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1591/2019

Bürgereingabe gem. § 24 GO, Betr.: "Chronik von Köln" (Az.: 58/19 B)

Beschlussvorlage Ausschuss 13.06.2019

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Anlage Eingabe

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage Eingabe

1910 Zeichen

Sehr geehrte Damen und Herren, 
  
Schade, die fast 2000-jährige Geschichte von Köln endet jäh im Jahr 1997. 
Ich befasse mich seit vielen Jahren mit der Geschichte des Stadtteils Riehl und bin auf alte 
und neuere Daten zu wichtigen Ereignisse in Köln angewiesen. Aber das ist nicht nur mein 
Problem. Es gibt viele geschichtsinteressierte Kölner Bürger und auch Hobbyhistoriker, die 
die Daten aus der Kölner Geschichte benötigen. 
Bis 1973 gab es Grevens Adressbuch, das immer jährlich eine Chronik mit Daten aus der 
Kölner Geschichte hatte und diese fortschrieb. 
Bis Anfang der 90er Jahres gab es den Verwaltungsbericht der Stadt Köln, in dem man auch 
die Daten des Vorjahres nachschlagen konnte. Die Einstellung ist besonders bedauerlich, da 
man hier die Aktivitäten der einzelnen Ämter nachvollziehen konnte. So war es mir möglich, 
die Geschichte der Riehler Heimstätten / SBK Riehl ab 1927 zu erfassen. 
Die jährlichen Publikationen der Stadt Köln "Köln Chronik" z.B. 1983 bis 1992 werden auch 
nicht mehr erstellt. 
Die Geschichte der Stadt Köln von Peter Fuchs (Greven-Verlag) endet 1992. 
Dr. Carl Dietmar hatte das Buch die "Chronik von Köln" (Verlag Dumont) erstellt, das die 
Daten bis 1997 erfasste. 
Das Historische Archiv verwies bei einer Anfrage auf das Statistische Jahrbuch. Hier kann 
ich keinen Hinweis auf eine Chronologie sehen. 
Das Bürgerbüro der Stadt Köln konnte auch nicht weiter helfen. 
In ein paar Jahren sind diese zur Zeit noch aktuellen Daten nicht mehr präsent und das ist 
schlimm, denn "Zukunft braucht Herkunft". 
Zusammenfassend: 
Es wäre notwendig, dass wichtige Daten der jüngeren Geschichte erfasst und publiziert 
werden, um Menschen zu informieren, die an der Geschichte unserer Stadt interessiert sind 
auch wenn offensichtlich die Stadt selbst hier kein Interesse hat.  
Als Beispiel füge ich eine Seite aus der "Chronik Köln" bei. 
 
Mit freundlichen Grüßen

Beschlussvorlage Ausschuss

4369 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/13/130 
 
Vorlagen-Nummer 
 1591/2019 
Freigabedatum 
13.06.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Bürgereingabe gem. § 24 GO, Betr.: "Chronik von Köln"  (Az.: 58/19 B) 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, beschließt 
aber aus den nachfolgenden Gründen die Anregung zur Wiedereinführung der sogenannten Köln-
Chronik oder eine vergleichbare Publikation abzulehnen, da online entsprechende Inhalte zur Verfü-
gung gestellt werden.  
 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 02.07.2019

2 
Begründung: 
Der Petent regt an, wie in der Vergangenheit eine KölnChronik oder eine vergleichbare Publikation 
herauszugeben, welche die wichtigsten Daten der Kölner Stadtgeschichte beinhaltet und anschaulich 
zusammenfasst. 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Die KölnChronik – eine freiwillige Leistung der Stadt Köln – war anfangs eine aufwändige Publikation 
mit Magazincharakter (26-32 Seiten). Hier wurden die wichtigsten Themen und Ereignisse der Arbeit 
von Rat und Verwaltung in journalistischen Artikeln monatsweise vorgestellt und (im Laufe der Aus-
gaben zunehmend) bebildert. 
 
