2051/2021
Jahresbericht 2020 - Gleichstellung von Frauen und Männern
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
SK_109_21_Jahresbericht_Amt I_barrierefrei
49403 Zeichen
Zeit, u mzudenken! N Gleichstellung von Frauen und Männern Jahresbericht 2020 Die Oberbürgermeisterin Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bildnachweis Titel: istock, S 26: istock S 30: istock S 39: istock SDI Productions Teona Gogichaishvili Competentia Region Köln cienpies AAAZ Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln 13-)5/109-21/I-2/150/05.2021 Seite 2 | Seite 3 Inhaltsverzeichnis Einleitung Vorwort von Bettina Mötting ...........222eseeseeseeneneeneenennenennennennenennnnnnn 6 Gleichstellung - gesetzliche Normen..............222s22esenseeeneenenennenenennen nenn 8 Organigramm .......2eseeseeneeneeeeneenenneneesenneneenesnenesnennenennesnenennnnn 9 Interne Gleichstellung Die Interne Gleichstellung in Zahlen................-«222s0sesseseeeneeneneeneneenen nenn 11 „Gleichstellung leicht gemacht“ - Erste Kölner Aktionswoche zum Internationalen Frauentag 11 WissentOQgO .....22eseeeeeeeeneneeneeneneenennenenneneenesnennenenseneeseenennnnnnn 14 „Auf Augenhöhe verhandeln“ - Der Equal PayDay............2-222@snseeeneeeenennenenne 15 „Gender Kompetenz als Erfolgsfaktor“ - Das Training für städtische Führungskräfte ........ 16 „Offene Sprechstunde“ in Stadtbezirken................2-022@suseeeneeneneeneneenen nenn 17 „Innovation beginnt im Kopf“ - Netzwerkveranstaltung Stadtfrauen ...............20220.- 18 „Mit Frauen in Führung“ .........2222seseeeneeneneeneneeneneeneeennenenneneneenenenne 19 Externe Gleichstellung Erste Preisverleihung des Else-Falk-Preises im Rathaus.............2222022nseeenennenenne 21 „Heute für Morgen gestalten - Wir gehen es an!“ - Internationaler Frauentag. .............- 22 EDELGARD geht neue Wegel ..........22c@snseneneeneneenenennenennenennenenee nennen 24 „100 Days, 100 Ways“ - EDELGARD als EU-weites Best Practice! .........2222222cneeenenn 25 So nicht! - Protestkundgebung vor dem Amtsgericht. .............2-222@seseneneeneneennn 25 #trinkeichnicht #alkohol ..............-2-2@2@seeeneeneneeneneneeneneenenennen nennen 26 „Orange the World“ - am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen! ............202.0.. 27 Fortbildungen gegen Gewalt an Frauen ...........22u22@seseeeeneeennenennenenee nennen 29 Sexistische und sexualisierte Werbung in Köln.............2-22e@eneeseneneenenennen nenn 29 Mentegra - Mentoring für geflüchtete Frauen ...........-.22220seeenseneneeeenennenenne 30 Istanbul Konvention... ......2.22eseeseseneneeneneeneneeneneeneeennenenneneneenenenne 30 Fachbeirat für Mädchenarbeit ............2-220@snseeensenenennenennenennenen nennen 31 Wegweiser für Alleinerziehende. .............-.-.222202enseseeeneeneneeneneeneneenenenn 31 Seite 4 Bündnis BerufLeben Zertifizierung der Stadt Köln als familienfreundliches Unternehmen ......................- 33 Führenin Teilzeit...........«222seseeeeseneneeneneeneneeneneeneeennenenneneneeneneene 34 Das Väternetzwerk...........222sesenseseneneeneneeneneeneneeneeennenennenenee nennen 34 Spielspaßim Büro ........2e2eseseeeeeeeseeneeeneenneenneeeneneseneeeenenensnnnnnnen 35 Übergreifende Themen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gleichstellung ..................zerer0s0200: 37 Leitfaden für eine wertschätzende Kommunikation. .............2.2222@seeeseeeennnennnen 39 Interview mit #DMW Digital MediaWomen ............2-4222@seseeeneeneneenenennen nenn 40 Das Treffen der „Big 5 G“ in Köln Wahl in den Deutschen Städtetag.............-2.2222eseeeseeeeenneennenenenenenenennnn 41 Einleitung Seite 6 2020 war für uns alle ein außergewöhnliches Jahr. Ein Jahr, in dem viel geleistet, aber auch viel verzichtet wurde. Ein Jahr voller Ungewissheiten und Einschränkungen, ein Jahr voller Planänderungen und Neuerungen. Auch für das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern hielt das letzte Jahr seine ganz speziellen Herausforderungen bereit. Viele über einen langen Zeitraum geplante Projekte und Ver- anstaltungen mussten coronakonform und mit neuen Mitteln konzipiert werden. Es galt umzudenken und, wenn möglich, noch kurzfristig digitale Alternativen zu schaffen. Als Dienststelle haben wir intern unsere Aufgaben unter besonderen Bedingungen wahrge- nommen. Persönliche Treffen und Termine wurden in Telefon- und Videokonferenzen verlagert. Intensive Absprachen und Flexibilität waren gefragt, um die privaten und dienstlichen Belange bei der zügigen Umstellung zu berücksichtigen und uns dabei nicht aus dem Blick zu verlieren. Im zweiten Jahr meiner Amtszeit als Gleichstellungsbeauftragte können mein Team und ich mit Stolz auf viele Neuerungen blicken. Erstmalig gab es beispielsweise eine innerstädtische Gleichstellungsaktionswoche, offene Sprechstunden in Kalk und Chorweiler, eine Öffentlich- keitskampagne zum Weltmädchentag, der Leitfaden für wertschätzende Kommunikation und geschlechtergerechte Sprache und natürlich die Zertifizierung der Stadtverwaltung Köln als familienfreundliches Unternehmen. Im Dezember 2020 wurde darüber hinaus im Rat der Stadt Köln ein Meilenstein für mehr Gleich- berechtigung in Köln gelegt: Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern. In der Corona-Pandemie gerade zur rechten Zeit, welche die Betreuung des Homeschooling, die Carearbeit, die systemrelevanten Frauenberufe, die Retraditionalisierung der Geschlechterrolle und insbesondere die häusliche Gewalt in den Fokus gerückt hat. 2021 setzen wir auf vieles auf, wofür wir 2020 den Grundstein gelegt haben. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei den Kolleg” innen von I/1 zu be- danken, die 2020 oftmals über das Erwartbare hinausgegangen sind und mit viel Kreativität und Leidenschaft das Jahr gemeistert haben. Seite 7 Bedanken darf ich mich an dieser Stelle auch bei den zahlreichen Kölner Frauenorganisationen, deren Innovations- und Schaffenskraft gerade in der Zeit der Pandemie unermüdlich und wertvoll für unsere Stadtgesellschaft waren und sind. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Gleichstellungsarbeit im Berichtszeitraum 2020 mit der Corona-Pandemie eine tiefgreifende Herausforderung zu bewältigen hatte, die sehr viele Selbstverständlichkeiten der letzten Jahre außer Kraft gesetzt, einen intensiven Wandel in Gang gesetzt und viele erst im Entstehen begriffene Innovationen zur Krisenbewältigung und Neufor- mierung hervorgebracht hat. Das Amt für die Gleichstellung von Frauen und Männern hat diese Herausforderung bislang sehr gut bewältigen können. Und das gibt uns Anlass, einen zuversichtlichen Blick auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu werfen! Sara iz 7 Bettina Mötting Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln und Leiterin des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern Seite 8 Da die Stadt Köln nicht nur Arbeitgeberin, sondern auch Kommune ist, hat die Gleichstellungs- beauftragte der Stadt Köln eine Doppelrolle inne: Sie ist Ansprechpartnerin für alle gleichstel- lungsrelevanten Fragen innerhalb der städtischen Verwaltung und zugleich verantwortlich für alle gleichstellungsrelevanten Belange der Kölner Bürger*innen. Ihr Handeln und Wirken wird entsprechend von zwei gesetzlichen Säulen getragen. Der inner- städtische Aufgabenbereich beruht auf dem Landesgleichstellungsgesetz NRW, die kommunale Zuständigkeit auf der Gemeindeordnung NRW. Das Landesgleichstellungsgesetz (LGG NRW) dient der Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Frauen und Männern (Artikel 3 GG). Festgelegte Ziele sind: - die Förderung von Frauen, um bestehende Benachteiligungen abzubauen, - sowie die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer. Auf kommunaler Ebene wird der Verantwortungsbereich der Gleichstellungsbeauftragten durch die Gemeindeordnung NRW (GO NRW) und die Hauptsatzung der Stadt Köln definiert. Nach 85 Absatz 3 der GO NRW wirkt die Gleichstellungsbeauftragte „bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde mit, die die Belange von Frauen berühren oder Auswirkungen auf die Gleichbe- rechtigung von Frau und Mann und die Anerkennung ihrer gleichberechtigten Stellung in der Gesellschaft haben.“ Im Vordergrund dieses Themenumfelds stehen der Abbau von Diskrimi- nierung von Frauen und die Förderung ihrer gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Der Doppelrolle der Gleichstellungsbeauftragten entsprechend - und den beiden gesetzlichen Säulen, auf denen ihre Arbeit beruht - ist das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern in zwei zentrale Bereiche gegliedert: die Interne und die Externe Gleichstellung. Die innerstädtische Gleichstellungsarbeit wird seit 2019 zudem vom Bündnis BerufLeben unterstützt. Organigramm Assistenz der Amtsleitung Amtsleitung I/1 und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Köln Seite 9 Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnenplanung und Social Media Leitung Interne Gleichstellung und stellv. Amtsleitung (Rechtsgrundlage: LGG NRW) Verwaltungsleitung, Umsetzung LGG für die LGr. 2,2, Equal Pay, Netzwerk- und Projekt- arbeit, Bündnis „Mit Frauen in Führung“ Umsetzung LGG für die LGr. 2,1, Mitarbeit Gleichstellungsplan, Netzwerk- und Projekt- arbeit, Stellenplan, Mentoringprojekte, Arbeitsschutz/-sicherheit, Datenschutz Umsetzung LGG für die LGr. 1, Wissen to Go-Angebote, „Offene Sprechstunde“, „Girls“, und Boys‘Day“ Leitung Externe Gleichstellung (Rechtsgrundlage GO NRW) Gewalt an Frauen und Kindern, EU Charta, Istanbul Konvention, Werbung im öffentlichen Raum, Mädchenarbeit Sicherheit im öffentlichen Raum, Edelgard, geflüchtete Frauen, Frauen und Arbeit, Geschäfts- führung Ausschuss Sicherheit im öffentlichen Raum, Edelgard, Frauenpreis, Diversity Projektleitung Bündnis „BerufLeben“ Umsetzung der Audit-Ziele, Beratung von Dienststellen und Mitarbeitenden, Öffentlichkeitsarbeit, Väternetzwerk Umsetzung der Audit-Ziele, Beratung von Dienststellen und Mitarbeitenden, Öffentlichkeitsarbeit, Beurlaubte Interne Gleichstellung Seite 11 Die Interne Gleichstellung in Zahlen Das Handlungs- und Aufgabenspektrum basie- rend auf dem Landesgleichstellungsgesetz NRW ist umfangreich und enthielt 2020 die Beteili- gung an 15.289 personellen und 181 organisa- torischen innerstädtischen Maßnahmen. Dies sind Vorgänge wie zum Beispiel Einstel- lungen, Wechsel der Dienststelle, Beförderun- gen, Abordnungen oder Anträge auf mobiles Arbeiten. Hinzu kamen Einladungen zu 1386 Auswahlterminen mit ein- oder mehrtägigen Auswahltagen, von denen das Team der Gleichstellungsbeauftragten an 61 Terminen teilgenommen hat. Ein weiterer Schwerpunkt stellte die Bera- tungsarbeit für städtische Beschäftigte dar. Sie umfasste einen Umfang von 43 Stunden und wurde von 43 Mitarbeitenden in Anspruch genommen. Die Themenfelder erstreckten sich beispielsweise von der Rückkehr aus der Elternzeit, sexueller Belästigung oder ein Karriere- und Bewerbungscoaching. „Gleichstellung leicht gemacht“ - Erste Kölner Aktionswoche zum Internationalen Frauentag Der Internationale Frauentag am 8. März wurde vom Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern zum Anlass genommen, gleich meh- rere Aktionen in einer Woche für Mitarbeitende der Stadtverwaltung anzubieten. Rund um die Themen Gleichstellung und Frau- enrechte wurden vom 2. bis 6. März 2020 unter Die Führung in den beiden Museen war großartig! Ich war fas Rolle Frauen il frühen Mittelalter spielen = und in der Darstellung, sondern auc rinnen, Kurat ziniert, welch wichtige it dem der Kunst und Kultur sel h das nicht nur h als Sammle- orinnen und Herstellerinnen.“ anderem ein Training für Frauen zu mehr Selbst- sicherheit, Vorträge zum Vatersein, Museums- und Stadtführungen sowie ein Netzwerktreffen und ein Kinonachmittag angeboten. Mit rund 500 Anmeldungen und jeder Menge positivem Feedback war die Gleichstellungsak- tionswoche ein voller Erfolg! „Weiter so! Sehr gut, dass Sie auch die Männer als Gleichbe- rechtigte ( Väter) mitnehmen!