1386/2018
Integrierte Planung Parkstadt Süd; hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation
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Anlage 1
79604 Zeichen
KÖLN PARKSTADT SÜD
O&O
Köln Parkstadt Süd
Seite 2
Integrierte Planung eite
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Köln Parkstadt Süd
Seite 4
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
1.1.
1.2.
1.3.
2.1.
2.2.
2.3.
2.4.
2.5.
3.1.
3.2.
3.3.
3.4.
3.5.
4.
4.2.
4.3.
4.h.
4.5.
4.6.
4.7.
4.8.
4.9.
4.10.
INTEGRIERTE PLANUNG
Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd
Grundlagen und Ziele
Bodendenkmäler
QUARTIERE
Quartier Parkstadt
Quartier Marktstadt
Quartier Entree
Quartier Bildungslandschaft
Grüngürtel
NUTZUNGSKONZEPTE
Nutzungen Erdgeschoss
Nutzungen Obergeschosse
Nutzungen Gesamt
Bildungsinfrastruktur
Flächenbilanzierung
STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN
Bausteine
Geschossigkeit
Abstandsflächen
Feuerwehrerschließung
Grünflächen
Dachbegrünung
Spielflächen
Platzräume
Integriertes Regenwassermanagement
Stadtklimatische Untersuchung
10
14
17
18
22
24
26
28
30
35
36
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38
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40
41
42
43
45
46
48
50
91
52
96
3.1.
5.2.
5.3.
5.4.
5.5.
5.6.
6.1.
6.2.
6.3.
6.4.
MOBILITÄTSKONZEPT [AUSZUG]
Rad- und Fußgängerverkehr
ÖPNV
MIV
Ruhender Verkehr
Mobilitätshaus
Straßenräume
REGELWERK
Gestalterische Vorgaben
Räumliche Darstellungen
Testentwurf Baustein 33
Testentwurf Baustein 5 & 9
PLANUNGSBETEILIGTE
IMPRESSUM
Seite 5
61
62
66
67
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70
75
76
82
88
102
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Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
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Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
1.1.
1.2.
1.3.
Kooperatives Verfahren Parkstadt Süd
Grundlagen und Ziele
Bodendenkmäler
10
14
17
Seite 9
Ein neues Stadtquartier zwischen Rhein und Universität
Die Parkstadt Süd ist Kölns größtes Stadtentwicklungsprojekt
der kommenden Jahre. Südlich des linksrheinischen
Eisenbahnrings wird zwischen Luxemburger Straße und
Rheinufer der historische Innere Grüngürtel vollendet. Köln
gewinnt damit eine weitere attraktive Grünanlage hinzu. Sie wird
nach ökologischen, klimatischen und freiraumplanerischen
Kriterien gestaltet.
Es wird ein neues urbanes Quartier zum Wohnen, Arbeiten
und Leben geschaffen. Ein neuer Stadtteil mit Wohnraum für
etwa 10.000 Menschen und mehr als 4.000 Arbeitsplätzen
entsteht. Das Herz des Quartiers ist die denkmalgeschützte
Großmarkthalle.
Die Integrierte Planung verbindet die für die heutige
Stadtentwicklung wichtigen Themen Städtebau, Architektur,
Freiraumplanung, Umwelt und Verkehr. Für die Erstellung eines
Mobilitätskonzepts, für das Regenwassermanagement und
für die stadtklimatischen Untersuchungen wurden Fachplaner
beauftragt. Zudem fanden zahlreiche Vorschläge aus dem
Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens Berücksichtigung in
der Planung. Die Integrierte Planung ist das Ergebnis eines
intensiven Prozesses, der mit Beteiligung aller Bürgerinnen
und Bürger der Stadt Köln stattgefunden hat.
1.INTEGRIERTE PLANUNG
Köln Parkstadt Süd
Seite 10
Integrierte Planung eite
ni
Stand: 2015
1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
KOOPERATIVES VERFAHREN
Im internationalen Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd Köln
beschäftigtensichfünfTeamsmitderVollendungdeshistorischen
Inneren Grüngürtels in Köln und der Stadterweiterung im
Bereich des Großmarktes. Durch die geplante Verlagerung
des Großmarktareals werden im Kölner Süden Flächen von
insgesamt 110 Hektar in bester Innenstadtlage frei. Die Stadt
Köln legte bei der städtebaulichen Entwicklung des Areals
besonderes Augenmerk auf die Kooperation zwischen den
Fachdisziplinen. Darüber hinaus war der Planungsprozess in
ein intensives Beteiligungsprogramm mit der Öffentlichkeit
eingebettet. Das Kooperative Verfahren sollte neben den
fünf eingeladenen interdisziplinären Teams aus Stadt- und
Landschaftsplanerinnen und -planern auch möglichst viele
Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft ermutigen, ihre
Interessen und Vorstellungen einzubringen. Über den Zeitraum
des Verfahrens boten daher verschiedene Veranstaltungen wie
Stadtteilspaziergänge, Themenabende oder der Ideenmarkt die
Möglichkeit, sich mit den Gegebenheiten zu befassen. Unter der
Leitung von Prof. Klaus Overmeyer übernahm das Büro Urban
Catalyst Studio die Moderation des Planungsverfahrens. So
wurde der direkte Austausch zwischen der Stadtgesellschaft,
den Planungsteams, dem Begleitgremium sowie Politik und
Verwaltung gefördert. Gemeinsame Ideen für die Parkstadt Süd
wurden schrittweise entwickelt und in die Planung integriert -
ein gutes Beispiel für demokratische Entscheidungsprozesse,
die eine Chancengleichheit für unterschiedliche Alters- und
Sozialgruppen gewährleisten.
Im Kooperativen Verfahren konnten die Ideen der
Arbeitsgemeinschaft aus RMP Stephan Lenzen
Landschaftsarchitekten, O&O Baukunst, BSV Büro für Stadt-
und Verkehrsplanung und BCE Björnsen Beratende Ingenieure
das Begleitgremium und die Stadtgesellschaft überzeugen.
Mit den Ergebnissen des Kooperativen Verfahrens Parkstadt
Süd wurden wichtige Meilensteine für den bevorstehenden
Planungsprozess gesetzt.
Würdigung durch das Begleitgremium
„O&O Baukunst sind Bildhauer, die eine neue Stadtsilhouette
inmitten der Stadt schaffen.“
Franz-Josef Höing, Baudezernent der Stadt Köln, 2016
Das Grundkonzept zeichnet sich durch eine geschickte Geste
aus, die dem Grünzug die nötige Kraft, zusammenhängende
Durchlässigkeit und eine angemessene Dimension verleiht:
Auf eine Bebauung entlang der Bahntrasse wird entschieden
verzichtet. Die großzügige Verlängerung des übergeordneten
Inneren Grüngürtels ist konsequent. Gleichermaßen bietet sich
ein städtebaulich robustes und prägnantes Erscheinungsbild
mit klarer Stadtstruktur und dezidiertem Erschließungssystem
- ein „neues Stück Stadt“ bauen ist in diesem Entwurfskonzept
eindeutig gelungen.
Das zentrale Marktquartier bildet durch die dichte und kompakte
Bebauungsstruktur ein eigenständiges Quartier. Die Markthalle
wird als klare Mitte herausgestellt. Die städtebauliche Fassung
Seite 11
der Halle durch markante Hochpunkte schafft ein attraktives,
urbanes Umfeld mit großer Anziehungskraft weit über die
Parkstadt hinaus.
Die vorgeschlagenen Blockstrukturen, deren Größenordnungen
und Höhen besitzen eine angemessene Dimension, die
unterschiedlich und flexibel [Wohnmodelle und Nutzungen)
ausformuliert werden können. Auch die stadtstrukturelle
Kopfbildung an der Sechtemer Straße zur Bonner Straße
kann überzeugen. Sie ist ein Beispiel für eine angemessene
Betonung besonderer Orte an Eingängen und Quartiersplätzen
durch markante bauliche Hochpunkte des Entwurfskonzeptes.
Die Varianz von weiteren öffentlichen Räumen - u. a. vom
Pocketpark und von Quartiersplätzen im westlichen Bereich des
Marktquartiers - ist plausibel und im Hinblick auf Größe und
Anordnung ausreichend strukturiert. Die Lage und Anordnung
der weiterführenden Schullandschaft wird als positiv gesehen.
Die Querungen und Durchgänge in den Quartieren, insbesondere
die Wiederherstellung der Verbindung Sechtemer Straße zur
Raderberger Straße, funktionieren. Das Erschließungssystem
ist einfach strukturiert und erlaubt eine eindeutige Zuordnung
von gewerblicher Erdgeschossnutzung. Der Boulevard für
Fußgänger- und Langsamverkehr bietet das Rückgrat des neuen
Quartiers mit dem Potenzial, die Buslinie im Quartier entlang zu
führen.
1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
PHASE 1 PHASE 2
ENTDECKEN, AUSTAUSCHEN, \W DAS GROSSE GANZE,
ANALYSIEREN IDEEN SAMMELN
_ ERGEBNISSE
MASTERPLAN, ESIE, —.
POSITION STADT KÖLN
EGLEITGREMIUM
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KONZEPTENTWICKLUNG
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ARSER ÖFFENTLICHKEIT RETTET: | PaRKsTaor süp ! En:
[_) UND KONFLIKTE QLALITÄTEN IDEEN SAMMELN
br
13.0415
Auftakt und
stadtspaziergang
12.0515 719.05.15
26.05.15 [02.06.15
Themenabende
ril Mai uni Juli August
1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PLANUNGSPROZESS PARKSTADT SÜD
GESAMTKONZEPTE,
IDFENMARKT
PHASE3
DAS KLEINE
HI GANZEN
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u RÜCKKOPPLUNG
04.105.0915
Gesamtkonzept
und Ideenmarkt
September
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Suartiene
Gktober
VERTIEFUNG
QUARTIERE
PHASE 4
GESAMT-
ENTWÜRFE
BEITUNG
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26.115
23.24.1015 Präsentation
der Ergebnisse
November
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u RÜCKKOPPLUNG | RÜCKKOPPLUNG
Dezember
PHASE5
NACHBEREITUNG UND
ERSTELLUNG INTEGRIERTER PLAN
INTEGRIERTER PLAN &
UMSETZUNGSSCHRITTE
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I RÜCKKOPPLUNG
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2016 (t
Seite 12 |
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem
Kooperativen Verfahren Parkstadt Süd, wurde 2015 in Kooperation
von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und
Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein
freiraumplanerisches und städtebauliches Bild für die Entwicklung
der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des
Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 [Vorlage Nr. 3832/2015]
hat der Stadtentwicklungsausschuss die Bedeutung des Projektes
unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte
Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der
Grundlage des Ergebnisses des Kooperativen Verfahrens Parkstadt
Süd zu erstellen.
Ein wesentlicher Bestandteildes Kooperativen Verfahrens Parkstadt
Süd war die Teilhabe der Stadtgesellschaft am Planungsprozess und
dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Experten
und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen
der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel, Stadtgestalt und Ökologie
zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix
aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Kultur, Bildung, Sport
und sozialer Infrastruktur sichergestellt werden. Ebenso wurde
eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichtigung von
Freiraum und Klima gefordert.
Die Umsetzung der Ideen aus dem Ideenmarkt innerhalb des
weiteren Planungsprozesses ist ein wichtiger Baustein einer
qualitätsvollen Quartiersentwicklung.
im Rahmen der Teilhabe wurden auch Starterprojekte und
Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen
thematisiert und gefordert.
Das breite Spektrum an Ideen und Projektvorschlägen [Entwicklung
öffentlicher Räume und Grünflächen, essbare Stadt, barrierefreie
Seite 13
umweltverträgliche Mobilität, Sport- und Freizeitmöglichkeiten,
kinder- und familiengerechte Quartiere, Klima und Resilienz,
Inklusion sowie quartiersverbundene ÜÖkonomien) zeigt:
Zwischennutzungen und temporäre Projekte in der Parkstadt
Süd können viele gesellschaftliche Themen und Lebensbereiche
betreffen. Die Ideen der Initiativen und die Projektvorschläge
aus dem Ideenmarkt haben die Gesamtkonzeption der
Planungsteams beeinflusst. Auf Wünsche nach alternativen
Wohnformen, Gemeinschaftsräumen, Arbeitsräumen sowie
sozialen Interaktionsflächen wurde vorausschauend mit flexiblen
baulichen Typologien lin den Erdgeschosszonen], spezifischen
Nutzungszonierungen und adaptiven Parkstrukturen reagiert. Aber
auch in den ersten Entwicklungsphasen sind Flächen, Gebäude
sowie insbesondere die Parkränder für temporäre und flexible
Nutzungen als eine Chance für die mögliche Verortung vieler
zwischennutzungsrelevanter Ideen aus dem Ideenmarktidentifiziert
worden.
