Mandari Insight

2808/2018

Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2016/2017 des Gürzenich-Orchesters Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 07.09.2018

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Anlage 1a - Bilanz zum 31.8.2017

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Anlage 2 - Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017

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Anlage 1b - Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 - 31.8.2017

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Anlage 1c - Anhang einschließlich Anlagennachweis für das Wirtschftsjahr 1.9.2016 - 31.8.2017

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Anlage 3 - Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH vom 8.6.2018

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1a - Bilanz zum 31.8.2017

1880 Zeichen

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Anlage 2 - Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017

30389 Zeichen

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 1

LAGEBERICHT

FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2016 BIS 31. AUGUST 2017

I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DES ORCHESTERS IM WIRTSCHAFTSJIAHR
2016/2017

1. Die wirtschaftliche Situation öffentlicher Orchester in der Bundesrepublik Deutschland
in der Spielzeit 2016/2017

Auch in der Spielzeit 2016/2017 haben die öffentlichen Finanzen einen unverändert hohen Konsolidie-
rungsdruck auf die deutschen Orchester bewirkt, bei denen es sich um personalintensive Einrichtungen
mit einem hohen Anteil fixer Personalkosten und dadurch begrenzter kurzzeitig realisierbarer Konsoli-
dierungspotentiale handelt. Wegen des notwendigen Finanzbedarfs der Kultureinrichtungen stehen
deshalb gerade die Fragen der Effektivität und Wirtschaftlichkeit dieser Einrichtungen unverändert im
Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit.

Für das Vorjahr (Spielzeit 2015/2016) zeigt die Auswertung der Spielzeitdaten! stabile Verhältnisse: So
sind die Besucherzahlen der öffentlich getragenen Theater und Orchester einschließlich der Gastspiele
mit rd. 21 Mio. Zuschauern stabil geblieben. Insgesamt waren 44,237 Personen (Vorjahr 44.143) fest
in den Theatern und Orchestern angestellt, einschließlich der Musiker der selbstständigen Orchester
und Rundfunkorchester. Die öffentlichen Zuschüsse wurden von rund 2,43 Milliarden Euro auf nun-

mehr gut 2,5 Milliarden Euro erhöht, dies entspricht einem Zuwachs von 3,1%.

Vor diesem Hintergrund besteht nach wie vor die Notwendigkeit, neue Einnahmequellen (z.B. das
Sponsoring) zu erschließen bzw. durch innovative Projekte, so z.B. das vom Gürzenich-Orchester be-
triebene Projekt GO-Plus oder das ohrenauf!-Projekt für jüngere Musikliebhaber und Familien, bisheri-
ge Besuchergruppen zu binden und neue Besuchergruppen anzusprechen. Aus der Sicht der Orchester
selbst ist in diesem Zusammenhang die weitere Verbesserung und Entwicklung der künstlerischen Qua-
lität sowie die Kreierung eines möglichst einzigartigen, charakteristischen und unverwechselbaren
Klangbildes von besonderer Bedeutung, um die Attraktivität für Konzertbesucher, Sponsoren und auch

Medien zu erhöhen.

* Quelle: Theaterstatistik 2015/2016 des deutschen Bühnenvereins, Heft 51, Köln 2017

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 2

2. Die künstlerische Bilanz des Orchesters in der Spielzeit 2016/2017

Das Gürzenich-Orchester Köln zählt im Konzert- wie im Opernbereich zu den führenden Orchestern
Deutschlands. Sein Name verweist auf den Gürzenich, Kölns historisch repräsentatives Ballhaus, wo die
Konzerte von 1857 an stattfanden, Stets kamen führende Dirigenten und Komponisten ihrer Zeit wie
Berlioz, Verdi, Brahms oder Strawinsky zum Kölner Traditionsorchester. Bedeutende Werke wie
Brahms’ Doppelkonzert op. 102, „Till Eulenspiegels lustige Streiche* und „Don Quixote“ von Richard
Strauss oder Mahlers 5. Sinfonie wurden dem Gürzenich-Orchester zur Uraufführung anvertraut, eben-

so wie Max Regers Hiller-Variationen oder Bernd Alois Zimmermanns „Konzert für Orchester“.

Die Saison 2016/17 war durch zwei Schwerpunktthemen geprägt: Zum einen galt Johannes Brahms
und seiner Beziehung zu Köln ein spezieller Fokus, zum anderen erkundete das Gürzenich-Orchester
die hierzulande weniger bekannte Musik Großbritanniens. Große Begeisterung erregte Gürzenich-
Kapellmeister Frangois-Xavier Roth unter anderem mit einem durch Gesprächskonzerte und Vorträge

angereicherten Wochenende rund um das Schaffen von Camille Saint-Saöns.

Das Orchester spielte 36 reguläre Abonnementkonzerte sowie 26 weitere Konzerte in Köln, darunter
ein Jubiläumskonzert anlässlich des 30jährigen Bestehens der Kölner Philharmonie, ein Konzert im
Kölner Dom, ein Benefizkonzert, sechs Kammerkonzerte, drei Florakonzerte, fünf Schulkonzerte, zwei
Konzerte im Rahmen der Kooperation mit KölnMusik „Singen mit Klasse", ein Neujahrskonzert, ein
Ohrenauf!-Familienkonzert, ein Passionskonzert und ein Kooperationskonzert mit der Rheinischen Mu-
sikschule „Fluchtwege“. Drei weitere Konzerte erfolgten als Gastspiele in Seoul, Peking und Schanghai.
In der Oper war das Orchester in 131 Vorstellungen in 20 Produktionen sowie in der Kinderoper mit

30 Vorstellungen in 2 Produktionen beschäftigt.

Mit einem Konzert („in situ") in den Sartory-Sälen setzte das Orchester seine Erkundung neuer Spielor-

te in der Stadt fort. Es bot den Rahmen für die Aufführung des zweiten Teiles der Köln-Trilogie von

Philippe Manoury, von 2015-2019 „Komponist für Köln" des Gürzenich-Orchesters. Neuer und experi-
menteller Musik gab das Gürzenich-Orchester Köln auch in der Außenspielstätte der Bühnen Köln am
Offenbach einen besonderen Raum: Gemeinsam mit Musikern der freien Szene Köln und Musikern des
Gürzenich-Orchesters erarbeitete der Dirigent Ilan Volkov dieses besondere Projekt („tectonics“), in
dem das Orchester auch seine Verbundenheit mit der freien Szene Kölns zum Ausdruck brachte.

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Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 3

Ein Höhepunkt der Spielzeit war die Tournee des Orchesters nach Asien mit Konzerten in Seoul, Beijing
und Shanghai. Auf dem Programm stand neben Anton Weberns »Passacaglia«, Ludwig van Beethovens
Konzert für Violine und Orchester D-Dur mit der Solistin Vilde Frang (Geige), der Sinfonie Nr. 2 D-Dur
Johannes Brahms auch die Sinfonie Nr. 5 von Gustav Mahler, dirigiert von Frangois-Xavier Roth, Im
Anschluss an die Tournee wurde diese Sinfonie in Kooperation mit dem Label harmonia mundi im Stu-
dio produziert. Die in den vorangegangenen Jahren intensiv verfolgte CD-Tätigkeit konnte so in der
Saison 2016/17 erfolgreich fortgeführt werden.

Daneben baute das Gürzenich-Orchester jedoch auch sein digitales Standbein im Internet aus: das
begonnen Projekt GO Plus wurde mit Live-Streams auf ein neues technisches und künstlerisches Level

gehoben.

Unter den hochkarätigen Gästen der Saison finden sich Namen wie Michael Barenboim, Leonidas Kava-
kos, Sally Matthews, Krefimir Strafanac, Renaud Capucon, Daniel Roth, Anja Harteros, Vilde Frang,
Francesca Dego, Camilla Tilling, Albrecht Meyer, Nicolas Altstaedt, aber auch die Dirigenten Daniele
Rustioni, Dmitrij Kitajenko, Michael Sanderling, Sir Roger Norrington, Markus Stenz, Ilan Volkov und
Lahav Shani.

