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0734/2021

Betreff: Kalker Hauptstraße/Wippermannstraße – Ergebnis Qualifizierungsverfahren

Mitteilung BV 04.03.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 8 (Kalk), Sitzung am 04.03.2021, TOP 10.2.24

Mitteilung BV

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Ansehen

Anlage 1 Kurzdokumentation

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Ansehen

Mitteilung BV

2055 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
613 Tuch Az 
Vorlagen-Nummer 
 0734/2021 
Freigabedatum am 02.03.2021  
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 04.03.2021 
 
Betreff: Kalker Hauptstraße/Wippermannstraße – Ergebnis Qualifizierungsverfahren 
Mitteilungstext: 
Auf dem heute gewerblich genutzten Standort soll ein urbanes, durchgrüntes Wohnquartier entstehen 
(Vorhabenbezogener Bebauungsplan 71453/02 "Kalker Hauptstraße/Wippermannstraße" in Köln-
Kalk). Das vorgegebene Raumprogramm des städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens sah circa 
125 Geschosswohnungen im freifinanzierten und öffentlich geförderten Segment sowie eine vierzügi-
ge Kindertagesstätte vor. Besondere Aufmerksamkeit erforderten die auf das Grundstück einwirken-
den Lärmimmissionen (Verkehrs- und Gewerbelärm) von der Kalker Hauptstraße und dem direkt öst-
lich gelegenen Rangierbahnhof. Zudem war ein öffentlicher Spielplatz in die Planung zu integrieren. 
Dieser soll von der Kalker Hauptstraße aus wahrnehmbar, jedoch vor deren Immissionen ausreichend 
geschützt angeordnet werden. Nicht zuletzt war die städtebauliche Integrationsmöglichkeit des beste-
henden Gebäudes Wippermannstraße 12 (Sheddach-Halle) zu überprüfen. 
 
Von 5 zur Teilnahme aufgeforderten Architekturbüros haben 4 einen Beitrag abgegeben. Die Beurtei-
lungskommission aus Vertreterinnen und Vertretern mit Fachperspektive, des Vorhabenträgers, der 
politischen Gremien (Stadtentwicklungsausschuss, Bezirksvertretung) und der Verwaltung beriet am 
08.02.2021 über die Arbeiten und empfahl das Konzept von LK Architekten, Köln einstimmig zur wei-
teren Ausarbeitung im Bebauungsplanverfahren. 
 
Die Ergebnisse der Frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und die fachliche Beurteilung der Maßga-
ben und Prüfaufträge des Einleitungsbeschlusses (Vorlage 0966/2020) werden mit gesonderter Vor-
lage der BV8 und dem Stadtentwicklungsausschuss zur Beratung und Beschlussfassung vorlegt 
(Vorgabenbeschluss) 
 
Anlage 
Kurzdokumentation Wettbewerbsergebnis

Anlage 1 Kurzdokumentation

48204 Zeichen

KALEIDUS
DOKUMENTATION DER ENTWÜRFE ZUR
MEHRFACHBEAUFTRAGUNG
KALKER HAUPTSTRASSE / WIPPERMANNSTRASSE
Anlage 1

2 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Titelseite: Perspektive des Entwurfs von LK Architekten
Herausgeber
PE Kalker Hauptstr. GmbH & Co. KG
Standort Köln
Holzmarkt 1
50676 Köln
Redaktion und Layout
Dewey Muller Partnerschaft mbB 
Architekten Stadtplaner
Flandrische Str. 4
50674 Köln
T +49 221 92 58 88-0
info@deweymuller.com
www.deweymuller.com
Burkard Dewey
Svenja Hennig
Marie Kötterheinrich
Abbildungsnachweis
Alle Abbildungen wurden - sofern nicht anders angegeben - 
von den jeweiligen Teilnehmenden erarbeitet.
Fotos: © Dewey Muller Partnerschaft mbB Architekten Stadtplaner
Köln, im Februar 2021
IMPRESSUM

3
INHALT
Anlass und Aufgabe des Verfahrens
Verfahren
Einzeldarstellungen der Entwürfe
5
6
8

4 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Amtliche Basiskarte mit Darstellung des Plangebiets | © Stadt Köln
© Stadt Köln
Kalk
Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster232/4 Katasterservice Die OberbürgermeisterinMaßstab: Erstellt am 14.7.2020
Die Karte ist auf Grundlage des amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem(ALKIS) erstellt worden.

Die PE Kalker Hauptstraße GmbH & Co. KG beabsichtigt, das 
Areal westlich des Rangierbahnhofs und südlich der Kalker 
Hauptstraße in Köln-Kalk mit einer Größe von ca. 7.440 m² zu 
bebauen. Zur Findung eines qualifizierten Entwurfskonzepts 
wurde von Oktober 2020 bis Februar 2021 eine Mehrfachbe-
auftragung durchgeführt. 
Derzeit ist das Grundstück mit mehreren gewerblich genutz-
tenHallen,einemdreigeschossigenVerwaltungsgebäudeund 
einem eingeschossigen Einzelhandelsgebäude bebaut. Die 
Freiflächen sind als Verkehrs- und Parkplatzflächen gestaltet 
und nahezu komplett versiegelt. 
Ziel ist es, das Gelände zu einem begrünten, städtischen 
Wohnquartier zu entwickeln. Insgesamt sollen ca. 125 
Geschosswohnungen im freifinanzierten und öffentlich geför-
derten Segment, eine öffentliche Spielfläche, eine kulturelle 
Nutzung sowie eine Kindertageseinrichtung realisiert werden. 
Hierzu sollen die bestehenden, gewerblich genutzten Gebäu-
de größtenteils zurückgebaut und die vorhandenen Nutzun-
gen verlagert werden. 
Die städtebauliche Integrationsmöglichkeit des bestehenden 
Gebäudes Wippermannstraße 12 (Solitärgebäude mit Shed-
dach) sollte im Verfahren geprüft und dargestellt werden. Die 
Auftraggeberin führt parallel Gespräche mit den derzeit 
ansässigen Nutzern, inwiefern ein Verbleib vor Ort langfristig 
möglich ist.
Die erforderlichen inneren Erschließungswege sind autofrei zu 
planen, um eine hohe Aufenthaltsqualität zu ermöglichen. 
DabeiisteineZuwegungzumsüdlichundaußerhalbdesPlan-
gebiets gelegenen Kunsthauses Kalk (Wippermannstr. 26) für 
Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen zu berücksichti-
gen. Die erforderlichen Pkw-Stellplätze sollen in einer Tiefga-
rage untergebracht werden.
Die Freiflächen sollen begrünt und mit Spiel- und Aufenthalts-
möglichkeiten gestaltet werden. Neben den erforderlichen 
privaten Kleinkindspielflächen muss ein öffentlicher Spielplatz 
gemäß den Vorgaben des Kooperativen Baulandmodells der 
Stadt Köln mit einer Mindestgröße von 500 m ² realisiert 
werden.
Aufgrund der auf das Grundstück einwirkenden Lärmimmis-
sionen (Verkehrs- und Gewerbelärm) von der Kalker Haupt-
straße und vom östlich gelegenen Rangierbahnhof sowie 
gewerblichen Nutzungen soll eine nach Osten und nach Nor-
den geschlossene Randbebauung geplant werden.
AufgabederteilnehmendenBüroswares,einBebauungskon-
zept mit funktionalen Grundrisslösungen und gut gestalteten 
undproportioniertenFassadenzuentwickeln.BeiderPlanung 
sind insbesondere die Anforderungen an ausreichenden 
Schallschutz zu beachten. 
Nach Erarbeitung und Abstimmung der AufgabensteIlung 
startete die Mehrfachbeauftragung im November 2020 mit 
einem Einführungskolloquium, bei dem die Aufgabe vorge-
stellt und Fragen beantwortet wurden. Von den fünf zur Teil-
nahme eingeladenen Büros haben vier Teams Mitte Januar 
eine Arbeit zur Beurteilung eingereicht. Anfang Februar 2021 
tagte die Beurteilungskommission zur Bewertung der einge-
reichten Arbeiten. Der Entwurf des Büros LK Architekten wur-
de mit dem 1. Rang ausgezeichnet und zur weiteren Umset-
zung empfohlen. Weitere Ränge wurden nicht vergeben.
Diese Dokumentation gibt einen Überblick über die einge-
reichten Konzepte sowie die ausgesprochenen Bewertungen 
und Empfehlungen der Beurteilungskommission.
ANLASS UND AUFGABE DES VERFAHRENS
5
Blick von Kalker Hauptstraße Richtung Süden auf das Plangebiet