1.1. KOOPERATIVES VERFAHREN PARKSTADT SÜD
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
| VOLKSGARTEN
vs
SÜD-
STADION &
S
RADERBRGER
BRACHEF
Planungsgebiet
1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE
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3
Seite 14
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
GRUNDLAGEN UND ZIELE
Grundlage der Integrierten Planung sind die Ergebnisse des
Kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd. Das Plangebiet umfasst
eine Größe von ca. 43 Hektar. Die Integrierte Planung betrachtet
die Teilbereiche zwischen Bischofsweg, Markthalle und Bonner
Straße bis zum Rhein. Im Plangebiet ist eine Funktionsmischung
aus bezahlbarem Wohnraum, quartiersbezogenen Schulbauten
und Kitaflächen vorgesehen. Des Weiteren werden innovative
Bürokonzepte für mehr als 4.000 Mitarbeiter sowie attraktive
Handels- und Verkaufsflächen in den Erdgeschosszonen mit
Kulturbauten kombiniert. Die Nutzung der Großmarkthalle
und ein Mobilitätshaus tragen zur Belebung des Quartiers
bei. Diesen Nutzungen stehen Freiflächen und Grünräume
in angemessener Größe gegenüber. Die Integrierte Planung
definiert die Dichte und die Durchmischung des Quartiers. Auf
Grundlage der gesetzlichen Möglichkeiten soll ein attraktives
urbanes Quartier im Süden Kölns entstehen. Die Integrierte
Planung verbindet die für die Stadtentwicklung wichtigen
Themen Städtebau, Architektur, Freiraumplanung, Umwelt
und Verkehr. Westentliches Augenmerk wurde hierbei ebenso
auf die soziale Wohnraumförderung und die Schaffung eines
(ausreichenden) Angebotes von Arbeitsplätzen wie auch
auf die zukunftsfähige Organisation von Mobilität und die
Sicherung von Daseinsvorsorge (Schule, Schutz zentraler
Orte] gelegt. Für die Erstellung eines Mobilitätskonzepts, für
das Regenwassermanagement und für die stadtklimatischen
Untersuchungen wurden Fachplaner beauftragt. Die
Seite 15
Ergebnisse sind in der Integrierten Planung berücksichtigt und
werden auszugsweise dargestellt. Zudem fanden zahlreiche
Vorschläge aus dem Ideenmarkt des Kooperativen Verfahrens
Berücksichtigung in der Planung. So etwa der Wunsch nach
mehr Grün im Quartier und Baugruppen, die Möglichkeiten
für kulturelles Engagement und Inklusion bieten. Diese Ideen
werden in späteren Qualifizierungsverfahren aufgenommen
und vertieft.
EineReduzierungdesgesamtenmotorisiertenIndividualverkehrs
(MIV) soll durch ein maßgeschneidertes integriertes
Mobilitätskonzept erreicht werden. Die baurechtlichen
Parameter wie Abstandsflächen, Feuerwehrerschließung, der
Bedarf nach Stellplätzen für Pkw und Fahrräder sowie die
Grundstücksausnutzung münden in ein Regelwerk [Kapitel
6). Die baulichen Qualitäten des Quartiers werden anhand von
räumlichen Darstellungen gezeigt. Anhand von Testentwürfen
werden die Bausteine 5, 9 und 33 planerisch überprüft.
Die Planung für den Grüngürtel wird in einem separaten
Planungsverfahren vertieft. Die vorliegende Intergierte Planung
definiert für dieses Verfahren die Rahmenbedingungen,
die Parkkante und die Profile der Übergänge, den
Versickerungsbereich und die durch dieneue Bebauungsstruktur
benötigten Grünflächen.
1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE
Köln Parkstadt Süd
Seite 16
Integrierte Planung eite
SS
NSS
>
N
5%
MH neue Bausteine _ Bestandsgebäude Straßen / Wege
IE öffentliche Nutzung HE Grünflächen
1.2. GRUNDLAGEN UND ZIELE ARBEITSPLAN
Köln Parkstadt Süd .
Integrierte Planung Seite 17
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1.3. BODENDENKMÄLER
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Quartier
Quartier Entree
Parkstadt
Quartier
Pe
Quartier Quartier
Bildungslandschaft Entree
Quartier
Marktstadt
Seite 18 |
Quartier
Bildungs-
landschaft
Quartier
Parkstadt
Blick vom Grüngürtel
2. QUARTIERE ÜBERSICHT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
2.1. Quartier Parkstadt 22
2.2. Quartier Marktstadt 24
2.3. Quartier Entree 26
2.4. Quartier Bildungslandschaft 28
2.5. Grüngürtel 30
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Die in der Integrierten Planung vorgeschlagenen Zonierungen in
die Bereiche Quartier Parkstadt, Quartier Marktstadt, Quartier
Entree und Quartier Bildungslandschaft ermöglichen die
zeitliche und räumliche Integration der zahlreichen Ideen aus der
Stadtgesellschaft. Die im Ideenmarkt von den Bürgern gewünschten
Punkte, die in den folgenden Unterkapiteln näher aufgeführt
werden, und die prozessuale Umsetzung der Ideen sollen realisiert
werden. Eine ökologisch zukunftsweisende Stadtgestaltung sowie
die Integration der inklusiven Kultur werden dabei berücksichtigt.
Die detaillierte Verortung einzelner Ideen wird in den weiteren
Planungsschritten geschehen.
Seite 19
Die Integrierte Planung ist in vier städtebauliche Quartiere
gegliedert: das Quartier Parkstadt im Westen, das
Quartier Marktstadt als Herz der Stadtentwicklung um die
historische Großmarkthalle, das Quartier Entree mit dem
Hochpunktensemble an der Bonner Straße und das Quartier
Bildungslandschaft im östlichen Bereich.
Die einzelnen Quartiere können unabhängig voneinander
entwickelt werden. Die Planungs- und Umsetzungsintervalle
können auf die jeweilige Entwicklung und die Ressourcen
abgestimmt werden.
FürdiezukünftigenPlanungenimBereichGrüngürtelvomEifelwall
bis zum Rhein ist ein unabhängiges landschaftsplanerisches
Auswahlverfahren vorgesehen. Im vorliegenden Gesamtplan
wurde informatorisch der Stand des Kooperativen Verfahrens
Parkstadt Süd des Grüngürtels eingeblendet.
2. QUARTIERE
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
Pocketpark und Boulevard
2. QUARTIERE
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
Promenade am Grüngürtel
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
QUARTIER PARKSTADT
Vier Blockreihen und die unterschiedlichen Straßenräume
strukturieren den Bereich. Es werden einfache Bautypologien
vorgeschlagen. Sie gliedern den Stadtraum und schaffen
unterschiedliche maßstäbliche Raumzusammenhänge. Es
entstehen klare Raumkanten, die öffentliche und private
Bereiche voneinander trennen. Zum Grüngürtel im Norden
stehen die Blöcke kompakt an der Parkkante. Eine vorgelagerte
Promenade unterstreicht den Übergang zum Naturraum. In
die Blockstruktur sind Platzräume eingestreut. Am neu zu
schaffenden Übergang zur Südstadt entsteht ein Stadtplatz.
Dieser soll durch einen Nutzungsmix belebt werden. Südlich des
Boulevards befindet sich ein grüner Pocketpark als Mittelpunkt
des Quartiers.
Eine bautypologische Mischung aus Block und Einzelhaus bildet
urbane Baublöcke. Auf einem durchgängigen verbindenden
Sockel stehen einzelne Häuser. Sie sind in der Höhe gestaffelt.
Die städtebauliche Struktur aus zwei- bis achtgeschossigen
Parzellen ermöglicht eine differenzierte Vergabe von
Grundstücken und eine pragmatische Durchmischung
unterschiedlichster Funktionen. Durch diesen Mix entsteht
ein selbstverständliches Angebot vielfältigster Formen des
Wohnungsbaus. Investoren, Baugruppen, Genossenschaften,
Einzelpersonen und die öffentliche Hand können gleichermaßen
als Bauherren fungieren.
Die drei Straßenräume der Parkstadt sind unterschiedlich
ausformuliert. Der 30 Meter breite grüne Boulevard ist als
autofreier Bewegungsraum des Quartiers vorgesehen. Er wird
zunächst als Mobilitätstrasse mit Busanbindung ausgebaut.
Später sind die Anbindung an das Stadtbahnliniennetz sowie
ein autonomer Bus-Shuttle-Service mit Anbindung an die
zukünftige S-Bahnhaltestelle Bonner Wall geplant. Die 20 Meter
breite Ringstraße mit lockerem Baumbestand fungiert als
zweistreifige Erschließungsstraße. Daneben gibt es autofreie
12 Meter breite Wohnwege ohne Bepflanzung. Sie sollen an die
mittelalterlichen Gassenräume in Köln erinnern.
2.1. QUARTIER PARKSTADT
Das Quartier Parkstadt ist überwiegend für das neue Wohnen
vorgesehen. Die überhöhte Erdgeschosszone der Bebauung kann
attraktiv Konzepte des Wohnens, der Inklusion, und der Kultur
aufnehmen. Der Stadtplatz im Westen mit optimaler Anbindung
an den Grüngürtel und die Südstadt, der Pocketpark im Osten
und die Mobilitätstrasse bieten Möglichkeiten der Integration der
Bürgerideen in den Außenraum. Am Stadtplatz ist der Baustein 5
für kreative Nutzungen, quartiersbezogenen Nutzungen und für die
Büronutzung vorgesehen.
Seite 22
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
2.1. QUARTIER PARKSTADT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
QUARTIER MARKTSTADT
Die 1920 erbaute denkmalgeschützte Großmarkthalle ist das
Herz des Quartiers. Hier sammeln sich die für die Identität der
Parkstadt Süd wichtigen kulturellen und sozialen Funktionen:
Eine vierzügige Grundschule, das Mobilitätshaus sowie Büro-
und Wohnhäuser bestimmen die Freiräume. Im Süden der
Großmarkthalle entsteht in Fortsetzung zur Haltestelle das
zentrale Mobilitätshaus. An der denkmalgeschützten Alten
Versteigerungshalle bildet sich ein lebendiger Mobilitätsplatz.
Im Norden der Großmarkthalle entsteht ein Marktplatz
mit Blick auf den neuen See und auf den Grüngürtel. Die
Großmarkthalle eignet sich für zahlreiche Nutzungskonzepte.
Kleinteilige quartiersbezogene Nutzungen, Geschäfte,
Bäckereien, Bars/Cafes/Restaurants können neben
größeren kulturellen Einrichtungen wie Galerien, Musik-
oder Tanzschulen und einem Bürgerzentrum bestehen. Die
Alltagstauglichkeit des Gebäudes ist damit garantiert und das
denkmalgeschützte Gebäudeensemble wird als Zentrum des
Quartiers ausgebaut. Die eingeschossigen Seitenbauten haben
jeweils acht markant eingefasste Zugänge. Das Marktamt
umschließt einen kleinen begrünten Innenhof. Er könnte als
Jugendclub ausgebaut werden. In Teilen des Marktamtes wird
ein Stadtteilbüro eingerichtet, das während des gesamten
Planungs- und Bauprozesses als Informationszentrum genutzt
werden kann. Zum Grüngürtel hin können sich verschiedene
Gastronomiekonzepte aneinanderreihen. Sie öffnen sich zur
großen Freifläche. Von den Schmalseiten im Westen und Osten
kann man die Markthalle erschließen. Über kleine Platzräume
wie von der Sechtemer Straße betritt man den frei überspannten
Hallenraum. Hier könnten Nutzungen in frei eingestellten
Kuben angeboten werden. Mögliche Nutzungen reichen von
kulturellen Nutzungen bis hin zu Sportflächen und sollen sich
aus der Ideensammlung der Bürger speisen. Unter anderem
wäre in historischer Anlehnung an den ehemaligen Großmarkt
die Nutzung in Form eines Naschmarktes nach Wiener Vorbild
vorstellbar. Es könnte eine Mischung aus gastronomischen
Verkaufsangeboten, kleineren Bars und Gaststätten sowie
kleinerer Kulturangebote vorgesehen werden. Für eine
vertiefende Planung innerhalb einer Konzeptvergabe zur
Hallennutzung sollte man aus feuerwehrtechnischer Sicht von
einer Veranstaltungshalle für ca. 4.000 Besucher ausgehen. Die
benötigten Fahrradstellplätze könnten im Untergeschoss der
Halle vorgesehen werden. Die benötigten Pkw-Stellplätze für
eine Hallennutzung werden in den umliegenden Parkhäusern
angeboten und sind Teil der Berechnung des Stellplatzbedarfes
des Mobilitätskonzeptes.
