SV-2006/0033
Große Anfrage der CDU-Fraktion vom 10. November 2007 betr. Sachstand Vorbereitungen Wissenschafts- und Kongresszentrum / Kongresshotel
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SV-2006/0033
8649 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2006/0033
Große Anfrage der CDU-Fraktion vom 10. November 2007 betr. Sachstand
Vorbereitungen Wissenschafts- und Kongresszentrum / Kongresshotel
CDU-Stadtverordnetenfraktion • Steubenplatz 12 • 64293 Darmstadt
10.11.2006
Große Anfrage
„Sachstand Vorbereitungen Wissenschafts- und Kongresszentrum / Kongresshotel“
Nachdem weder die Magistratsvorlage zur Gestaltung des Umfelds des Kongresshotels,
noch die Sitzung des Planungs-, Bau- und Verkehrsausschusses Aufschlüsse über
verschiedene wichtige Aspekte gebracht hat, fragen wir den Magistrat:
1. Warum wird die verkehrliche Anbindung des Kongresshotels bisher nicht im
erforderlichen Umfang berücksichtigt, so wie das bei einem „Premium-Produkt“
erforderlich ist. Nicht nur, dass dies für die Funktionsfähigkeit eines Kongress-Hotels
von elementarer Bedeutung ist, sondern auch Image prägend für das
Gesamtangebot des Kongress-Standortes Darmstadt ist und letzten Endes über die
Zufriedenheit der Kunden und Besucher entscheidet?
2. Warum gibt es keinen Taxi-Haltestand, keine Bushaltemöglichkeit und außer einer
„Bedarfsvorfahrt“ für „besonders wichtige Gäste“ keine reguläre Hotelvorfahrt, wie
das bei jedem 3-Sterne plus-Hotel in Mitteleuropa üblich ist?
3. Wie ist das bislang anvisierte „Andienungskonzept“ mit den betroffenen
Verkehrsträgern DADINA, HEAG Mobilo und dem Taxigewerbe abgestimmt und wird
es von ihnen akzeptiert?
in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Steubenplatz 12
64293 Darmstadt
Tel. 0 61 51 / 17 12 18
Fax 0 61 51 / 17 12 19
Internet: www.cdu-darmstadt.de
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4. Wenn die Aussage des Baudezernenten wirklich ernst zu nehmen ist, dass maximal
bis zu zwei Busse auf dem Haltestreifen am Karolinenplatz die Busanbindung des
Kongresshotels darstellen sollen, fragt es sich:
a. Hält der Magistrat diese Lösung für ausreichend und geeignet?
b. An welcher Stelle wird eine ausreichende Anzahl von Busparkplätzen
ausgewiesen?
c. Welche Maßnahmen zur Verkehrsführung vor Ort werden dazu konzipiert, die
Busfahrer entsprechend zu informieren und zu lotsen?
5. Hält es der Magistrat für eine optimale Lösung, wenn mit dem Bus anreisende
Hotelgäste selbst bei extremen Witterungsverhältnissen mit Gepäck über den
Karolinenplatz und sein Kopfsteinpflaster, Treppen u. ä. vom Bus zum Hotel
gelangen müssen?
6. Ist die im Bauausschuss vorgebrachte Aussage zutreffend, dass die Hotelgäste im
Kongresszentrum nebenan einzuchecken hätten und dann über einen unterirdischen
Verbindungsgang zum Hotel gelangen?
a. Betrachtet der Magistrat dieses Verfahren als üblich und zweckmäßig?
b. Sieht der Magistrat solche „Angebots-Elemente“ als dienlich an, das
Kongresszentrum als „Premium-Produkt“ zu positionieren?
7. Wie wird der Andienungs- LKW-Verkehr zum Kongresszentrum geregelt,
insbesondere bei Veranstaltungen, die Messeauftritte beinhalten.? In diesem Falle ist
in relativ kurzer Zeit mit einer Vielzahl von LKW zu rechnen, die üblicherweise in
einer Warteschleife auf Auf- bzw. Abbau warten. Wo können diese Fahrzeuge sich
aufstellen, ggf. parken ohne den Verkehr rund um das Kongresszentrum lahm zu
legen?
8. Trifft die Aussage zu, dass lediglich die Müllabfuhr über die Hochschulstraße
abgewickelt wird und jedwede andere Andienung und Beschickung des
Kongresshotels über die Tiefgarage erfolgen soll?
9. Wie sind das Kongresshotel und das Kongresszentrum während innerstädtischer
Großveranstaltungen wie dem Heinerfest, dem Schlossgrabenfest, den Flohmärkten
und diversen anderen Veranstaltungen auf dem Karolinenplatz verkehrlich
angebunden?
a. Wie ist die Zufahrt zur Tiefgarage gewährleistet?
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b. Wo können Busse und Andienungs-LKW zum Kongresszentrum gelangen,
halten und parken?
c. Führt dies nicht zwangsläufig zu einer zusätzlichen Belastung der ohnehin
stark belastenden Alexanderstrasse sowie den Seitenstrassen des
Martinsviertels?
10. Welche Pläne gibt es zur ÖPNV-Anbindung des Kongresshotels und des
Kongresszentrums und wann wird dazu ein belastungsfähiges Konzept vorgelegt?
