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2020/0119

KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II

Magistratsvorlage 12.05.2020

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2020/0119

17504 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
19.05.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat II 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement 
Darmstadt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0119 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  14-00075-01; 14-00075-02 Investitionsnummer:  INV00345 
Kostenträger:  270 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: KIP II Wilhelm -Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II  
 
Vorlage vom: 12.05.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung der Wilhelm-Hauff-Schule, Hauptgebäude und 
Gebäude II verbunden durch einen Erschließungsneubau mit Gesamtprojektkosten von  
11.200.000 € zu. 
 
2. Der Magistrat stimmt zu, einen Änderungsantrag bei der WI-Bank zur Finanzierung zusätz-
licher KIP II-Mittel In Höhe von 1.500.000 € zu stellen. 
 
 
Anlagen: Planunterlagen  
Folgekostenberechnung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  12.05.2020 
 
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis: 
 
1. Die Wilhelm-Hauf-Schule wurde für das Förderprogramm KIP II vorgeschlagen, um 
einerseits die energetische und technische Sanierung an beiden Gebäuden vorzunehmen, 
andererseits  die Barrierefreiheit herzustellen. 
 
2. Der Magistrats-Beschluss Nr. 92 vom 07.03.2018 stimmt der Aufstellung sowie der 
Anmeldung für das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP macht Schule“ (KIP II) zu. 
 
3. Förderbescheid (KInvFG II) Ident-Nr. 06411000SB4339171839 mit einem 
Investitionsvolumen in Höhe von 8.000.000,00 €. 
 
4. Stadtverordnetenbeschluss zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035 
 
5. Durchführung der europaweiten VGV- Verfahren für Architekten und Fachplaner 
2018/2019 Beauftragung der Planer bis Leistungsphase 3. 
 
6. Architektur: Dierks-Blume-Nasedy- dbn architekten, Darmstadt  
 
7. Heizungs-Lüftungs Sanitärplanung: Tiede Ingenieurunternehmung, Biblis 
 
8. Elektrotechnik: Matysik Ingenieurbüro Gmbh, Frankfurt am Main 
 
9. Gemäß des Terminplanes mit Stand vom 26.03.2020 ergeben sich folgende Termine:  
 
 Genehmigungsplanung:   07.05.2020 – 27.05.2020 
 Ausführungsplanung:   27.05.2020 – 20.10.2020 
 Ausschreibung und Vergabe: 24.08.2020 – 31.12.2020 
 Bauzeit:     15.01.2021 – 28.06.2022 
 
10. Gebäudekennwerte: 
 
 Bruttogrundfläche (BrGF):    2.242 m2 
 Bruttogeschossfläche (BGF)    4.242 m2 
 Bruttorauminhalt (BRI):   20.810 m3 
 Nutzfläche (NUF):     2.460 m2 
 Verkehrsfläche (VF ):        924 m2 
 Technikfläche (TF):        181 m2 
 
 
 
 
 
 
 
 
…

- 4 - 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lageplan (E01-Lageplan-Lageplan)      Lageplan (vergrößert) 
 
 
Erläuterungsbericht 
Beschreibung des Bestands 
Die Wilhelm-Hauff-Schule befindet sich im Darmstädter Stadtteil Eberstadt in der 
Stresemannstraße 5. Die Schule besteht aus einem Hauptgebäude und einem nördlich 
gelegenen Nebengebäude, bisher ohne bauliche Verbindung. Der Außenbereich der Anlage 
weist einen sehr hohen, fast schon waldartigen Baumbestand auf. 
 
Die Wilhelm-Hauff-Schule ist eine 3-zügige Grundschule mit einer Vorklasse mit insgesamt 
maximal 300 Schülern und ca. 30 Lehrern und Betreuern. Momentan findet der Unterricht 
hauptsächlich im Hauptgebäude statt, auch der Personalbereich befindet sich dort. Im 
Nebengebäude sind Turnhalle mit Nebenräumen sowie der Betreuungsbereich untergebracht. 
Ohne Abgrenzung zum Schulhof existiert hier aktuell im Erdgeschoss eine öffentliche Stadt -
teilnutzung in Form einer Cafeteria (Kooperative Baff), die aufgrund der funktionalen Zu -
sammenhänge und des Raumbedarfs der Schule dort nicht weiter verortet werden kann.  
 
Das Hauptgebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1972 errichtet und in den 
Folgejahren um einen 1-geschossigen Anbau im Süden erweitert. Es handelt sich um eine 
massive Stahlbetonskelettkonstruktion mit Stahlbetonfertigteilen ausgeführt. Die Fassade 
besteht aus Leichtbetonwandplatten mit späterer Ergänzung einer Außentreppe als zweiter 
baulicher Rettungsweg. 
 
Das Nebengebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1970 errichtet. Es handelt 
sich um eine massive Stahlbetonkonstruktion, die zum größten Teil mit Stahlbetonfertigteilen 
ausgeführt wurde. Gegründet ist das Bauwerk auf Streifen- und Einzelfundamenten. Die 
Fassade besteht aus geschosshohen Fassadenplatten und ebenfalls ergänzter Außentreppe. 
 
 
…

- 5 - 
Durch die fast 50-jährige Nutzungszeit der beiden Gebäude, ergibt sich aufgrund von Ab-
nutzung und geänderter Baurechtsgrundlage in Bezug auf Energie und Brandschutz ein 
dringender Sanierungsbedarf. Auch die räumliche Struktur im inneren entspricht aus 
pädagogischer und funktionaler Sicht nicht der heutigen Anforderungen an einen Schulbau.  
 