2.2. QUARTIER MARKTSTADT
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Das Quartier Marktstadt ist geprägt durch eine vielfältige
Durchmischung der Nutzungen. Im Zentrum der Marktstadt steht
die Großmarkthalle, die mit den umgebenen Platzräumen attraktive
Flächen für Ideen und Wünsche der Bürger aus der Ideenwerkstatt
anbieten kann. Kulturelle, inklusive und sozialverträgliche
Nutzungen sind in allen Bausteinen temporär und längerfristig
möglich. Unterschiedliche Ideen zur Großmarkthalle wie z. B. ein
Naschmarkt nach Wiener Vorbild oder einer Markt für „gutes Essen“
sowie Räume für darstellende Künste, eine Bühne und Proberäume
sowie Räume zur Aus- und Weiterbildung sind wünschenswert.
Seite 24
Unterschiedliche Wohnangebote wie inklusive Wohnateliers,
Galerien und Kulturcafes können in die weitere Planungsschritte
integriert werden. Im Marktamt der Großmarkthalle wird als ein
Starterprojekt ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle für die Parkstadt
Süd eingerichtet.
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
2.2. QUARTIER MARKTSTADT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
QUARTIER ENTREE
Das Quartier befindet sich am Übergang der Bonner Straße
zum Großmarktgelände im Kölner Süden und soll den Auftakt
für das entwickelte Bebauungskonzept der Parkstadt Süd
als innerstädtische Entwicklungsfläche bilden. Das Quartier
wird durch die Bausteine 29-34 als einfache Gebäudekanten
räumlich gefasst. Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper
ermöglichen dabei die städtebauliche und architektonische
Ausdifferenzierung des gesamten Quartiers. Die Bebauung
orientiert sich an den Höhen der Blöcke im geplanten
Quartier, die übergreifend eine fünf- bis sechsgeschossige
Mantelbebauung mit zweigeschossigen Einschnitten und
ausgewählten Hochpunkten vorsieht. Diese architektonischen
Akzente artikulieren wichtige städtebauliche Blickrichtungen
und Bezüge zur Umgebung. Die Überhöhung der Baukörper
an der Bonner Straße ist städtebaulich präzise gewählt.
Die fünfzehngeschossigen Hochpunkte bilden eine neue
Formation an der Bonner Straße. Diese Dreierformation
nimmt den vorhandenen grünen Parkraum in ihre Mitte. In
Richtung Südstadt entsteht ein Stadteingang, der den Verlauf
der Bonner Straße als wichtige Verkehrsachse aufwertet. Die
achtgeschossige Bebauung an der Sechtemer Straße in Nähe
der Großmarkthalle ist Fluchtpunkt der unterschiedlichen
Richtungen in der Parkstadt Süd. Sie stärkt die neue
städtebauliche Sichtachse von der Bonner Straße nach Köln-
Raderberg und den fußläufigen Weg entlang der Sechtemer
Straße. Im Norden wird das Quartier von einer Grünfläche
mit schützenswertem Baumbestand begrenzt, im Westen
verläuft die Bebauung an der neuen Achse von der Bonner
Straße über das Großmarktgelände nach Köln-Raderberg. Im
Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden
von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Das Quartier
ist fußläufig und per Fahrrad über die Sechtemer Straße und
die Bonner Straße sehr gut erreichbar. Über die Bonner Straße
ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt Köln
möglich. Die einzelnen Nutzungen der Bausteine richten sich
nach dem mit der Stadt Köln abgestimmten Nutzungskonzept.
Wohn-, Büro- und Einzelhandelsflächen ermöglichen eine
urbane Mischung.
2.3. QUARTIER ENTREE
Seite 26
Köln Parkstadt Süd
Seite 27
Integrierte Planung eite
2.3. QUARTIER ENTREE
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT
Eine weiterführende Gesamtschule mit Sechsfachsporthalle
befindet sich im Osten des Areals. Um einen zentralen Bereich
liegen die notwendigen, dreigeschossigen Schulbauten. In
Verbindung mit den grünen Pausen- und Sportbereichen und
der Sechsfachsporthalle entsteht ein lebendiger öffentlicher
Schulcampus auf einer Grundstücksfläche von 25.000
Quadratmeter. Die gemeinsame Mensa, die Aulen und die
Bibliotheken könnten für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht
werden. Die vierzügige Grundschule orientiert sich mit der
SchmalseitezurSchönhauserStraße.UmeinenPausenhofbereich
gruppieren sich die zwei- bis dreigeschossigen Gebäudeteile
auf einer Grundstücksfläche von 8.000 Quadratmeter. Eine
städtebauliche Stärkung wird an den Randbereichen der Schule
durch die Dreigeschossigkeit erreicht.
Das denkmalgeschützte Bolder-Gebäude an der Koblenzer
Straße und der dahinter liegende Hallenraum werden durch den
neuen Baustein 35 architektonisch eingebunden. Eine Kita ist in
diesem Bereich vorgesehen. Der Baustein 36 ist als Wohnblock
konzipiert und könnte Raum für Studierende und Senioren
bieten. Die Grundschule und die Gesamtschule gruppieren sich
als Campus um einen gemeinsamen Platzraum. Die Alteburger
Straße wird als Umwelttrasse ausgebaut und soll nur durch den
ÖPNV befahrbar sein, eine Befahrung durch den motorisierter
Individualverkehr ist nicht vorgesehen.
2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Das Quartier Bildungslandschaft sieht eine Verdichtung von
Bildungseinrichtungen vor. Dadurch werden kurze Wege und
Synergien geschaffen. Eine Grundschule, eine weiterführenden
Schule, Kitas und Wohnungen für Studierende gruppieren sich um
einen Campusplatz. Die aus dem Ideenmarkt stammende Idee der
Erweiterung der Inklusiven Bildungslandschaft Süd wird in weiteren
Planungsschritten berücksichtigt.
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite |
2.4. QUARTIER BILDUNGSLANDSCHAFT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
GRÜNGÜRTEL
Die Idee, den Parkraum entlang des Bahndamms vorzusehen,
ist die einfachste Verlängerung des historischen Grüngürtels.
Der Verzicht auf Bebauungsstrukturen am Bahndamm
ermöglicht die gewünschte Durchgängigkeit des Freiraums bis
zum Rhein. Das 2-Zonenmodell würdigt in besonderer Weise die
Ablesbarkeit der stadthistorischen Strukturen der ehemaligen
Befestigungsanlagen Kölns. Die Landschaftsterrassen des
Entwurfes ermöglichen es, den Bahnkörper, der sich über eine
Breite von fast50 Metererstreckt,angemessenindenneuen Park
zu integrieren. Im Dialog mit dem Grünzug steht der kompakte
Stadtraum der Parkstadt Süd. Die Großzügigkeit desParks sucht
eine Kompaktheit in der Stadt. Stadt und Park reagieren an ihren
Rändern aufeinander. Die Gestaltung des Parks verdichtet sich
zur Stadt hin, ohne seine übergeordnete Idee des offenen und
nutzungsvielfältigen durchgängigen Parkraums zuverlieren. Um
das Herz der Großmarkthalle entstehen moderat extrovertierte
Freiräume für die Öffentlichkeit. Querungen werden aus dem
Stadtgefüge aufgenommen, vorhandene Grünpotenziale wie das
ehemalige Friedhofsareal an der Sechtemer Straße integriert.
Einen besonderen Aspekt bildet die Schaffung des Grünbereichs
entlang des Bischofsweges und der Marktstraße. Dieser Bereich
bildet einerseits einen privaten südorientierten Freiraum für die
Bebauung. Andererseits übernimmt er auch Vernetzungs- und
Verbindungsaufgaben für Raderberg. Der Grünbereich an der
Marktstraße, Ecke Bonner Straße istein landschaftsgeschützter
Bereich. Er wird von jeglicher Bebauung freigehalten. Durch die
neue Verkehrsführung wird der Bezug zur südlichen Bebauung
gestärkt.
In die Integrierte Planung werden die Ergebnisse des
Kooperativen Verfahrens informatorisch eingebunden. Die
vorliegende Integrierte Planung definiert den geometrischen
Übergang der Parkkante im Norden zwischen Grüngürtel und
den einzelnen Quartieren. Die geometrische Baugrenze zum
Bischofsweg und zur Raderberger Brache wird in Abstimmung
mit dem Verkehrskonzept festgelegt. Die aus der jeweiligen
Flächenbilanzierung der Quartiere benötigten Freiflächen wie
z.B. die Kinderspielflächen werden im Arbeitsplan nachrichtlich
im Grüngürtel verortet. Die Umsetzung der zahlreichen
Bürgeranregungen wird in den Planungen ausgewählter
Bereiche des Grüngürtels berücksichtigt. Die bisherigen
Planungen zum Pionierpark und zum Pionierweg im Bereich
des Grüngürtels werden informatorisch dargestellt.
2.5. GRÜNGÜRTEL
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Die Ideen der Stadtgesellschaft für den Grüngürtel werden in den
weiteren Planungsprozessen berücksichtigt. Der Sportpark Süd
wird als moderne Sportlandschaft ausgebaut. Es entsteht ein
grünes Band als gewünschter Ort der Bewegung und Begegnung.
Wichtige soziale Themen wie die Entschleunigung, der Umgang
mit dem Freiraum und das Klima werden im Pionierpark und auf
dem Pionierpfad exemplarisch ermöglicht. Der Innere Grüngürtel
und der Volksgarten werden als zusammenhängende Grünfläche
der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Dabei ist die
barrierefreie Grüngürtelfortführung an der Luxemburger Straße ein
Seite 30
Fokusbereich. Im Zuge des Ideenmarkts wurde ein Radschnellweg
im Grünzug neben der Bahnlinie erarbeitet. Auch die Idee eines
Kulturgürtels in unterschiedlichen Abschnitten wird in der weiteren
Planung verfolgt.
Pionierpark und Pionierweg
| Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
2.5. GRÜNGÜRTEL
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
FEEHF EHER
Rheinbalkon
2.5. GRÜNGÜRTEL
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
Blick über den neuen Grüngürtel auf die Parkstadt Süd
2.5. GRÜNGÜRTEL
Köln Parkstadt Süd
Seite 34
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
3.1. Erdgeschoss 36
3.2. Obergeschosse 37
3.3. Gesamt 38
3.4. Bildungsinfrastruktur 39
3.5. Flächenbilanzierung 40
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Die aus dem Ideenmarkt entstandenen Anregungen hinsichtlich
der Nutzungskonzepte für Wohnen, Kultur und Arbeiten werden
durch die kleinteilig parzellierte Bebauungsstruktur der Bausteine
möglich gemacht. Die im Ideenmarkt geäußerten Wünsche nach
Baugruppen, bezahlbarem Wohnen, Mehrgenerationenwohnen,
inklusives Wohnen und Co-housing werden weiter verfolgt. Ein
tragfähiger Nutzungsmix soll auf Grundlage des Ideenmarktes
möglich gemacht werden. Das Nutzungskonzept sieht Flächen für
Kultur, Bildung, Sport und Tanzveranstaltungen vor.
Seite 35
Die Nutzungskonzepte zeigen den gewünschten Nutzungsmix
im gesamten Planungsraum und sind Grundlage der weiteren
städtebaulichen Entscheidungen. In der Flächenbilanzierung
werden das Maß und die Art der baulichen Nutzung jeweils auf
die einzelnen Bausteine abgebildet. Aus dieser Gesamtschau
ergeben sich die notwendigen Flächenbedarfe für die soziale
und technische Infrastruktur wie Schulen, Kitas Fahrrad- und
Pkw-Stellplätze. Die Nutzungsmischungen bilden die Grundlage
für das Regelwerk und werden in den Testentwürfen vertieft
untersucht.
Eine Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs
insbesondere im Bereich Bonner Straße/Sechtemer Straße
und auch innerhalb der Großmarkthalle ist dargestellt. In
diesem Bereich ist zusätzlicher Einzelhandel in Ergänzung
zum Stadtteilzentrum Bayenthal/Bonner Straße vorgesehen.
Für den Bereich der Parkstadt westlich der Großmarkthalle
sind kleinere Ladenlokale gewünscht, wie z. B. Bäckereien und
Kioske. Entlang der Wohnwege und Gassenräume innerhalb
des Quartiers Parkstadt besteht keine für die Ansiedlung von
Einzelhandel notwendige städtebaulich integrierte Lage. Somit
sollten bei der gewünschten Belebung der Erdgeschosszone
vermehrt Gastronomie und Dienstleistung eingesetzt werden.
