2020/0119
KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II
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2020/0119
17504 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.05.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0119
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 14-00075-01; 14-00075-02 Investitionsnummer: INV00345
Kostenträger: 270 Sachkonto: 0951010
Betreff: KIP II Wilhelm -Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II
Vorlage vom: 12.05.2020
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung der Wilhelm-Hauff-Schule, Hauptgebäude und
Gebäude II verbunden durch einen Erschließungsneubau mit Gesamtprojektkosten von
11.200.000 € zu.
2. Der Magistrat stimmt zu, einen Änderungsantrag bei der WI-Bank zur Finanzierung zusätz-
licher KIP II-Mittel In Höhe von 1.500.000 € zu stellen.
Anlagen: Planunterlagen
Folgekostenberechnung
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.05.2020
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:
1. Die Wilhelm-Hauf-Schule wurde für das Förderprogramm KIP II vorgeschlagen, um
einerseits die energetische und technische Sanierung an beiden Gebäuden vorzunehmen,
andererseits die Barrierefreiheit herzustellen.
2. Der Magistrats-Beschluss Nr. 92 vom 07.03.2018 stimmt der Aufstellung sowie der
Anmeldung für das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP macht Schule“ (KIP II) zu.
3. Förderbescheid (KInvFG II) Ident-Nr. 06411000SB4339171839 mit einem
Investitionsvolumen in Höhe von 8.000.000,00 €.
4. Stadtverordnetenbeschluss zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035
5. Durchführung der europaweiten VGV- Verfahren für Architekten und Fachplaner
2018/2019 Beauftragung der Planer bis Leistungsphase 3.
6. Architektur: Dierks-Blume-Nasedy- dbn architekten, Darmstadt
7. Heizungs-Lüftungs Sanitärplanung: Tiede Ingenieurunternehmung, Biblis
8. Elektrotechnik: Matysik Ingenieurbüro Gmbh, Frankfurt am Main
9. Gemäß des Terminplanes mit Stand vom 26.03.2020 ergeben sich folgende Termine:
Genehmigungsplanung: 07.05.2020 – 27.05.2020
Ausführungsplanung: 27.05.2020 – 20.10.2020
Ausschreibung und Vergabe: 24.08.2020 – 31.12.2020
Bauzeit: 15.01.2021 – 28.06.2022
10. Gebäudekennwerte:
Bruttogrundfläche (BrGF): 2.242 m2
Bruttogeschossfläche (BGF) 4.242 m2
Bruttorauminhalt (BRI): 20.810 m3
Nutzfläche (NUF): 2.460 m2
Verkehrsfläche (VF ): 924 m2
Technikfläche (TF): 181 m2
…
- 4 -
Lageplan (E01-Lageplan-Lageplan) Lageplan (vergrößert)
Erläuterungsbericht
Beschreibung des Bestands
Die Wilhelm-Hauff-Schule befindet sich im Darmstädter Stadtteil Eberstadt in der
Stresemannstraße 5. Die Schule besteht aus einem Hauptgebäude und einem nördlich
gelegenen Nebengebäude, bisher ohne bauliche Verbindung. Der Außenbereich der Anlage
weist einen sehr hohen, fast schon waldartigen Baumbestand auf.
Die Wilhelm-Hauff-Schule ist eine 3-zügige Grundschule mit einer Vorklasse mit insgesamt
maximal 300 Schülern und ca. 30 Lehrern und Betreuern. Momentan findet der Unterricht
hauptsächlich im Hauptgebäude statt, auch der Personalbereich befindet sich dort. Im
Nebengebäude sind Turnhalle mit Nebenräumen sowie der Betreuungsbereich untergebracht.
Ohne Abgrenzung zum Schulhof existiert hier aktuell im Erdgeschoss eine öffentliche Stadt -
teilnutzung in Form einer Cafeteria (Kooperative Baff), die aufgrund der funktionalen Zu -
sammenhänge und des Raumbedarfs der Schule dort nicht weiter verortet werden kann.
Das Hauptgebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1972 errichtet und in den
Folgejahren um einen 1-geschossigen Anbau im Süden erweitert. Es handelt sich um eine
massive Stahlbetonskelettkonstruktion mit Stahlbetonfertigteilen ausgeführt. Die Fassade
besteht aus Leichtbetonwandplatten mit späterer Ergänzung einer Außentreppe als zweiter
baulicher Rettungsweg.
Das Nebengebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1970 errichtet. Es handelt
sich um eine massive Stahlbetonkonstruktion, die zum größten Teil mit Stahlbetonfertigteilen
ausgeführt wurde. Gegründet ist das Bauwerk auf Streifen- und Einzelfundamenten. Die
Fassade besteht aus geschosshohen Fassadenplatten und ebenfalls ergänzter Außentreppe.
…
- 5 -
Durch die fast 50-jährige Nutzungszeit der beiden Gebäude, ergibt sich aufgrund von Ab-
nutzung und geänderter Baurechtsgrundlage in Bezug auf Energie und Brandschutz ein
dringender Sanierungsbedarf. Auch die räumliche Struktur im inneren entspricht aus
pädagogischer und funktionaler Sicht nicht der heutigen Anforderungen an einen Schulbau.
