SV-2010/0061
Antrag der Fraktion Bü 90/Grüne vom 27.09.2010 betr. Kündigung Maximail GmbH & Co. KG
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SV-2010/0061
2538 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2010/0061
STADTVERORDNETENFRAKTION DARMSTADT
LAUTESCHLÄGERSTRASSE 38 64289 DARMSTADT
TELEFON: 0 61 51/6 14 30 TELEFAX: 0 61 51/6 14 01
E-MAIL: FRAKTION@GRUENE-DARMSTADT.DE
27. SEPTEMBER 2010
ANTRAG
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Stadt Darmstadt kündigt zum nächst möglichen Zeitpunkt bestehende Auftragsverhältnisse mit der
Maximail GmbH & Co. KG bezüglich der Zustellung von Briefsendungen, nimmt die Dienstleistungen
der Maximail GmbH & Co. KG bis auf weiteres nicht mehr in Anspruch und beauftragt ein anderes
Unternehmen mit der Postzustellung.
Begründung:
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 18. März 2010 eine Resolution beschlossen, die die Stadt
auffordert, sich gegenüber der Maximail GmbH & Co. KG dafür einzusetzen, dass Arbeitsplätze der
Postzusteller ihrer Tochter, der Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG, im Angestelltenverhältnis
erhalten bleiben und keine Umwandlung in ein Agenturverhältnis erfolgt. Andernfalls sollte die weitere
Zusammenarbeit mit der Maximail GmbH & Co. KG überprüft werden.
Leider hatte die Intervention der Stadt keinen Erfolg. Die Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG ist
insolvent; ein Großteil der ArbeitnehmerInnen verlor den Arbeitsplatz; etwa 35 ehemals bei der
Maximail Postzustellung GmbH & Co. KG Beschäftigte wurden zu schlechteren Bedingungen von
einer neu gegründeten GmbH (Letter Logistics) eingestellt.
Die Stadt Darmstadt ist unmittelbar von diesen Vorgängen betroffen. Zum Einen, da mit der
Veränderung der Arbeitsverhältnisse auch die Arbeitsabläufe geändert wurden, womit sich, wie dies
der Oberbürgermeister bereits feststellte, auch die Qualität der Postzustellung verschlechtert hat. Die
Stadt muss aber in ihrem Briefverkehr mit Bürgern und Unternehmen eine absolut zuverlässige,
pünktliche und das Briefgeheimnis achtende Postzustellung gewährleisten. Zum Anderen, da die
Stadt die von Arbeitslosigkeit Betroffenen oder nun als Niedriglöhner oder Scheinselbständige
arbeitenden ehemaligen Beschäftigten mit sozialen Leistungen unterstützen muss.
Die Stadt ist deshalb angehalten, dem Beispiel anderer Kommunen im Umkreis zu folgen und sich
andere Auftragnehmer zu suchen als die Maximail GmbH & Co. KG, insbesondere solche, die
sozialversicherungspflichtige und tarifvertraglich gesicherte Arbeitsplätze und hohe Qualität der
Postzustellung bieten.
Ellen Schüßler Brigitte Lindscheid
Joachim Reus (Fraktionsvorsitzende)
(Stadtverordnete)
Beratungsverlauf (3)
Orte (1)
- Lauteschlägerstraße 38
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2010/0061
- Typ
- Antrag
- Datum
- 28.09.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00