1984 kam mit dem Rückblick auf das vergangene Jahr die erste Ausgabe mit einer Auflage von 
50.000 heraus. Im darauffolgenden Jahr sank die Auflage auf 30.000, ehe sie sich Ende der 80er 
Jahre auf 20.000 einpendelte. Aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes verschob sich das Erschei-
nungsjahr sukzessive nach hinten, ehe 1996 in der damals herausgegebenen „KölnChronik 1993“ der 
Abschied in der bisherigen Erscheinungsform angekündigt wurde. Grund war die schlechte städtische 
Finanzlage und der zunehmende Arbeitsaufwand. 
 
1998 erschien die neue abgespeckte „KölnChronik 1994“, die nur noch in Listenform die wichtigsten 
(teilweise bebilderten) Ereignisse aus Rat und Verwaltung aufzählte und deutlich weniger Seiten so-
wie Bilder umfasste. Die Auflage lag im Schnitt bei 7.500. Ab der „KölnChronik 1998“ erfolgte eine 
umfangreiche Kooperation mit der Echo Verlags-Gruppe GmbH inklusive Werbeseiten. Mit der 2001-
Ausgabe wurde eine Schutzgebühr von 1,50 € verlangt. 
 
Schließlich wurde die KölnChronik 2004 aus Konsolidierungsgründen eingestellt (letzte Ausgabe: 
„KölnChronik 2003“). Neben dem monetären Gesichtspunkt als Hauptgrund bestand seitens der Bür-
gerschaft aber auch nur noch ein sinkendes, rein vereinzelt-individuelles Interesse an dieser Publika-
tion. So wurde die KölnChronik in den letzten 15 Jahren so gut wie gar nicht nachgefragt. Auch vor 
dem Hintergrund einer sich dynamisch verändernden Gesellschaft mit neuen Lese-, Informations- und 
Recherchegewohnheiten hatte sich die KölnChronik mehr und mehr zum Ladenhüter entwickelt. 
Selbst Restexemplare, die gratis abgegeben wurden, fanden kein Interesse mehr. 
 
Neben einer Vielzahl an kommerziellen Angeboten sind im Rahmen der digitalen Möglichkeiten auf 
der städtischen Homepage (www.stadt.koeln) neue Angebote entstanden. Insbesondere im Kontext 
von open data ist die Stadt Köln so transparent wie noch nie in ihrer Geschichte und stellt eine Fülle 
von Daten und Informationen bereit, die für jede interessierte Bürgerin bzw. jeden interessierten Bür-
ger einsehbar und für eigene Zwecke nutzbar sind. Chronologischen Charakter bieten beispielsweise 
der (kostenlos abonnierbare) monatliche Newsletter der Stadt Köln, der seit der ersten Ausgabe im 
Juli 2015 auch online archiviert wird, die städtischen Pressemitteilungen, die ebenfalls im Internet 
abrufbar und zurückverfolgbar sind, und das Amtsblatt der Stadt Köln, das gleichfalls online zur Ver-
fügung steht. 
 
Diese drei Medien bieten im Ergebnis sogar eine deutlich umfangreichere Rückschau auf die jeweili-
gen Ereignisse und Geschehnisse eines Jahres. Sie sind inhaltlich eine erheblich detailliertere Chro-
nik als es die seinerzeitigen Printprodukte je waren und weltweit für jedermann verfügbar. Insofern hat 
sich das Angebot für Geschichtsinteressierte und Hobbyhistoriker sogar verbessert. Zudem gibt es zu 
besonderen Anlässen und Jubiläen nach wie vor auch Sonderpublikationen – jüngstes Beispiel ist 
das (erfolgreiche) Sonderheft „Die Kölner U-Bahn: 50 Jahre Mobilitätsgeschichte“. 
 
 
 
Anlage 
Eingabe

Beratungsverlauf (1)

02.07.2019 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden
TOP 3.7 Entscheidung
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Details

Aktenzeichen
1591/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
13.06.2019
Erstellt
06.05.2019 11:02