In einem Konzert gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung beider Chefdirigenten
wurde das 30jährige Jubiläum der Kölner Philharmonie gefeiert. Es wurde gekrönt durch eine Urauf-

führung von Vito Zurajs Konzert für zwei Orchester und zwei Dirigenten.

Aus dem Bereich der großen Sinfonik standen unter anderem Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
(1901-1903), Anton Bruckners Sinfonie Nr. 8 c-Moll (1890), Peter Iljitsch Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4
f-Moll (1876/1877), Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 7 A-Dur (1811-1812), Joseph Haydns Sinfonie
Nr. 26 d-Moll »Lamentatione« (1768), Edward Elgars Sinfonie Nr. 1 As-Dur (1907-1908), Johannes
Brahms Sinfonie Nr. 2 D-Dur (1877), Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 38 D-Dur (1786) »Prager
Sinfonie« und Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll (1884-1885) auf dem Programm.

Zum ausgefalleneren Repertoire gehörten z.B. Helmut Lachenmanns »Tableau« für Orchester
(1988/1989) und Unsuk Chins »Le silence des Sirönes« für Sopran und Orchester (2014), das Oboen-
konzert von Frigyes Hidas (1958), aber auch William Walton Erste Sinfonie.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 4

Bei den viel beachteten Solistenkonzerten reichte das Spektrum neben den zuvor genannten Konzerten
von Bela Bartöks Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 (1937-1938), Jacques Iberts Konzert für Flöte
und Orchester (1934), Johannes Brahms Konzert für Violine und Orchester D-Dur (1878) über Igor
Strawinskys Konzert in D für Violine und Orchester (1931), Camille Saint-Saöns' Konzert für Klavier und
Orchester Nr. 5 F-Dur (1896) und Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 3
G-Dur (1775) bis hin zu Dmitrij Schostakowitschs Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester
Nr. 1 c-Moll (1933).

Einen Höhepunkt der Saison bildete das Festkonzert am Sonntag, dem 11.9.2016, in dem Chefdirigent
Frangois-Xavier Roth zwei Werke, die erstmals vom Orchester (in Deutschland) uraufgeführt wurden,
verband. An weiteren Sonderprojekten sind das beliebte Neujahrskonzert sowie die Kooperation mit
der Rheinischen Musikschule „Fluchtwege“ zu nennen. Im Kölner Staatenhaus produzierte das Orches-
ter ein „szenisches Konzert“ zum Thema „Flucht“, an dem neben Schauspielern des Schauspiel Köln
auch der in Köln lebende und in seiner Heimat politisch verfolgte Sänger Shahin Najafi beteiligt war.
Mit diesen Projekten unterstrich das Gürzenich-Orchester Köln seine besondere Verbindung zur Stadt

Köln und betonte die Wichtigkeit interdisziplinärer künstlerischer Verknüpfungen.

Im Bereich der Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche sowie für Senioren konnte das Gesamt-
programm mit Orchester noch einmal erweitert werden. Neben der bekannten Kooperation mit dem
Jugendsinfonieorchester der Rheinischen Musikschule sowie mit der KölnMusik („Singen mit Klasse“)
gab es fünf ohrenaufl-Schulkonzerte, regelmäßige „Unterwegs-Konzerte“ für Kindergartenkinder sowie

für Senioren und ein Familienkonzert im Dezember.

Gürzenich-Orchester Köln

3. Die wirtschaftliche Lage des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2016/2017

a) Leistungsdaten

Die Aktivitäten des Gürzenich-Orchesters Köln führten im Wirtschaftsjahr 2016/2017 zu folgenden Leis-

tungsdaten:

Anlace II

Seite 5

Anzahl
Veranstaltung Veranstal- Besucher Auslastung | Erlöse
- tungen max. | Ist % TEUR
a) Eigenveranstaltungen
1. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 | 025 5,504 88,02 101
2. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.469 6.230 96,31 116
3, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.285 5.782 92,00 107
4, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.350 6.273 98,79 115
5, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.272 6.085 97,02 114
6. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.386 6.072 95,08 111
7. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.382 6,075 95,19 114
8. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.177 5.796 93,83 108
9, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.293 5.774 91,75 106
10. Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.207 5.619 90,53 106
11, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.125 5,581 91,12 105
12, Sinfoniekonzert 2016/2017 3 6.179 5,731 92,75 107
—
Sinfoniekonzerte gesamt 36 75.378 70,522 93,56 1.310
i. Kammerkonzert 2016/2017 1 257 163 63,42 i
2. Kammerkonzert 2016/2017 1 313 195 62,30 2
3. Kammerkonzert 2016/2017 1 341 244 71,55 3
4. Kammerkonzert 2016/2017 1 341 224 65,69 2
5, Kammerkonzert 2016/2017 1 257 174 67,70 2
6, _Kammerkonzert 2016/2017 1 257 171 66,54 2
Kammerkonzerte gesamt 6 1.766 1.171 66,31 12
Konzertreihen gesamt 42 77,144 71.693 92,93 1.322
|Festkonzert Salsoneröffnung 1 2.136 2.091 97,89 36
Benefizkonzert 1 2,146 2.142 99,8i 60
Kammerkonzerte in der Flora 3 1,080 730 67,59 14
Sonderkonzert Familie 1 1,790 1.222 68,27 12
Benanere Kinder 5 4.771 4.622 96,88 21
Sonderkonzerte 11 11.923 10.807 90,64 143
Eigenveranstaltungen
|gesamt/Übertrag 53 89.067 82.500 92,63 1.465

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 6

Anzahl
Veranstaltung Veranstal- Besucher Auslastung | Erlöse
tungen max. Ist % TeuR |
Eigenveranstaltungen
gesamt/Übertrag 53 89.067 82.500 \_ 92,63 |xn465
b) Kooperationen* / Gastspiele
Neujahreskonzert 1 2.094 2.080 99,33 60
Jubiläumskonzert 1 2.094 2.021 96,51 14
Sonderkonzert Johannespassion 1 2.157 2.147 99,54 59
Jugendförderkonzert "fluchtwege" 1 200 102 51,00 4
Sonderkonzert "in situ" 1 536 185 34,51 2
Saint Saens Suite 01 1 150 69 _46,00 1
Kooperationen gesamt 6 | __7.231 6.604 5 91,33 140
Ic) Fremdveranstaltungen / sonstige Aktivitäten
Opernbespielung Bühnen Stadt Köln 161 7.187
sonstige Aktivitäten 0 21l
|remdveranstaltungen gesam| 161 7.408
\Leistungsdaten esamt | 220 96.298 89.104 92,53 9.013]

Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters in der Spielzeit 2016/2017 mit dem Vorjahr zeigt,
dass sich die Anzahl der Eigenveranstaltungen um eine Veranstaltung (+1,9%) erhöht hat. Parallel
dazu stieg auch die Anzahl der Besucher um 3.899 (4,9%) auf 82.500. Die Auslastung der Eigenveran-
staltungen erhöhte sich in der Spielzeit dabei geringfügig um 0,36% von 92,27% auf 92,63%. Bei den
Erlösen war im gleichen Zeitraum ein Anstieg um TEUR 183 bzw. 14,3% (davon Sinfoniekonzerte
TEUR +148 bzw. 11,3%, Kammerkonzerte unverändert, Sonderkonzerte TEUR 35 bzw. 24,5%) festzu-
stellen. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher erhöhte sich in der Spielzeit 2016/2017 von
EUR 16,31 um EUR 1,45 bzw, 8,9% auf EUR 17,76.