An den Gebäuden der Wilhelm-Hauff-Schule wurden im vergangenen Jahrzehnt Brandschutz- 
maßnahmen mit Ergänzung von zweiten baulichen Rettungswegen und eine Sanierung der 
Schülertoiletten durchgeführt. Der vor 6 Jahren sanierte WC Bereich bleibt unangetastet.  
 
 
Erläuterungsbericht 
Projektziele 
Die beiden Bestandsgebäude werden so saniert, dass sie energetisch und hinsichtlich des 
Brandschutzes sowie der Haustechnik den heutigen Anforderungen entsprechen und die mög -
lichen Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Bestand durchgeführt werde n. Die 
funktionale Anpassung an pädagogische Forderungen ist Entwurfsgrundlage.  
 
Umsetzung Klimaschutzziele 
Bei Umsetzung der Klimaschutzziele ist der KFW40-Standard mit Passivhauskomponenten als 
Zielwert zu erreichen. Bei dem hier vorliegenden Gebäudekomplex mit einer Bruttogrundfläche 
von 2242 m² kann nur ein Drittel der erdberührten Bauteilfläche energetisch ertüchtigt werden. 
Diese Bestandsgröße lässt sich bedingt in der sehr guten Dämmung der weiteren 
Außenbauteile kompensieren. 
Der Einsatz der Dachflächen für Fotovoltaik Nutzung wurde intensiv mit Entega und Fach -
planern untersucht. Aufgrund statischer Vorgaben und der vorhandenen Verschattung durch 
die umliegenden Hochhäuser ist nur eine Teilbelegung des 2-geschossigen Hauptgebäudes 
möglich. Das 2 geschossige Nebengebäude wird mit extensiver Dachbegrünung ausgeführt. 
 
Der vorhandene Fernwärmeanschluss wird nach Abstimmung IDA/Koordination der Stadt -
wirtschaft weitergeführt. Die erforderliche Leistungszuführung wird hier deutlich mehr als 
halbiert. Erreicht wird das durch die Ertüchtigung der Außenbauteile und die energetisch 
optimierte Lüftungsplanung mit 80 % Wärmerückgewinnung und der differenzierten 
Ausbildung der Lüftung für die 2 unterschiedlichen Bestandsbaukörper. 
 
Durch die funktionalen Änderungen werden zwar viele Wände abgebrochen, allerdings sind 
diese zu mehr als 90 Prozent leichte Metallständerwände. Durch die Weiternutzung der vor -
handenen Stahlbetonsubstanz, wird somit graue Energie für den Bruttorauinhalt von 19.500 
cbm Stahlbetonkonstruktion eingespart. 
 
Der nach dem Entwurfsplanungsstand errechnete Primärenergiebedarf beträgt 38.231 KwH/a  
Der Jahresprimärenergiebedarf pro qm beträgt 55,9 KWH und liegt 31 % unter 
Neubaustandard. 
 
 
…

- 6 - 
Brandschutz 
Durch die Verbindung von Haupt- und Nebengebäude können die vorhanden innenliegenden 
Treppenhäuser mit direktem Zugang ins Freie jeweils als 2. Baulicher Rettungsweg genutzt 
werden. Die nachträglich angebrachten Außentreppen, die einer energetischen Fassaden -
sanierung entgegenstehen, können entfernt werden. Das Brandschutzkonzept berücksichtigt, 
die im Folgenden beschriebenen pädagogischen Anforderungen. 
 
Pädagogisches Nutzungskonzept 
Da die Raumbereitstellung bei dem Beitritt zum Pakt für den Nachmittag bereits teilweise 
erweitert wurde, kann mit dem vorliegenden Entwurf und der geringen Flächenerweiterung das 
komplette Raumprogramm abgebildet werden. Die Kooperative Baff wird an einen anderen 
Standort verlagert. 
Mit der Zusammenbindung der beiden einzelnen Gebäude und der Neustrukturieru ng der 
Räume, wird das Ziel erreicht, dass das pädagogische Konzept optimal in den neu ge -
schaffenen Räumlichkeiten umgesetzt werden kann. Der Unterricht wird mit der Betreuung 
enger verknüpft. Die geplante Mensa sorgt einerseits für die Verpflegung der Kinder, 
andererseits kann sie mit einem Foyer zusammengeschlossen werden, das für regelmäßige 
Veranstaltungen der Schule genutzt wird.  
 
Entwurfsbeschreibung 
Zur Verbindung der beiden Baukörper wird ein 151 qm großer Neubau erstellt.  
In dem Eingangsfoyer erreicht man eine neue zentrale Treppe sowie einen Aufzug, der die 
Barrierefreiheit in beiden Gebäudeteilen über alle Geschosse sicherstellt. 
 
Zudem gleichen Rampen die unterschiedlichen Höhenniveaus der Gebäude aus. Ebenso schafft  
die Verbindung der Baukörper die Sicherstellung des gem. Schulbaurichtlinien notwendigen 2. 
baulichen Rettungsweges. Dadurch können die nachträglich angebrachten Außentreppen der 
Bestandsbauten entfallen. Um auch die Gymnastikhalle barrierefrei zu nutzen erfolgt der Ein -
bau des Aufzuges mit einem weiteren Halt im Souterrain. 
 
Die nichttragenden Trennwände des Hauptgebäudes werden rückgebaut, somit können die 
neuen Klassen- und Betreuungsräume in Größe und Lage dem aktuellen Raumprogramm 
angepasst werden. Grundsätzlich soll eine Cluster-Bildung umgesetzt werden, so dass sich 4 
Cluster mit je 3 Klassenräumen (Jahrgangsweise) und zugehörigen Betreuungs- und Neben-
räumen bilden. Im Hauptgebäude werden 2 Cluster, eines im Erdgeschoss und eines im 
Obergeschoss umgesetzt. 
Der Sanitärbereich im Erdgeschoss wurde vor ca. 6 Jahren saniert, dieser bleibt unangetastet.  
 
