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1408/2018

Benennung von zwei Planstraßen im Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 17.05.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 3 (Lindenthal), Sitzung am 02.07.2018, TOP 9.1.2

Benennungsplan Ludwig-Jahn-Straße

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Benennungsplan Ludwig-Jahn-Straße

117 Zeichen

Benennungsplan Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße 
Anlage 
N 
Regina-Isecke-Straße 
Ludwig-Jahn-Straße 
Lilli-Henoch-Straße

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

4503 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
III/23/235/1 
235/1-Go 
Vorlagen-Nummer 
 1408/2018 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Benennung von zwei Planstraßen im Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf 
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt die folgenden Straßenbenennungen: 
 
Die Planstraße 1, die an der Ludwig-Jahn-Straße beginnt, ca. 180 m in nördliche Richtung verläuft, 
dann nach Westen abknickt und nach weiteren ca. 90 m wieder ca. 180 m in südliche Richtung ver-
läuft und als Wohnweg an der Ludwig-Jahn-Straße endet, einschließlich der Verbindungstraße zu 
benennen in 
 
Regina-Isecke-Straße. 
 
 
 
Die Planstraße 2, die an der Ludwig-Jahn-Straße beginnt, ca. 170 m in nördliche Richtung verläuft, in 
westliche Richtung abknickt und nach weiteren ca. 50 m an der Planstraße 1 endet, einschließlich 
des Geh- und Radweges und der Verbindungsstraße zwischen Planstraße 1 und 2, zu benennen in 
 
Lilli-Henoch-Straße. 
 
 
Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.07.2018

2 
Begründung: 
 
In dem Baugebiet im Bereich Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf sind 130 Wohnungen in Mehr-
familienhäusern und 53 Einfamilienhäusern geplant. Des Weiteren wird eine dreizügige Kindertages-
einrichtung im Erdgeschoss an der Ludwig-Jahn-Straße in die Bebauung integriert. Zwischen der 
Bundesautobahn und der Wohnbebauung soll eine Grünzone gestaltet werden.  
 
Das Plangebiet ist eine zum Stadtteil Junkersdorf gehörende landwirtschaftlich genutzte Fläche, die 
im Flächennutzungsplan überwiegend als Wohnbaufläche dargestellt ist. Die Fläche wurde aufgrund 
der starken Lärmbelastung ausgehend von der BAB A1 lange Zeit nicht bebaut. Das Gelände wird 
heute durch die Einhausung der angrenzenden BAB vor Lärm geschützt. 
Südlich des Baugebietes befindet sich die Ludwig-Jahn-Straße und östlich der Egelspfad.   
Es soll eine ruhige Innenwohnlage entwickelt werden. Durch die vorgesehene Baustruktur und die 
Stellung der Gebäude wird eine Schallabschirmung insbesondere nach Norden, in Richtung der 
Bahnstrecke Köln-Aachen erreicht. Die Schallabschirmung der Hausgärten und wohnungsnahen Frei-
flächen ist darüber hinaus erforderlich.  
Es baut die Bonava Deutschland GmbH.  
Die Erschließung erfolgt über zwei  Planstraßen. Die Straßenaufteilung wurde mit dem Bauverwal-
tungsamt abgestimmt. 
Zu den Personen: 
Regina Isecke 
* 05.01.1953 
+ 26.06.2015 
Regina Isecke begann ihre Karriere als Tischtennis- und Basketballspielerin und spielte später Roll-
stuhltennis. Sie war Pionierin auf diesem Gebiet und war Initiatorin des Rollstuhltennis-Cups. 
Sie war eine der erfolgreichsten Paralympics-Sportlerinnen in den 1980er und 1990er Jahren in 
Deutschland. In den Sportarten Rollstuhlbasketball und Rollstuhltennis gewann sie unter anderem bei 
den Paralympics zweimal Gold (1980 und 1984), einmal Silber (1976) und einmal Bronze (1992). 
Darüber hinaus wurde sie mehrfache Welt-, Europa- und Deutsche Meisterin. 
  
Frau Isecke förderte den Nachwuchs im Rollstuhltennis und arbeitete ab 2011 mit der „Gold-Kraemer- 
Stiftung“ zusammen.  
Sie war Präsidentin des Deutschen Rollstuhltennisverbandes. 
Neben dem Tennis und dem Basketball hatte sie auch zahlreiche andere sportliche Erfolge im Kugel-
stoßen, Schwimmen und Tischtennis. Hierfür erhielt sie 1984 und 1993 das silberne Lorbeerblatt des 
Bundespräsidenten, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland. 
 
Quelle: Deutscher Behindertensportverband e.V.; Aktuelles aus dem Behindertensport  Bericht 
01.07.2015 Wikipedia; Deutscher Tennisbund Bericht 02.07.2015   
 
 
Lilli Henoch 
 
* 26.10.1899 in Königsberg 
 
+ 08.09.1942 in Riga 
 
Lilli Henoch war eine deutsche Leichtathletin. Zwischen 1922 und 1926 errang sie deutsche Meisterti-
tel in vier Disziplinen (Kugelstoßen, Diskuswurf, Weitsprung und 4 X 100 m Staffel), außerdem Welt-
rekordtitel mit der Kugel, dem Diskus und der Staffel. 
Sie absolvierte in Berlin ihr Studium als Turnlehrerin und Orthopädin. Sie übte ihren Beruf als Turn-
lehrerin aus bis alle jüdischen Einrichtungen geschlossen wurden.

3 
Lilli Henoch wurde zusammen mit ihrer Mutter mit dem 19. Judentransport am 05.09.1942 in das 
Ghetto von Riga deportiert und auf dem Weg dorthin wie alle anderen Zuginsassen erschossen.  
 
Quelle: Stolpersteine in Berlin; Wikipedia, Berliner Tagesspiegel Bericht 24.07.2015 
 
Anlage 
Benennungsplan

Beratungsverlauf (1)

02.07.2018 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)
TOP 9.1.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1408/2018
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
17.05.2018
Erstellt
27.04.2018 10:26