3945/2021
Winterdienst des Radwegenetzes
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/3 Vorlagen-Nummer 17.11.2021 3945/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 23.11.2021 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 25.11.2021 Winterdienst des Radwegenetzes Die Anfrage der Fraktion „Die FRAKTION“ vom 13.09.2021 (AN/1955/2021) wird wie folgt beantwor- tet: 1) Gibt es in Köln ein definiertes Hauptradwegenetz, welches im Rahmen des Winterdienstes prioritär geräumt/gestreut wird? Falls ja, wie sieht dieses Netz aus? Falls ja, wird dieses Netz "schwarzgeräumt "? Im Winter wird ein Radwegnetz von ca. 500 km Länge von der AWB nach Prioritäten geräumt und gestreut. Davon befinden sich 150 km in der Prioritätenstufe 1 und 350 km in der nachfolgenden Prio- ritätenstufe 2. Im Einsatzfall startet die Räumung ab 4:00 Uhr morgens bzw. auch tagsüber beim Ein- setzen winterlicher Verhältnisse. Beim Streuen werden auftauende Stoffe verwendet. Vorbehaltlich kurzfristig wieder einsetzender winterlicher Witterungsverhältnisse nach erfolgtem Winterdienstein- satz ist der Effekt einer „Schwarzräumung“ grundsätzlich gegeben. Die priorisierten Hauptstrecken sind: Ost-West-Achse: Aachener Str., Hahnenstr., Cäcilienstr., Deutzer Brücke, Deutzer Freiheit, Deutz-Kalker-Str., Kalker Hauptstr.; Nord-Süd-Tangente von der Mauenheimer Str. über die Gürtel bis zum Rheinufer in Bayent- hal; Venloer Str., von Äußere Kanalstr. bis zu den Ringen; Gürtelstrecke: von A57 bis Rheinufer; Zoobrücke - Innere Kanalstr. – Universitätsstr.; weitere Brücken: Severinsbrücke, Hohenzollernbrücke, Mülheimer Brücke; Siegburger Str. (von Deutzer Brücke bis A4); Berliner Str. (von Dünnwald bis Düsseldorfer Str.); Bergisch Gladbacher Str. Darüber hinaus gibt es auch weitere Strecken, die in der Verantwortung des Amtes für Verkehrsma- nagement der Stadt Köln und des Landes Nordrhein-Westfalen geräumt werden. 2) Wie schätzen die AWB den Verlauf des Winterdienstes der vergangenen Jahre zur Siche- rung und Säuberung der Fahrradinfrastruktur ein? Welche besonderen Herausforderungen gab und gibt es hier? 2 In den vergangenen Jahren fielen die Winter relativ mild aus, sodass es keine bemerkenswerten wit- terungsbedingten Einsatzlagen gab. Besondere Herausforderungen zeigten sich dementsprechend auch nicht. Siehe im Übrigen auch Antwort zu Frage 3. 3) Wie bewerten die AWB ihre aktuelle technische und personelle Ausstattung, um die Radwe- geinfrastruktur im Herbst und Winter zuverlässig von Laub bzw. Schnee und Eis freihalten zu können? Die Rechtsprechung zum Winterdienst gibt vor, dass die Gemeinde Fahrbahnen – und dazu gehören die Radwege – im Rahmen ihrer Möglichkeiten an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen räumt. Diese Anforderungen erfüllt die AWB im Rahmen ihrer Beauftragung. Darüber hinaus wird der stei- genden Bedeutung des Radverkehrs Rechnung getragen, indem durchgehende Strecken mit Priorität bedient werden (siehe Antwort zu Frage 1). Für den vergangenen Winter 2020/2021 wurden sämtliche Winterdienst-Radwegpläne überarbeitet. Dabei wurden – mit erhöhtem Ressourceneinsatz und deshalb zunächst testweise – drei für einen zeitlich späteren Einsatz vorgesehene Pläne auf 4 Uhr vorgezogen. Damit wird die Mobilität des Fahr- rad-Berufs- und -Schülerverkehrs auf folgenden Strecken zusätzlich unterstützt und so die ringförmi- ge Verkehrsstruktur innerhalb des Gürtels ergänzt: Achse Innere Kanalstr.; Universitätsstr. / Bereiche rund um die Universität; Achse Rheinufer (zwischen Zoobrücke und Rodenkirchener Brücke). Aufgrund des relativ milden Winters 2020/2021 liegen noch keine belastbaren Erfahrungen aus dem Test vor. Deshalb wird die AWB den Test im Winter 2021/2022 fortzuführen. Die Erkenntnisse aus der Evaluierung werden mit der Verwaltung und der Politik zurückgekoppelt, um mögliche Leistungs- erweiterungen und Ressourcenbedarfe zu prüfen und abzustimmen. Die Ausstattung für den Winterdienst auf Radwegen ist technisch auf aktuellem Stand. Dies ergibt sich u. a. auch aus bilateralen Gesprächen mit anderen Städten. Die personellen Kapazitäten der AWB für den Winterdienst sind als angemessen einzustufen. Für die herbstliche Laubbeseitigung ist die AWB ebenfalls technisch wie personell angemessen ausgestattet. Diese Einschätzung wird von der Verwaltung geteilt. 4) Welche Fahrzeuge fehlen ggf. im Fuhrpark und ließen sich Neuanschaffungen auch ganz- jährig multifunktional nutzen (etwa zur Beseitigung von Scherben)? Nach Ansicht der AWB ist der Fuhrpark sowohl für den Winterdienst als auch für die Laubbeseitigung im Herbst gut ausgestattet. Diese Einschätzung wird von der Verwaltung geteilt. Es werden multifunk- tionale Geräte eingesetzt: Kleinkehrmaschinen und Kommunalschmalspurfahrzeuge, sowohl mit Kehraufbau für den Herbst als auch mit Streuaufbau und Räumschild für den Winter. Scherben wer- den maschinell über den Kehraufbau und – wegen möglicher Verletzungsgefahr durch verwirbelte Scherben – auch händisch mit dem Kehrbesen beseitigt. gez. Wolfgramm
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3945/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 17.11.2021
- Erstellt
- 09.11.2021 15:33