An den Gebäuden der Wilhelm-Hauff-Schule wurden im vergangenen Jahrzehnt Brandschutz-
maßnahmen mit Ergänzung von zweiten baulichen Rettungswegen und eine Sanierung der
Schülertoiletten durchgeführt. Der vor 6 Jahren sanierte WC Bereich bleibt unangetastet.
Erläuterungsbericht
Projektziele
Die beiden Bestandsgebäude werden so saniert, dass sie energetisch und hinsichtlich des
Brandschutzes sowie der Haustechnik den heutigen Anforderungen entsprechen und die mög -
lichen Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Bestand durchgeführt werde n. Die
funktionale Anpassung an pädagogische Forderungen ist Entwurfsgrundlage.
Umsetzung Klimaschutzziele
Bei Umsetzung der Klimaschutzziele ist der KFW40-Standard mit Passivhauskomponenten als
Zielwert zu erreichen. Bei dem hier vorliegenden Gebäudekomplex mit einer Bruttogrundfläche
von 2242 m² kann nur ein Drittel der erdberührten Bauteilfläche energetisch ertüchtigt werden.
Diese Bestandsgröße lässt sich bedingt in der sehr guten Dämmung der weiteren
Außenbauteile kompensieren.
Der Einsatz der Dachflächen für Fotovoltaik Nutzung wurde intensiv mit Entega und Fach -
planern untersucht. Aufgrund statischer Vorgaben und der vorhandenen Verschattung durch
die umliegenden Hochhäuser ist nur eine Teilbelegung des 2-geschossigen Hauptgebäudes
möglich. Das 2 geschossige Nebengebäude wird mit extensiver Dachbegrünung ausgeführt.
Der vorhandene Fernwärmeanschluss wird nach Abstimmung IDA/Koordination der Stadt -
wirtschaft weitergeführt. Die erforderliche Leistungszuführung wird hier deutlich mehr als
halbiert. Erreicht wird das durch die Ertüchtigung der Außenbauteile und die energetisch
optimierte Lüftungsplanung mit 80 % Wärmerückgewinnung und der differenzierten
Ausbildung der Lüftung für die 2 unterschiedlichen Bestandsbaukörper.
Durch die funktionalen Änderungen werden zwar viele Wände abgebrochen, allerdings sind
diese zu mehr als 90 Prozent leichte Metallständerwände. Durch die Weiternutzung der vor -
handenen Stahlbetonsubstanz, wird somit graue Energie für den Bruttorauinhalt von 19.500
cbm Stahlbetonkonstruktion eingespart.
Der nach dem Entwurfsplanungsstand errechnete Primärenergiebedarf beträgt 38.231 KwH/a
Der Jahresprimärenergiebedarf pro qm beträgt 55,9 KWH und liegt 31 % unter
Neubaustandard.
…
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Brandschutz
Durch die Verbindung von Haupt- und Nebengebäude können die vorhanden innenliegenden
Treppenhäuser mit direktem Zugang ins Freie jeweils als 2. Baulicher Rettungsweg genutzt
werden. Die nachträglich angebrachten Außentreppen, die einer energetischen Fassaden -
sanierung entgegenstehen, können entfernt werden. Das Brandschutzkonzept berücksichtigt,
die im Folgenden beschriebenen pädagogischen Anforderungen.
Pädagogisches Nutzungskonzept
Da die Raumbereitstellung bei dem Beitritt zum Pakt für den Nachmittag bereits teilweise
erweitert wurde, kann mit dem vorliegenden Entwurf und der geringen Flächenerweiterung das
komplette Raumprogramm abgebildet werden. Die Kooperative Baff wird an einen anderen
Standort verlagert.
Mit der Zusammenbindung der beiden einzelnen Gebäude und der Neustrukturieru ng der
Räume, wird das Ziel erreicht, dass das pädagogische Konzept optimal in den neu ge -
schaffenen Räumlichkeiten umgesetzt werden kann. Der Unterricht wird mit der Betreuung
enger verknüpft. Die geplante Mensa sorgt einerseits für die Verpflegung der Kinder,
andererseits kann sie mit einem Foyer zusammengeschlossen werden, das für regelmäßige
Veranstaltungen der Schule genutzt wird.
Entwurfsbeschreibung
Zur Verbindung der beiden Baukörper wird ein 151 qm großer Neubau erstellt.
In dem Eingangsfoyer erreicht man eine neue zentrale Treppe sowie einen Aufzug, der die
Barrierefreiheit in beiden Gebäudeteilen über alle Geschosse sicherstellt.
Zudem gleichen Rampen die unterschiedlichen Höhenniveaus der Gebäude aus. Ebenso schafft
die Verbindung der Baukörper die Sicherstellung des gem. Schulbaurichtlinien notwendigen 2.
baulichen Rettungsweges. Dadurch können die nachträglich angebrachten Außentreppen der
Bestandsbauten entfallen. Um auch die Gymnastikhalle barrierefrei zu nutzen erfolgt der Ein -
bau des Aufzuges mit einem weiteren Halt im Souterrain.
Die nichttragenden Trennwände des Hauptgebäudes werden rückgebaut, somit können die
neuen Klassen- und Betreuungsräume in Größe und Lage dem aktuellen Raumprogramm
angepasst werden. Grundsätzlich soll eine Cluster-Bildung umgesetzt werden, so dass sich 4
Cluster mit je 3 Klassenräumen (Jahrgangsweise) und zugehörigen Betreuungs- und Neben-
räumen bilden. Im Hauptgebäude werden 2 Cluster, eines im Erdgeschoss und eines im
Obergeschoss umgesetzt.
