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1322/2023

Aktualisierung der Handlungsfelder und Zielebenen des Strategiekonzeptes der Stadtbibliothek

Mitteilung Ausschuss 24.04.2023

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Mitteilung Ausschuss

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Strategiekonzept der Stadtbibliothek Köln 2023

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

1820 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/43 
 
Vorlagen-Nummer  24.04.2023 
 1322/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 02.05.2023 
 
Aktualisierung der Handlungsfelder und Zielebenen des Strategiekonzeptes der 
Stadtbibliothek 
Die Stadtbibliothek Köln deckt ein breites Spektrum für unterschiedlichste Alters- und Interes-
sengruppen ab und ist als nichtkommerzieller und für jedermann zugänglicher Treffpunkt ein 
unverzichtbarer Ort unserer Stadtgesellschaft. 
Das in 2009/2010 entwickelte Strategiekonzept der Stadtbibliothek Köln wurde in der Sitzung 
des Rates am 26.05.2011 verabschiedet. Das Projekt war Ausgangspunkt für einen Strategie-
entwicklungsprozess, dessen Ergebnis die Identifizierung von fünf zentralen Handlungsfeldern 
(Bildung, Freizeit, Integration, Information, Kultur), von mittel- und langfristigen Zielen und 
Maßnahmen der Entwicklung eines umfassenden Leitbildes bildete, konkretisiert in der strate-
gischen Zukunftsplanung der Stadtbibliothek Köln. Eine erforderlich gewordene Überarbeitung 
und Aktualisierung wurde vom Rat am 05.02.2015 beschlossen.  
Die rasante gesellschaftliche und digitale Entwicklung machte 2017 eine Aktualisierung der 
Handlungsfelder erforderlich, über die der Ausschuss Kunst und Kultur informiert wurde 
(1936/2023). 
In den letzten Jahren haben sich neue Herausforderungen entwickelt, denen sich die Stadt-
bibliothek stellt: Besonders in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitales, Diversität, Verlässlich-
keit von Nachrichtenquellen und demokratischer Teilhabe ist sie gefordert, das bestehende 
Angebot im Einklang mit den strategischen Zielen der Stadt fortlaufend weiterzuentwickeln. 
Die aktualisierte Broschüre wird den Mitgliedern des Ausschusses Kunst und Kultur in der 
Sitzung zur Verfügung gestellt. 
 
 
Gez. Charles

Strategiekonzept der Stadtbibliothek Köln 2023

41226 Zeichen

STRATEGIE-  
KONZEPT
2023 ff.

Inhalt
1   Vision – Mission – Werte  
2  Leitbild  
3  Strategische Handlungsfelder  
  und ihre Ziele
 
Hintergrund der Aktualisierung 
Am 05.02.2015 beschloss der Rat der Stadt Köln das seinerzeit aktualisierte Strategiekonzept der Stadt­
bibliothek. 
Die Stadtbibliothek Köln hat in einem kollaborativen Prozess ihre strategische Positionierung überarbeitet. 
Mit diesem Konzept möchte sie den Kölner*innen aufzeigen, nach welchen Grundsätzen, Leitgedanken und 
Zielen die Stadtbibliothek arbeitet und was sie von ihr erwarten können. Auf dieser Basis richtet sie ihr Han­
deln, ihre Dienstleistungen und Angebote aus und entwickelt sie in den kommenden Jahren kontinuierlich 
weiter. Zudem bietet das Strategiekonzept mit seiner Vision, Mission, dem Leitbild, ihren Handlungsfeldern 
und strategischen Zielen sowohl den Entscheidungsträger*innen in Politik und Verwaltung als auch den 
 Mitarbeitenden eine Orientierung im Hinblick auf die künftigen Planungen.
 
In den letzten Jahren haben sich durch Pandemie, Klimakrise, Ukraine­Krieg und ein verändertes gesell­
schaftliches Bewusstsein neue Herausforderungen ergeben, denen sich die Stadtbibliothek stellt: Besonders 
in den Bereichen Digitales, Diversität, Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit von Nachrichtenquellen und demo­
kratische Teilhabe ist sie gefordert, den Kölner*innen zusätzliche und erweiterte Angebote zu machen.
Die Digitalisierung und das gesamte Themenfeld der digitalen Bildung unterliegen nicht erst seit dem Beginn 
der Pandemie einem rasanten Wandel. Klimafragen werden immer drängender, und auch die übrigen 
 Planungen mussten den aktuellen Entwicklungen angepasst und weiterhin proaktiv ausgearbeitet werden. 
Für alle Handlungsfelder und Ziele wurden neue, zukunftsweisende Akzente gesetzt. Basis dafür waren unter 
anderem auch Prozesse der Kölner Stadtentwicklung wie die Kölner Perspektiven 2030+ und die Strategie 
des Dezernates für Kultur, die Kulturentwicklungsplanung sowie die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der  Vereinten 
Nationen. Die Stadtbibliothek trägt damit dazu bei, die Stadt Köln für die Bürger*innen positiv zu  positionieren 
und gesamtstädtische Ziele zu erreichen. 
Erarbeitet vom Team der Stadtbibliothek Köln