6 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Mitglieder der Beurteilungskommission
Mitglieder mit Stimmrecht
– Jürgen Minkus, Architekt, Vorsitzender des Gestaltungs-
beirats (Vorsitz)
– Paul Bauwens-Adenauer, Geschäftsführender Gesell-
schafter Bauwens GmbH Co. KG
– Peter Berner, Architekt
– Claudia Greven-Thürmer, Bezirksbürgermeisterin Köln-
Kalk
– Eva Herr, Leiterin des Stadtplanungsamtes Köln
– Alexander Jacobi, Geschäftsführender Gesellschafter 
Bauwens Development GmbH Co. KG
– Sabine Pakulat, Vorsitzende Stadtentwicklungsausschuss
Berater*innen ohne Stimmrecht
– Christian Robyns, SPD in der BV Kalk
– Manuela Grube, Bündnis 90/Die Grünen in der BV Kalk
– Dr. Tanja Groß, Die Linke in der BV Kalk
Vorprüfer*innen
– Wolfgang Tuch, Stadtplanungsamt
– Martina Hüser, Stadtplanungsamt - Umweltprüfung 
– Maike Miosic, Bauwens Development GmbH & Co. KG
– Fabian Kunkel, Bauwens Development GmbH & Co. KG
– Burkard Dewey, Dewey Muller
– Svenja Hennig, Dewey Muller
– Marie Kötterheinrich, Dewey Muller
– Avan Dalloo, Dewey Muller
Termine
– Versand der Unterlagen: 09.10.2020
– Eingang der Rückfragen: 29.10.2020
– Einführungskolloquium: 05.11.2020
– Abgabe der Pläne: 18.01.2021
– Abgabe des Modells: 25.01.2021
– Abgabe der Präsentation: 03.02.2021
– Sitzung der Beurteilungskommission: 08.02.2021
Auftraggeber
Das Verfahren ist ausgelobt von:
PE Kalker Hauptstr. GmbH & Co. KG
Standort Köln
Holzmarkt 1
50676 Köln
Verfahrensbetreuung
Das Verfahren wird betreut von:
DEWEY MULLER Partnerschaft mbB 
Architekten Stadtplaner
Flandrische Str. 4
50674 Köln
in enger Abstimmung mit
Stadt Köln
Stadtplanungsamt
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Teilnehmende
– DeZwarteHond
– caspar.
– LK Architekten
– rheinflügel severin | Schenker Salvi Weber | KRAFT.RAUM.
VERFAHREN

7
80m6040200 Mittelpunkt: [360471,5644995]   1:2000
 
Kalk
Schrägluftbild 2018 (Südansicht)
Herausgeber: Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster
Die Geoinformationen sind gesetzlich geschützt und nur für den Dienstgebrauch zu verwenden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sind die jeweiligen
Herausgeber verantwortlich. Diese sind auch für die Genehmigung weitergehender Nutzung zuständig.
Erstellt am: 14.07.2020
Schrägluftbild mit Darstellung des Plangebiets, Blick Richtung Süden | © Stadt Köln

Architektur LK Architekten
Brandschutz Büro Burckhardt, Pabst + Partner
Statik HIG Ingenieurgesellschaft
1. RANG
Auszug aus dem Erläuterungstext
Die städtebauliche Grundkonzeption sieht eine mäanderför-
mige fünf- bis siebengeschossige Blockrandbebauung ent-
lang der Kalker Hauptstraße und der Wippermannstraße vor. 
Gezielte Richtungswechsel in der Bebauung gliedern den 
öffentlichen Stadtraum angenehm und erschließen das Quar-
tier über spannungsreiche, platzartige Raumfolgen. Die ein-
zelnen Hausmodule mit ihren Vor- und Rücksprüngen sowie 
die variierende Geschossigkeit sorgen für eine gut proportio-
nierte und klar gegliederte Baustruktur. Die maßstäblich 
gegliederten Wohnhäuser sind klar ablesbar und erzeugen 
eine identitätsstiftende städtebauliche Grundfigur.
Der Blockrand zur Kalker Hauptstraße wird baulich geschlos-
sen. Gleichzeitig öffnet ein Richtungswechsel der Bebauung 
das neue Wohnquartier über einen Eingangsplatz einladend 
zum umgebenden Stadtraum. Von dort wird das neue Quar-
tier entlang des Bahndammes barriere- und autofrei über eine 
angemessen breite Promenade in Nord-Süd-Richtung 
erschlossen. Weitere Richtungswechsel in der Baustruktur las-
sen hier im Zusammenhang mit dem Bahndamm angenehm 
räumlich gefasste, platzartige Stadträume entstehen - den 
Spielplatz des Quartiers und im Anschluss den Kulturplatz in 
Zusammenspiel mit der dort verorteten, kulturell genutzten, 
ehemaligen Gewerbehalle - und erzeugen spannungsvolle 
Raumfolgen durch das Spiel von Enge und Weite. 
Die Gliederung in einzelne Hausstrukturen mit unterschiedli-
chen Geschossigkeiten wird auch im Innenbereich der Block-
randschließung fortgeführt. Im Innenhof liegt der 
Außenbereich der Kindertagesstätte und ein Gemeinschafts-
hof mit Kleinkindspielplatz, welche vielfältige Möglichkeiten 
der Begegnung und des Austausches innerhalb der Nachbar-
schaft sichern.
Der Individualverkehr wird unmittelbar an der Kalker Haupt-
straße im Nordwesten in eine Tiefgarage umgeleitet, so dass 
8 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Perspektive von Kalker Hauptstraße