Das Nebengebäude besteht, anders als das Hauptgebäude, hauptsächlich aus tragenden und 
aussteifenden Innenwänden, weshalb hier darauf geachtet wird möglichst wenig Wände abzu -
reißen und das restliche Raumprogramm an die vorhandene Struktur anzupassen.  
Die bestehende Gymnastikhalle gibt vor, dass der Sportbereich im Erdgeschoss erhalten bleibt. 
Die Umkleiden werden gemäß den heutigen Standards  nach Geschlechtern getrennt 
umstrukturiert. 
 
 
 
…

- 7 - 
 
Des Weiteren entsteht im Erdgeschoss der gesamte Personalbereich mit Lehrerzimmer, Räume 
für Schulleitung, Besprechung und Nebenräumen. Im Obergeschoss findet sich Platz für 2 
Cluster, wobei der Betreuungsraum des einen Clusters im Hauptgebäude ist. Der gesamte 
Raumbedarf lässt sich gut in den beiden Baukörpern realisieren. 
Ein Technikraum für die Lüftung muss auf dem eingeschossigen Teil des Hauptgebäudes 
hergestellt werden. 
Beide Bauten erhalten mit der neuen gedämmten, vorgesetzten Fassade, die den heutigen 
energetischen Standard erfüllt, eine einheitliche architektonische Gesamtansicht.  
 
Interimsunterkunft 
Die umfangreichen Eingriffe können nicht ohne Interimsunterkunft ausgeführt werden.  Für die 
Finanzierung der Herrichtung der Interimsunterkunft waren  600.000 € im MIP des Wirtschafts-
plan 2020 etatisiert. Aktuell sind Mietkosten in Höhe von je 250.000 € im Entwurf des Wirt-
schaftsplanes 2021 im Erfolgsplan 2021 und 2022 eingestellt. Dazu wird eine gesonderte 
Vorlage eingebracht. 
 
Erläuterung zur Aufgliederung der Kosten und Kostenentwicklung 
 
In der detaillierten Kostenübersicht der Kostenberechnung sind wesentlich höhere 
Kostenansätze für begrüntes Dach und Fassadenflächen enthalten, um die Klimaschutzziele zu 
erreichen. Die nun niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind ebenfalls als Einbau-
möbel in der Kostengruppe 300 verankert. 
Die Auswahl der Innenbekleidungen mit Holzdecken und Steinbelägen in Foyers und Treppen -
bereichen im Sinne der Langlebigkeit erfordert höhere Investitionskosten, ist aber bei Betrach-
tung der Nutzungszeit wirtschaftlicher als Belagware. 
 
Kostengruppe 200 
Da die Gebäude komplett geräumt werden müssen, wird ein Teil der Möbel in eine Interims -
unterkunft umgezogen. Rückbau und Entsorgung der leichten Trennwände mit den darin 
verbauten Schadstoffen und weiteren bauzeittypischen Produkten sind aufgrund nun fundierter 
Analysen mit 0,5 Millionen Euro angesetzt. Hierfür wird kein weiterer Risikozuschlag angesetzt, 
da die Leistung  direkt nach Beschluss ausgeschrieben werden kann. 
 
Kostengruppe 300 Bauwerk, Baukonstruktion. 
Beinhaltet die Erstellung des neuen Treppenhauses mit Eingangsfoyer und dort wo es möglich 
ist neue Bodenaufbauten. Die Erneuerung der Hüllflächen und Innenausbauten sind enthalten, 
die Kostensteigerung bei der Kostengruppe 360 liegt im Bereich der nun projektierten Dach-
begrünung. 
Die in der Kostenberechnung als Referenzstandard angenommenen Holzabhangdecken der 
Ludwig-Schwamb-Schule liegen deutlich über dem BKI- Werten der Kostenschätzung, sind aber 
qualitativ hochwertig und langlebig. Hierfür ergibt sich eine Differenz von 0,5 Millionen €.  
Im Zuge der Entwurfsplanung haben die Berechnungen des Statikers ergeben, dass es nicht 
möglich ist, den neuen Technikraum im 1. OG selbst in Leichtbauweise über das vorhandene 
Tragwerk zu bauen. Dies bedeutet, dass ein Teil des eingeschossigen Hauptgebäudes 
rückgebaut werden muss und als 2-geschossiger Baukörper wieder ergänzt wird. 
Die Kostenschätzung vom 11.12.2019 kalkulierte für die Herstellung der Leichtbau-
konstruktion ohne Gründach eine Summe von ca. 50.000,00 €. Somit entstehen höhere Kosten 
von ca. 118.359,30 €. 
…

- 8 - 
 
 
Die weitere Differenz ist durch die Bearbeitungstiefe und die projektspezifische Berechnung 
bedingt. Der Risikozuschlag beträgt 15 %. 
 
Kostengruppe 400 Bauwerk Technische Anlagen 
Bedingt durch statische Vorgaben und verfügbare Raumhöhen ist die Lüftung im 
Hauptgebäude als zentrale Anlage geplant. Im Nebengebäude ist dies nur mit dezentralen 
Geräten möglich, die gleichzeitig eine hohe Wärmerückgewinnung bieten. Weitere Technische 
Anlagen entsprechen den heutigen Standards mit dem Fokus auf den Energieverbrauch. In der 
Kostengruppe ist sowohl der Aufzug als auch die Ausgabeküche enthalten. Die elektrotech -
nische Installation erfolgt nach den Leitlinien des Immobilienmanagements und des 
Medienentwicklungsplans. Der Risikozuschlag beträgt 15%. 
 
