2006/0586
Neuer Verteilerschlüssel für die Zuschüsse an die Träger der Betreuungsangebote an Grundschulen ab dem Jahr 2007
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Schulamt- Abt. Kindertagesstätten
MERKBLATT ZUR MEHRKINDREGELUNG
Besuchen zwei oder mehr Kinder einer Familie/eines Haushaltes gleichzeitig eine Betreuungseinrichtung, so reduziert sich der Beitrag ab dem zweiten Kind, und es sind folgende Beiträge zu zahlen:
1. Kind Voller Betrag
2. Kind 50 % des eigentlich zu zahlenden Beitrages
3. Kind 25 % des eigentlich zu zahlenden Beitrages
4. Kind und jedes weitere, das Einrichtungen besucht sind beitragsfrei
Nicht in den Genuss dieser Freistellung/Ermäßigung kommen Familien/Haushalte, deren Bruttoeinkommen insgesamt die jeweils gültigen Sozialhilferegelsätze um mehr als das vierfache überschreiten. Die Regelsätze der Sozialhilfe stellen sich derzeit monatlich wie folgt dar:
in Euro
Haushaltsvorstände/Alleinstehende 345 ¬
Haushaltsangehörige bis zur Vollendung des 14. Lebensjahr 207 ¬
Haushaltsangehörige von Beginn des 15. Lebensjahr 276 ¬
Nachstehend einige Beispiele, die verdeutlichen sollen, wann eine Ermäßigung/Freistellung stattfinden kann, und wann eine solche nicht in Betracht kommt:
Beispiel 1:
Alleinerziehende Mutter mit 2 Kindern, die Betreuungseinrichtungen besuchen. Kind 1 ist 4 Jahre und Kind 2 ist 10 Jahre. Das Bruttoeinkommen des Haushaltes beträgt 2.198,56 ¬ im Monatsdurchschnitt.
Haushaltsvorstand 345,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 4 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 10 Jahre 207,-- ¬
einfacher Regelsatz 759,-- ¬
Multipliziert mit 4 3.036,-- ¬
ERGEBNIS: Die Mutter braucht für den Besuch der Betreuungseinrichtung des
4-jährigen Kindes nur 50 % des eigentlich zu zahlenden Beitrages
zu entrichten.
...
- 2 -
Beispiel 2:
Eine Familie bestehend aus Ehemann mit Frau und vier Kindern im Alter von 5, 8, 9 und 16 Jahre. Die drei jüngsten Kinder besuchen Betreuungseinrichtungen. Das Bruttoeinkommen der Familie beträgt im Monatsdurchschnitt 4.273,72 ¬ .
Haushaltsvorstand 345,-- ¬
Haushaltsangehörige Ehefrau 276,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 5 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 8 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 9 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 16 Jahre 276,-- ¬
einfacher Regelsatz 1.518,-- ¬
Multipliziert mit 4 6.072,-- ¬
ERGEBNIS: Für das 9-jährige Kind ist der volle Beitrag zu zahlen, bei dem 8-jährigen sind nur 50 % und bei dem 5-jährigen 25 % des eigentlich zu zahlenden Beitrages zu zahlen.
Beispiel 3:
In einem Haushalt leben 2 Erwachsene in eheähnlicher Gemeinschaft mit 2 Kindern im Alter von 3 und 4 Jahren, welche Betreuungseinrichtungen besuchen. Das Haushaltseinkommen brutto liegt bei durchschnittlich 4.160,35?@BDcà
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Haushaltsvorstand 345,-- ¬
Haushaltsangehörige Lebensgefährtin 276,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 3 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 4 Jahre 207,-- ¬
einfacher Regelsatz 1.035,-- ¬
Multipliziert mit 4 4.140,-- ¬
ERGEBNIS: Für beide Kinder ist der volle Betreuungsbeitrag zu zahlen, da das Haushaltseinkommen den 4-fachen Sozialhilferegelsatz übersteigt.
...
- 3 -
Beispiel 4:
Eine Familie mit 3 Kindern im Altern von 3, 5 und 9 Jahren, welche alle Betreuungseinrichtungen besuchen. Das durchschnittliche mtl. Bruttoeinkommen des Haus-
haltes beträgt 5.010,50 ¬ .
