Mandari Insight

1107/2017

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat zum Thema "Vermittlungsstelle Seniorinnen- und Seniorenjobs"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 24.07.2017

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 07.09.2017, TOP 12.1

Anlage 4 Konzept_ Ohne Moos nix los

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Anlage 5 Zwischenbilanz

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Anlage 1 Rent a rentner

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Anlage 3 Arbeitsmarktsituation von Rentnern

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Anlage 2 Stellungnahme Agentur für Arbeit

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Anlage 4 Konzept_ Ohne Moos nix los

5410 Zeichen

Vermittlungsstelle Seniorinnen- und Seniorenjobs   -   auch in Köln 
Konzept der Initiative „Ohne Moos nix los! – Sinnvoll und bezahlt arbeiten im Alter“ 
 
 
1. Ausgangssituation 
Trotz steigenden Bruttosozialprodukts geht die Schere zwischen Arm und Reich in 
Deutschland weiter auseinander. Es betrifft immer mehr Menschen im Rentenalter, die auf 
Zuverdienst angewiesen sind. Laut Statistischem Bundesamt hat sich die 
Erwerbstätigenquote älterer Menschen in kurzer Zeit mehr als verdoppelt. 2005 waren 6 % 
der 65- bis 69-jährigen Männer und Frauen erwerbstätig und 2014 waren es bereits 14 %.  
Zahlen für Köln liegen nicht vor. Eine Erhebung sollte unbedingt durchgeführt werden, um 
das Ausmaß der berenteten Erwerbstätigen und der Altersarmut realistisch einschätzen zu 
können.  
 
Bei geringem Rentenbezug dient die Erwerbstätigkeit der Armutsvermeidung bzw. 
ermöglicht die Erfüllung zusätzlicher materieller Wünsche wie Urlaub, Hobbys etc. Die 
Erwerbstätigkeit älterer Menschen hat zum Teil auch immaterielle Gründe wie beispielsweise 
Strukturierung des Alltags, geistige Aktivität, soziale Kontakte, Selbstverwirklichung, den 
„schleichenden“ Übergang in die Rente gestalten, Weitergeben von Wissen, Neues 
ausprobieren. 
 
Die steigende Zahl von arbeitenden Rentnerinnen und Rentnern ist ein Faktor auf dem 
Arbeitsmarkt. Dieser korrespondiert mit den Folgen des demografischen Wandels, u. a. dem 
Fachkräftemangel. Die Politik reagierte darauf mit dem Flexirenten-Gesetz. Betriebe nannten 
laut einer Untersuchung der Universität Duisburg-Essen die Vorteile von älteren, berenteten 
Arbeitskräften folgendermaßen:  Die Arbeitskräfte sind flexibel und können effektiv 
eingesetzt werden. Sie haben u. U. betriebsspezifisches Wissen (ohne Ambitionen in der 
Karriereleiter). Die „Alten“ bilden eine Personalreserve bei knapper werdendem Angebot.  
 
Es besteht ein großer Bedarf an Orientierung und Information, wie die Initiative „Ohne Moos 
nix los“ immer wieder erfährt. Bei der Jobsuche ist jeder auf sich gestellt, es gibt keine 
offiziellen Zuständigkeiten. Unsicherheiten gibt es viele, vor allem wie und wo man eine 
Arbeit finden kann, aber auch in Fragen von Vertragsformen und  Bezahlung. Diese 
Infrastruktur muss dringend aufgebaut werden. 
 
2. Die Vermittlungsstelle als Modellprojekt  
 
Ziel ist die Einrichtung einer Vermittlungsstelle für Seniorenjobs: 
 in Voll- und Teilzeit, 
 in Wirtschaftsunternehmen, im gemeinnützigen Sektor oder in Privathaushalten, 
 im Bereich Handwerk, Dienstleistung, Büro, Transport, Verkauf, Vertrieb, Haus und 
Garten, Betreuung und Unterstützung, etc. 
 
Kernaufgabe ist die Vermittlung von Arbeit zwischen arbeitsuchenden 
Rentnerinnen/Rentnern auf der einen Seite und Arbeitgebern auf der anderen Seite.  
Es ist eine Schnittstellenaufgabe, die im Spannungsfeld zwischen Altersarmut und   
Arbeitsmarktpolitik angesiedelt ist.

Die zu planende Vermittlungsstelle sollte in kommunaler Verantwortung liegen. Es handelt 
sich hierbei nicht nur um eine soziale Aufgabe (Stichwort Altersarmut), sondern sie tangiert 
auch das Interesse der Kölner Wirtschaft und der Arbeitgeberseite.  
 
