3623/2017
Darstellung der Sparten
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41/41/2 Vorlagen-Nummer 28.11.2017 3623/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 05.12.2017 Integrationsrat 22.01.2018 Darstellung der Sparten, hier: Filmkultur In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jewei- ligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Der Bericht soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist. Die Vertreterinnen/Vertreter der Sparten sind zu der jeweiligen Sitzung einzuladen, um für Rückfra- gen aus dem Ausschuss zur Verfügung zu stehen. Der Szenebericht der Sparte Filmkultur ist als Anlage 1 beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für Kunst und Kultur stehen Frau Jenny Krüger und Herr Dirk Steinkühler vom Verein KINOAktiv e.V. zur Verfügung. Gez. Laugwitz-Aulbach
3623-2017 Anlage 1 Spartenbericht Filmkultur
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Anlage 1 Szenebericht 2017 KINOaktiv / Filmkultur und Freie Filmszene in Köln Das Spektrum der Kölner Filmszene reicht von Produktionsfirmen, über Filmemacher_innen, Filmkunstkinos, mehreren Filmhochschulen, dem Filmbüro NW bis hin zu Veranstalter_innen von national und international ausgerichteten Filmreihen und Filmfestivals. Viele der Filminitiativen und Einric htungen, die vor allem im Rahmen der Filmpräsentation arbeiten, sind bei KINOaktiv organisiert. Ihre Arbeit wird zu großen Teilen ehrenamtlich oder in Form kurzfristiger Beschäftigung geleistet, zum Teil in prekären Arbeitsverhältnissen. Anders als im Theater- oder Musikbereich gibt es im Filmbereich keine institutionalisierten Einrichtung en. Insofern kommt der freien Filmszene die Aufgabe zu, die Stadt mit einem möglichst vielfältigen internationalen Filmprogramm zu versorgen, was von den Filmkunst- und Mainstream-Kinos n icht gewährleistet werden kann. Die Mitglieder von Kinoaktiv sind: Allerweltskino e.V. dfi – Dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW Feminale e.V. Filmclub 813 Filminitiativ Köln e.V. Filmplus – Festival für Fil mschnitt und Montagekunst Filmreihe Köln Film society homochrom Internationales Frauenfilmfestival Dortmu nd | Köln jfc Medienzentrum Kino Gesellschaft Köln Köln im Film e.V. Kurzfilmfreunde Köln e.V. – Kurzf ilmfestival Köln LaDOC Soundtrack_Cologne Resümee zur Studie „Filmkultur in Köln“ Angeregt durch die Debatte um das Filmkulturförderkonzept und die chronische Finanznot der Filminitiativen hat KINOaktiv 2016 mit Unterstützung des Kulturministerium des Landes NRW und dem Kulturamt Köln eine Studie zur Evaluation der Kölner Filmkultur in Auftrag gegeben. Die Studie „Filmkultur in Köln. Ei ne Bestandsaufnahme und Bewertung“ von Katrin Mundt ist inzwischen fertig und wurde u.a. der Stadt Köln, dem Landes- Ministerium, dem Kulturamt und auch dem Kulturausschuss vorgelegt. Sie ist öffentlich zugänglich auf der von KINOaktiv verantworteten Website www.filmszene-koeln.de. Im Zentrum der Studie steht die Vermessung der filmkulturellen Landschaft des Medienstandortes Köln, der mit Veranstaltern und Initiativen, darunter mehrere profilierte Filmfestivals, Filmreihen und -veranstaltungen als Stadt über die größte Dichte filmkultureller Einrichtungen in NRW verfügt. Ein zentraler Fokus lag auf den ökonomischen und räumlichen Rahmenbedingungen, unte r denen die Akteure arbeiten und den Entwicklungsmöglichkeiten, die eine unterstützende Förderung bieten kann. Gemeinsame Projekte – Webseite Filmszene Köln 2016 ging die