1507/2021
Stellungnahme zum gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der CDU-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE AN/1157/2020
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Stellungnahme zu einem Antrag (BV)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/323/1 Vorlagen-Nummer 1507/2021 Stellungnahme zu einem Antrag öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 22.04.2021 Stellungnahme zum gemeinsamen Antrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der CDU-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE, AN/1157/2020 "Ordnungsdienste vor Ort„ vom 08.04.2021 Gemäß dem obenstehenden Antrag zur Sitzung vom 22.04.2021 soll ein Beschluss zur Einrichtung eines dezentralen Stützpunktes des Ordnungsamtes im Stadtbezirk Kalk geschlossen werden. Die Verwaltung nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung: Der Ordnungsdienst der Stadt Köln wurde im Jahr 2004 unter der Abteilung „324 Ordnungs- und Ver- kehrsdienst“ zentralisiert, um im Bereich der öffentlichen Sicherheit, Ordnung und Gefahrenabwehr entsprechend den gesteigerten Anforderungen einer Großstadt und dem anspruchsvollen und weit- gespannten Aufgabenspektrum, das in den vergangenen Jahren stets gewachsen ist, gerecht werden zu können. Aufgrund der Größe und der städtischen Bedeutung bildet der Ordnungsdienst seit 2020 eine eigene Abteilung (323) im Amt für öffentliche Ordnung, derzeit zentral angesiedelt im Stadthaus Deutz - Ostgebäude. Um den stetig wachsenden Anforderungen und Aufgaben gerecht werden zu können, ist es notwen- dig, für den Einsatz und die Steuerung eines funktionsfähigen Ordnungsdienstes die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen bzw. zu optimieren. Dazu wurde in verschiedenen Ratsbeschlüs- sen von 2015 und 2017 beschlossen, den Ordnungsdienst personell auf insgesamt rund 300 Stellen im Außendienst aufzustocken. Daneben wurde im Rahmen des Verwaltungsreformprojektes „Zielbild 2020 – Maßnahmen zur Stärkung des städtischen Ordnungsdienstes“ weitere erforderliche Qualitäten für die Erledigung der Aufgaben geschaffen, wie zum Beispiel eine angemessene Ausstattung mit Räumlichkeiten, eine ausreichende Fuhrparkausstattung und ein funktionierender Innendienstbetrieb. Eine Fortentwicklung dieses Projekts mit weiteren Maßnahmen zur Optimierung der Rahmenbedin- gungen, der Organisation und der verbesserten Ausstattung des Ordnungsdienstes ist in der Entwick- lung. Um diese Rahmenbedingungen und die Stärkung für einen zentral geführten Ordnungsdienst realisie- ren zu können, wird der Ordnungsdienst noch in diesem Jahr in das neue Dienstgebäude in Köln- Junkersdorf ziehen. Dieses Dienstgebäude ist dazu geeignet, allen besonderen räumlichen Anforde- rungen eines funktionierenden Ordnungsdienstes (z.B. Trainingsräume, Sozialräume, Asservaten- kammer, Duschen, Umkleiden) gerecht zu werden und ressourcenschonend zu agieren. Es ist zu betonen, dass eine Stärkung des zentral geführten Ordnungsdienstes gleichzeitig auch eine optimier- te Aufgabenwahrnehmung innerhalb des Stadtbezirks Kalk bedeuten wird. Bezirkliche Aufgliederung innerhalb des zentralen Ordnungsdienstes Der Ordnungsdienst gliedert sich in verschiedene Dienstgruppen, die jeweils einer bezirklichen Zu- ständigkeit, angelehnt an die neun Stadtbezirke, unterliegen. Dabei sind die Dienstgruppen in ihrem jeweiligen Stadtbezirk „allzuständig“. Die Dienstgruppe Kalk kennt somit alle ordnungsrechtlichen Besonderheiten, Themenschwerpunkte und „Hotspots“ in ihrem