9
tierend aus den städtebaulichen Anforderungen werden hier
keine kleinen Wohnungen angeboten, um allen Wohnungen
nebenderLagezurKalkerHauptstraßeauchausreichendRäu-
me und Freibereiche nach Süden oder Osten anzubieten.
Die Leitidee für die Organisation der Wohnungsgrundrisse 
sind möglichst offene und ineinander fließende Räume, wel-
che eine angenehme Wohnatmosphäre über spannungsvolle 
Raumfolgen erzeugen. Dementsprechend werden die übli-
chen Flurzonen minimiert und die Wohnbereiche zu zentralen 
Mitten innerhalb der jeweiligen Wohnungsgrundrisse ausfor-
muliert. Die Freibereiche sind in weiten Teilen als Loggien in 
dieGebäudekubaturmiteingebunden.Diessicherteinaufge-
das gesamte Quartier autofrei umgesetzt werden kann. Die 
Nord-Südpromenade ist dabei lediglich für Rettungsdienste 
und die Feuerwehr befahrbar. 
Die viergruppige Kindertagesstätte im Erdgeschoss wird 
unmittelbar von der Kalker Hauptstraße über den Auftaktplatz 
im Norden erschlossen und belebt die Nord-Südpromenade 
parallel zum öffentlichen Spielplatz. Ein Sitzpodest des Ein-
gangsplatzes unterstützt die Abgrenzung und Sicherung zur
befahrenen Kalker Hauptstraße.
Das Erdgeschossniveau für die Wohnungen im südlichen
Bereich der neuen Baustruktur wird leicht erhöht zum öffentli-
chen Raum ausgebildet und trägt somit der Stärkung der Pri-
vatsphäre für die einzelnen Wohnbereiche Rechnung. Auch
dieprivatenTerrassenbereichedererdgeschossigenWohnun-
gen liegen dabei erhöht zu den halböffentlichen gemein-
schaftlichen Nutzungen im Innenhofbereich.
Die Grundidee der neuen Gebäudestruktur ist ein modulares
BaukastensystemauseinzelnenHäusernmitunterschiedlichen
Geschossigkeiten, die aneinandergereiht die Blockrandbe-
bauung schließen. Das Grundmodul besteht aus einer kom-
pakten Erschließung als Zwei- bis Vierspänner. Innerhalb der
tragendenStruktureinesGrundmodulessinddieunterschied-
lichen Wohnungsgrößen geschossweise umsetzbar und
dadurch je nach Anforderung variabel austauschbar. Die städ-
tebaulichen Richtungswechsel werden innerhalb der jeweili-
gen Grundmodule aufgenommen und führen hier zu beson-
deren Wohnungszuschnitten. 
Den oberen Abschluss eines Modules bildet eine zweige-
schossige Vierzimmerwohnung, die wie ein klassisches Einfa-
milienhausalsMaisonetteim‚HausimHausPrinzip’dieunter-
schiedliche Geschossigkeit der einzelnen Baukörper
ausformuliert und im städtebaulichen Raum ablesbar wird.
Alternativ hierzu ist anstelle der zweigeschossigen Wohnung
jedoch auch eine klassische Wohnung mit separater Erschlie-
ßung und mit großzügigen Dachterrassen als oberer
Abschluss möglich. 
Den nördlichen Abschluss zur Kalker Hautstraße bildet eine
fünf- bis siebengeschossige klassische Bebauung mit zwei
Erschließungskernen, die das Grundprinzip der modularen
Bebauung gestalterisch mit aufnehmen und fortführen. Resul-
Lageplan
Schnittansicht von Westen/Innenhof

10 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Grundriss EG Grundriss 1. und 2. OG

Wohnungstypen 4. und 5. OG
11
Ostansicht
räumtes Erscheinungsbild, die notwendige Privatheit und 
nahezu ganzjährig nutzbare Außenbereiche.
DerSchallschutzzumGewerbelärmanderKalkerHauptstraße 
wird soweit notwendig über Prallscheiben gesichert. Entlang 
der Bahnlinie erfolgt der notwendige Schallschutz der schutz-
bedürftigen Räume über entsprechende Schallschutzfenster 
mit Einzelraumlüftern. Die weitestgehend vorgelagerten Log-
gienaufderSüd-undWestfassadebeschränkendenAufwand 
bezüglich des sommerlichen Wärmeschutzes. 
Die Erschließung der Tiefgarage erfolgt unmittelbar von Nor-
den über die Kalker Hauptstraße. Die notwendige Erhöhung
im Zufahrtsbereich im Innenhof wird geschickt in die Planung
des Freibereiches der Kindertagesstätte als Sitzstufenanlage
bzw. Spielhügel integriert. Der Rückversatz der Tiefgarage zur
westlichen Grundstücksgrenze sichert eine intensive Bepflan-
zung mit Bäumen in diesem Bereich.
Das Quartier wird durch eine einheitliche Ziegelfassade
geprägt und schafft damit unspektakulär einen städtischen
Kontext. Leichte Variationen in der Farbgebung durch ver-
schiedenfarbigeVerfugungendereinzelnenErkerarbeitendie
städtebauliche Grundfigur der aneinandergereihten Einzel-
häuserweiterheraus.Esentstehteinehochwertigeundidenti-
tätsprägende urbane neue Wohnbebauung, die das Thema
des Projektes ‚Kaleidus - Vielfalt leben‘ mit einfachen Mitteln
prägnant umsetzt. 
Es entsteht ein einladender zeitloser Neubau, der durch die
Wahl seiner Materialien und die harmonische Zusammenfüh-
rung der Detailpunkte zeitlos und in Würde altern kann und
damit dem Grundgedanken der Nachhaltigkeit konzeptionell
undimDetailRechnungträgt.EinGroßteilderDächerwirdals
Gründach ausgebildet, um den ökologischen Fußabdruck
soweit wie möglich zu minimieren.