Website www.filmszene-koeln.de online, die unter Federführung von KINOaktiv betrieben wird. Sie bietet einen Tageskalender mit allen Vorführungen der teilnehmenden Veranstalter_innen in Köln, als auch einen Blog mit aktuellen Nachrichten und Berichten aus der Kölner Filmszene sowie der Kulturpolitik. Eine Teilnahme an der Seite steht allen Initiativen und Festivals offen, die in Köln Filmprogramme anbieten. Das Projekt wird vom Kultur amt der Stadt Köln unterstützt, eine weitere Förderung wurde 2017 bewilligt und ist für 2018 beantragt. Während 2017 im Zeichen der Etablierung der Website in der Öffentlichkeit sowie ihrer Bekanntmachung unter den Veranstaltern stand, soll das Projekt im kommenden Jahr auch inhaltlich weiterentwickelt werden. Nach der Etablierung des Kalenders und des Blogs sollen nun weitere Akteure wie Verleiher, Produzenten und Kinos angebunden werden, um so perspektivisch eine Plattform zu schaffen, die die gesamte Kölner Filmkultur und ihr Schaffen kontinuierlich abbildet. Hier gab es bereits erste Gespräche innerhalb einer AG Filmkultur, die ein solches Projekt mittelfristig mittragen könnte und an der sowohl Veranstalter als auch Produzenten und Verleiher beteiligt sind. Gemeinsame Projekte – Kölner Kino Nächte, „Großes Kino“ und weitere Kooperationen Ein zentrales Kooperationsprojekt der Kölner Kinoszene ist die jährliche Ausrichtung der Kölner Kinonächte, die von der Kino Gesellschaft Köln organisiert wernde. Mit mehr als 60 Programmpunkten in vier Tagen präsentierten sich hier die Kölner Kinos, Filmreihen, Festivals und weitere Akteure der freien Filmszene mit ausgewählten Programmhighlights sowohl in den klassischen Spielstätten als auch an alternativen Spielorten in der gesamten Stadt. Unter dem Label „Meine Kino Nacht“ wurden dabei ausgewählte Filme von bekannten Persönlichkeiten aus der Kulturbranche medien- wirksam präsentiert. Die Prominenten – u.a. Anke En gelke und Lale Akgün – bringen sich hier mit tatkräftigem Engagement in die Förderung der lokalen Filmkultur ein. Eines der herausragenden Projekte der Kölner Filmszene im Jahr 2016 war „Großes Kino! 120 Jahre Kölner Kinogeschichte“ mit rund 7.600 Besuchern. Das parallel veröffentlichte Buch „Kino in Köln“ verkaufte sich bisher 1.800mal (Stand: Sommer 2017). Im Zentrum standen hier nicht nur die Exponierung außergewöhnlicher Objekte aus der Filmgeschichte, sondern auch die Frage von Kino und Filmkultur als identitätsstiftender Faktor in einer Stadt, die seit Beginn der Filmgeschichte zentral für die Verbreitung audiovisueller Bilder in Deutschlan d war. Die in Zusammenarbeit von „Köln im Film“ und dem Kölnischen Stadtmuseum reali sierte Ausstellung lud ein zum generationsübergreifenden Gespräch über die Kölner Filmkultur zwischen Kinematograph und Virtual-Reality-Erlebnis. Als besonders fruchtbar erwies sich hier die Wechselwirkung zwischen der klassischen Feuilletonp resse mit Fokus auf Museen und Kunstausstellungen und der in Köln aktiven Journalist*innen mit Schwerpunkt Film und Kino. Ziel soll hier langfristig die ständige Zusammenführung von „Köln im Film“ und dem Kölnischen Stadtmuseum sein! In der Stadt existieren zudem viele weitere Kooperationen der Kölner Filmkulturszene mit verschiedenen Institutionen und Organisationen. Hier werden nicht nur zeitliche und finanzielle Ressourcen zusammengeführt und damit die einzelnen Veranstalter entlastet, sondern auch positive Effekte im Sinne einer größeren Sichtbarkeit und Erweiterung des einzelnen