3343/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 - Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IX/15/153 153 Vorlagen-Nummer 20.09.2021 3343/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 30.09.2021 Wirtschaftsausschuss 30.09.2021 Stadtentwicklungsausschuss 28.10.2021 Bevölkerungsentwicklung 2020 - Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln hat mit den Kölner Statistischen Nachrich- ten 15/2021 den Bericht “ Bevölkerungsentwicklung 2020 - Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie“ veröffentlicht. Im Jahr 2020 lebten 1 088 040 Personen in der Stadt. Das waren fast 4 000 bzw. 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum ersten Mal seit 2013 ging die Bevölkerungszahl zurück Für das Jahr 2020 ist für das gesamte Wanderungsvolumen ein Rückgang zu verzeichnen. 9 000 Personen weniger als im Vorjahr zogen nach Köln und fast 4 500 weniger zogen fort. Besonders die Zuzüge aus dem Ausland gingen um mehr als ein Drittel zurück. Dieser Trend ist deutschlandweit regional wie überregional zu beobachten: Auf gesamtdeutscher Ebene lag der Rück- gang der grenzüberschreitenden Zuzüge bei rund 24 Prozent; gleiches gilt für Nordrhein-Westfalen mit fast einem Viertel weniger Zuziehenden aus dem Ausland als im Vorjahr. Die stärksten Zuzugsna- tionalitäten nach Köln sind in 2020 dieselben geblieben wie im Vorjahr: Neben Türkinnen und Türken waren es für das EU-Ausland Staatsbürger*innen aus Bulgarien, Italien, Rumänien und Polen, aber auch Menschen aus Syrien, Irak, Iran und Indien. Da die Geburten die Sterbefälle in 2020 nur minimal überwogen, konnte der negative Wanderungs- saldo in Köln nicht ausgeglichen werden. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden 2020 weniger Köl- ner Kinder als im Vorjahr geboren (10 721). Die Sterbezahlen sind dagegen auf 10 180 angestiegen und lagen über dem 10-Jahres-Durchschnitt in Höhe von 9 654. Ein Zusammenhang mit der Corona- Pandemie ist anzunehmen, da vor allem in Monaten mit einem Anstieg der Corona-Sterbefälle ein überdurchschnittlicher Anstieg der Gesamt-Sterbefälle zu erkennen war. Die aktuelle gesamtstädtische Bevölkerungsvorausberechnung überschätzt die Bevölkerungszahl Ende 2020 um fast 8 000 Personen beziehungsweise +0,7 Prozent. Die Vorausberechnungen des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) (+2,5%) sowie des Bundes- instituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (+1,5%) wichen deutlicher ab. Für das Jahr 2022 ist eine Aktualisierung der städtischen Bevölkerungsvorausberechnung geplant. Anlage KSN 15/2021 „Bevölkerungsentwicklung 2020 - Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie“ Gez. Greitemann i.V. für Dez. IX
Anlage: Bevölkerungsentwicklung 2020
30750 Zeichen
Kölner Statistische Nachrichten
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020
Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 2
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 3
Zusammenfassung
Im Jahr 2020 ist die Zahl der Kölner*innen leicht gesunken. 1 088 040 Personen lebten in der Stadt. Das waren fast
4 000 beziehungsweise 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum ersten Mal seit 2013 ging die Bevölkerungszahl
zurück.
Bezogen auf die Zuzüge und Fortzüge war das vergangene Jahr ein besonderes : Global aber auch national hat die
Mobilität durch die Corona-Pandemie deutlich abgenommen. Rund 9 000 Personen weniger als im Vorjahr sind
2020 nach Köln gezogen (48 139). Gleichzeitig gingen auch die Fortzüge aus Köln um fast 4 500 auf 52 423
zurück. Erstmals seit der Registerbereinigung 2008 überstieg die Zahl der Fortzüge die der Zuzüge, was zu einem
negativen Wanderungssaldo von -4 284 führte. Besonders die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland ist deutlich um
mehr als ein Drittel auf 10 684 zurückgegangen (-6 110). Dieser Trend ist deutschlandweit regional wie über-
regional zu beobachten: Auf gesamtdeutscher Ebene lag der Rückgang der grenzüberschreitenden Zuzüge bei
rund 24 Prozent; gleiches gilt für Nordrhein-Westfalen mit fast einem Viertel weniger Zuziehenden aus dem
Ausland als im Vorjahr.