Empfehlungen für die weitere Umsetzung
DieBeurteilungskommissionempfiehltdemAuftraggeber,die 
Arbeit von LK Architekten als Grundlage für die weitere Bear-
beitung zu wählen. Dabei sind folgende Punkte zu beachten: 
Die Lage der geförderten Wohneinheiten ausschließlich 
im vorderen Grundstücksbereich entlang der Kalker 
Hauptstraße ist noch einmal – auch vor dem Hintergrund 
einer stärkeren Durchmischung der Typologien – zu 
prüfen. 
Um den Zuzug von Familien zu ermöglichen, ist zu prü-
fen, ob der Anteil an 4-Zimmer-Wohnungen – möglichst 
in den unteren Geschossen – erhöht werden kann.
Um möglichst alle Wohnungen für mobilitätseinge-
schränkte Personen nutzbar zu machen, ist zu prüfen, ob 
eine barrierefreie Erschließung der Wohneinheiten im 
fünften Obergeschoss unter Einhaltung der abgestuften 
Gebäudekubatur möglich ist.
Der weitere Planungsprozess ist von einem Schallgutach-
ter zu begleiten. Der Schalleintrag durch den Gebäude-
durchgang in den Innenhof, auf die Südfassaden des 
Hochpunktes sowie auf die Dachterrassen ist zu vermei-
den. Eine Reduzierung der Durchgangsbreite in den 
Innenhof ist zu untersuchen. 
Die Freiflächengestaltung ist durch ein Fachbüro unter 
Beibehaltung der Grundkonfiguration zu qualifizieren. Es 
ist zu prüfen, ob der Anteil an Grün-/Freiflächen erhöht 
werden kann.
DerfortgeschriebenePlanungsstandsollderBVKalkvor-
gestellt werden.
Bewertung der Beurteilungskommission
Die städtebauliche Grundkonzeption sieht eine mäanderför-
mige Blockrandbebauung entlang der Kalker Hauptstraße 
und der Wippermannstraße vor. Der siebengeschossige, prä-
gnante Kopfbau an der Kalker Hauptstraße knickt an der Ecke 
zur Wippermannstraße leicht ab und leitet so charmant über 
einen Vorplatz in das neue Quartier. Über mehrere Richtungs-
wechsel in der Baustruktur wird die Parallelität zur Bahn 
gebrochen und es entsteht eine Folge unterschiedlich dimen-
sionierter, spannungsvoller Räume mit einem Wechsel aus 
Enge und Weite. Auch die Sheddach-Halle wird freigestellt 
und über einen Vorplatz gelungen eingebunden. 
Die fünf- bis sechsgeschossigen, in ihrer Kubatur ablesbaren 
Einzelbaukörper gliedern den langen Gebäuderiegel im 
angenehmen Rhythmus und bilden eine attraktive Vorderseite 
zurBahnlinie.ImSüdentrepptdasGebäudegeschicktaufvier 
Geschosse ab und schafft einen Anschluss an das westliche 
Bestandsgebäude an der Zechenstraße. Die vorgeschlagene 
Bauhöhe ist städtebaulich vertretbar und kann eine Neuent-
wicklung dieses Areals initiieren. Konflikte durch die geringfü-
gige Überschreitung der Abstandsflächen in diesem Bereich 
bedürfen der gesonderten Betrachtung, scheinen jedoch 
lösbar.
Die gebäudeinterne Erschließung wird über Zwei- bis Vier-
spännerorganisiert.AlleWohneinheitensindentwederdurch-
gesteckt oder zum ruhigen Innenhof orientiert und gewähr-
leisten sowohl im Hinblick auf Belichtung sowie Schallschutz 
eine gute Wohnqualität. Zur Kalker Hauptstraße sind ergän-
zende Schallschutzmaßnahmen wie z.B. Prallscheiben erfor-
derlich, die ggf. eine Anpassung in der Fassadengestaltung 
hervorrufen. Die nutzerspezifischen Vorgaben sowie die Vor-
gaben zur Förderfähigkeit werden im Wesentlichen eingehal-
ten. Durch die geschickte Anordnung der Wohneinheiten 
kann auf eine Befahrbarkeit des Innenhofs für die Feuerwehr 
verzichtet werden.
Die Kita ist eingeschossig organisiert und über den Vorplatz 
erschlossen. Die Abwicklung des Hol- und Bringverkehrs der 
Kita im Bereich der Kalker Hauptstraße überzeugt durch eine 
klare Trennung von befahrbarem und autofreien Bereich. 
Der öffentliche Kinderspielplatz liegt gut einsehbar und 
gleichwohl geschützt im mittleren Grundstücksbereich. Die 
privaten Kleinkindspielflächen befinden sich im Innenhof und 
werden über einen eingeschossigen Gebäudedurchgang 
erschlossen, der auch durch seine gewählte Breite einen 
Schalleintrag ermöglicht.
Der Entwurf bietet in vielen Aspekten gelungene Antworten 
auf die Herausforderungen des Standortes. Er überzeugt ins-
besondere durch die städtebauliche Grundkonfiguration, die 
sich sehr gut in den Kontext einfügt und eine Folge an quali-
tätsvollen, unterschiedlich zugeschnittenen Freiräumen 
schafft. 
12 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße

Modellfotos
13
Piktogramm Städtebau Piktogramm Fassadengliederung

Architektur rheinflügel severin | 
Schenker Salvi Weber 
Landschaftsarchitektur KRAFT.RAUM.
Lärmschutz blauphysik
Brandschutz BFT Cognos 
TEILNEHMENDE
Perspektive von Kalker Hauptstraße
14 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Auszug aus dem Erläuterungstext
Der Entwurf versteht sich als ein Stück Stadt und betont damit 
in dieser besonderen Lage an der Bahn, wo sich die gründer-
zeitliche Struktur Kalks etwas verliert, den städtischen Zusam-
menhang. Mit der bloßen Schließung des Blockrands ist es an 
dem Ort nicht getan, obschon diese im Sinne des Lärmschut-
zes faktisch vollzogen wird. Der Entwurf greift vielmehr die 
Heterogenität seines baulichen Umfeldes auf und verknüpft 
diese mit dem gründerzeitlichen Blockmotiv. Daraus resultiert 
ein Höhenspiel, welches u.a. die Sheddach-Halle und weitere 
Gebäude geringer Höhe im südlichen Grundstücksbereich 
berücksichtigt.
Die Staffelung der Höhen von Süd nach Nord ist eines der 
zentralen Themen der gewählten Volumetrie. Mit der Höhen-
staffelunggehteineTiefenstaffelungderFassadeneinher.Erst 
aus der Kombination erwächst die Unverwechselbarkeit die-
ses dreidimensional ausdifferenzierten Baukörpers, dessen 
Takt mit einem kurzweiligen Stakkato zu vergleichen ist. Der 
Rhythmus folgt der inneren Gebäudestruktur und bildet damit 
fürjedeneinzelnenTreppenhauszugangeineAdresseaus.Die 
eingesetzten Materialien und Farben unterstützen das Wech-
selspiel der vier- bis achtgeschossigen Fassaden. Dabei wer-
denMaterialienderumgebendenGebäudewiedieZiegelder 
Sheddach-Halle aufgegriffen und mit übergeordneten Ideen 
ergänzt und verfremdet. Lasierte Steine bringen Farbe ins 
Spiel und geben den Baukörpern eine vielfältige Identität.
Der bauliche Schwerpunkt liegt mit acht Geschossen im Eck-
bereich von Kalker Hauptstraße und Wippermannstraße. Hier 
setzt der Entwurf ein bauliches Zeichen als östlicher Schluss-
steinvonKöln-Kalk.ZumNachbargebäudeanderZechenstra-
ße vermittelt ein fünfgeschossiger Baukörper an der Kalker 
Hauptstraße. Gegenüber der Bahntrasse wurden alle Gebäu-
deteile so weit wie möglich abgerückt, sodass sich die 
Erschütterungen durch den Bahnverkehr auf ein Minimum 
reduzieren. Der Versatz nach Westen und das Abrücken 
gegen Osten komprimiert die Baumassen in einem zentralen 
Streifen, welcher die Wippermannstraße neu definiert, auf-
wertet und zur neuen Wohnadresse in Kalk transformiert.
Das Wohnen wird über klassische Mehrspänner organisiert. In 
der Regel handelt es sich um Drei- bis Vierspänner, beim 
Kopfbau um einen Sechsspänner. Hofseitig gelegene Woh-
nungen können über einen Fluchtkorridor als Verbindung von