Programmangebots erzielt. Ein Beispiel ist die Kooperation des Afrika-Filmfests mit Museen und der IHK Köln. Eine Ausstellung zu Kinoarchitektur in Afrika wurde über die IHK versichert und auch die Vernissage mitfinanziert. Eine Filmvorführung des Festivals wurde von den Freunden de s Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig unterstützt und mitbeworben. Beide Partner haben schon eine weitere Zusammenarbeit für 2018 signalisiert. Die Einbindung der Kölner und überregionalen Hochschulen ist ebenfalls zentral für die meisten Kölner Festivals. So unterhält Filmplus langfristige Kooperationen mit der internationalen filmschule köln, der Filmakademie Baden-Württemberg, der Filmuniversität Babelsberg und der Filmakademie Wien, die ihren Studierenden einen begleiteten Besuch beim Festival finanzieren und die Veranstaltung in das Lehrprogramm aufgenommen haben. Besonders zu erwähnen ist noch die kürzliche Ehrung des Filmclub 813 mit dem Lotte- Eisner-Preis des Verbands der deutschen Kinematheken, einem der wichtigsten deutschen Preise für herausragende Programmarbeit und kontinuierliches Engagement für eine anspruchsvolle und vielfältige Filmkultur. Was die kulturelle Filmszene Köln braucht: Sichtbarkeit innerhalb von Politik und Verwaltung Die Kölner Filmszene beteiligt sich aktiv an der Erarbeitung der Fortschreibung des Kulturentwicklungsplans mit der aktiven Mitarbe it im Rahmen der Runden Tische. Die Sichtbarkeit unserer Akteure und Aktivitäten innerhalb von Verwaltung und Politik ist uns ein besonderes Anliegen. Wir wünschen uns daher eine stärkere Teilnahme von deren Vertretern bei unseren Veranstaltungen. Was die kulturelle Filmszene Köln braucht: Spielorte Die Frage nach ausreichend Leinwänden und Veranstaltungsorten für den stetigen Bedarf ist weiter eine der drängendsten. Nach wie vor stehen nicht genügend für die regulären Filmvorführungen und alle Sondervorführungen, Festivals und Filmreihen zur Verfügung. Zwar gab es im vergangenen Jahr wieder einen Anstieg der Zahl der Leinwände, die entsprechenden Häuser sind jedoch nur bedingt für Veranstaltungen der freien Szene geeignet. Mit dem Ausfall des Filmhaus-Kinos fehlt seit Herbst 2016 eine Leinwand und ein wichtiger Veranstaltungsort! Da ein Großteil der Kölner Festivals im Herbst stattfindet, ist es daher eine zentrale Planungsfrage, ob das Filmhaus Kino im Herbst 2018 wieder nutzbar ist und ab wann hier Reservierungen möglich sind. Zudem war es ein zentrales Ergebnis der zuvor genannten Studie zur Kölner Filmkultur, dass ein weiterer Spielort mit mehreren Sälen für kulturelle Veranstaltungen notwendig ist. Was die kulturelle Filmszene Köln braucht: Erweiterung des TechnikPools Für die meisten kleineren Festivals und Initiativen ist vor allem die Beschaffung von neuer Technik zur Entlastung des Personals nicht realisierbar und nicht nachhaltig, da diese in der Regel nicht mit Fördergeldern finanziert werden dürfen und in vielen Fällen zu teuer für eine Nutzung einmal jährlich sind. Daher schlagen wir vor, den Technik-Pool der Stadt Köln um einige Anschaffungen zu erweitern, die im Rahmen vieler Veranstaltungen nutzbar sind und eine deutliche Arbeitserleichterung darstellen. Benötigt werden hier z.B. eine Ticketing-Software, die Anschaffung eines Badge-Druckers für Festivalpässe/Akkreditierungen sowie Möbel und Event- Equipment.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3623/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.11.2017
- Erstellt
- 22.11.2017 12:49