Da die Geburten die Sterbefälle in 2020 nur minimal überwogen (+541), konnte der negative Wanderungssaldo in
Köln nicht ausgeglichen werden. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden 2020 weniger Kölner Kinder als im Vor-
jahr geboren (10 721). Die Sterbezahlen sind dagegen auf 10 180 angestiegen und lagen über dem 10-Jahres-
Durchschnitt in Höhe von 9 654. Ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist anzunehmen, da vor allem in
Monaten mit einem Anstieg der Corona-Sterbefälle ein überdurchschnittlicher Anstieg der Gesamt-Sterbefälle zu
erkennen war.
Die aktuelle gesamtstädtische Bevölkerungsvorausberechnung der Stadt Köln überschätzt die Zahl der Einwohner
und Einwohnerinnen im Jahr 2020 um fast 8 000. Das ist eine Abweichung von +0,7 Prozent. Für die Prognose
wurden stärkere Wanderungszuwächse angenommen als tatsächlich eingetreten sind. Im Vergleich dazu über-
schätzten die Vorausberechnungen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) mit
+2,5 Prozent sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mit +1,5Prozent die tat-
sächliche Bevölkerungszahl in 2020 deutlich stärker als die Stadt Köln. Bei beiden Prognosen wurden deutlich
stärkere Wanderungszuwächse angenommen als tatsächlich eingetreten sind.
Es ist abzusehen, dass die Covid 19 -Pandemie auch die Bevölkerungsdynamik 2021 nachhaltig beeinflussen wird.
Eine Aktualisierung der Bevölkerungsvorausberechnung erfolgt 2022 und wird diese Entwicklungen berück-
sichtigen, um möglichst valide die zukünftige Entwicklung modellieren zu können.
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Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 4
Leichter Rückgang der Bevölkerungszahl in Köln
Zum 31.12.2020 lebten 1 088 040 Einwohner*innen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln. Somit ist die
Bevölkerungszahl im Vergleich zum Vorjahr um 3 779 Personen oder 0,3 Prozent gesunken. Erstmals seit 2013 gab
es 2020 weniger Kölner*innen als im Jahr zuvor.
Grafik 1: Entwicklung der Bevölkerungszahl 2005 bis 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Die Bevölkerungsentwicklung wird durch zwei Faktoren beeinflus st: Durch natürliche Bewegungen (Geburten und
Sterbefälle) sowie durch Wanderungsbewegungen (Zuzüge und Fortzüge). Besonders die räumliche Mobilität,
sprich die Wanderungen, ist im Corona-Jahr 2020 zurückgegangen und hat sich folglich stark auf die Zahl der
Kölner*innen ausgewirkt. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung vermochte dies nicht auszugleichen: Die
Geburten überwogen die Sterbefälle in 2020 nur minimal.
Bevölkerungswachstum deutschlandweit zum Stillstand gekommen
Der Bevölkerungsrückgang in Köln im Jahr 2020 liegt im deutschlandweiten Trend. Im Jahr 2020 ist die
Bevölkerung auch in den anderen Großstädten der Bundesrepublik zum Stillstand gekommen oder zurück-
gegangen. Die folgenden Zahlen in Tabelle 1 wurden zum Zwecke der Vergleichbarkeit vom Statistischen Bundes-
amt übernommen. Aus diesem Grund wird hier auch für die Stadt Köln die amtliche Zahl verwendet und nicht wie
im übrigen Bericht die Zahl der wohnberechtigten Personen aus dem städtischen Melderegister.
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 5
Nach einem kontinuierlichen Bevölkerungswachstum zwischen 2011 bis 2019 auf 83,2 Millionen, blieb die Zahl der
Einwohner*innen auch in Deutschland gesamt im Jahr 2020 konstant. Gründe dafür waren niedrigere Wande-
rungsgewinne (siehe Seite 7) sowie mehr Geburten als Sterbefälle.1
Tabelle 1: Bevölkerungsbestand und -entwicklung in ausgewählten Großstädten 2011, 2019 und 2020
Quelle: Statistisches Bundesamt, Genesis-Online (eigene Berechnung)
Weiterhin leichtes Geburtenplus
In den vergangenen zehn Jahren wurden in Köln stets mehr Kinder geboren als Menschen starben. Im Jahr 2020
standen 10 721 Geburten den 10 180 Sterbefällen gegenüber. Das bedeutete einen geringen sogenannten
Geburtenüberschuss von 541 Personen, der auf das Niveau zu Anfang der 2010er Jahre zurückging.
