlich des Rather See erhöht zudem weiter den Bedarf an Grundschulen Zu 1b) Der Bedarf an alternativen Wohnformen steigt und steigt. Dieser wird stadtweit nicht gedeckt. Zu 1c) In Köln fehlen vor allem preiswerte Mietwohnungen. Einfamilienhäuser sind ökologisch nicht zu vertreten und helfen nicht bei der Überwindung der Wohnungsnot. Zu 2a) Ein Wettbewerb kann die städtebauliche Qualität der Siedlung optimieren. Zu 2b) Die Bebauung muss sich der Umgebung anpassen. Weitere Hochhäuser finden in der Nachbarschaft keine Akzeptanz Zu 2c) Heute findet sich in Neubrück kein Vollversorger. Mit den beiden Stadtteilen gibt es genug Kaufkraft für einen Vollversorger. Die Eigentumsverhältnisse in den Ladenlokalen in Neubrück verunmöglichen seit Jahren die Ansiedlung eines Vollversorgers. Dieser muss zentral an der Schnittstelle zwischen altem und neuem Siedlungsgebiet liegen, um das bestehende Nahversorgungszentrum mit Wochenmarkt in Neubrück zu stärken. Zu 3a) Neubauten auf der grünen Wiese in Zeiten der Klimakatastrophe erfordern einen optimalen Ausgleich für Natur und Umwelt. Zu 3b) Dezentrale Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien ist am besten für unser Klima und ist in neuen Gebäuden mit guter Isolierung gut umsetzbar. Zu 3c) Es liegen unterschiedliche Einschätzungen und Berechnungen zur Klimaauswirkung durch eine Bebauung vor. Daher ist ein Gutachten von unabhängiger Stelle einzuholen. Zu 4) Die Siedlung Neubrück und das Madaus Gartenland müssen zusammen gedacht und zusammengeführt werden. Der Neubrücker Ring ist im derzeitigen Zustand eine Barriere und verhindert das Zusammenwachsen der beiden Siedlungen. Zu 5) In Neubrück herrscht Skepsis gegenüber dem Neubauvorhaben. Akzeptanz für die neue Siedlung kann nur durch Mitbestimmung und Dialog erreicht werden. Die Nachbarschaft ist intensiv in den Planungsprozess einzubeziehen. Mit freundlichen Grüßen gez. Michael Weisenstein Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0399/2025
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 27.03.2025
- Erstellt
- 27.03.2025 11:38