AN/1553/2022
Sofortige Maßnahmen zur Stärkung der Kunst und Kulturszene; Vergünstigte Tickets in Köln einführen
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SPD Dringlichkeitsantrag nach § 12
3523 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 30.08.2022 AN/1553/2022 Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 30.08.2022 Sofortige Maßnahmen zur Stärkung der Kunst und Kulturszene; Vergünstigte Tickets in Köln einführen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Vorsitzende, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 30.08.2022 zu setzen: Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt ein vergünstigtes Ticket in Anlehnung an das bekannte 9-Euro Ticket, zur Stärkung der Kunst und Kulturszene in Köln zu prüfen. 2. Hierzu wird zeitnah in Zusammenarbeit mit den städtischen Institutionen und interessierten Akteur*innen der Kulturszene gemeinsam eruiert, wie eine Umsetzung bereits zu Q1 2023 erfolgen kann. 3. Im Sinne einer Best-practice-Lösung prüft die Verwaltung , ob eine Kombi- nation aus 9-Euro Ticket und z. B. des „PAY WHAT YOU WANT“ Modells, wie es für die Berliner Ensembles angeboten wird, eine attraktive mögliche Lösung wäre. 4. Andernfalls prüft die Verwaltung ein eigens für die Kölner Kunst und Kultur Szene kreiertes Modell. Begründung der Dringlichkeit: Seit nunmehr als zwei Jahren ist die Kunst und Kulturszene durch die Pandemie gebeutelt und kämpft um jeden Gast und jede mögliche Veranstaltung. Es ist - 2 - sehr erfreulich, dass auch Teile des Ratsbündnisses dies nun ernst nehmen und die schon lange von der S PD verfolgte Idee eines vergünstigten Eintritts prüfen wollen. Dazu reicht aber nicht, nur eine Anfrage zu stellen, es bedarf des hier gestellten Antrags, um Ernsthaftigkeit und Verbindlichkeit herzustellen. Den städtischen Institutionen sowie der freien Kunst und Kulturszene bleiben durch die aktuellen Krisen die Besucher*innen fern und somit fehlen wichtige Einnahmen, um den nächsten Corona-Herbst und Winter zu überstehen. Reine finanzielle Unterstützung durch Subventionierung, können nicht das allei- nige Mittel sein. Es bedarf in dieser Phase eines Umdenkens, weg von starren Maßnahmen hin zu pragmatisch intelligenten Lösungen. Nur eine gesunde Mischung aus Attraktivität und dauerhafter Nachfrage können im Kulturangebot zum Erfolg führen. Ein vergünstigtes, z.B. 9-Euro Ticket ist auf der Nachfrageseite genau der richtige Ansatz. In anderen Städten sowie im Ausland finden verschiedenartige Modelle Umset- zung und könnten exemplarisch für die Kunst und Kulturstadt Köln als Vorlage dienen. Vergünstigte Eintrittskarten für Museen und andere kulturelle Institutio- nen sind eine willkommene Abwechslung in diesen schwierigen Zeiten vom Alltag und schaffen viel mehr als nur die Möglichkeit Neues zu entdecken. Durch die Terminlage des nächsten Ausschusses Kunst und Kultur, erst nach der sitzungsfreien Zeit im Herbst, sehen wir eine Evaluation und Umsetzung zum Q1 2023 nur als realistisch an, wenn der Antrag auch in der Sitzung am 30.08.2022 behandelt und beschlossen wird. Dies begründet aus der Natur der Sache heraus seine Dringlichkeit. Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1553/2022
- Typ
- SPD Dringlichkeitsantrag nach § 12
- Datum
- 30.08.2022
- Erstellt
- 30.08.2022 15:57