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0543/2022

Erhöhte Wartezeiten für Patienten in den Notaufnahmen der rechtsrheinischen Krankenhäuser?

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 28.03.2022

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 29.03.2022, TOP 3.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3878 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53 
AN/0296/2022 
Vorlagen-Nummer  28.03.2022 
 0543/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Gesundheitsausschuss 29.03.2022 
 
Erhöhte Wartezeiten für Patienten in den Notaufnahmen der rechtsrheinischen 
Krankenhäuser? 
Die Fraktion Die Linke stellt wegen längerer Wartezeiten von Patienten mit Anfrage vom 
15.02.2022 (AN/0296/2022) folgende Fragen an die Verwaltung: 
 
1. Hat die Verwaltung Kenntnis davon, dass sich die Wartezeiten in den Ambulanzen erhöht ha-
ben, seitdem die Zentrenbildung in den Städtischen Kliniken begonnen hat, insbesondere seit 
dem Umzug der Viszeralchirurgie? Wenn ja, bitte nach den einzelnen Krankenhäusern auf-
schlüsseln und durchschnittliche Wartezeit angeben.  
2. Wenn nein, warum werden solche Daten nicht erhoben? 
3. Wird das Krankenhaus Holweide von den Rettungswagen seit der Ankündigung der Schlie-
ßung und der Verlegung der ersten Station(en) aus bestimmten Gründen nicht mehr angefah-
ren? 
4. Inwieweit hat sich die Fahrtzeit für Patienten im letzten Jahr verändert? Bitte durchschnittliche 
Minutenzahl pro Krankenhaus und Monat auflisten.  
 
Die Verwaltung antwortet hierauf wie folgt: 
 
Zu 1. und 2.: Die Viszeralchirurgie des Krankhauses Holweide ist nicht umgezogen. Die Kliniken 
Köln erfassen anstelle der Wartezeiten in den Notaufnahmen die Verweildauer der Patienten. 
Die Verweildauer umfasst die Zeit von der Aufnahme des Patienten am Empfang bis zur Be-
endung der Behandlung in der Notaufnahme. 
Seit Beginn der Pandemie ist es – vor allem durch die strengen Corona-Auflagen -  leider ins-
gesamt zu einer deutlich verlängerten Verweildauer gekommen. Eine weitere Verlängerung 
der Verweildauer für ambulante Patienten ist nach dem Umzug der Unfallchirurgie aber defini-
tiv nicht aufgetreten. 
Im Vergleich zum 3. Quartal 2021 ist die ambulante Verweildauer im 4. Quartal 2021 im Kran-
kenhaus Holweide aufgrund der reduzierten Patientenzahl um 20 % gesunken. Im Kranken-

2 
 
haus Merheim ist die Zahl der Patienten gestiegen, zudem wurde Personal zugesetzt. Dort ist 
die Verweildauer ambulanter Patienten in der Notaufnahme um rund 10 % gesunken. 
 
Zu 3.: Das Krankenhaus Holweide wird unverändert sowohl für alle Spezialdisziplinen als auch für 
allgemeininternistische und allgemeinchirurgische Notfälle angefahren. Lediglich eindeutig un-
fallchirurgische Patienten werden sofort nach Merheim eingeliefert. 
 
Zu 4.: Die Frage wird im Kontext der Gesamtanfrage so verstanden, ob es durch (möglicherweise) 
verlängerte Wartezeiten in den Notfallambulanzen auch zu einer verlängerten Einsatzdauer 
des Rettungsdienstes gekommen ist. Soweit die Frage so gemeint ist, berichtet das Einsatz-
personal über verlängerte Übergabezeit in allen Krankenhäusern in Köln seit Beginn der 
Corona-Pandemie. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass praktisch alle Liegendpatienten in 
den Krankenhäusern zunächst als möglicherweise Corona-Infiziert eingestuft und in den Not-
fallambulanzen isoliert werden müssen. Dazu muss häufig erst ein Raum festgelegt / frei ge-
macht werden, was zu einer Verlängerung der Übergabezeit führt. Diese Übergabezeiten 
werden im Rettungsdienst nicht gemessen. Die Gesamteinsatzdauern sind für jeden Ret-
tungswagen im Übrigen sehr unterschiedlich, da die Einsatzstellen an denen die Patienten 
erstversorgt werden und die Entfernung zum Zielkrankenhaus zu dem sie transportiert wer-
den, sehr unterschiedlich sind und damit auch variable Transportzeiten anfallen. Die Durch-
schnittseinsatzdauer eines Rettungswagens in Köln liegt bei 52,3 min. Ein Einfluss von ver-
längerten Übergabezeiten auf die Gesamteinsatzdauer konnte nicht ermittelt werden, da diese 
Zeiten nicht gemessen werden und viele weitere Einflussgrößen (z.B. Verkehrsfluss) hier 
wirksam sind. 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

29.03.2022 Gesundheitsausschuss
TOP 3.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0543/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
28.03.2022
Erstellt
14.02.2022 14:38