AN/0446/2018
Mehr Sicherheit für KVB-Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter Pilotprojekt mit Bodycams aufsetzen
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SPD Antrag nach § 3
4177 Zeichen
An den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Herrn BM Andreas Wolter Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 27.03.2018 AN/0446/2018 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Verkehrsausschuss 17.04.2018 Mehr Sicherheit für KVB-Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter Pilotprojekt mit Bodycams aufsetzen Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Verkehrsausschusses am 17.04.2018 zu setzen: Beschluss: 1. Der Verkehrsausschuss beauftragt die Verwaltung, in Kooperation mit der KVB, im Rahmen eines Pilotprojektes den Einsatz von sogenannten Bo- dycams für Mitarbeitende im KVB-Service und Fahrausweisprüfer/-innen zu erproben. Hierzu soll zeitnah ein geeigneter testweiser Einsatz der Kör- perkameras durchgeführt werden. 2. Die KVB wird gebeten, den Verkehrsausschuss über die gewonnenen Er- kenntnisse zu informieren. 3. Bei positiven Erfahrungen sollen die im Bereich Service & Sicherheit einge- setzten Kräfte der KVB künftig dauerhaft mit Bodycams ausgestattet wer- den. Die Verwaltung wird gebeten, die Einsatzmöglichkeiten von Bodycams darüber hinaus auch für weitere Mitarbeitergruppen zu prüfen, die im Rahmen ihrer Außendiensteinsätze Gefährdungen durch Übergriffe ausge- setzt sind. 4. Eine Förderung durch den Nahverkehr Rheinland (NVR) für den Einsatz von Körperkameras bei der KVB soll geprüft werden. - 2 - Begründung: Leider kommt es immer wieder zu Situationen, in denen sich die Mitarbeitenden der KVB, die in Kölner Bussen und Bahnen für Sicherheit und Ordnung sorgen oder Fahrausweise prüfen, mit aggressivem Verhalten und sogar körperlichen Angriffen konfrontiert sehen. So kam es allein im Jahr 2016 zu 54 Übergriffen auf KVB-Servicemitarbeiter, die zum Teil erhebliche Verletzungen davon trugen. Ne- ben sinnvollen Maßnahmen wie Deeskalationstraining und gezielten Fortbildun- gen, die bereits durchgeführt werden, kann der Einsatz von Bodycams dazu bei- tragen, die Sicherheit für das Personal zu erhöhen. Erfolgreiche Pilotprojekte mit Bodycams bei Sicherheitspersonal gab es bereits bei der Deutschen Bahn. Ein sechsmonatiger Testeinsatz in Berlin hat gezeigt, dass der Einsatz der Körperkameras in Konfliktsituationen deeskalierend wirkt und beitragen kann, Übergriffe zu reduzieren und den Schutz der Sicherheits- kräfte zu erhöhen. Hierdurch werden letztlich auch Sicherheitsgefühl und -situation der Fahrgäste verbessert. Nicht zuletzt können die Videoaufzeichnungen im Bedarfsfall wichti- ges Beweismaterial liefern. Die Belange des Datenschutzes sind hierbei zu be- rücksichtigen und einzubinden. Nach den hier gewonnenen positiven Erfahrungen wurde in einem zweimonatigen Testlauf der Einsatz von Bodycams im Schienenpersonennahverkehr im Rhein- land erprobt. In Zusammenarbeit mit dem NVR wurden im Februar und März 2017 20 Sicherheitskräfte der DB bei ihren Einsätzen in Zügen der Linien 13/19 und RB 38 sowie im Kölner Hauptbahnhof und im Bahnhof Köln Messe/Deutz mit Videokameras ausgestattet. Die hier gewonnen Erkenntnisse haben die positiven Berliner Ergebnisse bestätigt. Nach den guten Erfahrungen mit Bodycams für ihr Sicherheitspersonal will die Deutsche Bahn die Kameras nun schrittweise landesweit auf den Bahnhöfen ein- setzen. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen soll ein Einsatz von Bodycams auch bei der KVB vorbereitet werden. Angesichts der deeskalierenden Wirkung kann der Einsatz von Körperkameras zum Schutz der Mitarbeitenden auch in anderen Aufgabenbereichen sinnvoll sein, in denen es bei Außendiensteinsätzen zu Übergriffen auf das Personal kommen kann. Für entsprechende Überlegungen sollen die bei einem Einsatz von Bo- dycams gewonnenen Erkenntnisse genutzt werden. Mit freundlichen Grüßen - 3 - gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0446/2018
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 28.03.2018
- Erstellt
- 27.03.2018 15:39