“ Seite 12 Die Angebote im Überblick: Netzwerkveranstaltung für Frauen (Laufbahn- gruppe 2.2 [ehemals höherer Dienst): Vorträge: - Erwecken Sie die Löwin in sich - „Verkaufen“ - (Nur) theoretisch gleichgestellt - Frau in Sie sich stark! Politik, Sport und im öffentlichen Dienst Michaela Feldenz, Gleichstellungsbeauftragte Rund 40 Teilnehmerinnen folgten dieser der Deutschen Bundesbank Aufforderung und ließen die Löwin in - Gleichstellung - was habe ich als Mann/ ihr Leben eintreten. Die Referentin und Vater davon? „Business-Löwin“ Birgit Riedel arbeitete Jürgen Kura, 1. Vorsitzender Väter in Köln e.V./ jahrelang als Managerin in renommierten Journalist Unternehmen. Heute berät sie Frauen als - Stress und was dann? Business-Mentorin. In der Aktionswoche Gabriela Schubert, systemisch lösungsorientierte zum Internationalen Frauentag gab sie den Management-Coach und Stresstrainerin innerstädtischen Mitarbeiterinnen wert- - Wecke die Kommissarin in Dir - Selbst: sicher volle Tipps und Tricks für ein sicheres und in Beruf und Alltag authentisches Auftreten, um die innere Antje Meister, Kommissarin & Coach Kraft zu wecken und das Selbstbewusstsein zu stärken. Ganz im Sinne einer Netzwerkveranstaltung erhielten die Teilnehmerinnen nebenbei die Möglichkeit, in angenehmer Atmosphäre Kolleginnen zu treffen und ihr Netzwerk zu erweitern. Den Anstoß gaben zuvor verteil- te Netzwerkkarten, die dazu aufforderten, drei Verabredungen mit noch unbekannten Kolleginnen zu treffen. Seite 13 Führungen: - „Die andere Seite: Frauen“ im Rauten- strauch-Joest-Museum und im Museum Schnütgen Dr. Clara Himmelheber, Rautenstrauch-Joest- Museum, Leiterin Abteilung Afrika Dr. Manuela Beer, Museum Schnütgen, Stellvertretende Direktorin - „Rechte werden erkämpft und nicht geschenkt“ Bettina Bab, Irene Franken und Ina Hoerner, Kölner Frauengeschichtsverein Filmvorführung: Über 100 städtische Kolleg*innen folgten der Einladung zu einem Kino-Nachmittag in das Filmforum NRW im Museum Ludwig. Präsentiert wurde der Film „Die Berufung - Ihr Kampf für Gerechtigkeit“, eine Filmbiografie von Mimi Leder über die US-amerikanische Jura Professorin Ruth Bader Ginsburg. In drei Zeitabschnitten zeichnet der Film ihren Ein- und Aufstieg am Obersten Gerichtshof der USA nach. Seit 1993 war Ruth Bader Ginsburg dort Beisitzende Richterin, dem liberalen beziehungsweise „linken“ Flügel zugerechnet. Sie verstarb am 18. September 2020. Eine filmische Einführung gab es vorab durch Frau Dr. Anne Deike Riewe, Rechtsanwältin und Mitglied des Deutschen Juristinnenbunds e.V. Wissen to go Warum nur Coffee to go, wenn man sich auch schnell und einfach Wissen mitnehmen kann? Unter dem Motto „Ihre etwas andere Mittags- pause“ bietet unsere Veranstaltungsreihe den städtischen Mitarbeiter*innen 90 Minuten lang kostenlosen Rat von Expert*innen zu zielgrup- penspezifischen Themen. Coronabedingt musste die Zahl der Teilneh- menden pro Veranstaltung zwar begrenzt werden, dennoch konnten sich insgesamt 85 Interessierte in ihrer Mittagspause beraten und inspirieren lassen. Die Themen waren: - Starkes Selbst - Starke Position Kirsten Pecoraro, Coach, Referentin, Autorin - Mit Frauen in Führung - Bingo! Petra Welz, Unternehmensberaterin, Coach, Moderatorin - Hürden überwinden - beruflich wieder voll durchstarten Barbara Voss, Moderatorin und Coach - Elterngeld (Plus), Elternzeit und Wiederein- stieg in Teilzeit Bettina Trojan, spezialisierte Rechtsanwältin, Dozentin, Autorin und dreifache Mutter „Neue Impulse „Immer wieder tojje erhalten, herzlichen Mittagspausen! Dank! Obwohl ich Bitte weiter so,“ heute frei habe, bin ich froh, dass En gekommen bin! Seite 14 r Die Oberbürgermeisterin E27 Stadt öln Wissen to 90... Jahr 2020 # Ihre etwas andere Mittagspause Amt für Gleichstellung von Frauen und Männer Der Equal Pay Day symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland im Durch- schnitt unentgeltlich arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. 2020 mussten Frauen aufgrund der Lohnlücke von 21 Prozent demnach 77 Tage lang unbezahlt arbeiten - bis zum 17. März. An diesem Tag hieß es dann: „Auf Augenhöhe verhandeln“. Im Fokus des 13. Equal Pay Days standen neue Impulse für die Praxis: Welche Rolle spielen Unconscious Bias, also unbe- wusste Stereotype und Rollenerwartungen, in Verhandlungen? Welche Bedeutung haben Hier geht’s zum Link: https://www.paygapapp.org/ Seite 15 Verhandlungen im Privaten und wie gelingt eine gleichberechtigte Partnerschaft? Am Abend wurde die PaygapApp gelauncht, mit der sich der individuelle Pay Gap bis zur Rente berechnen lässt. Quer- und Neudenker* innen, Interessierte und Betroffene diskutierten rege und engagiert die Möglichkeiten und Chancen. Impulsreferate sowie eine Fishbowl-Diskussion rundeten den Abend ab. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Business and Professional Women Club Köln e.V. in Kooperation mit dem Amt für Gleich- stellung von Frauen und Männern, der Volks- hochschule sowie weiteren Partner*innen. Seite 16 „Gender Kompetenz als Erfolgsfaktor“ - Das Training für städtische Führungskräfte Es geht nicht um besser oder schlechter - sondern um anders! Die eintägigen Gender-Trainings verfolgen das Ziel, neuen Führungskräften ein Verständnis dafür zu vermitteln, dass Frauen und Männer unterschiedliche Bedürfnisse und Sichtweisen haben. Und nicht nur das. Durch die Berück- sichtigung beider Perspektiven lassen sich auch bessere Ergebnisse erzielen. In den angebotenen Gender-Trainings werden verschiedene Sachverhalte beleuchtet: Wie hoch ist der Redeanteil von Frauen und Män- nern in Besprechungen? Wer präsentiert am Ende die Ergebnisse? Und wie? In praxisanschaulichen Übungen erfahren die Teilnehmenden mehr über die unterschiedliche Kommunikation von Frauen und Männern und wie Führungskräfte diese Unterschiede nutzen können. Von den für 2020 geplanten zehn Qualifizierungen für neue Führungskräfte konnten trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fünf Schulungen mit 30 „ES hat meine Er Wartungen Über: troffen und War total Interessant. « Ich war angenehm " (positiv) überrascht von dieser Fortbildung. Ich war eigentlich mit einer eher negativen Erwar- tung hingegangen- Führungsfrauen und 13 Führungsmännern durchgeführt werden. Neben den regelmäßig stattfindenden Gender- Trainings wurde 2020 seitens der Stadt Köln auf Initiative des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern die „Gender-Kompetenz“ als Profilanforderung in Stellenausschreibun- gen mit Führungsaufgaben verpflichtend aufgenommen. In den Auswahlgesprächen werden darüber hinaus mit zielgerichteten Fragestellungen die Kompetenz, das Verständ- nis, die Fachkenntnis sowie die Bereitschaft zur Umsetzung dieser Ziele geprüft. Seite 17 „Offene Sprechstunde“ in Stadtbezirken Mit regelmäßig stattfindenden Sprechstunden in unterschiedlichen Bezirken der Stadtverwal- tung möchte das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern näher an den Mitarbei- tenden und ihrem Arbeitsumfeld sein und für die Kolleg*innen sichtbarer