Der Sanitärbereich im Erdgeschoss wurde vor ca. 6 Jahren saniert, dieser bleibt unangetastet.
Das Nebengebäude besteht, anders als das Hauptgebäude, hauptsächlich aus tragenden und
aussteifenden Innenwänden, weshalb hier darauf geachtet wird möglichst wenig Wände abzu -
reißen und das restliche Raumprogramm an die vorhandene Struktur anzupassen.
Die bestehende Gymnastikhalle gibt vor, dass der Sportbereich im Erdgeschoss erhalten bleibt.
Die Umkleiden werden gemäß den heutigen Standards nach Geschlechtern getrennt
umstrukturiert.
…
- 7 -
Des Weiteren entsteht im Erdgeschoss der gesamte Personalbereich mit Lehrerzimmer, Räume
für Schulleitung, Besprechung und Nebenräumen. Im Obergeschoss findet sich Platz für 2
Cluster, wobei der Betreuungsraum des einen Clusters im Hauptgebäude ist. Der gesamte
Raumbedarf lässt sich gut in den beiden Baukörpern realisieren.
Ein Technikraum für die Lüftung muss auf dem eingeschossigen Teil des Hauptgebäudes
hergestellt werden.
Beide Bauten erhalten mit der neuen gedämmten, vorgesetzten Fassade, die den heutigen
energetischen Standard erfüllt, eine einheitliche architektonische Gesamtansicht.
Interimsunterkunft
Die umfangreichen Eingriffe können nicht ohne Interimsunterkunft ausgeführt werden. Für die
Finanzierung der Herrichtung der Interimsunterkunft waren 600.000 € im MIP des Wirtschafts-
plan 2020 etatisiert. Aktuell sind Mietkosten in Höhe von je 250.000 € im Entwurf des Wirt-
schaftsplanes 2021 im Erfolgsplan 2021 und 2022 eingestellt. Dazu wird eine gesonderte
Vorlage eingebracht.
Erläuterung zur Aufgliederung der Kosten und Kostenentwicklung
In der detaillierten Kostenübersicht der Kostenberechnung sind wesentlich höhere
Kostenansätze für begrüntes Dach und Fassadenflächen enthalten, um die Klimaschutzziele zu
erreichen. Die nun niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind ebenfalls als Einbau-
möbel in der Kostengruppe 300 verankert.
Die Auswahl der Innenbekleidungen mit Holzdecken und Steinbelägen in Foyers und Treppen -
bereichen im Sinne der Langlebigkeit erfordert höhere Investitionskosten, ist aber bei Betrach-
tung der Nutzungszeit wirtschaftlicher als Belagware.
Kostengruppe 200
Da die Gebäude komplett geräumt werden müssen, wird ein Teil der Möbel in eine Interims -
unterkunft umgezogen. Rückbau und Entsorgung der leichten Trennwände mit den darin
verbauten Schadstoffen und weiteren bauzeittypischen Produkten sind aufgrund nun fundierter
Analysen mit 0,5 Millionen Euro angesetzt. Hierfür wird kein weiterer Risikozuschlag angesetzt,
da die Leistung direkt nach Beschluss ausgeschrieben werden kann.
Kostengruppe 300 Bauwerk, Baukonstruktion.
Beinhaltet die Erstellung des neuen Treppenhauses mit Eingangsfoyer und dort wo es möglich
ist neue Bodenaufbauten. Die Erneuerung der Hüllflächen und Innenausbauten sind enthalten,
die Kostensteigerung bei der Kostengruppe 360 liegt im Bereich der nun projektierten Dach-
begrünung.
Die in der Kostenberechnung als Referenzstandard angenommenen Holzabhangdecken der
Ludwig-Schwamb-Schule liegen deutlich über dem BKI- Werten der Kostenschätzung, sind aber
qualitativ hochwertig und langlebig. Hierfür ergibt sich eine Differenz von 0,5 Millionen €.
Im Zuge der Entwurfsplanung haben die Berechnungen des Statikers ergeben, dass es nicht
möglich ist, den neuen Technikraum im 1. OG selbst in Leichtbauweise über das vorhandene
Tragwerk zu bauen. Dies bedeutet, dass ein Teil des eingeschossigen Hauptgebäudes
rückgebaut werden muss und als 2-geschossiger Baukörper wieder ergänzt wird.
Die Kostenschätzung vom 11.12.2019 kalkulierte für die Herstellung der Leichtbau-
konstruktion ohne Gründach eine Summe von ca. 50.000,00 €. Somit entstehen höhere Kosten
von ca. 118.359,30 €.
…
- 8 -
Die weitere Differenz ist durch die Bearbeitungstiefe und die projektspezifische Berechnung
bedingt. Der Risikozuschlag beträgt 15 %.
Kostengruppe 400 Bauwerk Technische Anlagen
Bedingt durch statische Vorgaben und verfügbare Raumhöhen ist die Lüftung im
Hauptgebäude als zentrale Anlage geplant. Im Nebengebäude ist dies nur mit dezentralen
Geräten möglich, die gleichzeitig eine hohe Wärmerückgewinnung bieten. Weitere Technische
Anlagen entsprechen den heutigen Standards mit dem Fokus auf den Energieverbrauch. In der
Kostengruppe ist sowohl der Aufzug als auch die Ausgabeküche enthalten. Die elektrotech -
nische Installation erfolgt nach den Leitlinien des Immobilienmanagements und des
Medienentwicklungsplans. Der Risikozuschlag beträgt 15%.
