1505/2026
Bericht zur Kinder- und Jugendförderung in Köln 2021-2025
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ANLAGE 4 Angebotsstruktur Lindenthal
1070 Zeichen
Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Lindenthal Stadt Köln (Stand 04/2026) PIUS HERZ \ Legende Eno nweilen A Jugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff A Mobile Arbeit A Jugendsozialarbeit A Kulturpädagogische Facheinrichtung ‚Gemeinwesenzentrum Etzeli Arbeitskreis für, das ausländische Kind e.V. (AAK Köln e.V.) N Ehrenfeld ‚OT;Nonnil ge KatalscheJugenaagenur Kan gem : ‚Katholische Jugendagentur Köln gGmbH (KJA), l 12 Coach e.V. j Unterstützung bei der rahl, E ee oblinge gAG Müngersclorf ; \ \ CC = li Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 4 / 2026 3% Stadt Köln Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Der Stadtplan Orange: ©; Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Kartenthemat Stabsstelle Integrierte Jugenchilfe- und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: di-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- le Mitwirkende (License: ODbL) Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Fami
ANLAGE 3 Angebotsstruktur Rodenkirchen
1153 Zeichen
aM PR Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Rodenkirchen
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Der Oberbürgermeister
Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, dl-de/by-2-0, Datengrundlagen:
Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: di-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap-
Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL)
Mitteilung Ausschuss
5176 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/IV/2 Vorlagen-Nummer 12.06.2026 1505/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 23.06.2026 Bericht zur Kinder- und Jugendförderung in Köln 2021-2025 - Zielbezogene Wirkungsanalyse Zusammenfassung in einfacher Sprache Alle jungen Menschen in einer Stadt haben ein Recht auf Angebote, die sie interessieren und die ihnen weiterhelfen. Das sagt ein besonderes Gesetz für Kinder, Jugendliche und junge Er- wachsene unter 27 Jahren in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das ist das „Kinder- und Jugendförderungsgesetz“. Damit das Gesetz in Köln richtig angewendet wird, gibt es einen „Kinder- und Jugendförder- plan“. Der Kinder- und Jugendförderplan beschreibt, welche Angebote es wo in der Stadt geben soll. Zu den Angeboten zählen Einrichtungen und Organisationen für Kinder- und Ju- gendliche, Angebote, die jungen Menschen in Schule und Beruf weiterhelfen und Angebote, die Kinder und Jugendliche schützen. Der letzte Kinder- und Jugendförderplan galt für die Jahre 2021 bis zum Ende 2025. In dieser Zeit ist viel für junge Menschen in Köln angeboten worden. Hierüber berichtet die Stadt Köln im „Bericht zu Kinder- und Jugendförderung 2021-2025“. Außerdem wurden neun Stadtkarten erstellt, die die Angebote für junge Menschen in diesem Zeitraum in allen Stadtbezirken von Köln zeigen. In dem Bericht wird beschrieben, wie gut die einzelnen Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Menschen gestaltet waren und ob sie viel genutzt worden sind. Außerdem wird ge- schaut, ob die Angebote insgesamt helfen, dass junge Menschen in Köln sich beteiligen und mitgestalten können und gerecht in der Stadt verteilt sind. Die Angebote sollen auch dazu bei- tragen, dass Kinder und Jugendliche geschützt werden und gesund in Köln aufwachsen. Die Stadt Köln und Fachleute aus der Kinder- und Jugendförderung und der Jugendpolitik wa- ren in den letzten Jahren insgesamt zufrieden mit den Angeboten. Bericht zur Kinder- und Jugendförderung 2021-2025 Mit Ablauf des Jahres 2025 ist der jeweils für eine Legislaturperiode des Stadtrates gültige Kommunale Kinder- und Jugendförderplan (KJFP) formal abgeschlossen worden. Bis zum In- krafttreten der Planfortschreibung gilt er jedoch weiterhin als verbindliche Grundlage für die An- gebote der Kinder- und Jugendförderung in Köln. Im Sinne einer Bilanzierung des beendeten KJFP legt die Abteilung Kinderinteressen und Ju- 2 gendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der kommu- nalen Jugendhilfeplanung eine auf die geplanten Ziele der Förderplanung 2021-2025 bezogene Wirkungsanalyse vor. Entlang ausgesuchter qualitativer und quantitativer Indikatoren soll die Frage beantwortet wer- den, wie die kommunale Angebotsstruktur für die Arbeitsbereiche (Offene) Kinder- und Jugend- arbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe sowie Erzieherischer Kin- der- und Jugendschutz (§§ 11-14 SGB VIII) auf die Förderziele der Planung eingezahlt haben beziehungsweise einzahlen. Nach der Darstellung der Planziele wird die Planumsetzung entlang der gesetzten Teilziele zu- nächst in qualitativer Form beschrieben. Anschließend erfolgt eine datengestützte Analyse zur Wirkung der Angebote. Hierbei werden verschiedene Zieldimensionen näher betrachtet. Im Fokus stehen insbesondere folgende Fragestellungen: - In welcher Form wurden Förderziele erreicht? - Welche Zielgruppen wurden erreicht? - Wie wirken sich die Angebote auf gerechte Teilhabe vor Ort aus? - Inwieweit wurden die beschlossenen Querschnittsaufgaben der Förderplanung berücksich- tigt? Abschließend werden die Wirkungsorientierung der kommunalen Kinder- und Jugendförderung über die eigentliche Förderplanung hinaus in die Köl ner Stadtgesellschaft betrachtet und ein Ausblick auf Implikationen des Berichtes für die kommende Förderplanung gegeben. Parallel zur Bilanzierung der vergangenen Förderplanung bringt die Verwaltung die pädagogi- sche Fachplanung zur kommenden Förderplanung 2026-2030 (Session-Vorlage 1504/2026) in den Jugendhilfeausschuss sowie weitere planungsrelevante Fachausschüsse ab Ende Juni 2026 ein. In den Anlagen 2 bis 10 zu dieser Vorlage geben neun Bezirkskarten ergänzend Auskunft über die Verteilung der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Kulturpädagogi- schen Facheinrichtungen sowie der Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe in allen Kölner Stadt- bezirken. Auf der hier dargestellten Infrastruktur basiert die in der vergangenen Legislatur er- brachte Wirkung der kommunalen Kinder- und Jugendförderung. Aus Sicht der Jugendverwaltung haben sowohl die stadtweiten Angebote der Kinder- und Ju- gendförderung in ihrer Gesamtheit als auch die zusätzlich geförderten Einzelmaßnahmen eine positive Wirkung auf die mit der Förderplanung 2021-2025 intendierten Zielsetzungen in Ver- bindung mit den vereinbarten Querschnittsaufgaben entfaltet. Entsprechende Rückmeldungen konnten insbesondere im Begleitgremium zum Kinder- und Jugendförderplan sowie im Rahmen politischer Berichterstattung gesammelt werden. Gez. Voigtsberger
ANLAGE 2 Angebotsstruktur Innenstadt
1072 Zeichen
ie „= Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Innenstadt SZ Stadt Köln (Stand 04/2026) "Körbe für Kölnie.V. onw ee \l, Penense mein) Kuelb ERINEES -Nij 5 ı 2 je v_- Be # z _ \ rs Onstan, RN bN IE MädchentreffiAlte euerwache“ „Bürgerzentrum,AltelFeuerwache’e.V. IE s Be) hule e.V. Mi Latibul'- Thea lerpädagogisches, num Theäterpädagogisches Zentrüm/e.V"Köln. TE Y ee, a Ye #, 8 # N et Ar u: R Jügendberufsag, “. un t Stadt Köln, Jobcenter, z'und Theate: RE A. Jugendkunstschule Rodenkirchen Jügendkunstschule Rodenkirchen’e.V. / E PEN: Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 5 / 2026 Stadtplan Orange: stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL)
ANLAGE 5 Angebotsstruktur Ehrenfeld
887 Zeichen
ie = Offene Kinder- und J darbeit, Kulturpädagogik und J dsozialarbeit im Stadtbezirk Ehrenfeld ne Stadt Köln e LE (Stand 04/2026) Legende Jugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff Mobile Arbeit Jugendsozialarbeit Kulturpädagogische Facheinrichtung Chorweiler ‚soziales zentrum lino-club e.V. N <q "Kinder- und Jugendspielhof Heckweg Ele Joblinge gAG Rheinland! N OT Stolberger.Sr. (Sollen) ah Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 5 / 2026 Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: di-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL}
ANLAGE 7 Angebotsstruktur Chorweiler
1952 Zeichen
a = Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Chorweiler
Stadt Köln (Stand 04/2026)
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EZ Stadt Köln Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 4 / 2026
Der Oberbürgermeister Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, dI-de/by-2-0, Datengrundlagen:
Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dI-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap-
Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL)
ANLAGE 8 Angebotsstruktur Porz
806 Zeichen
ie „= Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Porz SZ Stadt Köln (Stand 04/2026) Legende AÄ\ Jugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff = AA Mobile Arbeit | Rn AÄ\ Jugendsozialarbeit A Kulturpädagogische Facheinrichtung | 7 Rodenkirchen EZ Stadt Köln Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 5 / 2026 Der Oberbürgermeister Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL}
ANLAGE 9 Angebotsstruktur Kalk
776 Zeichen
= Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Kalk SZ Stadt Köln (Stand 04/2026) een Legende A /ugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff A Mobile Arbeit A Jugendsozialarbeit Kinder-, | Jugendtreff, ce ‚180 Grad Wende” | ren chtu / ‚Area 51 f Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 5 / 2026 Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Kartenthema: Stabsstelle Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung (IV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL)
ANLAGE 10 Angebotsstruktur Mülheim
1578 Zeichen
Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Mülheim (Stand 04/2026) Legende FR A Jugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff \ \ A Mobile Arbeit i | ) AN Jugendsozialarbeit | | A Kulturpädagogische Facheinrichtung N i ce || Jugendzentrum Pauline, Y " % Jugendzentren Köln gGmbH | JugendCate,(suce) St. Nikolaus KKG Helge Familie Koi eV. Dünnwald ‚Höhenhaus x Jugen« Sri nschbarschänshaus € Bodestr. Arbeiterwohifahrt Kreisverband Köln e.V. nei) een Kathölische Jugendagentur Köln gEmbH a) % % PS" Dellbräck "Don-Bosco-Club £ DBC Don;Bosco-Club Köln oma Fe >27 % aan mE vor/e u Fzweil ‚Jügendzentren Köln gGmbH igendzentren Köln gGmbH N, Le £ \ er . Lan 1a % 4 % x - un \i N De Ne Ar ji 2 JuBi6o e.V. Mr "Tugendtrert Hksst un Mana h: latibul „Ziuspadageisches Zentum en rt Katholische Jugenidägentur Köln gGmbH (KJA) sc! H mülyA $ ” € Offene Tüfsupsonsı % Een, Katholische Jugendagentur Köln gGmb! > & Jugendzentrum digital/ Jügendpark „_}ugendzentren Köln ggmbH en Kama he Jugendagentur Köln g6mah (KA) Som, Al 3% Stadt Köln Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 5/ 2026 DorOberbürgermeister Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: (äh: Bakahaie Tksgfäne Spahli une Scholahkjhekäungeplanung EIV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und ©; OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL)
ANLAGE 1 Bericht_ Jugendförderung
71488 Zeichen
1 Bericht zur Kinder- und Jugendförderung in Köln 2021-2025 - Zielbezogene Wirkungsanalyse 1 Berichtshintergrund und Aufbau .................................................................................................................................................... 3 2 Ziele und Querschnittsaufgaben der kommunalen Kinder- und Jugendförderplanung 2021 bis 2025 .......................................... 5 3 Evaluation der Förderziele ............................................................................................................................................................. 7 3.1 Räume für Kinder und Jugendliche eröffnen .......................................................................................................................... 7 3.1.1 Qualitative Analyse der Teilziele ...................................................................................................................................... 7 3.1.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen ................................................................................................ 9 3.2 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen digitale (Partizipations-)Formate anbieten .............................................. 12 3.2.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 12 3.2.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 14 3.3 Kinder und Jugendliche vor Gefahren schützen ................................................................................................................... 15 3.3.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 15 3.3.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 17 3.4 Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen .................................................................................................... 18 3.4.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 18 3.4.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 22 3.5 Diskriminierungsfreies Aufwachsen ermöglichen ................................................................................................................. 24 3.5.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 24 3.5.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 26 3.6 Informationszugänge für Kinder und Jugendliche schaffen .................................................................................................. 27 3.6.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 27 2 3.7 Teilhabemöglichkeit für alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene schaffen .............................................................. 28 3.7.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 28 3.7.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 30 3.8 Gelingende Bildungsverläufe für Jugendliche und Erwachsene sichern .............................................................................. 31 3.8.1 Qualitative Analyse der Teilziele .................................................................................................................................... 31 3.8.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen .............................................................................................. 32 4 Wirkungsorientierung in die Kölner Stadtgesellschaft hinein ....................................................................................................... 33 5 Implikationen für die kommende Förderplanung ......................................................................................................................... 34 3 1 Berichtshintergrund und Aufbau Mit Ablauf des Jahres 2025 ist der jeweils für eine Legislaturperiode des Stadtrates gültige Kommunale Kinder- und Jugendförderplan (KJFP) formal abgeschlossen worden. Im Sinne einer Bilanzierung des beendeten KJFP leg t die Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit der kommunalen Jugendhilfeplanung eine auf die geplanten Ziele der Förderplanung 2021-2025 bezogene Wirkungsanalyse vor. Entlang ausgesuchter qualitativer und quantitativer Indikatoren s oll die Frage beantworte t werden , wie die kommunale Angebotsstruktur für die Arbeitsbereiche (Offene) Kinder - und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe sowie Erzieherischer Kinder - und Jugendschutz (§§ 11-14 SGB VIII) auf die Förderziele der Planung eingezahlt haben beziehungsweise einzahlen. Nach der Darstellung der Planziele (Kapitel 2) wird die Planumsetzung entlang der gesetzten Teilziele zunächst in qualitativer Form beschrieben (Kapitel 3). Anschließend erfolgt eine datengestützte Analyse zur Wirkung der Angebote. Hierbei werden verschiedene Zieldimensionen näher betrachtet. Im Fokus stehen insbesondere folgende Fragestellungen: - In welcher Form wurden Förderziele erreicht? - Welche Zielgruppen wurden erreicht? - Wie wirken sich die Angebote auf gerechte Teilhabe vor Ort aus? - Inwieweit wurden die beschlossenen Querschnittsaufgaben der Förderplanung berücksichtigt? Im vierten Kapitel wird die Wirkungsorientierung der kommunalen Kinder- und Jugendförderung über die eigentliche Förderplanung hinaus in die Kölner Stadtgesellschaft aus Sicht der Jugendverwaltung betrachtet. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf Implikationen des Berichtes für die kommende Förderplanung (Kapitel 5). 4 Die vorliegende Analyse bezieht sich auf die Wirkung der gesamtstädtischen Infrastruktur der Kinder- und Jugendförderung (Offene) Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe sowie Erzieherischer Kinder - und Jugendschutz (§§ 11-14 SGB VIII) in den Jahren 2021 bis 2025. Diese wird in breiter Trägerpluralität in Köln angeboten. Die in den Anlagen (Anlagen 2-10 zur Session-Vorlage 1505/2026) befindlichen neun Bezirkskarten zeigen die örtlich zuzuordnenden Einrichtungen und Angebote der Offenen Kinder - und Jugendarbeit und der Kulturpädagogik (§ 11 SGB VIII) sowie der Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe (§ 13 SGB VIII). Die Angebote der Jugendverbandsarbeit (§ 12 SGB VIII) sind dezentral über alle Kölner Bezirke verteilt. Nähere Informationen zu den jeweiligen Angeboten gibt es über die Homepage des Kölner Jugendrings, in dem die Kölner Jugendverbände organisiert sind, sowie beispielsweise den dem Info-Heft „Misch MIT!“ in deinem Veedel!“ beigefügten Bezirkslisten. Die Angebote des Erzieherischen Kinder - und Jugendschutzes (§ 14 SGB VIII), der als Querschnittsaufgabe in der Kinder - und Jugendförderung zu verstehen ist, sind an dieser Stelle nicht räumlich zu verorten. Der vorliegende Bericht separiert die in bisherigen Auflagen des Kommunalen Kinder - und Jugendförderplanes erschienene Bilanzierung einer vergangenen Förderlaufzeit in eine gesonderte Berichtsfassung. Die Verwaltung plant zukünftig eine hierauf basierende, regelmäßige Berichterstattung zur Wirkung kommunaler Kinder - und Jugendförderung. Dafür bietet sich eine alle zwei Jahre erfolgende Evaluation an, da dies dem Turnus der Strukturdatenerhebung zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) des Landes Nordrhein-Westfalen entspricht. Die hierfür erhobenen kommunalen Daten (in Verbindung mit dem Wirksamkeitsdialog der OKJA in Köln) fließen zu einem wesentlichen Teil in die hier vorgenommene quantitative Analyse ein. Zusätzliche Datengrundlagen für den vorliegenden Bericht stellen einschlägige Jugendhilfeberichterstattungen der Kommune an Bund und Land sowie kommunale Eigenerhebungen dar. Die dargestellten Daten in dieser ersten Berichterstattung zur Kinder- und Jugendförderung in Köln sind beispielhaft ausgewählt. Aus Sicht der Verwaltung erscheint die partizipative Weiterentwicklung eines strukturierten Erhebungsinstrumentes – unter Einschluss der weiteren Handlungsbereiche der Jugendförderung (§§ 12-14 SGBVIII) – sinnvoll. Eine Grundlage hierfür könnten die bisher im Rahmen der Arbeit des Begleitgremium s zur Förderplanung eingesetzten Evaluationsraster zu den Einzelmaßnahmen der Förderplanung sein. 5 2 Ziele und Querschnittsaufgaben der kommunalen Kinder- und Jugendförderplanung 2021 bis 2025 Das folgende Schaubild zeigt die Zielsetzung der kommunalen Kinder- und Jugendförderplanung 2021 bis einschließlich 2025 (Session-Vorlage 1805/2021): Die vorhandenen Einrichtungen und Angebote der kommunalen Kinder- und Jugendförderung wirken in ihrer Gesamtheit auf diese Zielsetzung ein. Im Rahmen der vergangenen Förderplanung wurden den acht Förderzielen zudem 26 Einzelmaßnahmen zugeordnet, die teilweise in die Angebotsstruktur integriert, teilweise als zusätzlich finanzierte Maßnahmen für unterschiedl iche Laufzeiten in der Legislatur aufgesetzt wurden. Die Umsetzung der Einzelmaßnahmen erfolgte unter regelmäßigem Einbezug des vom Rat der Stadt Köln eingesetzten Begleitgremiums zum KJFP. Hierüber wurde die Beteiligung betroffener Zielgruppen sowie relevanter Fachkräfte sichergestellt. Die Darstellung: Stadt Köln - Integrierte Stabsstelle Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 6 Jugendverwaltung hat in der vergangenen Legislatur mehrfach über die Evaluation der Einzelmaßnahmen im Begleitgremium berichtet (Session-Vorlagen 0698/2022, 0714/2023, 0789/2024). Die Ergebnisse fließen erneut in den Gesamtbericht ein, insofern es einer besonderen Einordnung im Kontext einzelner Teilziele bedarf [Bezeichnung: Einzelmaßnahme KJFP]. Den im Planungsprozess ermittelten Bedarfen folgend, wurden für alle Handlungsfelder geltende Querschnittsaufgaben bzw. Qualitätsleitlinien