2015/0024
Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor – Projektentwicklungsbericht und Businessplan
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Punkt 4: Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor – Projektentwicklungsbericht und Businessplan (V-Nr. 2015/0024) Stadtv. Hang gibt zu Protokoll, dass er es für bedenklich halte, dass der Hauptnutzer des Stadions seine finanzielle Beteiligung am Projekt nicht offenlegt. Außerdem habe er diverse Fragen. 1. Sind die vorgesehenen 3,5 Mio. Euro Landeszuschuss bereits zugesagt? Laut Auskunft des Oberbürgermeisters und des Interim-Geschäftsführers der DSG sind die Gespräche mit Land bereits weit gediehen. Zur Antragsstellung wird jedoch der hier vorliegende Projektentwicklungsbericht benötigt. Das Land habe signalisiert, dass mit dem Zuschuss gerechnet werden könne. 2. In der Vorlage stehe nicht, dass der Erbbauzins gem. Beschluss der Stadtverordnetenversammlung jährlich an den Lebenshaltungsindex angepasst wird. 3. Die Kosten für Abschreibungen seien in der Vorlage nicht eingeplant. Stadtkämmerer begründet dies damit, dass zum einen die Abschreibung nicht für das komplette Stadion gleich sei (Gegentribüne und Kurven enthalten keine hohe Abnutzung und Unterhaltungskosten wie die Haupttribüne, in der techn. Anlagen untergebracht werden) und zum Anderen noch nicht exakt feststehe, wie die DSG und die Service GmbH finanzielle ausgestattet wird. Stadtv. Hang weist darauf hin, dass die Auszahlung der restlichen 8 Mio. Euro aus dem ersten Landeszuschuss laut Beschluss der Stadtverordnetenversammlung durch diese genehmigt werden müsse. Stadtkämmerer Schellenberg sagt, dass eine Auszahlung noch nicht stattgefunden habe, er werde aber prüfen lassen, wie diese Genehmigung einzuholen sei. Gegen die Stimmen der Fraktionen UFFBASSE und FDP, bei Stimmenthaltung der Fraktionen SPD und Die Linke., empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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1 | S e i t e
Projektentwicklungsbericht
zum Umbau
Merck-Stadion am Böllenfalltor
Darmstadt
-20.01.2015-
2 | S e i t e
Inhalt
1. Ausgangslage .................................................................................................................................. 3
2. Aufgabenstellung ............................................................................................................................ 4
3. Verkehrs- und Sicherheitskonzept ................................................................................................. 5
3.1. Ausgangssituation ................................................................................................................... 5
3.2. Ziele ......................................................................................................................................... 6
3.3. PKW-Parken ............................................................................................................................ 7
3.4. Sonderzugverkehr Gästefans ................................................................................................. 8
3.5. Busse Gästefans ...................................................................................................................... 9
3.6. ÖPNV ..................................................................................................................................... 10
3.7. Anwohnerschutzkonzept ...................................................................................................... 11
3.8. Zusammenfassung ................................................................................................................ 11
4. Innovatives Energiekonzept ......................................................................................................... 12
4.1. Ausgangssituation ................................................................................................................. 12
4.2. Konzept für Darmstadt ......................................................................................................... 15
5. Planungs-/ baurechtliche Bewertung .......................................................................................... 16
6. Baukonzept ................................................................................................................................... 17
6.1. Baukonzept ........................................................................................................................... 17
6.2. Raumprogramm Nutzflächen ............................................................................................... 20
6.3. Baukostenübersicht .............................................................................................................. 22
6.4. Sportliche Infrastruktur ........................................................................................................ 23
7. Realisierungskonzept .................................................................................................................... 24
8. Finanzierungskonzept ................................................................................................................... 25
9. Empfehlung weiteres Vorgehen ................................................................................................... 27
10. Anlagen ..................................................................................................................................... 28
3 | S e i t e
1. Ausgangslage
Dieser Bericht wurde angefertigt vom Institut für Sportstättenberatung GmbH (IFS) und
versteht sich als Vertiefung der bereits durch das Institut für Sportstättenbera tung
angefertigte Machbarkeitsstudie aus Juni 2013 (Anlage 1).
Auftraggeber dieser Projektentwicklung ist die neu gegründete Darmstädter
Sportstätten GmbH & Co. KG.
Auf Basis des Magistratsbeschluss der Stadt Darmstadt vom 17.07.2013, in dem der
Umbau des Merck-Stadions am Böllenfalltor beschlossen wurde, sollen im Folgenden die
in der Machbarkeitsstudie offen gebliebenen Punkte gelöst bzw. lö sungsorientiert
bearbeitet werden.
Merck-Stadion am Böllenfalltor im aktuellen Zustand
4 | S e i t e
2. Aufgabenstellung
Die Aufgabenstellung dieses Projektentwicklungsberichts zum Umbau Merck-Stadion am
Böllenfalltor Darmstadt ergibt sich aus den in der Machbarkeitsstudie erö rterten
Schwachstellen des Standortes Böllenfalltor und aus den notwendigen Frage n, die für
eine weitere Projektentwicklung zu klären sind.
Die Machbarkeitsstudie wurde seinerzeit in Auftrag gegeben, da die bauliche Sub stanz
des Merck-Stadions am Böllenfalltor einen erheblichen Sanierungsbedarf hat und im
jetzigen Zustand keine nachhaltige Nutzung möglich ist (Drittnutz ungsmöglichkeiten).
Ferner muss die unbefriedigende Erschließungssituation (z.B. Gästeführung/Sicherheit,
Verkehrsführung, Parken, Anwohnerschutz) verbessert werden und die jährlich durch
das Stadion der Stadt ǀerursachten Betrieďskosten ǀon ϱϬϬ.ϬϬϬ € ;ohne Sanierungs- und
Modernisierungskosten) gesenkt werden. Mit einem modernisierten Stadion kan n ein
ausgeglichenes Betriebsergebnis erwirtschaftet werden.
Um diese Punkte bestmöglich zu lösen, wurden in der Machbarkeitsstudie folgen de
Punkte betrachtet:
- Markt- und Bedarfsanalyse,
- Standortanalyse,
- Nutzungskonzept,
- Baukonzept,
- Realisierungsstruktur,
- Finanzierungskonzept.
Die Studie ergab, dass ein modernes Stadion für Darmstadt sinnvoll und reali sierbar ist,
wenn der Standort Böllenfalltor beibehalten wird, da dort ein Stadio numbau zu den
niedrigsten Kosten realisierbar ist. Für diesen Standort sind aber noch einige offene
Punkte zu klären:
- Stellplatzkonzept,
- Gästeführung/Sicherheitskonzept,
- Anwohnerschutz.
Die offenen Punkte werden zu Beginn im Abschnitt Verkehrs- und Sicherh eitskonzept
betrachtet. Weiter werden Überlegungen für ein innovatives Energiekonzept d es
Stadions angestellt, eine planungs- /baurechtliche Bewertung des Standorts Böllenfalltor
vorgenommen, das geplante Baukonzept dargelegt sowie ein Finanzierungs- und
Betriebskonzept für das neue Stadion erstellt.
5 | S e i t e
3. Verkehrs- und Sicherheitskonzept
3.1. Ausgangssituation
Die aktuelle Situation der Stadionerschließung bei Veranstaltungen i m Merck-Stadion
am Böllenfalltor wei st Defizite auf, die es im Zusammenhang mit dem Umbau des
Stadions zu beheben gilt.
Aktuell besteh en erhebliche Einschränkung en für die Anwohner im Umkreis des
Stadions, besonders im Steinbergviertel (zwischen Jahnstraße und Klappacher Straße),
durch wildes Parken.
Steinbergviertel
Die Gründe dafür liegen im Fehlen eines Parkkonzeptes mit entsprechend er
Verkehrsleitung der PKW und dem Fehlen eines Anwohnerschutzkonzeptes.
Die mit der Bahn anreisenden Gästefans werden zum Südbahnhof gelenkt und durch die
Polizei von dort über innerstädtische Straßen zum Stadion geführt.
6 | S e i t e
Fußweg vom Süd-Bahnhof zum Stadion
Der Fußweg beträgt vom Südbahnhof zum Stadion drei Kilometer. Dieses Kon zept der
Gästeführung ist mit einem sehr hohen Aufwand an Einsatzkräften verbun den und
verursacht erhebliche Kosten, da die Strecke mehrere Straßen kreuzt, die z eitweise
gesperrt werden müssen. Neben dem hohen personellen Aufwand der Polizei
verursacht das Konzept auch erhebliche Behinderungen des städtischen Verkehrs.
Die Erschließung des Stadions mittels ÖNPV über die Straßenbahnhaltestelle
Steinberg/Stadion durch die Linien 2 und 9 und die Buslinien N, NE, O un d R ist aktuell
gut gelöst.
3.2. Ziele
Ziel einer Überarbeitung des Verkehrskonzepts ist es, im Zusammenhang mit dem
Umbau des Merck-Stadions am Böllenfalltor die bestehenden Defizite soweit als möglich
zu minimieren und dadurch die verkehrliche Erschließung des Stadions, glei chzeitig aber
auch die Sicherheit für die verschiedenen Besuchergruppen zu verbessern und die
Anwohner vor den unerwünschten Auswirkungen des Stadionbetriebs möglichs t
weitgehend zu schützen.
7 | S e i t e
3.3. PKW-Parken
Auf dem unmittelbar benachbarten TU-Gelände Lichtwiese stehen ca. 1.000
PKW-
Stellplätze zur Verfügung. Diese können entgeltlich für den Spielbetrieb des SV
Darmstadt 98 genutzt werden, wie Gespräche mit der Universitätsleitung ergeben
haben.
Lageplan Parkmöglichkeiten auf dem TU-Gelände
Die ca. 300 PKW-Stellplätze auf dem Parkplatz neben der Böllenfalltorhalle werden
ausschließlich für das Parken von Nutzern der Hospitalityangebote, Mitwirken den und
Mitarbeitern genutzt. Nach dem Umbau werden hier zusätzliche Stellplä tze benötigt, da
das Hospitalityangebot ausgeweitet werden soll.
Die insgesamt 1.300 zur Verfügung stehenden Stellplätze sind ausreichend fü r den
Stellplatznachweis im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens.
Die Erfahrung an anderen Stadionstandorten hat gezeigt, dass kostenlose od er
preiswerte Parkangebote sehr gut angenommen werden, selbst wenn sie mit einem
längeren Fußweg (teilweise bis zwei Kilometer) verbunden sind.
Bei Fortführung des Umbauprojektes ist das PKW-Stellplatzkonzept in Absprache mit der
Polizei konkreter auszuarbeiten . Zielsetzung muss eine möglichst frühzeitige Trennung
8 | S e i t e
der Heim- und Gästefans sein, so dass die Gästefans ohne Kreuzung von
Heimfanströmen ins Stadion gelangen. Zudem sollte die Zuführung zu den Parkplätzen
auf dem TU-Gelände frühzeitig auf allen Zubringern durch ein Parkleitsystem kenntlich
gemacht werden.
3.4. Sonderzugverkehr Gästefans
Der Sonderzugverkehr der Gästefans sollte zukünftig nicht mehr zum Südbahnho f,
sondern zum Bahnhof TU-Lichtwiese gelenkt werden. Dadurch würde sich der Fußweg
auf weniger als einen Kilometer verkürzen und die Sperrung von stark befah renen
Straßen wäre nicht mehr notwendig. Personaleinsatz und Kosten würden deu tlich
sinken.
Der Bahnhof TU-Lichtwiese hat einen ausreichend langen Bahnsteig, um ei nen Zug von
120m Länge mit einer Kapazität von 600 Fahrgästen abfertigen zu können. Um den
Haltepunkt direkt anzufahren, muss der Sonderzug dieselgetrieben sein. Da jed och nur
ein Bahnsteig zur Verfügung steht und die eingleisige Strecke stündlich durch die
Odenwaldbahn genutzt wird, bedarf es einer Zwischenparklösung für den Gästefanzug.
Der Zug kann nach dem Ausstieg der Gästefans im nahegelegenen Ostbahnhof auf
einem Abstellgleis zwischengeparkt werden und nach dem Spiel von dort w ieder zum
Abtransport vorgefahren werden. Alternativ kann als Wende- und Abstellp unkt für den
dieselgetriebenen Sonderzug der Bahnhof Ober-Ramstadt genutzt werden, ei n dor t
vorhandenes Abstellgleis ist ausreichend lang.