Vision 
Mission  
Werte
Vision
Die Stadtbibliothek Köln trägt dank ihrer breiten 
Vernetzung und dem engen Dialog mit der Bevöl­
kerung sowie durch ihre Orte und Angebote aktiv 
zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der 
Stadtgesellschaft bei. Mit ihren Inhalten und Aktivi­
täten ermöglicht sie für alle einen inspirierenden, 
chancengerechten und partizipativen Zugang zur 
Medien­ und Wissensgesellschaft. Das Thema 
Nachhaltigkeit hat dabei höchste Priorität. Sie ist 
eine proaktive Akteurin im nationalen und interna ­
tionalen Bibliotheks­ und Wissenskontext. Im Dia ­
log mit unterschiedlichsten Partner*innen bietet 
sie Information, Inspiration, Integration, Inklusion, 
Interaktion und kritische Auseinandersetzung mit 
gesellschaftlich relevanten sowie digitalen Ent ­
wicklungen auf dem jeweils aktuellsten Niveau – 
dabei nimmt sie eine Vorreiterrolle ein. 
Mission
Die Stadtbibliothek bietet einen niedrigschwelligen 
und chancengerechten Zugang zu umfassenden 
und verlässlichen Informationen und ermöglicht 
Teilhabe an aktuellen gesellschaftlichen Entwick ­
lungen. Ihr Einsatz gilt besonders auch der Förde­
rung des Spracherwerbs und der Ausbildung von 
Medienkompetenz in der digitalen Welt. Beides 
sind Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und 
zur Gestaltung und Bewältigung des Alltags.
Die Stadtbibliothek ist eine Basisbildungseinrich­
tung, die Zugang zu einer faktenbasierten 
Meinungs bildung bietet. Dabei sind Diversität und  
Inklusion bedeutende Arbeitsgrundlagen für sie – 
innerhalb des Teams und im Kontakt mit den 
 Bürger*innen.
Wichtige gesellschaftspolitische und technologi­
sche Veränderungen werden durch die Stadt­
bibliothek sehr frühzeitig durch vielfältige Veran­
staltungen wie Gespräche, Workshops und 
Lesungen sowie digitale Dienste thematisiert und 
begleitet. Eigenes umweltbewusstes Arbeiten und 
die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten 
in den Bereichen MINT und Nachhaltigkeit haben 
eine zentrale Bedeutung für das Handeln der 
 Bibliothek.

Durch ein Netzwerk von unterschiedlichsten 
 Partner*innen, das die Stadtbibliothek pflegt und 
kontinuierlich erweitert, direkten Kontakt mit den 
 Kölner*innen, durch die eigenen digitalen Kanäle 
und die sozialen Medien ist sie breit vernetzt und in 
ständigem Dialog mit der Stadtgesellschaft. Die 
Stadtbibliothek Köln ist und bleibt ansprechbar – 
auf allen Wegen sowohl digital wie analog.
Die Bibliothek ist mit ihren Einrichtungen ein aktiv 
gelebter „Dritter Ort“ , der allen Bürger*innen in 
 einem nicht ­kommerziellen Rahmen breiten 
 Zugang zu vielfältigen Angeboten und Aktivitäten 
bietet. Auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden 
Gesellschaft, in der das Arbeitsleben eine verän­
derte Rolle spielt und die Menschen nach einer 
besseren Work­Life­Balance streben, reagiert die 
Stadt bibliothek mit Angeboten an sieben Tagen in 
der Woche und Räumen mit hoher Aufenthalts­
qualität. 
Die Dienstleistungen der Bibliothek werden auf 
 einer partizipativen, dialogorientierten und nutzer ­
freundlichen Basis weiterentwickelt, damit alle 
Bürger*innen mit für sie relevanten Angeboten ver­
sorgt werden können. Dies erfolgt zusammen mit 
unterschiedlichsten Akteur*innen in kontinuier­
lichen Prozessen. Die Anregung zu Kreativität und 
Reflexion und die Stärkung des sozialen Zusam­
menhalts, des demokratischen Dialogs sowie 
 aktive und gleichwertige gesellschaftliche Teilhabe 
werden durch die Stadtbibliothek ermöglicht und 
gefördert. Sie leistet damit einen Beitrag dazu, die 
Ziele des einzelnen Menschen als auch die der 
 Gemeinschaft bestmöglich zu realisieren.
Die Herausforderung für die Stadtbibliothek wäh­
rend der nächsten fünf Jahre besteht darin, sich 
noch stärker mit den Bürger*innen der Stadt zu 
verbinden, um Potentiale zu nutzen, Ressourcen, 
Ideen, Kultur, Kreativität und Gemeinschaft zu tei­
len. Sie ist inspirierender Faktor für die Bildungs­
biografien der Menschen in der Stadtgesellschaft. 
Die Stadtbibliothek ist mit ihrer Expertise T eil 
der strategischen Zielentwicklung der Stadt 
Köln und involviert in stadtplanerische Prozes-
se im Bildungskontext.
Unsere Werte
Die Stadtbibliothek und ihr Team sind den im Fol­
genden genannten Werten fest verbunden; dieses 
Selbstverständnis ist die Basis für ihr Handeln. 
Grundwerte und Leitziele: 
Die Bibliothek als gesellschaftlich verbindende und 
relevante Institution, die sich der Förderung des 
gesellschaftlichen Dialogs und den Nachhaltig­
keitszielen (SDGs) verpflichtet fühlt. Die Ziele, mit 
unseren Grundwerten zu einer Chancengerechtig­
keit, Diversität, Teilhabe, Inklusion und Innovation 
beizutragen, sind prägend für die Stadtbibliothek.
Handlungsleitende Werte: 
Proaktive Kundenorientierung, Termintreue, Zuver­
lässigkeit, Mitwirkungsorientierung, Agilität und 
Flexibilität in Vorgehen und Angeboten, digitale 
Workflows, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und 
Ressourcenbewusstsein.