Bezirk. Dies führt zu einer deutlich 2 effektiveren Aufgabenwahrnehmung mit guten Ortskenntnissen der Ordnungsdienstkräfte. Die Dienstgruppe Kalk ist, und wird auch über den Umzug hinaus, mit ihren Einsatzkräften sowohl in den Tages- als auch in den Abend- und Nachtstunden im Bezirk Kalk für die Einhaltung der Sicherheit und Ordnung im Einsatz sein. Während der Präsenzstreifen vor Ort sind sie einerseits direkte An- sprechperson für sämtliche Fragen und Anliegen der Bürger*innen. Gleichzeitig werden sie bei ein- gehenden Meldungen, Hinweisen oder Beschwerden entweder per Funk oder Handy informiert und sind in der Lage die Örtlichkeit unverzüglich aus dem Bezirk heraus anzufahren. Der Anfahrtsweg aus Junkersdorf zu den östlichen Stadtteilen ist somit nur zu Beginn der Schicht gegeben. Um möglichst hohe Präsenzzeiten in allen Stadtbezirken gewährleisten zu können, sollen bestehende Dienst- bzw. Schichtmodelle an den geänderten Standort angepasst werden. So soll dichter Verkehr beispielsweise durch antizyklische Anfahrten nach Kalk umgangen werden. Außerdem soll eine Er- weiterung der Mobilität des Ordnungsdienstes unter umweltpolitischen Aspekten (beispielsweise Ausbau des Fuhrparks mit Hybrid-Fahrzeugen) erfolgen, um auch der Forderung nach einem Beitrag zum Klimaschutz gerecht werden zu können. Darüber hinaus konnte sich der Ordnungsdienst auch im Hinblick auf die Digitalisierung weiterentwi- ckeln. Künftig wird der Ordnungsdienst mit einer entsprechenden Software für das ordnungsbehördli- che Auftragsmanagement ausgestattet, sodass die Aufgabenerledigung innerhalb der Stadtbezirke noch effizienter gestaltet werden kann. Ziel dabei ist, den Aufwand für mögliche Schreibarbeiten im Büro (z.B. Erfassung von Berichten) von Außendienstkräften zu minimieren. So soll sich der Aufent- halt am zentralen Standort auf gemeinsame Lagebesprechungen und die entsprechende Auftragser- teilung begrenzen und somit zusätzliche Präsenzzeiten in den Stadtbezirken ermöglicht werden. Zusammenarbeit zwischen Ordnungsdienst und Bürgeramtsleitungen Zusätzlich zur bezirklichen Aufbauorganisation des Ordnungsdienstes ist zu betonen, dass die ver- schiedenen Dienstgruppenleitungen in einem engen Kontakt zu den jeweiligen Bürgeramtsleitungen stehen. Im Kontext des Projektes „Zielbild 2020 – Maßnahmen zur Stärkung des städtischen Ord- nungsdienstes“ finden regelmäßig Gespräche zwischen dem Amt für öffentliche Ordnung, der Dienst- gruppe Kalk und dem Bürgeramt Kalk statt. In diesem Rahmen wird einmal jährlich eine Vereinbarung getroffen, welchen bezirklichen Schwerpunkten, Themen und Orten eine besondere Bedeutung zu- geordnet wird. Diese Zusammenarbeit wird seit mehreren Jahren von beiden Seiten als sehr positiv angesehen. Evakuierungen und Großveranstaltungen Neben den bezirklichen Aufgaben des Ordnungsdienstes kommen diverse Einsätze im Rahmen von Großveranstaltungen (Karneval, CSD, Kölner Lichter, Summer-Jam) hinzu, bei der die Ordnungs- dienstkräfte dienstgruppen- und bezirksübergreifend abrufbar sein müssen. Insbesondere die aktuelle Pandemielage oder andere Großschadensereignisse (wie beispielsweise der Stadtarchiv-Einsturz oder jede Evakuierung bei Kampfmittelfunden) machen deutlich, dass eine zentrale Organisation und Führung aller Ordnungsdienstkräfte für eine effektive und erfolgreiche Auf- gabenwahrnehmung absolute Notwendigkeit hat.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1507/2021
- Typ
- Stellungnahme zu einem Antrag (BV)
- Datum
- 21.04.2021
- Erstellt
- 21.04.2021 10:19