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Integrierte Planung Parkstadt Süd; hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation

Mitteilung BV 1386/2018 vom 20.06.2018

Stand: Am 17.09.2018 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) beraten. Ein Ergebnis ist nicht angegeben.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Vorlagen-Nummer 1386/2018 Freigabedatum am 19.06.2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.07.2018 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 12.09.2018 Integrierte Planung Parkstadt Süd; hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation Das Projekt Parkstadt Süd hat für die Stadt Köln stadtentwicklungspolitisch wie stadtplanerisch einen hohen Stellenwert. In dem Bereich südlich des Kölner Eisenbahnrings zwischen Luxemburger Straße und dem Rhein werden auf ca. 115 ha etwa 3.500 Wohnungen und 4.500 Arbeitsplätze entstehen sowie der Innere Grüngürtel vollendet. In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem kooperativen Verfahren Park- stadt Süd, wurde 2015 in Kooperation von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein freiraumplanerisches und städte- bauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 (Vorlage Nr. 3832/2015) hat der Stadtentwicklungsaus- schuss die Bedeutung des Projektes unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der Grundlage des Ergebnisses des Ko- operativen Verfahrens Parkstadt Süd zu erstellen. 1. Integrierte Planung Die integrierte Planung ist eine mehrdimensionale Fortschreibung der Ergebnisse des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd im Rahmenplanungsmaßstab. Sie umfasst ein Planwerk, das das städte- bauliche und freiraumplanerische Bild der Parkstadt Süd darstellt und einen begleitenden Textteil, der Themen wie z. B. Integration ins Umfeld, Höhenentwicklung, Nutzungen, Infrastruktur, Mobilität und Ökologie detailliert darstellt, sowie die Fachgutachten zu Umwelt, Klima und Mobilität, deren Ergeb- nisse in die Gesamtplanung eingeflossen sind. Die integrierte Planung ist Grundlage und Leitlinie für die nachgelagerten Bauleitplan- sowie Qualifizierungsverfahren. 2 Auf diese Weise sollen eine einheitliche Entwicklung und die Fortführung und Umsetzung der Ideen des Kooperativen Verfahrens sichergestellt werden. Die integrierte Planung stellt die Konkretisierung des städtebaulichen Entwurfes südlich des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels dar, unter Berücksichtigung aller Grundlagenermittlungen zu Mobilität, Kli- ma, Immissionen usw., die für die weitere Umsetzung erforderlich sind. Die Umsetzung des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels von der Entwurfs- bis zur Ausbauplanung soll aufbauend auf dem Sieger- entwurf des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd in einem EU-weiten Vergabeverfahren ab Ende 2018 ausgeschrieben werden. Ein wesentlicher Bestandteil des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadt- gesellschaft am Planungsprozess und dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Exper- ten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruk- tur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichti- gung von Freiraum und Klima gefordert. 2. Starterprojekte und Zwischennutzung Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wurden auch Starterprojekte und Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und eingefordert. Zwischenzeitlich wird gemäß Be- schluss vom 26.04.2018 (Session Nr. 0674/2018) ein Stadtteilbüro eingerichtet, das zukünftig als An- laufstelle für Projekte in der Parkstadt Süd dienen wird. Eine Eröffnung wird im zweiten Halbjahr 2018 angestrebt. Um die Entwicklung der Parkstadt Süd bereits physisch erlebbar zu machen, ist geplant, ein Stück Grüngürtel, den sogenannten Pionierpark und einen Pionierpfad als Starterprojekte ab 2019 zu bau- en. Die in den Beteiligungsverfahren vorgebrachten Ideen, im Laufe der Entwicklung der Parkstadt Süd Zwischennutzungen als Teil eines neuen sich lebendig entwickelnden Stadtteils zu etablieren, war eine der Schlüsselideen. Diese wurde weiter verfolgt und geprüft. Es musste jedoch festgestellt wer- de, dass hierfür zurzeit keine Flächen oder Gebäude zur Verfügung stehen. Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Standortentscheidung Frischezentrum am 11.07.2017 (Session Nr.: 0728/2017) bestehen für Gebäude und Flächen auf dem Großmarktareal bis Ende 2023 verbindliche Pachtverträge. Momentan freistehende Flächen befinden sich nicht im Besitz der Stadt Köln und kön- nen aktuell nicht für Zwischennutzungen angeboten werden. 3. Ausblick und weiteres Verfahren Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Leipzig im April 2018 die seit dem Jahr 2013 bestehende Sanierungsatzung ESIE für unwirksam erklärt hatte, ist zukünftig eine neue Gebietskulisse zu definie- ren, die eine Förderfähigkeit des Projektes mit Stadtbaufördermitteln gewährleistet. Bei Bedarf wird eine neue Sanierungssatzung vorgelegt. Am 3. Mai 2018 hat der Rat der Stadt Köln für das Gebiet Parkstadt Süd eine Satzung für ein "Besonderes Vorkaufsrecht" nach § 25 Satz 1 Nr. 2 BauGB be- schlossen (Session-Nr. 0963/2018), um die weitere liegenschaftliche Entwicklung des Gebietes steu- ern zu können. Die fortzuführende Bauleitplanung wird, basierend auf dem integrierten Plan, die erforderliche Rechtsgrundlage bieten. Neben der Änderung des Flächennutzungsplanes soll mit Hilfe mehrerer Teil- Bebauungspläne das städtebauliche Konzept mit seinen Qualitätsansprüchen festgeschrieben werden. 3 Um die angestrebte hohe Qualität sicherzustellen, sind weitere geeignete Qualifizierungsverfahren für Freiraum- und Hochbauplanung vorgesehen. Ein Begleitgremium, zusammengesetzt aus der Lenkungsgruppe Masterplan und bei Bedarf weiteren Expertinnen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben, soll einerseits den weite- ren Umsetzungsprozess kontinuierlich begleiten und andererseits die Schnittstelle zum städtebauli- chen Masterplan Köln bilden. Informationen und Beteiligung der Öffentlichkeit sollen weiterhin kontinuierlich stattfinden; hierzu ist ein Newsletter aufgebaut worden. Ebenso wird das Stadtteilbüro Anlaufstelle für Informationen und Veranstaltungen sein. Ein Konzept für eine dauerhafte Bespielung wird hierfür noch erarbeitet, sowie Ressourcen im Haushalt der kommenden Jahre eingeplant werden. Parallel zur Planrechtschaffung wird die Verwaltung eine Struktur erarbeiten, in welcher Gesell- schaftsform oder Verwaltungsstruktur die Parkstadt Süd in die Umsetzung eintreten wird, damit auch die Anforderungen an die Vergabe von Grundstücken der Vielfalt eines urbanen Quartiers entspre- chen kann. Ebenso wird die Planrechtschaffung für das Frischezentrum in Köln- Marsdorf parallel betrieben, da- mit die Flächen für das Frischezentrum zeitgerecht zur Verfügung stehen. Anlage 1. Dokument der integrierten Planung (wird separat gedruckt und verteilt)
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    KÖLN PARKSTADT SÜD O&O Köln Parkstadt Süd Seite 2 Integrierte Planung eite RP [r2 nl ia) 7, TEN Y 4 r KÖLN host ADT SÜD ERZL N N Rx ‚gt ng le> De Köln Parkstadt Süd Seite 4 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 1.1. 1.2. 1.3. 2.1. 2.2. 2.3. 2.4. 2.5. 3.1. 3.2. 3.3. 3.4. 3.5. 4. 4.2. 4.3. 4.h. 4.5. 4.6. 4.7. 4.8. 4.9. 4.10. INTEGRIERTE PLANUNG Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd Grundlagen und Ziele Bodendenkmäler QUARTIERE Quartier Parkstadt Quartier Marktstadt Quartier Entree Quartier Bildungslandschaft Grüngürtel NUTZUNGSKONZEPTE Nutzungen Erdgeschoss Nutzungen Obergeschosse Nutzungen Gesamt Bildungsinfrastruktur Flächenbilanzierung STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN Bausteine Geschossigkeit Abstandsflächen Feuerwehrerschließung Grünflächen Dachbegrünung Spielflächen Platzräume Integriertes Regenwassermanagement Stadtklimatische Untersuchung 10 14 17 18 22 24 26 28 30 35 36 37 38 39 40 41 42 43 45 46 48 50 91 52 96 3.1. 5.2. 5.3. 5.4. 5.5. 5.6. 6.1. 6.2. 6.3. 6.4. MOBILITÄTSKONZEPT [AUSZUG] Rad- und Fußgängerverkehr ÖPNV MIV Ruhender Verkehr Mobilitätshaus Straßenräume REGELWERK Gestalterische Vorgaben Räumliche Darstellungen Testentwurf Baustein 33 Testentwurf Baustein 5 & 9 PLANUNGSBETEILIGTE IMPRESSUM Seite 5 61 62 66 67 69 70 75 76 82 88 102 120 121 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 7 Köln Parkstadt Süd Seite 8 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 1.1. 1.2. 1.3. Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd Grundlagen und Ziele Bodendenkmäler 10 14 17 Seite 9 Ein neues Stadtquartier zwischen Rhein und Universität Die Parkstadt Süd ist Kölns größtes Stadtentwicklungsprojekt der kommenden Jahre. Südlich des linksrheinischen Eisenbahnrings wird zwischen Luxemburger Straße und Rheinufer der historische Innere Grüngürtel vollendet. Köln gewinnt damit eine weitere attraktive Grünanlage hinzu. Sie wird nach ökologischen, klimatischen und freiraumplanerischen Kriterien gestaltet. Es wird ein neues urbanes Quartier zum Wohnen, Arbeiten und Leben geschaffen. Ein neuer Stadtteil mit Wohnraum für etwa 10.000 Menschen und mehr als 4.000 Arbeitsplätzen entsteht. Das Herz des Quartiers ist die denkmalgeschützte Großmarkthalle. Die Integrierte Planung verbindet die für die heutige Stadtentwicklung wichtigen Themen Städtebau, Architektur, Freiraumplanung, Umwelt und Verkehr. Für die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, für das Regenwassermanagement und für die stadtklimatischen Untersuchungen wurden Fachplaner beauftragt. Zudem fanden zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens Berücksichtigung in der Planung. Die Integrierte Planung ist das Ergebnis eines intensiven Prozesses, der mit Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln stattgefunden hat. 1.INTEGRIERTE PLANUNG Köln Parkstadt Süd Seite 10 Integrierte Planung eite ni Stand: 2015 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung KOOPERATIVES VERFAHREN Im internationalen Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd Köln beschäftigtensichfünfTeamsmitderVollendungdeshistorischen Inneren Grüngürtels in Köln und der Stadterweiterung im Bereich des Großmarktes. Durch die geplante Verlagerung des Großmarktareals werden im Kölner Süden Flächen von insgesamt 110 Hektar in bester Innenstadtlage frei. Die Stadt Köln legte bei der städtebaulichen Entwicklung des Areals besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen den Fachdisziplinen. Darüber hinaus war der Planungsprozess in ein intensives Beteiligungsprogramm mit der Öffentlichkeit eingebettet. Das Kooperative Verfahren sollte neben den fünf eingeladenen interdisziplinären Teams aus Stadt- und Landschaftsplanerinnen und -planern auch möglichst viele Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft ermutigen, ihre Interessen und Vorstellungen einzubringen. Über den Zeitraum des Verfahrens boten daher verschiedene Veranstaltungen wie Stadtteilspaziergänge, Themenabende oder der Ideenmarkt die Möglichkeit, sich mit den Gegebenheiten zu befassen. Unter der Leitung von Prof. Klaus Overmeyer übernahm das Büro Urban Catalyst Studio die Moderation des Planungsverfahrens. So wurde der direkte Austausch zwischen der Stadtgesellschaft, den Planungsteams, dem Begleitgremium sowie Politik und Verwaltung gefördert. Gemeinsame Ideen für die Parkstadt Süd wurden schrittweise entwickelt und in die Planung integriert - ein gutes Beispiel für demokratische Entscheidungsprozesse, die eine Chancengleichheit für unterschiedliche Alters- und Sozialgruppen gewährleisten. Im Kooperativen Verfahren konnten die Ideen der Arbeitsgemeinschaft aus RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, O&O Baukunst, BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung und BCE Björnsen Beratende Ingenieure das Begleitgremium und die Stadtgesellschaft überzeugen. Mit den Ergebnissen des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd wurden wichtige Meilensteine für den bevorstehenden Planungsprozess gesetzt. Würdigung durch das Begleitgremium „O&O Baukunst sind Bildhauer, die eine neue Stadtsilhouette inmitten der Stadt schaffen.