werden. Gestartet wurde am 7. Oktober 2020 im Stadthaus Chorweiler, gefolgt vom 8. Oktober 2020 im KalkKaree. Alle Kolleg*innen mit Sitz in den beiden Bezirken waren herzlich eingeladen, das Angebot der Information, Beratung und der individuellen Unterstützung rund um die Schwerpunktthemen Gleichstellung von Frau und Mann, Fördermaßnahmen und Vereinbar- keit von Beruf und Familie anzunehmen. Der vertrauliche Rahmen bot auch Gelegenheit, sensible Themen, zum Beispiel im Zusammen- hang mit sexueller Belästigung, anzusprechen. Neben der einzelfallbezogenen Beratung konnten sich Mitarbeitende auch allgemein über gleichstellungsrelevante Themen wie beispielsweise den Gleichstellungsplan, Gender Mainstreaming und geschlechterge- rechte Sprache informieren. Führungskräften wurde die Gelegenheit zum Austausch über die optimale Umsetzung von Chancengleich- heit und Gleichstellung in ihrer Dienststelle gegeben. Durch die öffentlichkeitswirksame Bekannt- machung der Sprechstunde im Intranet, dem innerstädtischen Magazin „Stadt intern“ sowie einer Plakataktion wurde - als willkommener Ne- beneffekt - wirkungsvoll auf das ganzjährige und verwaltungsübergreifende Informations- und Beratungsangebot des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Nach dem erfolgreichen Start sind Sprechstun- den in weiteren Stadtbezirken in Planung. Sprechstunde Gleichberechtigung |Beruf und Familie sexuelle Belästigung | Teilzeit | Karriereplanung N 1 > }' Die Oberburgermetstern 1 Beratung? Unterstützung? Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern kommt zu den Kolleginnen und Kollegen CHORWERER Seite 18 Die zweite Netzwerkveranstaltung für Frauen der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt, war für November 2020 geplant. Coronabedingt wurde diese auf November 2021 verschoben. Jede Netzwerkveranstaltung für weibliche Beschäftigte lebt insbesondere von den per- sönlichen Begegnungen und dem kollegialen Austausch. So haben nicht wenige Karrieren einen neuen Schub bekommen und neue Pro- jekte wurden erdacht oder weiterentwickelt. Das lässt sich nur schwer mit einer digitalen Veranstaltung ersetzen - doch es gab ein besonderes Trostpflaster: Eine Metalldose mit Rasensamen inklusive Grußkarte! Die Idee dahinter: Das Netzwerk wächst trotz widriger Umstände und wir bleiben weiter in guter Verbindung! „Mit Frauen in Führung“ Das Bündnis „Mit Frauen in Führung“ hat sich zum Ziel gesetzt, Potenziale von Frauen zu fördern sowie den Frauenanteil in Führungspo- sitionen zu erhöhen. Die Stadt Köln ist neben zwölf weiteren Unternehmen und Institutionen seit Gründung im Jahr 2016 aktives Mitglied. Hrargrincter Borchermeertuand Due und Krpoe \sEREEM WDR’ REWE.. Eurowings — ud Köln KöLn [eu | Ö DuMont Im Fokus des Bündnisses stehen die Netz- KFW os Delvag Albatros werkarbeit, Fachaustausche und verschiedene Förderprojekte, wie beispielsweise das Cross- Mentoring für Potenzialträgerinnen. Seitens der Stadt Köln profitierten bereits zehn Mitarbeite- rinnen von diesem Programm - zwei von ihnen brachte es beruflich sogar auf die nächste Stufe der Karriereleiter. Über einen Matching-Prozess wurde ihnen jeweils eine Mentorin beziehungs- Seite 19 weise ein Mentor eines anderen Unternehmens zugeteilt. Das vierte Cross-Mentoring dieser Art unter der „Schirmfrauschaft“ von Schulmi- nisterin Yvonne Gebauer wurde im November 2020 mit einem digitalen Abschluss-Workshop erfolgreich beendet. Zuvor fand bereits im September die Auftakt- veranstaltung für das fünfte Cross-Mentoring statt - natürlich coronakonform mit entspre- chendem Abstand. Die Kölner Unternehmerin und Buchautorin Nelly Kostadinova wurde die nächste Schirmherrin und gab das Startsignal für 18 Tanderns aus 13 Unternehmen. Beim digitalen GENDER TAKE OFF am 26. November 2020 drehte sich alles um die Kernfrage: „Wie schaffen wir mehr Frauen in Spitzenpositionen?“ Einleitende Worte gab es per Videobotschaft von Oberbürgermeis- terin Henriette Reker sowie Schulministerin Yvonne Gebauer. 80 Gäste nahmen teil, darunter auch Unternehmensvorstände der Kölner Bündnisunternehmen. Externe Gleichstellung Erste Preisverleihung des Seite 21 Else-Falk-Preises im Rathaus Am 6. März 2020 wurde erstmalig der Else- Falk-Preis im Historischen Rathaus verliehen. Er würdigt das herausragende Engagement von Frauen, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern beziehungsweise Mäd- chen und Jungen in Köln einsetzen. Als erste Preisträgerin wurde Frauke Mahr von einer 13-köpfigen Jury unter dem Vorsitz der Oberbürgermeisterin ausgewählt. Die Preisträgerin engagiert sich seit über 30 Jahren, sowohl beruflich als auch ehrenamtlich, für die Anliegen und Rechte von Mädchen und Frauen. Sie ist geschäftsführende Vorständin im Verein LOBBY FÜR MÄDCHEN und macht in Medien und Netzwerken auf Themen wie den alltäglichen Sexismus, die Pornographisierung der Gesellschaft oder die Ungleichbehandlung von Mädchen und Jungen aufmerksam. Sie ist Mitglied der Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt im öffentlichen Raum, welche EDELGARD konzipiert und ins Leben gerufen hat. Die Preisverleihung fand mit einem Empfang im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des Inter- nationalen Frauentages statt. Bettina Böttinger hielt eine Laudatio. Der Preis ist mit 5.000 Euro und einer Urkunde dotiert. Zusätzlich hatte die Kölner Künstlerin Gerda Laufenberg für den ersten Festakt ein Porträt der Preisträgerin im Stil der 48 Frauenköpfe angefertigt. Die Preise wurden durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Gleichstellungsbeauftragte Bettina Mötting überreicht. Anschließend konnte sich die Preisträgerin ins Gästebuch der Stadt Köln eintragen. Musikalisch wurde die Preis- verleihung von „Nette Duette“, einem jungen Berliner Musiktheater-Ensemble, begleitet. BAHHRE Br 444 “. N Jeumm=m: EEE gcaez =-Prfe[ek sreick r ©: - Seite 22 | „Heute für Morgen gestalten - Wir gehen es an!“ - Internationaler Frauentag In jedem Jahr lädt die Oberbürgermeisterin anlässlich des Internationalen Frauentages ins Historische Rathaus ein. Am 7. März 2020 war es wieder soweit. Unter dem Motto „Heute für Morgen gestalten - wir gehen es an!