für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung von Maßnahmenumsetzungen a ufgesetzt. Diese dienen bei der Betrachtung der Wirksamkeit von Maßnahmen als Evaluationskriterien. Darstellung: Stadt Köln - Integrierte Stabsstelle Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung 7 3 Evaluation der Förderziele 3.1 Räume für Kinder und Jugendliche eröffnen 3.1.1 Qualitative Analyse der Teilziele Förderung der (Offenen) Kinder- und Jugendarbeit gerecht ausgestalten (a) In allen Kölner Bezirken werden – teilweise zielgruppenspezifische bzw. spezialisierte – Angebote der Offenen Kinder - und Jugendarbeit (OKJA) vorgehalten, für die die erforderliche Fachpersonal - und Sachausstattung über die Legislatur hinweg abgesichert werden konnte. (b) Mit den Jugendeinrichtungen „Loft 99“ (Rodenkirchen) sowie dem „Pavillon 50“ (Kalk) konnten zwei zusätzliche Angebote eröffnen. (c) Die bisherigen Kinder - und Jugendtreffs im Mönchsfeld (Roggendorf/Thenhoven) sind in eine Jugendeinrichtung mit entsprechender Fachkraftausstattung umgewandelt worden. (d) Der Bauspielplatz Senkelsgraben (Wahnheide) konnte seine Öffnungszeiten mittels Personalzusatz erweitern. (e) Seit 2021 werden die Fachkräfte für die in verschiedenen Einrichtungen angesiedelten Gruppen des „Informellen stabilisierenden Bildungsangebotes“ (ISBA) den Einrichtungen als hauptamtliches pädagogisches Personal im Rahmen des Förderprogrammes OKJA zugerec hnet. Aufgrund des Haushaltsbeschlusses 2025/2026 mussten sieben ISBA - Gruppenangebote auf Basis von Sozialindizierung beendet werden. Schwache Sozialräume attraktiver und lebenswerter machen (a) Die strategische Ausrichtung der Förderplanung auf das Prinzip „Ungleiches ungleich behandeln“ ermöglicht einen sozialraum- und lebensweltorientierten Blick auf die unterschiedlichen Lebensverhältnisse in den Kölner Veedeln. Im Rahmen von Bedarfsorientierung und Schwerpunktsetzungen wird ein für die Kinder - und Jugendförderplanung durch die Kommunale Jugendhilfeplanung in Kooperation mit der Stadtplanung entwickelter, spezifischer Jugendhilfeindex zugrunde gelegt. (b) Im September 2025 wurde der Neubau der Jugendeinrichtung „Am Wunschtor“ (Ostheim) auf Basis des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für den Sozialraum „Ostheim und Neubrück“ durch den Rat der Stadt Köln beschlossen (Umsetzung voraussichtlich ab Frühjahr 2026). Bedarfsgerechtigkeit von Kinder- und Jugendarbeit regelmäßig überprüfen (a) Neben den einrichtungsspezifischen Formen der regelmäßigen Kinder - und Jugendbeteiligung zur Gestaltung von Öffnungszeiten, Angeboten und Räumen der OKJA, finden jährlich Wirksamkeitsdialoge in allen Kinder - und Jugendeinrichtungen statt. Hieran wirken die pädagogischen Fachkräfte, Trägervertreter*innen sowie die jeweils zuständige 8 Bezirksjugendpflege mit. Die hier vereinbarten Jahresziele und pädagogischen Schwerpunkte entlang aktueller Bedarfe werden kontinuierlich evaluiert und fließen in die konzeptionelle Ausgestaltung der Arbeit vor Ort ein Kindern und Jugendlichen Aneignungs - und Erfahrungsmöglichkeiten bieten/ Entlastungs- und Rückzugsräume bereitstellen (a) Die Angebote der Kinder - und Jugendförderung in Köln bieten zielgruppendifferente, teilweise auf bestimmte Zielgruppen spezialisierte Aneignungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Allen Angeboten inhärent sind vielfältige Partizipationsformate, um auf spezifische Bedarfe flexibel reagieren zu können. Die breite Angebotspalette umfasst Spiel, Sport, Jugendkultur, geschlechtsspezifische Angebote, Demokratieförderung, Gesundheitsförderung, Medienkompetenz, Natur und Umwelt etc. Zugangs- und Erprobungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Arbeitsprinzipien niederschwellig, interessegeleitet, selbstbestimmt, sozialraum- und lebensweltorientiert und inklusiv. Jugendkultur stärken und sichtbar machen/ Kinder und Jugendliche als Teil der Stadtgesellschaft im öffentlichen Raum sichtbar machen (a) In den kulturpädagogischen Facheinrichtungen können junge Menschen in verschiedenen Kölner Bezirken kulturelle Bildung in einer breiten Palette erfahren: bildende Kunst, Literatur, Medien, Musik, Spiel, Tanz, Theater, Zirkus. (b) Besonderer Schwerpunkt in den Förderjahren 2022 und 2023 waren niedrigschwellige, aufsuchende Angebote in den Bezirken Chorweiler und Porz in Form des Projektes „Cultural Points“ [Einzelmaßnahme M 1.2.1 KJFP]. (c) Jugendkultur prägt das Stadtbild im Rahmen der Eröffnung von Aneignungs- und Ausdrucksmöglichkeiten im öffentlichen Raum im Kontext Graffiti, Urban Sports, weiteren Bewegungsflächen und „Halls of Fame“. (d) Szenespezifische Jugendarbeit wird Raum in Einrichtungen wie den „Abenteuerhallen Kalk“ (Skaterszene) oder Angeboten wie den „MittwochsMaler*innen“ in Köln-Bilderstöckchen (Graffiti) gegeben. Kinder- und jugendgerechte Freiräume für Sport, Spiel und kulturelle Teilhabe eröffnen (a) Mehr als 700 Spiel -, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen im gesamten Stadtgebiet eröffnen geschützte Freiräume für Sport, Spiel und Jugendkultur für heterogene Zielgruppen. (b) Die 2025 durch den Rat der Stadt Köln verabschiedete Spielraumplanung 2025 -2030 beschreibt die für die kommende Förderplanperiode mit allen Kölner Bezirken vereinbarten Vorhaben im Bereich der kommunalen Spielraumschaffung. Sie bilanziert auch die in der v ergangenen Legislatur erfolgten Maßnahmen zur Verbesserung der Spielraumversorgung in Köln: Spielräume eröffnen – Spiel, Bewegung und Aufenthalt für Kölner Kinder und Jugendliche – Kommunale Spielraumplanung 2025-2030 9 Festschreibung von Förderprogrammen/ Aktualisierung einheitlicher Förderstandards sowie Neuentwicklung einheitlicher Förderstandards für weitere Förderbereiche (a) Für fast alle Förderbereiche der kommunalen Kinder - und Jugendförderung konnten im Laufe der Legislatur verbindliche Förderprogramme mit einheitlichen Förderstandards partizipativ entwickelt und festgeschrieben werden. (b) Die Förderprogramme der Jugendberufshilfe befinden sich aktuell in der Abstimmung. 3.1.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Räume für Freizeit-, Unterstützungs- und Erprobungsangebote in allen Kölner Bezirken eröffnen Anzahl der Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit1 (Einrichtungen, Treffs, Mobile Angebote, Abenteuerspielplätze – in unterschiedliche Ortslagen und Einrichtungsgrößen) 113 Stammbesuchende der OKJA im Alter von 6 bis unter 27 Jahre – kontinuierlicher Anstieg seit 2021 17.849 Anteil der Stammbesuchenden der OKJA an der Gesamtzahl der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 6 bis unter 27 Jahre – Vergleichszahl der Großstädte in NRW aus der SDE 2023 7,5 % NRW 5,2 Anzahl der einrichtungsbezogenen Angebote der OKJA pro 10.000 JEW – Vergleichszahl der Großstädte in NRW aus der SDE 2023 4,0 NRW 4,4 1 Die Angaben der OKJA beziehen sich auf das Berichtsjahr 2025 (Stichtag: 31.12.) der Strukturdatenerhebung OKJA des Landes NRW – sofern nicht anders angegeben – und basieren auf eigenen Angaben der Träger. Alle weiteren Daten entstammen den in Kapitel 1 angegebenen Quellen. 10 Abbildung: Stammbesuchende der OKJA nach Alter und Geschlecht (in Prozent) Geschlecht – Anteil der … Stammbesuchenden … männlichen … 60,5 % … weiblichen … 37,9 % … diversen … 0,7 % keine Geschlechtsangabe 0,9 % Alter – Anteil der … … unter 10-Jährigen 15,9 % … 10 bis unter 14-Jährigen 35,3 % … 14 bis unter 18-Jährigen 28,0 % … 18 bis unter 21-Jährigen 12,3 % … 21 bis unter 27-Jährigen 8,5 % Vollzeitäquivalente der Fachkräfte in der OKJA im Verhältnis zu Stammbesuchenden 1:132 Anteil der OKJA-Angebote mit Wochenendöffnung 29,7 % Durchschnitt der Öffnungsstage der einzelnen OKJA-Angebote im Jahr 207 Durchschnitt der Besuchenden von OKJA-Angeboten pro Öffnungstag 33 Interessegeleitete, vielfältige und zielgruppendifferente Angebots- und Projektstruktur bieten Anzahl der Veranstaltungen und Projekte in der OKJA (Feier, Feste, Konzerte, Sport, Seminare etc.) – ohne Ferienangebote 1.291 Teilnehmer*innen an (Einzel-)Veranstaltungen und Projekten der OKJA – ohne Ferienangebote 64.182 Anzahl Kinder und Jugendliche bei Veranstaltungen im Rahmen „Cultural Points“ (Porz und Chorweiler) [Einzelmaßnahme M 1.2.1 KJFP] (2022/2023) 2.220 Teilnehmer*innen am Weltkindertag (2025) 2.000 Ferienangebote ermöglichen Anzahl Ferienangebote in der OKJA 885 8,5 21,1 17,7 8,1 4,9 7,3 14,2 10,0 3,8 2,9 0 10 20 30 40 unter 10 Jahre 10 bis unter 14 Jahre 14 bis unter 18 Jahre 18 bis unter 21 Jahre 21 bis unter 27 Jahre männlich weiblich divers keine Geschlechtsangabe 11 Teilnehmer*innen an Ferienangeboten der OKJA 20.896 Entwicklung der Anzahl der Freizeiten im Rahmen der Jugendverbandsarbeit 2024 362 2023 295 2022 300 Sozialräumliche Angebote, vielfältige Anlaufstellen sowie öffentlichen Raum zugänglich machen Anzahl der Spielräume – (Spielraumplanung 2025-2030; Stand: 30.09.2022) 702 Stammbesuchende des Mobilen Angebotes „Juppis“ auf Kölner Spielflächen und im öffentlichen Raum (5 Tage/ 40 Stunden pro Woche) (2025) 400 Besuchende der Freiluga (Angebotsinhalte Natur, Klima, Feiern etc.) an 101 Tagen (2025) 3.150 Besuchende des Jugendverkehrsgartens an 30 Tagen (2025) 4.400 Räume für Kinder- und Jugendkultur eröffnen Kulturpädagogische Facheinrichtungen (2025) 10 Vollzeitäquivalente der Fachkräfte insgesamt in den Kulturpädagogischen Facheinrichtungen (2025) 57,19 Anzahl der Projekte (eintägig, mehrtägig) / Teilnehmende (2025) 574 / 16.297 Anzahl der Kurse / Teilnehmende (2025) 171 / 1.643 Anzahl der Veranstaltungen / Besuchende (2025) 138 / 19.296 Kulturpädagogische inklusive Projekte für junge Menschen mit Behinderung (2025) 278 Ferienprogramme in kulturpädagogischen Facheinrichtungen (2025) 34 Kulturpädagogische Angebote in Unterkünften für Geflüchtete (2025) 85 Angebote in der Lebenswelt Schule bieten Anzahl / Anteil der Einrichtungen OKJA mit Schulkooperationen in Form offener Angebote – kontinuierlicher Anstieg seit 2021 40 / 36,4 % Anzahl Stammbesuchende bei Schulkooperationen in Form offener Angebote mit der OKJA 1.748 Anzahl der OKJA-Einrichtungen mit Schulkooperationen anderer Form (ohne Angebote in offener Form) 22 12 3.2 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen digitale (Partizipations-)Formate anbieten 3.2.1 Qualitative Analyse der Teilziele Chancen und Risiken