Kostengruppe 500 Außenanlagen
Der Schulhof mit den Spielgeräten bleibt unberührt. Anpassungen im Baustellenbereich sind
erforderlich, ebenso ist die geplante begrünte Abgrenzung des Terrassenbereichs und ein
grünes Klassenzimmer unter Verwendung des Bestandsmosaiks zu erstellen. Hierfür wird
wegen der geringen Planungstiefe ein Risikozuschlag von 25 % angesetzt.
Kostengruppe 600 Ausstattung
Die in der Kostenberechnung niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind durch
prozentualen Ansatz in der Kostengruppe bedingt. Hier wurde in der Kostenschätzung ein
Kostenansatz gem. BKI für die Gesamtausstattung angesetzt. Durch Einbaumöbel (KG 370)
wird ein Teil des hierfür notwendigen Budgets in der Kostengruppe der Baukonstruktion
verortet.
Weitere bewegliche Möbel und Einrichtungsgegenstände werden vom Schulamt etatisiert.
Kostengruppe 700 Baunebenkosten
Die Baunebenkosten sind aufgrund der anrechenbaren Kosten des Entwurfs ermittelt. Diese
entsprechen 29 % der Anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 300 und 400. Da die
Parameter weitgehend bekannt sind und nur für evtl. erforderliche zusätzliche Leistungen
bereit zu stellen wären, sind sie hier mit 5 % Risiko angesetzt.
…
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KGR
DIN
276
Bezeichnung Grobkosten
KIP 2018
Kostenschätzung
11.12.2019
Kostenberechnung
24.03.2020
Risikozuschlag
nach KGR
01/2021
100 Grundstück
200 Abbruch, Herrichten,
und Erschließen 342.000 € 510.000 € enthalten
300 Bauwerk und
Baukonstruktion 3.615.000 € 4.687.825 € 710.000 €
BKI Ansatz
300+400 5.345.000 €
400 Technische Anlagen 2.083.000 € 1.996.385 € 300.000 €
500 Außenanlagen 223.670 € 58.000 €
600 Ausstattung 259.500 € 125.500 € 32.000 €
700 Baunebenkosten 1.655.000 € 1.700.500 € 1.945.000 € 100.000 €
Rundung 11.620 €
Interim 500.000 €
Gesamtkosten
(netto) 7.500.000 € 8.000.000 € 9.500.000 € 1.200.000 €
IDA Wirtschaftsplan 1.200.000 €
Fördermittel aus
KIP-II 8.000.000 € 9.500.000 €
Gesamtbaukosten: 10.700.000 €
Die Maßnahme wird wie folgt finanziert:
Bereits bereitgestellt aus KIP II-Mitteln: 8.000.000 €
Zu beantragende Finanzierung aus KIP II: 1.500.000 €
Finanzierung Risikozuschlag IDA im MIP 2021 + 2022 1.200.000 €
Zusätzlich:
Finanzierung der Mietkosten für Interimsunterkunft
Im Erfolgsplan 2021 + 2022 500.000 €
Gesamtprojektkosten 11.200.000 €
Der aus dem IDA-Wirtschaftsplan zu finanzierende Risikozuschlag in Höhe von 1.200.000 € ist
im Entwurf zum Wirtschaftsplan 2021 im MIP für 2021 und 2022 mit jeweils 600.000 €
enthalten.
Die von IDA zu finanzierenden Mietkosten der Interimsunterkunft sind im Entwurf des
Wirtschaftsplanes 2021 im Erfolgsplan für 2021 + 2022 berücksichtigt.
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Dezernent I Dezernent II Dezernent IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 3
17505 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
19.05.2020
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat II
Dezernat IV
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 65
II 40
IV
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2020/0119
Magistratsbeschluss-Nr.
139
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 14-00075-01; 14-00075-02 Investitionsnummer: INV00345
Kostenträger: 270 Sachkonto: 0951010
Betreff: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II
Vorlage vom: 12.05.2020
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat stimmt der Sanierung der Wilhelm-Hauff-Schule, Hauptgebäude und
Gebäude II verbunden durch einen Erschließungsneubau mit Gesamtprojektkosten von
11.200.000 € zu.
2. Der Magistrat stimmt zu, einen Änderungsantrag bei der WI-Bank zur Finanzierung zusätz-
licher KIP II-Mittel In Höhe von 1.500.000 € zu stellen.
Anlagen: Planunterlagen
Folgekostenberechnung
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 27.05.20250
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.05.2020
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:
1. Die Wilhelm-Hauf-Schule wurde für das Förderprogramm KIP II vorgeschlagen, um
einerseits die energetische und technische Sanierung an beiden Gebäuden vorzunehmen,
andererseits die Barrierefreiheit herzustellen.
2. Der Magistrats-Beschluss Nr. 92 vom 07.03.2018 stimmt der Aufstellung sowie der
Anmeldung für das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP macht Schule“ (KIP II) zu.
3. Förderbescheid (KInvFG II) Ident-Nr. 06411000SB4339171839 mit einem
Investitionsvolumen in Höhe von 8.000.000,00 €.