“ Franz-Josef Höing, Baudezernent der Stadt Köln, 2016 Das Grundkonzept zeichnet sich durch eine geschickte Geste aus, die dem Grünzug die nötige Kraft, zusammenhängende Durchlässigkeit und eine angemessene Dimension verleiht: Auf eine Bebauung entlang der Bahntrasse wird entschieden verzichtet. Die großzügige Verlängerung des übergeordneten Inneren Grüngürtels ist konsequent. Gleichermaßen bietet sich ein städtebaulich robustes und prägnantes Erscheinungsbild mit klarer Stadtstruktur und dezidiertem Erschließungssystem - ein „neues Stück Stadt“ bauen ist in diesem Entwurfskonzept eindeutig gelungen. Das zentrale Marktquartier bildet durch die dichte und kompakte Bebauungsstruktur ein eigenständiges Quartier. Die Markthalle wird als klare Mitte herausgestellt. Die städtebauliche Fassung Seite 11 der Halle durch markante Hochpunkte schafft ein attraktives, urbanes Umfeld mit großer Anziehungskraft weit über die Parkstadt hinaus. Die vorgeschlagenen Blockstrukturen, deren Größenordnungen und Höhen besitzen eine angemessene Dimension, die unterschiedlich und flexibel [Wohnmodelle und Nutzungen) ausformuliert werden können. Auch die stadtstrukturelle Kopfbildung an der Sechtemer Straße zur Bonner Straße kann überzeugen. Sie ist ein Beispiel für eine angemessene Betonung besonderer Orte an Eingängen und Quartiersplätzen durch markante bauliche Hochpunkte des Entwurfskonzeptes. Die Varianz von weiteren öffentlichen Räumen - u. a. vom Pocketpark und von Quartiersplätzen im westlichen Bereich des Marktquartiers - ist plausibel und im Hinblick auf Größe und Anordnung ausreichend strukturiert. Die Lage und Anordnung der weiterführenden Schullandschaft wird als positiv gesehen. Die Querungen und Durchgänge in den Quartieren, insbesondere die Wiederherstellung der Verbindung Sechtemer Straße zur Raderberger Straße, funktionieren. Das Erschließungssystem ist einfach strukturiert und erlaubt eine eindeutige Zuordnung von gewerblicher Erdgeschossnutzung. Der Boulevard für Fußgänger- und Langsamverkehr bietet das Rückgrat des neuen Quartiers mit dem Potenzial, die Buslinie im Quartier entlang zu führen. 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung PHASE 1 PHASE 2 ENTDECKEN, AUSTAUSCHEN, \W DAS GROSSE GANZE, ANALYSIEREN IDEEN SAMMELN _ ERGEBNISSE MASTERPLAN, ESIE, —. POSITION STADT KÖLN EGLEITGREMIUM I I I + I I I I I I I I | j I I I I I I I I I I I I I [ I ! I I I I I I I I I m eg sea KONZEPTENTWICKLUNG ee z ARSER ÖFFENTLICHKEIT RETTET: | PaRKsTaor süp ! En: [_) UND KONFLIKTE QLALITÄTEN IDEEN SAMMELN br 13.0415 Auftakt und stadtspaziergang 12.0515 719.05.15 26.05.15 [02.06.15 Themenabende ril Mai uni Juli August 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PLANUNGSPROZESS PARKSTADT SÜD GESAMTKONZEPTE, IDFENMARKT PHASE3 DAS KLEINE HI GANZEN E ı 1 l i 0 u RÜCKKOPPLUNG 04.105.0915 Gesamtkonzept und Ideenmarkt September ü I Suartiene Gktober VERTIEFUNG QUARTIERE PHASE 4 GESAMT- ENTWÜRFE BEITUNG [\) ... IT 26.115 23.24.1015 Präsentation der Ergebnisse November aa [\ u RÜCKKOPPLUNG | RÜCKKOPPLUNG Dezember PHASE5 NACHBEREITUNG UND ERSTELLUNG INTEGRIERTER PLAN INTEGRIERTER PLAN & UMSETZUNGSSCHRITTE H- % Bi u 11 — m I RÜCKKOPPLUNG lanuar 2016 (t Seite 12 | Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung IDEENMARKT ALS RESSOURCE In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd, wurde 2015 in Kooperation von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein freiraumplanerisches und städtebauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 [Vorlage Nr. 3832/2015] hat der Stadtentwicklungsausschuss die Bedeutung des Projektes unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der Grundlage des Ergebnisses des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd zu erstellen. Ein wesentlicher Bestandteildes Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadtgesellschaft am Planungsprozess und dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Experten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel, Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichtigung von Freiraum und Klima gefordert. Die Umsetzung der Ideen aus dem Ideenmarkt innerhalb des weiteren Planungsprozesses ist ein wichtiger Baustein einer qualitätsvollen Quartiersentwicklung. im Rahmen der Teilhabe wurden auch Starterprojekte und Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und gefordert. Das breite Spektrum an Ideen und Projektvorschlägen [Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen, essbare Stadt, barrierefreie Seite 13 umweltverträgliche Mobilität, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, kinder- und familiengerechte Quartiere, Klima und Resilienz, Inklusion sowie quartiersverbundene ÜÖkonomien) zeigt: Zwischennutzungen und temporäre Projekte in der Parkstadt Süd können viele gesellschaftliche Themen und Lebensbereiche betreffen. Die Ideen der Initiativen und die Projektvorschläge aus dem Ideenmarkt haben die Gesamtkonzeption der Planungsteams beeinflusst. Auf Wünsche nach alternativen Wohnformen, Gemeinschaftsräumen, Arbeitsräumen sowie sozialen Interaktionsflächen wurde vorausschauend mit flexiblen baulichen Typologien lin den Erdgeschosszonen], spezifischen Nutzungszonierungen und adaptiven Parkstrukturen reagiert. Aber auch in den ersten Entwicklungsphasen sind Flächen, Gebäude sowie insbesondere die Parkränder für temporäre und flexible Nutzungen als eine Chance für die mögliche Verortung vieler zwischennutzungsrelevanter Ideen aus dem Ideenmarktidentifiziert worden. 1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung | VOLKSGARTEN vs SÜD- STADION & S RADERBRGER BRACHEF Planungsgebiet 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE m Se * ner u, u ne EEE sw % 3 Seite 14 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GRUNDLAGEN UND ZIELE Grundlage der Integrierten Planung sind die Ergebnisse des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd. Das Plangebiet umfasst eine Größe von ca. 43 Hektar. Die Integrierte Planung betrachtet die Teilbereiche zwischen Bischofsweg, Markthalle und Bonner Straße bis zum Rhein. Im Plangebiet ist eine Funktionsmischung aus bezahlbarem Wohnraum, quartiersbezogenen Schulbauten und Kitaflächen vorgesehen. Des Weiteren werden innovative Bürokonzepte für mehr als 4.000 Mitarbeiter sowie attraktive Handels- und Verkaufsflächen in den Erdgeschosszonen mit Kulturbauten kombiniert. Die Nutzung der Großmarkthalle und ein Mobilitätshaus tragen zur Belebung des Quartiers bei. Diesen Nutzungen stehen Freiflächen und Grünräume in angemessener Größe gegenüber. Die Integrierte Planung definiert die Dichte und die Durchmischung des Quartiers. Auf Grundlage der gesetzlichen Möglichkeiten soll ein attraktives urbanes Quartier im Süden Kölns entstehen. Die Integrierte Planung verbindet die für die Stadtentwicklung wichtigen Themen Städtebau, Architektur, Freiraumplanung, Umwelt und Verkehr. Westentliches Augenmerk wurde hierbei ebenso auf die soziale Wohnraumförderung und die Schaffung eines (ausreichenden) Angebotes von Arbeitsplätzen wie auch auf die zukunftsfähige Organisation von Mobilität und die Sicherung von Daseinsvorsorge (Schule, Schutz zentraler Orte] gelegt. Für die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, für das Regenwassermanagement und für die stadtklimatischen Untersuchungen wurden Fachplaner beauftragt. Die Seite 15 Ergebnisse sind in der Integrierten Planung berücksichtigt und werden auszugsweise dargestellt. Zudem fanden zahlreiche Vorschläge aus dem Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens Berücksichtigung in der Planung. So etwa der Wunsch nach mehr Grün im Quartier und Baugruppen, die Möglichkeiten für kulturelles Engagement und Inklusion bieten. Diese Ideen werden in späteren Qualifizierungsverfahren aufgenommen und vertieft. EineReduzierungdesgesamtenmotorisiertenIndividualverkehrs (MIV) soll durch ein maßgeschneidertes integriertes Mobilitätskonzept erreicht werden. Die baurechtlichen Parameter wie Abstandsflächen, Feuerwehrerschließung, der Bedarf nach Stellplätzen für Pkw und Fahrräder sowie die Grundstücksausnutzung münden in ein Regelwerk [Kapitel 6). Die baulichen Qualitäten des Quartiers werden anhand von räumlichen Darstellungen gezeigt. Anhand von Testentwürfen werden die Bausteine 5, 9 und 33 planerisch überprüft. Die Planung für den Grüngürtel wird in einem separaten Planungsverfahren vertieft. Die vorliegende Intergierte Planung definiert für dieses Verfahren die Rahmenbedingungen, die Parkkante und die Profile der Übergänge, den Versickerungsbereich und die durch dieneue Bebauungsstruktur benötigten Grünflächen. 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE Köln Parkstadt Süd Seite 16 Integrierte Planung eite SS NSS > N 5% MH neue Bausteine _ Bestandsgebäude Straßen / Wege IE öffentliche Nutzung HE Grünflächen 1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE ARBEITSPLAN Köln Parkstadt Süd . Integrierte Planung Seite 17 > | LED GE Dh 01 ‚ WENN: un a / Y/, + Gräber WE :isenze itlich BE “itetatterlich 1.3. BODENDENKMÄLER Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Quartier Quartier Entree Parkstadt Quartier Pe Quartier Quartier Bildungslandschaft Entree Quartier Marktstadt Seite 18 | Quartier Bildungs- landschaft Quartier Parkstadt Blick vom Grüngürtel 2. QUARTIERE ÜBERSICHT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 2.1. Quartier Parkstadt 22 2.2. Quartier Marktstadt 24 2.3. Quartier Entree 26 2.4. Quartier Bildungslandschaft 28 2.5. Grüngürtel 30 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die in der Integrierten Planung vorgeschlagenen Zonierungen in die Bereiche Quartier Parkstadt, Quartier Marktstadt, Quartier Entree und Quartier Bildungslandschaft ermöglichen die zeitliche und räumliche Integration der zahlreichen Ideen aus der Stadtgesellschaft. Die im Ideenmarkt von den Bürgern gewünschten Punkte, die in den folgenden Unterkapiteln näher aufgeführt werden, und die prozessuale Umsetzung der Ideen sollen realisiert werden. Eine ökologisch zukunftsweisende Stadtgestaltung sowie die Integration der inklusiven Kultur werden dabei berücksichtigt. Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren Planungsschritten geschehen. Seite 19 Die Integrierte Planung ist in vier städtebauliche Quartiere gegliedert: das Quartier Parkstadt im Westen, das Quartier Marktstadt als Herz der Stadtentwicklung um die historische Großmarkthalle, das Quartier Entree mit dem Hochpunktensemble an der Bonner Straße und das Quartier Bildungslandschaft im östlichen Bereich. Die einzelnen Quartiere können unabhängig voneinander entwickelt werden. Die Planungs- und Umsetzungsintervalle können auf die jeweilige Entwicklung und die Ressourcen abgestimmt werden. FürdiezukünftigenPlanungenimBereichGrüngürtelvomEifelwall bis zum Rhein ist ein unabhängiges landschaftsplanerisches Auswahlverfahren vorgesehen. Im vorliegenden Gesamtplan wurde informatorisch der Stand des Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd des Grüngürtels eingeblendet. 2. QUARTIERE Köln Parkstadt Süd Seite 20 Integrierte Planung eite Pocketpark und Boulevard 2. QUARTIERE Köln Parkstadt Süd Seite 21 Integrierte Planung eite Promenade am Grüngürtel Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER PARKSTADT Vier Blockreihen und die unterschiedlichen Straßenräume strukturieren den Bereich. Es werden einfache Bautypologien vorgeschlagen. Sie gliedern den Stadtraum und schaffen unterschiedliche maßstäbliche Raumzusammenhänge. Es entstehen klare Raumkanten, die öffentliche und private Bereiche voneinander trennen. Zum Grüngürtel im Norden stehen die Blöcke kompakt an der Parkkante. Eine vorgelagerte Promenade unterstreicht den Übergang zum Naturraum. In die Blockstruktur sind Platzräume eingestreut. Am neu zu schaffenden Übergang zur Südstadt entsteht ein Stadtplatz. Dieser soll durch einen Nutzungsmix belebt werden. Südlich des Boulevards befindet sich ein grüner Pocketpark als Mittelpunkt des Quartiers. Eine bautypologische Mischung aus Block und Einzelhaus bildet urbane Baublöcke. Auf einem durchgängigen verbindenden Sockel stehen einzelne Häuser. Sie sind in der Höhe gestaffelt. Die städtebauliche Struktur aus zwei- bis achtgeschossigen Parzellen ermöglicht eine differenzierte Vergabe von Grundstücken und eine pragmatische Durchmischung unterschiedlichster Funktionen. Durch diesen Mix entsteht ein selbstverständliches Angebot vielfältigster Formen des Wohnungsbaus. Investoren, Baugruppen, Genossenschaften, Einzelpersonen und die öffentliche Hand können gleichermaßen als Bauherren fungieren. Die drei Straßenräume der Parkstadt sind unterschiedlich ausformuliert. Der 30 Meter breite grüne Boulevard ist als autofreier Bewegungsraum des Quartiers vorgesehen. Er wird zunächst als Mobilitätstrasse mit Busanbindung ausgebaut. Später sind die Anbindung an das Stadtbahnliniennetz sowie ein autonomer Bus-Shuttle-Service mit Anbindung an die zukünftige S-Bahnhaltestelle Bonner Wall geplant. Die 20 Meter breite Ringstraße mit lockerem Baumbestand fungiert als zweistreifige Erschließungsstraße. Daneben gibt es autofreie 12 Meter breite Wohnwege ohne Bepflanzung. Sie sollen an die mittelalterlichen Gassenräume in Köln erinnern. 2.1. QUARTIER PARKSTADT Das Quartier Parkstadt ist überwiegend für das neue Wohnen vorgesehen. Die überhöhte Erdgeschosszone der Bebauung kann attraktiv Konzepte des Wohnens, der Inklusion, und der Kultur aufnehmen. Der Stadtplatz im Westen mit optimaler Anbindung an den Grüngürtel und die Südstadt, der Pocketpark im Osten und die Mobilitätstrasse bieten Möglichkeiten der Integration der Bürgerideen in den Außenraum. Am Stadtplatz ist der Baustein 5 für kreative Nutzungen, quartiersbezogenen Nutzungen und für die Büronutzung vorgesehen. Seite 22 Köln Parkstadt Süd Seite 23 Integrierte Planung eite 2.1. QUARTIER PARKSTADT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER MARKTSTADT Die 1920 erbaute denkmalgeschützte Großmarkthalle ist das Herz des Quartiers. Hier sammeln sich die für die Identität der Parkstadt Süd wichtigen kulturellen und sozialen Funktionen: Eine vierzügige Grundschule, das Mobilitätshaus sowie Büro- und Wohnhäuser bestimmen die Freiräume. Im Süden der Großmarkthalle entsteht in Fortsetzung zur Haltestelle das zentrale Mobilitätshaus. An der denkmalgeschützten Alten Versteigerungshalle bildet sich ein lebendiger Mobilitätsplatz. Im Norden der Großmarkthalle entsteht ein Marktplatz mit Blick auf den neuen See und auf den Grüngürtel. Die Großmarkthalle eignet sich für zahlreiche Nutzungskonzepte. Kleinteilige quartiersbezogene Nutzungen, Geschäfte, Bäckereien, Bars/Cafes/Restaurants können neben größeren kulturellen Einrichtungen wie Galerien, Musik- oder Tanzschulen und einem Bürgerzentrum bestehen. Die Alltagstauglichkeit des Gebäudes ist damit garantiert und das denkmalgeschützte Gebäudeensemble wird als Zentrum des Quartiers ausgebaut. Die eingeschossigen Seitenbauten haben jeweils acht markant eingefasste Zugänge. Das Marktamt umschließt einen kleinen begrünten Innenhof. Er könnte als Jugendclub ausgebaut werden. In Teilen des Marktamtes wird ein Stadtteilbüro eingerichtet, das während des gesamten Planungs- und Bauprozesses als Informationszentrum genutzt werden kann. Zum Grüngürtel hin können sich verschiedene Gastronomiekonzepte aneinanderreihen. Sie öffnen sich zur großen Freifläche. Von den Schmalseiten im Westen und Osten kann man die Markthalle erschließen. Über kleine Platzräume wie von der Sechtemer Straße betritt man den frei überspannten Hallenraum. Hier könnten Nutzungen in frei eingestellten Kuben angeboten werden. Mögliche Nutzungen reichen von kulturellen Nutzungen bis hin zu Sportflächen und sollen sich aus der Ideensammlung der Bürger speisen. Unter anderem wäre in historischer Anlehnung an den ehemaligen Großmarkt die Nutzung in Form eines Naschmarktes nach Wiener Vorbild vorstellbar. Es könnte eine Mischung aus gastronomischen Verkaufsangeboten, kleineren Bars und Gaststätten sowie kleinerer Kulturangebote vorgesehen werden. Für eine vertiefende Planung innerhalb einer Konzeptvergabe zur Hallennutzung sollte man aus feuerwehrtechnischer Sicht von einer Veranstaltungshalle für ca. 4.000 Besucher ausgehen. Die benötigten Fahrradstellplätze könnten im Untergeschoss der Halle vorgesehen werden. Die benötigten Pkw-Stellplätze für eine Hallennutzung werden in den umliegenden Parkhäusern angeboten und sind Teil der Berechnung des Stellplatzbedarfes des Mobilitätskonzeptes. 2.2. QUARTIER MARKTSTADT IDEENMARKT ALS RESSOURCE Das Quartier Marktstadt ist geprägt durch eine vielfältige Durchmischung der Nutzungen. Im Zentrum der Marktstadt steht die Großmarkthalle, die mit den umgebenen Platzräumen attraktive Flächen für Ideen und Wünsche der Bürger aus der Ideenwerkstatt anbieten kann. Kulturelle, inklusive und sozialverträgliche Nutzungen sind in allen Bausteinen temporär und längerfristig möglich. Unterschiedliche Ideen zur Großmarkthalle wie z. B. ein Naschmarkt nach Wiener Vorbild oder einer Markt für „gutes Essen“ sowie Räume für darstellende Künste, eine Bühne und Proberäume sowie Räume zur Aus- und Weiterbildung sind wünschenswert. Seite 24 Unterschiedliche Wohnangebote wie inklusive Wohnateliers, Galerien und Kulturcafes können in die weitere Planungsschritte integriert werden. Im Marktamt der Großmarkthalle wird als ein Starterprojekt ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Parkstadt Süd eingerichtet. Köln Parkstadt Süd Seite 25 Integrierte Planung eite 2.2. QUARTIER MARKTSTADT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER ENTREE Das Quartier befindet sich am Übergang der Bonner Straße zum Großmarktgelände im Kölner Süden und soll den Auftakt für das entwickelte Bebauungskonzept der Parkstadt Süd als innerstädtische Entwicklungsfläche bilden. Das Quartier wird durch die Bausteine 29-34 als einfache Gebäudekanten räumlich gefasst. Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper ermöglichen dabei die städtebauliche und architektonische Ausdifferenzierung des gesamten Quartiers. Die Bebauung orientiert sich an den Höhen der Blöcke im geplanten Quartier, die übergreifend eine fünf- bis sechsgeschossige Mantelbebauung mit zweigeschossigen Einschnitten und ausgewählten Hochpunkten vorsieht. Diese architektonischen Akzente artikulieren wichtige städtebauliche Blickrichtungen und Bezüge zur Umgebung. Die Überhöhung der Baukörper an der Bonner Straße ist städtebaulich präzise gewählt. Die fünfzehngeschossigen Hochpunkte bilden eine neue Formation an der Bonner Straße. Diese Dreierformation nimmt den vorhandenen grünen Parkraum in ihre Mitte. In Richtung Südstadt entsteht ein Stadteingang, der den Verlauf der Bonner Straße als wichtige Verkehrsachse aufwertet. Die achtgeschossige Bebauung an der Sechtemer Straße in Nähe der Großmarkthalle ist Fluchtpunkt der unterschiedlichen Richtungen in der Parkstadt Süd. Sie stärkt die neue städtebauliche Sichtachse von der Bonner Straße nach Köln- Raderberg und den fußläufigen Weg entlang der Sechtemer Straße. Im Norden wird das Quartier von einer Grünfläche mit schützenswertem Baumbestand begrenzt, im Westen verläuft die Bebauung an der neuen Achse von der Bonner Straße über das Großmarktgelände nach Köln-Raderberg. Im Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Das Quartier ist fußläufig und per Fahrrad über die Sechtemer Straße und die Bonner Straße sehr gut erreichbar. Über die Bonner Straße ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln möglich. Die einzelnen Nutzungen der Bausteine richten sich nach dem mit der Stadt Köln abgestimmten Nutzungskonzept. Wohn-, Büro- und Einzelhandelsflächen ermöglichen eine urbane Mischung. 