Als Orientierung kann auf die Erfahrungen der Vermittlungsstelle im Landkreis Mainz-Bingen 
zurückgegriffen werden http://www.mainz-bingen.de/ deutsch/verwaltung/ GB_III/Soziales/ 
vermittlungsstelle_seniorenjobs.php . Basis der Vermittlung ist eine Datenbank, in die sowohl 
Arbeitsgesuche als auch Arbeitsangebote eingegeben werden können. Weiterführende 
Informationen stehen auf der Homepage bereit. Informationsveranstaltungen ergänzen das 
Angebot. Dieses muss bekannt gemacht werden, in der Öffentlichkeit und speziell bei 
potentiellen Arbeitgebern. Bei Bedarf werden persönliche Gespräche vereinbart. 
 
3. Finanzieller und personeller Aufwand 
Technische Unterstützung und Beratung beim Aufbau von Website und Datenbank könnte 
über die städtische Dienststelle „E-Government und Online-Dienste“ erfolgen. –  
 
Für die Millionenstadt Köln soll zur Etablierung dieser Aufgabe eine Personalstelle mit Büro 
und technischer Ausstattung zur Verfügung gestellt werden. Für Aufbau und Umsetzung der 
Job-Vermittlungsstelle für Ältere sind berufliche Kompetenzen nötig  wie z. B.  
 Kenntnisse rechtlicher Voraussetzungen bzgl. Erwerbstätigkeit im Rentenalter 
 Kenntnisse zum Aufbau einer Internet-Plattform mit Datenbank 
 Beratungskompetenz 
 Akquise von Unternehmen und Pflege von Kontakten zu Arbeitgebenden 
 Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung der Vermittlungsstelle.  
 
4. Evaluation 
Die Arbeit wird dokumentiert und nach einer Laufzeit von zwei Jahren sollte einen Evaluation 
erfolgen. Über eine dauerhafte Institutionalisierung sollte dann entschieden werden.  
 
      
 
  
 Die Initiative „Ohne Moos nix los! – Sinnvoll und bezahlt arbeiten im Alter“ trifft sich seit   
 September  2015  im Bürgerhaus Stollwerck. Die Initiative ist eine Anlaufstelle für ältere  
 Menschen,  die Arbeit suchen. Neben der Suche nach individuellen Lösungen setzt sich die  
 Initiative auch mit der politischen und sozialen Dimension von Armut im Alter und dem  
 Recht auf  gesellschaftliche Teilhabe auseinander.   
 Unseren Flyer und die Dokumentation der erwähnten Veranstaltung können angefordert   
 werden. Gerne geben wir unsere Erfahrungen auf Anfrage weiter.  
 Kontakt: Helga Daniels, h.daniels@netcologne.de   Tel. 0221 – 38 41 94

Anlage 5 Zwischenbilanz

5083 Zeichen

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
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Stadtverwaltung Köln 
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ALLGEMEINE ZEITUNG / LOKALES / INGELHEIM / LANDKREIS MAINZ-BINGEN 
Landkreis Mainz-Bingen 17.02.2017 
Kreisverwaltung zieht eine positive 
Zwischenbilanz des Projekts Seniorenjobs 
E-Paper Anmelden Kontakt Tagespass 
Seite 1 von 5Kreisverwaltung zieht eine positive Zwischenbilanz des Projekts Seniorenjobs 
06. 04. 2017 http://www.allgemeine -zeitung.de/lokales/ingelheim/landkreis -mainz -bingen/kreisverwalt ...