4. Stadtverordnetenbeschluss zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035
5. Durchführung der europaweiten VGV- Verfahren für Architekten und Fachplaner
2018/2019 Beauftragung der Planer bis Leistungsphase 3.
6. Architektur: Dierks-Blume-Nasedy- dbn architekten, Darmstadt
7. Heizungs-Lüftungs Sanitärplanung: Tiede Ingenieurunternehmung, Biblis
8. Elektrotechnik: Matysik Ingenieurbüro Gmbh, Frankfurt am Main
9. Gemäß des Terminplanes mit Stand vom 26.03.2020 ergeben sich folgende Termine:
Genehmigungsplanung: 07.05.2020 – 27.05.2020
Ausführungsplanung: 27.05.2020 – 20.10.2020
Ausschreibung und Vergabe: 24.08.2020 – 31.12.2020
Bauzeit: 15.01.2021 – 28.06.2022
10. Gebäudekennwerte:
Bruttogrundfläche (BrGF): 2.242 m2
Bruttogeschossfläche (BGF) 4.242 m2
Bruttorauminhalt (BRI): 20.810 m3
Nutzfläche (NUF): 2.460 m2
Verkehrsfläche (VF ): 924 m2
Technikfläche (TF): 181 m2
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Lageplan (E01-Lageplan-Lageplan) Lageplan (vergrößert)
Erläuterungsbericht
Beschreibung des Bestands
Die Wilhelm-Hauff-Schule befindet sich im Darmstädter Stadtteil Eberstadt in der
Stresemannstraße 5. Die Schule besteht aus einem Hauptgebäude und einem nördlich
gelegenen Nebengebäude, bisher ohne bauliche Verbindung. Der Außenbereich der Anlage
weist einen sehr hohen, fast schon waldartigen Baumbestand auf.
Die Wilhelm-Hauff-Schule ist eine 3-zügige Grundschule mit einer Vorklasse mit insgesamt
maximal 300 Schülern und ca. 30 Lehrern und Betreuern. Momentan findet der Unterricht
hauptsächlich im Hauptgebäude statt, auch der Personalbereich befindet sich dort. Im
Nebengebäude sind Turnhalle mit Nebenräumen sowie der Betreuungsbereich untergebracht.
Ohne Abgrenzung zum Schulhof existiert hier aktuell im Erdgeschoss eine öffentliche Stadt-
teilnutzung in Form einer Cafeteria (Kooperative Baff), die aufgrund der funktionalen Zu-
sammenhänge und des Raumbedarfs der Schule dort nicht weiter verortet werden kann.
Das Hauptgebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1972 errichtet und in den
Folgejahren um einen 1-geschossigen Anbau im Süden erweitert. Es handelt sich um eine
massive Stahlbetonskelettkonstruktion mit Stahlbetonfertigteilen ausgeführt. Die Fassade
besteht aus Leichtbetonwandplatten mit späterer Ergänzung einer Außentreppe als zweiter
baulicher Rettungsweg.
Das Nebengebäude wurde als 2-geschossiger Baukörper im Jahre 1970 errichtet. Es handelt
sich um eine massive Stahlbetonkonstruktion, die zum größten Teil mit Stahlbetonfertigteilen
ausgeführt wurde. Gegründet ist das Bauwerk auf Streifen- und Einzelfundamenten. Die
Fassade besteht aus geschosshohen Fassadenplatten und ebenfalls ergänzter Außentreppe.
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Durch die fast 50-jährige Nutzungszeit der beiden Gebäude, ergibt sich aufgrund von Ab-
nutzung und geänderter Baurechtsgrundlage in Bezug auf Energie und Brandschutz ein
dringender Sanierungsbedarf. Auch die räumliche Struktur im inneren entspricht aus
pädagogischer und funktionaler Sicht nicht der heutigen Anforderungen an einen Schulbau.
An den Gebäuden der Wilhelm-Hauff-Schule wurden im vergangenen Jahrzehnt Brandschutz-
maßnahmen mit Ergänzung von zweiten baulichen Rettungswegen und eine Sanierung der
Schülertoiletten durchgeführt. Der vor 6 Jahren sanierte WC Bereich bleibt unangetastet.
Erläuterungsbericht
Projektziele
Die beiden Bestandsgebäude werden so saniert, dass sie energetisch und hinsichtlich des
Brandschutzes sowie der Haustechnik den heutigen Anforderungen entsprechen und die mög-
lichen Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Bestand durchgeführt werden. Die
funktionale Anpassung an pädagogische Forderungen ist Entwurfsgrundlage.
Umsetzung Klimaschutzziele
Bei Umsetzung der Klimaschutzziele ist der KFW40-Standard mit Passivhauskomponenten als
Zielwert zu erreichen. Bei dem hier vorliegenden Gebäudekomplex mit einer Bruttogrundfläche
von 2242 m² kann nur ein Drittel der erdberührten Bauteilfläche energetisch ertüchtigt werden.
Diese Bestandsgröße lässt sich bedingt in der sehr guten Dämmung der weiteren
Außenbauteile kompensieren.
Der Einsatz der Dachflächen für Fotovoltaik Nutzung wurde intensiv mit Entega und Fach-
planern untersucht. Aufgrund statischer Vorgaben und der vorhandenen Verschattung durch
die umliegenden Hochhäuser ist nur eine Teilbelegung des 2-geschossigen Hauptgebäudes
möglich. Das 2 geschossige Nebengebäude wird mit extensiver Dachbegrünung ausgeführt.