2.3. QUARTIER ENTREE Seite 26 Köln Parkstadt Süd Seite 27 Integrierte Planung eite 2.3. QUARTIER ENTREE Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT Eine weiterführende Gesamtschule mit Sechsfachsporthalle befindet sich im Osten des Areals. Um einen zentralen Bereich liegen die notwendigen, dreigeschossigen Schulbauten. In Verbindung mit den grünen Pausen- und Sportbereichen und der Sechsfachsporthalle entsteht ein lebendiger öffentlicher Schulcampus auf einer Grundstücksfläche von 25.000 Quadratmeter. Die gemeinsame Mensa, die Aulen und die Bibliotheken könnten für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht werden. Die vierzügige Grundschule orientiert sich mit der SchmalseitezurSchönhauserStraße.UmeinenPausenhofbereich gruppieren sich die zwei- bis dreigeschossigen Gebäudeteile auf einer Grundstücksfläche von 8.000 Quadratmeter. Eine städtebauliche Stärkung wird an den Randbereichen der Schule durch die Dreigeschossigkeit erreicht. Das denkmalgeschützte Bolder-Gebäude an der Koblenzer Straße und der dahinter liegende Hallenraum werden durch den neuen Baustein 35 architektonisch eingebunden. Eine Kita ist in diesem Bereich vorgesehen. Der Baustein 36 ist als Wohnblock konzipiert und könnte Raum für Studierende und Senioren bieten. Die Grundschule und die Gesamtschule gruppieren sich als Campus um einen gemeinsamen Platzraum. Die Alteburger Straße wird als Umwelttrasse ausgebaut und soll nur durch den ÖPNV befahrbar sein, eine Befahrung durch den motorisierter Individualverkehr ist nicht vorgesehen. 2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT IDEENMARKT ALS RESSOURCE Das Quartier Bildungslandschaft sieht eine Verdichtung von Bildungseinrichtungen vor. Dadurch werden kurze Wege und Synergien geschaffen. Eine Grundschule, eine weiterführenden Schule, Kitas und Wohnungen für Studierende gruppieren sich um einen Campusplatz. Die aus dem Ideenmarkt stammende Idee der Erweiterung der Inklusiven Bildungslandschaft Süd wird in weiteren Planungsschritten berücksichtigt. Köln Parkstadt Süd Seite 29 Integrierte Planung eite | 2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GRÜNGÜRTEL Die Idee, den Parkraum entlang des Bahndamms vorzusehen, ist die einfachste Verlängerung des historischen Grüngürtels. Der Verzicht auf Bebauungsstrukturen am Bahndamm ermöglicht die gewünschte Durchgängigkeit des Freiraums bis zum Rhein. Das 2-Zonenmodell würdigt in besonderer Weise die Ablesbarkeit der stadthistorischen Strukturen der ehemaligen Befestigungsanlagen Kölns. Die Landschaftsterrassen des Entwurfes ermöglichen es, den Bahnkörper, der sich über eine Breite von fast50 Metererstreckt,angemessenindenneuen Park zu integrieren. Im Dialog mit dem Grünzug steht der kompakte Stadtraum der Parkstadt Süd. Die Großzügigkeit desParks sucht eine Kompaktheit in der Stadt. Stadt und Park reagieren an ihren Rändern aufeinander. Die Gestaltung des Parks verdichtet sich zur Stadt hin, ohne seine übergeordnete Idee des offenen und nutzungsvielfältigen durchgängigen Parkraums zuverlieren. Um das Herz der Großmarkthalle entstehen moderat extrovertierte Freiräume für die Öffentlichkeit. Querungen werden aus dem Stadtgefüge aufgenommen, vorhandene Grünpotenziale wie das ehemalige Friedhofsareal an der Sechtemer Straße integriert. Einen besonderen Aspekt bildet die Schaffung des Grünbereichs entlang des Bischofsweges und der Marktstraße. Dieser Bereich bildet einerseits einen privaten südorientierten Freiraum für die Bebauung. Andererseits übernimmt er auch Vernetzungs- und Verbindungsaufgaben für Raderberg. Der Grünbereich an der Marktstraße, Ecke Bonner Straße istein landschaftsgeschützter Bereich. Er wird von jeglicher Bebauung freigehalten. Durch die neue Verkehrsführung wird der Bezug zur südlichen Bebauung gestärkt. In die Integrierte Planung werden die Ergebnisse des Kooperativen Verfahrens informatorisch eingebunden. Die vorliegende Integrierte Planung definiert den geometrischen Übergang der Parkkante im Norden zwischen Grüngürtel und den einzelnen Quartieren. Die geometrische Baugrenze zum Bischofsweg und zur Raderberger Brache wird in Abstimmung mit dem Verkehrskonzept festgelegt. Die aus der jeweiligen Flächenbilanzierung der Quartiere benötigten Freiflächen wie z.B. die Kinderspielflächen werden im Arbeitsplan nachrichtlich im Grüngürtel verortet. Die Umsetzung der zahlreichen Bürgeranregungen wird in den Planungen ausgewählter Bereiche des Grüngürtels berücksichtigt. Die bisherigen Planungen zum Pionierpark und zum Pionierweg im Bereich des Grüngürtels werden informatorisch dargestellt. 2.5. GRÜNGÜRTEL IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen der Stadtgesellschaft für den Grüngürtel werden in den weiteren Planungsprozessen berücksichtigt. Der Sportpark Süd wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. Es entsteht ein grünes Band als gewünschter Ort der Bewegung und Begegnung. Wichtige soziale Themen wie die Entschleunigung, der Umgang mit dem Freiraum und das Klima werden im Pionierpark und auf dem Pionierpfad exemplarisch ermöglicht. Der Innere Grüngürtel und der Volksgarten werden als zusammenhängende Grünfläche der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist die barrierefreie Grüngürtelfortführung an der Luxemburger Straße ein Seite 30 Fokusbereich. Im Zuge des Ideenmarkts wurde ein Radschnellweg im Grünzug neben der Bahnlinie erarbeitet. Auch die Idee eines Kulturgürtels in unterschiedlichen Abschnitten wird in der weiteren Planung verfolgt. Pionierpark und Pionierweg | Köln Parkstadt Süd Seite 31 Integrierte Planung eite 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 32 Integrierte Planung eite FEEHF EHER Rheinbalkon 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 33 Integrierte Planung eite Blick über den neuen Grüngürtel auf die Parkstadt Süd 2.5. GRÜNGÜRTEL Köln Parkstadt Süd Seite 34 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 3.1. Erdgeschoss 36 3.2. Obergeschosse 37 3.3. Gesamt 38 3.4. Bildungsinfrastruktur 39 3.5. Flächenbilanzierung 40 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die aus dem Ideenmarkt entstandenen Anregungen hinsichtlich der Nutzungskonzepte für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden durch die kleinteilig parzellierte Bebauungsstruktur der Bausteine möglich gemacht. Die im Ideenmarkt geäußerten Wünsche nach Baugruppen, bezahlbarem Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, inklusives Wohnen und Co-housing werden weiter verfolgt. Ein tragfähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideenmarktes möglich gemacht werden. Das Nutzungskonzept sieht Flächen für Kultur, Bildung, Sport und Tanzveranstaltungen vor. Seite 35 Die Nutzungskonzepte zeigen den gewünschten Nutzungsmix im gesamten Planungsraum und sind Grundlage der weiteren städtebaulichen Entscheidungen. In der Flächenbilanzierung werden das Maß und die Art der baulichen Nutzung jeweils auf die einzelnen Bausteine abgebildet. Aus dieser Gesamtschau ergeben sich die notwendigen Flächenbedarfe für die soziale und technische Infrastruktur wie Schulen, Kitas Fahrrad- und Pkw-Stellplätze. Die Nutzungsmischungen bilden die Grundlage für das Regelwerk und werden in den Testentwürfen vertieft untersucht. Eine Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs insbesondere im Bereich Bonner Straße/Sechtemer Straße und auch innerhalb der Großmarkthalle ist dargestellt. In diesem Bereich ist zusätzlicher Einzelhandel in Ergänzung zum Stadtteilzentrum Bayenthal/Bonner Straße vorgesehen. Für den Bereich der Parkstadt westlich der Großmarkthalle sind kleinere Ladenlokale gewünscht, wie z. B. Bäckereien und Kioske. Entlang der Wohnwege und Gassenräume innerhalb des Quartiers Parkstadt besteht keine für die Ansiedlung von Einzelhandel notwendige städtebaulich integrierte Lage. Somit sollten bei der gewünschten Belebung der Erdgeschosszone vermehrt Gastronomie und Dienstleistung eingesetzt werden. 3. NUTZUNGSKONZEPTE Köln Parkstadt Süd Seite 36 Integrierte Planung eite IE7, pa Ei Wohnen 7, Öffentliche Nutzungen BE mögliche Bebauung Erdgeschoss ng Spielfläche e Büro/Di lei /Kreati E Ladengeschäfte, Gastronomie, Schul E Kindertagesstätte üro / Dienstleistung / Kreative gewerbliche Dienstleistung chule g 3.1. NUTZUNGEN ERDGESCHOSS Köln Parkstadt Süd Seite 37 Integrierte Planung eite > _ „. zn a Fuzi 5 Wohnen U, Öffentliche Nutzungen Ladengeschäfte, Gastronomie, gewerbliche Dienstleistung 3.2. NUTZUNGEN OBERGESCHOSSE FI Büro / Dienstleistung / Kreative m Köln Parkstadt Süd Seite 38 Integrierte Planung eite G- NS ‘ N N , Y Einzelhandel / Büro / Wohnen fE Wohnen Öffentliche Grün- und Freifläche Ey Kindertagesstätte BE Büro / Dienstleistung / Kreative überwiegend Wohnen Büro / Dienstleistung / Spielfläche Einzelhandel / Kreative . . on Öffentliche Einrichtung Q Büro / Wohnen Gi Öffentliche Einrichtung 3.3. NUTZUNGEN GESAMT Köln Parkstadt Süd Seite 39 Integrierte Planung eite VE SL SOLL I soll Spielfläche 77 öffentliche Nutzung SCHULEN KINDERTAGESSTÄTTEN g Grundstücksflächen Grundstücksflächen . 1 F Grundschule 4-zügig 6652 6-gruppige Kita KITA 1 2.340 m? EJ Kindertagesstätte Schulhofflächen Grundschule 3-zügig 66$1 6-gruppige Kita KITA 2 2.830 m? Gesamtschule 65 5-gruppige Kita KITA 3 2.350 m? Schule 6- und 5-zügig linkl. 6-fach Sporthalle) 3.4. BILDUNGSINFRASTRUKTUR Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 40 Baufelder Grundfläche Geschossfläche Wohneinheiten / Einwohner Spielflächen \ a a \ F Spielflächen innerhalb der Wohnblöcke BE Grösse der : f „davon Bikol,. |- davo Gr je Wohn{Anzahl Einwohner Einwohner minaas mr] tarjede | Summe Größe r Dienst- leistung / öffentliche Enlan |Wohnein- |. u > . Fläche (F} einheit heiten ie WE je Baufeld (bis 5 weitere Größe Spielfläche SOLL Pen Wohungen) | Wohung | Spielfläche IST +5m? SOLL 30m?/ AP 90 m? /WE 2m /EW M 20.040 m? , 10.090 m? 90 112 257,9 581 m? Om? 516 m? M 16.742 m? 2 14.186 m? 90 158 2,3 362,5 808 m? Om? 725 m? M 17.246 m? , 15.949 m? 90 177 2,3 407,6 906 m? 440 m? 815 m? M 13.729 m? , 11.011 m? sol 122 2,3 281,4 632 m? 814m? 563 m? G 10.985 m? M 12.894 m? , 11.876 m? 90 132 2,3 303,5 680 m? 250 m? 607 m? M 13.386 m? , 11.179 m? 90 124 285,7 641 m? 790 m? 571 m? M 12.163 m? 3 9.784 m? so] 109 2 250,0 564 m? 314 m? 500 m? M 15.230 m? , 12.670 m? 90 141 2,3 323,8 724 m? 154m? 648 m?) M 14.224 m? , 13.230 m? so| 147 2 338,1 755 m? 726 m? 676. m? Mm 15.478 m? , 13.227 m? 90 147 2,3 338,0 755 m? 848 m?) 676 m? Mm 14.550 m? 11.530 m? 90 128 2, 294,7 661 m? 786 m? 589 m?) Mm 14.554 m? 13.466 m? 90 150 344,1 N 768 m? 726 m? 688 m?) M 4.754 m? , 15.300 m? , 7.655 m? 7.645 m? 90 85 2,3 195,6 445 m? 888 m? 391 m?) m 5103m°| | 1m 3 12.891 m] ram | °o| 143] 22] 3294] 735m sm] 650m] | M 3.765 m? , 12.000 m? , 9.294 m? 809 m? 90 103 2,3 237,5 536 m? 528 m?) 475m? M 4.170 m? 14.238 m? 12.621 m? 777m? 90 140 322,5 721 m? 693 m?) 645 m? Mm 4.668 m? 14.116 m? , 6.093 m? 8.023 m? 90 68 1557 359 m? 900 m? 311m? Mm 1.685 m? 16.945 m? , 8.520 m? 8.425 m? 90 95 217,7 n? 493 m? Om? 435 m? G Markthalle 10.781 m? , 10.561 m? , 5.281 m? 6652 10.500 m? G 1.762 m? 7.048 m? 2 7.048 m? M 3.344 m? £ 17.602 m? , 10.914 m? 3.858 m? 90 121 2 278,9 581 m? 626 m? om? 558 m?) 5 420 m? , 840 m? © 4.500 m? 21.117 m? . 4.500 m? 16.617 m? Mm 545 m? 3.815 m? ß 545m? so| 36 2,3 83,6 45 m?| 157 m?) 202 m? om! G 1.600 m? 7.286 m? 2 1.600 m? 5.686 m? G 595 m? ), 2.240 m? , 343 m? 1.897 m? G 1.064 m? , 6.384 m? , 1.064 m? 5.320 m? M 3.660 m? , 15.051 m? 2 12.390 m? 2.661 m? 90 138 2,3 318,6 45 m?