3. NUTZUNGSKONZEPTE
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
IE7,
pa
Ei Wohnen 7, Öffentliche Nutzungen BE mögliche Bebauung Erdgeschoss ng Spielfläche
e Büro/Di lei /Kreati E Ladengeschäfte, Gastronomie, Schul E Kindertagesstätte
üro / Dienstleistung / Kreative gewerbliche Dienstleistung chule g
3.1. NUTZUNGEN ERDGESCHOSS
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
>
_
„.
zn
a Fuzi
5 Wohnen U, Öffentliche Nutzungen
Ladengeschäfte, Gastronomie,
gewerbliche Dienstleistung
3.2. NUTZUNGEN OBERGESCHOSSE
FI Büro / Dienstleistung / Kreative m
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
G-
NS
‘
N
N
,
Y Einzelhandel / Büro / Wohnen fE Wohnen Öffentliche Grün- und Freifläche Ey Kindertagesstätte
BE Büro / Dienstleistung / Kreative überwiegend Wohnen Büro / Dienstleistung / Spielfläche
Einzelhandel / Kreative
. . on Öffentliche Einrichtung
Q Büro / Wohnen Gi Öffentliche Einrichtung
3.3. NUTZUNGEN GESAMT
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
VE
SL
SOLL I soll
Spielfläche 77 öffentliche Nutzung SCHULEN KINDERTAGESSTÄTTEN
g Grundstücksflächen Grundstücksflächen
. 1 F Grundschule 4-zügig 6652 6-gruppige Kita KITA 1 2.340 m?
EJ Kindertagesstätte Schulhofflächen Grundschule 3-zügig 66$1 6-gruppige Kita KITA 2 2.830 m?
Gesamtschule 65 5-gruppige Kita KITA 3 2.350 m?
Schule 6- und 5-zügig linkl. 6-fach
Sporthalle)
3.4. BILDUNGSINFRASTRUKTUR
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 40
Baufelder Grundfläche Geschossfläche Wohneinheiten / Einwohner Spielflächen
\ a a \ F Spielflächen innerhalb der Wohnblöcke BE
Grösse der : f „davon Bikol,. |- davo Gr je Wohn{Anzahl Einwohner Einwohner minaas mr] tarjede | Summe Größe
r Dienst- leistung / öffentliche Enlan |Wohnein- |. u > .
Fläche (F} einheit heiten ie WE je Baufeld (bis 5 weitere Größe Spielfläche SOLL Pen
Wohungen) | Wohung | Spielfläche IST
+5m? SOLL
30m?/ AP 90 m? /WE 2m /EW
M 20.040 m? , 10.090 m? 90 112 257,9 581 m? Om? 516 m?
M 16.742 m? 2 14.186 m? 90 158 2,3 362,5 808 m? Om? 725 m?
M 17.246 m? , 15.949 m? 90 177 2,3 407,6 906 m? 440 m? 815 m?
M 13.729 m? , 11.011 m? sol 122 2,3 281,4 632 m? 814m? 563 m?
G 10.985 m?
M 12.894 m? , 11.876 m? 90 132 2,3 303,5 680 m? 250 m? 607 m?
M 13.386 m? , 11.179 m? 90 124 285,7 641 m? 790 m? 571 m?
M 12.163 m? 3 9.784 m? so] 109 2 250,0 564 m? 314 m? 500 m?
M 15.230 m? , 12.670 m? 90 141 2,3 323,8 724 m? 154m? 648 m?)
M 14.224 m? , 13.230 m? so| 147 2 338,1 755 m? 726 m? 676. m?
Mm 15.478 m? , 13.227 m? 90 147 2,3 338,0 755 m? 848 m?) 676 m?
Mm 14.550 m? 11.530 m? 90 128 2, 294,7 661 m? 786 m? 589 m?)
Mm 14.554 m? 13.466 m? 90 150 344,1 N 768 m? 726 m? 688 m?)
M 4.754 m? , 15.300 m? , 7.655 m? 7.645 m? 90 85 2,3 195,6 445 m? 888 m? 391 m?)
m 5103m°| | 1m 3 12.891 m] ram | °o| 143] 22] 3294] 735m sm] 650m] |
M 3.765 m? , 12.000 m? , 9.294 m? 809 m? 90 103 2,3 237,5 536 m? 528 m?) 475m?
M 4.170 m? 14.238 m? 12.621 m? 777m? 90 140 322,5 721 m? 693 m?) 645 m?
Mm 4.668 m? 14.116 m? , 6.093 m? 8.023 m? 90 68 1557 359 m? 900 m? 311m?
Mm 1.685 m? 16.945 m? , 8.520 m? 8.425 m? 90 95 217,7 n? 493 m? Om? 435 m?
G Markthalle 10.781 m? , 10.561 m? , 5.281 m?
6652 10.500 m?
G 1.762 m? 7.048 m? 2 7.048 m?
M 3.344 m? £ 17.602 m? , 10.914 m? 3.858 m? 90 121 2 278,9 581 m? 626 m? om? 558 m?)
5 420 m? , 840 m?
© 4.500 m? 21.117 m? . 4.500 m? 16.617 m?
Mm 545 m? 3.815 m? ß 545m? so| 36 2,3 83,6 45 m?| 157 m?) 202 m? om!
G 1.600 m? 7.286 m? 2 1.600 m? 5.686 m?
G 595 m? ), 2.240 m? , 343 m? 1.897 m?
G 1.064 m? , 6.384 m? , 1.064 m? 5.320 m?
M 3.660 m? , 15.051 m? 2 12.390 m? 2.661 m? 90 138 2,3 318,6 45 m?| 663 m? 708 m? 448 m? 633 m?
G 1.627 m? B 8.135 m? , 1.627 m? 6.508 m?
M 3.032 m? ), 20.400 m? , 17.840 m? 2.560 m? 90 198 2,3 455,9 1.011 m? 94m?) 912m?
M 4.190 m? , 24.317 m? , 21.329 m? 2.988 m? 90 237 2,3 545,1 1.205 m? 595 m? 1.090 m?)
Eu 848. m3| , 12.720 m?| , ] 848m] 11.872m| | ] 7 | ] 7 | ]
M 17.364 m? , 15.797 m? 90 176 403,7 898 m? om? 807 m?
M 17.043 m? h 13.583 m? 3.460 m? 90 151 347,1 775 m? 1.095 m?) 694 m?
Isssı T I I I T T I T T |
Gs
G
Spielfläche 5.000 m?
Spielfläche 3.695 m?
Spielfläche 2.000 m?
Spielfläche 2.500 m?
Spielfläche 2.000 m?
122.578 m? 477.630 m? 300.395 m? j 3.338 7.677 17.189 m? 12.084 m| 15.186 m? 15.195 m?
3.5. FLÄCHENBILANZIERUNG
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
41. Bausteine 42
4.2. Geschossigkeit 43
4.3. Abstandsflächen 45
4.4. Feuerwehrerschließung 46
4.5. Grünflächen 48
4.6. Dachbegrünung 50
4.7. Spielflächen 51
4.8 _Platzräume 52
4.9. Integriertes Regenwassermanagement 54
4.10. Stadtklimatische Untersuchung 56
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Die Ideen aus dem Ideenmarkt bezüglich der klimatischen
und ökologischen Randbedingungen wie z. B. die Klimamatrix,
Klimaanpassung durch Wasser-Risiko-bewusstes Bauen, Bäume
mit Migrationshintergrund und das rechtzeitige Angehen von
Baumpflanzungen wurden in der Planung berücksichtigt und in den
Fachgutachten untersucht. Die Ideen zur Bewegung und Begegnung,
Sport- und Spielplatzangeboten für Jugendliche und Kinder wurden
in die Planung übernommen.
Seite 41
Die Parkstadt Süd soll als verdichteter, städtisch geprägter
Stadtteil realisiert werden. Die daraus resultierende hohe
Nutzungsdichte ist nicht nur den ökonomischen Anforderungen
geschuldet, sondern wesentlich auch Ergebnis der Forderung
nach einem sparsamen Umgang mit Grund und Boden. In der
Parkstadt Süd entsteht durch ein vernetztes Angebot an Grün-
und Freiflächen ein attraktiver Freiraumverbund, der auch als
Ausgleich für die hohe Dichte der Quartiere zu verstehen ist.
Die Parkstadt Süd hat eine hohe städtebauliche Haltbarkeit.
Die modularen Bauquartiere und die vorgesehene kleinteilige
Bebauung ermöglichen eine an den Marktbedürfnissen
orientierte Realisierung. Die Wärmeversorgung der Parkstadt
Süd kann über den vorhandenen Fernwärmeanschluss erfolgen.
DasgeplanteStraßen-undWegenetzgewährleisteteineeffiziente
Führung der Fernwärmeleitungen im Straßenraum. Hierdurch
ist auch bei energetisch hohen Gebäudestandards mit geringem
Heizwärmebedarf ein effizienter und wirtschaftlicher Anschluss
der Bauquartiere mit einer großen Wärmeabnahmemenge
sichergestellt. Zur Deckung des Bedarfs an Elektrizität im
Gebiet ist vorgesehen, die Dachflächen für Photovoltaik-
Anlagen zu nutzen. Im Weiteren soll sichergestellt werden,
dass alle Gebäude ein energetisch günstiges Verhältnis von
Außenflächen zu Bauvolumen aufweisen. Dies ist insbesondere
über ein hinreichend großes Gebäudevolumen sowie eine
flächenoptimierte Ausformulierung der Außenflächen zu
erreichen.
In den folgenden Piktogrammen werden die städtebaulich
relevanten Themen anschaulich dargestellt und die
unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Ergebnisse
verdeutlicht.
4. STÄDTEBAU UND FREIFLÄCHEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 42
Integrierte Planung eite
-——m Be u BE = uf Al | FR <
en Bi N 5
| Ahemmcht
em
4.1. BAUSTEINE
Köln Parkstadt Süd
Seite 43
Integrierte Planung eite
KR Bv-vı gv MR
u u MW MD KR
4.2. GESCHOSSIGKEIT
Köln Parkstadt Süd
Seite 44
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
ISSN
FIN
22
0
g
97
{5} Zu öffentlichen Verkehrsflächen, öffentlichen Grünflächen und
öffentlichen Wasserflächen beträgt die Tiefe der Abstandfläche
-0,4H,
- 0,25 H in Kerngebieten, Gewerbegebieten und
Industriegebieten.
aus BauO NRW - Landesrecht NRW 8 6 Abstandsflächen
IN
III
—, /u\
Eine baurechtliche Festlegung über Abstandsflächen führt zu
Baulastverfahren, die den Genehmigungs- und Bauprozess
unkalkulierbar beeinflussen. Bei Erwerb eines Grundstücks
sollte eine zivilrechtliche Einigung über den Verzicht der Ein-
haltung der Abstandsflächen in den Blockinnenbereich im
städtebaulichen Vertrag festgelegt werden.
Seite 45
©) Überschreitung der Abstandsfläche
A Geschosshöhe Schulen 5 m
H Geschosshöhe Turnhalle 10m I[EG+ 1.06]
5 m (2. 06)
iM Geschosshöhe Wohnen 3,00 m
Mm Geschosshöhe Büro 3,50 m
durchgehende Erdgeschosshöhe 4,50 m
4.3. ABSTANDSFLÄCHEN 0.4h
Köln Parkstadt Süd
Seite 46
Integrierte Planung eite
FEUERWEHRERSCHLIESSUNG
Die Feuerwehrerschließung erfolgt ausschließlich aus dem
öffentlichen Straßenraum. Der zweite Rettungsweg ist durch die
Anleiterbarkeit aus den im Straßenraum vorzusehenden Flächen
möglich.DieAufstellungindeneinzelnenErschließungsbereichen
Gasse, Ringstraße, Boulevard, Bischofsweg und Sechtemer
Straße wird exemplarisch dargestellt. Die Baumstellung
reagiert auf die im weiteren Planungsprozess notwendigen
Wohnungszuschnitte und Rettungsbedingungen. Die Adressen
der Häuser sind zur besseren Orientierung eindeutig dem
Straßenraum zugeordnet. Die Innenhöfe müssen nicht durch die
Feuerwehr befahrbar sein. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit,
attraktive begrünte Innenhöfe zu schaffen. Die Aufstellflächen
zur Rettung aus den Sicherheitsbereichen der Hochpunkte
befinden sich im zulässigen Abstand.
Gasse
Boulevard Ringstraße
4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 47
Br — et iz R WI
zu rl] > % Ta 2 ww we
u | lL ) u DD = __
_ Marktstraße en ] 4
| FE |
u Hochpunkte oberhalb der
Hochhausgrenze
Q Aufstellflächen Feuerwehr
4.4. FEUERWEHRERSCHLIESSUNG
Köln Parkstadt Süd .
