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Ernennung von Herrn Prof. Dr. Rudolf Schwarz zum verdienstvollen Bürger der Stadt Köln und Ernennung von Frau Prof. Maria Schwarz zur verdienstvollen Bürgerin der Stadt Köln sowie Erhalt der Grabstätte
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2013/2018 vom 22.06.2018
Stand: Am 25.06.2018 im Hauptausschuss ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61 Müll Az Vorlagen-Nummer 2013/2018 Freigabedatum 22.06.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Ernennung von Herrn Prof. Dr. Rudolf Schwarz zum verdienstvollen Bürger der Stadt Köln und Ernennung von Frau Prof. Maria Schwarz zur verdienstvollen Bürgerin der Stadt Köln sowie Erhalt der Grabstätte Nr. 6/7 auf dem Flur 012 des Friedhofs Müngersdorf als Ehrengrab Beschlussorgan Hauptausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Hauptausschuss beschließt, Herrn Prof. Dr. Rudolf Schwarz posthum zum verdienstvollen Bürger der Stadt Köln sowie seine Ehefrau, Frau Prof. Maria Schwarz ebenfalls posthum zur verdienstvollen Bürgerin der Stadt Köln zu ernennen und die Grabstätte der Eheleute auf dem Friedhof Müngersdorf (Flur 012, Nr. 6/7) als Ehrengrab gemäß§ 23 Absatz 4 der Friedhofssatzung der Stadt Köln zu erhal- ten. Hauptausschuss 25.06.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Rudolf Schwarz (1897-1961) prägte nicht allein als Kirchenbauer in der ersten Hälfte des vergange- nen Jahrhunderts den Kirchenbau in der Bundesrepublik Deutschland. Vielmehr war der Einfluss als Städtebauer nach 1945 und sein Wirken im Rahmen des Wiederaufbaus des zerstörten Köln mit sei- nem Namen verbunden. Er war als Generalplaner von 1946 bis 1952 für den Wiederaufbau von Köln verantwortlich. Die Schriften: Das Neue Köln enthielt die Überlegungen zum Wiederaufbau von Köln, ebenso wie das Modell der Doppelstadt für Köln. Sie belegen eindrücklich, wie Stadt ganzheitlich als Organismus in den vielfältigen Nutzungen, Funktionen und Strukturen gedacht, aber auch behandelt werden muss. Mit dem Fritz-Schumacher-Preis im Jahr 1952 schließt sich der Kreis zu seinem städ- tebaulichen Wirken. Wie die Leistungen des Wiederaufbaus von Köln bekannt, aber auch durch Zeitläufte überformt sind, so wird nochmals deutlich, welche baulichen Kleinode neben den Kirchenbauten in Köln durch ihn geschaffen wurden: Gürzenich mit St. Alban oder das heutige Museum für Angewandte Kunst sind Inkunabeln seines baulichen Schaffens. Sein Architekturverständnis berücksichtigte die geschichtli- che Tradition und antwortete mit einer zeitgenössischen Architektursprache und ergänzte Gebäude und Orte. Materialität, Lichtführung und Detailgenauigkeit wirken noch heute in seinen Bauwerken und machen sie zu Orten mit besonderer Identität und Wiedererkennbarkeit. Maria Schwarz (1921-2018) trat 1949 in das Architekturbüro von Rudolf Schwarz als ausgebildete Architektin ein. Zehn Jahre – von ihrer Heirat - bis zu seinem Tod 1961 waren geprägt von produkti- ver gemeinsamer Arbeit. Etwa dreißig Kirchenbauten wurden in dieser Zeit geplant und realisiert. Maria Schwarz übernahm die Leitung des Büros nach dem Tod von Rudolf Schwarz und vollendete gemeinsam geplante, aber nicht vollendete Bauwerke. Sie war damit eine der ersten Kirchenbauerin- nen der Zeit. Nur durch ihre Leidenschaft zu dem Beruf, die Kompetenz in ihrer Arbeit und das unver- brüchliche Vertrauen haben es ermöglicht, dass heute mehr Bauwerke realisiert wurden, die mit dem Namen Rudolf Schwarz verbunden sind. Darüber hinaus hat sie die Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Schwarz betrieben. Erst mit dem Historischen Archiv des Erzbistums Köln ist es Maria Schwarz gelungen, die Erschließung des Nach- lasses durch wissenschaftliche Aufarbeitung zugänglich zu machen. Die Ehrenmitgliedschaft des Ar- chitekturforums Rheinland wurde ihr 2008 verliehen. Rudolf und Maria Schwarz waren zwei Persönlichkeiten, die die Nachkriegsmoderne über Köln hin- aus prägten sowohl mit den Bauwerken, als auch mit den städtebaulichen Theoremen. Das Stadtplanungsamt befürwortet die Aufnahme dieser Grabstätte in die Liste der Gräber für ver- dienstvolle Bürgerinnen und Bürger sowie die Übernahme der Grabpflegekosten und der baulichen Unterhaltung durch die Stadt Köln.
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