Haushaltsvorstand 345,-- ¬
Haushaltsangehörige Ehefrau 276,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 3 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 5 Jahre 207,-- ¬
Haushaltsangehöriges Kind 9 Jahre 207,-- ¬
einfacher Regelsatz 1.233,-- ¬
Multipliziert mit 4 4.932,-- ¬
ERGEBNIS: Das Haushaltseinkommen liegt über der Freigrenze, so dass keine Vergünstigung gewährt werden kann. Für alle Kinder ist der volle Beitrag fällig.
Diese Mehrkinderregelung soll allen Darmstädter Kindern bzw. deren Familien zu Gute kommen. Daher wird der dadurch bei den freien Trägern entstehende Einnahmeausfall diesen bis zur maximalen Höhe der nach städt. Beitragstaffel zu erhebenden Elternbeiträge erstattet.
Stand 09/06
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** Einzelfallprüfung; die Befreiung/Reduzierung erfolgt durch die Berechnung des Jugendamtes
Betreuende Grundschule: _____________________________________________ Zeitraum: __________________________________
Träger: ______________________________________________________
Verantwortlich für die Abrechnung: _______________________________
(Name, Telefon)
Kind:
Name, Anschrift, Geb.-Datum
Tatsächlicher
Beitrag in der
Einrichtung in
¬
Abrechnungs-zeitraum
von - bis *
Freistellung oder
Ermäßigung wegen
Hilfe z. Erziehung
**
Freistellung oder
Ermäßigung wegen
Hilfe z. Erziehung
Freistellung oder
Ermäßigung wegen
Mehrkindregelung
Erstattungsfähiger Betrag in ¬ BefreiungReduzier-ungBefreiungReduzier-ung2. Kind3. Kind4. Kind
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Tabelle1
¤Tabelle2
«Tabelle311ÁÁ"¾üò)&.Verwendungsnachweis zum Betriebskostenzuschuss;der Wissenschaftsstadt Darmstadt für das Haushaltsjahr 20..Zahlenmäßiger Nachweis:A: AusgabenKontierungs-nummernGesamtbetragZuschussfähiger Betrag1. Personalausgabena) Löhne, Honorareb) Sozialabgaben, Steuernc) Sonstige PersonalausgabenSumme2. Sachausgabena) Neuanschaffungen$b) Büromaterial, Verwaltung, Telefon'c) Versicherungen, Berufsgenossenschaftd) Öffentlichkeitsarbeite) Essensangebotf) Verbrauchsmaterialg) Sonstiges#3. Summe der Gesamtausgaben (1.+2.)B: Einnahmena) Elternbeiträgeb) Städtischer Zuschussc) Hilfe zur Erziehungd) SonstigesSumme der GesamteinnahmenC: AbschlussDarmstadt, den________________rechtsverbindliche Unterschriftdes Zuschussempfängersanzurechnende Einnahmen1 = Endstand am 31.12.Förderverein der Grundschule:Bestand aus dem Vorjahr+ Summe der Gesamteinnahmen - Summe der Gesamtausgabenÿ*cN÷
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Schulamt- Abt. Kindertagesstätten
Antrag auf Ermäßigung des Beitrages für den Besuch einer
Betreuungseinrichtung nach der städtischen Mehrkindregelung
(Siehe ausgehändigtes Merkblatt)
1.
Kind: Name, Vorname
GeburtsdatumAnschrift
Staatsangehörigkeit
2.
Mutter/Lebensgefährtin:
GeburtsdatumAnschrift (falls von 1. abweichend)
Staatsangehörigkeit
3.
Vater/Lebensgefährte
Geburtsdatum
Anschrift (falls von 1. abweichend)
Staatsangehörigkeit
4. Folgende Kinder gehören meinem / unserem Haushalt an und besuchen derzeit ebenfalls
eine Kinderbetreuungseinrichtung in Darmstadt (Bitte mit dem ältesten Kind beginnen):
Name, VornameGeb.datumName der Einrichtung
. . .