Kostengruppe 500 Außenanlagen 
Der Schulhof mit den Spielgeräten bleibt unberührt. Anpassungen im Baustellenbereich sind 
erforderlich, ebenso ist die geplante begrünte Abgrenzung des Terrassenbereichs und ein 
grünes Klassenzimmer unter Verwendung des Bestandsmosaiks zu erstellen. Hierfür wird 
wegen der geringen Planungstiefe ein Risikozuschlag von 25 % angesetzt. 
 
Kostengruppe 600 Ausstattung  
Die in der Kostenberechnung niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind durch 
prozentualen Ansatz in der Kostengruppe bedingt. Hier wurde in der Kostenschätzung ein 
Kostenansatz gem. BKI für die Gesamtausstattung angesetzt. Durch Einbaumöbel (KG 370) 
wird ein Teil des hierfür notwendigen Budgets in der Kostengruppe der Baukonstruktion 
verortet. 
Weitere bewegliche Möbel und Einrichtungsgegenstände werden vom Schulamt etatisiert. 
 
Kostengruppe 700 Baunebenkosten 
Die Baunebenkosten sind aufgrund der anrechenbaren Kosten des Entwurfs ermittelt. Diese 
entsprechen 29 % der Anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 300 und 400. Da die 
Parameter weitgehend bekannt sind und nur für evtl. erforderliche zusätzliche Leistungen 
bereit zu stellen wären, sind sie hier mit 5 % Risiko angesetzt. 
 
 
 
 
 
…

- 9 - 
KGR 
DIN 
276 
Bezeichnung  Grobkosten 
KIP 2018 
Kostenschätzung 
11.12.2019 
Kostenberechnung 
24.03.2020 
Risikozuschlag 
nach KGR 
01/2021  
100 Grundstück         
200 Abbruch, Herrichten, 
und Erschließen   342.000 € 510.000 €  enthalten 
300 Bauwerk und 
Baukonstruktion   3.615.000 € 4.687.825 €      710.000 €  
  
 
      
  BKI Ansatz 
300+400  5.345.000 €  
 
    
400 Technische Anlagen   2.083.000 € 1.996.385 €      300.000 € 
500 Außenanlagen     223.670 €        58.000 € 
600 Ausstattung    259.500 € 125.500 €        32.000 € 
700 Baunebenkosten   1.655.000 €   1.700.500 € 1.945.000 €      100.000 € 
 Rundung   11.620 €  
 Interim 500.000 €    
      
  Gesamtkosten 
(netto)   7.500.000 €  8.000.000 € 9.500.000 €   1.200.000 € 
 IDA Wirtschaftsplan      1.200.000 € 
  Fördermittel aus 
KIP-II 8.000.000 €    9.500.000 €    
      
 
Gesamtbaukosten:                   10.700.000 € 
 
Die Maßnahme wird wie folgt finanziert: 
 
Bereits bereitgestellt aus KIP II-Mitteln: 8.000.000 € 
Zu beantragende Finanzierung aus KIP II: 1.500.000 € 
Finanzierung Risikozuschlag IDA im MIP 2021 + 2022 1.200.000 €  
 
Zusätzlich: 
Finanzierung der Mietkosten für Interimsunterkunft 
Im Erfolgsplan 2021 + 2022 500.000 € 
 
Gesamtprojektkosten 11.200.000 € 
 
 
Der aus dem IDA-Wirtschaftsplan zu finanzierende Risikozuschlag in Höhe von 1.200.000 € ist 
im Entwurf zum Wirtschaftsplan 2021 im MIP für 2021 und 2022 mit jeweils 600.000 € 
enthalten.  
 
Die von IDA zu finanzierenden Mietkosten der Interimsunterkunft sind im Entwurf des 
Wirtschaftsplanes 2021 im Erfolgsplan für 2021 + 2022 berücksichtigt.

- 10 - 
 
 
 
Dezernent I    Dezernent II    Dezernent IV 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch   Rafael Reißer   André Schellenberg  
Oberbürgermeister   Bürgermeister    Stadtkämmerer

anlage 3

17505 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
19.05.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat II 
Dezernat IV 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement 
Darmstadt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 65 
II 40 
IV 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0119 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
139 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle: 14-00075-01; 14-00075-02 Investitionsnummer: INV00345 
Kostenträger: 270 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II  
 
Vorlage vom: 12.05.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung der Wilhelm-Hauff-Schule, Hauptgebäude und 
Gebäude II verbunden durch einen Erschließungsneubau mit Gesamtprojektkosten von  
11.200.000 € zu. 
 
2. Der Magistrat stimmt zu, einen Änderungsantrag bei der WI-Bank zur Finanzierung zusätz-
licher KIP II-Mittel In Höhe von 1.500.000 € zu stellen. 
 
 
Anlagen: Planunterlagen 
Folgekostenberechnung

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 27.05.20250 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.05.2020  
 
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis: 
 
1. Die Wilhelm-Hauf-Schule wurde für das Förderprogramm KIP II vorgeschlagen, um 
einerseits die energetische und technische Sanierung an beiden Gebäuden vorzunehmen, 
andererseits  die Barrierefreiheit herzustellen. 
 
2. Der Magistrats-Beschluss Nr. 92 vom 07.03.2018 stimmt der Aufstellung sowie der 
Anmeldung für das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP macht Schule“ (KIP II) zu. 
 
3. Förderbescheid (KInvFG II) Ident-Nr. 06411000SB4339171839 mit einem 
Investitionsvolumen in Höhe von 8.000.000,00 €. 
 
4. Stadtverordnetenbeschluss zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035 
 
5. Durchführung der europaweiten VGV- Verfahren für Architekten und Fachplaner 
2018/2019 Beauftragung der Planer bis Leistungsphase 3. 
 
