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AN/0182/2025

Rasche oberirdische Kapazitätserhöhung auf der Ost-West-Achse – Neumarkt aufwerten

Die Linke. Antrag nach § 3 03.02.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 03.04.2025, TOP 3.1.7

Linke Antrag nach § 3

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Anlage 1 Neumarkt-Heumarkt-60-m

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Linke Antrag nach § 3

7759 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 03.02.2025 
AN/0182/2025 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 13.02.2025 
 
Rasche oberirdische Kapazitätserhöhung auf der Ost-West-Achse – Neumarkt aufwerten 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Antrag auf die T agesordnung der 
kommenden Ratssitzung am 13.02.2025 zu setzen. 
 
Präambel: 
Seit vielen Jahren wird ohne erkennbaren Fortschritt über des Ausbau der Ost West Achse 
diskutiert. Das hat erhebliche negative Folgen für den Ausbau des ÖPNV in ganz Köln, aber auch 
für die Stadtgestaltung des Neumarkts. 
Die unten ausgeführten Eckpunkte bieten die Möglichkeit den ÖPNV rasch zu verbessern und die 
städtebaulichen Defizite des Neumarktes zügig zu beseitigen. 
Beschluss: 
Die V erwaltung wird beauftragt, einen Beschluss für eine oberirdische Lösung zu erarbeiten, die 
dem Prinzip der Kapazitätserhöhung durch T aktverdichtungen auf der Ost-West-Achse folgt. 
Diese Beschlussvariante soll folgende Eckpunkte beinhalten: 
1. Umbau der beiden oberirdischen Haltestellen Neumarkt und Heumarkt mit versetzten 
Zwillingshaltestellen, eine je Richtung. Mittelbahnsteige mit jeweils zwei Gleisen zum Aus- und 
Zusteigen, ausgelegt für 60 m-Bahnen. Die Nordumfahrung des Neumarkts für den ÖPNV wird 
unterbunden. Dadurch entsteht ein hochwertiger Stadtraum von der Schildergasse bis St. 
Aposteln. Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird auf der Südseite im Zweirichtungsverkehr 
für Anlieger abgewickelt.

2. Am Neumarkt soll ein Haltepunkt an der vorhandenen Stelle mit Mittelbahnsteig und zwei 
Bahnsteigkanten ertüchtigt werden sowie einem vorbeiführenden Gleis zur weiter östlich liegenden 
Zwillingshaltestelle (Fahrtrichtung Osten). 
Der Zwillingshalt soll in der Cäcilienstraße, Höhe VHS, geplant werden (Fahrtrichtung Westen, 
analog zur V ariante 8.2 der V erwaltung, nur für 60 m-Bahnen, nur mit vertauschten 
Fahrtrichtungen). 
3. Am Heumarkt soll der bestehende Haltepunkt bündig aus dem Platzbereich des Heumarktes 
herausgerückt und mit Mittelbahnsteig und zwei Bahnsteigkanten ertüchtigt werden. (Fahrtrichtung 
Westen) 
Der Zwillingshalt soll in der Pipinstraße auf Höhe von St. Maria im Kapitol geplant werden 
(Fahrtrichtung Osten). Das 3. Gleis (Umfahrung der Haltestelle in Richtung Westen) soll via 
Pipinstraße auf die Deutzer Brücke geführt werden. 
4. Es ist zu prüfen, ob am Neumarkt das jeweils rechte Gleis in den Zwillingshaltestellen eine 
weitere Bahnsteigkante zum Aussteigen erhalten kann. Damit könnte von den Zügen Richtung 
Westen aus auch auf die Platzfläche ausgestiegen werden. Aus den Zügen Richtung Osten könnte 
auch zum Kultur-Karree (VHS, Bibliothek, Museen, hdak) ausgestiegen werden. 
5. Die V erwaltung soll die Kosten für diese V ariante ermitteln. 
6. Um unmittelbare Impulse für die V erbesserung der Aufenthaltsqualität zu setzen, wird die 
V erwaltung beauftragt, die V erkehrsführung in der City so zu gestalten, dass der Neumarkt 
umgehend an die Fußgängerzone angeschlossen und zwischen Rudolfplatz und Heumarkt nur 
noch der Ziel- und Quellverkehr ermöglicht wird. Der Straßenparkraum in diesem Bereich wird 
beseitigt. 
7. Die KVB wird beauftragt, einen Fahrplan mit Fünf-Minuten-T akt für die Linien 1,7 und 9 
aufzusetzen. Dabei sollen alle Züge der Linie 1 auf voller Länge von Bensberg bis Weiden-West 
verkehren. 
 