Von Helena Sender-Petry 
MAINZ-BINGEN - Seit September 2016 ist die Vermittlungsstelle Seniorenjobs, ein 
Pilotprojekt der Kreisverwaltung, am Start. Aktuell bieten 55 Arbeitgeber insgesamt 
62 Stellen auf der Plattform an. Auch die Anzahl der Stellengesuche ist beachtlich. 
Laut Ute Possmann von der Fachabteilung „Jugend und Soziales“, die das Angebot 
federführend betreut, sind es 83 Männer und Frauen im Alter zwischen 63 und 80 
Jahren, für die sie 43 Kontakte zu Arbeitgebern herstellen konnte. „13 Seniorinnen 
und Senioren haben auf diesem Weg eine Beschäftigung gefunden.“ Nach wie vor 
steht die Akquise ganz oben auf der Liste, denn es ist das Ziel, so schnell wie 
möglich zu vermitteln. Possmann: „Die Nachfrage aus dem Handwerk und dem 
Sozialbereich bis hin zur Hauswirtschaft ist sehr groß. Doch viele Jobsuchende 
wollen lieber Büroarbeit machen. Doch da haben wir wesentlich weniger Angebote.“ 
Die Bereitschaft, was ganz Neues zu versuchen, ist also gering? „Es wäre schön, 
wenn die Vermittlungsstelle auch als Chance begriffen wird, sich auszuprobieren“, 
fügt Ursula Hartmann-Graham, für den Sozialbereich zuständige Beigeordnete, 
hinzu. Dass dieses Pilotprojekt längst bundesweit Beachtung gefunden hat, ist ein 
Erfolg. Doch Possmann denkt einen Schritt weiter: „Auf diese Weise können wir uns 
fast schon automatisch vernetzen und Erfahrungen austauschen.“ Viele Anfragen 
muss Possmann bearbeiten, nicht nur aus Köln oder dem Westerwald, wo ebenfalls 
über Vermittlungsstellen für Senioren ganz konkret nachgedacht wird. 
„Viele Rentner sind verschuldet“ 
Nicht ohne Grund gab der 
Seniorenbeirat des Kreises den 
Anstoß. Dr. Anton Miesen, 
Vorsitzender des Gremiums, 
glaubt, dass diese 
Vermittlungsstelle zunehmend an 
Relevanz gewinnt: „Die Hälfte der 
Rentner ist schon jetzt 
verschuldet, weil sie ihren 
gewohnten Lebensstandard nicht 
mehr halten kann. Die Altersarmut 
wird zunehmen, in dreißig Jahren ist das Rentenniveau auf 40 Prozent gesunken.“ 
Zahlen und Fakten, die zwangsläufig dazu führen, dass Rentner, ganz besonders 
Frauen, arbeiten müssen, um zu überleben. Possmann zitiert zum Beweis aus einer 
Lieber arbeiten als Hilfe in Anspruch nehmen: Viele  Senioren verdienen sich was zur Rente 
dazu. Archivfoto: Jan Woitas/dpa 
KONTAKT 
Kreisverwaltung Mainz-Bingen, 
Vermittlungsstelle Seniorenjobs; 
Ansprechpartnerin ist Ute Possmann, 
Telefon 06132-7 87 33 03; E-Mail 
seniorenjobs@mainz-bingen.de. 
Internet: www.mainz-bingen.de – 
Quicklink auf der Startseite 
„Vermittlungsstelle Seniorenjobs“ 
Seite 2 von 5Kreisverwaltung zieht eine positive Zwischenbilanz des Projekts Seniorenjobs 
06. 04. 2017 http://www.allgemeine -zeitung.de/lokales/ingelheim/landkreis -mainz -bingen/kreisverwalt ...

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E-Mail, die sie Ende November erreichte: „Ich habe letzte Woche meinen 
Rentenbescheid erhalten. Schreck. Suche somit dringend zum 1. Januar einen 
Minijob.“ 
Alle Tätigkeiten, die die Kreisverwaltung vermittelt, werden selbstverständlich 
bezahlt. Es gilt der Mindestlohn, versteht sich. Auch den Unternehmen biete sich die 
Chance, auch angesichts des Fachkräftemangels, sehr berufserfahrene und 
zuverlässige Mitarbeiter zu gewinnen, ergänzt Hartmann-Graham. Ein Vorteil, den 
die Generation 60 plus bietet, ist auch das hohe Maß an Flexibilität, was auch 
kurzfristige Einsätze möglich macht. Miesen: „Viele wollen auch arbeiten, weil 
ihnen die Decke daheim auf den Kopf fällt.“ Auch für diese Gruppe, die finanziell 
abgesichert sei, eigne sich das „Zukunftsprojekt Seniorenjobs“ ganz wunderbar. 
Wer Sorge hat, dass persönliche Angaben für jedermann sichtbar sind, darf sich 
entspannen. Zu sehen sind die Daten nur für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung. 
Das große Plus der Vermittlungsstelle ist, dass sich jeder direkt und ohne den 
Computer einzuschalten beraten lassen kann (siehe Infokasten). 
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BINGEN 
Landrat des Kreises 
Mainz-Bingen ehrt 
Unternehmen des 
Jahres 
Seite 3 von 5Kreisverwaltung zieht eine positive Zwischenbilanz des Projekts Seniorenjobs 
06. 04. 2017 http://www.allgemeine -zeitung.de/lokales/ingelheim/landkreis -mainz -bingen/kreisverwalt ...

Anlage 1 Rent a rentner

905 Zeichen

www.rentarentner.de  
 
Jobangebote für Köln – Stand 06.04.2017 
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Nebenjob: Koordinator (m/w) für kulinarische Rundgänge in Köln 
Koordinator für das Organisieren kulturell-kulinarischer Rundgänge auf freiberuflicher 
Basisgesucht.  
Standort: Köln, Nordrhein-Westfalen - 06.02.2017    
kleine Hausmeistertätigkeit 
Wir suchen für unser Studio in Köln Buchheim  
Standort: Köln - 24.02.2017

Anlage 3 Arbeitsmarktsituation von Rentnern

9357 Zeichen

1 
 
Agentur für Arbeit Köln • Arbeitsmarktbeobachtung 
Luxemburger Str. 121, 50939 Köln  
Telefon: 0221 9429 4400 
www.arbeitsagentur.de  
              06.06.2017 
 