Als Alternative zum direkten Anfahren des Haltepunktes Lichtwiese könnt e ein Umstieg
am Fernbusbahnhof auf der Westseite des Hauptbahnhofs in Busse in Frage komme n.
Dort stehen sechs Haltestellen zur Verfügung.
Die Wegeführung zum Stadion sollte möglichst die Kreuzung mit Heimfanst römen
vermeiden. Dies würde den notwendigen Personalaufwand weiter reduzieren.
9 | S e i t e
Mögliche Wegeführung der Gästefans vom Bahnhof Lichtwiese durch das TU-Gelände
3.5. Busse Gästefans
Für die Gästefans, die mit dem Bus zum Auswärtsspiel anreisen, sollte ein B usparkplatz
so nah wie möglich am Stadion geschaffen werden. Die optimale Lage wäre direkt am
Gästeblock. Da dies aus Platzgründen direkt am Stadion nicht zu realisieren ist , müsste
eine andere Lösung gefunden werden. Der Gästeblock ist zurzeit auf der Nordtri büne
zum TU-Gelände hin vorgesehen, daher bietet es sich an, dort eine Lösung z u suchen.
Am Böllenfalltorweg befindet sich eine geeignete Grünfläche, die als Buspark platz
genutzt werden könnte. Ob der Bus-Parkplatz, wie sonst üblich, einz uzäunen ist und wie
die Wegeführung zum Stadion gestaltet werden soll, ist mit der Polizei abzustimmen.
Planerisch handelt es sich uŵ „Außenďereich“, dessen zeitlich ďegrenzte Nut zung als
Parkplatz zulässig ist.
10 | S e i t e
Geplante Lage des Gästebereichs im Stadion (orange Markierung)
3.6. ÖPNV
Die Anbindung des Stadions durch den ÖPNV ist für die Heimfan s bereits jetzt, durch
den zusätzlichen Einsatz von Verstärkerbussen, gut. Die Straßenbahnlin ien 2 und 9
halten an der Nieder-Ramstädter-Straße direkt am Stadion (Haltestelle
Steinberg/Stadion).
Liniennetzplan in Stadionnähe
11 | S e i t e
3.7. Anwohnerschutzkonzept
Zum Schutz der Anwohner in der Nähe des Stadions, die durch wildes Parken
beeinträchtigt werden, sollte ein spezifisches Schutzkonzept entwickelt werden.
Besonders betroffen ist das Steinbergviertel, welches im Norden von der Jahnstraße und
im Süden von der Klappacher Straße begrenzt wird. Die betreffenden St raßen sollten an
Veranstaltungstagen dem Anliegerparken vorbehalten sein. Um dies durchzusetzen,
müssten rechtzeitig vor den Veranstaltungen mobile Absperrungen und Ordner z um
Einsatz kommen. Das Konzept müsste stufig ausgebildet sein, indem es die
Zuschauerkapazität der jeweiligen Veranstaltung berücksichtigt.
Für die Entwicklung des Konzeptes können die Erfahrungen verschiedener
Bundesligastadien genutzt werden.
Das Anwohnerschutzkonzept würde zum Einen zur Entlastung der Anw ohner beitragen
und zum Anderen die Nutzung des angebotenen Parkraums auf dem Gelände der TU
fördern.
3.8. Zusammenfassung
Das hier beschriebene Verkehrs- und Sicherheitskonzept basiert auf einem Entwu rf von
IFS. Dieser ist mit der Projektgruppe Verkehr sowie Polizei und Feuerwehr inhal tlich
besprochen. Bei Fortsetzung des Projektes muss es an dieser Stelle weitere
Abstimmungen mit der Polizei und der Projektgruppe Verkehr geben, um möglic he
Lösungen wie z.B. Trennung von Heim- und Gästefans sowie eine Shuttlelösun g zu
untersuchen. Auch muss es weitere Abstimmungen mit der Leitung der TU geben, um zu
einer Konkretisierung des Parkkonzeptes auf dem Gelände der TU zu kommen.
12 | S e i t e
4. Innovatives Energiekonzept
4.1. Ausgangssituation
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist bekannt für ihre Vorreiterrolle in Asp ekten der
Nachhaltigkeit. Diesem soll auch bei der Errichtung des neuen Stadions Rech nung
getragen werden, insbesondere durch ein innovatives Energiekonzept. Bevor auf di e
einzelnen Optionen dazu eingegangen wird, soll im Folgenden kurz d as besondere
Verbrauchsverhalten von Stadien dargestellt werden:
Strom: Stadien haben einen ausgesprochen unregelmäßigen Bedarf an elektrisc her
Energie. Im Stand-By Betrieb entspricht der Bedarf einer normalen Büroimmobilie, der
Verbrauch entsteht zu normalen Nutzungszeiten, er ist gleichmäßig, die Hö he ist davon
abhängig, ob Trainingsbetrieb stattfindet oder nicht.
Die Lastspitzen entstehen zweistufig: Bei größeren Veranstaltungen im Bu sinessbereich
steigt der Verbrauch durch die Lüftungsanlagen und die Küchennutzung deutlich an, der
erhöhte Verbrauch ist allerdings auf 5-6 Stunden beschränkt.
Für die Auslegung maßgeblich ist allein das Fußballspiel. Hier sind praktisch alle
elektrischen Verbraucher im Betrieb. Die Spitzenverbraucher sind dab ei das Flutlicht
und die Gastronomieeinrichtungen (z.B. 50 – 70 KW pro Kiosk etc.). Diese
Auslegungsbestimmende Spitzenlast wird aber nur an ca. 20 Tagen p.a. für 3 b is 4
Stunden benötigt. Die Anlage ist also an weniger als 100 Stunden p.a. voll ausgelastet.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die DFL im Rahmen der Lizenzierun g eine
unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für die zentralen Elemente der TV-
Produktion (also Flutlicht, Kamerapositionen, TV-Compound, Kommentatoren plätze)
fordert.
Wärme: Die Wärmeleistung wird bestimmt durch den Bedarf für das Warmgebäude (ca.
800 – 1.000 KW Wärmeleistung) und für die Rasenheizung (mindestens 1 MW
Wärmeleistung). Das Warmgebäude ist durchgängig beheizt, allerdings wird der
Betreiber die Veranstaltungsbereiche außerhalb von Veranstaltungen etc. nu r reduziert
heizen. Spitzenlast entsteht bei der Warmwassererzeugung (insbesondere bei
Trainingsbetrieb) und bei größeren Veranstaltungen, hier insbesondere in der
Aufheizphase vor der Veranstaltung. Für den Warmbereich ist also von einer
regelmäßigen mittleren Abnahme mit Spitzen bei größeren Veranstaltungen
auszugehen.
Größter Verbraucher ist die Rasenheizung. Da diese nur wenige Nutzungsstu nden hat,
kann sie über einen eigenen Wärmeerzeuger betrieben werden, der für diese Belastu ng
ausgelegt ist. Aufgrund der geringen Vorlauftemperaturen etc. ist die Rasenhei zung
eigentlich prädestiniert für einige regenerative Systeme.
13 | S e i t e
Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick zum Einsatz alternativer Energie formen
im Stadion:
Anlageform Wirtschaftlichkeit
Photovoltaik
Die Dachfläche eines Stadions ist grundsätzlich gut
geeignet für die Installation einer PV Anlage, wenn sie
kein außenliegendes Tragwerk hat. Außenliegende
Konstruktionsteile (s. Coface Arena Mainz) führen zu
Schattenwurf und in der Folge zur automatischen
Abschaltung von PV-Segmenten. Dadurch wird die
Effizienz der PV-Anlage verhindert.
Hier muss zum Realisierungszeitpunkt die aktuelle
Fördersituation betrachtet werden.
Tiefen-oder
Oberflächennahe
Geothermie
Geothermie ist technisch eine sehr gute Lösung,
insbesondere für die Rasenheizung. Die
Wirtschaftlichkeit scheitert bislang – sofern keine
Fördermittel zur Verfügung stehen – daran, dass die
vergleichsweise hohen Investitionskosten auf eine
geringe Nutzungsdauer umgelegt werden muss.
Dieses könnte sich verbessern, wenn die Geothermie
nur für den Warmbereich ausgelegt wird und im
Sommer auch zur Kühlung eingesetzt wird. Die
Rasenheizung könnte dann konventionell befeuert
werden. Alternativ wird untersucht werden, ob sich
durch die Situation mit zwei Rasenheizungen (eine für
den Hauptplatz, eine für den Nebenplatz) eine
wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzung der
Geothermie umsetzen lässt.
Solarthermie
Solarthermie kann für die Erzeugung von Warmwasser
eine wirtschaftlich interessante Alternative sein. Dieses
gilt allerdings nur, wenn der Warmwasserverbrauch
regelmäßig ist.
In einem reinen Spieltagsstadion ist diese
Anlagentechnik kritisch zu sehen, bei einem Stadion in
Darmstadt gemäß der aktuellen Planungen ist eine
nähere Betrachtung unter Berücksichtigung des
Gesamtnutzungskonzeptes sinnvoll.
Blockheizkraftwerk (Biogas) Eine BHKW ist für ein Stadion als Einzelgebäude nicht
wirtschaftlich, da die Strom- und Wärmeabnahme nicht
kontinuierlich hoch genug ist. Die Wirtschaftlichkeit
wäre nur gegeben, wenn das BHKW nachbarschaftliche
Bebauung mit kontinuierlichem Energieverbrauch
mitversorgen könnte.
Biogene Festbrennstoffe
(Hackschnitzel, Pellets etc.)
Zur Einhaltung der ENEV und als Beitrag zur
nachhaltigen Ausrichtung des Stadions in jedem Fall
14 | S e i t e
eine Alternative für die Grundbeheizung des Gebäudes.
Die Investitions- und Betriebskosten sind höher als bei
einer konventionellen Wärmeerzeugung. Die
Wirtschaftlichkeit hängt damit von den
Brennstoffpreisen ab und kann daher nicht
prognostiziert werden. Zudem sind zusätzliche
Lagerräume zur Bevorratung zu erstellen.
Windkraft
Da die Stromabnahme nicht kontinuierlich ist, ist eine
eigene Windkraftanlage für das Stadion nicht
wirtschaftlich.
Sonstige Für „exotische“ Energieerzeugung ;z.B.
Aufwindkraftwerke) gilt, dass diese für die Versorgung
des Stadions selbst nicht geeignet sind, da die
Stromabnahme nicht kontinuierlich ist. Eine
Wirtschaftlichkeit kann daher analog zur Photovoltaik
nur aus der Netzeinspeisung abgeleitet werden.
Da die Realisierung in einem Stadion in aller Regel
teurer ist als auf der grünen Wiese, ist eine
Wirtschaftlichkeit kritisch zu sehen.
LED-Beleuchtung Aktuell werden die ersten Stadien mit kompletter LED-
Beleuchtung (auch Flutlicht) geplant. LED reduziert
nicht nur den Stromverbrauch, sondern hat auch einen
sehr viel geringeren Verschleiß und bietet zahlreiche
funktionale Vorteile. Allerdings ist bei der Investition
zurzeit noch mit Kostenfaktor 4 zu rechnen, die
Entwicklung der Marktpreise ist in jedem Fall genau zu
beobachten.
Photovoltaikanlage Coface Arena Mainz
15 | S e i t e
4.2. Konzept für Darmstadt
Zur Entwicklung eines innovativen Energiekonzeptes wurde mit Beteiligung der HSE eine
Arbeitsgruppe eingerichtet.
Nach Klärung der allgemeinen energetischen Rahmenbedingungen des Stadions,
wurden die Varianten zur Strom- und Wärme-/Kälteversorgung definiert, die im Rahmen
der weitergehenden Entwicklung untersucht werden sollen:
Photovoltaik mit und ohne Speicher (Batterie), Fernwärmenutzung und
erdgasbetriebener Lastkessel für die Spitzenlast, sowie Wärmepumpen,
Kraftwärmekopplung und Tiefengeothermie für die Grundlast.
Neben der Erarbeitung des Energiekonzeptes beschäftigt sich die Arbeitsgruppe au ch
mit einer möglichen Contractinglösung. Die Konkretisierung des Energiekonzeptes u nd
einer Contractinglösung müssten so vorangetrieben werden, dass sie in der funktionalen
Leistungsbeschreibung einer Ausschreibung berücksichtig werden könnten.
