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2944/2023

Mikroplastik im Rhein - Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen Bündnis90/Die Grünen, CDU und Volt aus der Sitzung des AKUG vom 24.08.2023 mit AN/1474/2023

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 13.09.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 21.09.2023, TOP 1.4.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3189 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/572 
 
Vorlagen-Nummer 
 2944/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 21.09.2023 
 
Mikroplastik im Rhein - Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der Fraktionen 
Bündnis90/Die Grünen, CDU und Volt aus der Sitzung des AKUG vom 24.08.2023 mit 
AN/1474/2023 
Die Verwaltung teilt zu der schriftlichen Anfrage AN/1474/2023 aus dem AKUG vom 
24.08.2023 zum Thema Mikroplastik im Rhein Folgendes mit: 
 
 
1.  Sind inzwischen den bekannten Verursachern Maßnahmen aufgetragen worden, die si-
cherstellen, dass eine weitere Verbreitung von Mikroplastik im öffentlichen Raum vermieden 
wird?  
Wann ist dies geschehen und um welche Maßnahmen handelt es sich?  
 
Der in der Presse erwähnte Betrieb hat sich zu OCS ("operation clean sweep") verpflichtet, 
einem Programm der Vermeidung von Kunststoffen in der Umwelt, welches durch die chemi-
sche Industrie und Logistikunternehmen aufgelegt wurde. 
So sind bei dem Betrieb die Bodeneinläufe mit zusätzlichen Netzen ausgestattet, die dem Zu-
rückhalten von Kunststoffpellets dienen. Zudem gibt es eine Abwasseranlage mit einem Rück-
haltebecken, um den Eintrag von Kunststoffpellets zu verhindern. Weiterhin werden von dem 
Betrieb Flächenkontrollen durchgeführt und dokumentiert. Das in der Berichtserstattung er-
wähnte Produktnest ist von dem Betrieb zum Anlass genommen worden, die Mitarbeitenden 
erneut zu sensibilisieren. 
Allerdings können z.B. Starkregenereignisse zu ungewollten Fehleinleitungen auch von Mikro-
plastik führen. Hintergrund ist das Kanalnetz, das nicht überdimensioniert gebaut wird und mit 
Abschlagbecken für Starkregenereignisse ausgestattet ist.  
 
 
2.  Welche weiteren Verursacher*innen in Köln und Wesseling konnten bislang ausfindig ge-
macht werden? 
 
Es wurde durch die Untere Wasserbehörde im Umwelt- und Verbraucherschutzamt ein weite-
rer Betrieb im Niehler Hafen begangen, der nicht Teil des Medienberichtes war. Dort waren 
keine Auffälligkeiten festzustellen. 
 
Im Großraum Köln werden viele Kunststoffpellets produziert und umgeschlagen. Im Bereich 
Wesseling / Godorf wurden in den Jahren 2014 bis 2017 Stoffeinträge in den Rhein nachge-
wiesen. An den Rheinufern befinden sich immer noch Kunststoffpellets, die - auch durch 
Hochwässer - in den Wasserkreislauf gespült werden können. Der Nachweis, wer der Verur-
sacher oder Einbringer der Kunststoffpellets ist, lässt sich nicht erbringen.

2 
 
 
3.  Welche Initiativen zur Verminderung und Beseitigung von Mikroplastik an Land und am 
Rheinufer in Niehl und Riehl hat die Stadt Köln oder andere Teile der öffentlichen Hand unter-
nommen bzw. sind geplant? 
 
Neben den regelmäßigen Entsorgungen sind die AWB Köln im Rahmen der Entsorgung von 
„Wildem Müll“ aktiv tätig. Hier besteht ein enger Austausch zwischen den AWB Köln und der 
Stadt Köln. Außerdem unterstützen die AWB Köln private Müllsammel-Initiativen, indem sie 
Einsammel-Materialien zur Verfügung stellen und die ordnungsgemäße Entsorgung überneh-
men. Diese Maßnahmen führen im gesamten Stadtgebiet zu einer Verminderung von Stoffein-
trägen in die Umwelt.

Beratungsverlauf (1)

21.09.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2944/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
13.09.2023
Erstellt
11.09.2023 16:55