 
Kölner Arbeitsmarkt 
 
Hier: Arbeitsmarktsituation von Rentnern (Altersgruppe 66 plus) in Köln 
 
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 1  
Ende September 2016 – das sind die aktuell vorliegenden Daten – sind 
547.637 Menschen im Arbeitsort Köln sozialversicherungspflichtig be- 
schäftigt. Darunter befinden sich 8.123 im Alter von 63 bis einschließlich 
65 Jahre (1,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten). 
Insgesamt 3.024 (0,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäf- 
tigten) sind 66 Jahre und älter. 
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Seniorenalter 
liegt also bei etwa 11.000 Menschen. Dabei ist davon auszugehen, 
dass ein Großteil der 63- bis 65-Jährigen sich noch in regulärer Be- 
schäftigung vor Eintritt ins Rentenalter befindet. 
Da bei der berücksichtigten Beschäftigung der Arbeitsort Köln betrach- 
tet wird, müsste die Zahl der Ein- und Auspendler berücksichtigt wer- 
den. Diese Daten müssten seitens des Statistik-Service der Bunde- 
8.123 zwischen 63 
und 65 Jahre 
                                            
1  Im Folgenden nach: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Tabellen, Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 
(SvB) und ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte (GeB) am Arbeitsort (AO) nach ausgewählten 
Merkmalen, Düsseldorf, Juni 2017 (Auftrag-Nr.: 246904) 
/head2right Knapp 10.000 Menschen im Alter von über 65 Jahren sind in Köln ausschließ- 
lich geringfügig entlohnt beschäftigt, ein Drittel als Helfer, die Hälfte als 
Fachkraft und knapp ein Zehntel als Spezialist oder Experte. 
 
/head2right 3.024 Menschen im Alter von über 65 Jahren sind in Köln sozialversiche- 
rungspflichtig beschäftigt, knapp ein Fünftel als Helfer, gut die Hälfte als 
Fachkraft und knapp ein Drittel als Spezialist oder Experte. 
 
/head2right Die 9.817 ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten in der Alters- 
gruppe ab 66 Jahren arbeiten in folgende Berufssegmenten: 
1. Berufe in Unternehmensführung und Organisation (1.842 oder 18,8 Prozent) 
2. Verkehrs- und Logistikberufe (1.611 oder 16,4 Prozent) 
3. Reinigungsberufe (1.447 oder 14,7 Prozent) 
4. Bau- und Ausbauberufe (1.061 oder 10,8 Prozent) 
5. Handelsberufe (968 oder 9,9 Prozent) 
6. Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe (534 oder 5,4 Prozent) 
7. Medizinische und nichtmedizinische Gesundheitsberufe (396 oder 4,0 Prozent) 
8. Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe (344 oder 3,5 Prozent) 
9. Sicherheitsberufe (292 oder 3,0 Prozent) 
10. Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe (275 oder 2,8 Prozent).

2 
 
Telefon: 0221 9429 4400 
www.arbeitsagentur.de  
Agentur für Arbeit Köln • Arbeitsmarktbeobachtung 
Luxemburger Str. 121, 50939 Köln  
sagentur für Arbeit gesondert erhoben werden. Das geht allerdings aus- 
schließlich für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 
Ausschließlich geringfügig entlohnt beschäftigt sind am Arbeitsort Köln 
insgesamt 73.581 Männer und Frauen. Unter ihnen befinden sich 3.762 
Personen im Alter von 63 bis einschließlich 65 Jahren, das sind 5,1 
Prozent aller geringfügig entlohnt Beschäftigten. Insgesamt 9.817, 13,3 
Prozent aller geringfügig entlohnt Beschäftigten, sind 66 Jahre und äl- 
ter. 
Ausschließlich ge- 
ringfügig entlohnte 
Beschäftigte 
Bei den 66-Jährigen und älteren ausschließlich geringfügig entlohnten 
Beschäftigten liegt der Männeranteil mit 51,2 Prozent nur leicht über 
dem der Frauen. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 
dieser Altersgruppe übertrifft der Männeranteil mit 62,5 Prozent den der 
Frauen hingegen deutlich. 
Hoher Männeranteil 
Insgesamt 3.558 oder 36,2 Prozent der 9.817 über 65 Jahre alten aus- 
schließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten üben eine Tätigkeit mit 
dem Anforderungsniveau  Helfer aus. Damit liegt der Helfer-Anteil 
unter dem der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten ins- 
gesamt (42,1 Prozent von 73.581). Bei den sozialversicherungspflichtig 
Beschäftigten insgesamt beträgt dieser Anteil 11,9 Prozent, bei den 
über 65 Jahre alten 18,1 Prozent. 
Als Fachkraft  arbeiten 50,9 Prozent (5.001) der 66-Jährigen und älte- 
ren ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten. Das übertrifft 
den Fachkräfteanteil bei allen ausschließlich geringfügig entlohnten 
Beschäftigten (44,6 Prozent oder 32.849 von insgesamt 73.581). Bei 
den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt der Fachkräfte-
Anteil in dieser Altersgruppe bei 51,7 Prozent (1.564 von 3.024). 
Mit 800 sind 8,2 Prozent (von 9.817) der ausschließlich geringfügig 
entlohnten Beschäftigten als Spezialist oder Experte  beschäftigt. Das 
sind weniger als bei den ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäf- 
tigten insgesamt (9,6 Prozent oder 7.076 von 73.581). Bei den sozial- 
versicherungspflichtig Beschäftigten ab 66 Jahre beträgt der Anteil der 
Spezialisten und Experten 30,1 Prozent (912 von 3.024). Das ist ein 
etwas geringerer Anteil als bei allen sozialversicherungspflichtig Be- 
schäftigten (33,8 Prozent oder 185.411 von 547.637). 
Anforderungsniveaus 
 