Für die Bühnen der Stadt Köln wurden im Bereich der Oper und Kinderoper 161, und damit
43 Veranstaltungen mehr (+36,4%) als in der vorherigen Spielzeit durchgeführt. Dabei stieg die die
Gesamtvergütung für die Opernbespielung um TEUR 39 (0,6%).

b) Ertragslage / Vergleich mit dem Wirtschaftsplan und Periodenvergleich

Nach dem vorjährigen Jahresüberschuss von TEUR 124 erzielte das Gürzenich-Orchester Köln im Wirt-
schaftsjahr 2016/2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 238,

Eine Analyse dieses Fehlbetrages zeigt, dass sich dieser aus einem negativen Betriebsergebnis in Höhe
von TEUR 397 (im Vorjahr TEUR +327), einem negativen Investitionsergebnis von TEUR 79 (im Vor-
jahr TEUR -68), einem negativen Finanzergebnis von TEUR 314 (im Vorjahr TEUR -332) sowie einem

Anlage II
Seite 7

Gürzenich-Orchester Köln

|
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\

positiven neutralen Ergebnis von TEUR 552 (im Vorjahr TEUR +197) zusammensetzt. Im Überblick
stellt sich die Ertragslage im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt dar, wobei den Ist-Daten zum einen
die Planansätze des vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 22.9.2016 beschlossenen Wirt-

schaftsplans und zum anderen die Vorjahreszahlen! gegenübergestelit werden:

Betriebsergebnis
Investitionszuschüsse

Erträge Auflösung Sonderposten
für Investitionszuschüsse

+221,4

1 Unter Berücksichtigung von Umgliederungen im Postenausweis entsprechend den Vorgaben des Bilanzrichtlinien-

Umsetzungsgesetzes

zum Anlagevermögen 9 -10,0
Aufwendungen Zuführung Sonder-

posten für Investitionszuschüsse zum

Anlagevermögen 5 .
planmäßige Abschreibungen -12,8

Investitionsergebnis -16,2

Finanzergebnis +5,4

Neutrales Ergebnis +180,2

Jahresfehlbetrag /

Jahresüberschuss -238 -291,9
Gewinnvortrag +14,3
Entnahmen aus Gewinnrücklagen -28,6

Bilanzgewinn 811 233] 22,3]

Ertragslage it Wirtschafts! | vgl. mit Vorjahr 2015/16
Wj. 2016/17 Abweichung
TEUR TEUR_| TEUR | % |
Umsatzerlöse
Opernbespielung 7.187 7.148 +39| +0,5 |
Kartenverkauf aus Konzertbetrieb 1.605 1356| +249| +18,4 |
sonstige Bereiche Konzertbetrieb 74 100 -26| -26,0
Sponsoringerträge 147 0 +147
Bestandsveränderung
unfertige Produktionen -39 +71| -182,1
sonstige betriebliche Erträge 237 -122| -51,5
Eigenleistung 8.802 +358| +41
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln r 8.298 +496| +6,0
Betriebskostenzuschuss Land ‚1 447 +5| +11
betriebliche Erträge 4| 17,547| _+859| +4,9
Materialaufwand -3.081 441) -14,3
Personalaufwand -13.596 -12,991| -605| -4,7 |
Verwaltungsaufwendungen -850 -4,6 -628 -222) -35,4
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit -753 -4,1 -53,4
übrige 82 -0,4 -182,8
betriebliche Aufwendungen -9,2

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 8

Im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan zeigt die Analyse für das Betriebsergebnis, dass der Planansatz
um TEUR 340 unterschritten wurde.

Zusammen mit den Mitteln des städtischen Betriebskostenzuschusses und des Landeszuschusses stan-
den dem Orchester aus der Opernbespielung sowie dem eigenen Konzertbetrieb insgesamt
TEUR 18.406 und - im Vergleich zum Planansatz - TEUR 385 (2,1%) mehr an betrieblichen Erträgen
zur Deckung der laufenden Kosten zur Verfügung. Die angestiegenen Erträge sind dabei im Wesentli-
chen auf einen gegenüber der Planung nachträglich erhöhten Betriebskostenzuschuss (TEUR 107 bzw.
1,2%), gestiegene Erlöse aus Kartenverkäufen im Konzertbetrieb (TEUR 252 bzw. 17,7%), höher aus-
gefallene Sponsoringerträge (TEUR 27 bzw. 22,5%) sowie eine Bestandserhöhung bei den unfertigen
Produktionen (TEUR 32) zurückzuführen. Dem stand ein Rückgang der Erlöse aus der Opernbespielung
um TEUR 103 (1,4%) gegenüber.

Zeitgleich wurden die betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 725 bzw. 4,0% gegenüber den
budgetierten Ansätzen überschritten. Zu dieser Entwicklung trugeh Mehrkosten in Höhe von TEUR 456
bzw. 14,9% im Materialaufwand in Form bezogener Leistungen, TEUR 73 bzw. 0,5% bei den Personal-
aufwendungen, TEUR 61 bzw. 7,7% bei den Verwaltungsaufwendungen, TEUR 53 bzw. 7,6% bei den
Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie TEUR 82 bei den übrigen betrieblichen
Kosten bei. Der Zuwachs bei den Materialaufwendungen wurde im Wesentlichen durch die gegenüber
der Planung gestiegenen Gagen und Honorare (TEUR 252 bzw. 17,4%) sowie Kosten für den
Streamingdienst GO-Plus (TEUR 146 bzw. 81,1%) verursacht. Insbesondere bei den gestiegenen Mate-
rial-, Verwaltungs- und Werbeaufwendungen wirkten sich nicht zuletzt auch Mehrkosten der Asien-
Tournee (8.-19.2.2017) aus, die gemäß Wirtschaftsplan durch eine Auflösung der Gewinnrücklagen in
Höhe von TEUR 146 kompensiert werden sollten,

Im Periodenvergleich reduzierte sich das günstige positive Betriebsergebnis des Vorjahres in Höhe von
TEUR 327 deutlich um TEUR 714 bzw. 218,3% auf TEUR -397. Die betrieblichen Erträge lagen dabei
insgesamt um TEUR 859 bzw. 4,9% über dem Vorjahreswert, wobei die Ertragssteigerungen vor allem
auf den erhöhten Betriebskostenzuschuss (TEUR 496 bzw. 6,0%), höhere Einnahmen aus Kartenver-
käufen (TEUR 223 bzw. 15,3%) sowie neu akquirierte Sponsoringerträge (TEUR 147) zurückzuführen

waren.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 9

Der verbesserten Situation bei den betrieblichen Erträgen standen in 2016/2017 im Vergleich zum Vor-
jahr allerdings deutlich höhere betriebliche Kosten (TEUR 1.583 bzw. 9,2%) gegenüber, So überschrit-
ten vor allem die Materialkosten um TEUR 441 bzw. 14,3%, die Personalkosten um TEUR 605 bzw.
4,7 %, die Verwaltungsaufwendungen um TEUR 222 bzw. 35,4% und die Kosten für Werbung und
Öffentlichkeitsarbeit um TEUR 262 bzw. 53,4% den vorjährigen Kostenansatz, Bei den Materialauf-
wendungen fielen dabei im Wesentlichen Zuwächse der Kosten für Gagen und Honorare (TEUR +227
bzw. +15,4%) und das Streaming-Projekt GO-Plus (TEUR +110 bzw, +50,9%) ins Gewicht. Die ge-
stiegenen Verwaltungskosten sind vor allem auf Zuwächse bei den Personalnebenkosten (TEUR +184
bzw, +471,8%) und hier auf die durch die Asien-Tournee bedingten zusätzlichen Reisekosten zurück-
zuführen. Im Bereich der Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit lag vor allem der Marketingbe-
darf (Plakate, Folien, Transparente) infolge verstärkter Werbeaktivitäten deutlich (TEUR +253 bzw.
+52,7%) über dem Vorjahreswert.

