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2311/2017

"Erinnerungsorte Kinderheime Köln-Sülz"; Schenkungsannahme

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 10.10.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.11.2017, TOP 2.1

Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2

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Anlage 1

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Beschlussvorlage Rat

9680 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/61/1 
612 funk ma 
Vorlagen-Nummer 
 2311/2017 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Schenkungsannahme für das Werk "Erinnerungsorte Kinderheime Köln-Sülz" der 
künstlerischen Arbeitsgemeinschaft osa-frankfurt/osa-wien 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat beschließt, das Werk "Erinnerungsorte Kinderheime Köln-Sülz" der künstlerischen Arbeits-
gemeinschaft osa-frankfurt/osa-wien als Schenkung durch den Förderverein Erinnerungsorte Kinder-
heim Köln-Sülz e. V. anzunehmen und stimmt der dauerhaften Aufstellung im öffentlichen Raum zu. 
 
 
Alternative: 
Der Rat beschließt, das Werk "Erinnerungsorte Kinderheime Köln-Sülz" der künstlerischen Arbeits-
gemeinschaft osa-frankfurt/osa-wien nicht anzunehmen und es dem Förderverein Erinnerungsorte 
Kinderheim Köln-Sülz e. V. zu überlassen. 
 
 
Ausschuss Kunst und Kultur 10.10.2017 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 16.10.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 09.11.2017 
Rat 14.11.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen   81.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja 61.000      % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2018 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    1.300 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
1. Anlass und Ziel 
 
Der Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e. V. setzt sich seit 2013 dafür ein, die Erin-
nerung an das städtische Kinderheim in Köln-Sülz (1917 - 2009) sichtbar und im öffentlichen Raum 
erfahrbar zu machen. Der Verein besteht aus ehemaligen Heimbewohnern, Nachbarn und Mitarbei-
tenden des Kinderheims und Bewohnern des auf gleichem Grund entstandenen Neubauquartiers. Er 
konnte 2015 mit der Alanushochschule und der Hochschule der Bildenden Künste Saar ein Semes-
terprojekt zum Thema Erinnerungsort Köln-Sülz durchführen, die große Ausstellung dazu in einem 
der Altgebäude am Sülzgürtel im Juni 2015 fand starke öffentliche Beachtung. Nach diesen ersten 
Annäherungen an das Thema Erinnerung konnte der Verein unter anderem mit Hilfe der Bezirksver-
tretung Lindenthal, des Landschaftsverband Rheinland, der Sparkasse KölnBonn, dem Erzbistum 
Köln und weiterer Unterstützer im Jahre 2016 einen Wettbewerb mit vier geladenen Teams durchfüh-
ren, die Erfahrungen mit künstlerischen Gestaltungen im öffentlichen Raum haben. Der Sieger wurde 
im Dezember in einem einstimmigen Juryentscheid ermittelt. Für 2017 ist es das Ziel des Förderver-
eins, den Vorschlag des Architekten osa im Benehmen mit der Stadt Köln zu realisieren und das 
Kunstwerk Erinnerungsort Kinderheim Köln-Sülz der Stadt Köln auf dem Heinz-Mohnen-Platz zu 
übergeben. Voraussetzung sind die einvernehmliche Abstimmung des Projektes und seiner Realisie-
rungsphasen mit der Stadt Köln und die Sicherung der Gesamtfinanzierung. Aufgrund der Planungen 
der Stadt Köln auf der angrenzenden Fläche, auf der ein Teil des Kunstwerks (Graffiti-Wandspruch) 
installiert werden soll, ist eine Realisierung dieses Teils erst in 2018 wahrscheinlich.

3 
2. Kurzdarstellung des Projektes 
 
a) Gesamtkonzept (aus dem Originalvorschlag Architekten osa) 
Drei große Findlinge liegen auf dem Areal um den Heinz-Mohnen-Platz. Als zeitlose Landmarken mit 
eingravierten Inschriften machen sie auf die Vergangenheit, die Gegenwart und eine noch offene Zu-
kunft des Ortes aufmerksam: sie weisen hin auf die Vergangenheit als eines der größten Kinderheime 
in Europa, in dem über 20.000 Kinder lebten, auf die Gegenwart als Wohnquartier für viele Familien 
und auf eine gestaltbare, noch offene Zukunft. Erinnerung wird dabei nicht als etwas Statisches, Ob-
jektivierbares begriffen, sondern als dynamischer Prozess, der im Dialog und in der persönlichen Be-
gegnung stattfindet. 
 