Hinsichtlich der ökologischen Qualität des Stadionumbaus wird das Ziel verfolgt, die
)ertifizierung „Green Goal“ zu erreichen, die iŵ )usaŵŵenhang ŵit der Fu ßďall WM
2006 von FIFA und DFB entwickelt wurde.
16 | S e i t e
5. Planungs-/ baurechtliche Bewertung
Abstimmungsgespräche haben ergeben, dass das in der Machbarkeitsstudie geplante
Nutzungskonzept durch die darin enthaltene Drittnutzung der Haupt tribüne (ca. 70
nichtsportliche Veranstaltungen) eine Genehmigung des Vorhabens au s dem Bestand in
Frage stellt. Dies wäre möglich, wenn das umgebaute Stadion weit überwiegend als
Sportstätte genutzt würde.
Um die notwendige Rechtssicherheit zu erreichen, schlägt die Bauverwaltung d ie
Aufstellung eines Bebauungsplanes vor. Wenn das Bebauungsplanverfahren in et wa
einem Jahr abgeschlossen werden könnte, würde sich der Baubeginn um lediglic h drei
bis vier Monate verzögern, sofern die weiteren Verfahrensschritte (z.B.
Teilnahmewettbewerb, Verhandlungsverfahren, Vertragsverhandlungen) parallel zum
Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Dies ist möglich, wenn in d en
Verfahrensunterlagen ein Vorbehalt bezogen auf das Bebauungsplanverfah ren
formuliert wird.
17 | S e i t e
6. Baukonzept
Das Baukonzept der Machbarkeitsstudie wurde gemeinsam mit den Vertretern d es SV
Darmstadt 98 mit dem Ziel überarbeitet, die Höhe der Investition auf d en realisierbaren
Finanzrahmen anzupassen. Auf das nachstehende Baukonzept für den Stadionumb au
wurde sich verständigt.
6.1. Baukonzept
Das umgebaute Stadion soll eine Kapazität von ca. 18.000 Zuschauern haben. Davon
sind ca. 10.000 Sitzplätze und ca. 8.000 Stehplätze. Die Gästefans werden auf der
Nordseite angesiedelt. Die Südtribüne ist als reine Stehplatztribüne für Heimfans
geplant. Die Gegengerade soll als gemischte Steh- Sitzplatztribüne erstellt werden, mit
Sitzplätzen im oberen und Stehplätzen im unteren Bereich. In den Sitzplätzen der
Haupttribüne sind 800 Business-Seats, 300 Logenplätze verteilt auf 20 Logen zu je 15
Plätzen sowie 100 Eventlogenplätze verteilt auf zwei Eventlogen zu je 50 Plätzen
enthalten. Beispiele für die aktuelle Auslastung von Logen bei Fußballspielbetrieb in
Stadien der 1. bis 4. Spielklasse sind:
- Commerzbank Arena Frankfurt – 75 von 78 Logen vermietet,
- Coface Arena Mainz – 31 von 31 Logen vermietet,
- Millerntorstadion Hamburg – 34 von 39 Logen vermietet,
- Voith Arena Heidenheim – 17 von 17 Logen vermietet (aktuell 20 zusätzliche Logen
im Bau von denen bereits 16 vermietet sind),
- Frankfurter Volksbank Stadion – 8 von 10 Logen vermietet,
- Sparda-Bank-Hessen-Stadion Offenbach – 10 von 10 Logen vermietet.
18 | S e i t e
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Verteilung der Zuschauer auf die einzelnen
Tribünen nach dem Umbau des Merck-Stadion am Böllenfalltor:
Übersicht Aufteilung Tribünen
19 | S e i t e
Zusammenfassung:
Gästetribüne
Sitzplätze 800
Stehplätze 1.000
Summe: 1.800
Heimfans
Stehplätze Gegentribüne 2.115
Sitzplätze Gegentribüne 2.800
Sitzplätze Haupttribüne 3.700
Stehplätze Südtribüne
4.998
Sitzplätze Nordtribüne 1.485
Summe Sitzplätze
Heim:
7.985
Summe Heim: 15.098
Business-Seats 800
Logen / Eventlogen 400
Summe: 18.098
Plätze gesamt je Tribünenteil
Südtribüne (Heim) (Stehplatz) 4.998
Gegentribüne (Stehplatz + Sitzplatz) 4.915
Nordtribüne Gäste (Steh-/Sitzplätze) + Heim
(Sitzplätze)
3.285
Haupttribüne (Sitzplätze) 4.900
Summe: 18.098
Zusammenfassung Verteilung Zuschauer
20 | S e i t e
6.2. Raumprogramm Nutzflächen
Raum Anzahl Nutzfläche je
Einheit [m²]
Nutzfläche
gesamt brutto
[m²]
Umkleidebereich
Mannschaftsumkleide Heim 1 135 135
Mannschaftsumkleide Gast 1 105 105
Trainerumkleide 2 20 40
Schiedsrichterumkleide 1 1 30 30
Schiedsrichterumkleide 2 1 20 20
Arztraum 1 20 20
Dopingkontrollraum 1 40 40
Büro Spieltag 1 15 15
Zeugwartraum 1 1 10 10
Zeugwartraum 2 1 20 20
Zeugwartraum 3 1 30 30
Büro Trainer 1 1 20 20
Büro Trainer 2 1 30 30
Büro Trainer 3 1 30 30
Sammelumkleide 1 20 20
Besprechungsraum 1 50 50
Raum für bauseitige Sauna und
Entspannungsbad
1 40 40
Pressebereich
Akkreditierung 1 15 15
Pressekonferenz 1 140 140
Medienarbeitsraum 1 40 40
Mixed-Zone 1 120 120
Flash-Interview-Zone 1 20 20
TV-Studio 1 25 25
gläsernes Studio 1
Lager Presse 1 10 10
Arena-TV 1 10 10
Medienbüro 1 20 20
Business-Bereich und Logen
Empfang 1 50 50
Business-Club 1 1.700 1.700
Logen -normal- 20 25 500
Logen -Event- 2 100 200
Toiletten 2 60 120
Relaisküche Logenebene mit Lagerraum 1 30 30
Gastro / Fanshop / Ticketing
Ticketverkauf 2 12,5 25
Küchenbereich 1 150 150
21 | S e i t e
Fanshop 1 250 250
Promenade
Besuchertoiletten 4 30 120
Gastronomiestände 8 35 280
Fankiosk 1 8 8
Veranstaltungsleitung 1 100 100
Stadionwache (Polizei) 1 150 150
Sammel- und Bereitstellungsraum Polizei 1 30 30
Aufenthaltsraum für Sicherheitsdienste 1 20 20
Materialausgabe und Lager für die Ordner 1 40 40
Büros/Geschäftsstelle
Büro Ordnungsdienst 1 15 15
Büros für den SV98 Geschäftsstelle 12 20 240
Büros für den Betreiber 3 20 60
Besprechungsraum 2 30 60
Empfang Geschäftsstelle 1 40 40
Sozialraum mit Teeküche 1 40 40
Archiv/Serverraum 3 15 45
Toiletten für Büronutzer 6 10 60
Sonstige Räume
Aufbewahrungsraum 1 20 20
Technikräume 5 % der Nettoflächen
Lagerräume 1 250 250
Fanraum 1 50 50
Erste-Hilfe-Raum 1 20 20
Summe Ost NF ohne Promenade und Technik 5.728,00
Technik 5% 286,40
Summe Ost NF ohne Promenade 6.014,40
VF 20% und KF 10%= 30% 2.577,60
BGF 8.592,00
Im Zuge der Abstimmungsgespräche zum Baukonzept haben die Vertreter des SV
Darmstadt 98 eine Ausweitung des Raumprogramms gewünscht. Dabei handelt es sich
um zusätzlich:
445qm im Umkleidebereich,
75qm im Fanshopbereich,
15qm im Bürobereich,
20qm Hostessenumkleide (alle Flächen netto).
Eine Berücksichtigung des Mehrbedarfs in der Kostenermittlung hätte eine Erhöhung
des Baubudgets zur Folge. Um dies zu vermeiden, wird im Einvernehmen mit dem
Verein vorgeschlagen, den erhöhten Bedarf auszuschreiben und zu versuchen, diesen im
Rahmen des Totalunternehmer-Verhandlungsverfahren bei Einhaltung des
22 | S e i t e
Budgetrahmens zu realisieren. Bei der endgültigen Festlegung des Raumprogramms im
Rahmen des Verhandlungsverfahrens sollte der SV Darmstadt 98 beteiligt werden.
6.3. Baukostenübersicht
Die Baukosten wurden auf der Basis der Vergabezahlen von Stadionprojekten aus den
letzten fünf Jahren ermittelt. Damit stützt sich die Ermittlung auf Marktpreise und nicht
auf Indizes.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Gesamtkostenschätzung nach DIN 276 für das
unter 6.1. beschriebene Stadion (ausführliche Gesamtkostenschätzung s. Anlage 2).
Kostenschätzung Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor
Gesamtkostenschätzung
Gesamtkostenschätzung Stadion ca. 28.200.000 € netto
mit KG 700 und Bauherrenkosten
Kostengruppe Betrag netto
KG 100 – Grundstück
Ϭ,ϬϬ €
KG 200 – Herrichten und Erschließen 1.047.460,ϬϬ €
KG 300 – Baukonstruktion
14.657.520,ϬϬ €
KG 400 – Technische Anlagen
6.562.456,ϬϬ €
KG 500 – Außenanlagen
1.336.70Ϭ,ϬϬ €
KG 600 – Ausstattung und Kunstwerke
1.560.000,ϬϬ €
KG 700 – Baunebenkosten
1.55Ϭ.ϬϬϬ,ϬϬ €
Unvorhergesehenes 1.500.000,ϬϬ €
Summe: 28.214.136,ϬϬ €
Zzgl. Baukostenindex 2013-2015 = 6% 1.692.848,1ϲ €
29.906.984,16 €
Zzgl. Herrichtungskosten altes Stadion 2. BL
ϭ,ϱ Mio. €, davon Ϭ,ϳ Mio. € Einsparung Neubau ϴϬϬ.ϬϬϬ,ϬϬ €
30.706.984,1ϲ €
Die Baukostenaufstellung berücksichtigt noch keine eventuell anfallenden Kosten einer
Zwischenfinanzierung, da nicht bekannt ist, wann die Landesmittel zur Verfügung
stehen. Zudem steht noch nicht fest, in welcher Reihenfolge das Stadion im Betrieb
umgebaut wird. Aus dem Bauablauf ergibt sich der Zahlungsplan.
23 | S e i t e
6.4. Sportliche Infrastruktur
Neben dem Umbau des Stadions müsste zur Zukunftssicherung des Vereins in d ie
sportliche Infrastruktur des Standortes investiert werden.
Folgende Maßnahme wird im Zuge des Stadionumbaus empfohlen:
Hinter der Gegentribüne liegt zur Zeit ein Naturrasenplatz. Dieser Platz wi rd
voraussichtlich für die Baustelleneinrichtung des Stadionumbaus benötigt, sodass der
Platz nach Beendigung des Umbaus durch das ausführende Bauunternehmen
wiederhergestellt werden muss. Es sollte der vorhandene Naturrasenplatz dann um 9 0
Grad gedreht werden und ein zweiter Naturrasenplatz gebaut werden. Durch den
Umbau des Stadions entsteht ausreichend Fläche für diese Maßnahme.
Bei dieser Vorgehensweise ist die Maßnahme im Leistungsumfang des
Totalunternehmers enthalten.
24 | S e i t e
7. Realisierungskonzept
Die folgende Grafik zeigt den aktuellen Stand der geplanten Realisierungsstruktur.
Realisierungsstruktur des Umbauprojektes
Aktuell soll die 100%ige städtische Tochter, die Darmstädter Sportstätten Gmb H & Co.
KG, sowohl die Rolle des Bauherrn, als auch die Rolle des Betreibers ausfüllen.
Für den operativen Betrieb bedient sich die Sportstätten GmbH & Co. KG einer
Servicegesellschaft (GmbH), die ebenfalls eine 100%ige städtische Tochter ist. Diese
stellt das nötige Personal für den Betrieb zur Verfügung. Die Sportstätt en GmbH & Co.
KG hat lediglich einen Angestellten mit dem Geschäftsführer. Dieses Konst rukt ist auf
Grund von steuerlichen Vorteilen so gewählt worden.