Ab 2014 stiegen die Geburten deutlich an bis zu einem Wert von fast 12 000 im Jahr 2016. Parallel dazu erhöhte
sich die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR), die angibt, wie viele (lebende) Kinder eine Frau vom 15. bis zum
49. Lebensjahr im Durchschnitt zur Welt bringt, auf ihren Höchststand von 1,40 Kinder je Frau. Seit dem Jahr 2017
ist eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Gleichzeitig sind die Sterbefälle 2020 erstmals seit Mitte der
1990er Jahre über 10 000 angestiegen. Das bedeutete eine Steigerung von vier Prozent verglichen mit dem Vor-
jahr 2019. Die Zahl der 2020 in Köln verzeichneten Sterbefälle lag über dem 10-Jahres-Durchschnitt in Höhe von
9 654.
Grafik 2: Geburten und Sterbefälle 2011 bis 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
1 Statistisches Bundesamt:https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/06/PD21_287_12411.html (abgerufen am
20.08.2021)
2020 2019 2011 2019 - 2020
in %
2011 - 2019
in %
Hamburg 1 852 478 1 847 253 1 718 187 0,3 7,5
Düsseldorf 620 523 621 877 589 649 -0,2 5,5
Essen 582 415 582 760 565 900 -0,1 3,0
Köln 1 083 498 1 087 863 1 013 665 -0,4 7,3
Dortmund 587 696 588 250 571 403 -0,1 2,9
Frankfurt am Main 764 104 763 380 676 533 0,1 12,8
Stuttgart 630 305 635 911 591 015 -0,9 7,6
München 1 488 202 1 484 226 1 364 920 0,3 8,7
Berlin 3 664 088 3 669 491 3 326 002 -0,1 10,3
Leipzig 597 493 593 145 510 043 0,7 16,3
Deutschland 83 155 031 83 166 711 80 327 900 0,0 3,5
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 6
Mehr Sterbefälle durch Corona?
Ein Grund für die höheren Sterbefälle im Jahr 2020 kann die Corona-Pandemie sein. In Grafik 3 sind die monatli-
chen Sterbefälle des Jahres 2020 im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2020 dargestellt. Die deutlichs-
ten prozentualen Abweichungen zum Durchschnitt gab es im April und im November (+13% beziehungsweise
+15%). Mit Blick auf die ebenfalls dargestellten Corona-Sterbefälle pro Monat wird ein möglicher Zusammenhang
deutlich, da auch diese Sterbefälle besonders im April und November deutlich angestiegen sind. Ein weiterer über-
durchschnittlicher Wert ist für den August zu beobachten. Deutschlandweit waren die Sterbefälle laut Statisti-
schem Bundesamt in diesem Monat um sechs Prozent erhöht im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2016 bis
2019. Da es im August extrem warm war und kaum Corona-Sterbefälle verzeichnet wurden, wird hier von ver-
mehrten Todesfällen im Zuge der Hitzewelle ausgegangen. 2
Grafik 3: Sterbefälle nach Monaten im Vergleich (2020 und Durchschnitt 2011-2020)
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
2 Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/10/PD20_399_12621.html (abgerufen am
20.08.2021)
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 7
Fortzüge überwiegen Zuzüge
Das letzte Jahrzehnt war in Köln durch teilweise deutliche Wanderungsgewinne geprägt, wie zum Beispiel in Folge
der Flüchtlingszuzüge in den Jahren 2015 und 2016. Aber auch bereits in den J ahren zuvor lagen die Zuzüge kon-
stant höher als die Fortzüge. In den letzten Jahren ebbte dieser Zuzugsüberschuss ab. Dennoch stellt das Jahr 2020
eine Besonderheit dar: Erstmals seit der Registerbereinigung im Jahr 2008 wurde ein negativer Wanderungssaldo
verzeichnet (-4 284). Die Zuzüge sanken um fast 9 000 gegenüber 2019 auf 48 139; ein Rückgang um
15,6 Prozent. Letztmals in den 1990er Jahren waren die Zuzugszahlen so niedrig. Gleichzeitig zogen 2020 aber
auch weniger Menschen als im Vorjahr aus Köln fort (-4 370 bzw. -7,7%). Die Mobilität der Bevölkerung ging dem-
nach im ersten Jahr der Corona-Pandemie sowohl bei den Zuzügen als auch bei den Fortzügen zurück.