Der vorhandene Fernwärmeanschluss wird nach Abstimmung IDA/Koordination der Stadt-
wirtschaft weitergeführt. Die erforderliche Leistungszuführung wird hier deutlich mehr als
halbiert. Erreicht wird das durch die Ertüchtigung der Außenbauteile und die energetisch
optimierte Lüftungsplanung mit 80 % Wärmerückgewinnung und der differenzierten
Ausbildung der Lüftung für die 2 unterschiedlichen Bestandsbaukörper.
Durch die funktionalen Änderungen werden zwar viele Wände abgebrochen, allerdings sind
diese zu mehr als 90 Prozent leichte Metallständerwände. Durch die Weiternutzung der vor-
handenen Stahlbetonsubstanz, wird somit graue Energie für den Bruttorauinhalt von 19.500
cbm Stahlbetonkonstruktion eingespart.
Der nach dem Entwurfsplanungsstand errechnete Primärenergiebedarf beträgt 38.231 KwH/a
Der Jahresprimärenergiebedarf pro qm beträgt 55,9 KWH und liegt 31 % unter
Neubaustandard.
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Brandschutz
Durch die Verbindung von Haupt- und Nebengebäude können die vorhanden innenliegenden
Treppenhäuser mit direktem Zugang ins Freie jeweils als 2. Baulicher Rettungsweg genutzt
werden. Die nachträglich angebrachten Außentreppen, die einer energetischen Fassaden-
sanierung entgegenstehen, können entfernt werden. Das Brandschutzkonzept berücksichtigt,
die im Folgenden beschriebenen pädagogischen Anforderungen.
Pädagogisches Nutzungskonzept
Da die Raumbereitstellung bei dem Beitritt zum Pakt für den Nachmittag bereits teilweise
erweitert wurde, kann mit dem vorliegenden Entwurf und der geringen Flächenerweiterung das
komplette Raumprogramm abgebildet werden. Die Kooperative Baff wird an einen anderen
Standort verlagert.
Mit der Zusammenbindung der beiden einzelnen Gebäude und der Neustrukturierung der
Räume, wird das Ziel erreicht, dass das pädagogische Konzept optimal in den neu ge-
schaffenen Räumlichkeiten umgesetzt werden kann. Der Unterricht wird mit der Betreuung
enger verknüpft. Die geplante Mensa sorgt einerseits für die Verpflegung der Kinder,
andererseits kann sie mit einem Foyer zusammengeschlossen werden, das für regelmäßige
Veranstaltungen der Schule genutzt wird.
Entwurfsbeschreibung
Zur Verbindung der beiden Baukörper wird ein 151 qm großer Neubau erstellt.
In dem Eingangsfoyer erreicht man eine neue zentrale Treppe sowie einen Aufzug, der die
Barrierefreiheit in beiden Gebäudeteilen über alle Geschosse sicherstellt.
Zudem gleichen Rampen die unterschiedlichen Höhenniveaus der Gebäude aus. Ebenso schafft
die Verbindung der Baukörper die Sicherstellung des gem. Schulbaurichtlinien notwendigen 2.
baulichen Rettungsweges. Dadurch können die nachträglich angebrachten Außentreppen der
Bestandsbauten entfallen. Um auch die Gymnastikhalle barrierefrei zu nutzen erfolgt der Ein-
bau des Aufzuges mit einem weiteren Halt im Souterrain.
Die nichttragenden Trennwände des Hauptgebäudes werden rückgebaut, somit können die
neuen Klassen- und Betreuungsräume in Größe und Lage dem aktuellen Raumprogramm
angepasst werden. Grundsätzlich soll eine Cluster-Bildung umgesetzt werden, so dass sich 4
Cluster mit je 3 Klassenräumen (Jahrgangsweise) und zugehörigen Betreuungs- und Neben-
räumen bilden. Im Hauptgebäude werden 2 Cluster, eines im Erdgeschoss und eines im
Obergeschoss umgesetzt.
Der Sanitärbereich im Erdgeschoss wurde vor ca. 6 Jahren saniert, dieser bleibt unangetastet.
Das Nebengebäude besteht, anders als das Hauptgebäude, hauptsächlich aus tragenden und
aussteifenden Innenwänden, weshalb hier darauf geachtet wird möglichst wenig Wände abzu-
reißen und das restliche Raumprogramm an die vorhandene Struktur anzupassen.
Die bestehende Gymnastikhalle gibt vor, dass der Sportbereich im Erdgeschoss erhalten bleibt.
Die Umkleiden werden gemäß den heutigen Standards nach Geschlechtern getrennt
umstrukturiert.
…
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Des Weiteren entsteht im Erdgeschoss der gesamte Personalbereich mit Lehrerzimmer, Räume
für Schulleitung, Besprechung und Nebenräumen. Im Obergeschoss findet sich Platz für 2
Cluster, wobei der Betreuungsraum des einen Clusters im Hauptgebäude ist. Der gesamte
Raumbedarf lässt sich gut in den beiden Baukörpern realisieren.
Ein Technikraum für die Lüftung muss auf dem eingeschossigen Teil des Hauptgebäudes
hergestellt werden.
Beide Bauten erhalten mit der neuen gedämmten, vorgesetzten Fassade, die den heutigen
energetischen Standard erfüllt, eine einheitliche architektonische Gesamtansicht.