In Zusammenarbeit mit dem SV Darmstadt 98 wurden drei Businessplanszenarien
(Anlage 3) für die Betreibung des Stadions erstellt. Die Szenarien sind differenziert nach
Ligazugehörigkeit des Vereins (2. Bundesliga, 3. Liga, Regionalliga).
Der Businessplan geht von einer Inbetriebnahme des kompletten Stadion au s. Da aber
die Fertigstellung im Betrieb in Abschnitten erfolgt, müsste der Bu sinessplan später an
den Bauablauf angepasst werden.
Die Businessplanung für die Betreibergesellschaft ist eine Durchschnittsbetrach tung
über 40 Jahren Stadionbetrieb und hat ein positives Ergebnis von ca. 5 75.ϬϬϬ € p.a. für
die 2. Bundesliga, ca. 4 Ϭ.ϬϬϬ € p.a. für die 3. Liga und ein negatives Ergebnis von
ca. -42Ϭ.ϬϬϬ € p.a. für die Regionalliga.
Darmstädter Sportstätten
Betriebs GmbH & Co. KG
Bauherr und Betreiber
Namensrechte-
vertrag
Dienstleister /
Lieferanten
Managementvertrag
Drittnutzung
Sonstige Nutzer /
Veranstalter
Bauauftrag
Totalunternehmer
Land Hessen Stadt Darmstadt
Servicegesellschaft
(GmbH)
Verein
25 | S e i t e
8. Finanzierungskonzept
Das Finanzierungskonzept wurde auf Basis der Baukostenermittlung, den Erge bnissen
des Betreiberkonzeptes und den Zusagen des Landes entwickelt.
Dabei wurde auf die folgenden Finanzierungsbausteine zurückgegriffen:
Land
ϭϰ,ϬϬ Mio. €, daǀon ϭϬ,ϱϬ Mio. € aus deŵ Ausgleichsstock und
ϯ,ϱϬ Mio. € Förderďeitrag,
insgesamt als verlorener Zuschuss.
Namensrecht
Ϭ,ϲϬ Mio. €, zwei Jahresraten der Firŵa Merck ǀor Fertigstellung des Stadions.
;aď Inďetrieďnahŵe des Stadions Ϭ,ϯϬ Mio. € p.a. Einnahŵe
Betreiďer, Ϭ,ϱϬ / Ϭ,ϰϬ Mio. € p.a. aď deŵ ϰ. BetrieďsjahrͿ.
Kredit Stadt
11,50 Mio. €, Finanzierung durch den derzeitigen Aufwand für das vorhandene
Stadion von Ϭ,ϱϬ Mio. € operatiǀen Betriebskosten p.a.
Kredit DSG
ϰ,ϲϬ Mio. €, finanziert aus dem Betriebsergebnis.
Finanzierungsrahmen
ϭϰ,ϬϬ Mio. € Land
ϭϭ,ϱϬ Mio. € Stadt
4,6Ϭ Mio. € DSG
Ϭ,ϲϬ Mio. € Naŵensrecht
30,7Ϭ Mio. € (netto)
Für beide Kredite wurde ein Zinssatz von 2,5% p.a. angenommen.
Für die Gesamtbewertung des Finanzierungskonzeptes über einen Zeitraum von 40
Jahren, wurden für die Spielklassenzugehörigkeit des SV Darmstadt 98 acht Jahre 2.
Bundesliga, 28 Jahre 3. Liga und vier Jahr Regionalliga angenommen.
Bei Zugehörigkeit des Vereins zur 2. und 3. Liga sind positive Betriebsergebni sse der
DSG zu erwarten. Spielt der SV 98 in der Regionalliga, so wird das Betriebsergebnis
negativ sein.
Die langfristige Betrachtung des Betriebsergebnisses zeigt, dass die DSG auf der Basis
dieser Annahŵen den Kredit ǀon ϰ,ϲ Mio. € aus deŵ Betrieďsergeďnis ďedienen
kann, so dass der Kredit nach 39 Jahren getilgt ist.
26 | S e i t e
Der Kredit der Stadt, der in Höhe der aktuellen jährlichen Betriebskosten des Stadions
;Ϭ,ϱ Mio. €Ϳ ďedient wird, wäre ďei den angenoŵŵenen Konditionen nach ϯϱ Jahren
getilgt.
Damit das Finanzierungskonzept aufgeht, muss die Auftragsvergabe an den
Totalunternehmer im de finierten Budget ǀon ϯϬ,ϳ Mio. € netto erfolgen, was mit
diesem Verfahrensweg erfahrungsgemäß erreicht werden kann.
27 | S e i t e
9. Empfehlung weiteres Vorgehen
Wenn die notwendigen Gremienbeschlüsse zustande kommen, werden folgende
Arbeitsschritte empfohlen:
Aufstellung Beďauungsplan „Böllenfalltor“
Umsetzung Verkehrskonzept
Konkretisierung Energiekonzept
Veröffentlichung Teilnahmewettbewerb Stadionbau
Verhandlungsverfahren TU-Vergabe
Aufbau Servicegesellschaft.
28 | S e i t e
10. Anlagen
Anlage 1: Machbarkeitsstudie zum Neu-/ Umbau Stadion Darmstadt (27.06.2013)
Anlage 2: Baukostenschätzung (20.01.2015)
Anlage 3: Businessplanung (20.01.2015)
Neu-/Umbau Stadion Darmstadt
Machbarkeitsstudie
27. Juni 2013
Inhaltsübersicht
Einleitung
Markt- und Bedarfsanalyse
Standortanalyse
Nutzungskonzept
Baukonzept
Realisierungsstruktur
Finanzierungskonzept
Zusammenfassung und Empfehlung
2
1. Bauliche Situation
Das Stadion am Böllenfalltor hat einen erheblichen Sanierungsbedarf (Bausubstanz, Wellenbrecher)
Um eine nachhaltige Nutzung zu erreichen muss es modernisiert/ertüchtigt werden
(Drittnutzungsmöglichkeiten, fehlende Konkurrenzfähigkeit Verein)
2. Infrastruktur
Der Standort hat eine unbefriedigende Erschließungssituation (z.B. Gästeführung/Sicherheit,
Verkehrsführung, Parken, Anwohnerschutz)
Die infrastrukturellen Probleme sind bei Neubau zu lösen
3. Betrieb
Zur Zeit verursacht das Stadion der Stadt jährliche Betriebskosten (ohne Sanierung und
Modernisierung) von ca. 0,5 Mio. €
Mit einem modernisierten Stadion könnte eine ausgeglichenes Betriebsergebnis erreicht werden
4. Schlussfolgerung
Ohne Investition ist die zukünftige Nutzung des Stadions gefährdet
3
Einleitung
Begründung der Machbarkeitsstudie
4
Markt- und Bedarfsanalyse
5
Markt- und Bedarfsanalyse
30 Km / 50 Km - Radius
*Frankfurt am Main, Bergstraße,
Darmstadt-Dieburg, Groß Gerau,
Odenwaldkreis, Landkreis Offenbach
Benachbarte Kreise und Städte*:
ca. 1,9 Mio. Einwohner
30 Km Radius:
ca. 1,7 Mio. Einwohner
Wissenschaftsstadt Darmstadt:
ca. 150.000 Einwohner
50 Km Radius:
ca. 2,65 Mio. Einwohner
0
400000
800000
1200000
1600000
2000000
2400000
2800000
Tagungs-, Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstätten
Einrichtung Größte Besucherkapazität Erläuterung
Böllenfalltorhalle 2.000 Auch für Großveranstaltungen geeignet, Catering möglich
Wissenschafts- und Kongresszentrum
Darmstadt
1.677 Gastronomie vorhanden, kein Fremdcatering
Bürgermeister-Pohl-Haus Wixhausen 700 gehobene Gastronomie (keine Eigenversorgung möglich), Restaurant
im Nebengebäude (direkter Zugang)
Maritim Konferenzhotel Darmstadt 620 Gastronomie auf Anfrage
Orangerie 468 gehobene Gastronomie (keine Eigenversorgung möglich), Restaurant
im Nebengebäude (direkter Zugang)
Centralstation Kultur 398 integrierte Gastronomie vorhanden
Cinemaxx Darmstadt 378 Gastronomie vorhanden
Maritim Rhein-Main Hotel Darmstadt 300 Gastronomie auf Anfrage
Altes Schalthaus 299 Gastronomie vorhanden
Justus-Liebig-Haus 285
Ernst-Ludwig-Saal Eberstadt
(Schwanensaal)
256 Gastronomieküche zur Eigenversorgung (Brauereibindung)
Bürgerzentrum Zum Goldnen Löwen 250 Gastronomieküche zur Eigenversorgung (Brauereibindung)
Welcome Hotel Darmstadt 221 Gastronomie vorhanden
Comedy Hall 210 Gastronomie vorhanden
Bessunger Jagdhofkeller 200 Historisches Kellergewölbe, französische Gastronomie
InterCityHotel Darmstadt 190 Gastronomie vorhanden
Staatsarchiv, Karolinensaal, Vortragssaal 180 Gastronomie vorhanden, kein Fremdcatering
Weststadtbar 160 Gastronomie vorhanden
Burg Frankenstein Restaurant und Event 120 Große Spiel- und Eventfläche in der Burgruine, Gastronomie
vorhanden
Schlösschen im Prinz-Emil-Garten 100 Nur Fremdcatering möglich
Jugendherberge am Woog 80 Gastronomie vorhanden
Best Western Hotel Darmstadt 60 Catering möglich
Bockshaut Historisches Hotel Restaurant 60 Gastronomie vorhanden
Ramada Hotel Darmstadt 40 Gastronomie vorhanden 6
Markt- und Bedarfsanalyse
Infrastruktur Veranstaltungsstätten
Beschäftigungsgrößenklassen
1 bis 9
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
10 bis 49
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
50 bis 249
sozialversicherungs
-pflichtig
Beschäftigte
250 und mehr
sozialversicherungs
-pflichtige
Beschäftigte
Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe Anzahl Betriebe
Darmstadt, Wissenschaftsstadt 7.388 745 218 41
Bergstraße 12.774 951 166 17
Darmstadt Dieburg, Landkreis 12.655 877 149 19
Groß-Gerau 9.605 795 210 35
Odenwaldkreis 4.250 298 51 9
Landkreis Offenbach 17.528 1.254 308 44
Summe 64.200 4.920 1.102 165
7
Markt- und Bedarfsanalyse
Wirtschaftsstruktur Darmstadt (Stand: 31.12.2011)
8
Verkehrliche Infrastruktur
Markt- und Bedarfsanalyse
Pkw-Anbindung über die Autobahnen 5, 67 und 661
Zweitgrößter Fernverkehrsbahnhof in Hessen
Überörtlicher ÖPNV hat eine sehr gute Anbindung an den DB-Regionalverkehr (S-Bahn-Netz)
Sehr gutes ÖPNV Nahverkehrsnetz mit Straßenbahn- und Buslinien
25 Km Entfernung zum Flughafen Frankfurt
Bevölkerungspotential im Einzugsgebiet mit ca. 2,65 Millionen Menschen (50 Km) bzw. 1,7
Millionen Menschen (30 Km)
Die Zahl der Kleinbetriebe (ca. 70.000) und der Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern (ca.
1.250) im unmittelbarer Umgebung von Darmstadt lassen auf hohes Vermarktungspotential für
qualifizierte Zuschauerangebote und Drittnutzungen schließen
Sehr gutes überörtliches Straßennetz, gute ÖPNV-Anbindung
Veranstaltungsraumangebot für bis zu 2.000 Besucher bestuhlt (Böllenfalltorhalle), aber
Angebotslücke im Bereich 500 – 1.500 Besucher und für mehr als 2.000 Besucher
9
Markt- und Bedarfsanalyse
Zusammenfassende Bewertung
10
Standortanalyse
11
Größe und Zuschnitt der vorhandenen Fläche ausreichend
Erschließungssituation (Medien, ÖPNV, Individualverkehr, PKW-Stellplätze, Sicherheit) )
Grundstücksverfügbarkeit und -kosten
Planungsrechtliche Situation, insbesondere Immissionsschutz
Wirtschaftliche Potentiale für Betreiber (Synergien, komplementäre Nutzungen)
01
02
03
04
05
Standortanalyse
Standortkriterien
Arheilgen West
12
Standortanalyse
Übersicht Standorte
Am Böllenfalltor
Eschollbrücker
Straße
13
Standortanalyse
Am Böllenfalltor
14
Standortanalyse
Am Böllenfalltor
Grundstück grundsätzlich geeignet und verfügbar
Erschließungssituation für den Individualverkehr nicht optimal, keine direkte Autobahnanbindung
Geringe Anzahl Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Stadionnähe
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (15 min mit der Straßenbahn vom Hbf.)