Grafik 4: Wanderungen und Wanderungssaldo 2011 bis 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Deutlich weniger Zuziehende aus dem Ausland
Großen Anteil am Rückgang der Zuzugszahlen nach Köln hatten die ausländischen Zuziehenden: Ihre Zahl sank um
ein Viertel im Vergleich zu 2019 auf 17 037 (-6 171). Direkte Zuzüge aus dem Ausland sind prozentual betrachtet
noch stärker um mehr als ein Drittel (-36,5%) auf 10 648 (-6 110) (siehe Grafik 5) zurückgegangen. Diese Entwicklung
ist deutschlandweit zu beobachten, weil zeitweise die Grenzen für Zuziehende geschlossen waren : Im Jahr 2020
verzeichnete das Statistische Bundesamt einen Rückgang der Zuzüge nach Deutschland aus dem Ausland von rund
24 Prozent.3 Gleiches gilt für Nordrhein-Westfalen mit fast einem Viertel weniger Zuziehenden aus dem Ausland als
im Vorjahr. Betroffen war jede kreisfreie Stadt beziehungsweise jeder Kreis in NRW .
Der Anteil ausländischer Zuziehender an allen nach Köln Zuziehenden lag mit rund 35 Prozent in 2020 deutlich
unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (39,6%). Der Anteil der EU-Ausländer*innen an allen Zuziehenden
sank auf rund 13 Prozent (siehe Tabelle 2).
3 Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/06/PD21_306_12411.html (abgerufen am
20.08.2021)
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 8
Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre waren es über 16 Prozent. Die stärksten Zuzugsnationalitäten sind jedoch
auch in 2020 dieselben geblieben: Neben Türkinnen und Türken waren es aus dem EU-Ausland Staatsbürger*in-
nen aus Bulgarien, Italien, Rumänien und Polen, aber auch Menschen aus Syrien, Irak, Iran und Indien. In 2020 sind
mit knapp 800 Personen nur noch weniger als halb so viele polnische Zuziehende nach Köln gekommen wie im
Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Dies ist der stärkste Rückgang unter den größten Zuzugsnationalitäten in
Köln.
Grafik 5: Rückgang der Zuzüge in Prozent nach verschiedenen Gruppen 2019 bis 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Tabelle 2: Zuzüge nach Nationalität 2020 und im Zeitvergleich
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
absolut % absolut %
Deutschland 31 102 64,6 35 878 60,4
Ausland 17 037 35,4 23 495 39,6
davon
EU-Ausland 6 318 13,1 9 758 16,4
darunter
Bulgarien 1 169 2,4 1 492 2,5
Italien 915 1,9 1 331 2,2
Rumänien 802 1,7 1 207 2,0
Polen 797 1,7 1 845 3,1
Türkei 1 247 2,6 1 532 2,6
Sonstiges Europa 2 198 4,6 2 835 4,8
Asien 4 732 9,8 6 199 10,4
darunter
Syrien 791 1,6 1 099 1,9
Irak 777 1,6 1 080 1,8
Iran 653 1,4 681 1,1
Indien 511 1,1 669 1,1
Afrika 1 342 2,8 1 532 2,6
Amerika 1 047 2,2 1 386 2,3
Sonstige 153 0,3 255 0,4
gesamt 48 139 100,0 59 374 100,0
*rundungsbedingte Abweichungen in der Summenbildung
Nationalität 2020 Durchschnitt 2011-2020*
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 9
Weniger junge Zuziehende
Eine große Zuzugsgruppe nach Köln sind die 18- bis unter 30-Jährigen. Relativ gesehen betrug der Rückgang an
Zuzügen in dieser Altersgruppe im Jahr 2020 zwar „nur“ 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (siehe Grafik 5).
Absolut ging die Zahl der zuziehenden jungen Erwachsenen jedoch um rund 4 500 zurück, was mehr als die Hälfte
des Gesamtrückgangs der Zuzüge nach Köln ausmachte.
