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0840/2026

Prävention von Kinderarmutsfolgen in Köln

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 13.04.2026

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 05.05.2026, TOP 7.1.2

Prävention von Kinderarmutsfolgen Köln

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Prävention von Kinderarmutsfolgen Köln

8542 Zeichen

Prävention von 
Kinderarmutsfolgen in 
Köln
Jugendhilfeausschuss, 05.05.2026
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport

Engeres Inklusionsverständnis: Weiteres Inklusionsverständnis:
Basiert auf einer Heterogenitätsdimension: 
➢ attestierter sonderpädagogischer 
Förderungsbedarf in Schulen (NRW: AO-SF)
Anwendung*:
➢ Monitoring „Inklusionsentwicklung an Kölner 
Schulen“
➢ Inklusionsplanung für Kölner Schulen
*Zwischenzeitlich und anlassbezogen wird ein weiteres 
Inklusionsverständnis fokussiert. 
Bildungsbiografische Einordnung:
➢ Schule
Basiert auf mehreren Heterogenitätsdimensionen: 
➢ Armut
➢ Sprache 
➢ Herkunft u.a.
Anwendung:
➢ Kommunale Präventionskette
➢ Kinder- und Jugendhilfeplanung
➢ Qualitative Schulentwicklungsplanung
Bildungsbiografische Einordnung:
➢ 0 bis 27 Jahre
Inklusion …
…meint die vollumfängliche Teilhabe durch den Abbau von Barrieren
2

Prävention der Folgen von Kinderarmut
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Kinderarmut ist mehrdimensional und betrifft: 
• Die materielle Grundversorgung 
• Die kulturelle Versorgung
• Die psychische und physische Situation
• Die soziale Teilhabe
Armut beeinflusst die Lebenslagen und Entwicklungschancen von Kindern nachhaltig. 
Prävention (der Folgen von Kinderarmut) meint:
• Risiken frühzeitig zu erkennen
• Benachteiligungen zu vermeiden oder zu verringern
• förderliche Entwicklungsbedingungen zu schaffen
Notwendig ist ein integrierter, entwicklungs- und lebensphasenorientierter Ansatz, der individuelle, 
familiäre, institutionelle und strukturelle Faktoren berücksichtigt. 
Vgl. Berg/Holz/Schöttle (2011): Köln: LVR sowie vgl. BMFSFJ (2024): Berlin. 
Vgl. Hock/Holz/Simmedinger/ Wüstendörfer (2000): Frankfurt a.M.: ISS. 
3

Prävention von Benachteiligungslagen
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Prävention von Benachteiligungslagen bedeutet in diesem 
Zusammenhang, kommunale Verantwortung so wahrzunehmen, 
dass Kinder und Jugendliche unabhängig von sozialer Herkunft, 
Einkommen oder Wohnort faire Bildungs-, Gesundheits- und 
Teilhabechancen erhalten. 
Sie setzt frühzeitig, systematisch und sozialräumlich 
ausgerichtet an, um die Folgen von Kinderarmut wirksam zu 
begrenzen, bevor sich Benachteiligungen verfestigen.
vgl. Session 3437/2019 „Kölner Kinder stärken! - 184 Tausend junge Chancen fördern! 
Umsetzung der Landesinitiative "Kommunale Präventionsketten"
4

Präventionskette 
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Die Präventionskette beschreibt die 
strategische Gestaltung einer kommunalen 
Infrastruktur zur Begrenzung der Folgen von 
Kinderarmut.
Entlang der Lebensphasen von 
Schwangerschaft bis frühes 
Erwachsenenalter werden 
Unterstützungsangebote systematisch 
verknüpft, um Lücken zu erkennen, 
Bedarfe zu ermitteln, Angebote 
abzustimmen und Zugänge zu sichern.
vgl. Session 0083/2023 „Zwischenbilanzierung der Gesamtstrategie Kölner Kinder stärken! 
zur Prävention von Kinder-, Jugend- und Familienarmut und Ausblick auf die strategische 
Weiterentwicklung in 2023“
Quelle: LVR/LWL (2020). Köln. 
5