11. Wie ist die Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Kongresszentrum geplant,
insbesondere:
a. Wie wird sichergestellt, dass funktionierende Anschlüsse an Fernzüge oder
die S-Bahn aus Frankfurt hergestellt werden?
b. Sind entsprechende Verkehrsleistungen geplant und werden diese ggf. beim
RMV bestellt?
c. Wie sieht die Finanzierung dazu aus?
12. Welche Vorbereitungen werden getroffen, um bei Großveranstaltungen regionale
Sonderverkehre zu organisieren?
a. Wurde darüber bereits mit DADINA und RMV gesprochen? Wenn ja, mit
welchem Ergebnis, wenn nein, warum nicht?
b. Wie erfolgt die Planung und Abstimmung mit den Kongress-Veranstaltern?
13. Welche Rolle wird der Airliner, als wichtiger Zubringer zum Flughafen Frankfurt,
spielen?
a. Wird es eine Airliner-Haltestelle am Kongresszentrum geben oder wie ist die
Anbindung alternativ geplant?
b. Sind bereits entsprechende Gespräche zur Fahrplananpassung mit DADINA
bzw. HEAG Mobilo geführt worden?
c. Welche Informationsmedien wird es am Flughafen geben?
14. Wie weit sind die Vorstellungen zu der Haltestelle Kongress-Zentrum gediehen?
a. Verfolgt der Magistrat noch immer die Idee einer reinen Bedarfshaltestelle
oder soll in unmittelbarer Nähe eine repräsentative Haltestelle entstehen, die
dem Gesamt-Ensemble gerecht wird?
b. Wie wird gewährleistet, dass diese Haltestelle in den RMV-Informationen
sowohl im Druck als auch im Internet erscheint?
c. Gibt es dazu bereits Planungen, wenn ja wie sehen diese aus, wenn nein,
warum nicht?
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d. Wann werden sich die betroffenen Gremien damit befassen?
e. Wann soll die bauliche Umsetzung erfolgen?
f. Ist die Finanzierung geregelt?
g. Wird es ausreichend Fahrgastunterstände und Informationsmedien geben?
h. Wie ist die Querung des dreispurigen Cityrings vorgesehen?
i. Wie wird Betrieb und Vertrieb bei Großveranstaltungen im Kongresszentrum
organisiert?
15. Sind mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund Verhandlungen aufgenommen worden,
ein Kongress- bzw. KombiTicket zu entwickeln?
a. Wenn ja, zu welchem Ergebnis haben diese Gespräche geführt, wenn nein,
warum nicht?
b. Wie sieht die Finanzierung dazu aus?
c. Werden die Leistungen bereits in die Kongressleistungen eingepreist bzw. wie
geht man aktuell in Verhandlungen mit Kongresskunden zu diesem Thema
um?
16. Welche Vorstellungen gibt es zu einem Leit- und Informationssystem in der Stadt zur
Führung des Individualverkehrs? Wird dabei berücksichtigt, dass Kongress-
Veranstalter Anforderungen nach Eigenpräsentation haben, so wie das in anderen
Messe- und Kongress-Städten üblich ist?
17. Nach den derzeitigen Planungen sollen die Kongressbesucher, die mit dem Taxi und
PKW anreisen über die Tiefgarage zum Hotel gelangen.
a. Nachdem Darmstadts Gäste künftig als erstes eine Tiefgarage wahrnehmen
werden, sollte diese zumindest eine Visitenkarte darstellen. Welche
Überlegungen und Entwürfe gibt es, damit der unterirdische Bereich dem
hohen gestalterischen Anspruch gerecht wird, der für den gesamten Komplex
adressiert wird?
b. Wie sehen die konkreten Pläne dazu aus oder ist dort nur die übliche
Tiefgaragenoptik vorgesehen?
c. Welche Leit- und Informationssysteme sind vorgesehen?
18. Wie weit sind die Aktivitäten gediehen, die weiteren Rahmenbedingungen des
Kongressstandortes Darmstadt weiter zu entwickeln.
a. Wird das Angebot und die Qualität des Hotel- bzw. Gastronomieangebotes als
ausreichend angesehen?
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b. Welche weitergehenden Angebote und Produkte sind entwickelt worden, um
den Kongressbesuchern ein attraktives Rahmenprogramm (Kultur,
Unterhaltung, Shopping etc.) anzubieten.
19. Mit Blick auf den Fertigstellungs- und Eröffnungstermin des Kongresszentrums sind
offensichtlich noch viele Detailfragen zu klären.
a. Welche notwendigen organisatorischen Voraussetzungen hat der Magistrat
geschaffen, um die Aktivitäten zeitgerecht umzusetzen?
b. Gibt es einen integrierten Masterplan, der die einzelnen Aktivitäten beinhaltet
und ihre Abhängigkeiten berücksichtigt, so dass eine zielgerichtete
Umsetzung ermöglicht wird?
c. Sind ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt, um die noch notwendigen
Maßnahmen zügig in Angriff zu nehmen und rechtzeitig fertig zu stellen?
d. Wie geht man derzeit in aktuellen Akquisegesprächen mit potentiellen
Interessenten mit den ungeklärten Fragen um?
Helmut Schmidt
Hans Wegel
Peter Mayer
Walburga Jung
Ludwig Achenbach
Ctirad Kotoucek Rafael Reißer MdL
Stadtverordnete Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (2)
Orte (4)
- Hochschulstraße
- Alexanderstraße
- Steubenplatz 12
- Karolinenplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2006/0033
- Typ
- Große Anfragen
- Datum
- 10.11.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00