Leitbild2
Die Stadtbibliothek ist eine öffentliche, nicht auf Gewinnerzielung gerichtete Kultur ­ 
und Bildungseinrichtung der Stadt Köln. Sie steht allen Interessierten offen. Die Stadt­
bibliothek – mit ihrer Zentralbibliothek, den Stadtteilbibliotheken, der mit klimaneutra­
lem Antrieb ausgestatteten Busbibliothek, dem Sprachraum und der minibib – verfolgt 
folgende Ziele:
Sie sichert zur Bildung, Information, Inspiration, 
Kommunikation und Freizeitgestaltung die analoge 
und digitale Informations­ und Medienversorgung 
der Bürger*innen in einer qualitätsvollen und zeit ­
gemäßen Vielfalt. Dabei werden aktuelle gesell­
schaftliche Entwicklungen, multimediale und digi­
tale Trends besonders berücksichtigt. Das Thema 
Nachhaltigkeit zieht sich durch alle Arbeits bereiche 
und wird prioritär verfolgt. Neben den umfang­
reichen Angeboten der Zentralbibliothek bietet die 
Stadtbibliothek eine Grundversorgung an Medien, 
Materialien und Aktivitäten in den Stadtteilbiblio­
theken. Die Stadtteilbibliotheken, häufig erste An­
laufstelle für Kinder und Jugendliche, engagieren 
sich besonders in den Bereichen Lese­ und Sprach­
förderung. Sie sind zudem Begegnungsorte für 
Menschen jedes Alters und unterschiedlicher 
 Herkunft und damit Ankerpunkte der Kultur in den 
Quartieren. 
Die Zentralbibliothek deckt mit ihrer Medienvielfalt 
und ihrem umfassenden Angebot ein breites Spek­
trum ab und ist zentrale Anlaufstelle. Mit ihrem 
Schulservice bietet sie für alle Schulformen einen 
Einstieg in die Selbstaneignung von Wissen. 
Gleichzeitig ist sie das Labor für innovative Ange­
bote. Menschen mit Seheinschränkungen erhalten 
in der Blindenhörbibliothek eine individuelle 
 Versorgung mit Medienbeständen.
• Die Stadtbibliothek ist eine Institution, die zur 
Demokratisierung von Wissen beiträgt und 
 gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
• Die Stadtbibliothek schafft für alle Altersgrup­
pen ein differenziertes Entwicklungs­ und 
 Bildungsangebot als eine wesentliche Voraus­
setzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen und 
beruflichen Leben. Durch ihren chancen­
gerechten Zugang ermöglicht sie die positive 
Entwicklung von Bildungsbiografien. Nachhal­
tigkeit, Digitalität, Diversität, Integration und 
Inklusion sind wichtige Handlungsfelder.
• Mit strukturierter Literatur ­ und Medienver ­
mittlung fördert sie das Lesen sowie die 
Sprach­ und Medienkompetenz. Sie gibt Orien­
tierung in der Medien­ und Informationsvielfalt 
und führt zu kreativem und kritischem Umgang 
mit traditionellen und digitalen Angeboten. Die 
Stadtbibliothek gibt Denkanstöße zur kriti­
schen Auseinandersetzung mit gesellschaft ­

lich relevanten Themen wie Nachhaltigkeit, 
 Demokratie und Informationskompetenz. 
 Wissen, fachliche und kreative Inhalte sind un­
abhängig von ihrer physischen Form Teil des 
Medienangebotes der Bibliothek. Daten­
banken, digitale Medien sowie Informations­ 
und Bildungsangebote wie technologische 
 Innovationen (z.  B. Robotics) sind selbstver ­
ständlicher Teil des Medienbestandes. Physi­
sche Gegenstände, die besondere Kenntnis 
voraussetzen oder eine sachliche Auseinan­
dersetzung fördern, gehören ebenfalls dazu, 
z. B. Musikinstrumente. Auch entleihbare Dinge 
des Alltags stehen in der Stadtbibliothek den 
Bürger*innen zur Ausleihe zur Verfügung.
• Durch niedrigschwellige Kommunikation mit 
den Bürger*innen, z.  B. über soziale Medien, 
bleibt die Bibliothek im ständigen Dialog mit 
den Nutzenden. Der Austausch in sozialen 
Netzwerken ist selbstverständlicher Anteil des 
Portfolios der Stadtbibliothek und wird auch 
für das interne Wissensmanagement genutzt. 
• Sie bietet fachliche Beratung und Zugang zu 
relevanten Quellen zu Informations­ und Aus­
kunftsfragen für alle Bürger*innen und regt 
diese zu aktivem Wissensaustausch unterein­
ander an. Sie bietet den Bürger*innen unmittel­
baren Zugang zu gesellschaftsrelevanten und 
zukunftsweisenden technologischen Trends 
beispielsweise im Bereich der Games, der 
künstlichen Intelligenz (KI) oder zum Erstellen 
von eigenen Inhalten (z. B. Social­Media­Studio).
• Die Stadtbibliothek ist Ort kultureller und 
 bildungsrelevanter Veranstaltungen und Work­
shops. Diskursive Formate sowie eigenes Tun 
spielen hier eine wichtige Rolle. Dabei tritt sie 
einerseits selbst als Veranstalterin auf, anderer­
seits kooperiert sie mit Institutionen viel­
fältigster  Art. Sie macht Wissen nicht nur durch 
ihre Medienbestände verfügbar, sie tritt auch 
als Vermittlerin auf: Workshops zu unterschied­
lichen Bereichen und für die unterschiedlichen 
Zielgruppen ermöglichen eine erste Auseinan­
dersetzung mit innovativen und teilweise noch 
wenig bekannten Themen.
• Mit dem Heinrich­Böll­ Archiv und dem 
 Literatur­in­Köln­Archiv legt sie durch Veran­
staltungen, Ausstellungen und Publikationen 
einen besonderen Schwerpunkt auf die lokale 
und regionale Szene. Auch lokale Kunst und 
Kultur spielen eine besondere Rolle: Die Musik­
bibliothek ist eine weitere Spezialabteilung – 
unter anderem mit dem Schwerpunkt Musik in 
Köln, wo es neben Spezialbeständen auch eine 
intensive Zusammenarbeit mit der Kölner 
 Musikszene gibt. Diese wird weiter ausgebaut.
• Die Bibliothek als Aufenthaltsort wird im digita­
len Zeitalter immer wichtiger für die Menschen. 
Hier sind sie willkommen, sie können ohne 
Konsumzwang lernen und – individuell oder 
gemeinsam – arbeiten, Projekte entwickeln, 
kreativ sein, andere treffen, lesen und ent­
spannen oder geprüfte und relevante Informa­
tionen erhalten. Die Bibliothek vernetzt sich 
mit anderen Akteuren wie Bürgerhäusern oder 
Bürgervereinen und entwickelt mit diesen ge­
meinsame räumliche Angebote, die Synergien 
schaffen. Gleichzeitig entwickelt sie Alternati­
ven zu den traditionellen Bibliotheksräumen 
durch neue flexible Bibliotheksangebote, die 
möglichst jederzeit verfügbar sind.

