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2008/0155

3. Bericht zum Frauenförderplan des EAD - Entwicklung der Beschäftigtenstruktur 2006 und 2007 -

Magistratsvorlage 02.04.2008

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2008/0155

7197 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
30.04.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III Dezernat III 
Dezernat V 
 
Amt: EAD  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
 
 
 
Nichtöffentlich:    
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0155 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: 3. Bericht zum Frauenförderplan des EAD 
- Entwicklung der Beschäftigtenstruktur 2006 und 2007 - 
 
Vorlage vom:  22. 4.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt den 3. Bericht des Frauenförderplans des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und 
Stadtreinigung der Stadt Darmstadt (EAD) zur Kenntnis 
 
 
 
Anlagen: Anlage zum 3. Bericht Frauenförderplan EAD 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Vorlage vom 22. April 2008 
 
 
Der 3. Bericht ist die Fortschreibung der Personalentwicklung und der Personalstruktur mit 
der Auswertung, was innerhalb des Zeitraumes von zwei Jahren an Förderungsmaßnahmen 
umgesetzt werden konnte. Wie bereits im 2. Bericht zum Frauenförderplan abgebildet, hat 
die Wissenschaftsstadt Darmstadt die Betriebsleitung des EAD mit einer Frau besetzt. Hier 
wurde prinzipiell signalisiert, die Präsenz von Frauen in Führungspositionen zu stärken.  
 
Beim Vergleich der Ist-Analysen von 2006 und 2007 ergibt sich insgesamt eine leichte Erhö-
hung des Frauenanteils von 14,16 % auf 15,74 %. In der Entgeltgruppe 1 liegt der Frauenan-
teil bei 92,61 % (Gebäudereinigung) und in der Entgeltgruppe 2 (ÖWC-Bereich) bei 100 %, 
hier ist nur 1 Frau im ÖWC-Bereich beschäftigt. In der Entgeltgruppe 13 liegt der Frauenan-
teil bei 66,67 %, dies sind Frauen in der Führungsebene. In den restlichen Entgeltgruppen 
sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert. 
 
Unter den 32 Teilzeitbeschäftigten befinden sich 5 Männer. Die Zahl der Teilzeit-
beschäftigten hat sich bei den Männern gegenüber 2006 reduziert um 1 Beschäftigten, 
während sie sich bei den Frauen um 3 Beschäftigte reduziert hat. Weiterhin sind 2 
Mitarbeiterinnen familienbedingt beurlaubt. Hier zeigt sich ganz deutlich, dass hauptsächlich 
Frauen sich der Herausforderung Beruf und Familie stellen.  
 
Vielfältige Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit sowie zur Beurlaubung für die Familienarbeit 
haben die Beschäftigten des EAD schon lange. Der EAD ist ständig bemüht  - sofern es der 
Dienstbetrieb zulässt - im Konsens mit seinen Beschäftigten ganz individuelle Arbeitszeitmo-
delle zu schaffen, um so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu fördern. Als wei-
teren Bestandteil zur Förderung von Beruf und Familie hat der EAD seit 01.02.2007 eine 
Dienstvereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit abgeschlossen. So können die Be-
schäftigten ihre tägliche Arbeitszeit in der Rahmenzeit zwischen 06:00 Uhr und 18:00 Uhr 
eigenverantwortlich einteilen. Die Beschäftigten können Beginn und Ende der täglichen 
Arbeitszeit selbst bestimmen. Hierbei ist ein reibungsloser Betriebsablauf sicherzustellen. 
Eine Teilzeitkraft kann ihre wöchentliche Arbeitszeit von z. B. 19,50 h/Wo variabel nach ihren 
persönlichen Bedürfnissen (Kinderbetreuungszeiten etc.) einrichten. 
 
Bei der Gruppe der Beamten/Beamtinnen hat sich eine Frau (A 9) für eine Ausbildung in den 
höheren Dienst entschlossen, so dass hier die Statistik keine Frau mehr aufweist.  
 
Auf dem Fortbildungssektor wird viel für die Beschäftigten des EAD getan. Die Mitarbeite-
rinnen und Mitarbeiter werden ganz gezielt nach Bedarf und Aufgabengebiet geschult und 
qualifiziert. Diese Maßnahmen werden seitens der Betriebsleitung jederzeit unterstützt und 
gefördert. 
 
