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AN/0455/2024

Änderungsantrag der Fraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen "Machbarkeitsstudie Verlängerung Stadtbahn"

Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat 14.03.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 7 (Porz), Sitzung am 14.03.2024

Änderungantrag CDU, SPD und Grüne _Machbarkeitsstudie Verlängerung Stadtbahn_

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Änderungantrag CDU, SPD und Grüne _Machbarkeitsstudie Verlängerung Stadtbahn_

11043 Zeichen

in der Bezirksvertretung Köln-Porz, Bezirksrathaus, Friedrich-Ebert-Ufer 64-70, 51143 Köln 
 
Gleichlautend:  
Frau Bezirksbürgermeisterin         
Sabine Stiller          
Friedrich-Ebert-Ufer 64 - 70 
51143 Köln 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
Rathaus   
50667 Köln  
Köln-Porz, den 13.03.2024 
 
Änderungsantrag zur Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 14.03.2024 
 
hier: TOP 7.2 
Machbarkeitsstudie Verlängerung Stadtbahn  
 
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die nächste Tagesordnung zu setzen:  
 
Beschluss: 
 
Die Bezirksvertretung Porz stellt den Beschluss zur Vorlage 4114/2023 „Machbarkeitsstudie Verlänge- 
rung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum Deutzer Bahnhof“ zurück und bittet, der Bezirksvertre- 
tung Porz vor einer Beschlussfassung die in der Sitzung am 14.03.2024 gestellten Fragen zu beantwor- 
ten. 
Die nachfolgenden Gremien werden ebenfalls gebeten, jegliche Beschlussfassung aufzuschieben, bis 
die Fragen umfassend beantwortet sind und die Bezirksvertretung Porz einen Beschluss gefasst hat. 
Weiterhin bekräftigt die Bezirksvertretung Porz Ihre Forderung nach einer direkten Verknüpfung von 
Porz (heute Linie 7) zum Deutzer Bahnhof. Die Option einer direkten Verknüpfung von Porz (heute Li- 
nie 7) zum Deutzer Bahnhof wird nicht aufgegeben. Daher soll ergänzend der bisher nicht in der Mach- 
barkeitsstudie untersuchte Lösungsansatz einer gradlinigen Verbindung von Porz kommend in den 
Stadtbahntunnel zum Deutzer Bahnhof ebenfalls ohne Vorbehalte untersucht werden. 
 
Außerdem soll die Verwaltung Auskunft darüber geben, warum für die Studie folgende Aufträge des 
Rates der Stadt Köln in der Machbarkeitsstudie nicht behandelt wurden:  
 
Gesamtnetzbetrachtung 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=703230&type=do 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0053.asp?__kvonr=84550  
 
Verbesserung und Ergänzung der rechtsrheinischen Stadtbahnanbindung 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=95795 
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=776361&type=do

- 2 - 
Zudem bittet sie um Auskunft und eventuelle Nachberechnungen zu den folgenden einzelnen Kommen- 
tierungen der ARGE Rechtsrheinische Niederflurstraßenbahn zu der Studie (Fragen 1-7) sowie weiterer 
Fragen: 
 
1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße  und Abfahrt von der Deutzer Brücke ist für 
eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. Heute schon gibt es eine Ampelphase für 
den Autoverkehr von Nord (Mindener Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 
 
1. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn au f der Fahrbahn als Straßenbahn 
 
2. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei we niger Autoverkehr machbar 
 
3. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opla dener Straße + Verlegung des eigenen 
Bahnkörpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen 
 
4. Rechtsrheinisches Niederflurnetz 
 
5. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn für den Korridor Porz-Poll-
Innenstadt. 
 
6. Mit etwas 7000 Fahrgäste/Tag auch relevantes Auf kommen in/aus Richtung des Deutzer Bahn- 
hofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: Verbesserung der Anbindungsqualität. 
 
7. Möglichkeit der Realisierung einer rechtsrheinis chen Stadtbahnverbindung z.B. von Porz bis 
Flittard 
 
8. Untersuchung eines Worst-Case-Szenarios und Konz epte zur Aufrechterhaltung einer komfor- 
tablen ÖPNV-Anbindung des SB7, wenn z.B. die Deutzer Brücke längerfristig für den Stadt- 
bahnverkehr oder sogar komplett gesperrt werden muss (siehe Mülheimer Brücke) 
 
9. in diesem Zusammenhang auch: Möglichkeit der Anb indung einer Stadtbahn von der Siegbur- 
ger Straße aus über den Gotenring? Siehe Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, 
AN/2146/2023 
 
10. mögliche Nutzung der Hafenbahntrasse für eine rechtsrheinische Stadtbahnverbindung, siehe 
Beschluss der BV7 vom 30.11.2023, TOP 8.9, AN/2146/2023 
 
11. wie wird sichergestellt, dass die Linie 8 nicht ebenso wie die Linie 7 in den Verkehrsspitzen im 
Stau stecken bleibt und damit die Fahrzeit für die ÖPNV-Nutzer einfach nur verlängert? 
 
