1408/2018
Benennung von zwei Planstraßen im Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf
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Benennungsplan Ludwig-Jahn-Straße
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Benennungsplan Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße Anlage N Regina-Isecke-Straße Ludwig-Jahn-Straße Lilli-Henoch-Straße
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/23/235/1 235/1-Go Vorlagen-Nummer 1408/2018 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Benennung von zwei Planstraßen im Baugebiet Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf Beschlussorgan Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Lindenthal beschließt die folgenden Straßenbenennungen: Die Planstraße 1, die an der Ludwig-Jahn-Straße beginnt, ca. 180 m in nördliche Richtung verläuft, dann nach Westen abknickt und nach weiteren ca. 90 m wieder ca. 180 m in südliche Richtung ver- läuft und als Wohnweg an der Ludwig-Jahn-Straße endet, einschließlich der Verbindungstraße zu benennen in Regina-Isecke-Straße. Die Planstraße 2, die an der Ludwig-Jahn-Straße beginnt, ca. 170 m in nördliche Richtung verläuft, in westliche Richtung abknickt und nach weiteren ca. 50 m an der Planstraße 1 endet, einschließlich des Geh- und Radweges und der Verbindungsstraße zwischen Planstraße 1 und 2, zu benennen in Lilli-Henoch-Straße. Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.07.2018 2 Begründung: In dem Baugebiet im Bereich Ludwig-Jahn-Straße in Köln-Junkersdorf sind 130 Wohnungen in Mehr- familienhäusern und 53 Einfamilienhäusern geplant. Des Weiteren wird eine dreizügige Kindertages- einrichtung im Erdgeschoss an der Ludwig-Jahn-Straße in die Bebauung integriert. Zwischen der Bundesautobahn und der Wohnbebauung soll eine Grünzone gestaltet werden. Das Plangebiet ist eine zum Stadtteil Junkersdorf gehörende landwirtschaftlich genutzte Fläche, die im Flächennutzungsplan überwiegend als Wohnbaufläche dargestellt ist. Die Fläche wurde aufgrund der starken Lärmbelastung ausgehend von der BAB A1 lange Zeit nicht bebaut. Das Gelände wird heute durch die Einhausung der angrenzenden BAB vor Lärm geschützt. Südlich des Baugebietes befindet sich die Ludwig-Jahn-Straße und östlich der Egelspfad. Es soll eine ruhige Innenwohnlage entwickelt werden. Durch die vorgesehene Baustruktur und die Stellung der Gebäude wird eine Schallabschirmung insbesondere nach Norden, in Richtung der Bahnstrecke Köln-Aachen erreicht. Die Schallabschirmung der Hausgärten und wohnungsnahen Frei- flächen ist darüber hinaus erforderlich. Es baut die Bonava Deutschland GmbH. Die Erschließung erfolgt über zwei Planstraßen. Die Straßenaufteilung wurde mit dem Bauverwal- tungsamt abgestimmt. Zu den Personen: Regina Isecke * 05.01.1953 + 26.06.2015 Regina Isecke begann ihre Karriere als Tischtennis- und Basketballspielerin und spielte später Roll- stuhltennis. Sie war Pionierin auf diesem Gebiet und war Initiatorin des Rollstuhltennis-Cups. Sie war eine der erfolgreichsten Paralympics-Sportlerinnen in den 1980er und 1990er Jahren in Deutschland. In den Sportarten Rollstuhlbasketball und Rollstuhltennis gewann sie unter anderem bei den Paralympics zweimal Gold (1980 und 1984), einmal Silber (1976) und einmal Bronze (1992). Darüber hinaus wurde sie mehrfache Welt-, Europa- und Deutsche Meisterin. Frau Isecke förderte den Nachwuchs im Rollstuhltennis und arbeitete ab 2011 mit der „Gold-Kraemer- Stiftung“ zusammen. Sie war Präsidentin des Deutschen Rollstuhltennisverbandes. Neben dem Tennis und dem Basketball hatte sie auch zahlreiche andere sportliche Erfolge im Kugel- stoßen, Schwimmen und Tischtennis. Hierfür erhielt sie 1984 und 1993 das silberne Lorbeerblatt des Bundespräsidenten, die höchste verliehene sportliche Auszeichnung in Deutschland. Quelle: Deutscher Behindertensportverband e.V.; Aktuelles aus dem Behindertensport Bericht 01.07.2015 Wikipedia; Deutscher Tennisbund Bericht 02.07.2015 Lilli Henoch * 26.10.1899 in Königsberg + 08.09.1942 in Riga Lilli Henoch war eine deutsche Leichtathletin. Zwischen 1922 und 1926 errang sie deutsche Meisterti- tel in vier Disziplinen (Kugelstoßen, Diskuswurf, Weitsprung und 4 X 100 m Staffel), außerdem Welt- rekordtitel mit der Kugel, dem Diskus und der Staffel. Sie absolvierte in Berlin ihr Studium als Turnlehrerin und Orthopädin. Sie übte ihren Beruf als Turn- lehrerin aus bis alle jüdischen Einrichtungen geschlossen wurden. 3 Lilli Henoch wurde zusammen mit ihrer Mutter mit dem 19. Judentransport am 05.09.1942 in das Ghetto von Riga deportiert und auf dem Weg dorthin wie alle anderen Zuginsassen erschossen. Quelle: Stolpersteine in Berlin; Wikipedia, Berliner Tagesspiegel Bericht 24.07.2015 Anlage Benennungsplan
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1408/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 17.05.2018
- Erstellt
- 27.04.2018 10:26