Präventions- und Bildungskette Köln (Auswahl)
6
Bedarfsorientierung sichern 
durch …
…frühzeitige, ressortübergreifende, 
niedrigschwellige 
und lückenlose Förderung 
…präventiv fördern heißt 
ressourcenschonend fördern.
Schwanger
schaft
0 bis u3 
Jahre
3 bis u6 
Jahre
6 bis u10 
Jahre
10 bis u16 
Jahre
16 bis u18 
Jahre
18 bis u27 
Jahre
Frühe Hilfen
Kinderwillkommens
-besuche
Schwangerschafts-
beratung
Familienhebammen
Familienzentren
guterstart.koeln
Familienbüro
Kindertagespflege
Familiengrundschul-
zentren
Startchancen-
Schulen
FamilienPlusPunkt-Karte
Gesundheitslotsen-
dienst
OGS
Kein Abschluss ohne 
Anschluss (KAoA)
Schulsozialarbeit
Schulmüden-
projekte
Jobcenter u25
Familienlots*innen in 
Familienhäusern
Bildungslots*innen
Jugendberufs-
agentur
Förderprogramm 
„Sport für Köln“
plusKITAs
Kulturrucksack
Musenkuss – 
Kulturelle Bildung in Köln
VHS talentCAMPus
Kompetenz-
agenturen
Pool-Schulbegleitung
Altersübergreifende Angebote:
Kommunale Kinder- und 
Jugendförderung
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport

Prävention durch Familiengrundschulzentren
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
Beratung, Begegnung, Bildung
Familiengrundschulzentren tragen dazu bei, dass Schule, Familie und 
Unterstützungssysteme wirksam miteinander verknüpft werden.
Früh erreichen 
Zugang über 
niedrigschwellige Angebote 
am Schulstandort
Frühzeitige Ansprache von 
Familien
Erreichen auch schwer 
zugänglicher Zielgruppen
Schule als zentrale 
Anlaufstelle für Familien im 
Quartier
Familien stärken
Beratung und alltagsnahe 
Unterstützung
Stärkung vom ganzen 
System Familie
Lotsenfunktion in den 
Sozialraum und das 
Gesundheitssystem
Enge Erziehungs- und 
Bildungspartnerschaft 
zwischen Schule und 
Elternhaus
Teilhabe sichern
Förderung sozialer Teilhabe
Integration und 
Zugehörigkeit im 
Schulalltag stärken
Bildungsverläufe 
stabilisieren und 
Benachteiligungen abbauen
Demokratiebildung durch 
fest verankerte 
Partizipationsstrukturen
7

Prävention durch Kulturelle Bildung 
Kulturelle Teilhabe durch das Landesprogramm Kulturrucksack 
Kulturelle Bildung ist ein integraler Bestandteil kommunaler 
Präventionsketten und leistet einen wesentlichen Beitrag zur 
chancengerechten Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.
Sie wird als Mittel verstanden, Teilhabe zu ermöglichen, 
Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und den Folgen von Kinderarmut 
entgegenzuwirken.
Durch Kunst erreichen 
Lebensnahe Themen 
künstlerisch bearbeiten
Emotionale Zugänge im 
bewertungsfreien Raum 
finden
Talente entdecken und 
Selbstbewusstsein stärken
Entwicklung stärken
Künstlerische Anregung und 
Unterstützung
Zusammenhalt durch 
Gruppenstruktur
Sichtbarkeit durch 
Präsentationen und 
Aufführungen
Teilhabe sichern
Durch kostenfreie oder 
reduzierte Teilnahme
Vor Ort in Jugendzentren in 
den Sozialräumen
Niederschwelliger Zugang
Beispiel aus Kulturrucksack 2025 
Sandy Craus - Raum für Kunst 
und Gestaltung
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport 8

Prävention durch Kommunale Kinder- und Jugendförderung: 
 
Zielgruppendifferenzierte Angebotslandschaft außerschulischer Bildung
(Offene) 
Kinder- und 
Jugendarbeit
 
Jugendeinrich-
tungen, Mobile 
Angebote, 
Spielräume,
Kooperatives 
Kinder- und 
Jugendbüro, 
Integrations-
arbeit etc.
Jugendverbands-
arbeit 
selbstbestimmte 
Jugendarbeit in 
Sport, Politik, Kirche, 
Kultur etc.
Jugendsozialarbeit/
Jugendberufshilfe 
Jugendwerkstätten, 
Jugendberatung, 
Schulmüdenangebote
Erzieherischer 
Kinder- und 
Jugendschutz 
Sucht-/ 
Gewaltprävention, 
Gesundheits-
förderung, 
Demokratie-
förderung, 
Jugendmedien-
schutz, Streetwork
niedrigschwellig – partizipativ – lebenswelt- und sozialraumorientiert – inklusiv
Zusammenhalt, Demokratie, Selbstwirksamkeit stärken
 
