AN/1609/2019
„Testplanung“ zum Güterverkehrknoten Köln
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Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Fraktion, von Lothar Müller/Die Linke, Gerd Kaspar/FDP und Rolf Kremers/FWK
3850 Zeichen
CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/Die Grünen SPD-Fraktion Lothar Müller / Die Linke Gerd Kaspar / FDP Rolf Kremers / FWK in der Bezirksvertretung Lindenthal Klettenberg Sülz Lindenthal Braunsfeld Müngersdorf Junkersdorf Marsdorf Weiden Lövenich Widdersd orf An die Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker An die Oberbürgermeisterin Henriette Reker Köln 22.11 2019 Kooperative Planung „Testplanung“ zum Güterverkehrknoten Köln Sehr geehrte Bezirksbürgermeisterin Sehr geehrte Oberbürgermeisterin Wir bitten Sie folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal zu setzen: Die Bezirksvertretung Lindenthal bittet den Verkehrsauschuss folgenden Beschluss zu übernehmen. Die Verwaltung der Stadt Köln setzt sich mit der Metropolregion Rheinland, der SUN Stadt-und-Umland, dem NVR, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, den Gebietskörperschaften und dem Land NRW in Verbindung, um eine kooperative Planung „Testplanung“ für den Güterverkehrskorridor Köln als Teil des Corridor Rhine-Alpine auf den Weg zu bringen. Folgende Fragestellungen sind dabei ergebnisoffen zu erarbeiten: Wie sollen die Verkehrsflüsse des Güterverkehrs im Knoten Köln zukünftig gelenkt werden? Wie kann die RWE Kohlebahn in die Verkehrsflüsse einbezogen werden? Ist der Güterverkehr auf einer Seite des Rheins zu bündeln? Welche Seite ist dazu geeignet? Der Stadtbezirk Lindenthal ist wegen zweier wichtiger Güterzugstrecken (Belgien – Aachen – Köln und Niederlande – Venlo – Köln) betroffen. Begründung: Die Handreichung zum Stand der Eisenbahn- und Raumentwicklung am Rhein- Alpen-Korridor für den Güterverkehr sieht für das Rheinland und den Raum Köln offene Punkte, die es zu bearbeiten gilt. Dabei wird vorgeschlagen in einem kooperativen Planungsverfahren der „Testplanung“. Dieses Verfahren wurde speziell für Situationen entwickelt, in denen offene Fragen geklärt werden müssen. Zudem werden die unterschiedlichen Interessen mehrerer beteiligter Akteure verhandelt. Die Testplanung wird als straff organisiertes, informelles Planungsverfahren durchgeführt und dient dazu, das gesamte Lösungsspektrum in kurzer Zeit darzulegen. Auf dieser Basis können dann alle weiteren Planungsschritte erfolgen. Der Vorteil besteht in einem kürzeren offiziellen Planungsverfahren, da durch die Testplanung strittige Punkte/Interessen frühzeitig erkannt werden und gelöst werden können. Die Lösung der Güterverkehrsführungen auf der Schiene in der Metropolregion und im Bahnknoten Köln ist eine besondere Herausforderung. Der Korridor Rhein -Alpen verbindet die Nordseehäfen Belgiens und der Niederlande mit den Wirtschaftsregionen entlang des Rheins bis in die Schweiz und Norditaliens. Der Korridor endet am Mittelmeerhafen Genua. Auf diesem Korridor wird heute schon viel Güterverkehr abgewickelt. Doch die Verkehrswende und der Klimaschutz erfordern eine deutlich höhere Verlagerung der Güterverkehre von der Straße auf die Schiene. Dazu braucht es leistungsfähige Korridore. 2015 wurde der Europäische Verbund „Interregionale Zusammenarbeit für den Rhein-Alpen-Korridor EVTZ“ gegründet. Zwei Räume im Rheinland erfordern Lösungen, weil die Schiene im Bestand nicht zukunftsfähig ist: Viersen und Bahnknoten Köln Der Verkehrsausschuss und die Verwaltung wird von der Bezirksvertretung Lindenthal nun aufgefordert zu handeln und alle wesentlichen Akteure im Raum einzubeziehen, um eine solche „Testplanung“ für den Bahnknoten Köln zu beginnen. Gez. Marliese Berthmann gez. Claudia Pinl gez. Friedhelm Hilgers CDU-Fraktion Fraktion Bündnis 90/ DIE GRÜNEN SPD-Fraktion gez. Lothar Müller/ Die Linke gez. Gerd Kaspar / FDP gez. Rolf Kremers /FWG
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1609/2019
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 25.11.2019
- Erstellt
- 25.11.2019 07:24