• Der Erfolg der Mitarbeitenden wird letztlich be­
stimmt durch gemeinschaftliches Handeln. 
Kompetenzteams (abteilungs­ und funktions­
übergreifend) ermöglichen den Mitarbeiten­
den, sich in innovative Prozesse gemäß ihren 
persönlichen Kompetenzen einzubringen und 
von der Grundidee bis zur Implementierung 
daran mitzuwirken. Arbeit im Team ist eine 
Selbstverständlichkeit. Wechselseitige Akzep­
tanz und Anerkennung, Hilfe, Lob und 
 konstruktive Kritik sowie Zuverlässigkeit sind 
im Rahmen eines kooperativen Führungsstils 
wichtige Bestandteile.
 
• Umfassende und frühzeitige Information sowie 
Transparenz nach innen sind die Grundlagen 
für erfolgreiches Arbeiten in der Stadt bibliothek 
Köln.
 
• Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihrer 
Arbeit und mit ihren Arbeitsbedingungen ist 
eine wichtige Voraussetzung für die Zufrieden­
heit unserer Gäste.
Bei allen Angeboten und Dienstleistungen ist 
es das erklärte Ziel, eine größtmögliche Zufrie-
denheit der Kund*innen bei optimaler Nutzung 
der Ressourcen, des Medien- und Dienst -
leistungsangebots zu erreichen. Aktualität, 
nachfrageorientierte und zukunftsweisende 
Angebote sowie ein professioneller Service 
haben oberste Priorität. Mit ihrer hohen Brei-
tenwirkung ist die Stadtbibliothek eine rele-
vante  Institution der Stadt Köln und ihrer öf -
fentlichen Kultur- und Bildungsszene. Insofern 
leistet die Stadtbibliothek als meistbesuchte 
Kultureinrichtung mit ihrer Innovationsfreude 
und ihrer Serviceorientierung einen erhebli-
chen Beitrag, das Image der Stadt positiv zu 
prägen.
• Köln ist eine der Städte Deutschlands, die den 
höchsten Anteil an Menschen mit einer Zuwan­
derungsgeschichte haben. Die Stadtbibliothek 
 reagiert hier mit angemessenen Medien­ , Ver­
anstaltungs­ und Raumangeboten. Diversität, 
Barrierefreiheit und Chancengerechtigkeit hat 
sie dabei ebenfalls stets im Blick.
• Zusammenarbeit und Vernetzung in allen 
 Arbeitsbereichen haben oberste Priorität. 
 Daher wird die Stadtbibliothek weiterhin 
 Kooperationen suchen, um ihre Ziele zu ver ­
wirklichen: als Teilhaberin, wo ihr die eigene 
 Expertise fehlt, oder als Tonangeberin, wo sie 
andere mitnehmen kann. Hierbei bezieht sie 
ihre Mitglieder sowie ihre Partner*innen aktiv 
und dialogorientiert in die Leistungserstellung 
mit ein.
• Die Stadtbibliothek ist Vorreiterin und Labor 
 innovativer Dienstleistungen bei der Stadt 
Köln, aber auch auf nationaler und internatio­
naler  Bibliotheksebene. Dabei beobachtet und 
analysiert sie das gesellschaftliche, technische 
und mediale Umfeld sehr genau, reagiert pro­
aktiv und entwickelt daraus zukunftsweisende 
und kundenorientierte Angebote und Service­
leistungen. 
• Die Stadtbibliothek arbeitet mit effizienten und 
ökonomischen Methoden und bedient sich mo­
dernster Organisationsmethoden und ­mittel. 
Die professionelle Außendarstellung der Stadt­
bibliothek hat einen hohen Stellenwert. 
 Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit tra ­
gen dazu bei, unsere vielfältigen Angebote und 
Dienstleistungen in der Stadtgesellschaft er ­
kennbar und bekannt zu machen. Unsere 
 Mitarbeitenden sind von größter Bedeutung:
• In der Stadtbibliothek kommt allen Mitarbeiten­
den ein hoher Stellenwert zu. Dies ist für die 
 Bibliothek und für ihr Team Anspruch und Ver­
pflichtung zugleich. Motivation, Kreativität, 
fachliche Kompetenz und Eigenverantwortung 
sind ebenso bedeutsam wie Loyalität, Kollegia­
lität und Freundlichkeit.
• Alle werden in ihren jeweiligen Funktionen oder 
Bereichen systematisch durch externe und in­
terne Weiterbildung befähigt, ihre Aufgaben 
 optimal zu erfüllen.