Lageplan
15
zwei Treppenhäusern oder über die Dachterrassen entfluchtet 
werden. 
Die insgesamt 135 Wohnungen verfügen über lärmschutzop-
timierte Grundrisse. Dazu werden alle schutzbedürftigen Auf-
enthaltsräume um eine zentrale, verglaste, jedoch natürlich 
belüftete Loggia angeordnet. Straßen- wie bahnseitig kann 
über eine Spaltbegrenzung auf 40 mm eine erhöhte Lärmmin-
derungerreichtwerden,sodassindenschutzbedürftigenRäu-
men mit natürlicher Lüftung ein Innenpegel von unter 35 dB 
gewährleistet werden kann. 
Im EG des nördlichen Bereichs befindet sich die Kita unter-
halb der geförderten Wohnungen. Der Drop-Off-Bereich der 
Kita ist dem Eingangsbereich an der Schnittstelle zur Kalker 
Hauptstraße zugeordnet.
Trotz der hohen Dichte kommt den privaten und gemein-
schaftlichen Gärten eine große Bedeutung zu. Als recht klas-
sisch kann man die Westgärten der Erdgeschosswohnungen 
bezeichnen, welche ruhig gelegen sind und von mittags bis 
abends besonnt werden. Ebenso privat und großzügig gestal-
tensichdiezahlreichenDachgärten,welchesichdurchdiedif-
ferenzierteHöhenentwicklungentlangderWippermannstraße 
ergeben. Als dritte Gartenkategorie bietet ein großer 
Gemeinschaftsdachgarten an der Kalker Hauptstraße ein 
Angebot für die Bewohnerschaft der geförderten 
Wohnungen. 
Der öffentliche Spielplatz schließt sich auf der Ostseite des 
Gebäudes südlich des Drop-Off-Bereichs der Kita an und ver-
teilt sich wie die nach kooperativem Baulandmodell geforder-
te Grünfläche auf mehrere, in die Spielstraße integrierte 
Inseln, sodass die Bezeichnung Spielstraße hier ihrer Bedeu-
tung in besonderer Weise gerecht wird. Durch diese Anord-
nungwerdenvorallemdieinderGrößenordnungaufdieFeu-
erwehr ausgelegten Verkehrsflächen für das Spielen aktiviert. 
Der begrenzte Außenraum erfährt damit eine maximale Multi-
codierung am Fuße des Bahndamms. Die Inseln sind mit 
unterschiedlichen Themen belegt. Ein Spielturm im Norden 
erhöht die Sichtbarkeit der öffentlichen Spielfläche von der 
Kalker Hauptstraße aus. Die Spielangebote für Kleinkinder 
sind im südlichen Bereich der Spielstraße vorgesehen, bevor 
diese als Multifunktionsfläche für kulturelle Veranstaltungen 
vor der Sheddach-Halle endet. Der Querschnitt der Spielstra-
ße fällt nach Osten leicht ab und sammelt das Regenwasser in 
einer offenen Rinne. Die Spiel- und Grüninseln verfügen über 
NordansichtQuerschnitt
Einsenkungen, sodass sie bei Starkregen als Retentionsfläche 
genutzt werden können. 
Die vorgeschlagene Bebauung besteht aus kompakten 
Gebäudetypen, die mit kleinem Oberflächen-/Volumenver-
hältnis niedrige Baukosten und geringe Energieverbräuche 
erwarten lassen. Für einen konsequenten Beitrag zum Klima-
schutz werden alle Dachflächen mit Photovoltaikanlagen aus-
gestattet. Die erforderlichen Retentionsqualitäten werden 
durch eine Kombination mit extensiver Begrünung oder der 
Nutzung von Mäanderplatten/samenfreiem Substrat erreicht. 
Ebenso klimaneutral wie die Stromerzeugung stellt sich die 
Wärmegewinnung durch eine moderne Wärmepumpentech-
nologie dar.

Grundriss EG Grundriss 1. OG
16 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße

Ostansicht
Modellfotos
17
Bewertung der Beurteilungskommission
Der Entwurf sieht einen geschlossenen Gebäuderiegel ent-
lang der Kalker Hauptstraße und Wippermannstraße vor. Leit-
ideedesEntwurfesisteinerhythmischeStaffelungderGebäu-
dehöhen, mit der auch eine Tiefenstaffelung der Fassaden 
einhergeht, welche den Gebäuderiegel kleinteilig und span-
nungsreich gliedert. An der Ecke Kalker Hauptstraße Wipper-
mannstraße positioniert sich das Gebäude selbstbewusst mit 
einem Hochpunkt von acht Geschossen. Durch die Abstufung 
in Richtung Süden und Westen auf vier bzw. fünf Geschosse 
gelingt eine gute Einbindung in die gebaute Umgebung. 
Auch die Sheddach-Halle wird durch die Aufnahme der Bau-
flucht angemessen integriert.
Das maximale Abrücken der Gebäudeteile vom Bahndamm 
schafft einen großzügigen Freibereich von hoher Aufenthalts-
qualität entlang der östlichen Grundstücksgrenze, in den auch 
die öffentliche und private Spielfläche integriert sind. Die frei-
en, inselförmigen Formen gehen fließend ineinander über 
und verleihen der Nord-Süd-Verbindung einen lebendigen, 
besonderen Charakter, auch wenn zur Kalker Hauptstraße 
eine Abgrenzung/Einfassung der öffentlichen Spielfläche 
erforderlich ist.
Während das Gebäude möglichst weit vom östlichen Bahn-
damm abrückt, entstehen auf der Westseite nur sehr schmale, 
private Blockinnenbereiche. Es kommt zu einem Ungleichge-
wicht zwischen privaten und halböffentlichen/öffentlichen 
Freiräumen. Zudem führt die Positionierung zu einer Über-
schreitung der Abstandsflächen entlang der westlichen 
Grundstücksgrenze.
Das Gebäude wird durch sieben Treppenhäuser sehr wirt-
schaftlich erschlossen. Zur Sicherstellung der notwendigen 
Rettungswege werden die Treppenhäuser ab dem dritten OG 
jedoch teils durch innenliegende Gänge miteinander verbun-
den, wodurch sich der Anteil an Erschließungsfläche erhöht.
Die Wohnungen sind meist über einen zentralen Wohn-Ess-
Bereich als Verteilerraum organisiert, der die einzelnen Zim-
mer erschließt. Alle schutzbedürftigen Aufenthaltsräume sind 
jeweils um eine verglaste, natürlich belüftete Loggia angeord-
net, die die Anforderungen an den Schallschutz erfüllen kann. 
Leider entstehen aufgrund des Erschließungssystems jedoch 
viele einseitig, ausschließlich zur Schallquelle ausgerichtete 
Wohnungen, deren Wohnqualität insbesondere im Hinblick 
auf die Sicherstellung gesunder Wohnverhältnisse äußerst kri-
tisch beurteilt wird. Darüber hinaus werden die Vorgaben der 
WohnraumförderungsbestimmungendesLandesNRWineini-
gen Aspekten nicht eingehalten.
Die Arbeit liefert insgesamt einige interessante Ansätze z. B. 
in der Gebäudekubatur und Freiraumgestaltung, weist jedoch 
insbesondereimHinblickaufdiestädtebaulicheSetzungnahe 
der westlichen Grundstücksgrenze und die einseitige Orien-
tierung vieler Wohneinheiten Schwächen auf, die ohne maß-
gebliche Umplanungen kaum zu beheben sind.