Höchstaufwendige Gästeführung durch die Polizei vom Bhf. Darmstadt Süd zum Stadion; unter
Sicherheitsaspekten schwierig
Planungsrechtlich zulässig, Verringerung der Immissionsbelastung der angrenzenden Wohnbebauung
-> Aufstellung B-Plan nicht notwendig
Synergieeffekte mit der benachbarten Böllenfalltorhalle
15
Standortanalyse
Eschollbrücker Straße
16
Standortanalyse
Eschollbrücker Straße
Grundstück grundsätzlich geeignet aber nicht im Eigentum der Stadt
Erschließungssituation für den Individualverkehr ist gut, unmittelbare Nähe zur Autobahn 5
Geringe Anzahl Pkw-Stellplätze in unmittelbarer Stadionnähe
Erstellung von Pkw-Stellplätzen auf dem Grundstück möglich
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (Bhf. Darmstadt Süd in 1 Km Entfernung,
Bushaltestelle Darmstadt Haardtring 750m entfernt)
Voraussichtlich planungsrechtlich umsetzbar, Immissionsbelästigung für angrenzende
Wohnbebauung (Heimstättensiedlung) muss begutachtet werden -> Aufstellung B-Plan notwendig
17
Standortanalyse
Arheilgen West
18
Standortanalyse
Arheilgen West
Grundstück grundsätzlich geeignet aber Verfügbarkeit fraglich, da mehrere Eigentümer (5)
Grundstück nicht im Eigentum der Stadt und noch zu erschließen -> hohe Kosten zu erwarten
Erschließungssituation für den Individualverkehr ist sehr gut, unmittelbare Nähe zur Autobahn 5
Geringe Anzahl Pkw-Stellplätzen in unmittelbarer Stadionnähe, Stellplätze vor Ort sind zu schaffen und ggf.
über Doppelnutzung im angrenzenden Industriegebiet zu nutzen
Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmittel ist gut (S-Bhf. Darmstadt-Arheilgen in 1 Km Entfernung)
Voraussichtlich planungsrechtlich umsetzbar, Immissionsbelästigung für angrenzende Wohnbebauung muss
begutachtet werden -> Aufstellung B-Plan notwendig
Synergien mit geplantem Tauchcenter und Hotel
Standortkriterien / Standorte Am Böllenfalltor Eschollbrücker Straße Arheilgen West
Grundstückseignung( Größe und Zuschnitt) +++ +++ +++
Vorhandene Erschließungssituation (Medien,
ÖPNV, Individualverkehr, PKW-Stellplätze)
++(+) + o
Sicherheit - +++ +++
Grundstücksverfügbarkeit +++ + ---
Grundstückskosten +++ --- --
Planungsrechtliche Situation, insbesondere
Immissionsschutz
++ - o
Wirtschaftliche Potentiale für Betreiber
(Synergien, komplementäre Nutzungen)
+ + +
19
Standortanalyse
Vorläufige Standortbewertung
Hinsichtlich Planungsrecht und Finanzierbarkeit günstigster Standort
Infrastrukturelle Probleme im nächsten Projektentwicklungsschritt lösbar
Verbesserte ÖPNV-Anbindung durch geplante Straßenbahnlinie HBF-Hochschulcampus
und Nutzung S-Bahnhalt Lichtwiese für Gästefans
Neues Parkkonzept für Heim- und Gästefans auf Hochschulcampus
Entwicklung und Umsetzung Anwohnerschutzkonzept
20
Standortanalyse
Begründung Standortempfehlung Böllenfalltor
Nutzungskonzept
Ort / Art
Anzahl
Veranstaltung
en pro Jahr
Innenraumveranstaltungen
Fußball Erläuterung / Beispiele
Spielbetrieb
1. Mannschaft SV Darmstadt 98
19 Ligaspiele
2 DFB-Pokal
2 Freundschaftsspiele
23
Länderspiele Nachwuchs / Frauen 1
24
22
Nutzungskonzept
Veranstaltungsübersicht 1/3
Tribünenveranstaltungen
Tribünenveranstaltungen
Firmenveranstaltungen
Großtagungen 1.000 – 1.500 Teilnehmer 1
Kleintagungen 100 – 300 Teilnehmer 8
Produktpräsentationen 2
Mitarbeiterschulungen / Kundenworkshop 3
Hausmessen 1
Betriebsversammlungen Infoveranstaltung für bis zu 2.000 Teilnehmer 2
Betriebsfeste bis 1.500 Teilnehmer 2
Hauptversammlungen JHV AG 1
Incentives Veranstaltung mit Unterhaltungsprogramm und gastronomischer Versorgung 5
Businessmeetings (Logen) Nutzung der Logen für Besprechungen durch Logenmieter und andere
Interessenten
20
45
Gesellschaftliche Veranstaltungen
Privatfeiern
Viele Fans und Menschen aus dem Umfeld des Vereins finden es sehr reizvoll,
private Feiern wie z.B. Geburtstage, Jubiläum, Taufen, Trauerfeiern und Hochzeiten
in der Spielstätte ihres Clubs zu veranstalten.
6
Bälle z.B. Abschlussball Tanzschule 1
Sportlerehrung 1
Vereinsveranstaltungen 2
10
23
Veranstaltungsübersicht 2/3
Nutzungskonzept
Ausstellungen
Themenausstellungen
In allen multifunktionalen Veranstaltungsstätten sind Ausstellungen ein
wirtschaftlich sehr interessantes Segment. Es handelt sich dabei um
Endverbraucherausstellungen, wie z.B. eine Autoausstellung, eine Tourismusbörse
oder ein Immobilienmarkt.
2
Antik- / Trödelmärkte Die witterungsgeschützte Zuschauerpromenade eignet sich sehr gut als
Veranstaltungsort für einen regelmäßig stattfindenden Antik- / Trödelmarkt.
4
6
Unterhaltungsveranstaltungen
Kleinkonzerte Konzert mit 100 – 1.500 Besuchern 5
themengastronomischen Veranstaltungen z.B. Oktoberfest 2
Kabarett / Comedy / Talk Die größte Zahl dieser Veranstaltungen liegt im Bereich 500 – 1.000 Besucher, so
dass die neue Haupttribüne sehr gute Rahmenbedingungen dafür bietet. 1
8
Dauerangebote, ganzjährig
Geschäftsstelle SV98
Fanshop SV98
Gesamtanzahl 93
24
Veranstaltungsübersicht 3/3
Nutzungskonzept
Art der Veranstaltung Anzahl
Veranstaltungen
Fußball 24
Firmenveranstaltungen 45
Gesellschaftliche Veranstaltungen 10
Ausstellungen 6
Unterhaltungsveranstaltungen 8
Gesamtanzahl 93
25
Zusammenfassung Veranstaltungen
Nutzungskonzept
Art der Veranstaltung Mainz Heidenheim Prognose
Darmstadt
Fußball 23 24 24
Firmenveranstaltungen 216 104 45
Gesellschaftliche Veranstaltungen 15 20 10
Ausstellungen 0 0 6
Unterhaltungsveranstaltungen 9 3 8
Gesamtanzahl 263 151 93
26
Vergleich mit bestehenden Neubauten
Nutzungskonzept
Baukonzept
Zuschauerplätze gesamt
Haupttribüne
Gegentribüne (u.a. Family, Rollis)
Kopftribüne Heim
Kopftribüne Gast
28
Zuschauerplätze gesamt
Baukonzept
ca. 18.000
ca. 3.900 Sitzplätze (800 Business-Seats,
……...340 Logenplätze,
ca. 2.760 Sitzplätze Heim)
ca. 4.850 Sitzplätze Heim
ca. 5.500 Stehplätze Heim
ca. 3.750 Plätze (ca. 400 Sitzplätze Gast,
ca. 1.400 Stehplätze Gast,
ca. 1.950 Sitzplätze Heim)
Haupttribüne
Business-Club
Logen
Fanshop
Büros Betreibergesellschaft
Geschäftsstelle SV98
Haupttribüne
ca. 2.000 qm
20 + 2 Eventlogen
ca. 100 qm
ca. 100 qm
ca. 200 qm
29
Baukonzept
Tribünenaufteilung
2.760 Sitzplätze
4.850 Sitzplätze Heim
5.500
Stehplätze
Heim
1.950
Sitzplätze
Heim
340 Logenplätze
800 Business-Seats
Haupttribüne + 2.000qm Business-Club
Gegentribüne
Kopftribüne Heim
Kopftribüne Gast
400 Sitzplätze
Gast
1.400
Stehplätze
Gast
Gesamtkostenschätzung mit Kostengruppe 700 und Bauherrenkosten:
ca. 27,6 Mio. € netto
In Kosten enthalten:
- Abbruch Bestand und Geländemodellierung - Stadion mit technischer Infrastruktur
- Außenanlagen: Überarbeitung Vorplatz Haupttribüne, Zaunanlage, Pflasterflächen im Umgang
- neues Naturrasenspielfeld mit Rasenheizung - 2 LED-Videowände
- NEA nach Richtlinien DFB - Projektsteuerung Bauherr, Gutachter
- Kosten für öffentliche Erschließung - Baugenehmigungskosten
- Prüfgebühren für Prüfstatik - Zwischenfinanzierungskosten
- Unvorhergesehenes 12-15% - Bauen bei laufendem Betrieb
In den Kosten nicht enthalten:
- Zutritts- und Payment-Systeme - Möblierung und Gastroausstattung
- Logeneinrichtungen
30
Baukosten, Standort Böllenfalltor
Baukonzept
Kostengruppe Betrag [€]
KG 100 0,00 €
KG 200 1.047.460,00 €
KG 300 14.679.225,00 €
KG 400 6.396.750,00 €
KG 500 1.419.200,00 €
KG 600 0,00 €
KG 700 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 27.592.635,00 €
31
Baukonzept
Baukosten Standort Böllenfalltor nach Kostengruppen (DIN 276)
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 0 m² €/m² 0,00 €
VIP-Parkplätze 0 m² €/m² 0,00 €
Summe 0 m² 0,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 850.000,00 €
Grundstück 0,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 1.000.000,00 €
Bauherrnkosten (einschl.
öffentliche Erschließung)
1.750.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 27.600.000,00 €
32
Baukonzept
Baukosten Standort Böllenfalltor
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 35 €/m² 910.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 35 €/m² 577.000,00 €
Summe 42.500 m² 1.487.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück (70 €/m²) 2.975.000,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 1.487.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 32.982.500,00 €
33
Baukonzept
Baukosten Standort Arheilgen
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 235 €/m² 6.110.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 235 €/m² 3.877.500,00 €
Summe 42.500 m² 9.987.500,00 €
Kostenzusammenstellung Betrag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 9.987.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Gesamt 38.507.500,00 €
34
Baukonzept
Baukosten Standort Eschollbrücker Straße
35
Baukonzept
Grundstück Böllenfalltor 93.000 m² für Wohnbebauung
Grundstück Stadt Grundstück Land
Stadion
Trainingszentrum
4 x Naturrasen
2 x Kunstrasen
Umkleide-, Aufenthalts- und Wohngebäude
Parkplätze
Gesamtbedarf
36
Grundstücksbedarf
Baukonzept Komplettverlagerung Eschollbrücker Str.