Die Findlinge sollen dafür Anlass und Treffpunkt sein. In ihrer archaischen Zeichenhaftigkeit und ihrer 
von der Geschichte und dem Zufall geformten Gestalt bilden die Steine einen formalen Gegensatz zu 
ihrer ansonsten rational gestalteten Umgebung. Als Alltagsgefährten, die zur intuitiven Aneignung 
einladen, sollen sie der Begegnung und Kommunikation dienen und einen niedrigschwelligen und 
lebendigen Zugang zu der Erinnerung des Ortes ermöglichen: Erinnerung, die in einem ersten Schritt 
in Partizipation mit ehemaligen Bewohnern des Areals gesammelt wird, und die in einem zweiten 
Schritt in Texte überführt wird, die in Form von umlaufenden Textbändern in die Steine eingraviert 
werden. Von besonderer Bedeutung ist außerdem die Platzierung des von Heimbewohnern vor dem 
Abriss angebrachten "Graffiti-Wandspruches" "Segen und Fluch” an der räumlichen Schwelle zwi-
schen historischem Bestand und dem neuen Quartier. 
 
 
 
 
b) Daten und Maße der Einzelteile 
Die Findlinge werden voraussichtlich eine Länge von 3 bis 4 m aufweisen, bis zu 2 m breit und bis 
circa 1,30 m hoch sein und jeweils 25, 20 und 15 Tonnen wiegen. Sie entsprechen dem Typ abge-
rundeter Findlinge, wie sie auch in anderen öffentlichen Plätzen oder Spielparks eingebaut worden 
sind. Der "Graffiti-Wandspruch" wird in Form eines ca. 10m langen Spruchbandes als Negativ Schrift 
in die Beton Sitzbank eingegossen, die den seitens der Stadt geplanten Rasenbereich um die Kirche 
herum zum Heinz-Mohnen-Platz einfasst. Die Lösung ist im Detail zwischen den Planern von osa und 
der Stadt Köln abgesprochen.

4 
3. Leistungen des Fördervereins FEKS 
 
Der "Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln Sülz" besteht seit 2013; er ist als gemeinnützig 
vom Finanzamt Köln-Sülz anerkannt und verfolgt folgenden Satzungszweck: 
"Zweck des Vereins ist die Herstellung von Erinnerungen an die ehemalige Kinderheim-Anlage in 
Köln-Sülz durch die Konzipierung und Einrichtung eines oder mehrerer Erinnerungsorte im Neubau-
quartier zwischen Sülzgürtel und Beethovenpark. Nach Beendigung der diesem Zweck dienenden 
Maßnahmen wird der Verein aufgelöst." 
Bereits jetzt ist es dem Förderverein durch Konzepte und Öffentlichkeitsarbeit gelungen, erhebliche 
Unterstützung für die gewünschten Gedächtnisorte in Politik und Öffentlichkeit zu mobilisieren. Dies 
wurde zuletzt beim Festakt "100 Jahre Kinderheim" deutlich, den KidS am 08.05.2017 unter aktiver 
Mitwirkung der Oberbürgermeisterin, der Stadtpolitik und der Verwaltung sowie von Fachleuten der 
Kinderpädagogik aus Deutschland organisierte. 
Der Verein kann folgende Leistungen erbringen: 
 Unterstützung schaffen für das Anliegen "Erinnern", auch für Versöhnung vieler "Ehemaliger" 
mit dem Abriss ihrer alten Heimat, aber auch für die Identifizierung der jetzt und künftig dort le-
benden Familien mit dem Stadtbereich und seinen Wurzeln. 
 Konzepte und konkrete Projektvorschläge für die Erinnerungsorte entwickeln und mit der 
Fachöffentlichkeit und der Stadt Köln abstimmen. 
 Im Rahmen der von ihm selbst zu akquirierenden Finanzmittel und mit der Unterstützung der 
Stadt Köln die Realisierung von Erinnerungsorten betreiben und fachlich qualifiziert auch be-
treuen, ebenfalls in Abstimmung mit den zuständigen Verwaltungen und der Politik. 
 Die entstandenen Kunstwerke der Stadt schenken als Bereicherung des öffentlichen Bereichs 
Heinz Mohnen Platz. 
Der Verein ist nicht auf Dauer angelegt und kann keine Verpflichtungen zur Pflege beziehungsweise 
Weiterentwicklung der entsprechenden Platzflächen und Kunstwerke übernehmen. Er ist sich aber 
sicher, dass die ausgewählten Kunstobjekte keiner grundsätzlichen Pflege und Nachsorge bedürfen 
(siehe dazu unter 4). 
 
4. Finanzierung der erstmaligen Errichtung des "Erinnerungsortes" 
 
Die Kosten für die erstmalige Errichtung der Kunstwerke übernimmt der Verein. Sie betragen auf-
grund der mit der Stadt vorbesprochenen Entwurfsplanung insgesamt 81.000€. Der Förderverein hat 
bereits Anfang 2016 zur Sicherung der Finanzierung Förderanträge gestellt, und zwar beim Land-
schaftsverband Rheinland, bei der Bezirksvertretung Lindenthal, bei der Sparkasse KölnBonn, und 
bei einer Reihe von Stiftungen. Außerdem hat er im Verein und öffentlich Spendengelder gesammelt, 
sodass er in der aktuellen Finanzplanung etwa 10% der Gesamtkosten durch eigene Mittel (Spenden 
und ehrenamtliche qualifizierte Projektmitarbeit) darstellen kann. Nach dem aktuellen Stand sind 
61.000 € von geplanten 81.000 € Gesamtkosten darstellbar; die zusätzlichen Mittel i. H. v. 20.000 € 
stehen im Teilfinanzplan 0601 – Kinder- und jugendpädagogische Einrichtung, Teilplanzeile 09 – 
Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen bereit. 
 