Architektur DeZwarteHond
TEILNEHMENDE
Perspektive von Kalker Hauptstraße
18 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Auszug aus dem Erläuterungstext
Das Kaleidoskop setzt einen Qualitätsimpuls an der Kalker 
Hauptstraße, sowohl visuell über eine expressive Form und 
kräftige Details als auch bezogen auf die Wohnqualität. Die 
besondere Herausforderung, in einer stark lärmbelasteten 
Situation besondere Wohnqualitäten zu schaffen, wird in eine 
Form übersetzt, die zwei sehr unterschiedliche Seiten ausbil-
det:maximaleOberflächeundmaximaleBesonnungRichtung 
Westen und maximale Aussicht bei maximalem Schallschutz 
nach Osten. Durch die prismaförmigen Gebäudeeinheiten ist 
auch in den oberen Stockwerken, wenn sich der Riegel zu 
Gunsten einer prägnanten Silhouette auflöst, der Lärmschutz 
weiterhin gewährleistet. Städtebaulich wird dabei sowohl zur 
Sheddach-Halle als auch zur Nachbarbebauung „Nähe“ 
gesucht, um den Schallschutz zu optimieren und eine räumli-
che Fassung des Hofraums zu erreichen.
Ziel ist es, die Kalker Stadtbewohner*innen sowie die (zukünf-
tigen) Stadtstrukturen vor negativen Lärmimmissionen des 
Schienenbetriebs im Osten des Gebietes zu schützen. Damit 
ist eine durchgängig geschlossene Fläche zur Lärmquelle 
gesetzt. Um die hofseitigen Flächen zu maximieren und die 
Erschließung des Grundstückes sowie der südlichen Anrainer 
zu vereinfachen, wurde der Körper unterteilt und leicht 
gegeneinander versetzt entlang der Bahntrasse positioniert. 
Hieraus ergibt sich eine selbstverständliche Gliederung der 
Fassade.ZumruhigenInnenhofwirddieFassadenflächemaxi-
miert. Die Erhöhung des Anteils an Süd- und Westfassaden 
um mehr als 40 % ermöglicht es 95 % aller Schlafräume und 
Kinderzimmer zum ruhigen Innenhof zu orientieren. Hierdurch 
werden aufwendige Fassadenkonstruktionen zur Bahntrasse 
vermieden. Das Kaleidoskop entsteht. Die zusätzliche Fläche 
für die Kita wird im EG und ersten OG an der Kalker Haupt-
straße positioniert. Die Wohnflächen werden durch eine 
gespiegelte Dopplung des ersten Volumens kompensiert.
Dersoentstandene„Kopf“bildeteinenadäquatenAuftaktan 
der Kalker Hauptstraße und schützt auch hier vor Lärm. 
Die Höhen der einzelnen Gebäudeteile erhalten eine expres-
sive Staffelung, um so auf den städtebaulichen Kontext, die 
Erschließung und das Raumprogramm zu reagieren. Der 
Hochpunkt(VII)befindetsichdabeibewusstnichtaufderEcke 
zur Kalker Hauptstraße, sondern leicht zurückgesetzt. Dies 
respektiert die im Kontext angrenzende geringere Bestands-
höhe und adressiert das Gebäude stärker an den sehr großen 
Bahnflächen. Zur Sheddach-Halle erfolgt der Übergang durch 
eine Viergeschossigkeit. Detailinterventionen wie Auskragun-
gen beenden das Gebäude und schaffen Raum für die 
Erschließung der Sheddach-Halle und der Tiefgarage.
Ein bunter und differenzierter Freiraum bietet Angebote für 
alle. Die TG wurde im nördlichen Bereich konzentriert, sodass

Lageplan
19
im südlichen Bereich auch größere Bäume gepflanzt werden 
können. Die TG verfügt darüber hinaus über drei Aussparun-
gen, um auch im Bereich der Kita große Bäume pflanzen zu 
können. Der Innenhof wie auch die Erdgeschosse sind gegen-
über der Umgebung 50 cm angehoben. Dies schafft Privat-
sphäre im EG zum Wohnen und reduziert die Baukosten für 
die TG.
Der öffentliche Spielplatz ist direkt an der Kalker Hauptstraße 
in der Fuge zu den Bahnflächen positioniert, um eine maxima-
le Frequentierung sicherzustellen. Feuerwehr und Rettungs-
dienste können die große Hofdurchfahrt durchfahren. Hier-
durch entstehen an zwei Stellen strategisch Aufstell- und 
Anleiterflächen, die eine Rettung sehr vieler Wohnungen 
erlauben und den Freiraum im Hof nicht stark belastet.
Die Gebäudestruktur bestehend aus Vierspännertypologien 
erlaubt wirtschaftliche Grundrisslösungen. Alle Schlaf- und 
Kinderzimmer des freifinanzierten Wohnungsbaus sind zum 
ruhigen Innenhof orientiert. Für die Vermarktung bietet dies 
großeVorteile.ZudenBahnflächen,dieeinebesonderenAus-
sicht bieten, wurden die Wohnräume der größeren Wohnun-
genausgerichtet,wieauchBalkone.DieGüterverkehrsstrecke 
ist insbesondere nachts ein Problem, kann tagsüber aber eine 
besondere Wohnqualität bieten. Ein Produkt, das auf dem 
Kölner Wohnungsmarkt und im aufstrebenden Veedel Kalk in 
derLageist,besondereKund*innenanzusprechen.Dergeför-
derte Wohnungsbau befindet sich über der Kita und im ersten 
Prisma.DieSchlafräumezurKalkerHauptstraßesindübereine 
verglaste Loggia schallgeschützt. 
Die Kita ist zur Kalker Hauptstraße und direkt zum öffentlichen 
Spielplatz an der Wippermannstraße orientiert. Der zweige-
schossige Mehrzweckraum, kann auch extern genutzt werden 
und verbindet Außen- und Innenspiel.
Die raue Umgebung der Bahnflächen und der Kalker Haupt-
straße erfordert ein langfristig robustes Material. Die gezie-
gelten Fassaden nehmen über die hellen rostroten Töne den 
Bahnkontext auf. Das umlaufende Fassadenrelief von ca. 2 cm 
stark hervorstehenden Steinen spielt mit dem Begriff des 
KaleidoskopsundhilftinsbesonderediegeschlossenerenFas-
saden nach Norden und Osten zu strukturieren. Sowohl in der 
Fern- als auch Nahwirkung entsteht ein hoher Wiedererken-
nungswert. Die robuste Materialwahl ist die Grundlage einer 
auf Langfristigkeit angelegten Nachhaltigkeit.
Querschnitte
Die Dachflächen werden mit Gründächern und aufgestellten 
PV-Anlagen doppelt genutzt: zur Energiegewinnung und 
Regenwasserrückhaltung. Das restliche Dachwasser und 
Oberflächenwasser kann im südlichen Hofbereich, der nicht 
unterbaut wird, versickert werden. Das optimierte Fassaden-
verhältnis nach „Innen - wie Außen“ und der Verzicht auf auf-
wendige Loggiakonstruktionen schaffen ein gutes A/V-Ver-
hältnis. Zusammen mit aktiven Solargewinnen (PV auf dem 
Dach) und passiven solaren Gewinnen durch eine weitgehend 
verschattungsfreie Gebäude- und Wohnungskonfiguration 
sind die Grundlagen für ein langfristig nachhaltiges Gebäude 
gelegt.

20 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Grundriss EG Grundriss 1. OG
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
ErdgeschossM 1:200
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
1.OGM 1:200
Kellerersatz-
räume
2.OGM 1:500
Tiefgarage undUG M1:500
Fahrrad
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Tiefgarage
83Stellplätze
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
ErdgeschossM 1:200
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
1 - Z i - A p p 
Typ 30m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
3 - Z i - A p p 
Typ75m²
2 - Z i - A p p 
Typ55m²
1.OGM 1:200
Kellerersatz-
räume
2.OGM 1:500
Tiefgarage undUG M1:500
Fahrrad
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Kellerräume
freifinanziert
Tiefgarage
83Stellplätze

