AN/0080/2024
Schwer nachvollziehbare Bevölkerungsprognose zum Stadtbezirk Mülheim überprüfen
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Bevölkerungsprognose
2681 Zeichen
Antrag
15.01.2024
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Fraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE und der Einzelmandatsträger der PARTEI in der
Bezirksvertretung Mülheim bitten Sie, den nachfolgenden Antrag in die Tagesordnung der nächsten
Sitzung aufzunehmen.
Antrag: Schwer nachvollziehbare Bevölkerungsprognose zum Stadtbezirk
Mülheim überprüfen
Die BV fordert die Verwaltung auf, die Bevölkerungsprognose für den Stadtbezirk zu überprüfen.
Begründung:
Auf Nachfrage der Grünen Fraktion zum Statusbericht Kindertagesbetreuung zur zugrundeliegenden
Bevölkerungsprognose teilte die Verwaltung mit, dass "zwischen 2025 und 2029 die Gesamtbevölke-
rungszahl vor allem durch neue Wohngebiete ansteigen wird [...] wie das Deutz Areal, das Quartier
Schlebuscher Weg oder das Euroforum Nord [...]. Zum Zeitpunkt der Berechnung der Prognose im
Juni 2022 waren Projekte dieser Größenordnung ab 2030 nicht weiter vorgesehen. Aufgrund der An-
nahmen zur zukünftigen Bevölkerungsentwicklung im Stadtbezirk (...) sinkt die Gesamtbevölkerung
ab dem Jahr 2030 durch mehr Fort- als Zuzüge."
Dass diese Prognose zutrifft, dürfte jedoch zu bezweifeln sein. Ob beispielsweise das Deutz-Areal bis
2030 fertiggestellt sein wird, ist angesichts des derzeitigen Brachliegens der Baufläche zweifelhaft.
Zudem finden beispielsweise das Lindgens-Areal sowie das Otto-Langen-Quartier, deren Fertigstel-
lung mit möglicherweise mehreren Tausend Wohnungen voraussichtlich ebenfalls nicht vor 2030 er-
folgen dürfte, keine Erwähnung.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Fraktion
DIE LINKE - Fraktion
DIE PARTEI - Einzelmandatsträger
in der Bezirksvertretung Köln-Mülheim
Wiener Platz 2 a
51065 Köln
Gleichlautend an:
Herrn Bezirksbürgermeister
Norbert Fuchs
- Stadtbezirk Mülheim-
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
-Rathaus-
Im Übrigen ist bereits für 2022 die Prognose nicht unerheblich fehlerhaft. Sie hat die Bevölkerungszu-
nahme bereits jetzt unterschätzt. Das Kölner Amt für Stadtentwicklung und Statistik verzeichnet 2022
150.610 Einwohner*innen, während die Prognose von ca. 1.000 Einwohner*innen weniger ausgeht.
Schließlich erscheint bereits die Grundannahme einer ab 2030 sinkenden Bevölkerung angesichts des
anhaltend hohen Zuzugs, nicht zuletzt durch Geflüchtete, fraglich.
Da u.a. die Schul- und Kindertagesstättenbedarfsplanung von der Bevölkerungsprognose abhängt,
sind korrekte Zahlen von größter Bedeutung.
gez. Jonas Höltig gez. Beate Hane-Knoll gez. Andreas Altefrohne
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0080/2024
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 16.01.2024
- Erstellt
- 16.01.2024 09:16