Strategische 
Handlungsfelder 
und Ziele 
3
Beispielhafte Schwerpunkte der Stadtbibliothek und ihr Bezug zu anderen (kulturellen) Rahmenstrategien
Kölner 
Perspektiven 
2030+ (Schwerpunkte)
 
Kulturentwicklungs-
planung
(Schwerpunkte)
Dezernat VII
(Schwerpunkte)
Leitbild Stadtbibliothek
Köln sorgt für kompakte 
und lebenswerte 
Quartiere
Kulturraummanagement 
auch in den Quartieren
Förderung von 
Kultur, Künstlern, 
Vereinen etc./ 
Sicherung und 
Entwicklung des 
Kulturstandorts/ 
Sicherung und 
Ausbau kulturelle 
Infrastruktur
 
Die Stadtbibliothek ist ein Ort der Begegnung 
und des sozialen Miteinanders und die 
Stadtteilbibliotheken sind zudem Ankerpunkte 
der Kultur und Bildung in den Veedeln
Orte der Bildung und des demokratischen 
Dialogs, der Medien und der Kultur
Bibliotheksräume als Dritter Ort
Köln schafft Raum für 
eine dynamische und 
nachhaltige Wirtschaft 
und für vielfältige 
Arbeitswelten
Sicherung und 
Entwicklung des 
Kulturstandorts
Bereitstellung von Lernräumen und 
Arbeitsmitteln analoger und digitaler Art, 
Coworking Spaces, Makerspaces, Zugang zu 
moderner technischer Infrastruktur und 
Technologie, Bibliothek(en) der Dinge mit 
Alltagsgegenständen, MINT­Tools, 
Musikinstrumenten u. v. m.
Köln wächst 
klimagerecht und 
umweltfreundlich und 
sorgt für gesunde 
Lebensverhältnisse
Nachhaltigkeit in der 
Kultur/ 
Energieeinsparungen/ 
Wissenstransfer/
Vernetzung 
Nachhaltigkeit Orientierung an den SDGs
MINT­ und Nachhaltigkeitsworkshops ganzjährig 
an allen Standorten sowie beim MINTköln­
Festival

Kölner 
Perspektiven 
2030+ (Schwerpunkte)
 
Kulturentwicklungs-
planung
(Schwerpunkte)
Dezernat VII
(Schwerpunkte)
Leitbild Stadtbibliothek
Köln sorgt für Bildung, 
Chancengerechtigkeit 
und Teilhabe
faire Arbeitsbedingungen 
in der Kultur
Versorgung und 
Vermittlung von 
Information und 
Medien
Sicherung von Bildung, Kommunikation und 
Information für alle Alters­ und 
Bevölkerungsgruppen 
kompetente Informations­ und 
Medienvermittlung.
großzügige, nutzerorientierte Öffnungszeiten 
auch sonntags, z. B. durch Open­Library­Technik
wohnortnahe Versorgung der Kölner 
Bürger*innen
Veranstaltungsformate mit in NRW­ansässigen 
Künstler*innen und Autor*innen dienen dem 
Erhalt der kulturellen Infrastruktur und der 
Weiterentwicklung der lokalen Kulturszene
Zugang zu moderner technischer Infrastruktur 
und Technologie
Köln stärkt seine Rolle 
als vielfältig vernetzte 
Metropole
Vernetzung im Bereich 
Nachhaltigkeit
Versorgung und 
Vermittlung von 
Information und 
Medien/ 
Digitalisierung in 
der Kultur
Vorreiterin innovativer Dienstleistungen 
Vernetzung und Kooperationen in allen 
Bereichen, lokale, regionale, nationale und 
internationale Partnerschaften und Projektarbeit
Handlungsfelder und Ziele 
der Stadtbibliothek Köln
Umwelt-Umfeld-Analyse und Sinus-Milieus
Basis und Fundament für das Strategiekonzept 
sind wissenschaftliche Methoden, die zur Analyse 
herangezogen wurden. Zum einen wurde bei der 
Entwicklung des Konzepts die Methode des Um­
welt­Umfeld­Modells angewandt. Das Umwelt ­
Umfeld­Modell wurde 2015 bei der Erstellung des 
Strategiekonzeptes der Stadtbibliothek Köln 
 gemeinsam mit der TH Köln und der Kommunalen 
Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement 
(KGST) entwickelt und seither weitergeführt. 
Grundbedingungen, Chancen, Restriktionen, 
 Risiken, Stake­ und Shareholder wurden erfasst 
und sind in die Erarbeitung der Handlungsfelder 
und Ziele eingeflossen.
Anfang der 1980er ­Jahre wurden vom Sinus­ 
Institut, einem Institut für Markt ­ und Meinungs­
forschung, die „Sinus­Milieus“ entwickelt und Ende 
2021 an die gesellschaftlichen Veränderungen an­
gepasst. Die Entwicklung der Sinus­Milieus ist das 
Ergebnis der sozialwissenschaftlichen Analyse 
 eines Gesellschaftsmodells. Die Segmentierung 
von Zielgruppen im gesamtgesellschaftlichen Kon­
text soll hier verdeutlicht werden. Gruppen von 
Gleichgesinnten werden als Milieus wiedergege­
ben, die im Kontext von Bildung, Berufsgruppen 
und Einkommen gegliedert bzw. ineinander über ­
gehend dargestellt werden. 
Bei der Neufassung des Strategiekonzeptes haben 
wir uns an den aktualisierten Ergebnissen der 
 Milieu­Studien des Sinus­Institutes orientiert. Kon­
kret sind darin beispielsweise zwei wesentliche 
Entwicklungen genannt, denen wir proaktiv begeg­
nen werden: Zum einen zielen alle unsere 
 Aktivitäten darauf ab, den gesellschaftlichen Zu­
sammenhang zu stärken, zum anderen nehmen wir 
die neu hinzu  gekommenen Leitwerte Nachhaltig­
keit,  Resilienz und Diversität als übergeordnete 
Querschnitts aufgaben auf, die sowohl eine Basis 
für alle anderen Felder bilden, als auch als Schwer­
punktthemen vertiefter bearbeitet werden.
Basierend auf dem Umwelt ­Umfeld­Modell für die 
Stadtbibliothek Köln und den besonders rele vanten 
Milieus der Sinus­Studie sowie den vor­
herrschenden Rahmenbedingungen wie:

Handlungs-
felder
Bildung
Information
Wissen
Digitalisierung
Nachhaltigkeit 
Innovation
Diversität
Integration 
Inklusion
Kultur
Freizeit
Kreativität
Inspiration
Netzwerke
Partner
• der zunehmenden Anzahl der Menschen mit 
Zuwanderungsgeschichte
• der demografischen Entwicklung – einer älter 
werdenden Gesellschaft
• der Veränderung der Medienlandschaft und der 
Mediengewohnheiten
• dem Wandel in der Arbeitswelt – 
Work­Life­Balance
• der zunehmenden Digitalisierung
• der Familienförderung
• den abnehmenden Ressourcen 
• den Kölner Perspektiven 2030+ und der Kultur­
entwicklungsplanung
• dem Dialog mit unterschiedlichsten Part ­
nern*innen – national und international
wurden die strategischen Handlungsfelder für die 
Stadtbibliothek Köln definiert.
Diese strategischen Handlungsfelder sind die 
 Elemente der Identität der Stadtbibliothek Köln. Die 
dialogbasierte Bürger*innenorientierung und der 
Netzwerkgedanke nach innen und außen sind Basis 
für die Definition der Handlungsfelder. 
Die Bereiche Kommunikation, Nachhaltigkeit, Chancengerechtigkeit, Diversität, Inklusion und Kunden­
orientierung sind übergeordnete Querschnittsaufgaben, die sowohl eine Basis für alle anderen Felder bilden, als 
auch als Schwerpunktthemen vertiefter bearbeitet werden. Das Thema Personalentwicklung zieht sich durch 
alle Handlungsfelder und Querschnittsaufgaben.
Querschnittsaufgaben
Nachhaltigkeit 
Inklusion
Chancen-
gleichheit
Diversität 
Kund*innen-
orientierung
Kommunikation

Handlungsfeld:  
Bildung, Information und 
Wissen
3.1
Bildung und Wissen sind die zentralen Ressourcen der Stadtbibliothek. Das Wis-
sen der Welt vervielfacht sich Jahr um Jahr, die Bedeutung von Verfügbarkeit 
und Vermittlung von Wissen und Kompetenz wächst entsprechend. Die Kompe-
tenz, Information und Fakten zu identifizieren und auf Verlässlichkeit und 
 Authentizität prüfen zu können, ist in der heutigen Zeit für alle Menschen 
 wichtiger als je zuvor.
Strategische Ziele
• Lese­ und Sprachförderung als prioritäres Ziel 
verfolgen, so z.  B. durch die Neuentwicklung 
und ­gestaltung der Leseförderung für Kinder 
bis zum Grundschulalter
• Chancengerechtigkeit herstellen durch geeig­
nete Bildungsangebote
• Dienstleistungen zur Vermittlung und zum 
 Teilen von Wissen anbieten
• aktive Teilhabe am kulturellen, digitalen und 
gesellschaftlichen Leben ermöglichen
• beteiligungsorientierte Kommunikation und 
soziales Miteinander fördern
• pluralistische Meinungsbildung und Diskurse 
ermöglichen
• Medienkompetenz vermitteln und die Ange­
bote zur Informations­ und Medienkompetenz­
vermittlung noch weiter optimieren
• Zugang zu verlässlichen Nachrichtenquellen 
schaffen und Faktenkompetenz vermitteln, so 
z. B. durch ein Workshopangebot für Kölner 
Schulen zur Fakenews­Sensibilisierung und 
­prävention
• Forum und Akteurin für Demokratiebildung 
sein
• attraktiver Ort für lebenslanges Lernen auf 
 allen Ebenen sein
• aktuelle, qualitativ hochwertige analoge und 
digitale Medien­ und Informationsangebote 
bereitstellen
• zentrale fachliche Anlaufstelle zu allen Frage­
stellungen sein (Fachinformation, Fachauskunft)
• gemeinsam mit der in der Stadtbibliothek an­
gesiedelten Germania Judaica e.  V. Veranstal­
tungen und Aufklärungsarbeit, besonders auch 
für Schüler*innen, gegen Antisemitismus und 
Rassismus projektieren