6. Architektur: Dierks-Blume-Nasedy- dbn architekten, Darmstadt  
 
7. Heizungs-Lüftungs Sanitärplanung: Tiede Ingenieurunternehmung, Biblis 
 
8. Elektrotechnik: Matysik Ingenieurbüro Gmbh, Frankfurt am Main 
 
9. Gemäß des Terminplanes mit Stand vom 26.03.2020 ergeben sich folgende Termine: 
 
 Genehmigungsplanung:   07.05.2020 – 27.05.2020 
 Ausführungsplanung:   27.05.2020 – 20.10.2020 
 Ausschreibung und Vergabe: 24.08.2020 – 31.12.2020 
 Bauzeit:     15.01.2021 – 28.06.2022 
 
10. Gebäudekennwerte: 
 
 Bruttogrundfläche (BrGF):    2.242 m2 
 Bruttogeschossfläche (BGF)    4.242 m2 
 Bruttorauminhalt (BRI):   20.810 m3 
 Nutzfläche (NUF):     2.460 m2 
 Verkehrsfläche (VF ):        924 m2 
 Technikfläche (TF):        181 m2

- 5 - 
… 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Lageplan (E01-Lageplan-Lageplan)      Lageplan (vergrößert) 
 
 
Erläuterungsbericht 
Beschreibung des Bestands 
Die Wilhelm-Hauff-Schule befindet sich im Darmstädter Stadtteil Eberstadt in der 
Stresemannstraße 5. Die Schule besteht aus einem Hauptgebäude und einem nördlich 
gelegenen Nebengebäude, bisher ohne bauliche Verbindung. Der Außenbereich der Anlage 
weist einen sehr hohen, fast schon waldartigen Baumbestand auf. 
 
Die Wilhelm-Hauff-Schule ist eine 3-zügige Grundschule mit einer Vorklasse mit insgesamt 
maximal 300 Schülern und ca. 30 Lehrern und Betreuern. Momentan findet der Unterricht 
hauptsächlich im Hauptgebäude statt, auch der Personalbereich befindet sich dort. Im 
Nebengebäude sind Turnhalle mit Nebenräumen sowie der Betreuungsbereich untergebracht. 
Ohne Abgrenzung zum Schulhof existiert hier aktuell im Erdgeschoss eine öffentliche Stadt-
teilnutzung in Form einer Cafeteria (Kooperative Baff), die aufgrund der funktionalen Zu-
sammenhänge und des Raumbedarfs der Schule dort nicht weiter verortet werden kann.  
 
Das Hauptgebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1972 errichtet und in den 
Folgejahren um einen 1-geschossigen Anbau im Süden erweitert. Es handelt sich um eine 
massive Stahlbetonskelettkonstruktion mit Stahlbetonfertigteilen ausgeführt. Die Fassade 
besteht aus Leichtbetonwandplatten mit späterer Ergänzung einer Außentreppe als zweiter 
baulicher Rettungsweg. 
 
Das Nebengebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1970 errichtet. Es handelt 
sich um eine massive Stahlbetonkonstruktion, die zum größten Teil mit Stahlbetonfertigteilen 
ausgeführt wurde. Gegründet ist das Bauwerk auf Streifen- und Einzelfundamenten. Die 
Fassade besteht aus geschosshohen Fassadenplatten und ebenfalls ergänzter Außentreppe.

- 6 - 
 
… 
Durch die fast 50-jährige Nutzungszeit der beiden Gebäude, ergibt sich aufgrund von Ab-
nutzung und geänderter Baurechtsgrundlage in Bezug auf Energie und Brandschutz ein 
dringender Sanierungsbedarf. Auch die räumliche Struktur im inneren entspricht aus 
pädagogischer und funktionaler Sicht nicht der heutigen Anforderungen an einen Schulbau. 
 
An den Gebäuden der Wilhelm-Hauff-Schule wurden im vergangenen Jahrzehnt Brandschutz- 
maßnahmen mit Ergänzung von zweiten baulichen Rettungswegen und eine Sanierung der 
Schülertoiletten durchgeführt. Der vor 6 Jahren sanierte WC Bereich bleibt unangetastet. 
 
 
Erläuterungsbericht 
Projektziele 
Die beiden Bestandsgebäude werden so saniert, dass sie energetisch und hinsichtlich des 
Brandschutzes sowie der Haustechnik den heutigen Anforderungen entsprechen und die mög-
lichen Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Bestand durchgeführt werden. Die 
funktionale Anpassung an pädagogische Forderungen ist Entwurfsgrundlage. 
 
Umsetzung Klimaschutzziele 
Bei Umsetzung der Klimaschutzziele ist der KFW40-Standard mit Passivhauskomponenten als 
Zielwert zu erreichen. Bei dem hier vorliegenden Gebäudekomplex mit einer Bruttogrundfläche 
von 2242 m² kann nur ein Drittel der erdberührten Bauteilfläche energetisch ertüchtigt werden. 
Diese Bestandsgröße lässt sich bedingt in der sehr guten Dämmung der weiteren 
Außenbauteile kompensieren. 
Der Einsatz der Dachflächen für Fotovoltaik Nutzung wurde intensiv mit Entega und Fach-
planern untersucht. Aufgrund statischer Vorgaben und der vorhandenen Verschattung durch 
die umliegenden Hochhäuser ist nur eine Teilbelegung des 2-geschossigen Hauptgebäudes 
möglich. Das 2 geschossige Nebengebäude wird mit extensiver Dachbegrünung ausgeführt. 
 