| 663 m? 708 m? 448 m? 633 m? G 1.627 m? B 8.135 m? , 1.627 m? 6.508 m? M 3.032 m? ), 20.400 m? , 17.840 m? 2.560 m? 90 198 2,3 455,9 1.011 m? 94m?) 912m? M 4.190 m? , 24.317 m? , 21.329 m? 2.988 m? 90 237 2,3 545,1 1.205 m? 595 m? 1.090 m?) Eu 848. m3| , 12.720 m?| , ] 848m] 11.872m| | ] 7 | ] 7 | ] M 17.364 m? , 15.797 m? 90 176 403,7 898 m? om? 807 m? M 17.043 m? h 13.583 m? 3.460 m? 90 151 347,1 775 m? 1.095 m?) 694 m? Isssı T I I I T T I T T | Gs G Spielfläche 5.000 m? Spielfläche 3.695 m? Spielfläche 2.000 m? Spielfläche 2.500 m? Spielfläche 2.000 m? 122.578 m? 477.630 m? 300.395 m? j 3.338 7.677 17.189 m? 12.084 m| 15.186 m? 15.195 m? 3.5. FLÄCHENBILANZIERUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 41. Bausteine 42 4.2. Geschossigkeit 43 4.3. Abstandsflächen 45 4.4. Feuerwehrerschließung 46 4.5. Grünflächen 48 4.6. Dachbegrünung 50 4.7. Spielflächen 51 4.8 _Platzräume 52 4.9. Integriertes Regenwassermanagement 54 4.10. Stadtklimatische Untersuchung 56 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen aus dem Ideenmarkt bezüglich der klimatischen und ökologischen Randbedingungen wie z. B. die Klimamatrix, Klimaanpassung durch Wasser-Risiko-bewusstes Bauen, Bäume mit Migrationshintergrund und das rechtzeitige Angehen von Baumpflanzungen wurden in der Planung berücksichtigt und in den Fachgutachten untersucht. Die Ideen zur Bewegung und Begegnung, Sport- und Spielplatzangeboten für Jugendliche und Kinder wurden in die Planung übernommen. Seite 41 Die Parkstadt Süd soll als verdichteter, städtisch geprägter Stadtteil realisiert werden. Die daraus resultierende hohe Nutzungsdichte ist nicht nur den ökonomischen Anforderungen geschuldet, sondern wesentlich auch Ergebnis der Forderung nach einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden. In der Parkstadt Süd entsteht durch ein vernetztes Angebot an Grün- und Freiflächen ein attraktiver Freiraumverbund, der auch als Ausgleich für die hohe Dichte der Quartiere zu verstehen ist. Die Parkstadt Süd hat eine hohe städtebauliche Haltbarkeit. Die modularen Bauquartiere und die vorgesehene kleinteilige Bebauung ermöglichen eine an den Marktbedürfnissen orientierte Realisierung. Die Wärmeversorgung der Parkstadt Süd kann über den vorhandenen Fernwärmeanschluss erfolgen. DasgeplanteStraßen-undWegenetzgewährleisteteineeffiziente Führung der Fernwärmeleitungen im Straßenraum. Hierdurch ist auch bei energetisch hohen Gebäudestandards mit geringem Heizwärmebedarf ein effizienter und wirtschaftlicher Anschluss der Bauquartiere mit einer großen Wärmeabnahmemenge sichergestellt. Zur Deckung des Bedarfs an Elektrizität im Gebiet ist vorgesehen, die Dachflächen für Photovoltaik- Anlagen zu nutzen. Im Weiteren soll sichergestellt werden, dass alle Gebäude ein energetisch günstiges Verhältnis von Außenflächen zu Bauvolumen aufweisen. Dies ist insbesondere über ein hinreichend großes Gebäudevolumen sowie eine flächenoptimierte Ausformulierung der Außenflächen zu erreichen. In den folgenden Piktogrammen werden die städtebaulich relevanten Themen anschaulich dargestellt und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Ergebnisse verdeutlicht. 4. STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 42 Integrierte Planung eite -——m Be u BE = uf Al | FR < en Bi N 5 | Ahemmcht em 4.1. BAUSTEINE Köln Parkstadt Süd Seite 43 Integrierte Planung eite KR Bv-vı gv MR u u MW MD KR 4.2. GESCHOSSIGKEIT Köln Parkstadt Süd Seite 44 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung ISSN FIN 22 0 g 97 {5} Zu öffentlichen Verkehrsflächen, öffentlichen Grünflächen und öffentlichen Wasserflächen beträgt die Tiefe der Abstandfläche -0,4H, - 0,25 H in Kerngebieten, Gewerbegebieten und Industriegebieten. aus BauO NRW - Landesrecht NRW 8 6 Abstandsflächen IN III —, /u\ Eine baurechtliche Festlegung über Abstandsflächen führt zu Baulastverfahren, die den Genehmigungs- und Bauprozess unkalkulierbar beeinflussen. Bei Erwerb eines Grundstücks sollte eine zivilrechtliche Einigung über den Verzicht der Ein- haltung der Abstandsflächen in den Blockinnenbereich im städtebaulichen Vertrag festgelegt werden. Seite 45 ©) Überschreitung der Abstandsfläche A Geschosshöhe Schulen 5 m H Geschosshöhe Turnhalle 10m I[EG+ 1.06] 5 m (2. 06) iM Geschosshöhe Wohnen 3,00 m Mm Geschosshöhe Büro 3,50 m durchgehende Erdgeschosshöhe 4,50 m 4.3. ABSTANDSFLÄCHEN 0.4h Köln Parkstadt Süd Seite 46 Integrierte Planung eite FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Die Feuerwehrerschließung erfolgt ausschließlich aus dem öffentlichen Straßenraum. Der zweite Rettungsweg ist durch die Anleiterbarkeit aus den im Straßenraum vorzusehenden Flächen möglich.DieAufstellungindeneinzelnenErschließungsbereichen Gasse, Ringstraße, Boulevard, Bischofsweg und Sechtemer Straße wird exemplarisch dargestellt. Die Baumstellung reagiert auf die im weiteren Planungsprozess notwendigen Wohnungszuschnitte und Rettungsbedingungen. Die Adressen der Häuser sind zur besseren Orientierung eindeutig dem Straßenraum zugeordnet. Die Innenhöfe müssen nicht durch die Feuerwehr befahrbar sein. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, attraktive begrünte Innenhöfe zu schaffen. Die Aufstellflächen zur Rettung aus den Sicherheitsbereichen der Hochpunkte befinden sich im zulässigen Abstand. Gasse Boulevard Ringstraße 4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 47 Br — et iz R WI zu rl] > % Ta 2 ww we u | lL ) u DD = __ _ Marktstraße en ] 4 | FE | u Hochpunkte oberhalb der Hochhausgrenze Q Aufstellflächen Feuerwehr 4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG Köln Parkstadt Süd . Seite 48 Integrierte Planung eite GRÜNFLÄCHEN Die Innenhöfe werden basierend auf dem Mobilitätskonzept mit Tiefgaragen unterbaut. Auf den Tiefgaragen ist auf einer Substratschicht nach den Vorgaben der Stadt Köln eine Baumpflanzung vorgesehen. In den restlichen Innenhöfen, die nicht durch Tiefgaragen unterbaut sind, kann ein gesundes Wachstum von Bäumen garantiert werden. In den Höfen können Gemeinschaftsgärten angeboten werden. Eine durchgehende Substratschicht ermöglicht ein ertragreiches Gärtnern. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren und Teile der Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Es wird empfohlen, für die Innenhöfe Beschattungsstudien in Bezug auf die jeweiligen Nutzungen blockweise zu erstellen. Block ohne Unterbauung Block mit Tiefgaragenunterbauung 4.5. GRÜNFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 49 Integrierte Planung eite wen 8 zz] u Grüngürtel A unterbaute Innenhöfe (Tiefgarage) u andere öffentliche Grünflächen u unterbaute Innenhöfe (durchgehendes EG] Mn nicht unterbaute Innenhöfe 4.5. GRÜNFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Seite 50 Integrierte Planung eite rn BER he Bu A fe> x 1 _ Y7/ Z [ \ \ \ = 8 Bee) msn = begrünte Dachflächen Hochpunkte nicht begrünt I] Photovoltaik erlaubt ra Dachterrassen E Photovoltaik möglich 4.6. DACHBEGRÜNUNG Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Ge ER Q Sn SPF 1 SPF2 SPF3 SPF 4 SPF5 Summe Seite 51 m . . ge . 3.695 m? Fi private Kinderspielfläche für 2.1, Kleinkinder (0-3 Jahre] 2.500 m? n u öffentliche Spielfläche im Außenraum m 4.7. SPIELFLÄCHEN Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung PLATZRÄUME In die geplante Blockstruktur sind unterschiedliche Platzräume eingestreut: 1.Am westlichen Eingang zur Parkstadt Süd entsteht ein städtischer Platz, derdurch einen Nutzungsmix der umliegenden Bausteine belebt wird. 2. Innerhalb des QuartiersParkstadt befindetsich ein Pocketpark als grüner Mittelpunkt. 3.An der Großmarkthalle entsteht der Marktplatz mit Blick zum Grüngürtel und der darin eingebetteten Wasserfläche. 4.Der Platzraum um die alte Versteigerungshalle bildet den Mobilitätsplatz. 5.In der Bildungslandschaft entsteht ein Campusplatz. 1 Stadtplatz 4.8. PLATZRÄUME 2 Pocketpark IR 3 Marktplatz Seite 52 | Größenvergleich Rudolfplatz 2 ! F .. PR Ge. RER DEN ET en 5 Campusplatz Seite 53 4.8. PLATZRÄUME Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Nach orientierenden Baugrunderkundungen steht in einer Tiefenlage von rund 2 Metern ein versickerungsfähiger Horizont an. Der Grundwasserflurabstand ist auf einem Niveau von 5 bis 10 Metern zu erwarten. Damit ist eine grundsätzliche Versickerungseignung gegeben. Die Topografie des Geländes weist ein übergeordnetes Gefälle von Süden nach Norden auf in Richtung der Grünanlage bzw. des vorgesehenen Parksees. Dies begünstigt die oberflächennahe Rinnenentwässerung und die Ausbildung oberirdischer Notwasserwege Richtung Grünanlage bzw. Parksee zur schadlosen Niederschlagswasserableitung im Starkregenfall. Die Niederschlagsentwässerung öffentlicher Flächen kann für die unbelasteten und schwach belasteten Teilflächen durch Zuleitung zu einer zentralen Versickerungsanlage erfolgen, die streifenförmig entlang der nördlichen Flanke der Bebauung angeordnet wird lim Übergang zur Grünanlage]. Die stärker belasteten Teilflächenwerdenandie vor Ort ausreichend leistungsfähige Mischwasserkanalisation angeschlossen. ImStarkregenfallkannderNiederschlagsabfluss mit der geplanten Straßen- bzw. Wegeanordnung und unter entsprechender Anlehnung an die gegebene Topografie bei angepasster angrenzender Bauwerksgestaltung schadlos über den Straßenraum in die Grünanlage geleitet werden. Die Niederschlagsentwässerung privater Flächen ist grundsätzlich vollständig auf den privaten Liegenschaften möglich. In Frage kommt z. B. eine Versickerung des Niederschlagswassers in den offenen Innenflächen der Bebauungsblöcke, die dazu in unterschiedlichem anteiligem Umfang beansprucht werden. Für unterbaute Innenflächen [Tiefgaragen) werden verschiedene technische Lösungen vorgeschlagen, z. B. Muldenrigolensysteme oder Versickerungsfenster. Um eine Überlastung der öffentlichen Notwasserwege im Straßenraum bei Starkregen zu vermeiden, muss zumindest für einen Teil der privaten Flächen (rd. 50 %) eine Rückhaltung auf der privaten Liegenschaft stattfinden. Das Verhalten des Parksees nach der seltenen Beaufschlagung mit Starkregenabfluss wird einer Lupenraumbetrachtung unterzogen. Unter Beachtung der hier formulierten Randbedingungen und Einschränkungen kann der städtebauliche Entwurf gut mit einer nachhaltigen, zukunftsorientierten und starkregenresilienten Regenwasserbewirtschaftung vereinbart werden. [aus dem Fachgutachten Björnsen Beratende Ingenieure GmbH} 2018 4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Seite 54 Köln Parkstadt Süd Seite 55 Integrierte Planung eite Situation Starkregen, Überblick Ziele: gefahrlose Ableitung über Straße als offener Kanal und Zwischenspeicherung im Parksee, Rückhaltung auf Dächern, Rückhaltung in Innenhöfen EB Straße für oberirdischen Abfluss —— _ Einzugsgebiet Achsenbereiche ——— Achse für Ableitung Regenwasser zum &© Bohransatzpunkte Versickerungsstreifen . " EEE . ni . . Bohransatzpunkte mit Retentionsdächer Einstaufläche Seebereich —— Mischwasserkanal, geplant ® Versickerungsversuchen E Rückhaltung im Innenbereich == Mischwasserkanal, Bestand 4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 56 STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Allgemeine klimatische Auswirkungen Derzeit stellt das Plangebiet eine Gewerbefläche beiderseits der Bonner Straße dar, die insbesondere im westlichen Bereich (Großmarkt) weitgehend versiegelt und durch hohes Lieferverkehrsaufkommen geprägt ist. Dadurch neigt das Areal heute zu hoher sommerlicher Überwärmung und weiste eine hohe Belastung durch Kfz-Immissionen auf. Für die Zukunft ist ein deutlicher Anstieg von Hitzeereignissen bei gleichzeitiger Zunahme des Seniorenanteils in der Bevölkerung zu erwarten, sodass ein hoher Anpassungsbedarf gegeben ist. Durch das Planvorhaben wird das Areal klimatisch aufgewertet: Die geplante neue Nutzung als Wohn- und Büroquartier mit überwiegend verkehrsberuhigten Zonen wird eine Reduktion der Kfz-Emissionen bewirken. Durch den überproportional hohen Anteil von Grünflächen, die neben dem Park [mit Teich) auch einen Großteil der Innenhöfe und Dächer umfassen, wird die Verdunstung gefördert und damit die sommerliche Wärmebelastung gegenüber heute reduziert. Darüber hinaus vernetzt der Park die innerstädtischen Grünflächen zwischen Innerem Grüngürtel, Vorgebirgspark und dem Rheinufer und trägt damit zur lokalen Verbesserung des Klimas bei. Die Anordnung und Formen der Gebäude sowie die Verteilung der Grünflächen des Planentwurfes sind bezogen auf die lokalen Klimaverhältnisse im Allgemeinen klimaverträglich ausgelegt, haben aber im Detail Optimierungspotenzial bezüglich Hitzeprävention/Verschattung, Durchlüftung und Windkomfort. Die Möglichkeiten der klimatischen Optimierung des neuen Quartiers werden derzeit anhand ausgewählter Teilbereiche (.Lupenräume“) untersucht. [aus dem Fachgutachten Umweltmeterologie Dr. Dirk Dütemeyer) 2018 4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Köln Parkstadt Süd Seite 57 Integrierte Planung eite 3 ® 3 “a {2} IT ® (7) Mm 3 a} = z © S ET © her o 1 R\] unter 40.60 °C 3 40.60 bis 42.30 cc _ 42.30 bis 44.00 °C 44.00 bis 45.70 °C 45.70 bis 47.40 °C 47.40 bis 49.10 °C 49.10 bis 50.80 °C 50.80 bis 52.50 °C 52.50 bis 54.20 °C 54.20 bis 55.90 °C 55.90 bis 57.60 °C 57.60 bis 59.30 °C 59.30 bis 61.00 °C 61.00 bis 62.70 °C über 62.70 °C 650 520 sehr heiß 260 Min: 38.92 °C Max: 64.60 °C BEE SeHäude T T T I i j [ T 0 130 260 390 520 650 780 910 1040 1170 1300 1430 1560 X (m) Verteilung der thermischen Behaglichkeit um 16h eines heißen Tages mit Tropennacht 4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG Köln Parkstadt Süd Seite 58 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 5.1. Rad- und Fußgängerverkehr 61 5.2. ÖPNV 62 5.3. MIV 66 5.4. Ruhender Verkehr 67 5.5. Mobilitätshaus 69 5.6. Straßenräume 70 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Der Wunsch nach einem autofreien Innenbereich der Quartiere und dem Parken am Rand der Bebauungsstruktur ist ein wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzeptes. Das Fachgutachten zum Mobilitätskonzept unterstützt die Ideen des innovativ gestalteten Verkehrsraumes. Der ruhende Verkehr wurde möglichst reduziert und folgt der Idee, im neuen Stadtquartier den Individualverkehr zu verringern. Insgesamt soll durch das Mobilitätskonzept eine Verhaltensänderung der im Quartier wohnenden und arbeitenden Bevölkerung zu Gunsten des Umstiegs auf den Verkehrsbund erreicht werden. Auch wird die Idee des Ideenmarktes aufgegriffen, die Fahrradunterbringung attraktiv im Erdgeschoss oder leicht zugänglich im Untergeschoss unterzubringen. Seite 59 Zukunftsfähige Stadt- und Verkehrsplanung muss kinder-, familien-, seniorenfreundlich und barrierefrei ausgerichtet sein und attraktive Bewegungs- und Naherholungsbereiche in den Städten schaffen, so auch in der Parkstadt Süd. Durch ein stimmiges Konzept zur Nahmobilität lassen sich individueller Nutzen (Gesundheit, Inklusion, Mobilitätskosten) undgesellschaftlicherNutzen(Verkehrsentlastung, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Reduzierung des Flächenverbrauchs) optimal verbinden. Die Infrastrukturen in der Parkstadt Süd müssen sich hier dem Wandel der Demografie anpassen. Hohe straßenräumliche Standards, z. B. hinsichtlich Gehwegbreite, Überquerbarkeit, Radverkehrsführung und Geschwindigkeitsdämpfung kommen allen Nutzergruppen, insbesondere den nicht motorisierten Verkehrsteilnehmern, Senioren und Kindern sowie mobilitätseingeschränkten Menschen, gleichermaßen zugute und sichern so ein generationsübergreifendes und langfristiges Verkehrssystem. 5. MOBILITÄTSKONZEPT Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung MOBILITÄTSKONZEPT 5.1. Rad- und Fußgängerverkehr Der Rad- und Fußgängerverkehr verläuft in Haupt-, Neben und Ergänzungsrouten innerhalb des Plangebiets überwiegend im Mischverkehr. Das Erschließungskonzept für den Rad- und Fußgängerverkehr wird für zwei Entwicklungsstufen [ohne und mit geplanter Bahn-Unterführung]) dargestellt. Der geplante Radschnellweg verläuft als Hauptroute parallel entlang der Gleistrasse der Deutschen Bahn. Die Fahrradabstellflächen sollen blockweise in den Erdgeschosszonen oder in den Tiefgeschossen angeboten werden. Zusätzliche Sammelanlagen für Fahrräder befinden sich im Mobilitätshaus und in den im Plangebiet verteilten Mobilitätsstationen unterschiedlicher Größe. Es wird geprüft, ob sich das Untergeschoss der denkmalgeschützten Großmarkthalle für großflächige Fahrradstellplatzanlagen eignet. 5.2. ÖPNV Der zentrale Boulevard soll als Mobilitätstrasse ausgebildet werden. Dies beinhaltet eine Bündelung der gesamten öffentlichen Verkehrsmittel auf dieser Trasse, die als Rückgrat des öffentlichen Lebens innerhalb des Gebiets dienen soll. Die Mobilitätstrasse ist für den allgemeinen Kfz-Verkehr nicht freigegeben, beinhaltet jedoch Liefer- und Ladeverkehr einschließlich zukünftig denkbarer autonom fahrender Zustelldienste sowie die Möglichkeit des ausschließlich qualifizierten Parkens (Anlieferung, Behindertenparkplätze). Es wird eine neue Anbindung an das Stadtbahnnetz von Osten, abzweigend vom Höninger Weg, empfohlen. Die Lage der geplanten Endhaltestelle am zentralen Platz ist daher räumlich möglichst nah an der bestehenden Haltestelle Bonner Straße der Hochflurstrecke geplant. Als eventueller Standort für eine Haltestelle ist der Bereich im Westen am Stadtplatz vorgesehen. 5. MOBILITÄTSKONZEPT Bis zur Realisierung einer möglichen Stadtbahnanbindung stellt die Erschließung durch den konventionellen Busverkehr eine notwendige Zwischenlösung und möglicherweise eine dauerhafte Ergänzung.dar.DieinnereErschließung der Parkstadt soll durch einen autonomen Bus-Shuttle-Service übernommen werden, der die Zubringerfahrten zu den Haltestellen des ÖPNV entlang der Bonner Straße übernimmt und den neuen S-Bahn- Haltepunkt anbindet. Die heutigen Buslinienverbindungen in Nord-Süd-Richtung im Bereich der Bonner Straße bleiben bestehen. Die Buslinien, die heute über die Koblenzer Straße fahren, werden zukünftig über eine Umwelttrasse in der Alteburger Straße geführt. 5.3. MIV Die MIV-Erschließung soll weitgehend vom Bischofsweg aus über zwei Zufahrten nach innen erfolgen. Damit wird eine abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von den Hauptverkehrsstraßen über Sammelstraßen hin zu reinen Wohnstraßen erreicht. Oberstes Ziel der MIV- Erschließung und der Parkraumkonzentration der Tiefgaragen in Randlage ist es, den Verkehr nicht in das Gebiet hinein zu führen, sondern den Anteil an MIV-Fahrten innerhalb des Plangebiets so gering wie möglich zu halten. Der nördliche Teil des Quartiers Marktstadt soll über die Queranbindung Sechtemer Straße (südlich Baublock 33) von der BonnerStraße auserfolgen, hierüberwerden die Tiefgaragen der nördlichen Baublocks erschlossen. Für den südlichen Teil des Quartiers Marktstadt soll die Erschließung von der Markstraße von Süden abzweigend über die geplante Verlängerung der Sechtemer Straße aus erfolgen. Eine durchgängige Befahrung der Sechtemer Straße sowie eine Anbindung des MIV an den Kreisverkehr Bonner Straße sind nicht vorgesehen. Lediglich für den autonomen Bus-Shuttle-Service ist eine durchgängige Befahrung vorbehalten. Die Verbindung zwischen Markthalle Seite 60 und Bonner Straße ist dem Fußgängerverkehr vorbehalten. Für das weitere Gebiet, insbesondere der neuen Bildungslandschaft im Osten des Plangebiets, sind keine Veränderungen der Erschließungsstruktur geplant. Die Alteburger Straße soll zukünftig als Umwelttrasse nur durch den ÖPNV befahrbar sein, eine Befahrung durch den MIV ist nicht vorgesehen. 5.4. Ruhender Verkehr Die Parkgeschosse der Bereiche A und B liegen direkt am Bischofsweg und werden überwiegend von der Ringstraße, teilweiseaberauchüberWohnwege, erschlossen. Damitwirdeine abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs im Plangebiet erreicht. Zur Ermittlung der benötigten Stellplätze werden jeweils drei Szenarien betrachtet: Variante nur mit dem Bus, Variante mit der Stadtbahn und Variante mit einem autonom fahrenden Shuttle-[Zubringer)-System für unterschiedliche Ansätze desPkw-Besitzes. Die Erschließung der Parkgeschosse im Bereich C wird über die Ost-West-Verbindung Sechtemer Straße von der Bonner Straße aus erfolgen. Einfahrten in die Tiefgaragen befinden sich in den Bausteinen 30 und 33 vom Grünbereich aus. Die Erschließung der Parkgeschosse im Bereich D wird von der Koblenzer Straße (Block 35] und von der Alteburger Straße [Block 36) aus erfolgen. Die Parkgeschosse im Bereich E werden von der Koblenzer Straße (Block 37] und von der Alteburger Straße (Block 38] erschlossen. [aus dem Fachgutachten BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung) 2018 Köln Parkstadt Süd Seite 61 Integrierte Planung ® Parken Fahrrad ges Radverkehrsnetz NRW zusätzliche Optionen: Parken im Hauptroute Untergeschoss der Markthalle — == Nebenroute und im Mobilitätshaus [Block 22] 2 = Ergänzungsroute 5.1. RAD- UND FUSSGÄNGERVERKEHR Köln Parkstadt Süd Seite 62 Integrierte Planung eite ÖPNV Grundlage für die ÖPNV-Konzeptfindung war die iterative Erarbeitung der möglichen Erschließungen des ÖPNV in unterschiedlichen Varianten in Abstimmung mit der Stadt Köln und der KVB. Ein Verlauf der Mobilitätstrasse über den zentralen Boulevard, der aufgrund der geplanten öffentlichen Nutzungsstruktur stark belebt sein soll, wurde eindeutig bevorzugt. Dieser wird zunächst als Mobilitätstrasse mit Busanbindung ausgebaut. Später ist die Anbindung an das Stadtbahnliniennetz geplant sowie ein autonomer Bus-Shuttle- Service mit Anbindung an die geplante S-Bahnhaltestelle Bonner Wall. Eine Anbindung an das Hochflurnetz der Stadt über die Stadtbahnlinie 17 im Bereich der Bonner Straße erweist sich ® aufgrund der stadträumlich stark trennenden Wirkung der Gleisanlagen und der notwendigen engen Kurvenradien um die bestehende Bebauung als schwierig. Eine Anbindung als Niederflursystem an die Stadtbahnlinie 17 ist technisch nicht möglich. Ziel ist es daher, neben einer funktionsfähigen Streckenführung den Standort der Endhaltestelle räumlich möglichst nah an die bestehenden Haltestellen der Hochflurstrecke zu planen. Die damit entstehenden kurzen Wege zum Umsteigen in Kombination mit kurzen Umsteigezeiten und attraktiven Haltestandorten bewirken einen hohen Fahrgastkomfort und sichern die Wirtschaftlichkeit einer zusätzlichen Linie. Stadträumlich bieten Fahrzeuge in Niederflurtechnik im Vergleich zur Hochflurtechnik einen wesentlichen Vorteil. Bis auf die Gleise lassen sich die Niederflurstrecken fast unsichtbar in das Stadtbild integrieren. Die Bahnsteige haben zu den Gehwegen eine nur geringfügig höhere Haltekante, die sich im Straßenraum verträglich integrieren lässt. Im Gegensatz zu den Hochbahnsteigen haben sie daher keine trennende Wirkung und stellen für Fußgänger kein unüberwindbares Hindernis dar. Daher wurde die Anbindung an das Stadtbahnnetz in Niederflurtechnik über die Linie 12 entwickelt, die östlich des Plangebiets entlang des Höninger Wegs verläuft. Übersicht Varianten 5.2. ÖPNV Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 63 — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle — Stadtbahn (Niederflur) — — geplante Buslinie mit Haltestellen [Ü stestpannnattesteite mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse 5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN OBERIRDISCH Köln Parkstadt Süd Seite 64 Integrierte Planung eite r 142 ET a RN] 7 R AS Are u na NE — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle — = Stadtbahn unterirdisch [Niederflur) == == geplante Buslinie mit Haltestellen [Ü] stadtpannhattestelte mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse 5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN UNTERTUNNELT Köln Parkstadt Süd Seite 65 Integrierte Planung eite — ee \ R ET N = © S-Bahnhaltestelle — Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie ———— gepl. Buslinie (autonomes Fahren) — — geplante Buslinie mit Haltestellen U Stadtbahnhaltestelle mm geplante S-Bahnlinie Bm Umwelttrasse ® Bushaltestelle 5.2. ÖPNV VARIANTE AUTONOMES FAHREN Köln Parkstadt Süd . Seite 66 Integrierte Planung eite | N \ ar N \ n Pa mem Haupt- / Umgehungstraße [neu] mu mm Hauptverkehrszug mm mm Haupt- / Umgehungstraße [Bestand == == Wohnsammelstraße (Bestand) = Wohnweg [neu] — Sammelstraße (neu) — Quartiersstraßelneu] BEE Umwelttrasse —— = Sammelstraße (Bestand) —— , Quartiersstraße [Bestand] BE Mobilitätstrasse 5.3. MIV Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 67 4.668 m? 10.505 m2 wi private Wege mit Parken PKW unterirdisch =) Parken PRW unterirdisch Geh-, Fahr- und Leitungsrecht Bereich Schulstandorte A Tiefgarageneinfahrt Schulstandort 5.4. RUHENDER VERKEHR PKW Köln Parkstadt Süd Seite 68 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung MOBILITÄTSHAUS „Unsere veränderte Mobilität ist das Thema der Zukunft. Um eine hohe Akzeptanz und schließlich eine positive Veränderung zu bewirken, muss die Mobilität visuell in den Mittelpunkt der Städte gebracht werden. Dies ist längerfristig der beste Beitrag zur Ökologie.“ Christian Heuchel, 2018 Das Mobilitäthaus soll auf Grund seiner zentralen Bedeutung im Zentrum des neuen Quartiers eingebettet sein. Westlichder Alten Versteigerungshalle geht das Mobilitätshaus einen modernen Dialog mit der historischen Funktion der Versteigerungshalle ein. Es liegt in unmittelbarer Nähe zur Endhaltestelle der geplanten Stadtbahnanbindung sowie der Bushaltestellen, womit ein kurzer Übergang zum ÖPNV gegeben ist. Um das Entwicklungsziel der autoarmen Siedlung zu unterstützen, werden auf vier oberirdischen Geschossen Flächen für zukunftsträchtige Mobilitätsfunktionen angeboten. Es soll eine grundsätzlich flexible Nutzung der Flächen möglich sein. Das Mobilitätshaus dient der Aufnahme und Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel an einem Ort wie z. B. einem Stellplatzangebot für Car-Sharing- und Bike-Sharing- Konzepte. Dabei ist die Bereitstellung einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur nicht nur für Leihfahrzeuge, sondern auch für privat genutzte elektrobetriebene Fahrzeuge ein wichtiges Ausstattungsmerkmal. Daneben wird ein Angebot an hochwertigen Abstellplätzen bzw. -boxen für herkömmliche Fahrradmodelle sowie für Spezialfahrräder, Anhänger oderauch für Fahrzeuge wie E-Mobile für gehbehinderte Menschen oder Segwaysbereitgestellt.EineServicestationzurDurchführungvon Reparaturen, Fahrradreinigung, Vermietung von abschließbaren Schränken, Informationen zu Radrouten, Informationen über touristische Angebote und Sehenswürdigkeiten ergänzt das Seite 69 Angebot. Ebenso die Ausstattung mit Cafes und Treffpunkten mit Informationscharakter für wartende Nutzerinnen und Nutzer in Mobilitätsketten. Darüber hinaus rundet eine Paketstation das Angebot ab, wobei auch die Unterbringung von zukünftig denkbaren autonomen Mobilitätsdiensten sinnvoll sein kann. Als Finanzierungs- und Betreibermodelle für das Mobilitätshaus sind sowohl privatwirtschaftliche als auch öffentliche Strukturmodelle denkbar. Prinzipiell in Frage kommen Akteure aus den Bereichen der privaten Parkhausbetreiber, der Energieversorgungsunternehmen, der Nahverkehrsbetriebe, der DB AG, der Stadt Köln etc. pe n EEE nn F N — — ! 20 Markthalle 5.5. MOBILITÄTSHAUS Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung STRASSENRÄUME Die Straßenquerschnitte Gasse, Boulevard, Ringstraße, Sechtemer Straße und Bischofsweg sowie die städtebauliche Struktur wurden so entwickelt, dass verkehrstechnische Anforderungen wie Anzahl und Länge der Abbiegefahrstreifen und Straßenprofile gewährleistet werden können. Die Möglichkeit der Bepflanzung wurde mit den Rettungskonzepten der Feuerwehr Köln abgestimmt. Die städtischen Straßenräume sind unterschiedlich gestaltet. Die autofreien Wohnwege haben keine Begrünung. Ein steinerner Pflasterbelag erinnert an die Gassen der Kölner Altstadt. Die Gassen werden in ihrem Verlauf im Quartier vom Bischofsweg zum Grüngürtel zueinander versetzt angeordnet. Es entstehen klar gefasste steinerne Gassenräume. Hier werden Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam auf einer Mischfläche geführt. Die Erschließung der Ringstraße erfolgt über eine zweistreifige Erschließungsstraße mit lockerem Baumbestand [Liriodendron tulipifera und Liquidambar styraciflua, ggfls. jeweils als Säulenbäume]. Hier werden Radfahrer im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Der großzügige autofreie Boulevard wird als Mobilitätsachse ausgebaut. Eine zweireihige Bepflanzung unterstreicht den städtischen Charakter (Acer platanoides ‚Columnare‘). Hier wird der Radverkehr beidseitig auf vier Meter breiten Radwegen geführt. Der Knotenpunkt Marktstraße/Sechtemer Straße wird im weiteren Verfahren der Anpassung an die Nord-Süd-Stadtbahn optimiert, mit dem Ziel die Neuausrichtung der Sechtemer Straße zu integrieren. In der weiteren Planung sollte die Ausbildung von zwei Baumreihen entlang des Bischofsweges geprüft werden. Hier ist abzuwägen,obderhierzuerforderliche Flächenbedarfdurcheine leichte Verlegung der Straße Bischofsweg und die geringfügige Inanspruchnahme von Flächen der Radeberger Brache geschaffen werden kann, ohne die Position der Wohnbebauung im Quartier Parkstadt zu verändern. Die ökologische Bilanz einer zusätzlichen Baumreihe, die zugunsten von einem schmalen Streifen der Raderberger Brache geschaffen werden könnte, 5.6. STRASSENRÄUME wäre hier sicherlich insgesamt positiv. Die Radeberger Brache ist im Randbereich vorrangig durch Buschwerk gekennzeichnet. Dies sollte in Abstimmung mit Umweltverbänden und dem Umweltamt abgewogen werden. Seite 70 Seite 71 Integrierte Planung N Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Bischofsweg Knotenpunkt , 25 0,75 , 3,00 - 300 2,00... 3,00 |. 2,00 5.6. STRASSENRÄUME 24.25 16,50 bs 3,00 2,50 - Sechtemer Straße AT | | 328-325 4 500 25,50 20,00 Seite 72 Köln Parkstadt Süd Seite 73 Integrierte Planung eite I En} Boulevard Ringstraße Gassen 13,50 13,50 5,00 - | 400 275-1325 3,25 2,75 4,00 5.00 30,09 Zn 5.6. STRASSENRÄUME Köln Parkstadt Süd Seite 74 Integrierte Planung eite Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.1. Gestalterische Vorgaben 76 6.2. Räumliche Darstellungen 82 6.3. Testentwurf Baustein 33 88 6.4. Testentwurf Baustein 5 & 9 102 IDEENMARKT ALS RESSOURCE Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Testentwürfe eingeflossen und im größeren Maßstab überprüft worden. Innovative und inklusive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der Bürger, ein für Köln spezifisches Quartier zu gestalten, wird in den Testentwürfen angedacht und umgesetzt. Seite 75 Von Köln lernen In Köln mischen sich große und kleine Häuser. Wie selbstverständlich stehen die unterschiedlichen Bauepochen in Köln nebeneinander. Es entsteht ein charmantes Bild einer geordneten und zugleich ungeordneten Stadt. Unterschiedliche Atmosphären zwischen Großstadt und Veedel stehen nebeneinander. Es braucht dazu keine durchgehenden Bauhöhen, keine streng geregelten Höhen für den First und die Traufe, sondern ein Regelwerk, das auf neue Bauprogramme flexibel reagieren kann. Die heterogene Baustruktur soll durch das Regelwerk der Bausteine gestärkt werden. Die Bausteine definieren Außenräume, Plätze und Straßenzüge. Sie unterscheiden zwischen innen und außen, privat und öffentlich. Sie erzeugen klare Hierarchien und bieten dadurch die einfachste Orientierung im Stadtraum. Die Bausteine sollen ein unverwechselbares Modell für die Parkstadt Süd sein. 6. REGELWERK Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung GESTALTERISCHE VORGABEN Sockelgeschoss Das Sockelgeschoss orientiert sich an den Straßenräumen. Zu den autofreien Wohnwegen mit ihren breiten Gehwegen liegen die gemeinsam für das Wohnen nutzbaren Bereiche, z. B. großzügige Verbindungsgänge, Gemeinschaftsräume, Waschküchen und kleine Werkstätten. Sie garantieren die vertikale Durchmischung des Bausteins. Das Sockelgeschoss wird baulich überhöht. Es kann für die Nutzung von Cafes und Einzelhandelsflächen großzügig zu den Platzräumen hin geöffnet werden. Nutzungsmix Der Baustein kann unterschiedliche Wohnformen aufnehmen. Vom geförderten Wohnungsbau über Baugruppen und Baugenossenschaften bis hin zu freifinanziertem Wohnungsbau. Hier finden Reihenhaustypen, ökologischer Geschosswohnungsbau und Townhäuser zueinander. Das Stadtmilieu reicht von loftartigen Wohnformen über familiengerechte und behindertengerechte Grundrisse bis hin zu Mikro-Apartments. Neben dem Wohnen sind auch noch weitere Nutzungen wie Büro und Gewerbe möglich. Hier wird ein quartiersverträglicher Nutzungsmix vorgesehen. Innenhöfe Die Innenhöfe der Bausteine sind zum Großteil nicht unterbaut. Ein gesundes Wachstum von Bäumen kann garantiert werden. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Durch die Nichtunterbauung ist die Versickerungsmöglichkeit des Oberflächenwassers optimal gewährleistet. In nicht unterbauten Höfen können Gemeinschaftsgärten angeboten werden. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren und Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Zum Stadtraum hin sind vorwiegend introvertierte Loggien, zum grünen Innenhof hin großzügige Balkone vorgesehen. Es wird empfohlen, für die Innenhöfe in Bezug auf die jeweiligen Nutzungen blockweise Beschattungsstudien zu erstellen. Das Rettungskonzept sieht die Anfahrbarkeit und Rettung von den Straßenräumen aus vor. Die Innenhöfe müssen somit nicht durch die Feuerwehr befahrbar sein. Dachterrasse Die Dachterrassen werden begrünt und können den Bewohnern zur Nutzung angeboten werden. In einigen Bereichen sind Dachterrassen mit Sommerküche zur gemeinschaftlichen Nutzung denkbar. Seite 76 Seite 77 Integrierte Planung N Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Beispiel: Sockel in der Kölner Altstadt Köln Köln, Alter Markt Einheit Jeder Baustein hat ein verbindendes Sockelgeschoss. Über die Strukturierung der Fassaden, das verwendete Baumaterial und die Farbigkeit wird der Baustein als Einheit von mehreren Häusern gestärkt werden. Die Fassaden verschmelzen zu einem kompakten Baustein, ohne die Parzellierung zu verlieren. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Seite 78 Vielfalt Der Baustein wird durch die kleinteilige Parzellierung verfeinert. Die Teilung des Blockes in mehrere Häuser ermöglicht stadtverträgliche Eigentumsverhältnisse mit entsprechender Verantwortlichkeit. So kann ein höheres Haus auf eine kleine Parzelle treffen. Massen und Höhen Neben der blocktypischen klaren Definition von Öffentlichkeit undPrivatheitzeichnet sich der Baublock durch unterschiedliche Massen und Bauhöhen aus. Diese reagieren auf die diversen Lagen innerhalb des Quartiers. Durch die gestaffelte Verteilung entstehen eine lebendige Silhouette und ein differenzierter Stadtraum. Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 79 2 Marktturm 3 Tor zur Südstadt FÜNF TÜRME Die Türme stehen an wichtigen städtebaulichen Orten. Wie Konfetti sind sie in der Parkstadt Süd verstreut. Die fünf Türme haben die Farbigkeit des Steins der Kölner Altstadt. Erster Anlaufpunkt an prominenter Stelle im Quartier Parkstadt ist der Turm Gruß zum Grüngürtel. Er wird vom Grüngürtel und dem Bischofsweg umspült. Zwischen ihm und dem Marktturm spannt sich das Wohnquartier auf. Der Marktturm im Quartier Marktstadt gesellt sich als Vertikale zur Markthalle. Er nimmt die Großzügigkeit der Halle auf und unterstreicht ihre wichtige Funktion als Herz der Markstadt. Das Tor zur Südstadt im Quartier Entr&e wird von drei Türmen gebildet. Ein Cluster aus Splitterformen nimmt den historischen Parkraum in ihre Mitte. 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 80 Integrierte Planung eite Sockelbereich in einem Farbton und Material Häuser in unterschiedlichen Farben Material und Farben der Häuser Eigenfarben des Betons, Ziegels, Natursteins, Putzes vl 22 m Hochhausgrenze IV Y Hochpunkte in Farbe und Materialität des Sockels Höhenentwicklung in der Parkstadt Material und Farben des Sockels Stein des Kölner Doms und der Altstadt 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 81 Integrierte Planung eite „Gebäudelücken” mit Blick in den grünen Innenhof Breite 5-15 m Häuser mit Zugehörigkeit der unterschiedlichen Gebäudefugen zum Höhen benachbarten Baustein ein- bis zwei- Sockel geschossige A Sockelzone u Fassaden außen Loggien u Fassaden innen Balkone nicht unterbauter grüner Innenhof Untergeschoss . mit Mieterkellern Erschließung der Baukörper von außen Zusammensetzung der Bausteine 6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN Köln Parkstadt Süd Seite 82 Integrierte Planung eite 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 83 Integrierte Planung eite Blick vom Grüngürtel auf die Markthalle 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 84 Integrierte Planung eite Blick von der Großmarkthalle auf den Baustein 33 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 85 Integrierte Planung eite Blick vom Norden auf den Baustein 33 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 86 Integrierte Planung eite Gassenräume im Quartier 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Seite 87 Integrierte Planung eite Perspektive Stadtplatz 6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Der Baustein 33 befindet sich an der Sechtemer Straße am Übergang der Bonner Straße. Im Norden wird das Grundstück von einer Grünfläche mit schützenswertem Baumbestand begrenzt, im Westen verläuft die Bebauung an der neuen Achse von der Bonner Straße über das Großmarktgelände nach Köln- Raderberg. Die Sechtemer Straße soll nicht als Verkehrsachse ausgebildetwerden.SieistprimäreinestädtebaulicheSichtachse. Im Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Im nördlichen Grundstücksteil befindet sich ein Bestandswohngebäude und im Süden existieren Gebäudestrukturen eines Gewerbebetriebes. Der Baustein 33 berücksichtigt die städtebaulichen Parameter des Regelwerkes der Integrierten Planung hinsichtlich Nutzungsdichte, Nutzungsart und baulicher Qualität. Diese Parameter sollen exemplarisch umgesetzt werden. Zu den Straßenräumen hin werden klare Raumkanten ausgebildet. Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper ermöglichen die städtebauliche und architektonische Ausdifferenzierung des gesamten Blocks. Die Adressbildung der einzelnen Häuser gelingt durch eine eindeutige Zuordnung der Hauseingänge zu den Straßenräumen. Die Bebauung orientiert sich an den Höhen der Blöcke im geplanten Quartier, die übergreifend eine fünf- bis sechsgeschossige Mantelbebauung mit zweigeschossigen Einschnitten und ausgewählten Hochpunkten vorsieht. Diese architektonischen Akzente artikulieren wichtige 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 städtebauliche Blickrichtungen und Bezüge zur Umgebung. Der fünfzehngeschossige Hochpunkt gesellt sich zu den geplanten weiteren Hochpunkten am Kreisel an der Bonner Straße. Diese Dreierformation nimmt den vorhandenen grünen Parkraum in ihre Mitte. In Richtung Südstadt entsteht ein Stadteingang, der den Verlauf der Bonner Straße als wichtige Verkehrsachse aufwertet. Die achtgeschossige Bebauung an der Sechtemer Straße in Nähe der Großmarkthalle ist Fluchtpunkt der unterschiedlichen Richtungen in der Parkstadt Süd. Sie stärkt die neue Achse von der Bonner Straße nach Köln-Raderberg und den fußläufigen Weg entlang des Shared Space Sechtemer Straße. Um einen grünen, privaten Innenhof mit Kinderspielflächen gruppieren sich auf einem Sockel mit gewerblichen Nutzungen unterschiedliche Wohngebäude. Nutzungskonzept Für den Baustein 33 dienen die im Rahmen der Integrierten Planung aufgestellten Nutzungskonzepte als Grundlage. Es wird eine Mischung aus Kleinapartements z. B. für Studierende, Familienwohnen und Loftwohnen angeboten. Die Wohntypologien, die Gebäudehöhen und die Gebäudevolumen variieren je nach Nutzungsart. Die Planung sieht Wohnungen in unterschiedlichen Größen vor. Mindestens 30 Prozent davon sollen öffentlich gefördert sein. Als ergänzende Nutzungen werden im Erdgeschoss wohnungsnahe gewerbliche Nutzungen je nach Lagegunst angeboten. Angedacht sind neben klassischen Gewerbeflächen auch gastronomische Nutzungen. In den Untergeschossen sind die baurechtlichen notwendigen Seite 88 Stellplätze und die Kellerabstellräume für das Gewerbe und Wohnen untergebracht. Erschließung Der Baustein 33 ist über die vorhandene Sechtemer Straße und die Bonner Straße fußläufig sehr gut erreichbar. Über die Bonner Straße ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln gegeben. Die Sechtemer Straße als Shared Space bildet die wichtige Verbindungsachse zur Großmarkthalle und garantiert eine Verzahnung von Westen nach Osten. Der motorisierte Verkehr innerhalb des Quartiers soll weitestgehend minimiert werden. Die Tiefgaragen werden über die Ost-West-Verbindung Sechtemer Straße von der Bonner Straße aus erschlossen. Oberirdische Stellplätze im öffentlichen Straßenland können über die Bonner Straße angefahren werden. Die Feuerwehr und die Müllabfuhr können den Baustein 33 komplett umfahren. Die Feuerwehrrettung ist über die Anleiterbarkeit aller Wohnungen vom Straßenraum aus gesichert, sodass der Innenhof des Baublocks nicht befahren werden muss. Köln Parkstadt Süd Seite 89 Integrierte Planung eite 0... Dee DD. a \ IH dk Marktstraße 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 90 BE MEHRFAMILIEN STUDIERENDE / SINGLES | GEWERBE WM TEFeARAcE 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ÜBERBLENDUNG BESTAND Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 91 | 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 LAGE Seite 92 Köln Parkstadt Süd g Integrierte Planun LÄRMSCHUTZ VERKEHRSAUFKOMMEN | LAGEGUNST 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Seite 93 Köln Parkstadt Süd ng Integrierte Planui [] begehbare Grünflächen H begrünte Dächer GRÜNFLÄCHEN /W/h 7 A\\\ Ko2 Aussicht Grünfläche/Grüngürtel @ Blick zum Rhein @® Blick über Köln in den oberen Geschossen AUSSICHT 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 UNTERGESCHOSS 20 30 40 Seite 94 50m Seite 95 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ERDGESCHOSS 50m 40 30 20 10 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 96 DERININ SIE = E E: 2g N F S ei © u Er , TR > > ] & ES 55 er meer = 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 REGELGESCHOSS En Seite 97 Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung m mau] S | 8a HEN CELL ec gucreen 2 p co mn ers je Bu 5 | IF oe II: ee e 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 REGELGESCHOSS Er ge ge reg = 40 50m Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung Seite 98 s . mm al Ne] N Te] ‚I mn ee N Te TI Ni] II li N U Ta IT Tai I] Il ITNTIN “ [] 6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ANSICHT NORD En Köln Parkstadt Süd . Seite 99 Integrierte Planung eite Mz = ESBEEEE (H—--——-- SIENEIE EEEE urn Danjnananannanann tr zu 0 0 0 gm ee 6.3.TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ANSICHT SÜD Köln Parkstadt Süd Integrierte Planung 2 ND hE 6.3.TESTENTWURF BAUSTEIN 33 KONZEPTSCHNITT Seite 100 AM

Beratungsverlauf

  1. 02.07.2018

    Bezirksvertretung 3 (Lindenthal)

    TOP 11.3.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 17.09.2018 zuletzt

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 10.2, Kenntnisnahme (Mitteilung).

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