Tabelle 3: Zuzüge nach Nationalität und Alter 2020 und 2019
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Im Jahr 2019 hatten noch mehr als ein Drittel dieser zuziehenden jungen Erwachsenen eine andere Staats -
angehörigkeit als die deutsche (34%). Bis Ende 2020 sank dieser Anteil auf rund 28 Prozent: In 2020 gingen die Zu-
züge der ausländischen jungen Erwachsenen im Vergleich zu 2019 um fast ein Drittel besonders stark zurück
(-3 012), während es bei den deutschen 7,5 Prozent oder 1 513 Personen weniger waren, die 2020 nach Köln
zogen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass viele junge Menschen, die normalerweise zum Studium oder zum
Berufsstart nach Köln gezogen wären, dies im letzten Jahr nicht taten. Grafik 6 zeigt besonders für die Monate April
und Oktober (als normalerweise zuzugsstarke Semesteranfangsmonate) deutlich niedrigere Zuzugszahlen der
18- bis unter 30- Jährigen als im 10-Jahres-Durchschnitt. Die Zuzüge gingen um rund 72 Prozent im April
beziehungsweise 29 Prozent im Oktober zurück.
Grafik 6: Zuzüge der 18- bis unter 30-Jährigen nach Monaten im Vergleich (2020 und 2011-2020)
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
2020 2019 Differenz 2020 2019 D ifferenz 2020 2019 Differenz
unter 18 1 922 2 165 - 243 2 031 2 785 - 754 3 953 4 950 - 997
18 bis unter 30 18 707 20 220 -1 513 7 409 10 421 -3 012 26 116 30 641 -4 525
30 bis unter 45 6 874 7 435 - 561 5 374 6 959 -1 585 12 248 14 394 -2 146
45 bis unter 60 2 196 2 465 - 269 1 764 2 408 - 644 3 960 4 873 - 913
60 bis unter 75 874 908 - 34 367 531 - 164 1 241 1 439 - 198
75 und älter 529 606 - 77 92 104 - 12 621 710 - 89
zusammen 31 102 33 799 -2 697 17 037 23 208 -6 171 48 139 57 007 -8 868
gesamtDeutsche Ausländer*innen
Alter
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Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 10
Fortzüge auch in weiter entfernte Regionen von Nordrhein-Westfalen
Trotz des deutlichen Rückgangs der Zuzüge nach Köln aus dem Ausland (-36,5%) verzeichnete Köln durch
Wanderungsbewegungen zwischen Köln und dem Ausland auch im Jahr 2020 im Saldo die stärksten Zuwächse
(+5 236). Die Wanderungsbilanz mit der angrenzenden Wohnungsmarktregion 4 dagegen ist traditionell im Minus-
bereich. In den vergangenen Jahren verringerten sich zudem die Zuwächse im Saldo mit den übrigen Regionen in
Nordrhein-Westfalen. Verglichen mit den Durchschnittszahlen der letzten zehn Jahre gab es hier 2020 einen Rück-
gang um 75 Prozent auf nunmehr 1 117 Personen. Dieser rückläufige Trend zeichnete sich jedoch bereits seit dem
Nachlassen der Flüchtlingszuzüge 2017 ab. Insgesamt ergibt sich im Jahr 2020 in der Bilanz ein Minus von 4 773
Personen, die mehr aus Köln an einen anderen Ort in ganz Nordrhein -Westfalen (Wohnungsmarktregion und
übriges Nordrhein-Westfalen) zogen als umgekehrt von dort nach Köln kamen.
Tabelle 4: Wanderungssaldo nach Regionen 2020, 2019 und 2011- 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
4 Zur Wohnungsmarktregion gehören: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erftstadt,
Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid,
Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath, Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling, Wiehl, Zülpich
Region 2020 2019 Durchschnitt
2011-2020
Nordrhein-Westfalen -4 773 -3 313 949
davon
Wohnungsmarktregion Köln -5 890 -5 009 -3 573
übriges NRW 1 117 1 696 4 522
übriges Bundesgebiet 1 576 2 587 2 245
Ausland 5 236 8 880 9 744
unbekannt* -6 323 -7 940 -7 595
zusammen -4 284 214 5 343
*6 323 Personen sind nach unbekannt verzogen
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 11
Umzüge innerhalb Kölns auf Tiefststand
Neben den Zu- und den Fortzügen ist die Zahl der innerstädtischen Umzüge weiter zurückgegangen und auf
einem neuen Tiefststand angekommen: 60 445 Personen sind innerhalb Kölns umgezogen. Das sind nochmal fast
sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Die meisten Umzüge gab es mit fast 93 000 im Jahr 2004. Seitdem gehen
die Zahlen, mit leichten Ausreißern nach oben, zurück. Im Zusammenhang mit der Flüchtlingszuwanderung kam
es 2015 und 2016 wieder zu vermehrten Wohnortwechseln innerhalb der Stadt.
