AN/1414/2017
Aufhebung Sperrung Zülpicher Straße
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Antrag von Herrn Kremers/FWK
4589 Zeichen
in der Bezirksvertretung
Köln-Lindenthal
Frau Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Rolf Kremers
c/o Bezirksrathaus, Aachener Str.220,
50931 Köln
Tel.:0221/437087
Mobil: 0151/17536705
Mail: RolfKremers@netcologne.de
Köln, den 18.9.2017
Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal 16.10.2017
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
folgenden Antrag bitte ich auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal
zu setzen:
Aufhebung der Sperrung der Zülpicher Straße
Die bereits mehr als einjährige Testphase hat gezeigt, das die Sperrung verkehrs-
und umwelttechnisch nachteilig ist. Die Auswirkungen durch längere Wegstrecken,
höhere Fahrzeiten und Co2-Werte sind Grund genug, den Test als gescheitert zu er-
klären.
Begründung
Trotz wachsender Bevölkerungszählen, steigender Kfz.-Zulassungen und täglich ca.
300 000 Pendlern in Köln werden im Kölner Westen wichtige Ein-und Ausfallstraßen
zurückgebaut, verkehrsberuhigt und gesperrt.
Der dringend erforderliche Ausbau des ÖPNV wird vernachlässigt, der Bau von zu-
sätzlichen P&R-Anlagen kommt nur schleppend voran.
Im Kölner Westen bestehen bereits zu den Hauptverkehrszeiten auf allen Einfall-und
Ausfallstraßen erhebliche Stauprobleme. Hinzu kommt zusätzlicher Stau auf der Lu-
xemburger Str. durch die Anbringung neuer Ampelanlagen und in Kürze durch die
Untertunnelung der KVB-Linie 18 am Verkehrsknoten Luxemburger Str./Militärring
mit mehrjähriger Bauzeit. Weiterhin steht die Verkehrsberuhigung der Berrenrather
Str. an, u.a. mit Verengung der Fahrbahnen zugunsten des Rad-und Fußgängerver-
kehrs. Die Berrenrather Str. ist bereits jetzt mit Staus in der Hauptverkehrszeit belas-
- 2 -
tet. Vor diesem Hintergrund wurde im April 2016 ein Teilstück der Zülpicher Str. für
den Autoverkehr gesperrt. Dies ohne vorherige Verkehrsuntersuchungen und Vorlie-
gen eines Masterplans Verkehr im Kölner Westen durchgeführt zu haben, was für
eine sorgfältige und fachgerechte Verkehrsplanung eigentlich vorausgesetzt werden
sollte, ist bereits ein schwerwiegender Mangel. 5500 Autos müssen sich nunmehr
einen neuen Fahrweg suchen, was zu weiteren Verstopfungen und Staus in Neben-
straßen und Verkehrsknotenpunkten führt.
Viele Geschäftsleute berichten bereits von einem Umsatzrückgang und der damit
verbundenen Befürchtung eines weiteren Absinkens der Attraktivität der Zülpicher
Straße als Einkaufsstraße.
Weitere Auswirkungen wurden auch im Verwaltungsbericht „Verkehrsversuch Sper-
rung Zülpicher Straße“ vom 15.3.017 dokumentiert. Es wurden erwartungsgemäß
eine steigende Verkehrsbelastung im nördlichen und südlichen Abschnitt der Univer-
sitätsstraße gemessen. Weiterhin steigerte sich das Verkehrsaufkommen auf der be-
reits überlasteten Luxemburger Straße, auf der Bachemer Straße, auf der Linden-
straße., auf der Roonstraße., auf dem Zülpicher Wall sowie auf der Dasselstraße und
Brüsseler Straße. Der Verwaltungsbericht vermeldet weiter, dass der zusätzliche
Verkehr auf den Nachbarstraßen auch zu Rückstaus an vielen Kreuzungen führt.
Auf der Lindenstraße und der Roonstraße bilden sich vermehrt Staus und mehr Auto-
fahrer biegen nun illegal vom Zülpicher Wall auf die Bachemer Straße ab usw. Trag-
bare Lösungen für die nun aufgetretenen Probleme zeigt der Bericht nicht auf.. Die
Verwaltung teilt lediglich mit, dass sie beabsichtigt einen Schlussbericht mit allen Er-
gebnissen - nach einer Bürgerinformations-Veranstaltung - den zuständigen Gremien
vorzulegen.
Die Bürgerinformationsveranstaltung hat stattgefunden und wurde von vielen Teil-
nehmern kritisiert, da dort keine Diskussion erwünscht war und nur auf Zetteln Wün-
sche und Anregungen eingebracht werden konnten. Der angekündigte städtische Be-
richt ist bis heute nicht erschienen.
Diese beispielhaft wiedergegebenen Fakten verdeutlichen, dass hier eine Verkehrs-
politik betrieben wird, die Verkehrsbelastungen einfach nur verlagert, ohne das eine
vernünftige Planung vorliegt. Schon mit Veröffentlichung dieses Zwischenberichtes
hätte der Versuch gestoppt werden müssen.
Gleichzeitig erhöhten sich durch diese ohne Vorplanung durchgeführte Sperrung
zwangsläufig die Emissionswerte (Lärm und Co2 Werte), die nicht ermittelt wurden.
Das Fehlen dieser Untersuchung ist für sich bereits ein weiterer wichtiger Grund, die
Sperrung unverzüglich aufzuheben.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Rolf Kremers
- 3 -
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1414/2017
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 28.09.2017
- Erstellt
- 28.09.2017 09:58