Seite 48
Integrierte Planung eite
GRÜNFLÄCHEN
Die Innenhöfe werden basierend auf dem Mobilitätskonzept
mit Tiefgaragen unterbaut. Auf den Tiefgaragen ist auf einer
Substratschicht nach den Vorgaben der Stadt Köln eine
Baumpflanzung vorgesehen. In den restlichen Innenhöfen, die
nicht durch Tiefgaragen unterbaut sind, kann ein gesundes
Wachstum von Bäumen garantiert werden. In den Höfen
können Gemeinschaftsgärten angeboten werden. Eine
durchgehende Substratschicht ermöglicht ein ertragreiches
Gärtnern. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen
Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren
und Teile der Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Es wird
empfohlen, für die Innenhöfe Beschattungsstudien in Bezug auf
die jeweiligen Nutzungen blockweise zu erstellen.
Block ohne Unterbauung
Block mit Tiefgaragenunterbauung
4.5. GRÜNFLÄCHEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 49
Integrierte Planung eite
wen
8
zz]
u Grüngürtel A unterbaute Innenhöfe (Tiefgarage)
u andere öffentliche Grünflächen u unterbaute Innenhöfe (durchgehendes EG] Mn nicht unterbaute Innenhöfe
4.5. GRÜNFLÄCHEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 50
Integrierte Planung eite
rn BER
he Bu A fe> x
1
_ Y7/
Z
[
\
\
\
= 8
Bee)
msn =
begrünte Dachflächen Hochpunkte nicht begrünt
I] Photovoltaik erlaubt ra Dachterrassen E Photovoltaik möglich
4.6. DACHBEGRÜNUNG
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Ge
ER Q
Sn
SPF 1
SPF2
SPF3
SPF 4
SPF5
Summe
Seite 51
m . . ge .
3.695 m? Fi private Kinderspielfläche für
2.1, Kleinkinder (0-3 Jahre]
2.500 m?
n u öffentliche Spielfläche im Außenraum
m
4.7. SPIELFLÄCHEN
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
PLATZRÄUME
In die geplante Blockstruktur sind unterschiedliche Platzräume
eingestreut:
1.Am westlichen Eingang zur Parkstadt Süd entsteht ein
städtischer Platz, derdurch einen Nutzungsmix der umliegenden
Bausteine belebt wird.
2. Innerhalb des QuartiersParkstadt befindetsich ein Pocketpark
als grüner Mittelpunkt.
3.An der Großmarkthalle entsteht der Marktplatz mit Blick zum
Grüngürtel und der darin eingebetteten Wasserfläche.
4.Der Platzraum um die alte Versteigerungshalle bildet den
Mobilitätsplatz.
5.In der Bildungslandschaft entsteht ein Campusplatz.
1 Stadtplatz
4.8. PLATZRÄUME
2 Pocketpark
IR
3 Marktplatz
Seite 52 |
Größenvergleich Rudolfplatz
2 !
F .. PR Ge. RER DEN ET en
5 Campusplatz
Seite 53
4.8. PLATZRÄUME
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT
Nach orientierenden Baugrunderkundungen steht in einer
Tiefenlage von rund 2 Metern ein versickerungsfähiger Horizont
an. Der Grundwasserflurabstand ist auf einem Niveau von
5 bis 10 Metern zu erwarten. Damit ist eine grundsätzliche
Versickerungseignung gegeben. Die Topografie des Geländes
weist ein übergeordnetes Gefälle von Süden nach Norden auf in
Richtung der Grünanlage bzw. des vorgesehenen Parksees. Dies
begünstigt die oberflächennahe Rinnenentwässerung und die
Ausbildung oberirdischer Notwasserwege Richtung Grünanlage
bzw. Parksee zur schadlosen Niederschlagswasserableitung
im Starkregenfall. Die Niederschlagsentwässerung
öffentlicher Flächen kann für die unbelasteten und schwach
belasteten Teilflächen durch Zuleitung zu einer zentralen
Versickerungsanlage erfolgen, die streifenförmig entlang der
nördlichen Flanke der Bebauung angeordnet wird lim Übergang
zur Grünanlage]. Die stärker belasteten Teilflächenwerdenandie
vor Ort ausreichend leistungsfähige Mischwasserkanalisation
angeschlossen. ImStarkregenfallkannderNiederschlagsabfluss
mit der geplanten Straßen- bzw. Wegeanordnung und unter
entsprechender Anlehnung an die gegebene Topografie bei
angepasster angrenzender Bauwerksgestaltung schadlos
über den Straßenraum in die Grünanlage geleitet werden. Die
Niederschlagsentwässerung privater Flächen ist grundsätzlich
vollständig auf den privaten Liegenschaften möglich. In Frage
kommt z. B. eine Versickerung des Niederschlagswassers
in den offenen Innenflächen der Bebauungsblöcke, die
dazu in unterschiedlichem anteiligem Umfang beansprucht
werden. Für unterbaute Innenflächen [Tiefgaragen) werden
verschiedene technische Lösungen vorgeschlagen, z. B.
Muldenrigolensysteme oder Versickerungsfenster. Um eine
Überlastung der öffentlichen Notwasserwege im Straßenraum
bei Starkregen zu vermeiden, muss zumindest für einen
Teil der privaten Flächen (rd. 50 %) eine Rückhaltung auf der
privaten Liegenschaft stattfinden. Das Verhalten des Parksees
nach der seltenen Beaufschlagung mit Starkregenabfluss
wird einer Lupenraumbetrachtung unterzogen. Unter
Beachtung der hier formulierten Randbedingungen und
Einschränkungen kann der städtebauliche Entwurf gut mit einer
nachhaltigen, zukunftsorientierten und starkregenresilienten
Regenwasserbewirtschaftung vereinbart werden.
[aus dem Fachgutachten Björnsen Beratende Ingenieure GmbH}
2018
4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT
Seite 54
Köln Parkstadt Süd
Seite 55
Integrierte Planung eite
Situation Starkregen, Überblick
Ziele: gefahrlose Ableitung über Straße als offener Kanal und Zwischenspeicherung im Parksee, Rückhaltung auf Dächern, Rückhaltung in Innenhöfen
EB Straße für oberirdischen Abfluss —— _ Einzugsgebiet Achsenbereiche ——— Achse für Ableitung Regenwasser zum &© Bohransatzpunkte
Versickerungsstreifen
. " EEE . ni . . Bohransatzpunkte mit
Retentionsdächer Einstaufläche Seebereich —— Mischwasserkanal, geplant ® Versickerungsversuchen
E Rückhaltung im Innenbereich == Mischwasserkanal, Bestand
4.9. INTEGRIERTES REGENWASSERMANAGEMENT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 56
STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG
Allgemeine klimatische Auswirkungen
Derzeit stellt das Plangebiet eine Gewerbefläche beiderseits
der Bonner Straße dar, die insbesondere im westlichen
Bereich (Großmarkt) weitgehend versiegelt und durch hohes
Lieferverkehrsaufkommen geprägt ist. Dadurch neigt das Areal
heute zu hoher sommerlicher Überwärmung und weiste eine
hohe Belastung durch Kfz-Immissionen auf. Für die Zukunft ist
ein deutlicher Anstieg von Hitzeereignissen bei gleichzeitiger
Zunahme des Seniorenanteils in der Bevölkerung zu erwarten,
sodass ein hoher Anpassungsbedarf gegeben ist. Durch
das Planvorhaben wird das Areal klimatisch aufgewertet:
Die geplante neue Nutzung als Wohn- und Büroquartier mit
überwiegend verkehrsberuhigten Zonen wird eine Reduktion
der Kfz-Emissionen bewirken. Durch den überproportional
hohen Anteil von Grünflächen, die neben dem Park [mit Teich)
auch einen Großteil der Innenhöfe und Dächer umfassen,
wird die Verdunstung gefördert und damit die sommerliche
Wärmebelastung gegenüber heute reduziert. Darüber hinaus
vernetzt der Park die innerstädtischen Grünflächen zwischen
Innerem Grüngürtel, Vorgebirgspark und dem Rheinufer und
trägt damit zur lokalen Verbesserung des Klimas bei. Die
Anordnung und Formen der Gebäude sowie die Verteilung der
Grünflächen des Planentwurfes sind bezogen auf die lokalen
Klimaverhältnisse im Allgemeinen klimaverträglich ausgelegt,
haben aber im Detail Optimierungspotenzial bezüglich
Hitzeprävention/Verschattung, Durchlüftung und Windkomfort.
Die Möglichkeiten der klimatischen Optimierung des neuen
Quartiers werden derzeit anhand ausgewählter Teilbereiche
(.Lupenräume“) untersucht.
[aus dem Fachgutachten Umweltmeterologie Dr. Dirk Dütemeyer)
2018
4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG
Köln Parkstadt Süd
Seite 57
Integrierte Planung eite
3
®
3
“a
{2}
IT
®
(7)
Mm
3
a}
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z
©
S
ET
©
her
o
1
R\]
unter 40.60 °C 3
40.60 bis 42.30 cc _
42.30 bis 44.00 °C
44.00 bis 45.70 °C
45.70 bis 47.40 °C
47.40 bis 49.10 °C
49.10 bis 50.80 °C
50.80 bis 52.50 °C
52.50 bis 54.20 °C
54.20 bis 55.90 °C
55.90 bis 57.60 °C
57.60 bis 59.30 °C
59.30 bis 61.00 °C
61.00 bis 62.70 °C
über 62.70 °C
650
520
sehr heiß
260
Min: 38.92 °C
Max: 64.60 °C
BEE SeHäude
T T T I i j [ T
0 130 260 390 520 650 780 910 1040 1170 1300 1430 1560
X (m)
Verteilung der thermischen Behaglichkeit um 16h eines heißen Tages mit Tropennacht
4.10. STADTKLIMATISCHE UNTERSUCHUNG
Köln Parkstadt Süd
Seite 58
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
5.1. Rad- und Fußgängerverkehr 61
5.2. ÖPNV 62
5.3. MIV 66
5.4. Ruhender Verkehr 67
5.5. Mobilitätshaus 69
5.6. Straßenräume 70
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Der Wunsch nach einem autofreien Innenbereich der Quartiere
und dem Parken am Rand der Bebauungsstruktur ist ein wichtiger
Bestandteil des Mobilitätskonzeptes. Das Fachgutachten zum
Mobilitätskonzept unterstützt die Ideen des innovativ gestalteten
Verkehrsraumes. Der ruhende Verkehr wurde möglichst reduziert
und folgt der Idee, im neuen Stadtquartier den Individualverkehr
zu verringern. Insgesamt soll durch das Mobilitätskonzept eine
Verhaltensänderung der im Quartier wohnenden und arbeitenden
Bevölkerung zu Gunsten des Umstiegs auf den Verkehrsbund
erreicht werden. Auch wird die Idee des Ideenmarktes aufgegriffen,
die Fahrradunterbringung attraktiv im Erdgeschoss oder leicht
zugänglich im Untergeschoss unterzubringen.
Seite 59
Zukunftsfähige Stadt- und Verkehrsplanung muss kinder-,
familien-, seniorenfreundlich und barrierefrei ausgerichtet sein
und attraktive Bewegungs- und Naherholungsbereiche in den
Städten schaffen, so auch in der Parkstadt Süd.
Durch ein stimmiges Konzept zur Nahmobilität lassen sich
individueller Nutzen (Gesundheit, Inklusion, Mobilitätskosten)
undgesellschaftlicherNutzen(Verkehrsentlastung, Klimaschutz,
Nachhaltigkeit, Reduzierung des Flächenverbrauchs) optimal
verbinden.
Die Infrastrukturen in der Parkstadt Süd müssen sich hier dem
Wandel der Demografie anpassen. Hohe straßenräumliche
Standards, z. B. hinsichtlich Gehwegbreite, Überquerbarkeit,
Radverkehrsführung und Geschwindigkeitsdämpfung kommen
allen Nutzergruppen, insbesondere den nicht motorisierten
Verkehrsteilnehmern, Senioren und Kindern sowie
mobilitätseingeschränkten Menschen, gleichermaßen zugute
und sichern so ein generationsübergreifendes und langfristiges
Verkehrssystem.
5. MOBILITÄTSKONZEPT
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
MOBILITÄTSKONZEPT
5.1. Rad- und Fußgängerverkehr
Der Rad- und Fußgängerverkehr verläuft in Haupt-, Neben und
Ergänzungsrouten innerhalb des Plangebiets überwiegend
im Mischverkehr. Das Erschließungskonzept für den Rad- und
Fußgängerverkehr wird für zwei Entwicklungsstufen [ohne und
mit geplanter Bahn-Unterführung]) dargestellt. Der geplante
Radschnellweg verläuft als Hauptroute parallel entlang der
Gleistrasse der Deutschen Bahn. Die Fahrradabstellflächen
sollen blockweise in den Erdgeschosszonen oder in den
Tiefgeschossen angeboten werden. Zusätzliche Sammelanlagen
für Fahrräder befinden sich im Mobilitätshaus und in den im
Plangebiet verteilten Mobilitätsstationen unterschiedlicher
Größe. Es wird geprüft, ob sich das Untergeschoss der
denkmalgeschützten Großmarkthalle für großflächige
Fahrradstellplatzanlagen eignet.