 
Helfer 
 
 
 
Fachkraft 
 
 
 
 
 
Spezialist/ 
Experte 
Die knapp 9.817 ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten in 
der Altersgruppe ab 66 Jahren arbeiten vor allem in folgende Berufs- 
sektoren und -segmenten: 
o Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungsberufe (3.350 oder 
34,1 Prozent), darunter 
• Verkehrs- und Logistikberufe (1.611 oder 16,4 Prozent) 
• Reinigungsberufe (1.447 oder 14,7 Prozent) 
• Sicherheitsberufe (292 oder 3,0 Prozent) 
 
o Kaufmännische und unternehmensbezogene Dienstleis- 
tungsberufe  (3.154 oder 32,1 Prozent), darunter 
• Berufe in Unternehmensführung und Organisation (1.842 oder 
18,8 Prozent) 
• Handelsberufe (968 oder 9,9 Prozent) 
• Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe (344 oder 3,5 
Berufe

3 
 
Telefon: 0221 9429 4400 
www.arbeitsagentur.de  
Agentur für Arbeit Köln • Arbeitsmarktbeobachtung 
Luxemburger Str. 121, 50939 Köln  
Prozent 
 
o Produktionsberufe  (1.617 oder 16,5 Prozent), darunter 
• Bau- und Ausbauberufe (1.061 oder 10,8 Prozent) 
• Fertigungstechnische Berufe (225 oder 2,3 Prozent) 
• Fertigungsberufe (193 oder 2,0 Prozent) 
• Land-, Forst-, und Gartenbauberufe (138 oder 1,4 Prozent) 
 
o Personenbezogene Dienstleitungsberufe  (1.205 oder 12,3 
Prozent), darunter 
• Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe (534 oder 5,4 Prozent) 
• Medizinische und nichtmedizinische Gesundheitsberufe (396 
oder 4,0 Prozent) 
• Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe (275 oder 2,8 
Prozent) 
o IT- und naturwissenschaftliche Dienstleistungsberufe  (33 
oder 0,3 Prozent) 
 
Die Datenquelle der oben genannten Zahlen ist die Statistik der Bunde- 
sagentur für Arbeit, welche die amtliche Statistik über geringfügig ent- 
lohnte Beschäftigte führt. 
Die von der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung 
Knappschaft-Bahn-See veröffentlichten Daten über geringfügig entlohn- 
te Beschäftigte liefern als Geschäftsdaten wichtige Informationen über 
die Geschäftsprozesse der Minijob-Zentrale. Sie sind allerdings nicht 
vergleichbar mit 
 den statistischen Daten der Bundesagentur für 
Arbeit. 
Datenquelle 
Amtliche Statistik 
  
Unter den insgesamt 48.406 Arbeitslosen (gleitender Jahresdurch- 
schnitt Juni 2016 bis Mai 2017) befinden sich 1.064 Arbeitslose im Alter 
von 63 bis einschließlich 65 Jahre. Das sind 2,2 Prozent aller Arbeitslo- 
sen. Ihre Zahl steigt gegenüber dem Vorjahreswert um 141 oder 15,2 
Prozent. 2  
Arbeitslose 
  
Im Verlauf eines Jahres (Gleitende Jahressumme Mai 2017, also von 
Juni 2016 bis Mai 2017) beendeten 1.692 Kölner Arbeitslose im Alter 
von 63 bis einschließlich 65 Jahre ihre Arbeitslosigkeit 3. Darunter been- 
deten 619 Personen (36,6 Prozent) ihre Arbeitslosigkeit durch den Ein- 
tritt in den Ruhestand (Abgangsgrund: „Ausscheiden aus dem Erwerbs- 
leben“). Das waren zehn Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahres- 
zeitraum. 
Hier spielt sicher ein gewisser Vorzieheffekt durch die Möglichkeit der 
abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren seit Mitte 2016 eine entscheiden- 
de Rolle. Die Zahl wird, demografisch bedingt, mit dem verstärkten Ein- 
Renteneintritt aus 
Arbeitslosigkeit 
                                            