Der vorhandene Fernwärmeanschluss wird nach Abstimmung IDA/Koordination der Stadt-
wirtschaft weitergeführt. Die erforderliche Leistungszuführung wird hier deutlich mehr als 
halbiert. Erreicht wird das durch die Ertüchtigung der Außenbauteile und die energetisch 
optimierte Lüftungsplanung mit 80 % Wärmerückgewinnung und der differenzierten 
Ausbildung der Lüftung für die 2 unterschiedlichen Bestandsbaukörper. 
 
Durch die funktionalen Änderungen werden zwar viele Wände abgebrochen, allerdings sind 
diese zu mehr als 90 Prozent leichte Metallständerwände. Durch die Weiternutzung der vor-
handenen Stahlbetonsubstanz, wird somit graue Energie für den Bruttorauinhalt von 19.500 
cbm Stahlbetonkonstruktion eingespart. 
 
Der nach dem Entwurfsplanungsstand errechnete Primärenergiebedarf beträgt 38.231 KwH/a 
Der Jahresprimärenergiebedarf pro qm beträgt 55,9 KWH und liegt 31 % unter 
Neubaustandard. 
 
 
…

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Brandschutz 
Durch die Verbindung von Haupt- und Nebengebäude können die vorhanden innenliegenden 
Treppenhäuser mit direktem Zugang ins Freie jeweils als 2. Baulicher Rettungsweg genutzt 
werden. Die nachträglich angebrachten Außentreppen, die einer energetischen Fassaden-
sanierung entgegenstehen, können entfernt werden. Das Brandschutzkonzept berücksichtigt, 
die im Folgenden beschriebenen pädagogischen Anforderungen. 
 
Pädagogisches Nutzungskonzept 
Da die Raumbereitstellung bei dem Beitritt zum Pakt für den Nachmittag bereits teilweise 
erweitert wurde, kann mit dem vorliegenden Entwurf und der geringen Flächenerweiterung das 
komplette Raumprogramm abgebildet werden. Die Kooperative Baff wird an einen anderen 
Standort verlagert. 
Mit der Zusammenbindung der beiden einzelnen Gebäude und der Neustrukturierung der 
Räume, wird das Ziel erreicht, dass das pädagogische Konzept optimal in den neu ge-
schaffenen Räumlichkeiten umgesetzt werden kann. Der Unterricht wird mit der Betreuung 
enger verknüpft. Die geplante Mensa sorgt einerseits für die Verpflegung der Kinder, 
andererseits kann sie mit einem Foyer zusammengeschlossen werden, das für regelmäßige 
Veranstaltungen der Schule genutzt wird.  
 
Entwurfsbeschreibung 
Zur Verbindung der beiden Baukörper wird ein 151 qm großer Neubau erstellt. 
In dem Eingangsfoyer erreicht man eine neue zentrale Treppe sowie einen Aufzug, der die 
Barrierefreiheit in beiden Gebäudeteilen über alle Geschosse sicherstellt. 
 
Zudem gleichen Rampen die unterschiedlichen Höhenniveaus der Gebäude aus. Ebenso schafft  
die Verbindung der Baukörper die Sicherstellung des gem. Schulbaurichtlinien notwendigen 2. 
baulichen Rettungsweges. Dadurch können die nachträglich angebrachten Außentreppen der 
Bestandsbauten entfallen. Um auch die Gymnastikhalle barrierefrei zu nutzen erfolgt der Ein-
bau des Aufzuges mit einem weiteren Halt im Souterrain. 
 
Die nichttragenden Trennwände des Hauptgebäudes werden rückgebaut, somit können die 
neuen Klassen- und Betreuungsräume in Größe und Lage dem aktuellen Raumprogramm 
angepasst werden. Grundsätzlich soll eine Cluster-Bildung umgesetzt werden, so dass sich 4 
Cluster mit je 3 Klassenräumen (Jahrgangsweise) und zugehörigen Betreuungs- und Neben-
räumen bilden. Im Hauptgebäude werden 2 Cluster, eines im Erdgeschoss und eines im 
Obergeschoss umgesetzt. 
Der Sanitärbereich im Erdgeschoss wurde vor ca. 6 Jahren saniert, dieser bleibt unangetastet. 
 
Das Nebengebäude besteht, anders als das Hauptgebäude, hauptsächlich aus tragenden und 
aussteifenden Innenwänden, weshalb hier darauf geachtet wird möglichst wenig Wände abzu-
reißen und das restliche Raumprogramm an die vorhandene Struktur anzupassen. 
Die bestehende Gymnastikhalle gibt vor, dass der Sportbereich im Erdgeschoss erhalten bleibt. 
Die Umkleiden werden gemäß den heutigen Standards  nach Geschlechtern getrennt 
umstrukturiert. 
 
 
 
…

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Des Weiteren entsteht im Erdgeschoss der gesamte Personalbereich mit Lehrerzimmer, Räume 
für Schulleitung, Besprechung und Nebenräumen. Im Obergeschoss findet sich Platz für 2 
Cluster, wobei der Betreuungsraum des einen Clusters im Hauptgebäude ist. Der gesamte 
Raumbedarf lässt sich gut in den beiden Baukörpern realisieren. 
Ein Technikraum für die Lüftung muss auf dem eingeschossigen Teil des Hauptgebäudes 
hergestellt werden. 
Beide Bauten erhalten mit der neuen gedämmten, vorgesetzten Fassade, die den heutigen 
energetischen Standard erfüllt, eine einheitliche architektonische Gesamtansicht. 
 
Interimsunterkunft 
Die umfangreichen Eingriffe können nicht ohne Interimsunterkunft ausgeführt werden. Für die 
Finanzierung der Herrichtung der Interimsunterkunft waren  600.000 € im MIP des Wirtschafts-
plan 2020 etatisiert. Aktuell sind Mietkosten in Höhe von je 250.000 € im Entwurf des Wirt-
schaftsplanes 2021 im Erfolgsplan 2021 und 2022 eingestellt. Dazu wird eine gesonderte 
Vorlage eingebracht. 
 