Interimsunterkunft
Die umfangreichen Eingriffe können nicht ohne Interimsunterkunft ausgeführt werden. Für die
Finanzierung der Herrichtung der Interimsunterkunft waren 600.000 € im MIP des Wirtschafts-
plan 2020 etatisiert. Aktuell sind Mietkosten in Höhe von je 250.000 € im Entwurf des Wirt-
schaftsplanes 2021 im Erfolgsplan 2021 und 2022 eingestellt. Dazu wird eine gesonderte
Vorlage eingebracht.
Erläuterung zur Aufgliederung der Kosten und Kostenentwicklung
In der detaillierten Kostenübersicht der Kostenberechnung sind wesentlich höhere
Kostenansätze für begrüntes Dach und Fassadenflächen enthalten, um die Klimaschutzziele zu
erreichen. Die nun niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind ebenfalls als Einbau-
möbel in der Kostengruppe 300 verankert.
Die Auswahl der Innenbekleidungen mit Holzdecken und Steinbelägen in Foyers und Treppen-
bereichen im Sinne der Langlebigkeit erfordert höhere Investitionskosten, ist aber bei Betrach-
tung der Nutzungszeit wirtschaftlicher als Belagware.
Kostengruppe 200
Da die Gebäude komplett geräumt werden müssen, wird ein Teil der Möbel in eine Interims-
unterkunft umgezogen. Rückbau und Entsorgung der leichten Trennwände mit den darin
verbauten Schadstoffen und weiteren bauzeittypischen Produkten sind aufgrund nun fundierter
Analysen mit 0,5 Millionen Euro angesetzt. Hierfür wird kein weiterer Risikozuschlag angesetzt,
da die Leistung direkt nach Beschluss ausgeschrieben werden kann.
Kostengruppe 300 Bauwerk, Baukonstruktion.
Beinhaltet die Erstellung des neuen Treppenhauses mit Eingangsfoyer und dort wo es möglich
ist neue Bodenaufbauten. Die Erneuerung der Hüllflächen und Innenausbauten sind enthalten,
die Kostensteigerung bei der Kostengruppe 360 liegt im Bereich der nun projektierten Dach-
begrünung.
Die in der Kostenberechnung als Referenzstandard angenommenen Holzabhangdecken der
Ludwig-Schwamb-Schule liegen deutlich über dem BKI- Werten der Kostenschätzung, sind aber
qualitativ hochwertig und langlebig. Hierfür ergibt sich eine Differenz von 0,5 Millionen €.
Im Zuge der Entwurfsplanung haben die Berechnungen des Statikers ergeben, dass es nicht
möglich ist, den neuen Technikraum im 1. OG selbst in Leichtbauweise über das vorhandene
Tragwerk zu bauen. Dies bedeutet, dass ein Teil des eingeschossigen Hauptgebäudes
rückgebaut werden muss und als 2-geschossiger Baukörper wieder ergänzt wird.
Die Kostenschätzung vom 11.12.2019 kalkulierte für die Herstellung der Leichtbau-
konstruktion ohne Gründach eine Summe von ca. 50.000,00 €. Somit entstehen höhere Kosten
von ca. 118.359,30 €.
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…
Die weitere Differenz ist durch die Bearbeitungstiefe und die projektspezifische Berechnung
bedingt. Der Risikozuschlag beträgt 15 %.
Kostengruppe 400 Bauwerk Technische Anlagen
Bedingt durch statische Vorgaben und verfügbare Raumhöhen ist die Lüftung im
Hauptgebäude als zentrale Anlage geplant. Im Nebengebäude ist dies nur mit dezentralen
Geräten möglich, die gleichzeitig eine hohe Wärmerückgewinnung bieten. Weitere Technische
Anlagen entsprechen den heutigen Standards mit dem Fokus auf den Energieverbrauch. In der
Kostengruppe ist sowohl der Aufzug als auch die Ausgabeküche enthalten. Die elektrotech-
nische Installation erfolgt nach den Leitlinien des Immobilienmanagements und des
Medienentwicklungsplans. Der Risikozuschlag beträgt 15%.
Kostengruppe 500 Außenanlagen
Der Schulhof mit den Spielgeräten bleibt unberührt. Anpassungen im Baustellenbereich sind
erforderlich, ebenso ist die geplante begrünte Abgrenzung des Terrassenbereichs und ein
grünes Klassenzimmer unter Verwendung des Bestandsmosaiks zu erstellen. Hierfür wird
wegen der geringen Planungstiefe ein Risikozuschlag von 25 % angesetzt.
Kostengruppe 600 Ausstattung
Die in der Kostenberechnung niedriger angesetzten Kosten für Ausstattung sind durch
prozentualen Ansatz in der Kostengruppe bedingt. Hier wurde in der Kostenschätzung ein
Kostenansatz gem. BKI für die Gesamtausstattung angesetzt. Durch Einbaumöbel (KG 370)
wird ein Teil des hierfür notwendigen Budgets in der Kostengruppe der Baukonstruktion
verortet.
Weitere bewegliche Möbel und Einrichtungsgegenstände werden vom Schulamt etatisiert.