ca. 26.000 qm
ca. 45.000 qm
ca. 16.500 qm
ca. 87.500 qm
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 235 €/m² 6.110.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 235 €/m² 3.877.500,00 €
Trainingsgelände 45.000 m² 235 €/m² 10.575.000,00 €
Summe 87.500 m² 20.562.500,00 €
Kostenzusammenstellung Be trag [€]
Erschließung Grundstück 0,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 20.562.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Trainingsplätze 2.800.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 3.500.000,00 €
Ersatz Böllenfalltorhalle 5.000.000,00 €
Gesamt 57.882.500,00 €
37
Baukonzept
Baukosten Standort Eschollbrücker Straße Komplettverlagerung
Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung:
(Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. €
./. Erschließung , Freimachung, Straßen- und Wegebau
Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)
Trainings
-gelände
Var. A
38
Grundstücksbedarf
Baukonzept Komplettverlagerung Arheilgen
Stadion
Trainingszentrum
4 x Naturrasen
2 x Kunstrasen
Umkleide-, Aufenthalts- und Wohngebäude
Parkplätze
Gesamtbedarf
ca. 26.000 qm
ca. 45.000 qm
ca. 16.500 qm
ca. 87.500 qm
Grundstückskosten
Objekt erforderliche Fläche Grundstückskosten je m² Kosten
Stadion 26.000 m² 35 €/m² 910.000,00 €
VIP-Parkplätze (550 Stellplätze
für 1.100 VIP – Besucher) 16.500 m² 35 €/m² 577.500,00 €
Trainingsgelände 45.000 m² 35 €/m² 1.575.000,00 €
Summe 87.500 m² 2.243.500,00 €
Kostenzusammenstellung Be trag [€]
Erschließung Grundstück (70 €/m²) 6.125.000,00 €
Abbruch und Baufeldräumung 0,00 €
Grundstück 2.243.500,00 €
Stadion 21.500.000,00 €
Außenanlagen 2.970.000,00 €
Trainingsplätze 2.800.000,00 €
Bauherrnkosten 1.550.000,00 €
Unvorhergesehenes 2.500.000,00 €
Ersatz Böllenfalltorhalle 5.000.000,00 €
Gesamt 44.688.500,00 €
39
Baukonzept
Baukosten Standort Arheilgen Komplettverlagerung
Verwertungserlös Grundstück Böllenfalltor (93.000 m²) für Wohnbebauung:
(Basis: Aussage Projektentwickler) 20-25 Mio. €
./. Erschließung , Freimachung, Straßen- und Wegebau
Vorbehalt: Sicherung Endinvestition (Ertrag ca. 15 Mio. €)
40
Realisierungsstruktur
41
Realisierungsstruktur
Projektgesellschaft
Bauherr und Betreiber Namensrechtevertrag
Dienstleister /
Lieferanten
Managementvertrag
Drittnutzung
Sonstige Nutzer /
Veranstalter
Bauauftrag
Totalübernehmer
Land Hessen Stadt Darmstadt
Betreibergesellschaft
Betreibervertrag
Verein
42
2 Monate Konzept für Nutzung, Betrieb, Raumprogramm, Budgetbildung
Phase I
Konzeptentwicklung +
Machbarkeitsuntersuchung
Entscheidung des Auftraggebers zur Auslösung Phase II
Entscheidung Beauftragung
Phase II
Ausschreibung + Vergabe
Kosten: ca. 400.000 €
8 Monate
Pflichtenheft Bau, Ausschreibung und
Vergabeverfahren für Planung und Bau
8 Monate
Implementierung Betreiberkonzept,
Gesellschaftsstrukturen
Phase III
Bau +Betrieb
18 Monate Planung und Bauausführung
18 Monate
baubegleitenden Vermarktung,
Veranstaltungsakquise
30 Jahre
Phase IV
Betrieb Betrieb
Arbeitsschritte und Zeitplan
43
Arbeitsschritte Phase II + III Phase III
europaweiter Teilnahmewettbewerb
Verhandlungsverfahren Planen und
Bauen aus einer Hand
Vergabeentscheidung Bauauftrag
Bauausführung Vermarktung, Veranstaltungsakquisition
Phase II
Bau Betreibung
Erarbeitung Ausschreibung
Umsetzung Betreiberkonzept
Einrichtung Projektgesellschaft
Finanzierungskonzept
Finanzierungskonzept
45
Ergebnis Betreiber: 210.000 (3.Liga) – 900.000 (2.Liga) p.a. (0,4 Mio. € -> 6 Mio. €
finanzierbar für 20 Jahre oder 5 Mio. € finanzierbar für 15 Jahre bei 3% Zinsen)
städtischer Zuschuss = aktuelle Kosten Stadion Böllenfalltor (0,5 Mio. € -> 7,5 Mio. €
finanzierbar für 20 Jahre oder 6 Mio. € finanzierbar für 15 Jahre bei 3% Zinsen)
Zuschuss Land 14 Mio. € (Offenbach = 11 Mio. €), höhere Förderung begründbar
Vermarktungserlös Böllenfalltor (Investor)
Finanzierungsbausteine
Ausgangssituation 2.+3. Liga:
Zuschauerschnitt ca. 7.000 Zuschauer pro Spiel (zzgl. Logen und Business-Seats)
Ausgangssituation 4. Liga:
Zuschauerschnitt ca. 3.500 Zuschauer pro Spiel (zzgl. Logen und Business-Seats)
46
Betreibung
Verein Betreiber
Erlös 4. Liga 3. Liga 2. Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga
Ticketing ohne VIP und
Business-Seats
735.000,00 € 1.837.179,41 € 2.388.333,24 € 0 € 0 € 0 €
Hospitality 746.460,00 € 1.867.320,00 € 2.427.516,00 € 61.740,00 € 142.380,00 € 185.094,00 €
Werbeflächen 250.000,00 € 500.000,00 € 750.000,00 € 332.500,00 € 665.000,00 € 997.500,00 €
Beteiligung Catering 51.780,75 € 111.753,52 € 150.867,25 € 91.780,75 € 211.753,52 € 275.279,57 €
Mieterlöse 0 € 0 € 0 € 200.000,00 € 300.000,00 € 600.000,00 €
Erlöse Drittnutzung 0 € 0 € 0 € 250.000,00 € 300.000,00 € 400.000,00 €
Summe Erlös 1.783.240,75 € 4.316.252,93 € 5.716.716,48 € 936.020,75 € 1.619.133,52 € 2.457.873,57 €
Aufwand 4. Liga 3. Liga 2. Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga
Stand-By Kosten Stadion 0 € 0 € 0 € 1.269.600,00 € 1.409.000,00 € 1.583.100,00 €
Variable Spieltagskosten 211.050,00 € 234.500,00 € 257.950,00 € 0 € 0 € 0 €
Cateringkosten 363.146,70 € 562.837,80 € 619.121,58 € 0 € 0 € 0 €
Ticketing 14.000,00 € 20.000,00 € 26.000,00 € 0 € 0 € 0 €
Miete / Pacht 200.000,00 € 300.000,00 € 600.000,00 € 0 € 0 € 0 €
Summe Aufwand 788.196,70 € 1.117.337,80 € 1.503.071,58 € 1.269.600,00 € 1.409.000,00 € 1.583.100,00 €
Ergebnis 995.044,05 € 3.198.915,13 € 4.213.644,90 € - 333.579,25 € 210.133,52 € 874.773,57 €
Ergebnis Businessplanung
Ø 3.500
Zuschauer * Ø 7.000 Zuschauer * Ø 10.000 Zuschauer *
Liga 4. Liga 3. Liga 2. Liga 3. Liga 2. Liga
Ergebnis Verein 1,00 Mio. € 3,20 Mio. € 4,21 Mio. € 3,98 Mio. € 5,24 Mio. €
Ergebnis
Betreiber
- 0,33 Mio. € 0,21 Mio. € 0,87 Mio. € 0,26 Mio. € 0,94 Mio. €
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Betriebsergebnis neues Stadion Darmstadt
* zzgl. Logen und Business-Seats
Betriebsergebnis
48
Zusammenfassung und Empfehlung
Zusammenfassung und Empfehlung
49
-> Umbau am Standort Böllenfalltor
Für den Standort Böllenfalltor sollte die 2. Phase (Projektentwicklung) ausgeführt werden.
Begründung:
Am Standort Böllenfalltor ist ein Stadionneubau zu den niedrigsten Kosten realisierbar
Er ist der einzige Standort, für den kein Bebauungsplan aufgestellt werden muss, so dass
eine Realisierung in kürzerer Zeit möglich ist.
In der Phase 2 lassen sich für die Schwachpunkte dieses Standortes „Stellplatzkonzept“,
„Gästeführung“ / „Sicherheitskonzept“ und „Anwohnerschutz“ Lösungen finden.
Für das notwendige Budget sollte ein realisierbares Finanzierungskonzept zu entwickeln
sein.
Das Konzept der Komplettverlagerung mit Quersubventionierung ist am Standort
Eschollbrücker Straße zu Kosten von 43Mio. €
Arheilgen zu Kosten von 30 Mio. €
realisierbar, würde aber voraussichtlich den Zeitbedarf für die Realisierung in etwa
verdoppeln
Aus der Studie ergibt sich folgende Empfehlung:
Nächste Schritte
50
Verbindliche Klärung Landesförderung
Gremienbeteiligung, eventuell Vorbehaltsbeschluss
Einrichtung Projektgesellschaft
Entwicklung Lösung offene Punkte
Entwicklung Finanzierungskonzept
Durchführung europaweiter Teilnahmewettbewerb
Kombinierter Planungs- und Bauwettbewerb als Verhandlungsverfahren
Vorbereitung Baugenehmigung
Nächste Schritte bei Auslösung Phase 2
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Punkt 1: Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor – Projektentwicklungsbericht und Businessplan (V-Nr. 2015/0024) Stadtv. Schmitt (Fraktion UFFBASSE) stellt folgenden Ergänzungsantrag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Dem Beschlussvorschlag werden die Punkte 6 und 7 wie folgt hinzugefügt: 6. Die Stadtverordneten unterstützen die Forderung des Fanbündnis Bölle, beim Umbau des Merckstadion am Böllenfalltor mindestens 10.000 Stehplätze für die „Heimfans“ einzuplanen und erwarten vom Magistrat und der Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG, dies auch gegenüber dem Verein zu vertreten. 7. Businessplan und Finanzierungskonzept sollen dahingehend überarbeitet werden, den durchschnittlichen jährlichen Betrag für Bauunterhaltung und Instandhaltung auf mindestens ca. 1,5 % der Summe der reinen Baukosten zu erhöhen (ca. 350–400T € p.a.). OB Partsch schlägt vor, dies als Prüfauftrag an die Projektgruppe zu geben. Stadtv. Benz stellt für die SPD-Fraktion fest, dass sie nicht an der Abstimmung dieser Vorlage teilnehmen wird, da die Vorlage nicht abstimmungsfähig sei. Einstimmig wird dem Punkt 6 des Ergänzungsantrages zugestimmt. Einstimmig wird der Punkt 7 des Ergänzungsantrages als Prüfauftrag an die Projektgruppe weitergeleitet. Bei Stimmenthaltung der Fraktionen Die Linke. und PIRATEN wird der Vorlage mit diesen Änderungen zugestimmt.
2015/0024
5209 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
22.01.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat Dezernat II
Dezernat III
Dezernat IV
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat I
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2015/0024
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor – Projektentwicklungsbericht und
Businessplan
Vorlage vom: 21.01.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der im Aufsichtsrat der Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG beschlossene
Projektentwicklungsbericht der IFS inklusive Businessplan wird zur Kenntnis genommen.
2. Der von Proprojekt ebenfalls in der Aufsichtsratssitzung vorgelegte Bericht zum Thema der
Kosten und Erlöspotentiale des Stadionumbaus wird zur Kenntnis genommen.
3. Der von Schüllermann und Partner AG vorgelegte Prüfungsbericht des Businessplans wird zur
Kenntnis genommen.
4. Die im Prüfungsbericht der Schüllermann und Partner AG aufgezeigte Deckungslücke von
2,25 Mio. Euro (Vorlaufkosten und Vorsteuer aus Baukosten) und ein um 1,0 Mio. Euro
höherer Risikozuschlag auf die Baukosten werden bei einer tatsächlichen Realisierung aus
dem städtischen Haushalt getragen. Zur Gegenfinanzierung dienen die von der Darmstädter
Sportstätten GmbH & Co. KG zu entrichtenden Erbbauzinsen und die bislang im Haushalt
regelmäßig veranschlagten Investitionskosten.
- 2 -
5. Der Magistrat wird beauftragt, die für die Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG eventuell
erforderlichen Garantien (Bürgschaftserklärung, Patronatserklärung) mit der Kommunalaufsicht
abzustimmen und zur Beschlussfassung vorzulegen.
Anlagen: Anlage 1 Projektentwicklungsbericht zum Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor
Anlage 2 Kosten und Erlöspotentiale Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor
Anlage 3 Projektstruktur Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor
Anlage 4 Prüfungsbericht Schüllermann u. Partner
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.01.2015
Mit Magistratsbeschluss-Nr. 275/2013 wurde IFS beauftragt, einen
Projektentwicklungsbericht inklusive Businessplan und Finanzierungkonzept zu erstellen.
Mit Magistratsbeschluss-Nr. 2014/0246 wurde die Darmstädter Sportstätten GmbH & Co.