Der EAD hat mit dem Erwerb von SAP HR im Jahr 2003 einen innovativen und zukunftsori-
entierten Weg zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit beschritten. Mit Unterstützung dieses 
Systems wird zur Zeit beim EAD ein Organisations-Management aufgebaut, das eine 
Stellenbeschreibung aller Stellen voraussetzt. Diese Stellenbeschreibungen wurden im Jahr 
2007 beim EAD durchgeführt.  
 
Dieses Organisations-Management gibt dem Betrieb jederzeit einen Überblick darüber, wie 
hoch die Qualifikationsanforderung des Arbeitsplatzes gegenüber dem Qualifikationsstand 
der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers ist. Es zeigt im direkten Abgleich auf, welche 
geeigneten Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen nötig sind, um den Anforderungen 
der Stelle gerecht zu werden. Somit ist der Betrieb jederzeit in der Lage, sich den ständigen 
neuen Herausforderungen, Aufgaben und gesetzlichen Bestimmungen anzupassen.

3 
... 
 
Die Qualifizierungsmaßnahmen sollen unterschiedlich bei den Beschäftigten angesetzt 
werden, so dass die Maßnahmen passgenau und nach ihren persönlichen Bedürfnissen aus-
gerichtet sind. Dies betrifft auch die Beschäftigten, die sich in familienbedingter Beurlaubung 
befinden. Somit können Frauen im EAD die Möglichkeiten nutzen, durch Schulungen und 
Weiterbildungsmaßnahmen sich für höherwertigere Tätigkeiten zu qualifizieren. 
 
Für den EAD ist es wichtig Frauen so zu fördern, dass vorhandene Arbeitsbedingungen und 
-strukturen dementsprechend verändert werden, so dass Frauen die gleichen beruflichen 
Chancen erhalten wie Männer. 
 
Noch immer entscheiden sich Frauen äußerst selten für eine Arbeitsstelle als Straßenreini-
gerin, Kanalarbeiterin oder Müllladerin, da trotz unterstützender Technik die körperlichen 
Belastungen in diesen Bereichen immer noch sehr hoch sind. Für Frauen scheint diese 
Arbeit nicht besonders attraktiv zu sein, was auch geprägt sein dürfte von dem noch immer 
gesellschaftlichen negativen Bild zum Thema Abfall. Auch bei den Kraftfahrerstellen war die 
Bewerbungsrate so gering, dass nach der Bewerbungsauslese und den Vorstellungsge-
sprächen keine Frau berücksichtigt werden konnte. Die notwendige Eignung, Befähigung 
und fachliche Qualifikation war leider nicht ausreichend. 
 
Wie in den Jahren zuvor hat sich der EAD 2006 und 2007 wieder am Girl’s Day beteiligt. Es 
wurden 10 Schülerinnen eingeladen und die für Mädchen untypischen Ausbildungsberufe 
innerhalb des EAD vorgestellt. Die positive Resonanz veranlasst den EAD, den Girl’s Day 
weiterhin als festen jährlichen Bestandteil zu integrieren. 
 
Beim EAD wird grundsätzlich dafür gesorgt, dass alle notwendigen räumlichen und arbeits-
schutztechnischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Frauen auf den betreffenden 
Arbeitsplätzen tätig werden können. Jedoch sind dem EAD zum jetzigen Zeitpunkt räumlich 
Grenzen gesetzt. Im Zuge der Neubaumaßnahme auf dem Knell-Gelände wird der EAD die-
ses Thema in die Planung aufnehmen. 
 
Vor dem Hintergrund der Geschlechtergerechtigkeit ist zukünftig weiterhin darauf hinzuar-
beiten, dass familienfreundliche Personalpolitik und Personalentwicklung ein Bestandteil der 
Unternehmenspolitik Eigenbetriebszielsetzung sein werden. 
 
 
Darmstadt, 22. April 2008 
 
 
 
 
Der Dezernent III     Der Dezenent V 
 
 
 
 
Klaus Feuchtinger      Jochen Partsch 
Stadtrat      Stadtrat 
 
 
Anlagen

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Details

Vorlagen-Nr.
2008/0155
Typ
Magistratsvorlage
Datum
02.04.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00