12. wie wird darüberhinaus sichergestellt, dass die Linie 8 dauerhaft von Porz aus eingesetzt wird 
und nicht irgendwann wie “kassiert” wird wie bei letzten Mal, zumal es verkehrstechnisch keine 
andere Situation gibt?  
 
13. wie kann der ÖPNV auf der Siegburger Straße beschleunigt werden? 
 
14. Wie sieht es mit einer zusätzlichen Expressbuslinie vom Deutzer Bahnhof über die Siegburger 
Straße über Hst Salmstraße bis zur Siedlung Poller Damm / Kreuzau aus? 
 
15. Können zur Mikroerschließung der Wohngebiete überhaupt Gelenkbus eingesetzt werden? 
 
16. ist ein Busverkehr mit zwei Buslinien (150 und 159) im Zweirichtungsverkehr im Bereich von Alt-
Poll (Poller Hauptstraße) überhaupt möglich?

- 2 - 
17. da die Machbarkeitsstudie weder Aussagen zu den Kosten, noch zu den Planungs- und Bau- 
kosten enthält: Innerhalb welcher möglichen Zeitfenster sind die einzelnen Varianten umsetzbar 
und wie teuer wird ihre Umsetzung möglicherweise werden? 
 
Nach Beantwortung der Fragen erwarten die Mitglieder in der anschließenden, zur Beschlussfassung 
angedachten Sitzung der BV Porz für eventuelle Detail- oder Rückfragen die Anwesenheit von moder- 
ne Stadt, KVB und dem Fachplaner Vössing. 
 
Begründung: 
 
Die direkte Verbindung zwischen den Strecken der Li nie 7 und den Linien 1 und 9 ist die plausibelste 
Lösung. Diese gab es bereits vor dem Bau der U-Bahn im weiteren Streckenverlauf.  
 
Die heutigen Radien mit entsprechenden Überhöhungen in der Kurve auf der Linie 1 und 9 bei der Brü- 
ckenabfahrt von der Deutzer Brücke und den angeblic h betrieblich erforderlichen Geschwindigkeiten 
von 50 km/h in der Kurve sprechen aus Sicht der Sta dt gegen eine solche Lösung. Tatsächlich sind 
solche Geschwindigkeiten aber in der Praxis nicht z u erzielen, da sich die Haltestelle Deutzer Freihei t 
der Linien 1 und 9 unmittelbar hinter dieser Kurve befindet. Und mögliche negative Komfortauswirkun- 
gen bei ebenerdiger Gleisführung sind deutlich geri nger zu gewichten als der „Komfort“ einer direkten 
Anbindung von Porz und dem Neubaugebiet Deutzer Hafen an den Deutzer Bahnhof.  
 
Die Machbarkeitsstudie muss daher um eine vorurteil sfreie Untersuchung dieser Variante erweitert 
werden. 
 
 
 
Ebenerdige Gleisführung an der Deutzer Brücke vor dem U-Bahn Ausbau 
(Quelle: Samba-Express)

- 2 - 
In diesem Zusammenhang muss auch die Fragestellung nach der Realisierung einer rechtsrheinischen 
Gürtelstrecke betrachtet werden. Hierzu hat die ARG E Rechtsrheinische Niederflurstraßenbahn eine 
Kommentierung der Nicht-Machbarkeitsstudie Verlängerung der Stadtbahn vom Deutzer Hafen bis zum 
Deutzer Bahnhof mit folgenden Fragestellungen erste llt, deren Beantwortung durch die Verwaltung wir 
erwarten. 
 
1. Die Kreuzung Siegburger Straße / Mindener Straße und Abfahrt von der 
Deutzer Brücke ist für eine oberirdische Straßenbahn problemlos machbar. 
Heute schon gibt es eine Ampelphase für den Autoverkehr von Nord (Mindener 
Straße) nach Süd (Siegburger Straße) 
 
2. Auf der Mindener Straße fährt die Straßenbahn auf der Fahrbahn als Straßenbahn 
Die Gutachter planen mit einem eigenen Gleiskörper, der umfangreiche Eingriffe 
bedeutet und damit die Leistungsfähigkeit des Autoverkehrs einschränkt. 
Wir lassen die Stadtbahn auf der Mindener Straße im Abschnitt Fußgängerbrücke 
und Deutzer Freiheit auf der Fahrbahn mit dem geringen Autoverkehr nach 
Siegburger Straße/Poll fahren. 
In Richtung Bahnhof Deutz kann die Stadtbahn auf der linken Fahrspur mitfahren 
(wie auf dem Lindenthalgürtel die Linie 13). Danach wird ein Teil des langen 
Linksabbiegers Auenweg genutzt, bevor nach der Rampe der breite Grünstreifen 
genutzt werden kann. Somit bleiben mindestens 2 Autospuren auf der Mindener Straße Richtung Deut- 
zer Bahnhof kann die Stadtbahn mit ca 10m zur Verfügung. 
 