der Digitalisierung im Blick haben (a) Medienkompetenz und Digitalisierung sowie Partizipation verstehen sich als Querschnittsaufgaben für alle Maßnahmen in der Jugendförderung. Die Aufgaben wurden im Prozess der Entwicklung neuer Förderprogramme und Leistungskataloge verankert und bilden somit eine konzeptionelle Anforderung für vertraglich geförderte und beantragte Maßnahmen in allen Förderbereichen. Im Rahmen von Fachgesprächen und Wirksamkeitsdialogen mit geförderten Einrichtungen und freien Trägern werden die Chancen und Herausforderungen der Querschnittsaufgaben regelmäßig strukturiert fachlich beraten und überprüft. (b) Eine von der Arbeitsgemeinschaft § 78 Außerschulische Medienarbeit im Jahr 2025 vorgelegte Handlungsempfehlung für die Außerschulische Medienarbeit in Köln befasst sich ausführlich mit dem Spannungsfeld zwischen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Sie beschreibt grundsätzlich e Haltungen und gibt Hinweise zur Entwicklung von Angebotsformaten [Einzelmaßnahme M 2.1 KJFP] : SessionNet | TOP Ö 8.4.3: Gesamtstädtisches Medienkonzept für die Kinder- und Jugendförderung - Maßnahme M 2.1. aus dem Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Köln 2021-2025 (c) Die durch die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz permanent durchgeführte Fachberatung von Einrichtungen, Fachkräften und Bürger*innen bezieht sich ausdrücklich auf dieses Themengebiet. (d) Praxisnahe Fortbildungen für Fachkräfte zu Digitalisierung und Medienkompetenz wurden durch die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz geplant und initiiert und von entsprechenden Fachreferent*innen umgesetzt [Einzelmaßnahme M 2.2 KJFP]. (e) Im Jahr 2025 konnten aus Mitteln aus dem Politischen Veränderungsnachweis insgesamt 11 Projekte von Kölner Jugendhilfeträgern zu diesem Themenfeld gefördert werden. Die Projekte behandelten insbesondere Chancen und Ressourcenerweiterung durch Digitalisierung und nahmen dabei besondere Herausforderungen in den Blick. Allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen digitalen Zugang ermöglichen (a) Gerechte Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Medien sind als Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention Handlungsgrundsatz der Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz und aller kooperierender Netzwerkpartner*innen. Sie werden insbesondere in der durch die Arbeitsgemeinschaft § 78 Außerschulische Medienarbeit im Jahr 2025 herausgegebene Handlungsempfehlung für die Außerschulische Medienarbeit in Köln als Grundsatzhaltung benannt. (b) Projekte der kooperierenden Jugendeinrichtungen mit und ohne medienpädagogischen Schwerpunkt richten sich gezielt an Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf und an Kinder und Jugendliche aus Herkunftsfamilien mit wirtschaftlich belastendem Hintergrund, so zum Beispiel die Gaming-Angebote und -Turniere des durch städtische Anschubfinanzierung aus 13 Mitteln des Politischen Veränderungsnachweises begründeten Netzwerks „fit4eSports“. Hier sind insbesondere auch quartiersorientierte Einrichtungen aus Chorweiler, Mülheim, Meschenich und Nippes beteiligt. (c) Angebote richten sich speziell an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, so zum Beispiel die inklusive Spieletester*innengruppe aus dem durch Bundesmitteln geförderten Projekt „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“. Förderung von (ausbildungsorientierter) Medienkompetenz und Medienreflexion (a) Die Förderung der Medienreflexion als Dimension der Medienkompetenz ist Querschnittsthema aller Angebote der Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz und ihrer kooperierenden Netzwerkpartner*innen. Medienkompetenz wird als Zugangsvoraussetzung und Chance im Rahmen ausbildungs- und berufsorientierter Perspektivplanung verstanden. (b) Bestehende Projekte im MINT -Bereich behandeln dezidiert digitale Skills mit Blick auf die Eröffnung von Ausbildungsperspektiven. (c) Veranstaltungsformate oder Module davon befassen sich mit diesem Themengebiet, so zum Beispiel das Jugendforum NRW auf der Gamescom mit Beteiligung von ausbildenden Unternehmen und Institutionen. Auf dem Jugendforum NRW 2024 und 2025 fanden unter anderem Panels zum Thema „Gaming und Wege in die Berufswelt“ statt. Spieleentwickler*innen aus Köln informierten in Workshop-Angeboten zu Möglichkeiten, Gaming-Begeisterung zum Beruf werden zu lassen. (d) Die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz kooperiert mit berufsorientierten Bildungseinrichtungen (Berufskollegs). Raum für digitale Kunst und Kultur sowie Gaming und e-Sports geben (a) Mit entsprechenden Kooperationspartner*innen werden permanent Projekte zu Jugendmedienkunst und -kultur umgesetzt. (b) Im Jahr 2021 wurde ein dezidiertes Festival für Kinder - und Jugendmedienkunst umgesetzt, an dem zahlreiche Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit mit und ohne Medienschwerpunkt beteiligt waren. (c) Die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz begründete in Kooperation mit weiteren Trägern im Jahr 2023 das Netzwerk „fit 4eSports“. Dort engagieren sich derzeit 25 Kinder- und Jugendeinrichtungen mit und ohne Medienschwerpunkt in der Förderung von eSports und ermöglichen Zugänge unabhängig von der wirtschaftlichen Ausstattung/ sozialen Herkunft der Zielgruppen. (d) Mit Fördermitteln aus dem Politischen Veränderungsnachweis konnte im Jahr 2023 ein professionell ausgestatteter eSports - Trainingsraum im Jugendzentrum.digital eingerichtet werden. Hier trainieren derzeit 4 eSports -Teams in Fortnite, League of Legends oder Valorant. Zusätzlich gibt es permanente Zugangs - und Anleitungsangebote für Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet. 14 (e) Die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz kooperiert mit dem Landessportbund NRW, der ESL, der ESJL und der Sporthochschule Köln in Projekten und Veranstaltungen zur Förderung von eSports für Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Stadtgebiet. Mobilität/ Sozialraumerweiterung durch digitale Angebote bieten (a) Alle Kooperationspartner*innen halten digitale und/oder hybride Kommunikationsformen mit den Zielgruppen vor. (b) Das Jugendzentrum.digital bietet seit 2021 einen Stream als unmittelbar virtualisierte offene Jugendarbeit an. (c) Veranstaltungsformate wie das Jugendforum NRW auf der gamescom bieten in Gänze barrierefreie, digitale Teilnahme - möglichkeiten über den gesamten Veranstaltungszeitraum an. (d) Das mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Aufholen nach Corona“ umgesetzte Jugendfestival „DeinDomizil“ im Jahr 2022 fand hybrid vor Ort in Mülheim und digital über alle relevanten Plattformen (TikTok, Instagram, YouTube, Twitch) statt. Innovation der Kinder- und Jugendförderung vorantreiben (a) Die Arbeitsgemeinschaft § 78 Außerschulische Medienarbeit initiiert fortwährend Kooperationen, aus denen sich innovative Angebotsformate entwickeln, so zum Beispiel zwischen quartiersbezogener und kunstorientierter Jugendarbeit. Durch modernes Ressourcen -Sharing werden dabei Fusionen aus physischen und virtuellen Interaktionsplattformen auch unter erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen ermöglicht. Zukunftsfähigkeit der Kinder- und Jugendarbeit sichern (a) Die Fachstelle Medienpädagogik/ Jugendmedienschutz versteht sich nicht nur als Beobachterin, sondern zugleich als Motor und Kristallisationspunkt relevanter Diskurse und Entwicklungen. Sie mischt sich in Entscheidungsprozesse und Verhandlungen aktiv ein und gestaltet so permanent Räume für eine den aktuel len Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen entsprechenden Angeboten. (b) In den Jahren 2021 -2025 konnten kooperierende Einrichtungen durch Kompetenzerweiterungen ihrer Fachkräfte im Kontext Medienarbeit auf existente und zu erwartende Entwicklungen jugendlicher Bedarfssysteme vorbereitet werden, so zum Beispiel durch das Kompetenznetzwerk „fit4eSports“ (seit 2023), die Einrichtung bedarfsgerechter Räumlichkeiten ( zum Beispiel Jugendzentrum.digital) oder durch Kooperationen, die auch Einrichtungen ohne medienpädagogischen Schwerpunkt Zugänge zu technischer Infrastruktur und Kompetenzen ermöglichen. 3.2.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Digitalisierungsanteile in der Kinder- und Jugendarbeit 15 Anzahl der Einrichtungen mit digitalem Anteil (rein digitale und/oder hybride Anteile) der OKJA 9 Teilnehmende Jugendforum NRW auf der Gamescom (2025) 7.000 3.3 Kinder und Jugendliche vor Gefahren schützen 3.3.1 Qualitative Analyse der Teilziele Niederschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote anbieten (a) Die Stadt Köln setzte 2023 gemeinsam mit der AG § 78 Gewaltprävention SGB VIII die umfangreiche Kampagne #KölnSafe um, die insbesondere junge Menschen für das Thema (Waffen -)Gewalt zu sensibilisieren; Handlungsalternativen aufzuzeigen und ihnen zudem Unterstützungs - und Hilfsangebote machte [Einzelmaßnahm en M 3.1 und M 5.4 KJFP] : Mitteilung Kampagne_Vorstellung_Stadt_Koeln_JHA (b) Ein digitales Angebot (Website koelnsafe.de) zur Bündelung und Sichtbarmachung von Gewaltpräventionsangeboten in Köln wurde aufgebaut und soll zeitnah auch wieder in überarbeiteter Form zur Verfügung stehen. (c) Streetwork Köln bietet neben der aufsuchenden Straßensozialarbeit sowohl analog in den Streetwork -Points in den Bezirken als auch über digitale Kanäle die Möglichkeit für junge Menschen, Kontakt aufzunehmen und Unterstützungsangebote zu erhalten. (d) Die Krisenintervention ist ein grundlegender Bestandteil aller Angebote der Kinder - und Jugendarbeit und ist in allen Einrichtungen etabliert. Das Verfahren bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung ist in der Kinderschutzvereinbarung nach §§ 8a und 72a SGB VIII vereinbart. Somit werden junge Menschen in Krisensituationen fachlich fundiert aufgefangen. Gefährdungen frühzeitig erkennen (a) Alle in der Jugendförderung tätigen Träger der freien Jugendhilfe haben die aktualisierte Kinderschutzvereinbarung nach §§ 8a und 72a SGB VIII mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung abgeschlossen. (b) Für alle in der Jugendförderung tätigen Träger der freien Jugendhilfe wird jährlich eine Fortbildung zum Thema „Institutionel le Schutzkonzepte“ angeboten. Zudem werden entsprechende Fachberatungen für Träger vorgehalten. (c) Eine Vielzahl der in der Jugendförderung tätigen Träger der freien Jugendhilfe hat bereits ein umfassendes institutionelles Schutzkonzept erarbeitet und in ihren Einrichtungen etabliert. (d) Das Projekt Elterntalk NRW wurde in Köln auf zwei Standorte ausgeweitet (Chorweiler und Porz). „Elterntalk“ ist ein lebensweltorientiertes und niedrigschwelliges Präventionsangebot von als Moderator*innen geschulten Eltern für Eltern. 