Grafik 7: Umzüge innerhalb Kölns 2001 bis 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Bevölkerungsentwicklung in den Stadtbezirken und Stadtteilen
Um 0,3 Prozent ging die Bevölkerungszahl zwischen 2019 und 2020 auf gesamtstädtischer Ebene leicht zurück.
Auch sieben der neun Kölner Stadtbezirke verzeichneten leichte Bevölkerungsrückgänge (siehe Karte 1): Die
Spanne reichte von einem leichten Bevölkerungswachstum von 0,3 Prozent (+318 Personen) in Ehrenfeld bis zu
einem Minus von 0,8 Prozent (-1 172 Personen) in Mülheim. Der starke Rückgang der Zuzüge von außerhalb der
Stadt in den Stadtbezirk Mülheim im Jahr 2020 führte zu einer Verdreifachung (+300%) der Wanderungsverluste
im Vergleich zum Vorjahr (-300 im Jahr 2019 auf -1 000 im Jahr 2020).
Unter den Stadtteilen erfuhr Fühlingen mit -2,8 Prozent den stärksten Bevölkerungsrückgang. Hier gab es ver-
stärkt Fortzüge über die Stadtgrenze hinaus; gleichzeitig sanken die Zuzüge aus anderen Kölner Stadtteilen deut-
lich von über 200 im Jahr 2019 auf etwa 100 im Jahr 2020. Ossendorf, am anderen Ende der Skala, verzeichnete ein
Wachstum von drei Prozent. In Ossendorf wurde viel gebaut. In die fertig gestellten Wohnungen sind im Jahr 2020
viele Kölnerinnen und Kölner aus dem übrigen Stadtgebiet gezogen.
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 12
Karte 1: Bevölkerungsentwicklung 2019 bis 2020 auf Ebene der Stadtteile und Stadtbezirke 5
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
5 Weitergehende Informationen: Kölner Stadtteilinformationen – Zahlen 2020: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statis-
tik/kleinraeumige-statistiken (abgerufen am 20.08.2021)
Kölner Statistische Nachrichten – 15/2021
Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 13
Abweichungen zwischen Prognosezahlen und tatsächlicher Entwicklung
Die aktuelle gesamtstädtische Bevölkerungsvorausberechnung bezieht sich auf den Zeitraum 2018 bis 2040;
kleinräumig auf Ebene der 86 Kölner Stadtteile beziehungsweise der neun Stadtbezirke geht sie bis 2030.6
Ausgangspunkt waren die tatsächlichen Bestandszahlen aus dem Jahr 2017. Für die Jahre 2018, 2019 und 2020
liegen zum jetzigen Zeitpunkt also Prognosezahlen ebenso wie tatsächliche Bestandszahlen vor, so dass ein
Abgleich von Prognosezahlen und tatsächlicher Entwicklung möglich ist.
Neben der städtischen Vorausberechnung gibt es eine gesamtstädtische Prognose für Köln (2018 bis 2039), die
vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Teil einer NRW-weiten Voraus-
berechnung herausgegeben wurde und die ein größeres Wachstums für Köln erwartet.7 Hinzu kommt eine
Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für den Zeitraum 2018 bis 2040. 8 Beide
beruhen auf derselben Methodik wie die Vorausberechnung der Stadt Köln .9 Die Annahmen über die zukünftige
Entwicklung der Komponenten (vor Allem der Wanderungen) variieren jedoch zwischen den Prognosen und sind
für die Unterschiede in den Ergebnissen verantwortlich.
Das bedeutet beispielsweise, dass das IT.NRW bis 2030 deutlich höhere Zuzugszahlen als die Stadt Köln annimmt,
verbunden mit einer geringeren Zahl an Fortzügen. Nach 2030 entsprechen sich die angenommenen Zuzugs -
zahlen annähernd, wohingegen die Stadt Köln ab diesem Zeitpunkt deutlich höhere Fortzugszahlen erwartet. 10
In Grafik 8 werden die Prognosezahlen der drei Vorausberechnungen für die Gesamtstadt mit den tatsächlichen
Bestandszahlen11 für die Stadt Köln in den Jahren 2018, 2019 und 2020 verglichen.
6 Veröffentlichung im Internet: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/bevoelkerung-und-haushalte (abgerufen am
20.08.2021). Da ungewiss ist, wie sich insbesondere die Zahl der Zu- und Fortzüge künftig entwickeln wird, werden die Annahmen der
Bevölkerungsvorausberechnung jährlich mit der tatsächlichen Einwohnerentwicklung abgeglichen.
