AN/0833/2018
Beratung für Familien zum Bildungsangebot in Kita und OGTS insbesondere in den Kölner Sozialräumen
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SPD Antrag nach § 3
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An den Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Helge Schlieben An den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Herrn Dr. Ralf Heinen Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 28.05.2018 AN/0833/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 11.06.2018 Jugendhilfeausschuss 12.06.2018 Beratung für Familien zum Bildungsangebot in Kita und OGTS insbesondere in den Kölner Sozialräumen Sehr geehrter Herr Dr. Schlieben, sehr geehrter Herr Dr. Heinen, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung des Aus- schusses für Schule und Weiterbildung am 11.06.2018 und des Jugendhilfeaus- schusses am 12.06.2018 aufzunehmen. Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, einen erneuten Schwerpunkt auf die In- formation von Eltern zu Angeboten der frühen Bildung zu setzen und dabei die Themen des Kita-Besuchs im letzten Jahr vor der Einschulung und des Besuchs der OGTS besonders in den Blick zu nehmen. 2. Hierbei sollen die in Köln bestehenden Beratungsstellen und –personen, die einen guten und direkten Zugang zu Familien mit potentiellem Bera- tungsbedarf haben, insbesondere - die Stadtteilmütter und künftigen Stadtteileltern - die Beratungsstellen in den Brückenprojekte aus dem Landesprogramm „Kinderbetreuung in besonderen Fällen für Kinder aus Flüchtlingsfamilien - 2 - und vergleichbaren Lebenslagen“ - und die Fachberaterinnen und –berater in den Familienzentren von der Verwaltung mit geeignetem Informationsmaterial ausgestattet und zu diesem Beratungsthema entsprechend aktuell geschult bzw. informiert werden. 3. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Vermittlung von Kon- takten zwischen den Beratungspersonen und anderen städtischen Unter- stützungssystemen gewährleistet ist. Begründung: Zur weiteren Sicherstellung von Chancengleichheit in der Bildung und der frühen bedarfsgerechten Förderung von Kindern leisten die Kindertagesstätten und die Träger der Offenen Ganztagsschule in Köln einen erheblichen Beitrag. Gerade im letzten Jahr vor der Einschulung in der Kita und während der Grundschulzeit wird die Basis für die Bildungsentwicklung von Kindern gelegt und können Kinder ih- ren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend gefördert und Nachholbedarfe wirksam und frühzeitig aufgefangen werden. Trotz aller Bemühungen ist es jedoch in den letzten Jahren nicht ausreichend ge- lungen in einigen Stadtbezirken und Stadtteilen die Nachfrage nach OGTS- Plätzen zu steigern und diese deutlicher an den gesamtstädtischen Mittelwert heranzubringen (s. Beschlussvorlage 3611/2017). Auch im Bereich des letzten Kita-Jahres vor der Einschulung gibt es in vielen Stadtteilen noch erhebliche Aus- baumöglichkeiten, um aktiv Bildungsbenachteiligung entgegen zu wirken. Da oftmals fehlende Aufklärung über die Möglichkeiten und Angebote der Grund für viele Familien ist, die Bildungsangebote für ihre Kinder nicht in Anspruch zu nehmen, soll diese Informationsarbeit wesentlich gestärkt werden. Der Antrag zielt daher darauf ab, dass bestehende Beratungsstellen und Bera- tungsangebote, die Kontakt in die Familien haben, mit ausreichenden Informati- onen zu diesem Thema ausgestattet werden und für dieses Beratungsthema durch die Stadtverwaltung sensibilisiert werden. Im Rahmen der Integrierten Handlungskonzepte zu „Starke Veedel – starkes Köln“ sind nach Förderzusage durch das Land bereits in einigen Sozialräumen die Projekte „Stadtteileltern“ gestartet. In dem Projekt geht es darum, vor Ort Lü- cken in der Beratung für Eltern über die Unterstützungsangebote für ihre Kinder zu schließen und so die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern in den durch Stadtteileltern unterstützten Familien zu steigern. Die Stadtteileltern suchen dabei die Familien mit Unterstützungsbedarf persönlich auf und können im direkten Kontakt mit ihrem Wissen und ihrer eigenen Erfah- rung oft wesentlich besser vermitteln und informieren als offizielle Stellen dies können. - 3 - Aber auch die Kölner Familienzentren sowie die Beratungsstellen der Brückenpro- jekte für Flüchtlingsfamilien haben gute Zugänge in Familien, die bislang kaum oder keinen Zugang zu den städtischen Regelsystemen hatten. Um Bildungsbenachteiligung entgegenzuwirken und die Teilnahme von mehr Kin- dern an den Bildungsangeboten in Kita und OGTS gerade in benachteiligten Stadtteilen zu erreichen, sollen für die verschiedenen Beratungsstellen und -personen, die als Bindeglied zu den städtischen Regelsystemen fungieren, noch einmal gezielt Informationen zu den Angeboten der frühen Bildung vorbereitet werden, damit sie in ihrer Beratung einen besonderen Fokus darauf legen kön- nen. Die Stadtteileltern können bereits im Rahmen ihrer Qualifizierungsphase entsprechend geschult werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0833/2018
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 28.05.2018
- Erstellt
- 28.05.2018 11:26