16 (e) Im Rahmen der Kampagne #KölnSafe wurde ein Workshopformat für Multiplikator*innen aus Schule und der offenen Kinder - und Jugendarbeit entwickelt und durchgeführt, welches sich explizit mit dem Thema „Waffenbesitz und Waffengewalt“ unter Jugendlichen befasste. Eine weitere Umsetzung fand in 2025 statt und befindet sich für 2026 in der Planung. Zudem ist ein Ausbau der Fachkräftequalifizierung und eine langfristige Verankerung geplant [Einzelmaßnahme M 3.1 KJFP]. (f) Die AG § 78 Gewaltprävention brachte sich mit ihrer Expertise und dem Blick von jungen Menschen auf Stadtsicherheit in den Masterplan Kommunale Sicherheit der Stadt Köln ein [Einzelmaßnahme M 3.1 KJFP]. Kinderrechte stärken (a) Diverse Träger legen in ihren Einrichtungen, Angeboten und Veranstaltungen regelmäßig einen Schwerpunkt auf das Thema „Kinder- und Jugendrechte“. (b) Im Rahmen der Entwicklung institutioneller Kinderschutzkonzepte wurden eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen beteiligt und in diesem Zusammenhang über ihre Rechte informiert. (c) In den Angeboten und Informationen der Stabstelle Kinderfreundliche Kommune und des Kooperativen Kinder - und Jugendbüros stehen die Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen im Fokus. Bedarfsgerechte Beratungszeiten vorhalten (a) Im Rahmen des Entwicklungsprozesses der Förderprogramme wurde festgelegt, dass sich die Öffnungs - und Angebotszeiten noch stärker an den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen orientieren sollen. Angebote finden daher vorwiegend in den Nachmittag- und Abendstunden sowie in den Ferien statt. In den Wirksamkeitsdialogen und Fachgesprächen wird dies immer wieder nachgehalten. Verlässliche und vertrauensvolle Ansprache ermöglichen (a) Durch die pädagogische Grundausrichtung der kontinuierlichen Beziehungsarbeit in den Angeboten der Jugendförderung wird eine verlässliche und vertrauensvolle Ansprache für die Kinder und Jugendlichen ermöglicht. (b) Über den Social-Media-Kanal des Kinder- und Jugendbüros Köln werden regelmäßig „Reels“ und Beiträge gepostet, in denen Jugendliche gezielt angesprochen und auf Unterstützungs- und Beteiligungsangebote hingewiesen werden. Safer Spaces schaffen (a) Eine Vielzahl der Angebote der Jugendförderung bieten „Safer Spaces“ für Kinder und Jugendliche an. Diese werden insbesondere in zielgruppenspezifischen Einrichtungen umgesetzt. Ergänzend stehen vertrauliche Beratungsangebote, die einen geschützten bieten, Rahmen für persönliche Themen wie Diskriminierung, Gewalterfahrungen und Identitätsentwicklung zur Verfügung. 17 (b) Durch pädagogisch begleitete Angebote im Rahmen der Kampagne #KölnSafe wurden temporäre oder auch langfristige Safer Spaces geschaffen, in denen Jugendliche offen über Konflikte, Gewalt und persönliche Erfahrungen sprechen konnten. Resilienz-Förderung und Sensibilisierung für Selbstfürsorge (a) Die diversen und regelmäßig stattfindenden Angebote der Jugendförderung stärken gezielt Resilienzfaktoren wie zum Beispiel Selbstwirksamkeit, Problemlösekompetenz und soziale Kompetenzen. 3.3.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Gesundheit schützen Anzahl der OKJE mit besonderem Schwerpunkt Prävention und Gesundheitsförderung 29 Teilnehmende und Anzahl von Fortbildungen zum Thema Suchtprävention (2025) 119 TN 29 Tage Anzahl der OKJE mit besonderem Schwerpunkt Nachhaltigkeit/ Natur/ Umwelt 4 Vor schädlichen Inhalten in Medien schützen Anzahl der OKJE mit besonderem Schwerpunkt Medienkompetenz und Digitalisierung 12 Jugendliche im öffentlichen Raum schützen Abbildung: Entwicklung der Kennzahlen des Arbeitsbereiches Streetwork im Sachgebiet Jugendförderung zwischen 2021 und 2025 18 3.4 Partizipation von Kindern und Jugendlichen ermöglichen 3.4.1 Qualitative Analyse der Teilziele Kinder und Jugendliche als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst nehmen (a) Partizipation und Demokratiebildung verstehen sich als Querschnittsaufgaben für alle Maßnahmen in der Jugendförderung. Die Aufgaben wurden im Prozess der Entwicklung neuer Förderprogramme und Leistungskataloge verankert und bilden somit eine konzeptionelle Anforderung für vertraglich geförderte und beantragte Maßnahmen in allen Förderbereichen. Im Rahmen von Fachgesprächen und Wirksamkeitsdialogen mit geförderten Einrichtungen und freien Träger n werden die Chancen und Herausforderungen der Querschnittsaufgaben regelmäßig strukturiert fachlich beraten und überprüft. (b) Die unterschiedlichen Beteiligungsverfahren sollen Kindern und Jugendlichen niedrigschwellig einen Raum für ihre Perspektiven und Belange geben, indem ihre Stimmen als Expert*innen für ihre Lebenswelt Gehör finden und sie zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadtgesellschaft selbstwirksam beitragen können. (c) Damit Kinder und Jugendliche ihre Beteiligungsmöglichkeiten wahrnehmen können , wurden niedrigschwellige zielgruppengerechte Informationskanäle aus - und aufgebaut. Es bedarf einer fortlaufenden Aktualisierung von 864 1.265 2.995 3.255 3.489 2.281 2.594 2.679 3.076 3.492 10* 125 159 165 312286 306 324 411 488 0 1000 2000 3000 2021 2022 2023 2024 2025 Ansprachen im öffentlichen Raum Durchgeführte Einzelcoachings (Bearbeitung der Anliegen der Klient*innen) Begleitungen zu Jobcenter inkl. Vorbereitung Betreute Klient*innen * COVID-19-Pandemie in Deutschland: Hygienekonzept Jobcenter 19 Informationskanälen für Jugendliche, um deren sich schnell wandelnde Mediennutzung und Interessen adäquat abzubilden. Nur so kann sichergestellt werden, dass relevante Inhalte zeitgemäß, niedrigschwellig und wirksam vermittelt werden. (d) Im Rahmen der internationalen Jugendarbeit werden junge Menschen seit 2024 verstärkt in die inhaltliche Planung und Gestaltung von Projekten eingebunden. Zwei kommunale Jahrespartizipationsprojekte in 2024 und 2025 sowie ein internationales Partizipationsprojekt mit rund 50 jungen Menschen aus Köln und sieben Partnerstädten stellten zudem Highlights in diesem Arbeitsbereich dar. (e) Projekte wie „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“ machen Kinder und Jugendliche unmittelbar zu gestaltenden Akteur*innen von Inhalten und Ergebnissen; Kinder und Jugendliche testen und beurteilen hier unter medienpädagogischer Begleitung Games gemäß ihren eigenen Ansprüchen und Kriterien. (d) Im Projekt „Jugendforum NRW auf der gamescom“ werden Themen und Inhalte durch Jugendliche und junge Erwachsene identifiziert und in Angebotsformate übertragen, die wiederum durch sie selbst umgesetzt und moderiert werden. Analoge und digitale Beteiligungsformate bieten – strukturell, anlassbezogen und zielgruppenspezifisch (a) Im Entwicklungsprozess zum gesamtstädtischen Partizipationskonzepts „Misch MIT!“ - So geht Kinder- und Jugendbeteiligung in Köln!“ (2022-2025) [Einzelmaßnahme M 4.3 KJFP] wurde deutlich, dass in der Stadt Köln eine große Vielfalt an zielgruppen- und bedarfsgerechten Beteiligungsformaten (analog, hybrid und digital) für junge Menschen zur Verfügung steht, die auch langfristig und nachhaltig erhalten bleiben muss. (b) Die Kinder - und Jugendforen in Köln bieten seit vielen Jahren niedrigschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche auf bezirklicher Ebene . Sie stellen somit die Förderung und Stärkung von Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche in öffentlichen, politischen und gesellschaftlichen Entscheidungs-, Gestaltungs- und Diskussionsprozessen in den Stadtteilen, Veedeln und Sozialräumen der Stadt Köln sicher. (c) Mit der Installierung aufsuchender Elemente im Bereich der Kinder- und Jugendpartizipation im Kontext von „Misch MIT!“ wird eine niedrigschwellige Mitmachmöglichkeit vor Ort erreicht [Einzelmaßnahme M 4.1 KJFP]. (d) In Pandemie -Zeiten konnte die internationale Jugendarbeit auf digitale Formate für internationale Jugend - und Fachkräftebegegnungen zurückgreifen. Mittlerweile werden analoge Maßnahmen mit digitalen Methoden bevorzugt. (e) Alle Vorbereitungs- und Abstimmungstreffen zu Leuchtturmprojekten wie „Jugendforum NRW auf der gamescom“ werden digital durchgeführt und sind damit für Jugendliche und junge Erwachsene ungeachtet ihrer räumlichen Mobilität erreichbar. Benachteiligte in (niederschwellige) Beteiligungsprozesse involvieren 20 (a) Im „Misch MIT!“ -Prozess wurde deutlich: Der sogenannte „Partizipationsmix“ (also eine Palette verschiedener Beteiligungsformate auf unterschiedlichen Ebenen) ist ein wichtiger Baustein, um sicherzustellen, dass es für alle Kinder und Jugendliche unter Berücksichtigung des Inklusionsgedankens möglich ist, an Angeboten teilzunehmen und sich zu engagieren. (b) Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Einbindung und Erreichung von marginalisierten Kindern und Jugendlichen, sowie Kinder und Jugendlichen mit Einschränkungen oder Behinderungen gelegt. Um dies zu erreichen, wird gezielt mit Einrichtungen oder Institutionen zusammengearbeitet, die diese Zielgruppen ansprechen. (c) Aufsuchender Elemente im Bereich der Kinder - und Jugendpartizipation erreichen junge Menschen, die über bestehende Strukturen der Jugendförderung oftmals nicht angesprochen werden. (d) Im Rahmen der internationalen Jugendarbeit konnten von Benachteiligungen betroffene junge Menschen in 2024 im Programm DiscoverEU Inclusion Europa erkunden. Auch mit niedrigschwelligen Tagesveranstaltungen werden weitere junge Menschen für die internationale Jugendarbeit und ihre Angebote begeistert. Selbstwirksamkeit ermöglichen (gerade im Kontext sozialer Ungleichheit) (a) Mit dem Misch MIT!