KG beauftragt, den Businessplan und das Finanzierungskonzept zum Umbau des Stadions
am Böllenfalltor weiter zu konkretisieren.
Im Hinblick auf eine Plausibilitätsprüfung wurde von Seiten der Darmstädter Sportstätten
GmbH & Co. KG, unter der Federführung der stadtinternen Projektgruppe Stadionumbau,
eine Betrachtung der Kosten und Erlöspotentiale des Stadionumbaus beauftragt.
Beide Expertisen, der Ausgangsplan und die eigene Expertise zusammen mit Proprojekt,
unterscheiden sich in der Heranziehung von Grundlagendaten und sind somit nicht direkt
vergleichbar, kommen jedoch zu ähnlichen Ergebnissen. Diese Feststellung unterstützt die
Plausibilität der jeweiligen Expertise.
Der Projektentwicklungsbericht des IFS (Anlage 1) geht in seinen Annahmen von Darmstadt-
spezifischen Faktoren aus, die in den entsprechenden Abstimmungsterminen zwischen
Verein, Verwaltung und Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG festgelegt wurden.
Proprojekt (Anlage 2) geht hier vor allem von Erfahrungswerten anderer Stadien aus und hat
diese auf die Situation Darmstadt mit „konservativen“ Ansätzen übertragen.
Beide Expertisen kommen sowohl in den Projektkosten, als auch in den Erlöspotentialen auf
vergleichbare Werte.
Das durch IFS vorgeschlagene Betreiberkonzept und die prognostizierte Wirtschaftlichkeit
des Projektes für die Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG sind nachvollziehbar. Das
Umbauprojekt für das Merck-Stadion am Böllenfalltor mit einem entsprechenden
Bauleitplanverfahren und vorgeschaltetem Wettbewerb ist realistisch und im vorgesehenen
Finanzrahmen umsetzbar.
Die Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG wird gemeinsam mit der stadtinternen
Projektgruppe Stadionumbau (Anlage 3) umgehend die notwendigen Planungs- und
Gutachteraufträge erteilen, um den Wettbewerb und das notwendige Bauleitplanverfahren
zum Umbau des Merck-Stadions am Böllenfalltor zu realisieren. Grundlagen sind hier die
Konzeptstudie des IFS sowie die Projektstruktur, die in den nun einzelnen Punkten
entsprechend weiter zu entwickeln sind. Aus diesen Grundlagen ist nun ein entsprechender
„Testentwurf“ zur endgültigen Klärung aller Randbedingungen zu erarbeiten. Eine
angemessene Bürgerbeteiligung wird sichergestellt.
Darmstadt, 21.01.2015
Dezernat I Dezernat II Dezernat III Dezernat IV
Jochen Partsch Rafael Reißer Cornelia Zuschke André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
anlage 3
4251 Zeichen
Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstädter Sportstätten GmbH&Co.KG Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung Projektstruktur Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor Phase 0 Projektentwicklung - Stadt Darmstadt - Extern Dezernat - I - Dezernat - II - Dezernat - III - Herr Oberbürgermeister Partsch Herr Bürgermeister Reißer Frau Stadträtin Zuschke vertreten durch Projektmanagement Lenkungsgruppe DSG - Geschäftsführung Dez I - Herr Burhenne IDA - Herr Neis Dez III - Herr Kling Baurecht Nachbarschaftsbelange Erschließung Stadtplanung Immissionsschutz Sicherheitskonzept Aufgabenstellung Amt 15 Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Herr Haumann Amt 61 Stadtplanungsamt Frau Feldbusch Amt 62 Vermessungsamt Herr Ewald Amt 63 Bauaufsichtsamt Herr Neubert Amt 66 Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Frau Mertens Amt 67 Grünflächenamt Frau Fath Amt 52 Sportamt Herr Klatt Polizei nach Bedarf Feuerwehr nach Bedarf TU-Darmstadt nach Bedarf Herr Efinger | Herr Prömel Die Ergebnisse der bereits beauftragten Leistungen der IFS werden in der entsprechenden Projektphase berücksichtig bzw. geprüft. Bauleitplanung Bauplanungsrecht Masterplanung Wettbewerb Businessplan Rechtsbeistand Bürgerbeteiligu ng Energie Aufgabenstellung AS&P Frankfurt AS&P Frankfurt Rechtsanwalts- kanzlei Bohl + Collegen Würzburg Mediator N.N. HSE Herr Bothe Herr Bothe Herr Greif Herr Greif Herr Bohl Herr Denkel Herr Schöner Herr Schöner Herr Schöner IFS Herr Dr. Binz Meilenstein Festlegung der Machbarkeit eines Stadion mit 3-Nutzung am Standort Böllenfalltor bis Ende 2014 Sicherstellung der stadtinternen Belange, im Hinblick auf die Auslobung im VOF-Verfahren, mit integriertem Architekten- und Bauwettbewerb Herstellung der Genehmigungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Projektes Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor und Festlegung des Wettbewerbsverfahrens beauftragtes Leistungsbild: Entwicklung Masterplan|Entwicklung Betreiberlösung u. Abstimmung Businessplan mit dem Hauptnutzer|Entwicklung Energiekonzept|Erarbeitung Finanzierungskonzept DSG | Dezernat I| IDA | Dezernat III 12-00_150121_stadion98_projektstruktur Seite 1 von 3 Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstädter Sportstätten GmbH&Co.KG Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung Projektstruktur Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor Phase 0.1 Auslobung Wettbewerb - Stadt Darmstadt - Extern Projektmanagement Lenkungsgruppe DSG - Geschäftsführung Dez I - Herr Burhenne IDA - Herr Neis Dez III - Herr Kling Auslobung Wettbewerb | Bürgerbeteiligung Rechtsbeistand Aufgabenstellung Vorschlag Stimmrecht DSG | IDA | Dez III AS&P Frankfurt Mediator Jurybesetzung Stadt Darmstadt Jurybesetzung extern Rechtsanwalts- kanzlei Bohl + Collegen Würzburg Geschäftsführung Herr Greif N.N. N.N. N.N. Herr Neis | Herr Kling Herr Schöner Berater SV Darmstadt 98 Sportamt DFL Sponsoren Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Fanvertretung TU-Darmstadt Polizei Feuerwehr Behindertenvertretung SV 98 gegebenenfalls Weitere DSG | Dezernat I| IDA | Dezernat III Erstellung des Lastenheftes für den Wettbewerb unter Berücksichtigung der Phase 0. Beurteilung und Entscheidung des Wettbewerbs 12-00_150121_stadion98_projektstruktur Seite 2 von 3 Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstädter Sportstätten GmbH&Co.KG Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung Projektstruktur Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor Phase 1 Umsetzung des Wettbewerbes - Stadt Darmstadt - Extern Projektmanagement Lenkungsgruppe DSG - Geschäftsführung DEZ I - Herr Burhenne IDA - Herr Neis DEZ III - Herr Kling Umsetzung Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor DSG | IDA | Dez III Wettbewerbsgewinner Genehmigungs- verfahren Bürgerbeteiligung | Information Rechtsbeistand Aufgabenstellung Herr Kling | Herr Neis Herr Neubert Mediator N.N. Rechtsanwalts- kanzlei Bohl + Collegen Würzburg Frau Laute Berater | am Projekt Beteiligte AS&P Frankfurt SV Darmstadt 98 Sportamt DFL Sponsoren Fanvertretung TU-Darmstadt Polizei Feuerwehr gegebenenfalls Weitere Umsetzung der Baumaßnahmen im laufenden Spielbetrieb DSG | Dezernat I| IDA | Dezernat III 12-00_150121_stadion98_projektstruktur Seite 3 von 3
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Punkt 1: Umbau Merck-Stadion am Böllenfalltor – Projektentwicklungsbericht und Businessplan (V-Nr. 2015/0024) Stadtv. Schmitt (Fraktion UFFBASSE) stellt folgenden Ergänzungsantrag: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Dem Beschlussvorschlag werden die Punkte 6 und 7 wie folgt hinzugefügt: 6. Die Stadtverordneten unterstützen die Forderung des Fanbündnis Bölle, beim Umbau des Merckstadion am Böllenfalltor mindestens 10.000 Stehplätze für die „Heimfans“ einzuplanen und erwarten vom Magistrat und der Darmstädter Sportstätten GmbH & Co. KG, dies auch gegenüber dem Verein zu vertreten. 7. Businessplan und Finanzierungskonzept sollen dahingehend überarbeitet werden, den durchschnittlichen jährlichen Betrag für Bauunterhaltung und Instandhaltung auf mindestens ca. 1,5 % der Summe der reinen Baukosten zu erhöhen (ca. 350–400T € p.a.). Bei Stimmenthaltung der FDP-Fraktion wird dem Punkt 6 des Ergänzungsantrages zugestimmt. Bei Stimmenthaltung der FDP-Fraktion wird der Punkt 7 des Ergänzungsantrages als Prüfauftrag an die Projektgruppe weitergeleitet. Bei Stimmenthaltung der Fraktionen FDP und PIRATEN wird der Vorlage mit diesen Änderungen zugestimmt.