21
Ostansicht
Modellfotos
Bewertung der Beurteilungskommission
Das Büro entwickelt mit einem Gebäuderiegel aus prismaför-
migen Gebäudeeinheiten ein eigenständiges, starkes Ent-
wurfsmotiv als städtebauliche Antwort auf die Herausforde-
rungen des Standortes. Der Gebäuderiegel mit Nord-Süd-
Erstreckung bildet zwei sehr unterschiedliche Seiten aus: eine 
kompakte Fassade zur lärmemittierenden Bahn und eine auf-
gefaltete Westfassade mit maximaler Oberfläche zum ruhigen 
Innenhof. Mit der expressiven Form und den schmalen, aus-
kragenden Stirnseiten erzielt der Entwurf einen hohen 
Wiedererkennungswert. 
Der Gebäuderiegel ist in großen Teilen sechsgeschossig, der 
Hochpunkt mit acht Geschossen ist von der Kalker Hauptstra-
ße abgerückt im mittleren Grundstücksbereich verortet. Er ist 
im Hinblick auf die Lärmimmissionen allseitig stark exponiert 
und erfordert zusätzliche Schallschutzmaßnahmen. Im Süden 
rücktdasGebäudenahandenBahndammheran,wasKonflik-
te in Bezug auf Abstandsflächen hervorruft und besondere 
Maßnahmen für den Erschütterungsschutz erfordert. 
Die Wohnungen werden über sieben Treppenhäuser wirt-
schaftlich erschlossen. Lediglich im nördlichen Gebäudeteil 
wird die sehr große Gebäudetiefe für die Anordnung von 
Ersatzkellerräumen genutzt. Die Wohnungsgrundrisse reagie-
ren mit einer Ausrichtung fast aller Schlafräume zum ruhigen 
Innenhof in besonderer Weise auf die Lärmbelastungen vor 
Ort, auch wenn durch die prismatische Grundform viele Räu-
me besonderen Zuschnitts entstehen.
Die Kita wird im Erdgeschoss und ersten OG des nördlichen 
Prismas angeordnet, wodurch eine besondere Fassadenge-
staltung über zwei Geschosse an der Kalker Hauptstraße 
ermöglicht wird. Die vorgeschlagene Gestaltung der Ostseite 
kann aufgrund ihrer Gleichförmigkeit nicht überzeugen und 
wirktmonumental.DieGliederungdurchBalkoneistdurchdie 
einwirkenden Schallimmissionen in der Form nicht umsetzbar.
DieFreiraumgestaltungistinsgesamtsehrschematischdarge-
stellt und lässt viele Fragen offen. Der öffentliche Spielplatz ist 
nah an der Kalker Hauptstraße positioniert und bietet wenig 
Aufenthaltsqualität. Alle privaten Kleinkindspielflächen sind 
im geschützten Innenhof angeordnet, der über eine zweige-
schossige Gebäudedurchfahrt auch für die Feuerwehr 
erschlossen wird. Der Schalleintrag in den Hof sowie dessen 
Befahrbarkeit und damit einhergehende Einschränkungen bei 
der Freiraumgestaltung werden kritisch bewertet. Zudem 
reicht das Außengelände der Kita nah an die Erdgeschoss-
wohnungen heran und lässt Konflikte erwarten.
Insgesamt stellt die Arbeit einen konzeptionell sehr interes-
santen Ansatz dar, der in seiner konkreten Ausführung nicht in 
Gänze überzeugen kann.

22 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Architektur caspar.
Landschaftsarchitektur club L94
Statik Drees und Sommer
TEILNEHMENDE
Perspektive von Norden in Blockinnenbereich
Entlang der Kalker Hauptstraße fügt sich der fünf- bis sechs-
geschossigeBaukörperindienähereUmgebungeinundstellt 
den Auftakt zum neuen Kaleidus dar. Die Giebelform wird von 
dendahinterbefindlichenBaukörperngebildet,welchesichin 
Richtung Süden bis auf vier Geschosse herunterstaffeln und 
vor der hohen Lärmbelastung schützen. Der ca. 140 m lange 
Baukörper ist in vier individuell gestaltete Gebäude geglie-
dert. Die Satteldächer erinnern an den vormals industriellen 
Charakter des Grundstückes.
EineTordurchfahrtlädtzumlebendigenInnenbereichein.Den 
Auftakt bildet der Quartiersplatz mit Service Point, Kita und 
Café, gefolgt vom zentralen Platz am Park, welcher zum Ver-
weilen an den Grünflächen einlädt. Den Abschluss bildet der 
Platz an der Sheddach-Halle mit kulturellem Angebot und 
angrenzendem Multifunktionsraum – der Fokuspunkt für das 
durchmischte Quartier.
Die sozial geförderten Wohnungen befinden sich im nördli-
chen Teil inklusive der zweigeschossigen Kita. Die freifinan-
zierten Wohnungen befinden sich im mittleren und südlichen 
Teil. Die vorgeschlagene Randbebauung generiert maximalen 
Freiraum und erlaubt eine möglichst vielseitige Entwicklung 
des zukünftigen Baufeldes an der Zechenstraße.
Die modular entwickelten Gebäude aus einer Hybridkonstruk-
tion aus Holz und Stahlbeton ermöglichen den höchsten Grad 
anFlexibilität.AlleWohnungensindzumgrünenInnenbereich 
orientiert. Die zu den Bahngleisen und zur Kalker Hauptstraße 
orientierten Küchen und Schlafräume sind mit Schalldämmlüf-
tern ausgestattet.
Das neue Quartier stellt den Nutzer*innen, Besucher*innen 
und Passant*innen in den Mittelpunkt und generiert integra-
len urbanen Raum bis in die angrenzenden Nachbarschaften. 
Die Platzabfolge Stadtplatz kann darüber hinaus vom südli-
chen Ensemble durch eine angemessene Nutzungsmischung 
im Erdgeschoß noch zusätzlich aktiviert werden. 
Der Haupterschließungsweg des neuen Wohnquartiers ver-
läuft der Architektur folgend von Nord nach Süd, und bildet in 
der Mitte einen Versprung aus. An den Anfang und Endpunk-
ten sowie am Versprung des Weges entstehen Platzsituatio-
nen. Auf dem untersten Platz gegenüber der Sheddach-Halle 
befindet sich die Möglichkeit, im Schatten der Bäume auch 
draußen das Gastronomieangebot des Cafés zu nutzen. Die 
öffentlichen Spielflächen befinden sich innerhalb des Wohn-
quartiers und sind als Rasenflächen mit Obstgehölzen und 
SandspielflächenmitentsprechendenSpielgerätenausgestat-
tet. Das Wohnquartier wird mittig von der Kalker Hauptstraße 
erschlossen. Der Quartiershauptweg ist autofrei gehalten und 
nur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zugänglich. Als 
Teil des Servicekonzeptes wird eine Service- und Reparatur-
station angeboten.
Grundgedanke in allen Baukörpern sind die Festlegungen 
eines einheitlichen Tragrasters, welches einen durchgängigen 
Auszug aus dem Erläuterungstext
Köln-Kalk ist von einem Reichtum an städtebaulichen und kul-
turellen Einflüssen geprägt. Das Konzept verbindet diese Viel-
falt und reagiert mit seinem gestaltprägenden Städtebau:
– geschlossene Bauweise zum Schutz vor den hohen 
Schallbelastungen,
– Unterteilung in einzelne individuell lesbare Baukörper 
mit optimaler Ost/West Ausrichtung,
– Schaffung eines lebendigen, kommunalen Innenberei-
ches mit attraktiven Nutzungen unter Erhalt und Instand-
setzung der Sheddach-Halle,
– Einheit von Menschen, Natur und Stadt,
– soziologische und ökologische Nachhaltigkeit.