“ - Konzept wurde Kinder - und Jugendbeteiligung im städtischen Handeln verankert und Möglichkeiten eröffnet, wie Perspektiven von jungen Menschen in bestehenden und neuen Planungsvorhaben aktiv berücksichtigt werden können [Einzelmaßnahme M 4.3 KJFP]. (b) Kinder und Jugendliche werden vermehrt von Beginn an in Prozesse eingebunden und befähigt, diese aktiv mitzugestalten, um Barrieren abzubauen und eine gleichberechtigte Teilhabe sicherzustellen. (c) Partizipative Peerprojekte sowie lokale Jugendetats wurden weiterhin gefördert. Dazu gehörten die Fortführung und Weiterentwicklung peer-gestützter Initiativen sowie die Fortführung von Projekten wie „Auf Kölner Nacken – Geld für Gutes“ und „Junge Visionen für Köln!“ [Einzelmaßnahme M 4.3 KJFP]. (d) Junge Menschen werden in die Planung und Umsetzung internationaler Begegnungen und Projekte einbezogen. (e) Medienpädagogische Angebote beinhalten stets den Zugang zu erforderlichen digitalen Tools und benötigter technischer Ausstattung unabhängig von wirtschaftlichen Voraussetzungen der Jugendlichen und deren Herkunftsfamilien. Informationszugänge schaffen (a) Die Jugendinfostelle des Kooperativen Kinder - und Jugendbüros stellt durch kontinuierliche Pflege digitaler Kanäle ( unter anderem Instagram, TikTok, Linktree) sowie durch Abstimmung mit dem Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln eine zielgruppengerechte und transparente Informationsvermittlung für junge Menschen sicher [Einzelmaßnahme M 4.1 KJFP]. 21 (b) Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro bietet als kostenfreies, unabhängiges Angebot vielfältige Beratungs-, Sprechstunden- und Seminarformate zur Unterstützung von Jugendlichen bei Informations - und Beratungsbedarfen oder Vermittlung bei spezifischen Anliegen [Einzelmaßnahme M 4.1 KJFP]. (c) Das Kooperative Kinder - und Jugendbüro entwickelt digitale Kommunikationsstrategien und organisiert Projekte, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen und Ausstellungen junger Menschen, die Teilnahme an den Internationale n Wochen gegen Rassismus, U -Wahlen, CSD-Wochen mit Workshops und Diskussionen sowie Social - Media-Kampagnen zu Demokratie und Vielfalt. Politische Bildung unterstützen (a) Das Planspiel „Tag der Jugend im Rathaus“ sowie „Rathauserkundungen“ mit Schulklassen und Jugendgruppen werden umgesetzt. Beides sind Kinder - und Jugendbeteiligungsformate, die sich als erlebnisorientierte Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche aller Schulformen und Altersstufen verstehen. Der Fokus liegt hierbei auf der praxisnahen Vermittlung von kommunalpolitischem Grundwissen, von Demokratieverständnis und von Mitwirkungsmöglichkeiten in Köln. (b) Die U-Wahlen (U18 Wahl/ U -16 Wahl) werden durch den Kölner Jugendring und die Jugendverbände in Kooperation mit weiteren Strukturen der Jugendförderung geplant und umgesetzt. (c) Veranstaltungen rund um Themenbereiche wie politische Bildung oder Demokratiebildung wie das „ Turn Up“- Jugendfestival oder „connect & act“ (2025) werden von diversen Trägern geplant und umgesetzt. (d) Internationale Jugendbegegnungen stellen Lernorte für Demokratieverständnis, Vielfalt und europäische Zusammenarbeit dar und werden zur t hematischen Bearbeitung gesellschaftspolitischer Themen und für entsprechende Aushandlungsprozesse genutzt. Engagement unterstützen und Ehrenamt stärken (a) Die Ausbildung ehrenamtlicher Jugendleiter*innen wurde insbesondere durch die Jugendverbände vorangetrieben und in Form diverser Juleica-Fortbildungen und Schulungen umgesetzt [Einzelmaßnahme M 4.4 KJFP]. (b) Das ehrenamtliche Engagement wurde durch gezielte Anreizsysteme (zum Beispiel Ausbau der Juleica-Vergünstigungen wie Tickets für Events, Kooperationen, Adventskalender oder Dankesaktionen) gestärkt [Einzelmaßnahme M 4.5 KJFP]. Durch den politischen Veränderungsnachweis wurden finanzielle Mittel für Juleica abgesichert. (c) Die Social Media -Arbeit des Kooperativen Kinder - und Jugendbüros sowie des Kölner Jugendrings wurde zur besseren Ansprache junger Menschen und zur Sichtbarmachung ehrenamtlichen Engagements weiterentwickelt. 22 (d) Im Rahmen der Internationalen Jugendarbeit sind junge Menschen immer intensiver in die Organisation und Durchführung von Projekten einbezogen, insbesondere seit einem in 2024 eingerichteten Mentor*innen -Programm. Zudem werden die Ehrenamtsstrukturen in diesem Bereich durch Ehrenamts- und Übungsleiter*innenverträge verstärkt. 3.4.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Ehrenamt und selbstbestimmte Jugendarbeit ermöglichen Abbildung: Anzahl der Ehrenamtlichen in der OKJA nach Altersgruppen Gesamtzahl 755 Geschlecht – Anteil der … Ehrenamtlichen … männlichen … 49,7 % … weiblichen … 47,5 % … diversen … 2,8 % Vergleichswerte zu 2023 und 2021 2023 766 2021* 589 * COVID-19-Pandemie in Deutschland Abbildung: Entwicklung der Kennzahlen der Jugendverbandsarbeit zwischen 2022 und 2024 59 77 303 152 164 0 100 200 300 400 Personen unter 16 Jahre Personen zwischen 16 bis unter 18 Jahre Personen zwischen 18 bis unter 27 Jahre Personen zwischen 27 bis unter 45 Jahre Personen ab 45 Jahren 23 Anmerkungen: • Die Mitgliedszahlen beziehen sich auf Menschen unter 27 Jahre. • Kinder und Jugendliche, die Mitgliedschaften in Sportvereinen haben, werden gleichzeitig als Mitglied der Sportjugend erfasst. • Teilnehmertage (TNT) unterliegen Mindestangebotsstunden Entwicklung der Anzahl von JULEICA-Schulungen 2024 28 2023 27 2022 27 Ehrenamtler*innen im Rahmen von Veranstaltungen der städtischen Jugendarbeit (Weltkindertag, Jugendforum, Rathausschule etc.) (2025) 173 Partizipationsformate ermöglichen Stammbesuchende im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro (5 Tage/ 7 Stunden Öffnung pro Woche) (2025) 30 Anzahl der OKJE mit besonderem Schwerpunkt Partizipation und Demokratieförderung 66 Teilnehmende und Anzahl der Tage Rathausschule (2025) 1.094 TN 47 Tage Ergebnisse der Veedels-Spaziergänge im Rahmen von „HEY Mülheim! – Check mit uns Dein Veedel!“ auf dem Beteiligungsformat (2022) Beiträge 705 Bewertungen 4.416 Kommentare 30 Demokratie fördern 187.761 188.497 194.078 15.005 14.921 16.401 76.775 71.036 83.641 45.046 38.259 48.353 0 50.000 100.000 150.000 200.000 2022 2023 2024 Mitgliedszahlen Gruppenstunden Teilnehmertage (TNT) bei mehrtägigen Angeboten* Teilnehmertage (TNT) bei eintägigen Angeboten* 24 Städtische Maßnahmen der Internationalen Jugendarbeit 2025: Maßnahmen / Teilnehmende 17 / 242 2024: Maßnahmen / Teilnehmende 14 / 224 Projekte in „Demokratie leben!“ (2021 bis 2025) 191 Teilnehmende „connect & act“ (2025) 250 3.5 Diskriminierungsfreies Aufwachsen ermöglichen 3.5.1 Qualitative Analyse der Teilziele Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt (a) Intersektionales Arbeiten und die Förderung von Diversität sowie das aktive Entgegenwirken gegen Diskriminierung verstehen sich als Querschnittsaufgaben für alle Maßnahmen in der Jugendförderung. Bedarfe von jungen Menschen aller geschlechtlicher und sexueller Identität und Orientierung werden berücksichtigt, ihre Gleichberechtigung wird gefördert. Di e Aufgaben wurden im Prozess der Entwicklung neuer Förderprogramme und Leistungskataloge verankert und bilden somit eine konzeptionelle Anforderung für vertraglich geförderte und beantragte Maßnahmen in allen Förderbereichen. Im Rahmen von Fachgesprächen u nd Wirksamkeitsdialogen mit geförderten Einrichtungen und freien Trägern werden die Chancen und Herausforderungen der Querschnittsaufgaben regelmäßig strukturiert fachlich beraten und überprüft. (b) Die finanzielle Ausstattung der Jugendeinrichtungen mit den Zielgruppen queere Jugendliche und Mädchen* wurde sichergestellt. (c) Die Förderungen für den Bereich „Sexualaufklärung“, die Trans -Beratung sowie Peer -to-Peer-Formate beinhalte n, konnte ebenfalls sichergestellt werden. (d) Die Förderungen im Rahmen des Bereichs „Gender Fair Play“ wurden aufgrund von Haushaltskonsolidierungen ab 2025 auf eine Maßnahme reduziert. Individuelle Jugend(hilfe)angebote für LSBT*I*Q Jugendliche und junge Erwachsene ermöglichen (a) Die Jugendeinrichtung Anyway wird vertraglich gefördert. Die Spezialeinrichtung hat den Auftrag, insbesondere die Bedarfe von jungen queeren Menschen zu berücksichtigen und entsprechende Angebote umzusetzen. (b) Die vertraglich geförderte kulturpädagogische Facheinrichtung Roots & Routes bietet queeren jungen Künstler*innen einen Raum und Austauschformate. Über vom Träger akquirierte Drittmittelförderung konnte von 2020 bis 2024 das Projekt „IJULA – Intersektionale Jugendlabore im Veedel“ umgesetzt werden. Daraus haben sich nachhaltige Strukturen entwickelt. 25 (c) Die Fachberatung „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ für die Träger und Einrichtungen aller Handlungsfelder der Jugend - förderung bei anyway e.V. wurde eingerichtet und von 2022 bis 2025 umgesetzt. Diverse Träger und Einrichtungen nutzten die Beratungsmöglichkeiten und konnten damit ihre Angebote gender- und diversitätssensibler aufstellen [Einzelmaßnahme M 5.1 KJFP]. Gendersensibel und diskriminierungsfrei kommunizieren (a) Die Jugendverwaltung verwendet gendersensible Sprache als Selbstverständnis in mündlicher als auch schriftlicher Form. (b) Zudem wird eine offene und diversitätssensible Haltung im Arbeitsalltag gelebt und auch im Rahmen von Wirksamkeitsdialogen und Fachgesprächen mit den in der Jugendförderung tätigen Trägern der freien Jugendhilfe eingebracht und thematisiert. Rollen- und Geschlechtsfindung unterstützen, Mobbing verhindern (a) Im Kontext der Internationale n Jugendarbeit werden internationale Begegnungen unter anderem als Erfahrungsräume für Identitätsentwicklung genutzt. Die dort entstehenden Gruppenprozesse fördern soziale Kompetenzen und gegenseitige Akzeptanz. Diversity- und Gleichstellungsthemen werden in bestehende Projektformate einbezogen. (b) Die Angebote der Mädchen- und queerspezifischen Träger konnten über die Laufzeit des KJFPs gesichert werden. Damit wurde ein erheblicher Beitrag zur Unterstützung von Rollen- und Geschlechtsfindung für junge Menschen, insbesondere aus spezifischen Zielgruppen, geleistet und die Selbstfindung sowie Bildung von Resilienzfaktoren bei Jugendlichen gestärkt. Demokratische Prozesse befördern (a) Die Partnerschaft für Demokratie in Köln im Kontext des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ hat ihre Arbeit weiterverfolgt und Veranstaltungen und Kampagnen umgesetzt [Einzelmaßnahme M 5.3 KJFP]. (b) Zivilgesellschaftliche Projekte wurden gefördert. (c) Das Jugendforum von „Demokratie leben!