Quelle: Pixabay.com
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport 9

Quellenverzeichnis
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport
BMFSFJ (2024): Prävention von Kinderarmut auf kommunaler Ebene – eine nationale Aufgabe. Ausschusspapier des Begleitausschusses zum 
NAP. Berlin. Online verfügbar unter: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/familie/nationaler-aktionsplan-kinderchancen. (abgerufen am 
17.02.2026).
Berg, A., Holz, G. & Schöttle, M. (2011):Fachliche Maßstäbe zum Auf- und Ausbau von Präventionsketten in Kommunen. Strukturansatz zur 
Förderung des „Aufwachsens im Wohlergehen“ für alle Kinder und Jugendlichen. In: LVR-Landesjugendamt Rheinland (Hrsg.): Jugendhilfe & 
Schule inform, Heft 2, Köln, S. 3–12. Online verfügbar 
unter: https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/publikationen/dokumente_97/inform_2_2011.pdf (abgerufen am 17.02.2026).
Hock, B., Holz, G., Simmedinger, R. & Wüstendörfer, W. (2000):Gute Kindheit – Schlechte Kindheit? Armut und Zukunftschancen von Kindern 
und Jugendlichen in Deutschland. Abschlussbericht zur Studie im Auftrag des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt e.V. 2. unveränderte 
Auflage. Frankfurt a. M.: Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS). Online verfügbar unter: https://www.iss-
ffm.de/fileadmin/assets/veroeffentlichungen/downloads/InternetGute_Kindheit_Schlechte_Kindheit.pdf (abgerufen am 17.02.2026). 
LVR-Landesjugendamt Rheinland & LWL-Landesjugendamt Westfalen (Hrsg.) (2020):Handlungsrahmen der kommunalen Koordination von 
Präventionsketten und Präventionsnetzwerken – Eine Arbeitshilfe für die Praxis. Köln. Online verfügbar unter: 
https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/jugendmter/koordinationsstellekinderarmut/dokumente_80/LVR-LWL-
Arbeitshilfe_Aufgaben_kommunaler_Koordination_Versand.pdf (abgerufen am 17.02.2026).
10

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

2124 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/IV/2 
 
Vorlagen-Nummer 13.04.2026 
 0840/2026 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 27.04.2026 
Jugendhilfeausschuss 05.05.2026 
 
Prävention von Kinderarmutsfolgen in Köln 
Mit der beigefügten Präsentation kommt die Verwaltung der am 27.01.2026 im Jugendhil-
feausschuss formulierten Anfrage von Frau Dr. Pinger nach. Die Darstellung erfolgt auf 
Grundlage der dortigen Diskussionen zum Thema Inklusion und informiert über eine Auswahl 
aktueller Präventionsmaßnahmen zur Verringerung von Kinderarmutsfolgen in Köln. 
 
Vor dem Hintergrund eines weiten Inklusionsverständnisses ist Armut als struktureller Risiko-
faktor zu verstehen, der gesellschaftliche Ausgrenzung im Aufwachsen junger Menschen be-
günstigen kann. Kinderarmut bzw. die familiäre Armut wirkt sich dabei vielschichtig auf Ge-
sundheitschancen, Bildungsbiografien, soziale Teilhabe sowie die Bewältigung zentraler Über-
gänge im Lebensverlauf von Heranwachsenden aus. Auf dieser Basis verfolgt die Stadt Köln 
mit der Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken“ eine integrierte Präventionsstrategie, die die 
unterschiedlichen Lebensbereiche von der Schwangerschaft bis in das junge Erwachsenenal-
ter in den Blick nimmt.  
 
Die Präventionskette dient dabei als strategisches Steuerungsmodell. Sie verdeutlicht, wie 
präventive Maßnahmen entlang der Alterskette aufeinander aufbauen, insbesondere an sen-
siblen Übergängen (Geburt, Eintritt in die Kindertagesbetreuung, Schuleintritt, Schulwechsel 
sowie Übergang Schule-Beruf) ansetzen und systemübergreifend wirken. Ziel ist es, die nega-
tiven Folgen familiärer Armut frühzeitig zu begrenzen und Teilhabechancen nachhaltig zu si-
chern.  
 
Durch die strategische Bündelung und sozialindizierte Steuerung präventiver Maßnahmen – 
unter anderem mit Unterstützung des Landesprogramms „kinderstark – NRW schafft Chan-
cen“ – stärkt die Stadt nachhaltige Strukturen für ein sicheres Aufwachsen in Köln und redu-
ziert langfristig kostenintensive Hilfebedarfe.  
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (2)

27.04.2026 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.05.2026 Jugendhilfeausschuss
TOP 7.1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0840/2026
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
13.04.2026
Erstellt
23.03.2026 10:02