7 Veröffentlichung im Internet: https://webshop.it.nrw.de/gratis/Z249%20201954.pdf (abgerufen am 20.08.2021)
8 Veröffentlichung im Internet: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/raumentwicklung/raumordnungsprog-
nose/2040/04-downloads.html?nn=2547954 (abgerufen am 20.08.2021)
9 Die Bevölkerung wird Jahr für Jahr fortgeschrieben (Kohorten-Komponenten-Methode). Hierfür werden Annahmen getroffen bezüglich
Zu- und Fortzügen, Geburtenhäufigkeit und Lebenserwartung.
10 Für die Erstellung der Bevölkerungsvorausberechnung der Stadt Köln findet bei der Berechnung der Wanderungen ein sogenannter „bottom-
up“-Ansatz Anwendung. Die absolute Zahl der Zuzüge und Fortzüge aus der Vergangenheit liegt spezifisch für Köln vor und die Annahmen über
ihre künftige Weiterentwicklung werden ausschließlich aufgrund dieser Größen bzw. ihrer Entwicklung im Referenzzeitraum (hier 2010-2017)
formuliert. Das IT.NRW hingegen verfolgt für die Außenwanderungen einen „top-down“-Ansatz. Das bedeutet, dass für die Wanderungen über
die NRW-Landesgrenzen aus/nach den übrigen Bundesländern sowie über die Bundesgrenzen für ganz NRW jeweils ein Wanderungsvolumen
festgelegt wird. Anhand eines Verteilungsschlüssels (geschlechts- und altersspezifische Verteilungsquoten, die aus einem Referenzzeitraum
abgleitet sind), wird dann diese Menge an Zu- und Fortzügen auf alle Kreise und kreisfreien Städte in NRW verteilt.
11 Im Idealfall sollten die Einwohnerzahl des IT.NRW und jene der Stadt Köln übereinstimmen. In der Realität weichen die Zahlen jedoch
voneinander ab. Diese Gegebenheit stellt allerdings kein Köln spezifisches Problem dar, sondern besteht ebenfalls in zahlreichen weiteren
Kommunen und basiert letztlich auf der Nutzung unterschiedlicher Datenquellen. Die amtliche Einwohnerzahl wird durch das IT.NRW
aufbauend auf der letzten verfügbaren Volkszählung fortgeschrieben. Die aktuelle Fortschreibung des Bevölkerungsstands basiert auf den
Ergebnissen des Zensus 2011. Auch das BBSR greift auf diese Zahlen zu. Bei den Bevölkerungsdaten der Stadt Köln handelt es sich hingegen um
einen stichtagsbezogenen Datenabzug aus dem Kölner Einwohnermelderegister.
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Bevölkerungsentwicklung 2020 – Weniger Zu- und Fortzüge während der Pandemie Seite 14
Während die Vorausberechnung der Stadt Köln im Jahr 2018 die tatsächlichen Zahlen um etwa 1 400 Personen
unterschätzte, überschätzte sie sie im Jahr 2019 leicht um rund 500 Personen (+0,05%). Auf gesamtstädtischer
Ebene wurde bis dahin somit die tatsächliche Entwicklung gut getroffen. Im Jahr 2020 erhöhte sich die Über-
schätzung der Bevölkerungszahl durch die Prognose. Die Differenz lag nun bei fast 8 000 Personen beziehungs-
weise bei +0,7 Prozent. Grund hierfür ist der Wanderungssaldo, der in der Prognose um ein Plus von fast 6 500 zu
hoch angesetzt ist. Der starke Rückgang der tatsächlichen Zuzugszahlen im ersten Jahr der Corona-Pandemie
2020 wurde bereits weiter oben beschrieben.
Grafik 8: Vergleich zwischen Prognose und tatsächlichem Bevölkerungsbestand in Köln -
Stadt Köln, IT.NRW und BBSR (Bevölkerung mit Hauptwohnsitz 12)
Quelle: Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW); Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR Bonn);
Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (eigene Darstellung)
Beim IT.NRW dagegen erhöhte sich in der eigenen Vorausberechnung die Überschätzung der tatsächlichen
Entwicklung von 2018 (+0,5%) zu 2019(+1,2%) und 2020 (+2,5%) immer stärker. Für diese Jahre hat das IT.NRW
deutlich höhere Zuzugsgewinne angenommen als tatsächlich zu verzeichnen waren. Ähnlich, wenn auch auf
niedrigerem Niveau, entwickelte sich in diesen drei Jahren die Differenz der Vorausberechnung des BBSR zu den
tatsächlichen Bestandszahlen (+0,3% in 2018 auf +0,7% in 2019 und +1,5% in 2020).