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UMBAU STADION DARMSTADT Kosten und Erlöspotentiale - 20.01.2015 PROPROJEKT wurde im Oktober 2014 vom Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Stadt Darmstadt mit der Einschätzung der Kosten- und Erlöspotentiale für den Umbau des Merck-Stadion am Böllenfalltor sowie mit einer Plausibilisierung der von IFS erstellten Machbarkeitsstudie zum gleichen Thema beauftragt. Hierfür werden zwei unterschiedliche und voneinander unabhängige Leistungen erbracht: 1. Einschätzung der Baukosten anhand von Benchmarks: › Erhebung der Baukosten von 30 Stadionneubauten (bzw. Umbauten) der 1.-3. Liga, welche ab dem Jahre 2000 in Deutschland neu bzw. grundlegend umgebaut wurden . › Ermittlung eines – auf dieser Datengrundlage basierenden – stadionspezifischen Kennwerts „Baukosten pro Sitzplatz“ als vergleichende Benchmark. › Einschätzung der zu erwartenden Baukosten und Vergleich mit der IFS Studie. 2. Aufstellung der zu erwartenden Erlöspotentiale: › Aufstellung der Erlöspotentiale aus Ticketing, Catering, Hospitality, Naming Rights jeweils für die 2. Bundesliga und 3. Liga. › Abgleich der Einzelpositionen mit dem IFS Businessplan 2Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Kosten und Erlöspotentiale Vorgehensweise Kosten und Erlöspotentiale Inhalt BAUKOSTEN STADIONUMBAU ERLÖSPOTENTIALE › Untersuchung von 30 Stadionneubauten (bzw. Komplettumbauten) – welche ab dem Jahre 2000 in Deutschland nach den Vorgaben der DFL für die 1.-3. Liga errichtet wurden – hinsichtlich Kapazität (Sitz-, Stehplätze), Ausstattung (z.B. Logen), Bauzeit und Fertigstellungstermin sowie Baukosten. › Aufteilung in 3 verschieden Kapazitätsklassen (basieren auf der internationalen Sitzplatzkapazität der jeweiligen Stadien), um eine einheitliche Bemessungsgrundlage zu schaffen: Stadien größer 40.000 Sitzplätze, Stadien mit einer Kapazität zwischen 25.000 und 40.000 Sitzplätze und Stadien kleiner 25.000 Sitzplätze. › Indexierung aller Baukosten auf den einheitlichen Kostenstand des 1. Quartals 2014 mit Hilfe von Umrechnungsfaktoren des Statistischen Bundesamts. › Angabe der Baukosten aller untersuchten 30 Stadien in den jeweiligen 3 Kapazitätskategorien (inkl. Nennung des Mittel-, Maximal- und Minimalwerts) › Angabe des stadionspezifischen Kennwerts „Baukosten pro Sitzplatz“ aller untersuchten 30 Stadien in den jeweiligen 3 Kapazitätskategorien (inkl. Nennung des Mittel-, Maximal- und Minimalwerts) zur Ermittlung einer ersten Kosteneinschätzung. 4Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Baukosten Stadionumbau Vorgehensweise Baukosten Stadionumbau Vergleichswerte von 30 Stadionneubauten* 5Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › *Für nachfolgende „Baukosten-Benchmarks“ herangezogenen Stadionneubauten bzw. (Komplett-)Umbauten ab dem Jahre 2000; Quelle: Vereinsangaben > 40.000 Sitzplätze Olympia Stadion Berlin, ESPRIT arena Düsseldorf, Comerzbank Arena Frankfurt, Veltins-Arena Gelsenkirchen, Imtech Arena Hamburg, AWD Arena Hannover, RheinEnergieStadion Köln, Red Bull Arena Leipzig Stadion im Borussia-Park Mönchengladbach, Allianz Arena München, Grundig Arena Nürnberg, Mercedes-Benz-Arena Stuttgart 25.000 – 40.000 Sitzplätze Tivoli Aachen, SGL arena Augsburg, glücksgas stadion Dresden, Schauinsland-Reisen Arena Duisburg, BayArena Leverkusen, Coface Arena Mainz, DKB-Arena Rostock, WIRSOL Rhein-Neckar-Arena Hoffenheim, Volkswagen Arena Wolfsburg < 25.000 Sitzplätze Stadion an der Gellertstraße Chemnitz, Stadion Essen Essen, Erdgas Sportpark Halle, Voith-Arena Heidenheim, Audi-Sportpark Ingolstadt, Sparda-Bank-Hessen-Arena Offenbach, Benteler-Arena Paderborn, Continental Arena Regensburg Brita-Arena Wiesbaden > 40.000 Sitzplätze 40.000 – 25.000 Sitzplätze < 25.000 Sitzplätze Baukosten Stadionumbau Vergleichswerte von 30 Stadionneubauten* 6Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › 400 Mio. € 350 Mio. € 300 Mio. € 250 Mio. € 200 Mio. € 150 Mio. € 100 Mio. € 50 Mio. € 0 € 81 Mio. € Leverkusen 37 Mio. € Rostock 45 Mio. € Essen 16 Mio. € Wiesbaden 24 Mio. € Quellen: Vereinsangaben und DFL *Alle Werte (Brutto) indiziert auf Q4/2014 (Quelle: Statistisches Bundesamt, Baupreisindizes); **Umbau; 436 Mio. € München 64 Mio. €** Stuttgart 183 Mio. € 58 Mio. € > 40.000 Sitzplätze 40.000 – 25.000 Sitzplätze < 25.000 Sitzplätze Baukosten Stadionumbau Kennwert € pro Sitzplatz* 7Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › 6.000 € 5.500 € 5.000 € 4.500 € 4.000 € 3.500 € 3.000 € 2.500 € 2.000 € 1.500 € 1.000 € 500 € 0 € 2.709 € Leverkusen 1.497 € Rostock 2.822 € Essen 1.630 Paderborn 6.233 € München 1.163 €** Stuttgart Quellen: Vereinsangaben und DFL *Alle Werte (Brutto) indiziert auf Q1/2014 (Quelle: Statistisches Bundesamt, Baupreisindizes); **Umbau 2.032 € 3.321 € 2.095 € Zuschauer gesamt Sitzplätze (ohne Logenplätze): 8.113 / Stehplätze: 9.685 / Logenplätze: 300 „Internationale Kapazität“ – nur Sitzplätze (ohne Logen / Verhältnis Stehplatz zu Sitzplatz 2:1) Baukosten pro Sitzplatz (Brutto) 8Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Baukosten Stadionumbau Kostenansatz anhand der Benchmarks Plausibilisierung (Brutto, Index Q4/2014) 18.098 13.742 2.032 € 27.922.728 €Überschläglicher Kostenansatz Stadionumbau (Brutto) Kosten und Erlöspotentiale Inhalt BAUKOSTEN STADIONUMBAU ERLÖSPOTENTIALE › PROPROJEKT hat die möglichen Erlöspotentiale für die 2. Bundesliga und die 3. Liga für den Umbau des Darmstädter Stadions ermittelt. › Als Ausgangsbasis für die geplante Stadionkapazität (16.998 Zuschauer / 800 Business- Seats / 20 Logen) wurden die Werte aus der IFS Machbarkeitsstudie übernommen. › Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass PROPROJEKT lediglich mit der Einschätzung der zu erwartenden Erlöse und nicht mit der Erstellung eines umfassenden Businessplans beauftragt wurde. Somit wird auf die zugehörige Ermittlung von Aufwänden (Kosten) verzichtet. Grundsätzlich sind diese in einem nachfolgenden Schritt mit den ermittelten Erlösen gegenüberzustellen. › Für die zu ermittelnden Erlöse werden die Einnahmepotentiale – Ticketing, Catering, Hospitality (Vermarkung Business-Seats / Logen) sowie Naming Rights – untersucht: › Als Grundlage für die ermittelten Daten greift PROPROJEKT auf eigene Marktanalysen sowie auf eine langjährige Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz zurück. › Neben den Erlöspotentialen wird eine Gegenüberstellung mit vergleichbaren Werten der IFS Machbarkeitsstudie erstellt. 13Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Erlöspotentiale Vorgehensweise Erlöspotentiale Naming Rights 17Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › *Quelle: Sponsors 9/13 Stadion Verein Kapazität Vertragsdauer Vertragssumme pro Jahr Esprit Arena Fortuna Düsseldorf 54.477 2005 - 2014 900.000 € Trolli Arena SpVgg Greuther Fürth 18.000 2010 - 2015 250.000 € Frankfurter Volksbank Stadion FSV Frankfurt 12.542 2006 - 2016 550.000 € RheinEnergieStadion 1. FC Köln 50.000 2002 - 2014 2.100.000 € Scholz-Arena VfR Aalen 11.201 2008 - 2017 100.000 € Benteler-Arena SC Paderborn 15.000 2012 - 2017 500.000 € Audi Sportpark FC Ingolstadt 15.729 2010 - 2020 500.000 € Rewirpower Stadion VfL Bochum 29.299 2006 - 2016 1.500.000 € Sparkassen Erzgebirgsstadion FC Erzgebirge Aue 15.711 2011 - 2021 500.000 € Glücksgas Stadion SG Dynamo Dresden 32.066 2010 - 2015 500.000 € Schüco Arena DSC Arminia Bielefeld 28.008 2004 - 2014 650.000 € Mittelwert 731.818 € 2. Bundesliga Saison 2013/2014* Erlöspotentiale Naming Rights 18Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › *Quelle: Sponsors 9/13 Stadion Verein Kapazität Vertragsdauer Vertragssumme pro Jahr Schauinsland-Reisen-Arena MSV Duisburg 31.500 2010 - 2016 1.580.000 € Osnatel Arena VfL Osnabrück 16.667 2004 - 2014 350.000 € Brita-Arena SV Wehen Wiesbaden 12.566 2007 - 2014 1.062.500 € Alpenbauer Sportpark SpVgg Unterhaching 15.053 2012 - 2013 150.000 € Erdgas Sportpark Hallescher FC 10.065 2011 - 2021 500.000 € DKB-Arena FC Hansa Rostock 28.800 2007 - 2017 1.500.000 € Gazi-Stadion auf der Waldau VfB Stuttgart II und Stuttgarter Kickers 11.436 2004 - 2014 100.000 € Merck Stadion am Böllenfalltor SV Darmstadt 98 19.126 k.A. 300.000 € Mittelwert 692.813 € 3. Liga Saison 2013/2014* Erlöspotentiale Naming Rights - Exkurs 19Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › 2. Bundesliga 3. Liga Durchschnittliche aus Naming Rights (ohne Min / Max Werte) Minimale Erlöse aus Naming Rights 731.818 € 100.000 € 692.813 € 150.000 € Eingangsparameter 500.000 €750.000 €Erlöse (Brutto)* Maximale Erlöse aus Naming Rights 2.100.000 € 1.580.000 € *Ansatz unter Berücksichtigung der derzeitigen Situation der Naming Rights in Darmstadt (300.000 €/a) Erlöspotentiale Naming Rights 20Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Kannibalisierungseffekte › Die gleichzeitigen Einnahmen durch den Verkauf von Naming Rights sowie die Erlöse aus dem zusätzlichen Verkauf einzelner Werbeflächen (z.B. Namensrechte für Tribünen, etc.) wird kritisch gesehen. › Gründe dafür sind die sog. Kannibalisierungseffekte, welche durch zu viel Werbung und somit zu einer verminderten Aufmerksamkeit für einzelnen Sponsoren entstehen können. › Somit kann zu viel Werbung im oder am Stadion die Wirksamkeit des Naiming Rights verwässert; die Gesamteinnahmen sind bei einem gleichzeitigen Verkauf von Werbeflächen in Summe meist niedriger. › Um einen konservativen Ansatz bei der Ermittlung des Erlöspotentials zu behalten, rechnet PROPROJEKT nur mit Erlösen aus Naming Rights ohne die Berücksichtigung von Einnahmen durch den Verkauf weiterer Werbeflächen. Erlöspotentiale Übersicht 21Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › 2. Bundesliga 3. Liga Hospitality (Business Seats) Catering 1.324.000 € 1.218.000 € 403.000 € 760.000 € Eingangsparameter 3.459.000 €6.935.000 €Erlöse (Brutto) Ticketing 3.131.000 € 1.628.000 € Hospitality (Logen) 512.000 € 168.000 € Naming Rights (ohne zusätzliche Werbeeinnahmen) 750.000 € 500.000 € Die von PROPROJEKT ermittelten Erlöspotentiale (brutto) in Höhe von ca. 6,9 Mio. € für die 2. Bundesliga und 3,5 Mio. € für die 3. Liga basieren auf den folgenden Annahmen: › Verkaufte Tickets: PROPROJEKT differenzierte die Ticketverkäufe anhand der marktüblichen Auslastung der 2. Bundesliga und der 3. Liga. › Anzahl Spiele pro Saison: Die Erlöse aus den Ticketverkäufen basieren auf den reinen Ligaspielen (2. BL: 17 Spiele; 3.L: 19 Spiele) › Einnahmen Catering: Das von PROPROJEKT ermittelte Einnahmepotential des Caterings basiert auf einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz › Hospitality: Die von PROPROJEKT geschätzten Einnahmen für die Vermarktung der Business-Seats und Logen basieren ebenfalls auf einer Studie der Johannes Gutenberg- Universität Mainz, welche anhand üblicher Markwerte erstellt wurde. › Naming Rights: Die ermittelten Erlöse für den Verkauf der Naming Rights basieren auf den Durchschnittswerten der 2. Bundeliga und 3. Liga. Hierbei wird bewusst auf die Ermittlung weiterer Werbeeinnahmen verzichtet, um mögliche Kannibalisierungseffekte auszuschließen. 22Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Erlöspotentiale Fazit (I) – Zusammenfassung PROPROJEKT Ansatz Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen für die Erlöse – ein theoretischer und auf statistischen Mittelwerten basierter Ansatz von PROPROJEKT sowie ein bereits mit dem Darmstädter SV diskutierter Ansatz von IFS – können die Erlöspotentiale nicht eindeutig verglichen werden. Eine erste Annäherung für eine mögliche Plausibilisierung ist im Hinblick auf die Einnahmen aus Catering, Hospitiatliy (Logen) sowie Naming Rights dennoch versucht worden. › Die Erlöse aus Catering, der Vermietung von Logen sowie dem Verkauf der Naming Rights belaufen sich bei beiden Studien für die 2. Bundesliga auf ca. 2,4 Mio. € (brutto) und sind somit als relativ vergleichbar und plausibel einzuschätzen. › In der 3. Liga weicht der Ansatz von PROPROJEKT mit ca. 1,4 Mio. € (brutto) von den von IFS ermittelten Erlösen in Höhe von ca. 1,9 Mio. € (brutto) ab. Diese Abweichung ist durch den konservativeren Ansatz für den Verkauf der Logen (Auslastung und Vermietungserlöse) zu begründen. › Um in der 3. Liga ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erhalten sind ggf. die nicht betrachteten Erlöse aus dem Verkauf von Business-Seats mit einzukalkulieren. 26Kosten und Erlöspotentiale › Stadion Darmstadt 20. Januar 2015 › Erlöspotentiale Fazit (II) – Gegenüberstellung mit IFS Studie PROPROJEKT Planungsmanagement & Projektberatung GmbH Hedderichstraße 108–110 D ⁄ 60596 Frankfurt am Main T +49 (0)69 ⁄ 60 50 11 ⁄ 400 F +49 (0)69 ⁄ 60 50 11 ⁄ 444 www.proprojekt.de / mail@proprojekt.de
Beratungsverlauf (4)
Orte (6)
- Nieder-Ramstädter Straße
- Jahnstraße
- Klappacher Straße
- Eschollbrücker Straße 13
- Böllenfalltorweg
- Haardtring 750m
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0024
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 21.01.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00