- 2 -
5. Meinem / Unserem Haushalt gehören ferner folgende weitere Personen an (Kinder und
Erwachsene):
Name, VornameGeburtsdatum
6. Angaben zum Haushaltseinkommen monatlich brutto:
Mutter/ Vater/ Sonstige
Lebensgefährtin Lebensgefähr-
te
Bruttoeinkünfte aus selbständiger
Arbeit und nichtselbständiger
Arbeit .......................... ...................... .................
Renten .......................... ...................... .................
Unterhalt .......................... ...................... .................
Einkünfte aus Vermietung/
Verpachtung .......................... ..................... .................
Stipendien/BaföG ....................... . ..................... .................
Sonstige Einkünfte .......................... ..................... .................
7. Datenschutzerklärung
Die Erhebung der vorstehenden Daten ist zur Überprüfung der Anspruchsvoraussetzung für die Beitragsermäßigung erforderlich. Die Datenerhebung ist weder nach dem Gesetz noch nach einer anderen verbindlichen Rechtsnorm vorgeschrieben. Ich / Wir sind darauf hingewiesen worden, dass die Angaben auf freiwilliger Basis erfolgen und dass diese ganz oder teilweise verweigert werden können, dass aber in diesem Fall der Antrag auf Vergünstigung nicht bearbeitet werden kann. Durch meine / unsere Unterschrift willige ich / willigen wir in die Verarbeitung dieser Daten ein.
8. Bestätigung
Ich / Wir versichern, dass die vorstehenden Angaben vollständig sind und der Wahrheit entsprechen. Es ist mir / uns bekannt, dass entsprechende Unterlagen (Verdienstnachweise, Rentenbescheide etc.) vorgelegt werden müssen. Ich / Wir verpflichte/n mich / uns, Veränderungen in den Einkommensverhältnissen unverzüglich mitzuteilen. Durch unvollständige und unwahre Angaben würde/n ich mich wir/uns ggf. strafbar machen und könnten auch zu Nachzahlungen herangezogen werden.
Darmstadt, den _________________________ Unterschrift___________________
. . .
- 3 -
Berechnungs- und Entscheidungsformular zu dem vorstehenden Antrag:
(Von der Betreuungseinrichtung auszufüllen)
Das zur Prüfung der beantragten Beitragsermäßigung ermittelte Gesamteinkommen des Haushaltes beträgt nach Addition aller Einnahmen in Position 6. monatlich:
Für die Haushaltsmitglieder aus Position 1. bis 5. werden folgende derzeit gültigen
Sozialhilferegelsätze berücksichtigt:
Haushaltsvorstand .................................. Euro
Ehefrau/Lebensgefährtin .................................. Euro
Kind 1 .................................. Euro
Kind 2 .................................. Euro
Kind 3 .................................. Euro
Kind 4 .................................. Euro
Kind 5 .................................. Euro
Sonstige: .................................. Euro
Gesamt: .................................. Euro
multipliziert mit vier: .................................. Euro
FORMULARKONTROLLFELD Das monatliche Gesamteinkommen übersteigt den vierfachen Regelsatz der Sozialhilfe.
Dem Antrag wird daher nicht entsprochen.
FORMULARKONTROLLFELD Das Gesamteinkommen unterschreitet den vierfachen Regelsatz der Sozialhilfe.
Der zu zahlende monatliche Beitrag wird daher wie folgt festgesetzt:
KindBeitrag in % des RegelbetragesBeitrag in Euro
monatlich2. Kind50 %3. Kind25 %4. Kind0 %5. Kind0 %6. Kind0 %
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Unterschrift
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2006/0586
2726 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
14.09.2006
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V Dezernat I
Revisionsamt
Amt: Schulamt
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Tagesordnung: I II
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2006/0586
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Neuer Verteilerschlüssel für die Zusch üsse an die Träger der Betreuungsangebote an
Grundschulen ab dem Jahr 2007
Vorlage vom: 12.09.2006
Beschlussvorschlag:
Der Magistrat stimmt der Anwendung des neuen Verteilerschlüssels für die Zuschüsse an die
Trägervereine der Betreuungsangebote an Grundschulen und der zugrunde liegenden Richtlinien für
Zuschüsse an die Träger der Betreuungsangebote an Grundschulen ab dem Jahr 2007 zu.