Handlungsfeld:  
Digitalisierung, 
Nachhaltigkeit und 
Innovation
3.2
Digitale Anwendungen und das Internet sind wesentliche Bestandteile des täglichen 
Lebens. Sie ermöglichen es den Menschen zu arbeiten, zu kommunizieren und Zu-
gang zu Gesundheits-, Bildungs-, und kommunalen Diensten zu erhalten. Die Struk-
turen und Prozesse innerhalb der Stadtbibliothek sind bereits seit vielen Jahren 
 digitalisiert. Analoge Prozesse beschränken sich weitgehend auf notwendige 
 physische Arbeiten an den Medien. Die digitale Strategie der Stadtbibliothek Köln 
zielt auf  einen niedrigschwelligen (digitalen) Zugang ab und soll allen Bürger*innen 
digitale T eilhabe ermöglichen. Dabei verfolgen wir konsequent die Agenda 2030 der 
Vereinten Nationen mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable 
 Development Goals, SDGs). 
Strategische Ziele
• die Infrastruktur an allen Standorten innovativ 
voranbringen, gesellschaftlich relevante tech­
nologische Innovationen proaktiv aufgreifen 
und ins Medien­ und Diskursangebot imple­
mentieren
• die Bibliothekssoftware weiterentwickeln und 
innovative, multifunktionale App­ und Portal­
Anwendungen in die Software integrieren, die 
das effiziente Auffinden, Reservieren und Aus­
leihen von Medien ebenso ermöglichen wie das 
elektronische Anmelden und Bezahlen, das 
 Buchen von Veranstaltungen, die Kommuni­
kation über Social­Media­Kanäle und die Orien­
tierung in den Bibliotheken
• innovative Möglichkeiten wie etwa der digital 
gesteuerte Zugang zu Bibliotheken außerhalb 
der Servicezeiten (Open Library) oder die 
Medien sortierung in automatisierten Sortier­
straßen werden konsequent verfolgt und gemäß 
vorhandenen Ressourcen implementiert
• einen kostenlosen und zuverlässigen Zugang zu 
mobilen und stationären Endgeräten, dem 
 Internet und innovativen Technologien in 
 unseren Bibliotheken bereitstellen sowie orts­
unabhängigen Zugang ermöglichen
• die Bürger*innen dort erreichen, wo sie sich 
auch im virtuellen Raum und in den sozialen 
 Medien aufhalten
• die digitalen Fähigkeiten der Menschen durch 
Schulungsprogramme und Ressourcen stärken, 
so z.  B. durch das Programm „Digitale Werk ­
statt“ zur Vermittlung digitaler Fähigkeiten in 
verschiedensten Bereichen und für verschie­
denste Zielgruppen
• niedrigschwellig digitale Medienproduktion an­
bieten und das Social­Media­Studio immer auf 
aktuellem Stand halten
• Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen 
(SDGs) in Handeln und Angeboten berücksichti­
gen und damit einen Beitrag zum Nachhaltig­
keitsziel der Stadt Köln leisten, so z. B. durch das 
Bildungsprojekt „Floating Green“ , das mit Work­
shops, Spielen, Samensammlungen, einem 
Hochbeet und vielem Weiteren mehr von Stadt­
teil zu Stadtteil ziehen wird

Handlungsfeld:
Diversität, Integration und  
Inklusion
3.3
Diversität, Inklusion und Integration gehören zu den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) 
der UN. Sie sind handlungsleitend für die Stadtbibliothek. Dies bezieht sich auf die 
räumliche Ausgestaltung ebenso wie auf inhaltliche Angebote und Dienst leistungen. 
Die Stadtbibliothek als Einrichtung, in der alle Menschen willkommen sind, wirkt 
proaktiv für sozialen Zusammenhalt in der Stadt.
Strategische Ziele
• Barrierefreiheit in allen Häusern und bei allen Ange­
boten sicherstellen
• vulnerablen Gruppen wie Menschen mit Sehbehin­
derung den Zugang zu Bildung, Information und 
Wissen ermöglichen, technologiegestützte Angebo­
te zur Optimierung implementieren
• Bedürfnisse von Personen mit körperlichen oder 
sonstigen Einschränkungen im Blick haben 
• neue Zielgruppen erschließen, auch im Umfeld des 
künftigen Ausweichquartiers der Zentralbibliothek, 
sowie das Bild vorhandener Zielgruppen über­
denken und an ihre aktuellen, inklusiven Bedarfe 
 anzupassen (z. B. Familien)
• im Team der Stadtbibliothek und in die Stadtgesell­
schaft hinein ein Abbild der diversen Gesellschaft 
leben
• im Ausbildungsbereich explizit auf diversere und 
vielfältigere Zusammenstellung des beruflichen 
Nachwuchses achten 
• die gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen 
 fördern
• einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des fried­
lichen Zusammenlebens und Miteinanders in einer 
kulturell vielfältigen Stadtgesellschaft leisten
• Hemmschwellen abbauen, um Menschen, die uns 
noch nicht besuchen, neue Zugänge zur Bibliothek 
zu ermöglichen, so z.  B. durch die Veröffentlichung 
verschiedenster Informationen in leichter Sprache
• junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen, 
 kulturellen und sprachlichen Herkunft dazu zu er ­
mutigen, Programme und Angebote gemeinsam mit 
uns zu gestalten und so die Bibliothek zu ihrem Ort 
zu machen
• Sprachförderung und Lernbegleitung anbieten, so  
z. B. durch die Aktivitäten des Sprachraums der 
Stadtbibliothek mit Gesprächskreisen, Lernhilfen 
u. v. m.
• interkulturelle Bibliotheksarbeit und Integration 
stärken
• einen Beitrag zur Alphabetisierung leisten
• bei den Medien­ und Veranstaltungsangeboten 
 Diversitätsziele berücksichtigen