2  Vgl.: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Tabellen, Bestand an Arbeitslosen, Düsseldorf, Mai 2017 (Auftrag-
Nr.: 274261) 
3 Im Folgenden nach: Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Tabellen, Abgang an Arbeitslosen, Düsseldorf, Mai 
2017 (Auftrag-Nr.: 246733)

4 
 
Telefon: 0221 9429 4400 
www.arbeitsagentur.de  
Agentur für Arbeit Köln • Arbeitsmarktbeobachtung 
Luxemburger Str. 121, 50939 Köln  
tritt der „Babyboomer“ ins Rentenalter in den kommenden Jahren noch 
weiter ansteigen. 
Insgesamt beendeten im gleichen Zeitraum knapp 135.000 Kölner Ar- 
beitslose zeitweise oder für immer ihre Arbeitslosigkeit. Der Anteil der 
Renteneintritte an allen Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit liegt damit 
bei 0,5 Prozent. 
Seniorinnen und Senioren im Altersruhestand können über eine Ar- 
beitssuchendmeldung das Beratungs- und Vermittlungsangebot der 
Arbeitsagentur nutzen. Die 
Online-Jobbörse  der Bundesagentur für 
Arbeit (auch für Minijobs ) steht ihnen offen.

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5807 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/50/503 
 
Vorlagen-Nummer  24.07.2017 
 1107/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 07.09.2017 
Wirtschaftsausschuss 07.09.2017 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln und der 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat zum Thema "Vermittlungsstelle Seniorinnen- 
und Seniorenjobs" 
Die CDU-Fraktion und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bitten um die Beantwortung folgender 
Anfrage: 
 
Immer mehr ältere Menschen möchten eine berufliche Tätigkeit ausüben. 
Die Gründe hierfür sind vielfältig, oftmals reicht die Rente zum Leben nicht aus, dies betrifft vor allem 
Frauen. 
Andere Seniorinnen und Senioren möchten im Alter noch aktiv sein und suchen eine sinnvolle und 
ausfüllende Beschäftigung und/oder möchten sich auch gerne etwas zur Rente dazuverdienen. 
In einigen Kommunen wurde deshalb eine Vermittlungsstelle für Seniorinnen- und Seniorenjobs ein-
gerichtet. 
 
 
Wir fragen deshalb die Verwaltung: 
1) Sind der Verwaltung Zahlen bekannt, wie viele Seniorinnen und Senioren in Köln eine Beschäfti-
gung ausüben möchten? 
2) Wie schätzt die Verwaltung das Angebot einer Vermittlungsstelle für Seniorinnen- und Senioren-
jobs ein? Wie könnte ein derartiges Angebot für Köln aussehen? 
 
Die Beantwortung bitten wir auch dem Wirtschaftsausschuss zur Kenntnis zu geben.

2 
 
Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung: 
 
 
Zu 1): Der Verwaltung liegen keine Zahlen vor, wie viele Seniorinnen und Senioren eine Beschäfti-
gung ausüben möchten. Eine umfangreiche Recherche zum Bereich Beschäftigung von Se-
niorinnen und Senioren ergab Folgendes: 
 
 Minijob-Zentrale 
Mit Stand 31.12.2016 sind für das Stadtgebiet Köln registriert: 
 im gewerblichen Bereich 
10.787 Minijobber/innen im Alter 65 Jahre und älter 
 5.605 Männer 
 5.182 Frauen 
 im Haushaltsbereich 
596 geringfügig beschäftigte Menschen der Altersklasse 65 Jahre und älter 
   87 Männer 
 509 Frauen 
 
 Internetportal Rent a rentner (www.rent-arentner.de) 
bietet aktuell 7 Angebote für Köln (von insgesamt 193 Stellenangeboten) 
Darstellung der Angebote für Köln mit Stand 06.04.2017 (Anlage 1) 
 
 Internetportal Rentner-Börse (www.rentner-boerse.de ) 
aktuell ohne Angebote für Köln 
 
 
Die Bundesagentur für Arbeit –Agentur für Arbeit Köln- teilt auf Anfrage mit, dass verlässli-
che Zahlen und Aussagen zur Nachfrage von Seniorinnen und Senioren nach Beschäfti-
gungsmöglichkeiten nicht vorliegen. Selbstverständlich können interessierte Seniorinnen und 
Senioren das vorhandene Beratungsangebot der Agentur für Arbeit nutzen. Sie können sich 
auch nach Erreichen der Altersgrenze arbeitsuchend melden und die Jobbörse der Bunde-
sagentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Die vollständige Antwort der Agentur für Arbeit 
kann den Anlagen 2 und 3 entnommen werden. 
 