Anlagen: Berechnungsgrundlage Verteilerschlüssel
Formular Verteilerschlüssel Betreuende Grundschule 2006
HzE Vordruck Betreuende Grundschulen
Kopf Antrag Freistellung Schulen
Kopf Antrag Mehrkindregelung
Merkblatt Mehrkindregelung
VN-Muster Betreuende Grundschulen
Richtlinien für Zuschüsse Betreuungsverein
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 12. September 2006:
Bisher wurden die Zuschüsse für die Träger der Betreuungsangebote nach den Schülerzahlen der
Amtlichen Schulstatistik verteilt. Dies führte jedoch bei Betrachtung der Zuschusshöhe je betreutem
Kind in einigen Fällen zu einem Missverhältnis zwischen den einzelnen Betreuungsangeboten, da
eine hohe Schülerzahl nicht automatisch eine hohe Zahl an Betreuungsplätzen bedingt.
In dem ab dem Jahr 2007 anzuwendenden Verteilerschlüssel bilden die Betreuungsstunden die
Basis für die Mittelverteilung. Hierdurch kann auch eine eventuelle zukünftige Kapazitätserweiterung
bei einzelnen Betreuungsangeboten berücksichtigt werden.
Der neue Verteilerschlüssel wurde in einer Arbeitsgruppe, an der Vertreter/innen der Träger der
Betreuungsangebote, der Grundschulen, des Revisionsamtes und des Schulamtes teilnahmen,
abgestimmt. Es wurden Richtlinien für die Zuschussgewährung erarbeitet, die ab dem Haushaltsjahr
2007 angewendet werden sollen.
Darmstadt, 12. September 2006
40 Sm
Dezernat I
Dezernat V
Walter Hoffmann Daniela Wagner
Oberbürgermeister Stadträtin
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Schulamt- Abt. Kindertagesstätten
Antrag auf Förderung (Freistellung) von Kindern in
Betreuenden Grundschulen gem. § 90 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
1. Name des Kindes ___________________________________________ geb. ________________
wohnhaft in ___________________________________________ Nationalität ________________
Name der Mutter/Lebensgefährtin ______________________________ geb. ________________
wohnhaft in __________________________________________ Nationalität ________________
Name des Vaters/Lebensgefährten _____________________________ geb. ________________
wohnhaft in __________________________________________ Nationalität ________________
4. weitere Kinder: Name ______________________________________ geb. ________________
Name ______________________________________ geb. ________________
Besuchen weitere Kinder eine Betreuungseinrichtung? FORMCHECKBOX Nein
FORMCHECKBOX Ja Name: __________________________________ geb. _________________________
Name: __________________________________ geb. _________________________
Ich versichere / Wir versichern, dass die vorstehenden Angaben vollständig sind und der Wahrheit entsprechen. Es ist mir / uns bekannt, dass entsprechende Unterlagen (Verdienstbescheinigungen, Rentenbescheide etc.) vorgelegt werden müssen.
Ich verpflichte mich / Wir verpflichten uns, Veränderungen in den Einkommensverhältnissen unverzüglich mitzuteilen.
Durch unvollständige und unwahre Angaben mache ich mich / machen wir uns strafbar und habe / haben u. U. mit Nachforderungen zu rechnen.
Darmstadt, _____________________________ Unterschrift _________________________
Von der Betreuenden Grundschule auszufüllen:
FORMCHECKBOX Bescheid über Leistungen nach SGB XII vom ................................ am ....................................
vorgelegt.
Darmstadt, ___________________________
........................................................................
(Stempel u. Unterschrift der Einrichtung)
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Wissenschaftsstadt Darmstadt
Schulamt
Richtlinien für Zuschüsse an die Träger der
Betreuungsangebote an Grundschulen
1 Verteilung und Auszahlung der Zuschüsse
1.1 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gewährt den Trägern der Betreuungsangebote an Grundschulen im Rahmen der im Haushalt zur Verfügung stehenden Mittel auf das Kalenderjahr bezogene Betriebskostenzuschüsse für Personal- und Sachkosten.