“ wurde mit den kommunal geförderten Jugendforen vernetzt und neu ausgerichtet. (d) Die Fachstelle Demokratieförderung hat gemeinsam mit der Koordinierungs - und Fachstelle bei der AWO Köln, dem Kölner Jugendring e. V. und weiteren Kooperationspartner*innen in einem partizipativen Prozess das große Jugendevent „connect&act: Vernetzen.Mitreden.Verändern!“ in 2025 geplant und umgesetzt. Die Veranstaltung richtete sich an junge Menschen und wollte diese auf kreative und interaktive Weise durch Workshops, Talks und künstlerische Formate für Themen wie Demokratie, gesellschaftliches Engagement und Mitgestaltung interessieren. Internationale Jugendarbeit stärken 26 (a) Nach dem Pandemie-bedingten Einbruch der internationalen Jugendarbeit wurden die Jahre 2023 bis 2025 zum Wiederaufbau und Ausbau internationaler Jugend- und Fachkräftebegegnungen und internationalen Beziehungen im Kontext Jugendarbeit genutzt [Einzelmaßnahme M 5.2 KJFP]. (b) Es wurden zahlreiche kommunale, nationale und internationale Maßnahmen im Rahmen von Jugend-, Fachkräfte- und Trägerbegegnungen unter Berücksichtigung des Partizipations-, Inklusions- und Vielfaltsgedankens umgesetzt. (c) Es wurden entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten auf kommunaler, nationaler und insbesondere europäischer Ebene erschlossen und europäische Programme genutzt. 3.5.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Teilhabe für junge Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung sowie Geschlechtergerechtigkeit ermöglichen Anzahl der OKJE mit besonderem Schwerpunkt Intersektionalität/ Diversität, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt 16 Maßnahmen (gemäß Förderprogramm) im Rahmen von „Gender Fair Play“ pro Jahr (2022-2024) 5 Abbildung: Stammbesuchende der OKJA nach Geschlecht (in Prozent) – vgl. 3.1.2 Teilhabe für junge Menschen unabhängig von ihrer Herkunft ermöglichen Anzahl der Maßnahmen aus dem Förderprogramm Integrationsmittel (2021-2025) 349 60,5 37,9 0,7 0,9 männlich weiblich divers keine Geschlechtsangabe 27 3.6 Informationszugänge für Kinder und Jugendliche schaffen 3.6.1 Qualitative Analyse der Teilziele Schaffung eines zielgruppenspezifischen digitalen Tools mit Informationen zu Freizeit-, Hilfs- und Beratungsangeboten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Köln Im Rahmen einer Entwicklungswerkstatt konnte zunächst ein prototypischer Entwurf eines digitalen Info-Tools mit verschiedenen Funktionen erstellt werden. Dieser konnte jedoch nicht in Umsetzung kommen, da das Vorhaben unter anderem aus datenschutztechnischen und finanziellen Gründen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war. Darüber hinaus erschien die Fokussierung auf ein einzelnes Informationsformat – beispielsweise in Form einer Jugend-APP – im Rahmen von Diskussionen in unterschiedlichen Beteiligungsformaten mit Jugendlichen (unter anderem Prozess „Misch MIT!“) und der Betrachtung unterschiedlicher Formate in anderen Städten, nicht unbedingt bedarfs- und zielgruppengerecht. Da das Thema Informationszugänge weiterhin ein wichtiges Thema für junge Menschen in Köln ist, wird die neue Förderplanung das Thema in partizipativer Weise erneut aufgreifen. Eine erste Idee könnte ein „Informationsmix“ über verschiedene analoge und digitale Wege sein. De r beim kooperativen Jugendbüro angesiedelte Schwerpunkt Jugendinformation wird hierbei eine wichtige Rolle spielen. Synergetische Verknüpfung bereits vorhandener Informationsplattformen und Tools (a) Die Social Media Kanäle des Kooperativen Kinder - und Jugendbüros wurden bedarfsgerecht erweitert und kontinuierlich den aktuellen Trends entsprechend bespielt. (b) Streetwork Köln hat seine digitalen Zugangs- und Informationskanäle für die Zielgruppe erweitert und ein Medienkonzept für die Arbeit entwickelt. (c) Die Plattform „guterstart.koeln“ wird für die Verbreitung und Werbung von städtischen Angeboten genutzt. Zudem werden die in der Jugendförderung tätigen Träger der freien Jugendhilfe regelmäßig über die Nutzungsmöglichkeiten informiert, so dass sich die auf der Plattform dargestellte Angebotspalette stetig erweitert. 28 3.7 Teilhabemöglichkeit für alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene schaffen 3.7.1 Qualitative Analyse der Teilziele Angebote der Kinder- und Jugendarbeit flächendeckend inklusiv ausgestalten (a) Die Förderung von Diversität und Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung sowie das aktive Entgegenwirken gegen Diskriminierung und Ableismus verstehen sich als Querschnittsaufgaben für alle Maßnahmen in der Jugendförderung. Bedarfe von jungen Menschen mit Behinderung werden berücksichtigt, ihre Gleichberechtigung wird gefördert. Die Aufgaben wurden im Prozess der Entwicklung neuer Förderprogramme und Leistungskataloge verankert und bilden somit eine konzeptionelle Anforderung für vertraglich geförderte und beantragte Maßnahmen in allen Förderbereichen. Im Rahmen von Fachgesprächen und Wirksamkeitsdialogen mit geförderten Einrichtungen und freien Trägern werden die Chancen und Herausforderungen der Querschnittsaufgaben regelmäßig strukturiert fachlich beraten und überprüft. (b) Die finanzielle Förderung der Jugendeinrichtungen mit besonderer inklusiver Ausrichtung wurde sichergestellt. (c) Bezirkliche Projekte wurden inklusiv und barrierefrei, zumindest jedoch barrierearm, geplant und fachlich umgesetzt und wurden von Kindern mit und ohne Behinderung partizipativ mitgestaltet und/oder besucht [Einzelmaßnahme M 7.3 KJFP]. Inklusion als Haltung verstehen (a) In der bezirklichen Vernetzungsarbeit erhielt das Thema Inklusion durch gezielte thematische Platzierung in Arbeitskreisen besondere Aufmerksamkeit. Der fachliche Austausch diente insbesondere der reflexiven Bearbeitung der eigenen Haltung. Hier schließt sich ein fortlaufender Prozess an [Einzelmaßnahme M 7.3 KJFP]. (b) Die Fachstelle Medienpädagogik/Jugendmedienschutz kooperiert permanent mit der Initiative „Gaming ohne Grenzen“ und dem „Netzwerk Inklusion mit Medien (nimm!)“ (c) In 2023 fand der trägerübergreifend organisierte Fachkräfteaustausch „Inklusion – Wie machst denn du das?“ für alle Arbeitsbereiche der §§ 11 bis 14 SGB VIII statt [Einzelmaßnahme M 7.1 KJFP]. Ziel war, die Herausforderungen und Unsicherheiten in der Umsetzung inklusiver Angebote in der Jugendförderung sowie Bedarfe zu identifizieren, um hieraus neue Perspektiven für die praktische Arbeit zu gewinnen. Im Vordergrund standen weniger theoretische Auseinandersetzung en und gesetzliche Vorgaben, sondern vielmehr die Schärfung und Reflexion der eigenen Fachhaltung sowie der eigene Umgang mit Bedenken und Ängsten mit dem Ziel, Umsetzungsmöglichkeiten für eine inklusive Arbeitspraxis zu entwickeln. (d) Der bezirks - und trägerübergreifende Arbeitskreis Inklusion setzt sich mehrmals jährlich mit dem Thema „Inklusion in der Jugendförderung“ auseinander. Besonderen Fokus auf Kinder und Jugendliche mit Handicap legen 29 (a) Das Projekt „Jugendforum NRW auf der gamescom“ wurde in den letzten Jahren komplett barrierefrei angelegt. Ein dezidierter Standbereich („Gaming ohne Grenzen“) befasst sich mit Zugangsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zu digitalen Spielewelten. (b) Das Bühnenprogramm im Projekt „Jugendforum NRW auf der gamescom“ wird permanent durch Gebärdendolmetscher*innen übersetzt. Alle visuellen Darstellungen sind barrierearm angelegt und erfüllen die Accessibility Guidelines. (c) Das Projekt „Digitale Spiele pädagogisch beurteilt“ beinhaltet eine inklusive Spieletester*innengruppe in einer inklusiven Jugendeinrichtung. Die jährlich erscheinende Projektdokumentation erscheint neben der Print -Ausgabe auch als barrierefreie PDF. Inklusionshelfer*innen in Kinder- und Jugendarbeit einbinden (a) Die Begleitung durch Erwachsene ist in der Kinder - und Jugendarbeit mit konzeptionellen Herausforderungen verbunden. Die Rückmeldungen aus der Praxis sind dennoch positiv. Inklusionshelfer*innen werden als Unterstützung einzelner Besucher*innen wahrgenommen und in der Regel v on anderen Besuchenden wohlwollend und als nicht störend empfunden. Dies ermöglichen auch zuvor geschaffene Rahmenbedingungen der jeweiligen Kinder- und Jugendeinrichtung und eine offene Haltung. (b) In inklusiven Ferienmaßnahmen, die mit Unterstützung von Stiftungsmitteln umgesetzt wurden, konnte eine Intensivbetreuung auch von Kindern und Jugendlichen mit schwerer Mehrfachbehinderung gewährleistet werden. Durch die Unterschiedlichkeit der Teilnehmenden konnten neue Erfahrungshorizonte für alle Teilnehmenden und familienentlastende Ferientage ermöglicht werden. Flankierende Elternarbeit im Sinne vertrauensbildender Maßnahmen (a) Um die Betreuung und pädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen mit unterschiedlichen sozialen und medizinischen Bedarfen verantwortlich und fachlich ausüben zu können, gehören – je nach Intensität der erforderlichen Betreuungszeit und Grad der Behinderung – Gespräche und Abklärungen im Vorfeld dazu. Hierzu fanden insbesondere in den durch Stiftungsmittel finanzierte n Ferienmaßnahmen Kontakte zu den Erziehungsberechtigten sowie Hausbesuche statt. (b) Im Rahmen der täglichen Arbeit in den offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen haben Erziehungsberechtigte die Möglichkeit, mit den Fachkräften Bedenken anzusprechen und die Räume sowie pädagogische Rahmenbedingungen kennenzulernen. Diese vertrauensbildenden Gespräche sind ein Gelingensfaktor fü r den Besuch und die Teilnahme an den Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. „Brücken bauen“ zwischen Besucher*innen 30 (a) Die „pädagogische Brücke“ bildet ein Angebot, das für alle zugänglich ist, so dass Erfahrungen miteinander und gemeinsame Erlebnisse normalisiert werden. Um dies zu gewährleisten, findet der inklusive Gedanke bei Projektplanungen und Projektumsetzungen Berücksichtigung. Barrierefreie Zugänge zu Angeboten schaffen und Abbau von Hemmschwellen befördern (a) Angebote der Jugendförderung werden vermehrt in leichter Sprache oder Bildern vermittelt. (b) Räumliche Anpassungen werden – dort wo es baulich umsetzbar ist – immer öfter vorgenommen. Zum Beispiel durch die Veränderung der Thekenhöhe im offenen Bereich, so dass auch Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im offenen Bereich die Theke nutzen können. (c) Im Rahmen des Entwicklungsprozesses des gesamtstädtischen Partizipationskonzeptes „Misch MIT!