3. Mittelbahnsteig Bahnhof Deutz / Ottoplatz bei weniger Autoverkehr machbar 
Hier geht der Gutachter von heutiger Autoverkehrsbelastung aus. Ziel ist es den 
Autoverkehr in Richtung Innenstadt zu mindern. (Hinweis Ost-West-Achse) 
Siehe hierzu auch Punkt 4 
 
4. Umbau der Kreuzung Deutz-Mülheimer-Straße / Opla dener Straße + Verlegung des eigenen Bahn- 
körpers unter den Eisenbahnbrücken nach Westen 
Hier hat der Gutachter den politischen Beschluss der BV Innenstadt von Grüne, 
CDU, Linke zur Umgestaltung nicht beachtet. 
Das Abbiegen der Stadtbahn Deutz-Mülheimer Straße /Olpener Straße ist einfach 
möglich, da der Geradeausverkehr nicht gekreuzt wird und dafür zwei Linksabbieger 
in die Olpener Straße stadtauswärts unter dem Stadthaus eingerichtet werden. 
Damit wird es eine attraktive Autofahrbeziehung auf leistungsfähige Straßen 
(Autobahn) geschaffen, die Justinianstraße deutlich entlastet (Maßnahme zur 
Luftreinhaltung) und der Autoverkehr Richtung Deutzer Brücke um 60% 
vermindert. 
Damit ist dieser Knoten mit Straßenbahn voll leistungsfähig. 
Diese Variante hat der Gutachter gar nicht berechnet. 
 
5. Rechtsrheinisches Niederflurnetz 
Bei der Netzbetrachtung des Gutachters wird der Ast auf der Deutz-Mülheimer- 
Straße in Mülheim-Süd weiterhin dem Hochflurnetz zugeordnet. 
Bei einer Betrachtung ins Niederflurnetz gibt es eine sinnvolle Fortsetzung im Netz 
bis nach Stammhein/Flittard. 
Für viele Bewohnerinnen und Bewohner im Rechtrheinischen ergibt sich eine gute 
Verbindung zum Bahnhof Deutz. 
Diese Betrachtung fehlt völlig in der Nachfrageberechnung des Gutachters. 
 
6. Gesamtnetzbetrachtung KVB + Regionale Eisenbahn + S-Bahn 
für den Korridor Porz-Poll-Innenstadt – mehr dazu im 2.Papier. 
Der Gutachter behauptet, eine Linie 7 über die Deutzer Brücke hat in Zukunft eine 
Fahrgastnachfrage, die nur mit einem 5 Minuten Takt bedient werden kann. 
Deshalb bekommen die gut 7000 Fahrgäste aus Poll/Deutzer Hafen keine

- 2 - 
Straßenbahnanbindung zum Bahnhof Deutz. 
Das errechnete Potential für die Linie 11.000 Fahrgästen kann mit einem 7,5 Minuten 
Takt gefahren werden. 
Besser ist es durch die Verbesserungen der Angebote auf der Eisenbahn aus Porz 
für eine Entlastung der Linie 7 zu sorgen. So wie die Einführung der S-Bahn nach 
Porz für eine Entlastung der Linie 7 gesorgt. 
 
7. Mit etwas 7000 Fahrgäste /Tag auch relevantes Aufkommen in/aus Richtung 
des Deutzer Bahnhofs. Die Anbindung an den Deutzer Bahnhof ist sinnvoll: 
Verbesserung der Anbindungsqualität. 
Dies ist attraktiv mit einer Straßenbahn und nicht mit einem Bus 
Andere Städte, wie zum Beispiel Essen, verbinden ein Neubaugebiet mit einer 
oberirdischen Straßenbahn mit dem Hauptbahnhof und dafür wird die Straßenbahn 
wieder auf dem Bahnhofsvorplatz geführt. 
Straßenbahnen haben eine höhere Attraktivität und sorgen für deutlich mehr 
Fahrgäste. 
 
 
Weitere Begründung erfolgt mündlich 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Stefan Götz   Jutta Komorowski  Dieter Redlin 
CDU-Fraktionsvors.  SPD Fraktionsvors-  Fraktionsvo rs. Bündnis 90/Die Grünen

Beratungsverlauf (1)

14.03.2024 Bezirksvertretung 7 (Porz)
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0455/2024
Typ
Änderungsantrag nach § 13 der GeschO Rat
Datum
14.03.2024
Erstellt
12.03.2024 17:02