“ gewähr- ten 60 Frauenorganisationen Einblicke in ihre Arbeit. Mit der inhaltlichen Ausgestaltung der Workshops und der Podiumsdiskussion zum Internationalen Frauentag wurde ein breiteres und jüngeres Publikum fokussiert. Fünf Poli- tikerinnen aus Europa-, Bundes-, Landes- und Kommunalebene diskutierten lebhaft mit der Moderatorin Cornelia Benninghoven zum Thema „Wie macht Frau Politik?“. Ratschläge zum Umgang mit Hashtags gegen das Patriarchat gab die feministische Aktivistin Anne Wizorek. Die erfahrene Journalistin Marlies Hesse kam mit jungen Vertreterinnen von „Fridays for Future“ sowie „Frauenstreik“ über deren ehrenamtliches Engagement in ein generationsübergreifendes Gespräch, das auf eine sehr interessierte Zuhörerschaft traf. Die Besucher*innen nutzten das Caf& im Atrium zum Austauschen und Netzwerken. Erstmalig gab es dort auch eine Fotobox. Die Gäste konnten per Sofortbild Statements zur Frage „Was bedeutet für Sie der Internationale Frauentag?“ abgeben, die später einen „femi- nistischen“ Wunschbaum zierten. Traditionell gab Oberbürgermeisterin Hen- riette Reker am Abend des Internationalen Frauentags einen Empfang im Herzstück des Rathauses, dem Hansasaal. Die Veranstaltung zum Internationalen Frauen- tag ist ein Kooperationsprojekt des „Bündnis Internationaler Frauentag“ unter Federführung des Amts für Gleichstellung von Frauen und Männern. Seite 24 EDELGARD geht neue Wege! Die Kölner Initiative hatte sich nach dem erfolg- reichen Aufbau eines Netzes von sicheren Orten zum Ziel gesetzt, 2020 die Kölner Frauen und Mädchen über das Angebot von EDELGARD zu informieren und crossmediale öffentlichkeits- wirksame Kampagnen durchzuführen. Neben den drei bestehenden Bausteinen der Kampagne startete im Februar 2020 auch die EDELGARD map. Mit aktivierter Standort-Freigabe können Hil- fesuchende den nächstgelegenen EDELGARD- schützt-Ort mit zwei Klicks finden, inklusive einer Wegbeschreibung und (wenn vorhanden) einem Foto der Hausfassade zur Orientierung. Zudem kann man sich über das bereits beste- hende Netz schützender Orte informieren, die Weitere Informationen auf: https://edelgard.koeln/ WW) schützt mobil jeweiligen Öffnungszeiten erfahren und den Standort des EDELGARD mobils während der Einsatzzeiten eruieren. Die EDELGARD map konnte nur realisiert werden dank des großen ehrenamtlichen Einsatzes des Programmierers Ansgar Prause in der Kooperation mit der Open-Data-Community und der Stabsstelle Digitalisierung. Um sicherzustellen, ob EDELGARD ihre Ziele erreicht und um zu schauen, wie sich das Projekt künftig entwickeln kann, wurde es Ende 2019 zum ersten Mal evaluiert. Der Bericht legte offen, dass die konkrete Beratung zu Gewalterfahrungen des EDELGARD mobils 2019 in vier Fällen in Anspruch genommen wurde und insgesamt fünf Frauen an drei EDELGARD-schützt-Orten erste Hilfe erhielten. » Zur EDELGARD map: https://map.edelgard.koeln/ Trotz Corona — Wir sind für Euch da! bei Belästigung von.” Frauen und Mädchen im ** öffentlichen Raum map.edelgard.koeln ve en llanaiei > REN „100 Days, 100 Ways“ - Seite 25 EDELGARD als EU-weites Best Practice! Eine gute Tat am Tag - so könnte man den Ansatz der Kampagne „100 Days, 100 Ways“ beschreiben, in der EDELGARD am 5. Februar 2020 als eines von europaweit 100 Best Practice-Beispielprojekten ausgewählt und vorgestellt wurde. Im Zentrum der Kampagne steht die Idee, dass kreative Politik auf städtischer Ebene geboren wird, sei es in Fragen des Umweltschutzes, der Digitalisierung oder des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens. Die EU-Politik sollte sich an den Lösungen der kommunalen Politik ein Beispiel nehmen und diese auf EU-Ebene übertragen. Initiator der Kampagne ist mit Sitz in Brüssel EUROCITIES als führendes Netzwerk aus über 140 europäischen Städten zur Verbesserung der lokalen Lebensqualität. So nicht! - Protestkundgebung vor dem Amtsgericht Einen Tag vor Beginn des Straßenkarnevals startete die Initiative gegen sexualisierte Gewalt eine Protestkundgebung vor dem Amtsgericht auf der Luxemburger Straße, um ein klares Zei- chen zu setzen für die Sicherheit von Frauen und Mädchen vor Übergriffen in der Öffentlichkeit. Grund hierfür war das inakzeptable Ende eines Prozesses, in dem eine Kölnerin gegen einen Mann Anzeige erstattet hatte, weil ihr dieser auf der Rolltreppe unter den Rock gegriffen hat. Da der Angeklagte die Tat bestritten hat, wurde das Verfahren ohne Auflagen eingestellt. Die Richterin begrün- dete die Entscheidung mit der Aussage (laut KStA vom 7.2.): „es war der 11.11.“ und der Übergriff sei, wenn er denn geschehen sein sollte, sehr geringfügig gewesen. Um die Kontrolle zubehalten HoLLar KB #trinkeichnicht #alkohol In einem Kooperationsprojekt zwischen dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern, dem HOLLA e.V. und dem LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. fand anlässlich des Welt- Mädchentags am 11. Oktober 2020 erstmals eine PR-Kampagne statt. Schwerpunkt der Kampagne war das Thema „Mädchen und Alkohol“. Auf Megalights und Roadside Screens waren junge Frauen mit ihren Statements zu dem Hashtag #trinkeichnicht zu sehen. Seite 26 Weil ich will, dass Begegnung in meinem Tempo stattfindet ‚ #trinkeichnicht #alkohol * Stadt Köln Neun Mädchen nahmen bei HOLLA e. V. an einem Workshop teil. Sie hinterfragten, welche unterschiedlichen Beweggründe es für Alkoholkonsum gibt. Alternativen zu Alkohol wurden diskutiert. Die Mädchen entwickelten Ideen, wie es gelingen kann, positive Gefühle auch ohne oder mit nur einer geringen Menge Alkohol zu erleben. Mit dem „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November starten jährlich die sogenannten „Orange Days“. Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern engagierte sich 2020 erstmals im Bündnis mit unterschiedlichen Kooperationspartner*innen. In Zusammenarbeit mit fünf Kölner Frauen- serviceclubs (Soroptimist International Club Köln, Club Römerturm, Club Kolumba sowie den beiden Zonta Clubs) wurde ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. So erstrahlten am 25. November von 18 bis 24 Uhr rund 50 Gebäude, Bauwerke oder Brunnen in Orange. Seite 27 Eine Übersicht aller Beteiligten ist unter zu finden. Zusätzlich machten Flaggen am Kölner Rathaus sowie den Bezirksrathäusern auf den Aktions- tag aufmerksam. Darüber hinaus hingen für einen Monat in den Bussen und Bahnen der KVB 700 Deckenplakate zu den Orange Days, EDELGARD und der Kam- pagne „Die Würde von Frauen und Mädchen ist unantastbar. In Köln und überall“. Und auch über die Infoscreens in den Kölner U-Bahn-Sta- tionen lief ab dem 25. November die Botschaft „Köln sagt NEIN zu Gewalt gegen Frauen“. Seite 28 Gemeinsam mit den Frauenhilfeeinrichtungen des Kölner Arbeitskreises gegen Gewalt an Frauen wurde eine digitale Kampagne gestar- tet. Da die in den Vorjahren durchgeführten Straßenaktionen aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht möglich waren, wurden Unternehmen und Vereine sowie Kölner Bürger*innen aufgefordert, unter dem Hash- tag #KölngegenGewaltanfrauen ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Die Instagram-Seite @gegengewaltanfrauen.koeln bot darüber hinaus einen Einblick in vergangene Aktionen, wie zum Beispiel die Ausstellung „Angst trifft Mut“. Corona-konform durch Köln! Das hat sich das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern zum Motto gemacht. So wurden mit Unterstützung der Bündnispartner*innen orangene Mund- Nase-Abdeckungen mit dem Kampagnen- Hashtag #KölngegenGewaltanFrauen an Akteur*innen der Kölner Frauenszene und Prominente verteilt. Der Aufruf: am 25. November damit posieren und das Bild unter dem Kampagnen-Hashtag posten. Seite 29 Fortbildungen gegen Gewalt an Frauen Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern leitet den „Kölner Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen“, ein Netzwerk von circa 20 Frauenhilfsorganisationen in Köln. Ziel des Arbeitskreises ist es, durch fachbezogene Zusammenarbeit sowie durch eine gemein- same Öffentlichkeitsarbeit einen Beitrag zur Gewaltprävention zu leisten. Die Einrichtungen des Arbeitskreises brauchen für ihre Aufgaben den fachlichen Austausch und Input zu neuen Themen. Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern hat für den Arbeitskreis 2020 zwei Fortbildungen in der Beratung von Frauen und Mädchen organisiert: - 11. Februar 2020: Erscheinungsformen digi- taler Gewalt und Handlungsmöglichkeiten für betroffene Frauen - 20. Oktober 2020: Besetzung des Themas „Gewalt gegen Frauen“ durch Rechtsgesinnte und der Umgang damit bei Beratungen und Öffentlichkeitsarbeit Sexistische und sexualisierte Werbung in Köln Die Stadt Köln fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern und tritt daher für eine differenzierte, pluralistische Darstellung von Menschen in der Werbung ein. In Köln soll keine Werbung im öffentlichen Raum gezeigt werden, welche die Würde von Frauen und Männern missachtet oder ein einseitiges, einschränkendes Rollenbild vermittelt. 2020 hat das Amt für Gleichstellung von Frau- en und Männern bei sechs unterschiedlichen Werbekampagnen interveniert. Exemplarisch hierfür steht die Dating-Show M.O.M (Milf or Missy) des Senders Joyn, die bundesweit stark kritisiert wurde. Auch in Köln sind einige Beschwerden zu der Kampagne ein- gegangen, weshalb sich das Amt für Gleichstel- lung an den Deutschen Werberat wandte - und Recht bekam. Der große öffentliche Protest war erfolgreich. Die Joyn GmbH hat die Bezeichnung der Datingshow geändert und insbesondere auf das Wort „MILF“ in sämtlicher kommerzieller Kommunikation verzichtet. IST MILF EIGENTLICH EIN KOMPLIMENT? M.O.M anos = loyn.de zyoyn Mentegra - Mentoring für geflüchtete Frauen Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Män- nern ist Teil der Projektgruppe von Mentegra, einem Mentoring-Projekt für geflüchtete Frauen unter der Federführung von Competentia. Ziel des Projekts ist die Etablierung eines Men- toring-Angebotes in Köln, das den kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Rekrutie- Istanbul Konvention Unter Beteiligung des Amts für Gleichstellung von Frauen und Männern richtete der Deutsche Städtetag einen Arbeitskreis zur Umsetzung der Istanbul Konvention auf kommunaler Ebene ein. Bei der Konvention handelt es sich um ein Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Eine Abfrage bei den Mitgliedsstädten ergab, dass der Stand der Umsetzung in den Kommunen aufgrund Seite 30 (smpetentia”“ OWPLTENTIENTRUM rnau K BEmUR ITTRERER BUNNGERIET rung von qualifizierten weiblichen Geflüchteten ermöglicht. Im Austausch erhalten die Mentees die Gelegenheit, in Deutschland Fuß zu fassen und sich eine berufliche Zukunft aufzubauen. 2020 haben sieben Unternehmen und geflüch- tete Frauen die Herausforderung angenommen, an dem Mentoring-Projekt teilzunehmen. Das Projekt endet im Juni 2021. personeller Kapazitäten sehr unterschiedlich ist. Aus diesem Grund wurde ein Leitfaden für die kommunale Praxis entwickelt, der zum Wissenstransfer unter den Städten beitragen soll. Dieser enthält Strategien und Best Practice-Beispiele, wie die Istanbul Konvention auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann. In den kommenden Jahren wird das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern einen Fokus auf die Thematik legen. Seite 31 Fachbeirat für Mädchenarbeit Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Die Ziele sind: Männern hat sich mit der LOBBY FÜRMÄDCHEN - Mitwirkung beim Aufbau und Weiterentwick- und dem HANDWERKERINNENHAUS viele lung von mädchenspezifischen Angeboten Jahre für die Einrichtung eines Fachbeirates - Beschreibung von Defiziten bei Angeboten für Mädchenarbeit eingesetzt. der Jugendhilfe für Mädchen und junge Frauen - Entwicklung von Qualitätsstandards einer Am 10. März 2020 war es endlich soweit: geschlechterdifferenzierten Arbeit in der Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner Kinder- und Jugendhilfe Sitzung die Einrichtung des Fachbeirates als - Anregung und Initiierung von Fortbildungen kommunales Steuerungsinstrument. Die - Beratung und Unterstützung des Jugendhil- Geschäftsführung liegt beim Jugendamt, das feausschusses und der Verwaltung Amt für Gleichstellung ist ständiges Mitglied - Mitwirkung bei und Weiterentwicklung der im Fachbeirat. kommunalen Jugendhilfeplanung Wegweiser für Alleinerziehende Um Alleinerziehenden in Köln einen schnellen gerufen. Der Wegweiser vereint verschiedene und unkomplizierten Zugang zu relevanten aufeinander verweisende Informationsmodule: Informationen zu ermöglichen, wurde der den Ratgeber des VAMV, die Informationsmappe Arbeitskreis „Wegweiser für Alleinerziehende“ im Rahmen der Kinder-Willkommensbesuche, unter der Federführung des Amts für Kinder, die Online Plattform „Guter Start NRW“, eine Jugend und Familie und unter anderem unter Be- Informationsseite auf der Homepage der Stadt teiligung des Amts