Kostengruppe 700 Baunebenkosten
Die Baunebenkosten sind aufgrund der anrechenbaren Kosten des Entwurfs ermittelt. Diese
entsprechen 29 % der Anrechenbaren Kosten der Kostengruppe 300 und 400. Da die
Parameter weitgehend bekannt sind und nur für evtl. erforderliche zusätzliche Leistungen
bereit zu stellen wären, sind sie hier mit 5 % Risiko angesetzt.
…
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KGR
DIN
276
Bezeichnung Grobkosten
KIP 2018
Kostenschätzung
11.12.2019
Kostenberechnung
24.03.2020
Risikozuschlag
nach KGR
01/2021
100 Grundstück
200 Abbruch, Herrichten,
und Erschließen 342.000 € 510.000 € enthalten
300 Bauwerk und
Baukonstruktion 3.615.000 € 4.687.825 € 710.000 €
BKI Ansatz
300+400 5.345.000 €
400 Technische Anlagen 2.083.000 € 1.996.385 € 300.000 €
500 Außenanlagen 223.670 € 58.000 €
600 Ausstattung 259.500 € 125.500 € 32.000 €
700 Baunebenkosten 1.655.000 € 1.700.500 € 1.945.000 € 100.000 €
Rundung 11.620 €
Interim 500.000 €
Gesamtkosten
(netto) 7.500.000 € 8.000.000 € 9.500.000 € 1.200.000 €
IDA Wirtschaftsplan 1.200.000 €
Fördermittel aus
KIP-II 8.000.000 € 9.500.000 €
Gesamtbaukosten: 10.700.000 €
Die Maßnahme wird wie folgt finanziert:
Bereits bereitgestellt aus KIP II-Mitteln: 8.000.000 €
Zu beantragende Finanzierung aus KIP II: 1.500.000 €
Finanzierung Risikozuschlag IDA im MIP 2021 + 2022 1.200.000 €
Zusätzlich:
Finanzierung der Mietkosten für Interimsunterkunft
Im Erfolgsplan 2021 + 2022 500.000 €
Gesamtprojektkosten 11.200.000 €
Der aus dem IDA-Wirtschaftsplan zu finanzierende Risikozuschlag in Höhe von 1.200.000 € ist
im Entwurf zum Wirtschaftsplan 2021 im MIP für 2021 und 2022 mit jeweils 600.000 €
enthalten.
Die von IDA zu finanzierenden Mietkosten der Interimsunterkunft sind im Entwurf des
Wirtschaftsplanes 2021 im Erfolgsplan für 2021 + 2022 berücksichtigt.
Dezernent I Dezernent II Dezernent IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 1
514 Zeichen
Grundriss EG, Abriss/Neubau (E02-EG-Abbruch-Erdgeschoss Abbruch) Grundriss OG, Abriss/Neubau (E02-OG-Abbruch-Obergeschoss Abbruch) Ansicht Ost (E04-Ansichten-Ansichten) Ansicht West (E04-Ansichten-Ansichten 2 2 Ansicht Nord (E04-Ansichten-Ansichten) Ansicht Süd (E04-Ansichten-Ansichten) Schnitt A-A (E04-Schnitte-Schnitt) Schnitt B-B (E04-Schnitte-Schnitt) Schnitt C-C (E04-Schnitte-Schnitt) Perspektive West (Pers 3) Perspektive West (Pers 1)
anlage 5
195 Zeichen
Punkt 11: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II (V-Nr. 2020/0119) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 2
1374 Zeichen
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Folgekostenberechnung für:
Bezeichnung: Sanierung Wilhelm-Hauff-Schule auf Neubaustandard
Kostenstelle: 14-00075-01 und 14-00075-02
Kostenberechnung: 9.500.000 € +1.200.000 € Risiko
Geplante Inbetriebnahme: 15.7.2022
Zuweisung Bund 7.125.000 € Kernhaushalt 2.375.000 €
Landkreis, etc. €
Land € Sonstige: 1.200.000 €
Bemerkung: Die Finanzierung des Risikonanteils erfolgt aus dem IDA Wirtschaftsplan und
wird beim Finanzierungsbetrag addiert zum Kostenberechnungsbetrag.
Finanzierungsbetrag 10.700.00 €
Zinsaufwand 321.000 € (Realverzinsung 3 %)
Tilgungssatz %
Nutzungsdauer 50 Jahre
Abschreibungssatz linear 2 %
Notwendiges Grundstück vorhanden:
ja
nein/Folgekosten €
BGF geplant 4242 m²
Anwendung Vermieter-Mieter-Modell
Ja Nein
Nutzer: Schulamt 100 %
%
%
Folgekostenberechnung nach Kostenwerten
1. Verwaltungskosten KG 200 (8€/qm) 33.936.00 €
2. Betriebskosten KG 300 (26 €/qm) Etatisierung im WP 46.662 €
3. Erhaltungsaufwand KG 400 (11€/qm) Etatisierung im WP 33.936 €
Sonstige Erläuterungen: Die Summe der zu etatisierenden Folgekosten beträgt gerundet
190.00 €/a.
Aufgestellt: B. König-Ehmke, Architektin 24.4.2020
anlage 6
141 Zeichen
Punkt 21: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II (V-Nr. 2020/0119) Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.
anlage 4
194 Zeichen
Punkt 3: KIP II Wilhelm-Hauff-Schule, Sanierung - Hauptgebäude und Gebäude II (V-Nr. 2020/0119) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Stresemannstraße 5
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2020/0119
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.05.2020
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00