Erläuterung zur Aufgliederung der Kosten und Kostenentwicklung 
 
In der detaillierten Kostenübersicht der Kostenberechnung sind wesentlich höhere 
Kostenansätze für begrüntes Dach und Fassadenflächen enthalten, um die Klimaschutzziele zu 
erreichen. Die nun niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind ebenfalls als Einbau-
möbel in der Kostengruppe 300 verankert. 
Die Auswahl der Innenbekleidungen mit Holzdecken und Steinbelägen in Foyers und Treppen-
bereichen im Sinne der Langlebigkeit erfordert höhere Investitionskosten, ist aber bei Betrach-
tung der Nutzungszeit wirtschaftlicher als Belagware. 
 
Kostengruppe 200 
Da die Gebäude komplett geräumt werden müssen, wird ein Teil der Möbel in eine Interims-
unterkunft umgezogen. Rückbau und Entsorgung der leichten Trennwände mit den darin 
verbauten Schadstoffen und weiteren bauzeittypischen Produkten sind aufgrund nun fundierter 
Analysen mit 0,5 Millionen Euro angesetzt. Hierfür wird kein weiterer Risikozuschlag angesetzt, 
da die Leistung  direkt nach Beschluss ausgeschrieben werden kann. 
 
Kostengruppe 300 Bauwerk, Baukonstruktion. 
Beinhaltet die Erstellung des neuen Treppenhauses mit Eingangsfoyer und dort wo es möglich 
ist neue Bodenaufbauten. Die Erneuerung der Hüllflächen und Innenausbauten sind enthalten, 
die Kostensteigerung bei der Kostengruppe 360 liegt im Bereich der nun projektierten Dach-
begrünung. 
Die in der Kostenberechnung als Referenzstandard angenommenen Holzabhangdecken der 
Ludwig-Schwamb-Schule liegen deutlich über dem BKI- Werten der Kostenschätzung, sind aber 
qualitativ hochwertig und langlebig. Hierfür ergibt sich eine Differenz von 0,5 Millionen €. 
Im Zuge der Entwurfsplanung haben die Berechnungen des Statikers ergeben, dass es nicht 
möglich ist, den neuen Technikraum im 1. OG selbst in Leichtbauweise über das vorhandene 
Tragwerk zu bauen. Dies bedeutet, dass ein Teil des eingeschossigen Hauptgebäudes 
rückgebaut werden muss und als 2-geschossiger Baukörper wieder ergänzt wird. 
Die Kostenschätzung vom 11.12.2019 kalkulierte für die Herstellung der Leichtbau-
konstruktion ohne Gründach eine Summe von ca. 50.000,00 €. Somit entstehen höhere Kosten 
von ca. 118.359,30 €.

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… 
 
 
Die weitere Differenz ist durch die Bearbeitungstiefe und die projektspezifische Berechnung 
bedingt. Der Risikozuschlag beträgt 15 %. 
 
Kostengruppe 400 Bauwerk Technische Anlagen 
Bedingt durch statische Vorgaben und verfügbare Raumhöhen ist die Lüftung im 
Hauptgebäude als zentrale Anlage geplant. Im Nebengebäude ist dies nur mit dezentralen 
Geräten möglich, die gleichzeitig eine hohe Wärmerückgewinnung bieten. Weitere Technische 
Anlagen entsprechen den heutigen Standards mit dem Fokus auf den Energieverbrauch. In der 
Kostengruppe ist sowohl der Aufzug als auch die Ausgabeküche enthalten. Die elektrotech-
nische Installation erfolgt nach den Leitlinien des Immobilienmanagements und des 
Medienentwicklungsplans. Der Risikozuschlag beträgt 15%. 
 
Kostengruppe 500 Außenanlagen 
Der Schulhof mit den Spielgeräten bleibt unberührt. Anpassungen im Baustellenbereich sind 
erforderlich, ebenso ist die geplante begrünte Abgrenzung des Terrassenbereichs und ein 
grünes Klassenzimmer unter Verwendung des Bestandsmosaiks zu erstellen. Hierfür wird 
wegen der geringen Planungstiefe ein Risikozuschlag von 25 % angesetzt. 
 
Kostengruppe 600 Ausstattung  
Die in der Kostenberechnung niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind durch 
prozentualen Ansatz in der Kostengruppe bedingt. Hier wurde in der Kostenschätzung ein 
Kostenansatz gem. BKI für die Gesamtausstattung angesetzt. Durch Einbaumöbel (KG 370) 
wird ein Teil des hierfür notwendigen Budgets in der Kostengruppe der Baukonstruktion 
verortet. 
Weitere bewegliche Möbel und Einrichtungsgegenstände werden vom Schulamt etatisiert. 
 
Kostengruppe 700 Baunebenkosten 
Die Baunebenkosten sind aufgrund der anrechenbaren Kosten des Entwurfs ermittelt. Diese 
entsprechen 29 % der Anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 300 und 400. Da die 
Parameter weitgehend bekannt sind und nur für evtl. erforderliche zusätzliche Leistungen 
bereit zu stellen wären, sind sie hier mit 5 % Risiko angesetzt. 
 