5.2. ÖPNV
Der zentrale Boulevard soll als Mobilitätstrasse ausgebildet
werden. Dies beinhaltet eine Bündelung der gesamten
öffentlichen Verkehrsmittel auf dieser Trasse, die als Rückgrat
des öffentlichen Lebens innerhalb des Gebiets dienen soll.
Die Mobilitätstrasse ist für den allgemeinen Kfz-Verkehr
nicht freigegeben, beinhaltet jedoch Liefer- und Ladeverkehr
einschließlich zukünftig denkbarer autonom fahrender
Zustelldienste sowie die Möglichkeit des ausschließlich
qualifizierten Parkens (Anlieferung, Behindertenparkplätze).
Es wird eine neue Anbindung an das Stadtbahnnetz von Osten,
abzweigend vom Höninger Weg, empfohlen. Die Lage der
geplanten Endhaltestelle am zentralen Platz ist daher räumlich
möglichst nah an der bestehenden Haltestelle Bonner Straße
der Hochflurstrecke geplant. Als eventueller Standort für eine
Haltestelle ist der Bereich im Westen am Stadtplatz vorgesehen.
5. MOBILITÄTSKONZEPT
Bis zur Realisierung einer möglichen Stadtbahnanbindung
stellt die Erschließung durch den konventionellen Busverkehr
eine notwendige Zwischenlösung und möglicherweise eine
dauerhafte Ergänzung.dar.DieinnereErschließung der Parkstadt
soll durch einen autonomen Bus-Shuttle-Service übernommen
werden, der die Zubringerfahrten zu den Haltestellen des ÖPNV
entlang der Bonner Straße übernimmt und den neuen S-Bahn-
Haltepunkt anbindet.
Die heutigen Buslinienverbindungen in Nord-Süd-Richtung im
Bereich der Bonner Straße bleiben bestehen. Die Buslinien, die
heute über die Koblenzer Straße fahren, werden zukünftig über
eine Umwelttrasse in der Alteburger Straße geführt.
5.3. MIV
Die MIV-Erschließung soll weitgehend vom Bischofsweg aus
über zwei Zufahrten nach innen erfolgen. Damit wird eine
abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs
(MIV) von den Hauptverkehrsstraßen über Sammelstraßen
hin zu reinen Wohnstraßen erreicht. Oberstes Ziel der MIV-
Erschließung und der Parkraumkonzentration der Tiefgaragen
in Randlage ist es, den Verkehr nicht in das Gebiet hinein zu
führen, sondern den Anteil an MIV-Fahrten innerhalb des
Plangebiets so gering wie möglich zu halten.
Der nördliche Teil des Quartiers Marktstadt soll über die
Queranbindung Sechtemer Straße (südlich Baublock 33) von der
BonnerStraße auserfolgen, hierüberwerden die Tiefgaragen der
nördlichen Baublocks erschlossen. Für den südlichen Teil des
Quartiers Marktstadt soll die Erschließung von der Markstraße
von Süden abzweigend über die geplante Verlängerung der
Sechtemer Straße aus erfolgen. Eine durchgängige Befahrung
der Sechtemer Straße sowie eine Anbindung des MIV an den
Kreisverkehr Bonner Straße sind nicht vorgesehen. Lediglich
für den autonomen Bus-Shuttle-Service ist eine durchgängige
Befahrung vorbehalten. Die Verbindung zwischen Markthalle
Seite 60
und Bonner Straße ist dem Fußgängerverkehr vorbehalten. Für
das weitere Gebiet, insbesondere der neuen Bildungslandschaft
im Osten des Plangebiets, sind keine Veränderungen der
Erschließungsstruktur geplant. Die Alteburger Straße soll
zukünftig als Umwelttrasse nur durch den ÖPNV befahrbar
sein, eine Befahrung durch den MIV ist nicht vorgesehen.
5.4. Ruhender Verkehr
Die Parkgeschosse der Bereiche A und B liegen direkt am
Bischofsweg und werden überwiegend von der Ringstraße,
teilweiseaberauchüberWohnwege, erschlossen. Damitwirdeine
abnehmende Intensität des motorisierten Individualverkehrs im
Plangebiet erreicht. Zur Ermittlung der benötigten Stellplätze
werden jeweils drei Szenarien betrachtet: Variante nur mit dem
Bus, Variante mit der Stadtbahn und Variante mit einem autonom
fahrenden Shuttle-[Zubringer)-System für unterschiedliche
Ansätze desPkw-Besitzes. Die Erschließung der Parkgeschosse
im Bereich C wird über die Ost-West-Verbindung Sechtemer
Straße von der Bonner Straße aus erfolgen. Einfahrten in die
Tiefgaragen befinden sich in den Bausteinen 30 und 33 vom
Grünbereich aus. Die Erschließung der Parkgeschosse im
Bereich D wird von der Koblenzer Straße (Block 35] und von der
Alteburger Straße [Block 36) aus erfolgen. Die Parkgeschosse
im Bereich E werden von der Koblenzer Straße (Block 37] und
von der Alteburger Straße (Block 38] erschlossen.
[aus dem Fachgutachten BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung)
2018
Köln Parkstadt Süd Seite 61
Integrierte Planung
® Parken Fahrrad ges Radverkehrsnetz NRW
zusätzliche Optionen: Parken im Hauptroute
Untergeschoss der Markthalle — == Nebenroute
und im Mobilitätshaus [Block 22] 2
= Ergänzungsroute
5.1. RAD- UND FUSSGÄNGERVERKEHR
Köln Parkstadt Süd
Seite 62
Integrierte Planung eite
ÖPNV
Grundlage für die ÖPNV-Konzeptfindung war die iterative
Erarbeitung der möglichen Erschließungen des ÖPNV in
unterschiedlichen Varianten in Abstimmung mit der Stadt
Köln und der KVB. Ein Verlauf der Mobilitätstrasse über den
zentralen Boulevard, der aufgrund der geplanten öffentlichen
Nutzungsstruktur stark belebt sein soll, wurde eindeutig
bevorzugt. Dieser wird zunächst als Mobilitätstrasse mit
Busanbindung ausgebaut. Später ist die Anbindung an das
Stadtbahnliniennetz geplant sowie ein autonomer Bus-Shuttle-
Service mit Anbindung an die geplante S-Bahnhaltestelle
Bonner Wall.
Eine Anbindung an das Hochflurnetz der Stadt über die
Stadtbahnlinie 17 im Bereich der Bonner Straße erweist sich ®
aufgrund der stadträumlich stark trennenden Wirkung der
Gleisanlagen und der notwendigen engen Kurvenradien um
die bestehende Bebauung als schwierig. Eine Anbindung als
Niederflursystem an die Stadtbahnlinie 17 ist technisch nicht
möglich.
Ziel ist es daher, neben einer funktionsfähigen Streckenführung
den Standort der Endhaltestelle räumlich möglichst nah an
die bestehenden Haltestellen der Hochflurstrecke zu planen.
Die damit entstehenden kurzen Wege zum Umsteigen in
Kombination mit kurzen Umsteigezeiten und attraktiven
Haltestandorten bewirken einen hohen Fahrgastkomfort und
sichern die Wirtschaftlichkeit einer zusätzlichen Linie.
Stadträumlich bieten Fahrzeuge in Niederflurtechnik im
Vergleich zur Hochflurtechnik einen wesentlichen Vorteil. Bis
auf die Gleise lassen sich die Niederflurstrecken fast unsichtbar
in das Stadtbild integrieren. Die Bahnsteige haben zu den
Gehwegen eine nur geringfügig höhere Haltekante, die sich im
Straßenraum verträglich integrieren lässt. Im Gegensatz zu den
Hochbahnsteigen haben sie daher keine trennende Wirkung
und stellen für Fußgänger kein unüberwindbares Hindernis dar.
Daher wurde die Anbindung an das Stadtbahnnetz in
Niederflurtechnik über die Linie 12 entwickelt, die östlich des
Plangebiets entlang des Höninger Wegs verläuft.
Übersicht Varianten
5.2. ÖPNV
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 63
— Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle
— Stadtbahn (Niederflur) — — geplante Buslinie mit Haltestellen
[Ü stestpannnattesteite
mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse
5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN OBERIRDISCH
Köln Parkstadt Süd
Seite 64
Integrierte Planung eite
r 142 ET
a
RN] 7 R AS Are
u na NE
— Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie © S-Bahnhaltestelle
— = Stadtbahn unterirdisch [Niederflur) == == geplante Buslinie mit Haltestellen
[Ü] stadtpannhattestelte
mm geplante S-Bahnlinie BEE Umwelttrasse
5.2. ÖPNV VARIANTE STADTBAHN UNTERTUNNELT
Köln Parkstadt Süd
Seite 65
Integrierte Planung eite
— ee \
R ET
N
=
© S-Bahnhaltestelle
— Stadtbahn [Hochbahnsteig) — Buslinie
———— gepl. Buslinie (autonomes Fahren) — — geplante Buslinie mit Haltestellen U Stadtbahnhaltestelle
mm geplante S-Bahnlinie Bm Umwelttrasse
® Bushaltestelle
5.2. ÖPNV VARIANTE AUTONOMES FAHREN
Köln Parkstadt Süd .
Seite 66
Integrierte Planung eite |
N \
ar N
\ n Pa
mem Haupt- / Umgehungstraße [neu] mu mm Hauptverkehrszug
mm mm Haupt- / Umgehungstraße [Bestand == == Wohnsammelstraße (Bestand) = Wohnweg [neu]
— Sammelstraße (neu) — Quartiersstraßelneu] BEE Umwelttrasse
—— = Sammelstraße (Bestand) —— , Quartiersstraße [Bestand] BE Mobilitätstrasse
5.3. MIV
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 67
4.668 m? 10.505 m2
wi private Wege mit Parken PKW unterirdisch
=) Parken PRW unterirdisch Geh-, Fahr- und Leitungsrecht Bereich Schulstandorte
A Tiefgarageneinfahrt
Schulstandort
5.4. RUHENDER VERKEHR PKW
Köln Parkstadt Süd
Seite 68
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
MOBILITÄTSHAUS
„Unsere veränderte Mobilität ist das Thema der Zukunft. Um eine
hohe Akzeptanz und schließlich eine positive Veränderung zu
bewirken, muss die Mobilität visuell in den Mittelpunkt der Städte
gebracht werden. Dies ist längerfristig der beste Beitrag zur
Ökologie.“
Christian Heuchel, 2018
Das Mobilitäthaus soll auf Grund seiner zentralen Bedeutung im
Zentrum des neuen Quartiers eingebettet sein. Westlichder Alten
Versteigerungshalle geht das Mobilitätshaus einen modernen
Dialog mit der historischen Funktion der Versteigerungshalle
ein. Es liegt in unmittelbarer Nähe zur Endhaltestelle der
geplanten Stadtbahnanbindung sowie der Bushaltestellen,
womit ein kurzer Übergang zum ÖPNV gegeben ist.
Um das Entwicklungsziel der autoarmen Siedlung zu
unterstützen, werden auf vier oberirdischen Geschossen
Flächen für zukunftsträchtige Mobilitätsfunktionen angeboten.
Es soll eine grundsätzlich flexible Nutzung der Flächen
möglich sein. Das Mobilitätshaus dient der Aufnahme und
Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel an einem Ort wie z.
B. einem Stellplatzangebot für Car-Sharing- und Bike-Sharing-
Konzepte. Dabei ist die Bereitstellung einer leistungsfähigen
Ladeinfrastruktur nicht nur für Leihfahrzeuge, sondern
auch für privat genutzte elektrobetriebene Fahrzeuge ein
wichtiges Ausstattungsmerkmal. Daneben wird ein Angebot
an hochwertigen Abstellplätzen bzw. -boxen für herkömmliche
Fahrradmodelle sowie für Spezialfahrräder, Anhänger oderauch
für Fahrzeuge wie E-Mobile für gehbehinderte Menschen oder
Segwaysbereitgestellt.EineServicestationzurDurchführungvon
Reparaturen, Fahrradreinigung, Vermietung von abschließbaren
Schränken, Informationen zu Radrouten, Informationen über
touristische Angebote und Sehenswürdigkeiten ergänzt das
Seite 69
Angebot. Ebenso die Ausstattung mit Cafes und Treffpunkten mit
Informationscharakter für wartende Nutzerinnen und Nutzer
in Mobilitätsketten. Darüber hinaus rundet eine Paketstation
das Angebot ab, wobei auch die Unterbringung von zukünftig
denkbaren autonomen Mobilitätsdiensten sinnvoll sein kann.
