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2778/2020

Klinikverbund Köln: Zwischenbericht

Mitteilung Ausschuss 07.09.2020

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Nächste Beratung: Finanzausschuss, Sitzung am 07.09.2020, TOP 2.17

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

7447 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/II/2 
 
Vorlagen-Nummer 07.09.2020 
 2778/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Finanzausschuss 07.09.2020 
 
Klinikverbund Köln: Zwischenbericht 
Der Rat der Stadt Köln hat am 07.11.2019 die Verwaltung u.a. damit beauftragt, auf der Basis des 
vorgelegten Stiftungsmodells eine detaillierte Grundlage für einen Klinikverbund zu erarbeiten. Die 
Verwaltung informiert den Ausschuss hiermit über den aktuellen Zwischenstand dieses Auftrags.  
 
In Umsetzung des vorgenannten Ratsbeschlusses hat die Verwaltung, begleitet durch rechtliche und 
wirtschaftliche Berater, eine Projektorganisation aufgebaut, um mit den Kliniken Köln und der Uniklinik 
Köln ein detailliertes Betriebskonzept für den Klinikverbund zu entwickeln. Ein solches abgestimmtes 
und umfassendes Betriebskonzept wurde auch durch das Wissenschaftsministerium des Landes 
NRW erbeten. An der Projektgruppe waren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Köln, der Kliniken 
Köln und der Uniklinik Köln sowie die beiderseitigen rechtlichen und wirtschaftlichen Berater beteiligt.  
In über 100 Projektmeetings (ab März 2020 coronabedingt weitgehend per Video- und Telefonkonfe-
renz) konnte ein gemeinsames detailliertes und umfassendes Betriebskonzept für den Klinikverbund 
entwickelt werden. Dieses umfassende Betriebskonzept wird in den kommenden Wochen fertigge-
stellt und den zuständigen Gremien auf Landesebene für weiterführende fachliche Gespräche vorge-
stellt werden. Die Stadt Köln und die Uniklinik Köln werden das gemeinsam entwickelte Betriebskon-
zept mit der Landesregierung ausverhandeln. Neben der Landesregierung wird die Verwaltung auch 
die zuständigen Gremien der Stadt Köln über das umfassende Betriebskonzept im Detail informieren.  
 
Die Erarbeitung des Betriebskonzepts folgte einem gemeinsamen Leitbild zukunftsgerechter Gesund-
heit in Köln und der Region. Zukunftsgerechte Gesundheit steht im Klinikverbund für die Ziele einer 
patientengerechten Gesundheit, einer generationengerechten Gesundheit, einer arbeitnehmergerech-
ten Gesundheit und einer standortgerechten Gesundheit links und rechts des Rheins.  
Die Grundlage für das Betriebskonzept bilden umfangreiche Untersuchungen und Analysen sowohl 
auf Ebene der Kliniken Köln als auch auf Ebene der Uniklinik Köln. Diese haben die Sinnhaftigkeit 
und Machbarkeit des Klinikverbunds bestätigt. Der Verbund aus Kliniken Köln und Uniklinik Köln wird 
die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten, die Kliniken Köln, die Uniklinik Köln und 
den gesamten Standort Köln erheblich stärken.  
Das aus dem vorgenannten Leitbild und den durchgeführten Analysen abgeleitete Betriebskonzept 
des Klinikverbunds beinhaltet Detailkonzepte zu folgenden Bereichen:  
- Konzept für Krankenversorgung, Forschung und Lehre  
- Konzept für ein Ausbildungszentrum 
- Personalkonzept 
- Verbundbildung/Integrationskonzept