Die Zuschüsse des Landes Hessen werden in die Verteilung mit einbezogen.
Über den für das jeweilige Jahr zu gewährenden Zuschuss wird durch Bewilligungsbescheid entschieden.
1.2 Verteilung der Zuschüsse:
Jeder Träger eines Betreuungsangebotes erhält einen Sockelbetrag von 6.000 ¬ pro Jahr. Der Betreuungsverein der Ernst-Elias-Niebergall-Schule erhält aufgrund der besonderen Schulform einen erhöhten Sockelbetrag von 10.000 ¬ pro Jahr.
Die nach Abzug der Sockelbeträge verbleibenden Mittel werden nach der Zahl der im Jahr geleisteten Betreuungsstunden (ohne Berücksichtigung der Betreuung während der Ferien) verteilt.
Zur Berechnung der Zuschüsse nach Ziffer 1.2 melden die Träger der
Betreuungsangebote zum Stichtag 01. Oktober mittels Formblatt die
erforderlichen Daten. Diese Meldung ist dem Schulamt bis zum 31. Oktober
vorzulegen.
Eine Erhöhung des Betreuungsumfanges um mehr als 10 % (Anzahl der Plätze
oder auch zeitlicher Rahmen) führt nur dann zu einer Erhöhung des Zuschusses,
wenn die Stadt vorher zugestimmt und entsprechende Haushaltsmittel bereit-
gestellt hat. Sie sind jeweils bis zum 15. Januar für das folgende Schuljahr beim
Schulamt zu beantragen. Der erhöhte Betreuungsumfang wirkt sich dann auf den
Zuschuss des folgenden Haushaltsjahres aus.
1.4 Vor Auszahlung der Zuschüsse hat der Empfänger eine rechtsverbindlich
unterschriebene Erklärung vorzulegen, in welcher er sich mit dem Inhalt des
Bescheides und den Bewilligungsbedingungen einverstanden erklärt.
Die Sockelbeträge nach Ziffer 1.2 werden zu Beginn des Haushaltsjahres bis
spätestens 15. Januar ausgezahlt. Die Zahlung des restlichen Zuschussbetrages
erfolgt in 3 gleichen Raten jeweils zu Beginn des 2., 3. und 4. Quartals.
Zuschussfähige Ausgaben
Anerkannt werden:
Ausgaben, die direkt im Zusammenhang mit der Betreuung stehen (z.B. Personalkosten, Versicherungen, Spiele, Bastelmaterial, Mobiliar)
Ausgaben im Rahmen von Ferienbetreuung
Ausgaben für Investitionen bis 410 ¬
Nicht anerkannt werden insbesondere
Geschenke für Betreuer/innen, Gastronomiebesuche,
Ausgaben für Schüler, die nicht zur Betreuung angemeldet sind
finanzielle Unterstützung der Schule (z. B. Unterrichtsmaterial)
sonstige betreuungsfremde Projekte (z. B. Schuljubiläum)
Ausgaben für Investitionen über 410 ¬
Eigenbeteiligung des Trägers
Der Träger ist verpflichtet, Elternentgelte zu erheben, die 20% der Gesamt-ausgaben nicht unterschreiten dürfen und die in einem angemessenen Verhältnis zur Betreuungszeit stehen sollen.
3.2 Befreiung von den Elternbeiträgen
3.2.1 Sozialhilfebezug
Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, die Leistungen nach SGB XII (früher Sozialhilfe) beziehen, können nach Vorlage eines entsprechenden Bescheides vom Beitrag befreit werden.
3.2.2 Geringverdiener
Bei Erziehungsberechtigten mit niedrigem Einkommen sowie Beziehern von Leistungen nach SGB II erfolgt die Überprüfung einer Beitragsreduzierung durch das Jugendamt, Abt. Wirtschaftliche Jugendhilfe, Frankfurter Straße 71. Im Falle einer Befreiung erhält der Betreuungsverein Nachricht durch das Jugendamt.