23
Lageplan
Lastabtrag ohne aufwendige Abfangungen ermöglicht. 
Neben einer wirtschaftlichen Bauweise durch einfache stati-
sche Systeme stand hierbei die Minimierung der eingesetzten 
grauen Energie und die Möglichkeit einer möglichst hohen 
Vorfertigung der einzelnen Bauteile im Vordergrund. Oberir-
disch ist der Baukörper, bis auf den „Schallschutzrücken“ ent-
lang der Bahngleise, die Treppen/Podeste und die Aufzugs-
schächte, welche in Stahlbeton errichtet werden, als 
Massivholzkonstruktion unter Verwendung von Brettsperrholz-
elementen konzipiert. Hierdurch ist ein sortenreiner Rückbau 
zum „End of live“ einfach umzusetzen.
Vorgeschlagen ist eine Kombination von robusten und nach-
haltigen Materialien. Rezyklierte Ziegel (Wastebased Bricks) in 
abgestuften Farbtönen (von hell zu rot) für die Wohngebäude 
und Accoya-Holz für die öffentlichen Gebäudeelemente (Kita, 
Service Point, Multifunktionsraum) vermitteln das Streben 
nach Wohlempfinden und Natürlichkeit. Die Satteldächer sind 
mit PV Schindeln ausgestattet – und erzeugen ca. 65 % des 
Quartierenergiebedarfes. Die Palette der Fassadenmateriali-
en komplettieren die Balkonbrüstungen in geschwärztem 
Edelstahlgewebe und Holzfenster. Im Inneren bilden die Holz-
konstruktionen einen gesunden und warmen Charakter.
Die Gebäude folgen dem Cradle to Cradle Designprinzip und 
sind in kompletten Produktkreisläufen gedacht. Die ausge-
wählten, gesunden Materialien sind leicht zu demontieren, 
sortenrein trennbar und dadurch vollständig rezyklierbar. 
Damit werden die Gebäude zu langlebigen und werthaltigen 
Rohstoffdepots, welche die Ressourcen nach dem Ende der 
Nutzungszeit wieder freigeben und somit zum Werterhalt der 
Immobilie beitragen. 
Das Wohngebäude wird als schadstofffreies Gebäude umge-
setzt. Der verringerte Schadstoffgehalt hat zur Folge, dass die 
angesetzten Volumenströme der dezentralen Lüftungsgeräte, 
im Vergleich zu einer herkömmlichen Bauweise, um ein Vielfa-
ches (Faktor 3) reduziert werden können. Somit lassen sich 
Einsparungen beim Heizwärmebedarf direkt generieren. 
Der Heiz- und Kühlbedarf wird überwiegend durch eine smar-
te Steuerung der Lüftung gedeckt und kontrolliert (Wärmerü-
ckgewinnung, Nachtauskühlung). Wenn zusätzlicher Energie-
bedarf besteht, werden Wärmepumpen (Strom aus 
Photovoltaik) über Grundwassernutzung betrieben, welche im 
WinterWärmeundimSommerKälteliefern.ÜberWasserspei-
cherwirddieEnergie,sofernnichtdirektbenötigt,gesammelt 
und bei Bedarf abgerufen. Somit werden Lastspitzen abgefe-
dert und eine Versorgungssicherheit hergestellt. Der notwen-
dige Strom wird durch Sonnenenergie mittels hocheffizienter 
Photovoltaikanlage erzeugt. Sie versorgt die Wärmepumpe 
und den Nutzer- sowie Betriebsstrom mit elektrischer Energie. 
Neben geothermischer Energie (Grundwasser) und Sonnen-
energie wird das Regenwasser gesammelt und einerseits 
direkt zur Bewässerung genutzt und mittels lokaler Verduns-
tungskühlung im Außenraum ein behagliches Mikroklima im 
Innen- wie Außenraum geschaffen. So gelingt ein ganzheitli-
ches und in Energie- und Stoffkreisläufen gedachtes Konzept 
für die Nutzer*innen.
Nordansicht Querschnitt

24 Dokumentation der Entwürfe zur Mehrfachbeauftragung Kalker Hauptstraße / Wippermannstraße
Grundriss EG Grundriss 1. OG

25
Modellfotos
Bewertung der Beurteilungskommission
Die Arbeit entwickelt die städtebauliche Grundform in Anleh-
nung an die „Kalker Höfe“. Über eine Tordurchfahrt durch 
zwei giebelständige Gebäudeteile wird ein langgestreckter 
Innenhoferschlossen,deranderöstlichenGrundstücksgrenze 
von vier Gebäuderiegeln mit drei bis fünf Geschossen 
gesäumt wird. Die Sheddach-Halle wird erhalten und als 
Abschluss der Nord-Süd-Erschließung geschickt 
eingebunden.
Mit der gewählten Satteldachtypologie und der Höhenent-
wicklung fügt sich der Entwurf sensibel in die bauliche Umge-
bung ein. Das nahe Heranrücken der Baukörper an die östli-
che Grundstücksgrenze kann jedoch nicht überzeugen. 
Sowohl in Bezug auf den Erschütterungsschutz als auch die 
Einhaltung der Abstandsflächen werden Konflikte erwartet, 
die nur schwer lösbar erscheinen. 
Die Wohnungen werden über insgesamt zehn Treppenhäuser 
erschlossen. Die konventionellen Grundrisse mit Verteilerflur 
und nutzungsneutralen Zimmern erfüllen die Vorgaben und 
halten die Förderrichtlinien im Wesentlichen ein. Sie sind 
überwiegenddurchgestecktbzw.zumruhigenInnenhoforien-
tiert, was vor dem Hintergrund der Schallimmissionen positiv 
bewertet wird. Zur Kalker Hauptstraße sind ergänzende 
Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Ebenso muss der Schal-
leintrag durch den Gebäudedurchgang im Norden vermieden 
werden. 
Die Entwurfsverfasser*innen schlagen ergänzende Nutzungen 
vor wie z. B. ein Café. Die Intention, das Quartier durch diese 
Nutzungen zu beleben, wird gewürdigt, die Umsetzbarkeit 
wäre auch vor dem Hintergrund zusätzlicher Schallemissionen 
zu prüfen.
Die Kita ist im nordwestlichen Gebäudeteil auf zwei Geschos-
sen organisiert. Die Abwicklung des Hol- und Bringverkehrs 
unmittelbar zwischen der Tiefgaragenzufahrt und Unterfüh-
rung scheint in der vorgeschlagenen Form verkehrlich nicht 
umsetzbar.
Die Lage der öffentlichen Spielflächen im Blockinnenhof stellt 
eine wesentliche Schwäche der Arbeit dar. Sie kann kaum die 
Anforderungen an Öffentlichkeit und Einsehbarkeit erfüllen, 
dieVoraussetzungenfüreineÜbernahmedurchdieStadtKöln 
darstellen. Auch die Qualität der schmalen privaten Gärten in 
Richtung Bahn ist fraglich. Die Aussagen zur Freiraumgestal-
tung bleiben schematisch und lassen viele Fragen offen. Ins-
gesamt erscheint das Verhältnis aus öffentlichen und privaten 
Räumen auch im Hinblick auf den Standort unausgewogen. 
Positiv bewertet wird hingegen das hohe Maß an unversiegel-
ten bzw. begrünten Flächen sowie die Auseinandersetzung 
mit den Themen der Nachhaltigkeit.
Die Arbeit bildet einen interessanten Beitrag, dessen Erschei-
nungsbild aus dem Ort abgeleitet ist und sich auch durch die 
Satteldachtypologie gut einfügt. Die Gebäudepositionierung 
nahe der Bahn sowie die Lage der öffentlichen Spielfläche 
sind Schwächen, die ohne maßgebliche Umplanung kaum zu 
beheben sind. 
Längsschnitt

26

Beratungsverlauf (1)

04.03.2021 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.24 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Kalker Hauptstraße 9
  • Wippermannstraße 26
  • Zechenstraße
  • Flandrische Straße 4
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Holzmarkt 1
  • Straße 4

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
0734/2021
Typ
Mitteilung BV
Datum
04.03.2021
Erstellt
25.02.2021 10:38