12 Die im übrigen Bericht verwendeten Zahlen für Köln beziehen sich auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Haupt- und Nebenwohnsitz).
Für die Bevölkerungsprognose wird die Bevölkerung mit Hauptwohnsitz verwendet, um eine Vergleichbarkeit mit externen Prognosen herzu-
stellen.
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Deutlichere Abweichungen auf Stadtbezirksebene
Auf gesamtstädtischer Ebene lag die Abweichung zwischen den Prognosezahlen der Stadt Köln und den tat -
sächlichen Bestandszahlen 2020 bei +0,7 Prozent. Beim Blick auf die neun Kölner Stadtbezirke (siehe Grafik 9) ist
Ehrenfeld der einzige Stadtbezirk, der in der Prognose im Jahr 2020 leicht unterschätzt wurde (um rund 300
Personen, -0,3%). Er ist neben Lindenthal auch der einzige Stadtbezirk ohne einen Rückgang der Bevölkerungszahl
im Jahr 2020. Am stärksten wird der Stadtbezirk Kalk von der städtischen Prognose im Jahr 2020 mit rund zwei
Prozent überschätzt. Das entspricht fast 2 300 Einwohner *innen.
Grafik 9: Vergleich zwischen Prognose und tatsächlichem Bevölkerungsbestand auf Stadtbezirksebene 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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Anhang
Tabelle A1: Die 25 Nationalitäten mit den meisten Zuzügen 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Tabelle A2: Wanderungen nach Altersgruppen
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Nationalität Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo
Türkei 1 247 1 530 - 283
Bulgarien 1 169 910 259
Italien 915 1 022 - 107
Rumänien 802 790 12
Polen 797 984 - 187
Syrien 791 617 174
Irak 777 576 201
Iran 653 381 272
Indien 511 508 3
Spanien 436 369 67
Albanien 372 267 105
China (VR) 362 495 - 133
Frankreich 312 267 45
Kroatien 306 260 46
Afghanistan 305 166 139
Russland 301 273 28
Serbien 292 307 - 15
Griechenland 282 289 - 7
Großbritannien 251 195 56
Ukraine 251 149 102
Marokko 244 159 85
Bosnien und Herzegowina 230 240 - 10
USA 230 275 - 45
Portugal 215 206 9
Bangladesch 212 113 99
unter 18 3 953 4 950 5 827 6 815 7 453 6 552 -2 862 -2 503 - 725
18 bis unter 30 26 116 30 641 31 115 19 291 21 176 20 514 6 825 9 465 10 600
30 bis unter 45 12 248 14 394 14 866 17 049 18 235 17 252 -4 801 -3 841 -2 386
45 bis unter 60 3 960 4 873 5 380 5 815 6 271 6 283 -1 855 -1 398 - 903
60 bis unter 75 1 241 1 439 1 507 2 243 2 396 2 245 -1 002 - 957 - 739
75 und älter 621 710 679 1 210 1 262 1 184 - 589 - 552 - 505
zusammen 48 139 57 007 59 374 52 423 56 793 54 030 -4 284 214 5 343
2020 2019 Durchschnitt
2011-2020
Alter
Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo
2020 2019 Durchschnitt
2011-2020 2020 2019 Durchschnitt
2011-2020
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Tabelle A3: Wanderungen nach Herkunfts- und Zielregionen 2020
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Nordrhein-Westfalen 24 421 29 194 -4 773
davon
Wohnungsmarktregion Köln 9 388 15 278 -5 890
übriges NRW 15 033 13 916 1 117
übriges Bundesgebiet 13 070 11 494 1 576
Ausland 10 648 5 412 5 236
unbekannt* - 6 323 -6 323
zusammen 48 139 52 423 -4 284
*6 323 Personen sind nach unbekannt verzogen
Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln SaldoRegion
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Willy - Brandt- Platz 2
50679 Köln
Telefon: (0221) 221 - 21882
Telefax: (0221) 221 - 21900 oder 28493
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Internet: www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726
© Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/15/0/xx.xxxx
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3343/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.09.2021
- Erstellt
- 20.09.2021 10:40