3.2.3 Mehrkindregelung
Eltern mit zwei oder mehr Kindern können, wenn diese gleichzeitig eine Betreuungseinrichtung besuchen, nach Überprüfung des Einkommens zum Teil
von den Beiträgen befreit werden. Die Beitragsreduzierung erfolgt stets bei den jüngeren Geschwistern.
Die Bearbeitung entsprechender Anträge nach 3.2.1 und 3.2.3 erfolgt durch die Betreuungsvereine.
Die Betreuungsvereine können die durch Befreiung entstehenden Einnahme-ausfälle im Rahmen der Hilfe zur Erziehung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Schulamt, Abt. Kindertagesstätten, abrechnen (Fälle 3.2.1 bis 3.2.3).
Entsprechende Merkblätter liegen als Anlage bei.
Achtung: Erstattet werden die Einnahmeausfälle bis max. zur
Höhe der Hälfte des in städtischen Einrichtungen
gültigen Hortbeitrages!
4 Verwendungsnachweise
Es ist jährlich ein Verwendungsnachweis bis zum 31. März über den Zuschuss
des Vorjahres vorzulegen.
Inhalt des Verwendungsnachweises:
Zahlenmäßiger Nachweis
Die bei der Antragstellung eingereichte Aufstellung der Namen der angemeldeten Kinder und ihrer jeweiligen Betreuungszeiten. Die Verträge mit den Eltern sind zur Prüfung bereit zu halten.
Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben; dabei sind die Ausgaben nach Ziffer 2.1 und 2.2 zu trennen.
Sachbericht mit folgenden Angaben:
Personelle Situation, Anzahl der beschäftigten Kräfte
Betriebliche Besonderheiten (z.B. Ferienbetreuung, Mittagessenangebot...)
Ausblick auf das kommende Jahr
Auf Anforderung der Stadt sind ferner vorzulegen:
Jahresrechnung des Trägers
Originalrechnungen und belege
Original-Kontoauszüge
Die mit den Eltern abgeschlossenen Betreuungsverträge
Inventarliste
4.2 Der Verwendungsnachweis wird durch das Schulamt und das Revisionsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt geprüft. Diese Ämter können die Vorlage weiterer Unterlagen (auch über den Vermögensstand) verlangen und eine Prüfung in den Räumen des Zuschussempfängers vornehmen.
Dem Präsidenten des Hess. Rechnungshofs Überörtliche Prüfung- stehen die Rechte aus dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜPKKG vom 22.12.1993, GVBl. I S. 708 f-, insbesondere § 5 Abs. 2-4) in der jeweils gültigen Fassung zu.
4.3 Prüfung der Zweckbindung
Die Prüfung der Zweckbindung durch die Stadt nach Ziffer 2.1 und 2.2 beschränkt sich auf die Verwendung der städtischen Zuschüsse und des Mindest-betrages der Elternentgelte nach Ziffer 3.1.
Die nicht der Zweckbindung unterliegenden Eigenmittel können vom Träger auch für Ausgaben nach Ziffer 2.2, insbesondere auch für Investitionen, verwendet werden.
4.4 Belege und Betreuungsverträge sind 4 Jahre aufzubewahren.
5 Ferienbetreuung/Versicherungsschutz
Das Hessische Kultusministerium weist darauf hin, dass es sich bei Betreuung in den Ferien nicht um eine schulische Veranstaltung handelt und die Kinder aus diesem Grund während der Ferien extra zu versichern sind.
6 Rückforderungsvorbehalt
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der Verwendungsnachweis nicht ordnungsgemäß geführt oder nicht rechtzeitig vorgelegt wird.
der Zuschuss nicht oder nicht in voller Höhe für den oben genannten Verwendungszweck verwendet wird. In diesem Fall wir der Betrag, der eine Liquiditätsreserve von 20 % überschreitet, zurückgefordert.
der beantragte Umfang der Betreuung nicht durch Betreuungsverträge nachgewiesen werden kann.
Anlagen:
Zahlenmäßiger Nachweis (zum Verwendungsnachweis)
Freistellungsantrag
Merkblatt zur Mehrkindregelung mit Berechnungsbogen
Formblatt zur Abrechnung der Hilfe zur Erziehung
Meldebogen für die Zuschussberechnung
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Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2006/0586
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.09.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00