Begründung 
Der Neumarkt ist der größte Platz in der Kölner Innenstadt. Durch seine Insellage, 
umgeben von Autostraßen kommt er nicht zur Geltung. Die Schließung der 
Nordumfahrung würde den Neumarkt von seiner Insellage befreien. Eine urbane und 
menschenfreundliche Gestaltung wäre möglich. 
Die bisherigen Planungen zur „Ertüchtigung der Ost-West-Achse mit Langzügen“ sind 
gescheitert. 
Für die oberirdische Variante der Verwaltung gibt es keine Mehrheit. Die Tunnel-
Befürworter haben eine Version vorgelegt, die nicht auf den bisherigen Planungen aufbaut 
und eine mehrjährige Neuplanung erfordert. Die hier vorgelegte Variante setzt auf den 
Planungen der Verwaltung auf: Umgestaltung des Neumarkts und die Erhöhung der 
Kapazität. Die bisherigen Planungen für den oberirdischen Ausbau sind heranzuziehen 
und für 60-Meter-Bahnen zu modifizieren. Die zügige Realisierung i st möglich und 
unterbindet weitere Gedankenspiele künftiger Generationen nicht. 
Egal wie der Rat entscheidet – es werden viele Jahre vergehen, ehe irgendetwas auf der 
Ost-West-Achse geschieht. Unsere Variante ermöglicht einen Ausweg aus diesem 
Dilemma, nämlich die rasche, preiswerte, ökologische und weitgehend barrierefreie

Ertüchtigung der Ost-West-Achse. Immerhin war die schnellstmögliche Ertüchtigung der 
Ost-West-Achse der Ausgangspunkt aller Planungen. 
Eine Taktverdichtung scheitert bisher allein an den beiden Nadelöhr-Haltestellen Heumarkt und 
Neumarkt, weil dort alle drei Linien (1, 7, 9) zusammenkommen. Diese beiden Haltestellen können 
jedoch oberirdisch ertüchtigt werden, indem man sie verdoppelt, zu je einer Haltestelle pro 
Richtung mit Mittelbahnsteig, so dass je Richtung zwei Bahnen gleichzeitig hereinfahren können. 
Damit beschleunigt sich die Abwicklung an diesen beiden Knotenpunkten und ermöglicht eine 
Taktverdichtung. Oberirdisch kann mit 60 m-Bahnen auf Sicht und gefahren werden – im 
Gegensatz zum Tunnel und zu 90 m-Langzügen, die signalisiert im Zwei-Minuten-Abstand und auf 
eigenen Gleiskörpern fahren müssen. 
Prof. Dr. Volker Stölting, Verkehrsplaner und Schienensystemexperte an der TH Köln, hält diesen 
Vorschlag in Kombination mit KFZ-Verkehrsberuhigung im City-Abschnitt für betrieblich machbar; 
er schlägt einen 5 Minuten Takt auf allen drei Linien (1, 7, 9) vor. 
Die Vorteile liegen auf der Hand: Man braucht keine Langzüge, und nicht nur die Linie 1, sondern 
auch die Linien 7 und 9 erhalten eine erhöhte Beförderungskapazität. Es müssten keine 34, 
sondern nur 2 Haltestellen umgebaut werden. Der Innenplatz des Neumarkts würde nicht mit 
Schienen belegt, wie es die Verwaltungsvorlage vorsieht; stadträumliche Barrieren an den 
Außenästen entfielen. 
Wichtig ist auch, dass JEDE Bahn der Linie 1 bis Weiden-West durchfährt und den dortigen 
Park&Ride Parkplatz bedient. Es ist absurd, dass diese Anbindung des Pendelverkehrs aus dem 
Umland in Weiden-West nicht durchgängig gewährleistet wird. 
In Kombination mit Wegfall des Kfz-Durchgangsverkehrs und der Parkplätze könnte der Neumarkt 
rasch attraktiv umgestaltet werden. Die Nordumfahrung kann für den Kfz-Verkehr sofort 
geschlossen und der Platz an die Fußgängerzone angeschlossen werden. Damit werden sofort 
sichtbare Verbesserungen der Aufenthaltsqualität erreicht. 
Die Straßenzüge im Innenstadtabschnitt können zu Boulevards gestaltet werden. Oberirdische 
Straßenbahnführung mit 60-Meter-Niederflur-Straßenbahnen mit grünen Gleisbetten und 
barrierearmen Haltestellen sind leicht zu queren und bilden stadträumlich keine Blockaden. 
Stadtbahnen müssen in den kurzen Innenstadtabschnitten langsamer fahren, um ein Miteinander 
von Bahn-, Rad- und Fußverkehr zu möglichen und sind trotzdem schneller durch die Innenstadt, 
wenn der Kfz-Durchgangsverkehr entsprechend herausgenommen wird. Dies kann man in vielen 
anderen Städten sehen wie Freiburg, Augsburg, Zürich. 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer Die Linke 
 
Anlage 
Grafik Doppelhaltestellen Neumarkt und Heumarkt

Beratungsverlauf (1)

03.04.2025 Rat
TOP 3.1.7 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Schildergasse
  • Cäcilienstraße
  • Pipinstraße
  • Deutzer Brücke
  • Rudolfplatz
  • Neumarkt
  • Heumarkt

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Details

Aktenzeichen
AN/0182/2025
Typ
Die Linke. Antrag nach § 3
Datum
03.02.2025
Erstellt
03.02.2025 10:59