Bezogen auf die Gesamterträge des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2016/2017 bilden die laufenden
Personalkosten mit 73,8% (im Vorjahr 74,0 %) unverändert den größten Aufwandsposten. Im Be-
richtsjahr setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:

Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge!
Soziale Abgaben!

Aufwendungen für Altersversorgung
‚Aufwendungen für Unterstützung

Im Bereich der laufenden Personalaufwendungen erhöhten sich - vor dem Hintergrund eines geringfü-
gig gestiegenen durchschnittlichen Personalbestands - im Vergleich zum Vorjahr die Bezüge der ange-
stellten Künstler und sonstigen Mitarbeiter um TEUR 277 (+2,7%) und der gesetzlichen Sozialabgaben
um TEUR 136 (+9,0%). Die Beihilfeaufwendungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum um TEUR 153
(+35,1%) infolge gestiegener durchschnittlicher Beihilfezahlungen. Bei den Aufwendungen für die
Altersversorgung unter Einschluss der Veränderung der Pensionsrückstellungen betrug der Zuwachs
TEUR 39 (+6,0%).

1 im Personalaufwand 2016/2017 gemäß Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR 13.501) sind zusätzlich noch
Kostenreduzierungen im Zusammenhang mit der Veränderung einer Drohverlustrückstellung für einen Verpflich-
tungsüberschuss aus einem Anstellungsverhältnis (TEUR 85) verrechnet. Innerhalb der Ertragslage 2016/2017
werden diese dem neutralen Ergebnis zugeordnet.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 10

Die Personalstatistik weist für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 folgende Daten aus:

I Jahres-| ZumVergl.
30.11.16)29.02.17 31.05.17|31.08.17| durch- | wirtschafts-

schnitt plan

2016/2017
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVöÖD 9,58 9,58 8,83 8,58 9,14 13,50
künstlerische Angestellte 129,45| 129,95| 129,45] 130,81| 129,92 137,00

Beamte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 |
Platzanweiser 0,21 0,21 0,21| 0,21 0,21 0,00
139,24| 139,74| 138,49) 139,60| 139,27 150,50
zum Vergleich Vorjahr (139,82) (142,82)| (137,85) (139,46)|(136,35)|__(150,50
[Beschäftigte

Beschäftigte nach TVÖD 12,00 13,00| 12,001 12,00
künstlerische Angestellte 135,00) 136,00) 137,00) 139,00
Beamte 0,00 0,00 0,00 0,00
Platzanweiser \___2,00 2,00 2,00 2,00

149,00| 151,00] 151,00] 153,00) 151,00
[_zum Vergleich Vorjahr (149,00| (151,00) (151,00) (145,00)|(149,00

Die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen liegt in 2016/2017 mit durchschnittlich 139,27 um
11,23 Stellen bzw. 7,5% unter dem Planansatz (150,50).

Im Rahmen des Investitionsergebnisses wurden die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagever-
mögen des Orchesters nur zum Teil durch Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investiti-
onszuschüsse zum Anlagevermögen kompensiert, Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen wird entsprechend den Abschreibungen auf die in den Vorjahren bezuschussten bzw.
von der Stadt zum 1.9.2000 übertragenen Anlagegüter kontinuierlich ertragswirksam aufgelöst.

Auch im Wirtschaftsjahr 2016/2017 standen dem Orchester ausreichend liquide Mittel zur Verfügung,
so dass keine Kredite in Anspruch genommen werden mussten. Infolge des unter den Zinsaufwendun-
gen auszuweisenden Aufzinsungsaufwandes der langfristigen Personalrückstellungen in Höhe von

TEUR 314 wurde - wie in den Vorjahren - ein negatives Finanzergebnis erzielt.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 11

Das neutrale Ergebnis fiel in 2016/2017 mit TEUR 552 erneut positiv aus. Im Wesentlichen ist dies auf
Auflösungserträge (TEUR 401) im Bereich der Rückstellungen zurückzuführen. Allein bei den Pensions-
und Beihilfeverpflichtungen mussten Rückstellungen in Höhe von TEUR 393 infolge von Sterbefällen
aufgelöst werden. Des Weiteren wurden Kostenreduzierungen im Zusammenhang mit der stichtagsbe-
zogenen Bewertung einer Rückstellung für drohende Verluste im Personalbereich (TEUR 85), Erträge
aus Anlageabgängen (TEUR 43) sowie Versicherungsentschädigungen (TEUR 23) in das neutrale Er-

gebnis einbezogen.

Gegenüber dem Vorjahr konnte das Orchester damit in der Spielzeit 2016/2017 mittels der verein-
nahmten Betriebskostenzuschüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwirt-
schafteten Erträge kein vollständig ausgeglichenes ordentliches Ergebnis (Summe aus Betriebs-, Inves-
titions- und Finanzergebnis) erwirtschaften. Vielmehr stellte sich hier eine Unterdeckung in Höhe von
TEUR 790 ein, Nur unter Einschluss des positiven neutralen Ergebnisses konnte für die Spielzeit
2016/2017 diese Unterdeckung zu einem großen Teil kompensiert und damit letztlich ein Jahresfehlbe-
trag in Höhe von TEUR 238 erzielt werden.

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Orchesters stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie

folgt dar:

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 12

I 31.8.2017 31.8.2016 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %_|
Vermögen |
Anlagevermögen 726 6,1 625 5,0 +101| +16,2
Forderung aus Ausgliederung der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 5,846 49,2 6.346__ 50,4 -500| -7,9
Lang- und mittelfristig gebundene 1
Vermögenswerte 6.572 55,3 6.971 -399| -5,7
Vorräte +90,6
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände +61,0
Flüssige Mittel -32,5
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte -5,7
Rechnungsabgrenzungsposten +10| +21,7
Vermögen insgesamt ge 100,0 12.585 __100,0 -704 -5,6
I I]
Kapital
Stammkapital 25 0,2 25 0,2 0] +0,0
Gewinnrücklagen 2.639 22,2 2.644 21,0 -5|  -0,2
Bilanzgewinn 811 6,8] : _1.044 8,3 -233| -22,3
Eigenkapital 3.713___29,5 -6,4
Sonderposten Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen 4,5
Sonderposten -4,5
Pensionsrückstellungen 2.138 -13,4
Sonstige Rückstellungen 3.682. +5,8
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital -1,3
Steuerrückstellungen +22,5
Sonstige Rückstellungen +16,0
Verbindlichkeiten -61,2
Kurzfristiges Fremdkapital -20,6
Rechnungsabgrenzungsposten -1,8
|_ Kapital insgesarrt 12.585 _100,0 -5,6|

Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2017 eine Eigenkapitalquote' von 29,8%
(im Vorjahr 30,0%), einen Verschuldungsgrad? von 60,2% (zum 31.8.2016 60,4%) sowie einen Anla-
gedeckungsgrad? von 487,3% (zum 31.8.2016 605,0%). Die Investitionsquote* lag im Wirtschaftsjahr
2016/2017 bei 36,3% (im Vorjahr 32,0%).

1 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Bilanzsumme

2 Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Bilanzsumme

3 Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen

4 Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum 1.9. des jeweiligen Wirtschaftsjahres

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
. Seite 13

An Mitteln _aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr 2016/2017
TEUR 8,794 als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 22.9.2016
(TEUR 8.687 zuzüglich eines nachträglichen Ausgleichs für Tariferhöhungen in Höhe von TEUR 127

abzüglich eines Ausgleichsbetrags von TEUR 20 für Zweitfreikarten) zur Verfügung. Die Mittel waren
vollständig zum Ausgleich des Betriebsverlustes zu verwenden.