2 
 
- Wirtschaftliches Konzept 
- Rechtliches Konzept 
 
Das zwischen den Projektbeteiligten in finaler Abstimmung befindliche Betriebskonzept kommt zu 
folgenden wesentlichen Ergebnissen: 
1. Der Klinikverbund ist in der Lage, die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten in 
Köln und der Region deutlich zu verbessern. Unter Berücksichtigung des von den Kliniken Köln 
beschlossenen Zentrenmodells verfolgt der Klinikverbund das Ziel einer standortübergreifenden 
Versorgung der Patientinnen und Patienten aus einer Hand. Die bei den Verbundpartnern beste-
henden fachlichen Kompetenzen werden im Klinikverbund gebündelt. Die Patientinnen und Pati-
enten werden unabhängig davon, wo der Erstkontakt in einem der Häuser des Klinikverbunds 
stattfindet, zu der jeweils besten medizinischen Stelle im Klinikverbund weitergeleitet. Die Durch-
lässigkeit zwischen den einzelnen Häusern des Klinikverbunds wird deutlich erhöht. Der Standort 
Holweide wird im Klinikverbund mit einer neuen medizinischen Ausrichtung weiterentwickelt. Be-
stehende medizinische Schwerpunkte der Verbundpartner bleiben nicht nur erhalten, sondern 
werden ausgebaut und verstärkt. Darüber hinaus werden neue medizinische Therapie- und Leis-
tungsangebote durch den Klinikverbund ermöglicht. Hierzu gehören beispielhaft eine voll umfas-
sende Transplantationsmedizin sowie perspektivisch die vertiefte Spezialisierung im Bereich der 
personalisierten Medizin und der Robotik.  
2. Der Klinikverbund ist in der Lage, die Herausforderungen des Fachkräftebedarfs durch die Errich-
tung eines hochmodernen und zukunftsweisenden Aus-, Fort- und Weiterbildungszentrums wirk-
sam zu bewältigen. Ein Campus für über 2.300 Ausbildungsplätze wird die Lehre, das Lernen 
und perspektivisch auch Leben und Wohnen miteinander verbinden. Das hierfür vorgesehene 
Bildungsportfolio umfasst die gesamte Bandbreite der pflegerischen Ausbildungsgänge bis hin zu 
spezifischen Fachweiterbildungen. Das Ausbildungszentrum richtet sich insofern nicht nur an 
neue Pflegekräfte, sondern hinsichtlich der Fachweiterbildung auch an die bereits vorhandenen 
Mitarbeitenden. Die Bildung folgt der Idee lebenslangen Lernens in einem interprofessionellen 
Umfeld. Das vorgesehene Ausbildungszentrum besitzt bundesweiten Modellcharakter und sichert 
dem Klinikverbund und der Region dringend erforderliches Fachpersonal.  
3. Der Klinikverbund ist in der Lage, wirtschaftlicher zu arbeiten als die Kliniken Köln und die Unikli-
nik Köln jeweils für sich. Die im Rahmen des Klinikverbunds identifizierten Synergiepotentiale 
sind von signifikanter Größenordnung. Ein positives Betriebsergebnis kann im Klinikverbund in-
nerhalb weniger Jahre erreicht werden. Diese verbesserte Wirtschaftlichkeit des Klinikverbunds 
wird unter der Voraussetzung des Erhalts der bestehenden Anzahl an Arbeitsplätzen und gleich-
zeitigem Ausbau des medizinischen Personals erreicht. Insbesondere sieht das Personalkonzept 
für die Mitarbeitenden der Kliniken Köln den Erhalt des bisherigen Besitzstandes vor.  
4. Der Klinikverbund ist die Grundlage, um Köln als europäisches Spitzenzentrum der Gesundheits-
forschung zu etablieren. Mit einer Kapazität von weit über 2.000 Betten gehört der Klinikverbund 
Köln zu den größten öffentlichen Krankenhäusern der Universitätsmedizin in Deutschland. Damit 
verbunden ist eine erhebliche Steigerung der Drittmittelzuwendungen im Bereich der Forschung, 
der zu hochqualifizierten Arbeitsplätzen in erheblicher Anzahl führt. Für die Patientinnen und Pa-
tienten in Köln und der Region bedeutet dies frühestmögliche Teilhabe an neuen, wirksamen und 
verträglichen Therapieformen, insbesondere bei schwersten Erkrankungen. In Verbindung mit 
der Universität Köln und zwei Max-Planck Instituten kann der Klinikverbund die Stadt Köln zu ei-
nem der forschungsstärksten Standorte in Europa weiterentwickeln und die Ansiedlung von Un-
ternehmen und start-ups der Gesundheitswirtschaft fördern.  
 
Der bislang mit der Uniklinik Köln erzielte Verhandlungsstand erfüllt die Voraussetzungen des Be-
schlusses des Rates der Stadt Köln vom 07.11.2019 und verfolgt das vom Rat zur Kenntnis genom-

3 
 
mene Stiftungsmodell innerhalb der zusätzlich beschlossenen Verhandlungsleitlinien weiter. 
Die Verwaltung wird den Ausschuss über den weiteren Verlauf der Gespräche und deren Ergebnis 
informieren. Die abschließende Entscheidung über das „Ob“ einer Umsetzung des Klinikverbunds ist 
dem Rat der Stadt Köln vorbehalten.  
 
Gez. Prof. Dr. Diemert

Beratungsverlauf (1)

07.09.2020 Finanzausschuss
TOP 2.17 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2778/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
07.09.2020
Erstellt
04.09.2020 09:56