für Gleichstellung ins Leben Köln sowie einen Informationsflyer. Weitere Informationen unter: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/familie-kinder/geburt/ informationen-fuer-allein-getrennterziehende Bündnis BerufLeben Seite 33 Zertifizierung der Stadt Köln als familienfreundliches Unternehmen Die Stadt Köln wurde im Mai 2020 von der berufundfamilie Service GmbH als familien- freundliches Unternehmen zertifiziert. Dieses Prädikat ist durch ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirt- schaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium für zunächst drei Jahre erteilt worden. Unter Beteiligung von 170 städtischen Mitarbei- tenden aus allen Berufsfamilien und Dezernaten wurden in 17 Workshops mit viel Engagement innovative Zukunftsperspektiven für Vereinbar- keitsthemen von Beruf und Familie sowie Privat- leben entwickelt. Orientierungspunkte waren hierbei sieben Handlungsfelder: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung, Personalentwicklung und Service für Familien. Der aktuelle Fortschritt dieses Prozesses wird jährlich in Form eines Jahresberichts für die berufundfamilie Service GmbH sowie die städtischen Mitarbeitenden dokumentiert. Die Kölner Stadtverwaltung gewinnt durch dieses Zertifikat zusätzliche Attraktivität als Arbeitge- berin und zeichnet sich dadurch als modernes Unternehmen aus. Führen in Teilzeit „Führen in Teilzeit“ ist kein neues Thema für die Stadt Köln und bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Modellen gelebte Praxis. Dennoch hat es unter den heutigen Bedingun- gen ein großes Potenzial, dem gewandelten Anspruch an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vermehrt gerecht zu werden. Mit Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft dieses Thema alle Mitarbeitenden gleichermaßen. Zur Nutzer*innenanalyse wurden unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Karlshaus drei Work- shops durchgeführt, deren Ergebnisse als Grundlage für das entwickelte Strategiepapier zu „Führen in Teilzeit“ dienten. Dieses wird als Online-Broschüre mit digital ausfüllbaren Checklisten in 2021 veröffentlicht. Das Väternetzwerk Die Stadt Köln hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der Organisation für die städtischen Mitarbeiter ein Väternetzwerk zu gründen. Väternetzwerke sind ein Instrument, um Männer beim Vaterwerden und Vatersein zu unterstützen sowie ihnen eine Austauschmög- lichkeit zu bieten. In einem Vergabeverfahren hat sich die Väter gGmbH aus Hamburg als Unterstützung zur Implementierung dieses Netzwerks innerhalb der Stadt Köln durchgesetzt. Seite 34 Führen in Teilzeit ) Sie widmet sich bereits seit zehn Jahren dem Thema „Väternetzwerk“ und ist aktuell führend auf dem Markt und überregional in Deutschland tätig. Neben der Durchführung von Workshops und flankierenden Maß- nahmen zum Aufbau eines Väternetzwerks werden auch Netzwerkveranstaltungen für die Arbeitgeber” innen sowie ein Informa- tionsportal angeboten. In 2021 wird mit dem Aufbau des internen Väternetzwerkes begonnen. Seite 35 Spielspaß im Büro Es gibt sie immer wieder: die Notsituationen, wenn kurzfristig die Betreuung des Kindes ent- fällt und gleichzeitig die Anwesenheit im Büro dringend benötigt wird. Die einzige Alternative besteht häufig darin, den Nachwuchs mit ins Büro zu bringen. Wenn kein Eltern-Kind-Zimmer zur Verfügung steht, dient der Spielekoffer den Mitarbeiten- den als Überbrückungsalternative für Kinder bis zum Grundschulalter. Der Spielekoffer wird den Dienststellen ab 2021 zur Verfügung gestellt. Übergreifende Themen Seite 37 | Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gleichstellung Die Corona-Pandemie hat das Leben in Deutschland grundlegend verändert - insbe- sondere aber hat sie gezeigt, dass Frauen von der Krise anders betroffen sind als Männer und oft die Hauptlast zu tragen haben. Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern hat die Auswirkungen auf die Gleichstellung von Frauen und Männern in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen betrachtet. Die Ergebnisse sowie konkrete Handlungsfelder wurden den politischen Gremien in einem Corona-Papier mitgeteilt, welches bereits mehrere Ausschüsse durchlief. Der Fokus lag auf folgenden Handlungs- feldern: „Typische“ Frauenberufe Frauen leisten mehrheitlich die kaum sicht- bare, wenig prestigeträchtige und meist unterbezahlte Erwerbsarbeit, die in der Corona-Pandemie systemrelevant ist und bei der keine Chance auf Homeoffice besteht. So zeigt eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit, dass der Frauenanteil bei den Beschäf- tigten in den Krankenhäusern bei 76% liegt, im Lebensmitteleinzelhandel bei rund 73% und in Kindertagesstätten sogar bei knapp 93%. Carearbeit Die häusliche Betreuung und Versorgung von minderjährigen Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen sowie jegliche Hausarbeit werden oftmals nicht der Sphäre der Arbeit und grund- sätzlich nie der Erwerbsarbeit zugerechnet. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung? belegt, dass diese Tätigkeiten auch in der Corona-Krise zum überwiegenden Anteil von Frauen geleistet werden. Häusliche Gewalt Die befürchtete Zunahme häuslicher Gewalt während des Lockdowns erforderte die Unter- stützung des Frauenhilfenetzwerks. So hat die Stadt Köln den Frauenhäusern kurzfristig Apart- ments und Hotelzimmer bereitgestellt, damit Frauen vor der Aufnahme in ein Frauenhaus für eine zweiwöchige Quarantänezeit untergebracht werden können. Das Amt für Gleichstellung hat die Öffentlichkeit gezielt auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht: - Informationsschreiben in Kooperation mit dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt an Hausärzt*innen, Kinderärzt*innen und Gynäkolog*innen über die Ärztekammer 1 https://de.statista.com/infografik/21148/anteil-dersozialversicherungspflichtig-beschaeftigten-nach-wirtschaftszweigen 2 https://boeckler.de/pdf/p_wsi_pb_40_2020.pdf zum Thema: Erkennen von Anzeichen häus- licher Gewalt und Hilfsmöglichkeiten in Köln mit dem Hinweis auf Frauen- und Männer- beratungsstellen, dem Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen und der Polizei - Informationsschreiben an Apotheken zum Thema häusliche Gewalt mit Informationen zum Kölner Hilfesystem und mit zusätzlichem Informationsmaterial des Hilfetelefons zum Auslegen - Internet- und Intranetveröffentlichung zum Thema häusliche Gewalt und Hilfsmöglich- keiten in Köln - Unterstützung der Kampagne „Zuhause nicht sicher!