Bezogen auf die Verhältnisse an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2016 und 31.8.2017 ergab sich er-
gebnisbedingt eine Verschlechterung der Liquidität des Orchesters um TEUR 1.294, und zwar im Ein-

zeinen aus folgenden Quellen:

TEUR TEUR
Jahresfehlbetrag / -überschuss

Abschreibungen auf Anlagevermögen (+)

Buchgewinne (-)/ Buchverluste (+)
aus dem Verkauf von Anlagevermögen

Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten

für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (+)
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens

für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (-)
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Personal-
rückstellungen

Cashflow
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Aktiva
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Passiva

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens
‚Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Tilgung von Krediten

Die Verschlechterung der Liquidität resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Cashflow aus laufen-
der Geschäftstätigkeit des Orchesters (TEUR -1.147) und hier vor allem aus dem Ergebnisrückgang
sowie dem Anstieg der Kapitalbindung in stichtagsbezogenen Zahlungsansprüchen gegen die Bühnen
der Stadt Köln. Weiterhin trugen Auszahlungen für Investitionen (TEUR 227) unter Berücksichtigung
der Einzahlungen aus Anlageabgängen (+TEUR 80) zur Veränderung des Finanzmittelfonds zu den

beiden Bilanzstichtagen bei.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage II
Seite 14

4. Prüfungsfeststellungen nach 8 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen
der Vorjahresprüfung (1.9.2015 - 31.8.2016)

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DORNBACH GmbH hat auf der Grundlage des Auftrags der Be-
triebsleitung des Gürzenich-Orchesters vom 12.5.2017 mit Zustimmung der Gemeindeprüfungsanstalt
Nordrhein-Westfalen den Jahresabschluss des Orchesters unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.2015 bis 31.8.2016 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste
nach 8 106 Abs. 1 GO NRW in entsprechender Anwendung des 8 53 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 HGrG auch
die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die Berichterstattung über wirtschaft-
lich bedeutsame Sachverhalte.

Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung führte zu keinen Beanstandungen.

Il, _VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES ORCHESTERS / RISIKEN DER
KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Auf der Grundlage der Auswertungen der Finanzbuchhaltung für das 2. Quartal des Wirtschaftsjahres
2017/2018 verläuft die wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters positiv im Rahmen des in der Sit-
zung vom 19.12.2017 durch den Rat der Stadt Köln festgestellten Wirtschaftsplanes 2017/2018.

Zusammengefasst weist die Ergebnisplanung 2017/2018 folgende Eckdaten aus:

2017/2018
TEUR

Umsatzerlöse
Sonstige Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt)

Materialaufwendungen
Personalaufwendungen 14.257
Abschreibungen 79
Verwaltungsaufwand
Werbung, Öffentlichkeitsarbeit
CD-Produktionen *

Tourneen *

Planergebnis vor Betriebskostenzuschuss

Betriebskostenzuschuss

Überschuss

F
|
f

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 15

In Anbetracht dieses positiven Planergebnisses hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Or-
chesters damit maßgeblich von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaftsjah-
ren sowie der laufenden Tilgung der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen Aus-
gliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung ab.

Im Rahmen der Investitionsplanung für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 ist unverändert die Beschaffung
von Instrumenten mit einem Investitionsvolumen von rd. TEUR 79 vorgesehen. Die Finanzierung der
Investitionsvorhaben soll in voller Höhe aus Mitteln des Betriebskostenzuschusses des Wirtschaftsjah-

res zum Ausgleich der Abschreibungen abgedeckt werden.

Die Einrichtung des für das Orchester gemäß 8 10 Abs. 1 EigVO NRW erforderlichen Risikofrüherken-
nungssystems ist bis zur Abfassung dieses Lageberichts weitergeführt worden. Auf der Grundlage ei-
nes auf die speziellen Belange und die überschaubare Größe des Orchesters zugeschnittenen Hand-
buchs zum Risiko-/Chancenmanagement, das ständig zu ergänzen und zu aktualisieren ist, wurde per
31.8.2017 erneut eine Risikoinventur mit anschließender Risiko- und Chancenbewertung durchgeführt.
Die Arbeiten an einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen zur laufenden Erfassung und Kommuni-
kation der Risiken und Chancen sowie einem Katalog der notwendigen Abwehrmaßnahmen werden
fortgesetzt. Mit einem solchen Berichtswesen soll sichergestellt werden, dass mögliche Risiken an die
jeweiligen Entscheidungsträger des Orchesters frühzeitig kommuniziert werden, damit wirtschaftlichen,
technischen und organisatorischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann.

Köln, den 31. März 2018

Frangois-Xavier Roth Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke
Künstlerischer Betriebsleiter Geschäftsführende Direktorin

Anlage 1b - Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 - 31.8.2017

1429 Zeichen

Gürzenich-Orchester Köln

10.
11.
12.

13,
14,

15.
16.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Erhöhung / Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen

Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus der Abzinsung EUR 0,00
(i.V. EUR 0,00)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus der Aufzinsung EUR 314.112,17
(i.V. EUR 331.695,08)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Ergebnis nach Steuern
Sonstige Steuern

Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

Entnahmen aus Gewinnrücklagen

Bilanzgewinn

Anlage I

Seite 2
1.9.2016 -31.8.2017 Vorjahr
EUR EUR
9.012.901,82 8.604.117,72
31.900,00 -39.200,00
9.841,721,13 9.112.931,17
18.886,522,95 17.677.848,89

3.522.281,83

3.080,888,44

10.612.021,68

2.899,276,70

10.339.014,68

2.577.072,31

13.511.298,38

12.916.086,99

88.291,11

78.360,09

. 1.680,321,32
84.330,31

1,32

314,112,17

8.800,00,
-238.580,54

0,00

-238,580,54
1.044.361,88
805.781,34

5,318,00

u nn

811.099,34

En

1.147.161,62
455.351,75

42,47

331.788,08

605,25
123.000,89
-748,31
123.749,20

912,659,68
1.036.408,88

7,953,00

1.044.361,88

Anlage 1c - Anhang einschließlich Anlagennachweis für das Wirtschftsjahr 1.9.2016 - 31.8.2017

23651 Zeichen

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 3

JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJIAHR
1. SEPTEMBER 2016 BIS 31. AUGUST 2017

ANHANG

Der Jahresabschluss des Gürzenich-Orchesters Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 bis 31.8.2017 wurde
nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der 88 21 - 24 der Eigenbetriebsverordnung NRW In
der Fassung vom 16.11.2004, zuletzt geändert am 08.7.2016 mit Wirkung ab 16.7.2016, sowie in sinngemä-
Ber Anwendung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten
Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von $ 263 HGB und der ergänzenden Vor-
schriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein. Darüber hinaus wurden die erstmals die Neuregelungen im HGB des Bilanzrichtlinien-
Umsetzungsgesetzes (BiIRUG, vom 17.7.2015, in Kraft getreten am 23.7.2015) angewendet.

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten,
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwendung des
Jahresergebnisses (8 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt.

Im Jahresabschluss zum 31.8.2017 wurden die zum 1.9.2000 im Rahmen der Ausgliederung des Orchesters
als eigenbetriebsähnliche Einrichtung von der Stadt Köln übertragenen Anlagegüter zu den fortgeführten
Zeitwerten und die in den Wirtschaftsjahren 2000/2001 bis 2016/2017 angeschafften Anlagegüter zu fortge-
führten Anschaffungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen
Rechnung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger
Abschreibungstabellen sachgerecht geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsaus-
stattung beträgt 2 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00
und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier

folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils !/, gewinnmindernd aufgelöst wird.

Bei den Vorräten wurden die Betriebsstoffe zu Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Vorleistungen für ein Konzert im neuen Geschäftsjahr
wurden als unfertige Leistungen zu Herstellungskosten bewertet, Die unter den Vorräten ausgewiesenen
geleisteten Anzahlungen, die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel

wurden zum Nennwert bewertet.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 4

Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt.

Der passive Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages an-
gesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezuschussten Anlagegüter entspricht.

Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und dem Orchester hat das Gürzenich-Orchester für
Beamte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz
(BeamtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000
noch aktiv waren, wird das Gürzenich-Orchester mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf das Or-
chester entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensions-
rückstellungen gebildet. Im Jahresabschluss zum 31.8.2017 erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflich-
tungen wie im Vorjahr gemäß 8 22 Abs. 3 EigVO NRW nach 8 36 Abs. i der Gemeindehaushaltsverordnung
NRW (GemHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % und
unter Anwendung der neuen Richttafeln 20056 von Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen
Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertan-

sätze der Pensionsverpflichtungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in
angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags analog 8 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei den Rückstellungen für Dienstjubiläen als Rück-
stellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im Rahmen der Wertansätze künftige
Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als
Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank
monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflich-
tungen erfolgte die Bewertung zum 31.8.2017 entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum
Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % auf der Grundlage des durch-
schnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre, Alle Wertansätze der Beihilfe- und Jubiläumsverpflich-

tungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt.

Die im Wirtschaftsjahr 2011/2012 erstmals gebildete Rückstellung für drohende Verluste im Bereich des
Personalaufwands betrifft den Verpflichtungsüberschuss für das Orchester aus den künftigen Gehaltszahlun-
gen im Rahmen einer Freistellung unter Berücksichtigung der orchesterspezifischen Gehaltsentwicklungs-
prognosen. Soweit die Rückstellung Gehaltszahlungen betrifft, die nach dem 31.8.2018 zur Auszahlung ge-
langen, wurde eine Abzinsung vorgenommen (821 EigVO NRW i.V.m. 8 253 Abs, 2 5. 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

|

Gürzenich-Orchester Köln

II, ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2016/2017 ist dem nachfolgen-

den Anlagennachweis zu entnehmen:

Anlage I
Seite 5

Posten des Anlagevermögens

Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software

Sachanlagen

124.200,03

Anschaffungs- und Herstellungskosten

sm: | zum |
1.9.2016? Zugang

Abgang 31.8.2017
EUR

Stand

124,200,03

0,00

Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.581,11 91.372,13 2.673.145,48
Geleistete Anzahlungen 7.616,00) 0,001 7.616,00
2.544.936,50) 227.197 11 91.372,13 2.680.761,48
2.669.136,53 227.197,11 91.372,13 2.804.961,51

Posten des Anlagevermögens

Abschreibungen

Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software

Sachantagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen

124,200,03

Stand
31.8.2017

Abgang
EUR EUR

124.200,03

2.078.555,51

Posten des Anlagevermögens

Then

Restbuchwerte
31.8.2017

Restbuchwerte
31.8.2016

schnittlicher Ab-
schreibungssatz ?

Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV Software

Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen

718.790,00)
7.616,00

726.406,00

624.705,00
624,705,00

3,30)
0,00

zahlen

Durch-
schnittlicher Rest-
buchwert ?

26,89
100,00

|

1 Hinsichtlich der Aussagekraft des Anlagennachweises Ist darauf hinzuweisen, dass die Anlagegüter, die zum 1.9.2000 auf das
Orchester übertragen wurden, mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 auf-
gelaufenen Abschreibungen in den Anlagennachweis aufgenommen wurden.

? Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2017
3 Restbuchwerte am 31.8.2016 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2017

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 6

Der Zugang bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung entfällt auf Instrumente (TEUR 184), Hardware
(TEUR 12), sonstige Betriebsausstattung (TEUR 5) sowie geringwertige Anlagegüter (TEUR 18).

2. Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe umfassen Jahresvorschauhefte, Broschüren, Leporellos

und Z-Cards, CD’s sowie Büromaterial.
Die geleisteten Anzahlungen betreffen die Anzahlung für eine Auftragskomposition.
Unter den unfertigen Leistungen werden die vor dem Bilanzstichtag angefallenen Kosten des Orchesters für

ein Konzert in der Spielzeit 2017/2018 abgegrenzt.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsforderungen.

Die Forderungen gegen die Stadt Köln umfassen zum einen die auf den 31.8.2017 fortgeschriebene Restfor-

derung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 in Höhe von
TEUR 5.846. Die Stadt hat einen Ausgleich dieser Forderung ohne Zinsverluste ab 2005 zugesagt. Im Wirt-
schaftsjahr 2016/17 hat die Stadt Köln eine Tilgungsrate (TEUR 500) bezahlt, Am Bilanzstichtag hat diese

Forderung in Höhe von TEUR 5.346 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Darüber hinaus enthält der Bilanzposten Forderungen aus laufenden Verrechnungen zwischen dem Orches-

ter und den folgenden städtischen Dienststellen:

31.8.2017

ed

Kämmerei
Rechts- und Versicherungsamt

Personalamt

Amt für Informationsverarbeitung

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 7

Bei den Forderungen gegen Eigenbetriebe handelt es sich um Forderungen aus laufender Verrechnung ge-

gen die Bühnen der Stadt Köln,

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

31.8.2017

Betriebskostenzuschuss Land NRW
Januar bis Dezember 2017

(Rest-) Forderungen aus Sponsoring-Vereinbarung

Forderungen gegen Mitarbeiter
Forderungen gegen Krankenkassen

Personalkostenzuschüsse

4. Liquide Mittel

Am Bilanzstichtag 31.8.2017 verfügte das Orchester über folgende liquide Mittel:

31.8.2017

Hauptkasse
Handkasse / Wechselgeld

Geldmarktkonto Sparkasse KölnBonn
laufendes Konto Sparkasse KölnBonn

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 8

5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten

Folgende, für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2017 als aktive

Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt:

31.8.2017
Versorgungsbezüge September 2017 29 |
Zuschuss Gürzenich Chor September bis Dezember 2017 7
übrige 20
u =

6. Eigenkapital : |

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Orchesters stellte sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt dar:

Saldovortrag| Jahres- T Entnahmen Stand
31.08.2016 | ergebnis Gewinn- | 31.8.2017

2016/2017 | rücklagen
TEUR TEUR TEUR | TEUR

VomRat der Stadt Köln laut

Satzung zur Verfügung ge-
stelites Stammkapital 25 0 je)
Gewinnrücklagen

andere Gewinnrücklagen 2.644 0 -5 2.639

Bilanzgewinn 1.044 -238 +5
3,713 -238 0 3,475

Der Bilanzgewinn zum 31.8.2016 in Höhe von TEUR 1.044 wurde gemäß Ergebnisverwendungsbeschluss des
Rates zum Jahresabschluss 31.18.2016 des Gürzenich-Orchesters Köln vom 28.9.2017 auf neue Rechnung

vorgetragen.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 9

7. Sonderposten

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt:

Saldovortrag Auflösung
1.9.2016 | 2016/2017} 2016/2017 | 31.8.2016
Sonderposten für Investitionszu-
schüsse der Stadt Köln

aus Übertragung des Anlage-

vermögens zum 1.9.2000 der
Stadt Köln

für die Anschaffung von be-
weglichem Anlagevermögen

Der Sonderposten für die Anschaffung von beweglichem Anlagevermögen betrifft Investitionszuschüsse für
Instrumente sowie die Daten-Verkabelung und entfällt in Höhe von TEUR 52 auf Zuschüsse von privater

Seite.

8. Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie folgt:

Saldovortrag | Inanspruch- Zuführung | Auf-/ Ab- Stand
1.9.2016 nahme 2016/2017 zinsung 31.8.2017
2016/2017 | 2016/2017 2016/2017

0) cd) dd

52

Pensionsrückstellungen
Versorgungsempfänger

Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen

ausstehender Urlaub
Sonderzahlungen November
Dienstjubiläen
Beihilfeverpflichtungen
Altersteilzeit
Gehaltsnachzahlungen
drohende Verluste aus

einem Anstellungsverhäitnis
ausstehende Beihilfen 7-8/2017

austehende Leistungs-
abrechnungen
übrige

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 10

Zum 31.8.2017 bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber 14 Versorgungsempfängern.

9, Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2017 lassen sich dem folgenden Ver-

bindlichkeitenspiegel entnehmen:

u davon mit einer Restlaufzeit
| Gesamt- |biszueinem| zwischen über davon
betrag Jahr einem und fünf gesichert

31.8.2017 fünf Jahren| Jahre
TEUR TEUR TEUR [ TEUR TEUR
rn —

Verbindlichkeiten aus Liefe-

rungen und Leistungen 310 310 0 0 0
(208) (208) (0) (0) (0) |
Verbindlichkeiten gegenüber -
der Stadt Köln 0 0 0 {1} 0
(633) (633) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 20 20 0 0 0 |
ol 9 0 0 0 |
330 330 0 0 0
L _(850) (850) (0) ol __ |
|

(in Klammern: Vorjahr)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsverpflichtungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten:

—

Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
und Versorgungsempfängern

Verbindlichkeiten gegenüber Bundeszentralamt für Steuern

davon aus Steuern
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 11

10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 im Voraus

eingegangene Einnahmen abgegrenzt:

ana |
TEUR
Erträge aus Kartenverkäufen für
die Spielzeit 2017 / 2018 1.088
Lufthansa
Sponsoring / Barterabkommen 93
1.11]

Il. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Infolge der erstmaligen Verwendung der Neudefinition der Umsatzerlöse im Jahresabschluss 31.8.2017 ge-
mäß 8 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG und der damit verbundenen inhaltlichen Änderungen der
Gewinn- und Verlustrechnungsposten „Umsatzerlöse", „sonstige betriebliche Erträge", „Materialaufwand“
sowie „sonstige betriebliche Aufwendungen“ sind diese mit den Vorjahresposten nicht mehr vergleichbar. Für
eine Vergleichbarkeit der Posten wurde die Gewinn- und Verlustrechnung 2015/2016 wie folgt angepasst:

2015/2016 Umglie- 2015/2016
Gewinn- u. Verlustrechnungsposten ohne BiIRUG derungen mit BIIRUG
EUR EUR EUR
Umsatzerlöse 8.601.117,72 3.000,00 8.604.117,72
sonstige betriebliche Erträge 9.115.931,17 -3.000,00 9.112.931,17

Materialaufwand / bezogene Leistungen 2.791.973,13 288.915,31 3.080.888,44

sonstige betriebliche Aufwendungen 1.436.076,93 -288.915,31 1.147.161,62

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I

Seite 12
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
2016/2017| Vorjahr Veränderung
TEUR

Erlöse Bühnen der Stadt Köln

für Opernbespielung
Erlöse Kartenverkauf

Einzelverkauf

Abonnements

Besucherorganisationen
sonstige Erlöse Spielbetrieb

2016/2017

Erlöse

Veran- | Besu- Veran- T Besu-
stal- cher stal- cher

tungen TEUR } tungen

Veran- | Besu- | Erlöse
stal- cher
tungeı

TEUR

Sinfoniekonzerte
Kammerkonzerte
Sonderkonzerte

Abgrenzungen

36

Eigenveranstaltungen

Kooperationen* / Gastspiele

Opernbespielung

Fremdveranstaltungen
sonstige Erlöse

* ohne die eintrittsfreien Generalproben "Philharmonie Lunch". In der Spielzeit 2016/2017 kamen 20.400 Besucher zu
den 12 Generalproben. n

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 13

Die Kartenpreise fielen in 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt aus:

Preis- Preis- Preis- Prei i Preis Preis- Preis Preis-
gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe
vwı® | u? 1? ve m I Ve m 1
% %

Sinfoniekonzerte

Kammerkonzerte |
Großes Abonnement |
Familienkarte "Ohren auf!"

1 Preiswerteste Preisgruppe
? Mittlere Preisgruppe
3 Teuerste Preisgruppe

Der Gewinn- und Verlustrechnungsposten Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen erfasst den Er-

trag aus den aktivierten Kosten für ein Konzert des nachfolgenden Wirtschaftsjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten:

2016/2037] Vorjahr

Zuschüsse und Kostenerstattungen
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln
für das laufende Wirtschaftsjahr
Betriebskostenzuschuss Land NRW
Förderbeiträge
Spenden
sonstige Kostenzuschüsse
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

Erträge aus dem Abgang von Vermögens-
gegenständen des Anlagevermögens

davon Erträge aus der Auflösung des Sonder-
postens für Investitionszuschüsse zum Anlage-

Gürzenich-Orchester Köln

Der Materlalaufwand entfällt auf folgende Aufwendungen für bezogene Leistungen:

——
2016/2017] Vorjahr RS
| __TEUR TEUR TEUR %
Gagen Aushilfsmusiker 836 675 +161 +23,9
Gagen Gäste 635 587 +48 +8,2
Sonstige Fremdhonorare 3 27 -24 -88,9
Reisekosten Aushilfsmusiker / Gäste 229 188 +41 +21,8
Anmietung Konzertsaal für Proben u. Konzerte 922 813 +109 +13,4
Anmietung sonstiger Spielstätten 28 69 -4 -59,4
Miete/Leihe für Instrumente etc. 18 14 +4 +28,6
Kleinteile und Zubehör 18 13 +5 +38,5
Instandhaltung Musikinstrumente 151 156 -5 -3,2
Versicherungsschäden 23 8 +15} >+100,0
Transportkosten 67 9 +58] +644,4
Programmhefte 112 78 +34 +43,6
Tantiemen und GEMA-Gebühren 57 65 -8 -12,3
Provisionen auswärtige Gastspiele 15 3 +12] +400,0
Aufwendungen CP-Produktionen 1 61 -60 -98,4
Aufwendungen Streamingdienst GO-Plus 326 216 +110 +50,9
Einrichten Orchester- / Notenmaterial Ei 99 -18 -18,2
Li 3.522| _3.081] Fr +14,3
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2016/2017] Vorjahr Veränderung |
TEUR TEUR TEUR %
Gehälter Angestellte / Lohnempfänger er 421 -184 -43,7
Gehälter Künstler 9,812 9.380 +432 +4,6
Sonderzahlungen / Urlaubsgeld 558 532 +26 +4,9
Veränderung Urlaubsrückstellung 49 45 +4 +8,9
Veränderung Drohverlustrückstellung -67 -63 4 -6,3
sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge 23) 2a 3 4,2
Löhne und Gehälter ası2t 1022 +273 +2,6
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 1.598 1a Ha +8,2
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung aus Ver-
änderung Drohverlustrückstellung -18 -12 -6 +50,0
Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs-
kasse / Bayrischen Versorgungskasse 472 463 +9 +1,9
Versorgungsbezüge 367 418 -51 -12,2
+/- Veränderung Pensionsrückstellung -15i -232 +81 -34,9
Beihilfen 301 451 -150 -33,3
+/- Veränderung Beihilferückstellung 288 -15 +303| <-100,0
sonstige soziale Abgaben 43 27 +16| +59,3
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützun 2.900 2.577 +323 +12,5
13.512| 12.9161 _+596 +4,6
Eu
davon für Altersversorgung 688 649 +39 +6,0

Anlage I
Seite 14

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 15

Die Entwicklung der Abschreibungen auf Sachanlagen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen (vgl. Ab-
schnitt IL1.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten:

| Rn
TEUR | TEUR

Zuführung Sonderposten für
Investitionszuschüsse

Verwaltungsaufwendungen
Versicherungen
Kostenbeteiligung Köln-Ticket
Personalnebenkosten
Kosten Jahresabschluss / Abschlussprüfung 55
Rechts- und Beratungskosten 55

Porti / Telekommunikation 53
Beiträge Verbände / Berufsvertretungen a
Einsatz Zeitarbeitnehmer 25]:
Verwaltungskostenerstattungen Stadt 57
übrige Verwaltungsaufwendungen 123
Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit 752
Spenden 32
übrige 4

0 7 +33
I | nal 5

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten die Zinserträge aus der kurzfristigen Anlage von Liqui-
ditätsüberschüssen. Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen den Aufzinsungsaufwand der langfris-
tigen Personalrückstellungen (Pensionsrückstellungen TEUR 107, Rückstellungen für Dienstjubiläen TEUR 1,
für Beihilfeverpflichtungen TEUR 166 sowie für Drohverlustrückstellung TEUR 40).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben:

2016/2017 | Vorjahr Veränderung

Körperschaftsteuer / SoliZ sowie Gewerbesteuer 1 +8

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Sonstige Steuern

Umsatzsteuer Vorjahre
IE
9 ol »sl.