Als Finanzierungs- und Betreibermodelle für das Mobilitätshaus
sind sowohl privatwirtschaftliche als auch öffentliche
Strukturmodelle denkbar. Prinzipiell in Frage kommen Akteure
aus den Bereichen der privaten Parkhausbetreiber, der
Energieversorgungsunternehmen, der Nahverkehrsbetriebe,
der DB AG, der Stadt Köln etc.
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20 Markthalle
5.5. MOBILITÄTSHAUS
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
STRASSENRÄUME
Die Straßenquerschnitte Gasse, Boulevard, Ringstraße,
Sechtemer Straße und Bischofsweg sowie die städtebauliche
Struktur wurden so entwickelt, dass verkehrstechnische
Anforderungen wie Anzahl und Länge der Abbiegefahrstreifen
und Straßenprofile gewährleistet werden können. Die
Möglichkeit der Bepflanzung wurde mit den Rettungskonzepten
der Feuerwehr Köln abgestimmt. Die städtischen Straßenräume
sind unterschiedlich gestaltet. Die autofreien Wohnwege haben
keine Begrünung. Ein steinerner Pflasterbelag erinnert an die
Gassen der Kölner Altstadt. Die Gassen werden in ihrem Verlauf
im Quartier vom Bischofsweg zum Grüngürtel zueinander
versetzt angeordnet. Es entstehen klar gefasste steinerne
Gassenräume. Hier werden Fußgänger und Radfahrerinnen
und Radfahrer gemeinsam auf einer Mischfläche geführt. Die
Erschließung der Ringstraße erfolgt über eine zweistreifige
Erschließungsstraße mit lockerem Baumbestand [Liriodendron
tulipifera und Liquidambar styraciflua, ggfls. jeweils als
Säulenbäume]. Hier werden Radfahrer im Mischverkehr auf
der Fahrbahn geführt. Der großzügige autofreie Boulevard wird
als Mobilitätsachse ausgebaut. Eine zweireihige Bepflanzung
unterstreicht den städtischen Charakter (Acer platanoides
‚Columnare‘). Hier wird der Radverkehr beidseitig auf vier Meter
breiten Radwegen geführt.
Der Knotenpunkt Marktstraße/Sechtemer Straße wird im
weiteren Verfahren der Anpassung an die Nord-Süd-Stadtbahn
optimiert, mit dem Ziel die Neuausrichtung der Sechtemer
Straße zu integrieren.
In der weiteren Planung sollte die Ausbildung von zwei
Baumreihen entlang des Bischofsweges geprüft werden. Hier ist
abzuwägen,obderhierzuerforderliche Flächenbedarfdurcheine
leichte Verlegung der Straße Bischofsweg und die geringfügige
Inanspruchnahme von Flächen der Radeberger Brache
geschaffen werden kann, ohne die Position der Wohnbebauung
im Quartier Parkstadt zu verändern. Die ökologische Bilanz einer
zusätzlichen Baumreihe, die zugunsten von einem schmalen
Streifen der Raderberger Brache geschaffen werden könnte,
5.6. STRASSENRÄUME
wäre hier sicherlich insgesamt positiv. Die Radeberger Brache
ist im Randbereich vorrangig durch Buschwerk gekennzeichnet.
Dies sollte in Abstimmung mit Umweltverbänden und dem
Umweltamt abgewogen werden.
Seite 70
Seite 71
Integrierte Planung N
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Bischofsweg Knotenpunkt
, 25 0,75 ,
3,00 - 300 2,00... 3,00 |. 2,00
5.6. STRASSENRÄUME
24.25
16,50
bs
3,00 2,50 -
Sechtemer Straße
AT
| |
328-325 4 500
25,50
20,00
Seite 72
Köln Parkstadt Süd
Seite 73
Integrierte Planung eite
I En}
Boulevard Ringstraße Gassen
13,50 13,50
5,00 - | 400 275-1325 3,25 2,75 4,00 5.00
30,09 Zn
5.6. STRASSENRÄUME
Köln Parkstadt Süd
Seite 74
Integrierte Planung eite
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
6.1. Gestalterische Vorgaben 76
6.2. Räumliche Darstellungen 82
6.3. Testentwurf Baustein 33 88
6.4. Testentwurf Baustein 5 & 9 102
IDEENMARKT ALS RESSOURCE
Die Ideen des Ideenmarktes sind in die Testentwürfe eingeflossen
und im größeren Maßstab überprüft worden. Innovative und
inklusive Wohnformen wurden berücksichtigt. Der Wunsch der
Bürger, ein für Köln spezifisches Quartier zu gestalten, wird in den
Testentwürfen angedacht und umgesetzt.
Seite 75
Von Köln lernen
In Köln mischen sich große und kleine Häuser. Wie
selbstverständlich stehen die unterschiedlichen Bauepochen
in Köln nebeneinander. Es entsteht ein charmantes Bild einer
geordneten und zugleich ungeordneten Stadt. Unterschiedliche
Atmosphären zwischen Großstadt und Veedel stehen
nebeneinander. Es braucht dazu keine durchgehenden
Bauhöhen, keine streng geregelten Höhen für den First und die
Traufe, sondern ein Regelwerk, das auf neue Bauprogramme
flexibel reagieren kann. Die heterogene Baustruktur soll
durch das Regelwerk der Bausteine gestärkt werden. Die
Bausteine definieren Außenräume, Plätze und Straßenzüge.
Sie unterscheiden zwischen innen und außen, privat und
öffentlich. Sie erzeugen klare Hierarchien und bieten dadurch
die einfachste Orientierung im Stadtraum. Die Bausteine sollen
ein unverwechselbares Modell für die Parkstadt Süd sein.
6. REGELWERK
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
GESTALTERISCHE VORGABEN
Sockelgeschoss
Das Sockelgeschoss orientiert sich an den Straßenräumen.
Zu den autofreien Wohnwegen mit ihren breiten Gehwegen
liegen die gemeinsam für das Wohnen nutzbaren Bereiche,
z. B. großzügige Verbindungsgänge, Gemeinschaftsräume,
Waschküchen und kleine Werkstätten. Sie garantieren die
vertikale Durchmischung des Bausteins. Das Sockelgeschoss
wird baulich überhöht. Es kann für die Nutzung von Cafes
und Einzelhandelsflächen großzügig zu den Platzräumen hin
geöffnet werden.
Nutzungsmix
Der Baustein kann unterschiedliche Wohnformen aufnehmen.
Vom geförderten Wohnungsbau über Baugruppen
und Baugenossenschaften bis hin zu freifinanziertem
Wohnungsbau. Hier finden Reihenhaustypen, ökologischer
Geschosswohnungsbau und Townhäuser zueinander.
Das Stadtmilieu reicht von loftartigen Wohnformen über
familiengerechte und behindertengerechte Grundrisse bis hin
zu Mikro-Apartments. Neben dem Wohnen sind auch noch
weitere Nutzungen wie Büro und Gewerbe möglich. Hier wird
ein quartiersverträglicher Nutzungsmix vorgesehen.
Innenhöfe
Die Innenhöfe der Bausteine sind zum Großteil nicht unterbaut.
Ein gesundes Wachstum von Bäumen kann garantiert werden.
6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN
Durch die Nichtunterbauung ist die Versickerungsmöglichkeit
des Oberflächenwassers optimal gewährleistet. In nicht
unterbauten Höfen können Gemeinschaftsgärten angeboten
werden. Im Blockinnern befinden sich die wohnungsnahen
Kleinkinderspielflächen für Kinder im Alter von O bis 3 Jahren
und Kinderspielflächen für 6- bis 18-Jährige. Zum Stadtraum hin
sind vorwiegend introvertierte Loggien, zum grünen Innenhof
hin großzügige Balkone vorgesehen. Es wird empfohlen, für die
Innenhöfe in Bezug auf die jeweiligen Nutzungen blockweise
Beschattungsstudien zu erstellen. Das Rettungskonzept sieht
die Anfahrbarkeit und Rettung von den Straßenräumen aus
vor. Die Innenhöfe müssen somit nicht durch die Feuerwehr
befahrbar sein.
Dachterrasse
Die Dachterrassen werden begrünt und können den Bewohnern
zur Nutzung angeboten werden. In einigen Bereichen sind
Dachterrassen mit Sommerküche zur gemeinschaftlichen
Nutzung denkbar.
Seite 76
Seite 77
Integrierte Planung N
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Beispiel: Sockel in der Kölner Altstadt Köln
Köln, Alter Markt
Einheit
Jeder Baustein hat ein verbindendes Sockelgeschoss. Über
die Strukturierung der Fassaden, das verwendete Baumaterial
und die Farbigkeit wird der Baustein als Einheit von mehreren
Häusern gestärkt werden. Die Fassaden verschmelzen zu einem
kompakten Baustein, ohne die Parzellierung zu verlieren.
6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN
Seite 78
Vielfalt
Der Baustein wird durch die kleinteilige Parzellierung verfeinert.
Die Teilung des Blockes in mehrere Häuser ermöglicht
stadtverträgliche Eigentumsverhältnisse mit entsprechender
Verantwortlichkeit. So kann ein höheres Haus auf eine kleine
Parzelle treffen.
Massen und Höhen
Neben der blocktypischen klaren Definition von Öffentlichkeit
undPrivatheitzeichnet sich der Baublock durch unterschiedliche
Massen und Bauhöhen aus. Diese reagieren auf die diversen
Lagen innerhalb des Quartiers. Durch die gestaffelte Verteilung
entstehen eine lebendige Silhouette und ein differenzierter
Stadtraum.
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 79
2 Marktturm
3 Tor zur Südstadt
FÜNF TÜRME
Die Türme stehen an wichtigen städtebaulichen Orten. Wie
Konfetti sind sie in der Parkstadt Süd verstreut. Die fünf Türme
haben die Farbigkeit des Steins der Kölner Altstadt. Erster
Anlaufpunkt an prominenter Stelle im Quartier Parkstadt ist
der Turm Gruß zum Grüngürtel. Er wird vom Grüngürtel und
dem Bischofsweg umspült. Zwischen ihm und dem Marktturm
spannt sich das Wohnquartier auf. Der Marktturm im Quartier
Marktstadt gesellt sich als Vertikale zur Markthalle. Er nimmt
die Großzügigkeit der Halle auf und unterstreicht ihre wichtige
Funktion als Herz der Markstadt. Das Tor zur Südstadt im
Quartier Entr&e wird von drei Türmen gebildet. Ein Cluster aus
Splitterformen nimmt den historischen Parkraum in ihre Mitte.
6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 80
Integrierte Planung eite
Sockelbereich in einem Farbton und Material
Häuser in unterschiedlichen Farben
Material und Farben der Häuser
Eigenfarben des Betons, Ziegels, Natursteins,
Putzes
vl
22 m Hochhausgrenze
IV Y
Hochpunkte in Farbe und Materialität des Sockels Höhenentwicklung in der Parkstadt
Material und Farben des Sockels
Stein des Kölner Doms und der Altstadt
6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 81
Integrierte Planung eite
„Gebäudelücken” mit Blick
in den grünen Innenhof
Breite 5-15 m
Häuser mit Zugehörigkeit der
unterschiedlichen Gebäudefugen zum
Höhen benachbarten Baustein
ein- bis zwei-
Sockel
geschossige A
Sockelzone
u Fassaden außen Loggien
u Fassaden innen Balkone
nicht unterbauter
grüner Innenhof
Untergeschoss .
mit Mieterkellern Erschließung der
Baukörper von außen
Zusammensetzung der Bausteine
6.1. GESTALTERISCHE VORGABEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 82
Integrierte Planung eite
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 83
Integrierte Planung eite
Blick vom Grüngürtel auf die Markthalle
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 84
Integrierte Planung eite
Blick von der Großmarkthalle auf den Baustein 33
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
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Integrierte Planung eite
Blick vom Norden auf den Baustein 33
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 86
Integrierte Planung eite
Gassenräume im Quartier
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
Seite 87
Integrierte Planung eite
Perspektive Stadtplatz
6.2. RÄUMLICHE DARSTELLUNGEN
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
TESTENTWURF BAUSTEIN 33
Der Baustein 33 befindet sich an der Sechtemer Straße am
Übergang der Bonner Straße. Im Norden wird das Grundstück
von einer Grünfläche mit schützenswertem Baumbestand
begrenzt, im Westen verläuft die Bebauung an der neuen Achse
von der Bonner Straße über das Großmarktgelände nach Köln-
Raderberg. Die Sechtemer Straße soll nicht als Verkehrsachse
ausgebildetwerden.SieistprimäreinestädtebaulicheSichtachse.
