AN/0800/2023
Bewerbung der Stadt Köln als Modellstadt für die Legalisierung von Cannabis vorbereiten – Jugendschutz mit Maßnahmen sicherstellen
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Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
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Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Köln SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Die FRAKTION KLIMA FREUNDE GUT An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 04.05.2023 AN/0800/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 16.05.2023 Bewerbung der Stadt Köln als Modellstadt für die Legalisierung von Cannabis vorbereiten – Jugendschutz mit Maßnahmen sicherstellen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Ratssit- zung zu setzen. Beschluss: 1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die Bewerbung als Modellstadt für die kontrol- lierte Abgabe von Genusscannabis an Erwachsene vorzubereiten. Sobald die rechtli- chen Rahmenbedingungen feststehen und Köln die Bedingungen erfüllt, wird eine entsprechende Beschlussvorlage dem Rat zur Entscheidung vorgelegt. 2. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, Sondierungsgespräche mit geeigneten Part- ner*innen zu führen und Kapazitäten beim Gesundheitsamt zu schaffen. Gleichzeitig sollen Maßnahmen zum Jugendschutz und zur Prävention erarbeitet werden. 3. Um als Modellregion erfolgreich zu sein, ist eine regelmäßige Evaluation wichtig. Der neue Suchtbericht soll deshalb jährlich erscheinen und als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen. Begründung: Das Bundesgesundheitsministerium hat im März 2023 Eckpunkte eines 2-Säulenmodells zur kontrollierten Abgabe von Genusscannabis an Erwachsene vorgelegt. Der entsprechende Gesetzentwurf zu einem regionalen Modellvorhaben mit kommerziellen Lieferketten (Säule - 2 - 2) soll nach den Sommerferien 2023 vorgelegt werden. Auch wenn sich bis zur Verabschie- dung einzelne Parameter oder Bestimmungen noch ändern können, gibt er die Richtung vor, wie die Verwirklichung des Modellprojektes in Kommunen aussehen wird. Die Verwaltung weist in der Antwort (1350/2023) auf eine Anfrage der SPD im Gesundheits- ausschuss (AN/0672/2023) darauf hin, dass mit den konkreten Planungen erst nach Verab- schiedung des Gesetzes begonnen werden kann. Das spricht aber nicht dagegen, vor Veröf- fentlichung des Gesetzesentwurfs voraussichtlich Beteiligte zu kontaktieren und sich z. B. über Personalkapazitäten und andere technische Fragen auszutauschen. Zudem sollten schon jetzt Überlegungen zu geeigneten Maßnahmen für den Jugendschutz gemacht wer- den. Dies und die Bewerbung als Modellkommune werden Ressourcen bei der Stadt binden, darauf muss sich die Stadt einstellen und erste Vorbereitungen treffen. Die Stadt Frankfurt am Main hat bereits verkündet, sich mit weiteren Partnern als Modellre- gion zu bewerben. Die Initiative geht auf einen Ratsbeschluss der Stadtverordnetenver- sammlung Offenbach aus dem Jahr 2021 zurück. Danach wurden offenbar Sondierungsge- spräche geführt und eine mögliche Bewerbung - soweit möglich - vorbereitet. Im November 2018 hatte der Gesundheitsausschuss durch einen gemeinsamen Antrag von SPD, CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, DIE LINKE und FDP bereits beschlossen, sich beim Bund dafür einzusetzen, ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur lizensierten Can- nabisabgabe zu ermöglichen (AN/1321/2018). Der Antrag ging wiederum auf einen Be- schluss der Bezirksvertretung Innenstadt (0845/2018) zurück. In diesem Beschluss wurde die Verwaltung „nach der Änderung der Rahmenbedingungen durch den Gesetzgeber beauf- tragt zu prüfen, ob und wie ein entsprechendes wissenschaftliches Forschungsprojekt in Köln realisiert werden kann.“ Jetzt wäre es an der Zeit, diesen Beschluss umzusetzen. Doch die Anzahl der am Modellpro- jekt teilnehmenden Kommunen und Kreise ist begrenzt. Um nicht ins Hintertreffen gegenüber anderen Regionen und Städten zu geraten, müssen zeitnah nach Veröffentlichung des Ge- setzesentwurfs Gespräche geführt werden. Mit freundlichen Grüßen Gez. Lino Hammer Fraktionsgeschäftsführer Bündnis 90 / Die Grünen Gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE Gez. Ulrich Breite FDP- Gez. Lucas Sickmöller Volt- Gez. Michael Hock Fraktionsgeschäftsführer - 3 - Fraktionsgeschäftsführer Fraktionsgeschäftsführer Die FRAKTION Gez. Ngoc-Anh Gabriel KLIMA FREUNDE Gez. Thor Zimmermann GUT
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0800/2023
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
- Datum
- 04.05.2023
- Erstellt
- 04.05.2023 12:47