“ der Bundesfamilienministe- rin durch Anschreiben an Kölner Banken, Kirchengemeinden, Einkaufszentren, Nach- barschaftsinitiativen, Einzelhandel und Schulsozialarbeiter*innen und Übersendung von Plakaten und Informationsmaterial Versorgungslage bei Schwangerschaft und Geburt Für Schwangere und Gebärende fanden keine Geburtsvorbereitungskurse und Rückbildungs- kurse statt und auch die Nachsorge durch Hebammen war aufgrund der Ansteckungsge- fahr nur eingeschränkt möglich. In den Kölner Kliniken war rund um die Geburt eine Begleit- person erlaubt, anschließend galt jedoch eine Besuchssperre. Erschwerend kam hinzu, dass Seite 38 die Beratungsstellen für Schwangere selbst von den Corona-Bestimmungen betroffen waren. Persönliche Treffen waren nur sehr eingeschränkt möglich. Prostitution Die Ausübung der Prostitution war aufgrund der Regelungen der Coronaschutzverord- nung NRW untersagt. Die Schließung von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen hatte für die Sexarbeiter*innen existenzbedrohende Auswirkungen, denn ausschließlich die nach dem Prostituierten- schutzgesetz registrierten Sexarbeiter*innen profitierten von den staatlichen Unterstüt- zungsmaßnahmen, wie zum Beispiel den Zuschüssen für Solo-Selbständige. Die Kölner Beratungsangebote für Prostituierte waren auch in der Corona-Zeit geöffnet und erreichbar. Zu Beginn der Corona-Pandemie sind viele Sexarbeitende mit Migrationshinter- grund in ihr Heimatland zurückgekehrt. Um im Falle einer Lockerung der Coronaschutz- verordnung NRW den Straßenstrich auf der Geestemünderstraße sofort wieder öffnen zu können, erarbeiteten das Gesundheitsamt Köln, der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) und das Ordnungsamt ein Hygienekonzept für den Straßenstrich. Seite 39 Leitfaden für eine wertschätzende Kommunikation Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Einführung eines dritten Geschlechts- eintrags wurden die Rechte von Menschen gestärkt, die sich nicht als weiblich oder männlich beschreiben oder einem der beiden Geschlechter zugehörig fühlen. Mit der Anpas- sung des Personenstandsrechts galt es, den dritten Geschlechtseintrag nun auch sprach- lich umzusetzen. Zu diesem Zweck hat das Amt für Gleichstel- lung von Frauen und Männern gemeinsam mit dem Amt für Integration und Vielfalt einen Handlungsleitfaden zur „Geschlechter- umfassenden Sprache und wertschätzenden Kommunikation“ erstellt. Ab dem 1. März 2021 sollen die Mitarbeitenden der Stadt Köln allgemeinverbindlich die geschlechterum- fassende Sprache in Wort und Schrift nutzen. Wo immer beispielsweise ein Wort wie „Mitar- beitende“ nicht gebraucht werden kann, wird künftig der *, wie etwa bei „Kolleg*innen“ genutzt. Der Leitfaden enthält zudem Tipps und Anre- gungen zum sprachlichen Umgang mit den Themen sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität, Alter, Behinderung und Religion und behandelt auch Weltanschauung und Her- kunft. Mit dieser veränderten Kommunikation werden ganz bewusst alle Menschen in Köln in den Blick genommen. Seite 40 Interview mit #DMW Digital Media Women „30mit30“ ist eine Kampagne der Digital Media Women (#DMW), in der 30 in Deutschland ansässige Unternehmen aus allen Branchen gesucht werden, die in den ersten drei Füh- rungsebenen einen Frauenanteil von mindes- tens 30 Prozent vorweisen können. Bei der Stadt Köln ist man direkt fündig geworden! Anlass genug, um im gemeinsamen Interview mit Olaf Wagner, Leiter des Amts für Personal- und Verwaltungsmanagement, und der Gleichstellungsbeauftragten Bettina Mötting zu erörtern, wie es sowohl in der Stadtverwaltung als auch in Unternehmen gelingen kann, den Anteil an Frauen in Füh- rungspositionen auf 30+ Prozent zu erhöhen. Das Treffen der „Big 5 G“ in Köln In jedem Bundesland gibt es Gleichstellungs- beauftragte, die sich mit ähnlichen Handlungs- feldern und Aufträgen konfrontiert sehen. Die Umsetzung hängt jedoch von der Größe der Verwaltung und Kommune ab. In diesem Zusammenhang entstand die Idee, sich auch über Landesgrenzen hinweg intensiv über Projekte, Veranstaltungen, Konzeptionen, Kooperationen, Strategien und gemeinsame Initiativen auszutauschen. Das Treffen der „Big 5 Gleichstellung Deutsch- land“ fand am 6. und 7. September 2020 erstmalig in Köln statt. Zu den „Big 5 G“ zählen neben der Kölner Gleichstellungsbeauftragten Bettina Mötting die Gleichstellungsbeauftrag- ten der Städte Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und München. Seite 41 Wahl in den Deutschen Städtetag Die Gleichstellungsbeauftragte Bettina Möt- gleichheit der Geschlechter ein. Dabei ist die ting wurde im Juni 2020 für den Fachausschuss kommunale Gleichstellungsarbeit ein wichtiger „Frauen und Gleichstellung“ des Deutschen Baustein sozialer Gerechtigkeit. Frauen sollen Städtetages als eine kommunale Vertreterin weiter darin unterstützt werden, sowohl per- für das Land NRW benannt. Der Ausschuss sönlich als auch im Beruf ihr Potenzial besser setzt sich für die Gleichstellung und Chancen- entfalten zu können.
Mitteilung Ausschuss
1009 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/1/I/1 I/1 Vorlagen-Nummer 16.06.2021 2051/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 21.06.2021 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 06.09.2021 Jahresbericht 2020 - Gleichstellung von Frauen und Männern „Zeit, umzudenken!“ Durch die begleitende Corona-Pandemie wurden 2020 viele langjährige Selbstverständlichkeiten in der Arbeitsweise und Kommunikation außer Kraft gesetzt. Homeschooling und Carearbeit, systemrelevante „Frauenberufe“, häusliche Gewalt und die Retraditi- onalisierung der Geschlechterrolle – Corona hat zudem verstärkt offenbart, wo noch Gleichstellungs- arbeit geleistet werden muss. Mit dem Jahresbericht 2020 gibt das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern einen umfas- senden Einblick in sein Aufgabenumfeld und die Aktionen, die trotz aller Hürden umgesetzt wurden. Gez. i.V. Prof. Dr. Diemert für OB Reker
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Luxemburger Straße
- Markt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2051/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.06.2021
- Erstellt
- 27.05.2021 16:32