Für die Zustandskontrolle/Monitoring stehen im Haushaltsplanentwurf 2018 ff. entsprechende Mittel 
im gleichen Teilergebnisplan, Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen zur 
Verfügung.  
 
Vorberatung: 
Der Ausschuss Kunst und Kultur hat in seiner Sitzung am 27.06.2017 einen Dringlichkeitsantrag der 
SPD-Fraktion, CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Fraktion Die Linke und der FDP-
Fraktion betreffend "Gedenksteine für das ehemalige Kinderheim in Köln-Sülz einstimmig beschlos-
sen (s. Anlage 1). 
Des Weiteren hat der Kunstbeirat in seiner Sitzung am 07.09.2017 einstimmig beschlossen, dem Rat 
der Stadt Köln die Annahme der Schenkung zu empfehlen. 
Anlagen

Anlage 2

536 Zeichen

Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz 
Sülzer Findlinge 
Planung 
Arbeitsgemeinschaft 
Anja Ohliger / osa - frankfurt 
Ulrich Beckefeld / osa - wien 
Kreutzerstraße 7 
60318 Frankfurt am Main 
Auftraggeber 
Förderverein Erinnerungsorte 
Kinderheim Köln-Sülz e.V. 
vertreten durch den Vorstand 
Münstereifeler Straße 69 
50937 Köln 
Plan 
Planart 
Plan-No. 
Maßstab 
gez. 
Datum 
Übersicht 
Lageplan 
osa-SF lp01 
1:1000 
bec 
15.5.2017 
Anlage 
Findling 
"Gegenwart" 
Findling 
"Zukunft" 
Findling 
"Vergangenheit" 
Position 
"Graffiti"

Anlage 1

2012 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss Kunst und Kultur 
Herr Freitag 
Telefon: (0221) 221-23657 
Fax: (0221) 221-24141 
E-Mail: uwe.freitag@stadt-koeln.de 
Datum: 28.06.2017 
Beschlussprotokoll 
über die 22. Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur  in der Wahlperiode 
2014/2020 am Dienstag, dem 27.06.2017, 15:36 Uhr bis 19:22 Uhr, Konrad-Adenauer 
Saal, Raum-Nr. 1.18 
I. Öffentlicher Teil 
3 Schriftliche Anträge 
3.1 Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion, CDU-Fraktion, Fraktion Bünd- 
nis90/Die Grünen, Fraktion Die Linke und der FDP-Fraktion betreffend 
"Gedenksteine für das ehemalige Kinderheim in Köln-Sülz" 
AN/0926/2017 
Beschluss: 
1. Der Ausschuss Kunst und Kultur würdigt das Engagement des Förderkreises Erinne- 
rungsorte Kinderheim Köln- Sülz e.V. für die Sicherung einer dauerhaften und nachhal- 
tigen Erinnerung an das große städtische Kinderheim in Sülz, insbesondere auch ver- 
bunden mit Erinnerungen an die zahlreichen positiven wie auch negativen pädagogi- 
schen Umgangsweisen im Heim und die prägende städtebauliche Entwicklungskraft 
dieser großen, aber auch weitgehend geschlossenen Einrichtung für den Stadtbereich 
Sülz-Klettenberg. 
2. Der Ausschuss Kunst und Kultur sieht in dem Bestreben, diese Erinnerung durc h „Fin d- 
linge“ und Inschriften zu bewahren, einen außerordentlich guten Ansatz des Förderve r- 
eins, und begrüßt die bereits durch die Bezirksvertretung Lindenthal (8.000 Euro), den 
Landschaftsverband Rheinland (40.000 Euro), die Sparkasse Köln (5.000 Euro) sowie 
durch private Spenden (derzeit rd. 4.000 Euro) zur Verfügung stehenden Mittel. 
3. Der Ausschuss Kunst und Kultur beauftragt die Verwaltung, den noch verbleibenden 
Fehlbetrag zur Realisierung der Gedenksteine durch geeignete Umschichtung aus dem 
Sondervermögen der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln 
(TP 601) oder hilfsweise aus einem anderen Teilplan des Produktbereichs 06 des 
Haushalts-plans 2016/2017 bereitzustellen. 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt. 
Anlage 1

Beratungsverlauf (4)

10.10.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 6.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
16.10.2017 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.2.5 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
09.11.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 6.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.11.2017 Rat
TOP 2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2311/2017
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
10.10.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27