Die Nachfrage zu Vermittlungsstellen für Seniorinnen und Senioren bei der Industrie- und 
Handelskammer Köln sowie bei der Handwerkskammer Köln führte zu dem Ergebnis, dass 
es hierzu keine Erkenntnisse gibt. 
 
Auch beim Städtetag NRW und Landkreistag NRW sind vergleichbare Projekte nicht be-
kannt. 
 
In den Räumlichkeiten des Bürgerhauses Stollwerck trifft sich seit 2015 alle 2 Wochen die 
Initiative „Ohne Moos nix los“. Sie befürwortet die Einrichtung einer Vermittlungsstelle und 
hat dazu ein eigenes Konzept entwickelt (Anlage 4). Die Initiative ist ein ständiges Angebot, 
um in einer Gesprächsrunde für interessierte Seniorinnen und Senioren Austausch und Be-
ratung anzubieten, insbesondere zu den Themen: 
  wie wird eine Bewerbung gestaltet 
  wie sind die Regelungen zum Hinzuverdienst bei Rente / Pension 
  welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten, z.B. bei MiniJobs. 
 
Im Landkreis Mainz-Bingen startete im September 2016 das Projekt „Kommunale Vermitt-
lungsstelle Seniorenjobs“. Zielgruppe sind ca. 38.500 Menschen im Alter 65 Jahre und älter

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(Köln: rd. 189.000 Menschen). Konkrete Bedarfszahlen für den Landkreis liegen nicht vor. 
Das Projekt ist auf 2 Jahre befristet, die Vermittlungsstelle ist mit einer 50% Teilzeitkraft be-
setzt. 
Erste Zwischenbilanz Bilanz im Februar 2017 (Anlage 5) 
  62 Stellenangebote bei 
  55 Arbeitgebern 
  83 jobsuchende Seniorinnen und Senioren im Alter von 63 bis 80 
  43 Kontakte an Jobsuchende vermittelt 
  13 Beschäftigungsverhältnisse sind zustande gekommen. 
Gewonnene Erkenntnisse: 
  Seniorinnen und Senioren möchten überwiegend nur stundenweise arbeiten; 
Interessenten überwiegend aus bildungsnahen Schichten, 
  bisher keine Grundsicherungsempfängerinnen und -empfänger als Interessenten. 
 
 
Zu 2): Grundsätzlich sieht die Verwaltung eine Vermittlungsstelle positiv. Auf Grund des demogra-
phischen Wandels und weiter sinkender Rentenansprüche wird der Bedarf perspektivisch 
steigen.  
Bei einer 1:1 – Übertragung des Mainz/Bingen-Projektes auf Köln läge der Personalbedarf - 
auf die Anzahl der Kölner Seniorinnen und Senioren umgerechnet - bei rd. 2,5 Stellen. Hier-
durch entständen zusätzliche Personalkosten in Höhe von rund 150.000 Euro p.a.. Die Ver-
mittlung von bezahlten Jobs – auch an von Armut betroffenen oder bedrohten Seniorinnen 
und Senioren- ist keine originäre Aufgabe der Kommune, die als freiwillige Ausgabe zulasten 
des Gesamthaushaltes finanziert werden müsste.  
 
Fazit: 
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Einrichtung einer Vermittlungsstelle für Seniorinnen und 
Senioren gibt es weder auf kommunaler Ebene noch auf Seiten der Arbeitsverwaltung. Im 
Hinblick auf die zusätzliche Belastung des städtischen Haushalts sollte daher die Nutzung 
vorhandener Angebote –insbesondere die der Bundesagentur für Arbeit- prioritär sein. 
 
 
 
gez. Dr. Rau

Anlage 2 Stellungnahme Agentur für Arbeit

4896 Zeichen

Agentur für Arbeit Köln  Postfach 50606 Köln 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Vermittlungsstelle für Seniorenjobs 
 
 
Sehr geehrter Herr Schorn, 
 
gern gebe ich Ihnen eine Einschätzung der Agentur für Arbeit Köln zur Einrichtung einer  
„Vermittlungsstelle für Seniorenjobs“ in Köln.    
  
Zunächst unsere Position zur Frage nach dem von uns eingeschätzten Bedarf für eine 
derartige Vermittlungsstelle.  
  
Abgesicherte, verlässliche Zahlen und Aussagen zu der Nachfrage von Seniorinnen und 
Senioren nach Beschäftigungsmöglichkeiten in Köln liegen uns nicht vor: 
 
• Die Anzahl der zu Ende September 2016 – aktuellere Daten liegen nicht vor – beschäftigten 
älteren Menschen lässt keine Rückschlüsse auf den Bedarf nach einer Vermittlungsstelle 
zu. Ende September 2016 waren 547.637 Menschen am Arbeitsort Köln 
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Darunter befinden sich 8.123 im Alter von 63  bis 
einschließlich 65 Jahre (1,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten). 
Insgesamt 3.024 (0,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten) sind 66 
Jahre und älter. Differenzierte Betrachtungen zur Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen 
und Arbeitnehmer entnehmen Sie bitte dem angehängten Dokument.  
 
