1097/2018
Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2017-2018 für wohnunglose Bürgerinnen und Bürger durch das Amt für Soziales und Senioren
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/502/7 Vorlagen-Nummer 08.05.2018 1097/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 17.05.2018 Gesundheitsausschuss 12.06.2018 Dokumentation der Winterhilfeaktivitäten 2017-2018 für wohnunglose Bürgerinnen und Bürger durch das Amt für Soziales und Senioren Die Sozialverwaltung hat auch in diesem Winter in Kooperation mit den freien Trägern der Woh- nungslosenhilfe zusätzliche Hilfeangebote bereitgestellt, um wohnungslose Menschen vor dem Erfrie- rungstod zu schützen. Aufgrund der Temperaturen starteten die Kältegänge kurz vor Weihnachten am 18.12.2017. Die zu- sätzliche ordnungsbehördliche Notschlafstelle wurde ab dem 30.11.2017 angeboten. Nach einer län- ger anhaltenden Kälteperiode mit deutlichen Minustemperaturen und teilweisem Schneefall, beson- ders in den Monaten Februar bis Ende März, endeten alle Winterhilfeangebote am 09.04.2018. Das ganzjährige Unterbringungsangebot für Wohnungslose wurde für die Winterhilfe wie folgt erwei- tert: Kapazitätserweiterung der Übernachtungsplätze in den vorhandenen Notschlafstellen Ergänzend zu den ganzjährigen Notschlafstellen wurden zusätzlich vier Plätze für Frauen bereitge- stellt, davon zwei beim Sozialdienst katholischer Frauen e.V. und zwei bei der Diakonie Michaels- hoven e.V. Die Plätze beim SkF waren durchgehend, die Plätze bei der Diakonie Michaelshoven zu zwei Dritteln belegt. Vier Plätze für Wohnungslose mit Tieren wurden über das Amt für Wohnungswesen durch den Inter- nationalen Bund angeboten. Während der Kälteperiode wurden diese Plätze aufgrund der großen Nachfrage um zwei weitere Plätze für Menschen mit Hunden erweitert. Hotline Seit vielen Jahren betreibt der Träger „Haus Rupprechtstraße Köln gGmbH im Rahmen der Winterhil- fe eine 24-Stunden Hotline für Bürgerinnen und Bürger. Unter dieser Telefonnummer können woh- nungslose Personen gemeldet werden, die bei Minustemperaturen im Freien schlafen. In dem Zeitraum vom 01.11.2017 bis zum 09.04.2018 gingen ca. 500 Anrufe bei der Hotline ein, dop- pelt so viele wie im Vorjahr. Dies ist möglicherweise auf eine große Anzahl von Pressemitteilungen zu Beginn des Winters zurückzuführen, die die Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Obdachlose“ sen- sibilisiert haben. Bei den Anrufen wurden Personen an verschiedenen Plätzen im Kölner Stadtgebiet gemeldet, zusätzlich ging es um allgemeine Fragen zur Winterhilfe und um Anfragen zu Kleiderspen- den. Kältegänge Die Kältegänge wurden in Kooperation mit den Trägern der Wohnungslosenhilfe, des Amtes für öf- fentliche Ordnung sowie dem Amt für Soziales und Senioren durchgeführt. Hierbei wurden wohnungs- lose Menschen auf der Straße aufgesucht, um sie zu informieren und in Hilfe- und Unterbringungsan- gebote zu vermitteln. Im Zeitraum vom 18.12.2017 bis zum 20.03.2017 wurden insgesamt 14 Kältegänge durchgeführt. 2 (Vorjahr 2016/2017: 36 Kältegänge). Trotz längerer Kälteperioden waren in diesem Jahr weniger Käl- tegänge notwendig, da die Sozialverwaltung seit Juli 2017 das Angebot für Wohnungslose um zwei Streetworker ausgeweitet hat (Träger: Benedikt Labre e.V. und Diakonie Michaelshoven). Die Street- worker sind täglich unterwegs und im regen Austausch mit den wohnungslosen Menschen auf der Straße und konnten einem großen Teil der Bürgermeldungen nachgehen. Ebenso suchten auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Amtes für öffentliche Ordnung vermehrt Plätze in den Außenbe- zirken Kölns auf. Insgesamt wurden in diesem Winter 184 Plätze aufgesucht und dabei 137 Personen angetroffen. Bei den Personen kann es sich um Dopplungen handeln. Dabei wurden 82 % Männer und 18 % Frauen angetroffen. Aus dem südosteuropäischen Raum kamen 48 Personen, davon 15 aus Rumänien, 16 aus Polen, 3 aus Russland, 2 aus Bulgarien und je 1 wohnungsloser Mann aus Ungarn/ der Slowakei. 10 weitere Personen kamen aus dem südosteuropäischen Raum ohne Angaben ihrer Nationalität. Ordnungsbehördliche Unterbringungen Im Rahmen des Ordnungsbehördengesetzes stellte die Sozialverwaltung, Fachstelle Wohnen, in Ko- operation mit dem SKM Köln e.V. ab dem 30.11.2017 zusätzliche Unterbringungskapazitäten in der Vorgebirgsstr. 22 in der Kölner Südstadt zur Verfügung. Am ersten Tag der Winterhilfe übernachteten bereits 38 Personen in der Vorgebirgsstraße. Die An- zahl der Übernachtungsgäste stieg in den darauffolgenden Tagen stetig und bis Mitte Januar auf durchschnittlich 100 Personen an. In der Spitze nutzten 151 Personen das niederschwellige ord- nungsbehördliche Angebot. Die Gesamtzahl der Übernachtungsgäste belief sich auf insgesamt 756 unterschiedliche Personen. Hiervon waren 92 Personen Frauen. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1097/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 08.05.2018
- Erstellt
- 09.04.2018 08:39