 
 
 
 
…

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KGR 
DIN 
276 
Bezeichnung  Grobkosten 
KIP 2018 
Kostenschätzung 
11.12.2019 
Kostenberechnung 
24.03.2020 
Risikozuschlag 
nach KGR 
01/2021  
100 Grundstück         
200 Abbruch, Herrichten, 
und Erschließen   342.000 € 510.000 €  enthalten 
300 Bauwerk und 
Baukonstruktion   3.615.000 € 4.687.825 €      710.000 €  
  
 
      
  BKI Ansatz 
300+400  5.345.000 €  
 
    
400 Technische Anlagen   2.083.000 € 1.996.385 €      300.000 € 
500 Außenanlagen     223.670 €        58.000 € 
600 Ausstattung    259.500 € 125.500 €        32.000 € 
700 Baunebenkosten   1.655.000 €   1.700.500 € 1.945.000 €      100.000 € 
 Rundung   11.620 €  
 Interim 500.000 €    
      
  Gesamtkosten 
(netto)   7.500.000 €  8.000.000 € 9.500.000 €   1.200.000 € 
 IDA Wirtschaftsplan      1.200.000 € 
  Fördermittel aus 
KIP-II 8.000.000 €    9.500.000 €    
      
 
Gesamtbaukosten:                   10.700.000 € 
 
Die Maßnahme wird wie folgt finanziert: 
 
Bereits bereitgestellt aus KIP II-Mitteln: 8.000.000 € 
Zu beantragende Finanzierung aus KIP II: 1.500.000 € 
Finanzierung Risikozuschlag IDA im MIP 2021 + 2022 1.200.000 €  
 
Zusätzlich: 
Finanzierung der Mietkosten für Interimsunterkunft 
Im Erfolgsplan 2021 + 2022 500.000 € 
 
Gesamtprojektkosten 11.200.000 € 
 
 
Der aus dem IDA-Wirtschaftsplan zu finanzierende Risikozuschlag in Höhe von 1.200.000 € ist 
im Entwurf zum Wirtschaftsplan 2021 im MIP für 2021 und 2022 mit jeweils 600.000 € 
enthalten.  
 
Die von IDA zu finanzierenden Mietkosten der Interimsunterkunft sind im Entwurf des 
Wirtschaftsplanes 2021 im Erfolgsplan für 2021 + 2022 berücksichtigt.

Dezernent I    Dezernent II    Dezernent IV 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch  Rafael Reißer   André Schellenberg 
Oberbürgermeister  Bürgermeister   Stadtkämmerer

anlage 1

514 Zeichen

Grundriss EG, Abriss/Neubau (E02-EG-Abbruch-Erdgeschoss Abbruch) 
 
 
 
Grundriss OG, Abriss/Neubau (E02-OG-Abbruch-Obergeschoss Abbruch) 
 
 
 
 
Ansicht Ost (E04-Ansichten-Ansichten) 
 
 
 
Ansicht West (E04-Ansichten-Ansichten

2 2 
 
Ansicht Nord (E04-Ansichten-Ansichten)  Ansicht Süd (E04-Ansichten-Ansichten) 
 
 
Schnitt A-A (E04-Schnitte-Schnitt) 
 
 
 
Schnitt B-B (E04-Schnitte-Schnitt) 
 
 
 
 
 
 
  
Schnitt C-C (E04-Schnitte-Schnitt) 
 
 
Perspektive West (Pers 3) 
 
 
 
 
Perspektive West (Pers 1)

anlage 5

195 Zeichen

Punkt 11: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II 
 (V-Nr. 2020/0119) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der 
Vorlage zuzustimmen.

anlage 2

1374 Zeichen

Eigenbetrieb Immobilienmanagement 
 
 
 
Folgekostenberechnung für: 
 
Bezeichnung:   Sanierung Wilhelm-Hauff-Schule auf Neubaustandard 
Kostenstelle:   14-00075-01 und 14-00075-02 
Kostenberechnung:  9.500.000 € +1.200.000 € Risiko 
Geplante Inbetriebnahme: 15.7.2022 
 
 
Zuweisung  Bund 7.125.000 €  Kernhaushalt 2.375.000  €  
Landkreis, etc.       € 
   
   Land       €  Sonstige: 1.200.000 € 
 
Bemerkung: Die Finanzierung des Risikonanteils erfolgt aus dem IDA Wirtschaftsplan und     
  wird beim Finanzierungsbetrag  addiert zum Kostenberechnungsbetrag. 
   
 
Finanzierungsbetrag    10.700.00 € 
 
Zinsaufwand     321.000 €  (Realverzinsung 3 %) 
 
Tilgungssatz           % 
 
Nutzungsdauer    50 Jahre 
 
Abschreibungssatz linear   2 % 
 
Notwendiges Grundstück vorhanden:      
 
 ja 
 
 nein/Folgekosten          € 
 
BGF  geplant     4242 m²    
 
Anwendung Vermieter-Mieter-Modell 
 
 Ja            Nein       
 
 
Nutzer:  Schulamt  100 % 
               % 
               % 
 
Folgekostenberechnung nach Kostenwerten  
1. Verwaltungskosten   KG 200 (8€/qm) 33.936.00 € 
2. Betriebskosten  KG 300 (26 €/qm) Etatisierung im WP 46.662 € 
3. Erhaltungsaufwand  KG 400 (11€/qm) Etatisierung im WP 33.936 € 
 
Sonstige Erläuterungen: Die Summe der zu etatisierenden  Folgekosten beträgt gerundet 
190.00 €/a. 
 
Aufgestellt: B. König-Ehmke, Architektin 24.4.2020

anlage 6

141 Zeichen

Punkt 21: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II 
 (V-Nr. 2020/0119) 
 
Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.

anlage 4

194 Zeichen

Punkt 3: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II 
 (V-Nr. 2020/0119) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der 
Vorlage zuzustimmen.

Beratungsverlauf (4)

TOP 3
TOP 139
TOP 21 beschließend
TOP 11

Orte (1)

  • Stresemannstraße 5

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0119
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.05.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00