“ – So geht Kinder - und Jugendbeteiligung in Köln!“ wurden über verschiedene Kanäle Jugendliche mit Behinderungen angesprochen und in den Prozess einbezogen. Somit konnten ihre Perspektiven ebenfalls berücksichtigt werden. Auch die sprachliche und graphische Gestaltung des Konzepts wurde niedrigschwellig aufgesetzt, um Nutzungsbarrieren abzubauen. 3.7.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Teilhabe für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung schaffen Anteil inklusiver Angebote der OKJA nach Art des inklusiven Merkmales: • Das Angebot ist ausdrücklich inklusiv angelegt. Das bedeutet, die Berücksichtigung der Bedarfe und Interessen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung ist in der Konzeption des Angebots verankert. 28,8 % • Das Angebot wird im Rahmen einer für Fragen der Inklusion spezifischen Kooperation mit einer oder einem der folgenden Partner realisiert, beispielsweise: o Mit einer zielgruppenspezifischen Organisation, Institution oder einem Verein (zum Beispiel mit Förderschulen mit Trägern der Behindertenhilfe (zum Beispiel der Lebenshilfe), mit Einrichtungen der Behindertenhilfe…). o Mit Fachkräften aus den Bereichen aus dem Gesundheitswesen oder der Behindertenhilfe. 18,0 % • Kinder oder Jugendliche mit Behinderung wurden an der Planung oder Gestaltung des Angebots beteiligt, um ihre Bedarfe zu berücksichtigen. 27,9 % • Das Angebot erfüllt mindestens ein Merkmal der Barrierearmut oder Barrierefreiheit 48,6 % Anzahl der OKJE mit dem besonderen Schwerpunkt Inklusion von Kindern/Jugendlichen mit Behinderung 13 31 3.8 Gelingende Bildungsverläufe für Jugendliche und Erwachsene sichern 3.8.1 Qualitative Analyse der Teilziele Niederschwellige Beratungsformate finden (a) Die finanzielle Förderung von neun Jugendwerkstätten und vier Schulmüdeneinrichtungen konnte sichergestellt werden. Die tagesstrukturierenden Angebote unterstützen junge Menschen dabei , die Ausbildungsreife und einen Schulabschluss zu erlangen. (b) Die Jugendberufsagentur in Köln Deutz bietet kontinuierlich eine niederschwellige Beratungsstelle zum Übergang Schule- Beruf an. Eine Kooperation von Jugendamt, Jobcenter und Agentur für Arbeit unterstützt Jugendliche, die durch andere Angebote bisher nicht erreicht werden konnten [Einzelmaßnahme M 8.2.1 KJFP]. (c) In vier kommunal finanzierten Kompetenzagenturen finden ebenfalls Beratungen zum Übergang Schule-Beruf statt. Diese sind über das Stadtgebiet verteilt. (d) Ergänzend können in verschiedenen Projekten mit zielgruppenspezifischen Angeboten junge Menschen gezielt gefördert werden. Unter anderem bestehen Beratungs - und Unterstützungsangebote zu den Themen Übergang -Schule-Beruf, Schulabschluss, psychischen Problemlagen oder persönlichen Konflikten. Des Weiteren gibt es Einzelcoachings und Bewerbungstrainings. (e) Eine kostenfreie Lernförderung für junge Menschen aus einkommensschwachen Familien konnte ebenfalls finanziert und umgesetzt werden. Zunehmenden psychischen Problemlagen bei Kindern und Jugendlichen durch diagnostische/ therapeutische Angebote begegnen (a) Das Angebot „Plan27“ bietet niederschwellige Unterstützung bei Krisen und psychischen Erkrankungen an. Hier können junge Menschen zu Hause aufgesucht und beraten werden. (b) 2022 und 2023 wurde das Projekt „Team Stabil“ in den Jugendwerkstätten umgesetzt [Einzelmaßnahme M 8.1.1 KJFP]. Psycholog*innen boten vor Ort niedrigschwellige Unterstützung für junge Menschen in psychischen Krisen oder mit psychischen Erkrankungen an. Familien/ Eltern stärken (a) Das Familienportal „guterstart.koeln“ bietet eine umfassende Angebotsübersicht für junge Menschen und deren Eltern. Das Themenfeld umfasst unter anderem den Bereich Übergang Schule-Beruf. 32 (b) Die städtische Jugendberatungsstelle für Arbeits - und Berufsfragen „JumP -Jugend mit Plan“ bietet eine niederschwellige Möglichkeit der Beratung sowohl für Jugendliche als auch deren Eltern an. Besondere Unterstützung für Mädchen mit Fluchtbiografie anbieten (a) Die Mädchen*-spezifisch arbeitenden Träger der freien Jugendhilfe bieten sowohl Unterstützung in Krisensituationen als auch bei lebenspraktischen Fragen oder im Kontext der Ausbildungs- und Berufsorientierung. Weltkindertag 3.8.2 Quantitative Analyse unterschiedlicher Zieldimensionen Bildungsgerechtigkeit sichern Anzahl ISBA-Gruppen in der OKJA 47 Anzahl TN ISBA in der OKJA 612 Übergänge in Schule-Ausbildung-Beruf sichern Anzahl Angebote der Jugendsozialarbeit (Jugendwerkeinrichtungen, Schulmüdeneinrichtungen, Kompetenzagenturen, Beratungsangebote, Jugendberufsagentur) (2025) 30 Anzahl Ratsuchende in der städtischen Jugendberatung (mindestens 3 Gesprächstermine) 2024 1.039 2022 554 2021 237 Anzahl Ratsuchende in der städtischen Jugendberatung (einmalige Kontakte) 2024 181 2022 571 2021 330 Anzahl Fach-/Führungskräfte in der Beratung/Fortbildung des „Team Stabil“ (§ 13 SGB VIII) [Einzelmaßnahme M 8.1.1 KJFP] (2022/2023) 530 Anzahl Workshops des „Team Stabil“ in Kölner Jugendwerkstätten [Einzelmaßnahme M 8.1.1 KJFP] (2022/2023) 91 33 4 Wirkungsorientierung in die Kölner Stadtgesellschaft hinein Die Kinder- und Jugendförderung bietet essenzielle Teilhabe- und Verwirklichungschancen und stellt somit eine wichtige kommunale Ressource in der außerschulischen Bildung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dar. Geleitet von den Prinzipien Offenheit, Freiwilligkeit, Niedrigschwelligkeit, Bedürfnis - und Lebensweltorientierung sowie Partizipation, eröffnet sie Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sowie Potentiale zur gesunden physischen und psychischen Entwicklung für junge Menschen . Sie ist Ort der sozialen und kulturellen Bildung, Integration, Inklusion, Demokratieerfahrung sowie Ehrenamtsförderung. Kinder- und Jugendförderung leistet umfassende Präventionsarbeit und kann somit aus Sicht der Jugendverwaltung über die eigentliche Förderplanung hinaus einen spürbaren Effekt auf soziale Verhältnisse in Köln ausüben. 34 5 Implikationen für die kommende Förderplanung Aus Sicht der Jugendverwaltung haben sowohl die stadtweiten Angebote der Kinder- und Jugendförderung in ihrer Gesamtheit als auch die zusätzlich geförderten Einzelmaßnahmen eine positive Wirkung auf die mit der Förderplanung 2021 -2025 intendierten Zielsetzungen in Verbindung mit den vereinbarten Querschnittsaufgaben entfaltet. Entsprechende Rückmeldungen konnten insbesondere im Begleitgremium zum Kinder - und Jugendförderplan sowie im Rahmen politischer Berichterstattung gesammelt werden. In der Laufzeit wurden vielfältige Prozesse zur Weiterentwicklung kommunaler Kinder - und Jugendförderung angestoßen. Als Beispiele seien hier die Handlungsfelder strukturelle Partizipation junger Menschen in Köln, Digitalisierung und Medienkompet enz sowie eine zielgruppendifferenzierte Ausgestaltung von Angeboten genannt. In der kommenden Förderplanung g ilt es, bewährte Angebotsformen und neue Inhalte unter Betrachtung aktueller Bedarfslagen weiterhin zielgruppengerecht und sozialraumorientiert auszugestalten. So macht beispielsweise der Blick auf die Besucher*innenstruktur der Offenen Kinder- und Jugendarbeit deutlich, dass im Sinne von Geschlechtergerechtigkeit ein Fokus auf der Schaffung geeigneter und gleichberechtigter Zugänge für Mädchen* erforderlich erscheint. Weitere Implikationen wären aus Sicht der Jugendverwaltung: • Die Prinzipien Lebenswelt- und Sozialraumorientierung sollten in Hinblick auf Chancen- und Teilhabegerechtigkeit die Strategie des „Ungleiches ungleich behandeln“ weiterführen. • Die Stärkung des Ehrenamtes bei jungen Menschen zielt auf die notwendige Förderung und Stärkung von Demokratie. • Das Ziel einer möglichst inklusiven Gestaltung von Angeboten für junge Menschen braucht konsequente Weiterverfolgung. • Das Thema Kinderschutz in den Angeboten der Kinder- und Jugendförderung bleibt Daueraufgabe. • Ernst gemeinte Beteiligung junger Menschen ist Voraussetzung zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsstärkung. • In der Lebenswelt von jungen Menschen bleibt die digitale Welt Herausforderung und Chance zugleich. Wie kein anderes Handlungsfeld der Kinder - und Jugendhilfe ist die Kinder - und Jugendförderung inhaltlich und trägerspezifisch vielseitig ausgestaltbar. Hierüber wird ein hohes Maß an Flexibilisierung und Multifunktionalität des Angebotsspektrums errei cht, welches eigenständig und in Verzahnung mit weiteren kommunalen Bildungsressourcen (Schule/schulischer Ganztag, Inklusion, Kultur, Sport, familienunterstützende Leistungen etc.) auch unter Effizienz- und Effektivitätsgesichtspunkten bedeutsam erscheint.
ANLAGE 6 Angebotsstruktur Nippes
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Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kulturpädagogik und Jugendsozialarbeit im Stadtbezirk Nippes ev) un Stadt Köln (Stand 04/2026) RN = Legende sad Kain Nora Eee AA Jugendeinrichtung, Jugendangebot, Jugendtreff N "Kinder. und Familieniüfen Michaelahoven GmbH (Diakonie Michaelshoven) > AA Mobile Arbeit IS ee ae A Jugendsozialarbeit Soziale Hilfen'gGmbH] N R A Kulturpädagogische Facheinrichtung ‚Jugendzentrum Pauline) ‚Jugendzentren Köln gGmbH Take Five Mauenheim-, ;zialdienst katholischer) Zirkuspädagogisc 1Z (TheaterpädagogischesjZent f \ Körbe, ‚Sportbezogene Jugendarbeit ‚alle! a ee 108 ? (OT/St: Anna} ER \NonniMobil Katholische Jugendagentur, Köln gGmbHI(KJA) Katholische Jı d: tur, Köln'gGmbH|(KJA) ni im, Hufe zentrum Ehrenfeld] Bürgerzentrum Ehrenfeldle.V. 3% Stadt Köln Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Hintergrundkarte: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster, Stand: 4 / 2026 Stadtplan Orange: © Stadt Köln und Regionalverband Ruhr, di-de/by-2-0, Datengrundlagen: Karfentkerna: Sealisgelle Ihteprierte Jugendhilfe: und Schüleritweklungsplanung CIV/2) ALKIS, ATKIS-Land NRW/Katasterämter (Lizenz: dl-de/zero-2-0) und © OpenStreetMap- Daten: IV/2 und Amt für Kinder, Jugend und Familie Mitwirkende (License: ODbL) Der Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (5)
- Bodestraße
- Im Mönchsfeld
- Senkelsgraben
- Michaelshoven
- Heckweg
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Details
- Aktenzeichen
- 1505/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.06.2026
- Erstellt
- 21.05.2026 13:41