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I

Seite 16

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Organe

Die Organe des Orchesters bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung.

Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung personen-
identisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2016/2017 wie

folgt zusammen:

Dr. Eva Bürgermeister, Stadtverordnete
- Vorsitzende -

Brigitta von Bülow, Stadtverordnete

- 1, Stellvertreterin -

Dr. Ralph Elster, Stadtverordneter

- 2. Stellvertreter -

Elfi Scho-Antwerpes, Stadtverordnete
Karl-Heinz Walter, Stadtverordneter
Katharina Welcker, Stadtverordnete
Thomas Welter, Stadtverordneter
Horst Thelen, Stadtverordneter

Gisela Stahlhofen, Stadtverordnete
Prof. Klaus Schäfer, Stadtverordneter
Dr, Ulrich Wackerhagen, Sachkundiger Bürger
Peter Sörries, Sachkundiger Bürger
Karin Reinhardt, Sachkundige Bürgerin

Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2016/2017 aus:

Frangois-Xavier Roth
Künstlerischer Betriebsleiter

Patrick Schmeing
Geschäftsführender Direktor

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 17

Für die Mitglieder der Betriebsleitung bzw. ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung wurden von dem Or-

chester im Wirtschaftsjahr 2016/2017 folgende Bezüge aufgewendet:

Gehälter Sonder- Gesamt-
vergütungen ü

TEUR TEUR

Aktive Mitglieder der Betriebsleitung:
Frangois-Xavier Roth
Patrick Schmeing

Ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung:

Für ein ehemaliges Mitglied der Betriebsleitung bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für eine beam-
tenrechtliche Versorgungszusage in Höhe von TEUR 246 sowie Beihilfeverpflichtungen in Höhe von TEUR 32.

Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet.

2. Arbeitnehmer

Die Anzahl der Beschäftigten des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2016/2017 entwickelte sich wie folgt:

Jahres

30.11.2016 | 28.02.2017 | 31.05.2017 | 31.08.2017] durch-
schnitt

künstlerische Angestellte
Beschäftigte nach TVöD
Beamte

Platzanweiser

Das Orchester ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versor-
gungskammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die
Aufgabe, den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebe-
nenversorgung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zusatzversor-

Gürzenich-Orchester Köln Anlage I
Seite 18

gungspflichtigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wurde von der ZVK ein Zusatzbeitrag wie folgt
erhoben: Ab 2007: 3,25%. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2016/2017 rd.
TEUR 12.615.

3. Abschlussprüferhonorare

Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2016/2017 wurden Honorare in Höhe von
TEUR 14,5 ergebniswirksam den Rückstellungen zugeführt.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Betriebsleitung des Gürzenich-Orchesters schlägt vor, den Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres vom
1.9.2016 bis zum 31.8.2017 in Höhe von EUR 811.099,34 durch Vortrag auf neue Rechnung zu verwenden.

V VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFTSJAHRES

Patrick Schmeing, seit 1.3.2010 geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters, gab Ende Juni 2017
die Beendigung seines Vertrages mit dem Orchester zum 31.12.2017 bekannt. Die Oberbürgermeisterin der
Stadt Köln hat dem Wunsch von Herrn Schmeing entsprochen. Mit Beschluss vom 19.12.2017 hat der Rat
der Stadt Köln Frau Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke zur geschäftsführenden Direktorin des Orchesters bestellt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Wirtschaftsjahres 2016/2017, aber vor

Verfassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen.

Köln, den 31. März 2018

Fr gdelı

Francois-Xavier Roth Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke
Künstlerischer Betriebsleiter Geschäftsführende Direktorin

Anlage 3 - Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach GmbH vom 8.6.2018

3267 Zeichen

DORNBACH NM) |

Anlage Ill / Seite 1

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An das Gürzenich-Orchester Köln, Köln:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Ver-
lustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht des Gürzenich-Orchesters Köln, Köln, für das Wirtschaftsjahr
vom 1. September 2016 bis 31. August 2017 geprüft. Die Buchführung und
die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vor-
schriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung liegen
in der Verantwortung der Betriebsleitung. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach 8 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-
sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prü-
fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die
sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht ver-
mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir-
ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der
Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und
über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

DORNBACH N)

Anlage Ill / Seite 2

Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo-
genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch-
führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der
Betriebsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresab-
schlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prü-
fung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Er-
kenntnisse entspricht der Jahresabschluss den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften sowie den
ergänzenden Bestimmungen der Betriebssatzung und vermittelt unter Beach-
tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. Der Lagebericht steht in Einklang mit
dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.

Koblenz, 8. Juni 2018

DORNBACH GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Bokelmann Dr. Müller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Beschlussvorlage Rat

2210 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/47 
 
Vorlagen-Nummer 
 2808/2018 
Freigabedatum 
07.09.2018  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2016/2017 des Gürzenich-Orchesters Köln 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
1. Gemäß § 4 c der Betriebssatzung des Gürzenich-Orchesters Köln in Verbindung mit § 26 Abs.3 
der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO NW) werden der mit ei-
nem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 08.06.2018 der Wirtschaftsprüfungsgesell-
schaft Dornbach GmbH versehene Jahresabschluss zum 31.8.2017 sowie der Lagebericht für das 
Wirtschaftsjahr vom 1.9.2016 bis 31.8.2017 festgestellt. 
 
2. Der Bilanzgewinn für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2016 bis zum 31.8.2017 in Höhe von    EUR 
811.099,34, der sich aus dem Jahresfehlbetrag 2016/2017 in Höhe von EUR -238.580,54 nach 
Verrechnung mit dem Gewinnvortrag von EUR 1.044.361,88 sowie Entnahmen aus den Gewinn-
rücklagen in Höhe von EUR 5.318,00 ergibt, wird auf neue Rechnung vorgetragen.  
 
3. Der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. 
 
 
Betriebsausschuss Gürzenich-Orchester 11.09.2018 
Finanzausschuss 24.09.2018 
Rat 27.09.2018

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: 
 
 
1. Jahresabschluss zum 31.8.2017, bestehend aus 
 
a) Bilanz zum 31.8.2017     Anlage I, Seite 1 
 
b) Gewinn- und Verlustrechnung für das 
Wirtschaftsjahr 1.9.2016 – 31.8.2017   Anlage I, Seite 2 
 
c) Anhang einschließlich Anlagennachweis   
für das Wirtschaftsjahr 1.9.2016 – 31.8.2017  Anlage I, Seite 3 - 18 
 
2. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1.9.2016 
bis zum 31.8.2017      Anlage II, Seite 1 - 15 
 
 
3. Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 
Dornbach GmbH vom 8.6.2018    Anlage III, Seite 1 – 2  
 
 
 
 
Auf ein Abschlussgespräch hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) verzichtet. 
 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Die Verwaltung bittet um Verhandlung der Vorlage trotz Verfristung. Der verwaltungsinterne Prüf- und 
Abstimmungsprozess fiel zeitlich mit der Abgabefrist zusammen.  
 
 
Anlagen

Beratungsverlauf (3)

13.11.2018 Betriebsausschuss Gürzenich-Orchester
TOP 3.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
19.11.2018 Finanzausschuss
TOP 12.9 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
22.11.2018 Rat
TOP 10.12 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2808/2018
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
07.09.2018
Erstellt
23.08.2018 10:51