• Auch die Analyse der  in der AA Köln arbeitslos gemeldeten Menschen über 63 Jahre sollte 
nicht zur Bedarfsanalyse her angezogen werden. Aktuell sind in der AA Köln 1.064 
Menschen im Alter von 63 bis ein schließlich 65 Jahre gemeldet. Hierbei muss beachtet 
werden, dass die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt derzeit für den Jahrgang 1951 
bei 65 Jahren und 5 Monaten liegt.  
 
• Eine tagaktuelle Abfrage unserer internen Datenban k ergab – diese Angaben können wir 
nicht statistisch erheben - , dass bei den über 65 Jährigen 195 Menschen arbeitslos und 
270 arbeitssuchend erfaßt sind.  
Vorsitzende der Geschäftsführung 
Luxemburger Str. 121 
50939 Köln 
 
Fax: 0221 / 9429-5005 
 
 
 
Köln, 9. Juni 2017 
 
Stadt Köln - Die Oberbürgermeisterin 
Amt für Soziales und Senioren 
Abteilung für Senioren und behinderte Menschen  
Frau Anna-Maria Friedrich 
Ottmar-Pohl-Platz 1 (Kalk-Karree) 
51103 Köln

- 2 - 
 
• Nach unserer Einschätzung gibt es keine besonders ausgewiesenen Branchen, in denen 
ein verstärkter Bedarf von Unternehmen an den in Rede stehenden Personenkreis 
signalisiert wird. Einzelne Unternehmen sind eher an ehrenamtlichen Tätigkeiten 
interessiert, vereinzelt auch an Mini -Jobbern, z.B. im Rahmen der Alltagsbetreuung in 
Krankenhäusern und Pflegehei men. Im Rahmen der Fachkräftesicherung gehen 
Unternehmen eher den Weg, dass sie ihre Beschäftigten, die in den Ruhestand gehen, 
bitten länger zu arbeiten.  
 
• Wir gehen davon aus, dass Senioren und Seniorinnen eher an einer geringfügigen 
Beschäftigung interessiert sind. Ab dem Monat, ab dem Anspruch auf Regelaltersrente 
besteht, zahlen Senioren und Seniorinnen keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung 
mehr. Geringfügige Beschäftigungen sind in der Beschäftigtenstatistik jedoch nicht erfasst. 
Erkenntnisse zu einem etwaigen Bedarf liegen daher nicht vor. 
 
  
Nun zu Ihrem Interesse, ob die AA Köln eine auf Seniorinnen/Senioren zugeschnittene 
Jobvermittlung als Bestandteil der Arbeitsvermittlung im Sinne des SGB III und damit 
grundsätzlich im Handlungsbereich der Agentur für Arbeit sieht. 
Grundsätzlich sehen wir keine gesetzliche Grundlage im Handlungsbereich der 
Bundesagentur für Arbeit für die Einrichtung einer speziellen Seniorenvermittlungsstelle.  
  
• Die Bundesagentur für Arbeit verfolgt einen integrativen Ansatz, um Menschen und Arbeit 
zusammenzubringen, d.h. unsere Dienstleistungen wie Information, Beratung, Vermittlung 
und Förderung  für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden nicht 
zielgruppenspezifisch angeboten. Grundsätzlich gibt es daher keine spe zielle Vermittlung 
für bestimmte Zielgruppen. Alleinig für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen 
halten wir ein derartiges Angebot vor, weil die Beraterinnen und Berater für diese Gruppe 
rehaspezifische Kompetenzen benötigen, um Menschen in Arbeit zu bringen.  
 
• Die Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit ist es, in sozialversicherungspflichtige 
Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Geringfügige Stellen werden zwar in der 
Jobbörse erfasst, aber nicht durch die Vermittlerinnen und Vermittler des Arbeitgeber -
Service betreut. Damit erfolgt auch keine Vermittlung in geringfügige Beschäftigungen.  
 
• Natürlich erhalten Senioren und Seniorinnen ein Informations- und Beratungsangebot, sie 
können sich auch nach Erreichen der Altersgrenze arbeitssuchend melden und die 
Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch nehmen.  
 
  
Ich hoffe, dass ich Sie mit diesen Ausführen unterstützen konnte. Sollten Sie weitere Fragen 
haben, melden Sie sich bitte. 
  
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
 
 
Roswitha Stock 
Vorsitzende der Geschäftsführung

Beratungsverlauf (2)

22.06.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
07.09.2017 Wirtschaftsausschuss
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1107/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
24.07.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27