Im Osten wird das Grundstück von der Bonner Straße, im Süden
von der bestehenden Sechtemer Straße gefasst. Im nördlichen
Grundstücksteil befindet sich ein Bestandswohngebäude und im
Süden existieren Gebäudestrukturen eines Gewerbebetriebes.
Der Baustein 33 berücksichtigt die städtebaulichen Parameter
des Regelwerkes der Integrierten Planung hinsichtlich
Nutzungsdichte, Nutzungsart und baulicher Qualität. Diese
Parameter sollen exemplarisch umgesetzt werden. Zu den
Straßenräumen hin werden klare Raumkanten ausgebildet.
Unterschiedliche Bauhöhen und Baukörper ermöglichen die
städtebauliche und architektonische Ausdifferenzierung des
gesamten Blocks. Die Adressbildung der einzelnen Häuser
gelingt durch eine eindeutige Zuordnung der Hauseingänge
zu den Straßenräumen. Die Bebauung orientiert sich an den
Höhen der Blöcke im geplanten Quartier, die übergreifend
eine fünf- bis sechsgeschossige Mantelbebauung mit
zweigeschossigen Einschnitten und ausgewählten Hochpunkten
vorsieht. Diese architektonischen Akzente artikulieren wichtige
6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33
städtebauliche Blickrichtungen und Bezüge zur Umgebung.
Der fünfzehngeschossige Hochpunkt gesellt sich zu den
geplanten weiteren Hochpunkten am Kreisel an der Bonner
Straße. Diese Dreierformation nimmt den vorhandenen grünen
Parkraum in ihre Mitte. In Richtung Südstadt entsteht ein
Stadteingang, der den Verlauf der Bonner Straße als wichtige
Verkehrsachse aufwertet. Die achtgeschossige Bebauung
an der Sechtemer Straße in Nähe der Großmarkthalle ist
Fluchtpunkt der unterschiedlichen Richtungen in der Parkstadt
Süd. Sie stärkt die neue Achse von der Bonner Straße nach
Köln-Raderberg und den fußläufigen Weg entlang des Shared
Space Sechtemer Straße. Um einen grünen, privaten Innenhof
mit Kinderspielflächen gruppieren sich auf einem Sockel mit
gewerblichen Nutzungen unterschiedliche Wohngebäude.
Nutzungskonzept
Für den Baustein 33 dienen die im Rahmen der Integrierten
Planung aufgestellten Nutzungskonzepte als Grundlage.
Es wird eine Mischung aus Kleinapartements z. B. für
Studierende, Familienwohnen und Loftwohnen angeboten. Die
Wohntypologien, die Gebäudehöhen und die Gebäudevolumen
variieren je nach Nutzungsart. Die Planung sieht Wohnungen
in unterschiedlichen Größen vor. Mindestens 30 Prozent davon
sollen öffentlich gefördert sein. Als ergänzende Nutzungen
werden im Erdgeschoss wohnungsnahe gewerbliche
Nutzungen je nach Lagegunst angeboten. Angedacht sind neben
klassischen Gewerbeflächen auch gastronomische Nutzungen.
In den Untergeschossen sind die baurechtlichen notwendigen
Seite 88
Stellplätze und die Kellerabstellräume für das Gewerbe und
Wohnen untergebracht.
Erschließung
Der Baustein 33 ist über die vorhandene Sechtemer Straße und
die Bonner Straße fußläufig sehr gut erreichbar. Über die Bonner
Straße ist ein sehr guter Anschluss an das ÖPNV-Netz der Stadt
Köln gegeben. Die Sechtemer Straße als Shared Space bildet die
wichtige Verbindungsachse zur Großmarkthalle und garantiert
eine Verzahnung von Westen nach Osten. Der motorisierte
Verkehr innerhalb des Quartiers soll weitestgehend minimiert
werden. Die Tiefgaragen werden über die Ost-West-Verbindung
Sechtemer Straße von der Bonner Straße aus erschlossen.
Oberirdische Stellplätze im öffentlichen Straßenland können
über die Bonner Straße angefahren werden. Die Feuerwehr und
die Müllabfuhr können den Baustein 33 komplett umfahren. Die
Feuerwehrrettung ist über die Anleiterbarkeit aller Wohnungen
vom Straßenraum aus gesichert, sodass der Innenhof des
Baublocks nicht befahren werden muss.
Köln Parkstadt Süd
Seite 89
Integrierte Planung eite
0... Dee
DD.
a
\
IH
dk
Marktstraße
6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
Seite 90
BE MEHRFAMILIEN
STUDIERENDE / SINGLES
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6.3. TESTENTWURF BAUSTEIN 33 ÜBERBLENDUNG BESTAND
Köln Parkstadt Süd
Integrierte Planung
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 61/0 Vorlagen-Nummer 1386/2018 Freigabedatum am 19.06.2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 02.07.2018 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 12.09.2018 Integrierte Planung Parkstadt Süd; hier: Ergebnis des Gesamtverfahrens Parkstadt Süd und Dokumentation Das Projekt Parkstadt Süd hat für die Stadt Köln stadtentwicklungspolitisch wie stadtplanerisch einen hohen Stellenwert. In dem Bereich südlich des Kölner Eisenbahnrings zwischen Luxemburger Straße und dem Rhein werden auf ca. 115 ha etwa 3.500 Wohnungen und 4.500 Arbeitsplätze entstehen sowie der Innere Grüngürtel vollendet. In einem viel beachteten Planungs- und Beteiligungsverfahren, dem kooperativen Verfahren Park- stadt Süd, wurde 2015 in Kooperation von fünf Planungsteams, der Stadtgesellschaft, Expertinnen und Experten sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern ein freiraumplanerisches und städte- bauliches Bild für die Entwicklung der Parkstadt Süd entworfen. Mit dem Beschluss zum Ergebnis des Kooperativen Verfahrens am 10.03.2016 (Vorlage Nr. 3832/2015) hat der Stadtentwicklungsaus- schuss die Bedeutung des Projektes unterstrichen und die Verwaltung beauftragt, eine integrierte Planung in der Detailschärfe einer Vorentwurfsplanung auf der Grundlage des Ergebnisses des Ko- operativen Verfahrens Parkstadt Süd zu erstellen. 1. Integrierte Planung Die integrierte Planung ist eine mehrdimensionale Fortschreibung der Ergebnisse des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd im Rahmenplanungsmaßstab. Sie umfasst ein Planwerk, das das städte- bauliche und freiraumplanerische Bild der Parkstadt Süd darstellt und einen begleitenden Textteil, der Themen wie z. B. Integration ins Umfeld, Höhenentwicklung, Nutzungen, Infrastruktur, Mobilität und Ökologie detailliert darstellt, sowie die Fachgutachten zu Umwelt, Klima und Mobilität, deren Ergeb- nisse in die Gesamtplanung eingeflossen sind. Die integrierte Planung ist Grundlage und Leitlinie für die nachgelagerten Bauleitplan- sowie Qualifizierungsverfahren. 2 Auf diese Weise sollen eine einheitliche Entwicklung und die Fortführung und Umsetzung der Ideen des Kooperativen Verfahrens sichergestellt werden. Die integrierte Planung stellt die Konkretisierung des städtebaulichen Entwurfes südlich des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels dar, unter Berücksichtigung aller Grundlagenermittlungen zu Mobilität, Kli- ma, Immissionen usw., die für die weitere Umsetzung erforderlich sind. Die Umsetzung des zukünfti- gen Inneren Grüngürtels von der Entwurfs- bis zur Ausbauplanung soll aufbauend auf dem Sieger- entwurf des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd in einem EU-weiten Vergabeverfahren ab Ende 2018 ausgeschrieben werden. Ein wesentlicher Bestandteil des kooperativen Verfahrens Parkstadt Süd war die Teilhabe der Stadt- gesellschaft am Planungsprozess und dem intensiven Austausch mit den Planungsteams, den Exper- ten und dem Begleitgremium. Hier wurden die maßgeblichen Themen der Parkstadt Süd erörtert. Mit dem Ziel Stadtgestalt und Ökologie zukunftsweisend zu verbinden, soll ein tragfähiger Nutzungsmix aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Arbeiten, Kultur, Bildung, Sport und sozialer Infrastruk- tur sichergestellt werden. Ebenso wurde eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung unter Berücksichti- gung von Freiraum und Klima gefordert. 2. Starterprojekte und Zwischennutzung Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens wurden auch Starterprojekte und Zwischennutzungen sowie weitere Beteiligungsveranstaltungen thematisiert und eingefordert. Zwischenzeitlich wird gemäß Be- schluss vom 26.04.2018 (Session Nr. 0674/2018) ein Stadtteilbüro eingerichtet, das zukünftig als An- laufstelle für Projekte in der Parkstadt Süd dienen wird. Eine Eröffnung wird im zweiten Halbjahr 2018 angestrebt. Um die Entwicklung der Parkstadt Süd bereits physisch erlebbar zu machen, ist geplant, ein Stück Grüngürtel, den sogenannten Pionierpark und einen Pionierpfad als Starterprojekte ab 2019 zu bau- en. Die in den Beteiligungsverfahren vorgebrachten Ideen, im Laufe der Entwicklung der Parkstadt Süd Zwischennutzungen als Teil eines neuen sich lebendig entwickelnden Stadtteils zu etablieren, war eine der Schlüsselideen. Diese wurde weiter verfolgt und geprüft. Es musste jedoch festgestellt wer- de, dass hierfür zurzeit keine Flächen oder Gebäude zur Verfügung stehen. Nach dem Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Standortentscheidung Frischezentrum am 11.07.2017 (Session Nr.: 0728/2017) bestehen für Gebäude und Flächen auf dem Großmarktareal bis Ende 2023 verbindliche Pachtverträge. Momentan freistehende Flächen befinden sich nicht im Besitz der Stadt Köln und kön- nen aktuell nicht für Zwischennutzungen angeboten werden. 3. Ausblick und weiteres Verfahren Nachdem das Bundesverwaltungsgericht Leipzig im April 2018 die seit dem Jahr 2013 bestehende Sanierungsatzung ESIE für unwirksam erklärt hatte, ist zukünftig eine neue Gebietskulisse zu definie- ren, die eine Förderfähigkeit des Projektes mit Stadtbaufördermitteln gewährleistet. Bei Bedarf wird eine neue Sanierungssatzung vorgelegt. Am 3. Mai 2018 hat der Rat der Stadt Köln für das Gebiet Parkstadt Süd eine Satzung für ein "Besonderes Vorkaufsrecht" nach § 25 Satz 1 Nr. 2 BauGB be- schlossen (Session-Nr. 0963/2018), um die weitere liegenschaftliche Entwicklung des Gebietes steu- ern zu können. Die fortzuführende Bauleitplanung wird, basierend auf dem integrierten Plan, die erforderliche Rechtsgrundlage bieten. Neben der Änderung des Flächennutzungsplanes soll mit Hilfe mehrerer Teil- Bebauungspläne das städtebauliche Konzept mit seinen Qualitätsansprüchen festgeschrieben werden. 3 Um die angestrebte hohe Qualität sicherzustellen, sind weitere geeignete Qualifizierungsverfahren für Freiraum- und Hochbauplanung vorgesehen. Ein Begleitgremium, zusammengesetzt aus der Lenkungsgruppe Masterplan und bei Bedarf weiteren Expertinnen und Experten in Abhängigkeit von den Qualifizierungsvorhaben, soll einerseits den weite- ren Umsetzungsprozess kontinuierlich begleiten und andererseits die Schnittstelle zum städtebauli- chen Masterplan Köln bilden. Informationen und Beteiligung der Öffentlichkeit sollen weiterhin kontinuierlich stattfinden; hierzu ist ein Newsletter aufgebaut worden. Ebenso wird das Stadtteilbüro Anlaufstelle für Informationen und Veranstaltungen sein. Ein Konzept für eine dauerhafte Bespielung wird hierfür noch erarbeitet, sowie Ressourcen im Haushalt der kommenden Jahre eingeplant werden. Parallel zur Planrechtschaffung wird die Verwaltung eine Struktur erarbeiten, in welcher Gesell- schaftsform oder Verwaltungsstruktur die Parkstadt Süd in die Umsetzung eintreten wird, damit auch die Anforderungen an die Vergabe von Grundstücken der Vielfalt eines urbanen Quartiers entspre- chen kann. Ebenso wird die Planrechtschaffung für das Frischezentrum in Köln- Marsdorf parallel betrieben, da- mit die Flächen für das Frischezentrum zeitgerecht zur Verfügung stehen. Anlage 1. Dokument der integrierten Planung (wird separat gedruckt und verteilt)
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1386/2018
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 20.06.2018
- Erstellt
- 26.04.2018 10:26