Handlungsfeld:  
Kultur und Freizeit
3.4
Die Stadtbibliothek ist die am häufigsten besuchte Kultureinrichtung der Stadt. Sie 
hat mit der Zentralbibliothek einen Ort, an dem Kulturveranstaltungen niedrig-
schwellig wahrgenommen werden; in den Stadtteilen spielt sie die Rolle der orts-
nahen Vernetzung mit der lokalen Kulturszene. Freizeitaktivitäten haben im Zusam-
menhang mit dem Wunsch nach Work-Life-Balance an Bedeutung gewonnen. Die 
Menschen möchten persönliche Ziele verfolgen, suchen Inspiration und wollen neue 
Möglichkeiten für ihre individuelle Freizeitgestaltung entdecken.
Strategische Ziele
• Teil der Kulturentwicklungsplanung der Stadt 
Köln sein
• Ort für Veranstaltungen und des gesellschaft­
lichen Diskurses sein
• kulturelle und interdisziplinäre Bildung ermög­
lichen
• Begegnungs­ und Kommunikationsort viel­
fältigster Art sein
• auf den demografischen Wandel mit entspre­
chenden Angeboten reagieren
• die Veränderungen in der Arbeitswelt kreativ 
aufnehmen und Potentiale nutzen
• Akteurin und Ort für Stadtteilkultur in Köln sein
• Veranstaltungen, Ausstellungen und Publi­
kationen im Heinrich­Böll­ Archiv (HBA) und 
 Literatur­in­Köln­Archiv (LiK) weiterführen und 
die Sammlungen ausbauen
• die Zusammenarbeit zwischen der Musik­
bibliothek und der Kölner Musikszene und den 
Musikschulen weiter ausbauen
• mit anderen Kölner Kulturinstitutionen (Museen, 
Archive u.  a.) durch gemeinsame Aktivitäten 
kooperieren, so z.  B. durch Angebote mit der 
Kölner Philharmonie, die Workshops in der 
Zentralbibliothek mit anschließendem Konzert­
besuch verbinden
• mit dem Ausweichquartier für die Zentral­
bibliothek während der Generalsanierung die 
Attraktivität der Innenstadt durch ein viel­
fältiges Angebot stärken
• die Themen Making, MINT, Virtual Reality (VR), 
Robotics, Künstliche Intelligenz (KI), Gaming 
und Spielen mit hochwertigen Angeboten 
 fördern

Handlungsfeld:
Kreativität und Inspiration
3.5
Entdecken und Ausprobieren sind wichtige Grundlagen für die Erweiterung von 
Wissen. Die Möglichkeit, Kenntnisse und Informationen über neue T echnologien zu 
erhalten, fördert die Aneignung von neuem Wissen – sei es, dass man einen 
 3D-Drucker ausprobiert, ein Musikinstrument kennenlernt oder ein naturwissen-
schaftliches Experiment durchführt. Die Bibliothek liefert die Rahmenbedingungen: 
Raum, T echnologie, Instrumentarium für alle erdenklichen kreativen und  technischen 
Aktivitäten – individuell oder in Gruppen – werden bereitgehalten, um Kreativität 
und Inspiration zu ermöglichen.
Strategische Ziele
• Raum für Kreativität bieten, um Ideen zu 
 fördern und auszutauschen – im künstlerisch­ 
kreativen wie im technisch­digitalen, gesell­
schaftlichen oder manuellen Kontext gleicher ­
maßen, beispielsweise durch den offenen 
 Bibliothekschor Kanti
• Besucher*innen die Möglichkeit geben, sich 
aktiv in Form von Workshops und gemein­
samem Ausprobieren zu beteiligen und ihr 
 Wissen weiterzugeben, um einen aktiven Aus­
tausch zu gestalten
• ein innovatives und vielfältiges Veranstaltungs­
angebot für die vorhandenen Zielgruppen an­
bieten und neue Besucher*innengruppen 
 erschließen
• neue Veranstaltungsformate entwickeln
• Infrastruktur mit Technik und Know ­How für 
eigenes kreatives Tun bereitstellen
• die Bibliothek der Dinge (MINT ­Gegenstände, 
Materialien zum Thema Nachhaltigkeit, Näh­
maschinen, digitales Equipment, Musikinstru­
mente, Outdoorspiele) kontinuierlich erweitern
• Musikinstrumente und Noten zum Ausleihen 
anbieten und hochwertige Instrumente wie 
 einen Flügel in der Bibliothek für jede(n) bereit­
stellen und so Teilhabe sichern, so z.  B. durch 
den fortgesetzten Ausbau des Musikinstru­
mentenbestands zur Ausleihe
• ein attraktives Angebot an Medien und Aktivi­
täten anbieten, vermitteln und zum Austausch 
darüber anregen

Handlungsfeld:
Netzwerk und Partner -
schaften
3.6
Die Stadtbibliothek als aktiver Part in unterschiedlichsten Netzwerken lebt den Aus-
tausch mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Ihre 
 Expertise ist gefragt, insbesondere auch im Austausch auf professioneller Ebene.
Strategische Ziele
• die Wahrnehmung der Bibliothek als innovative, 
relevante, zeitgemäße Kultur­ und Bildungsein­
richtung mit einem für alle Bürger*innen 
 attraktiven Angebot fördern
• systematische Zusammenarbeit mit den Kölner 
Schulen aller Schulformen, Kindergärten und 
Kinderbetreuungseinrichtungen weiter aus­
bauen
• Kooperationen mit Kölner Kultur­ und Bildungs­
einrichtungen, Vereinen, bürgerschaftlichen 
 Initiativen und Stiftungen vorantreiben und 
 ihren inhaltlichen Austausch mitgestalten, so 
z. B. durch musikalische Angebote in Koopera ­
tion mit dem Musikfestival ACHT BRÜCKEN
• ehrenamtliches Engagement fördern; Ehren­
amtliche schulen und den Dialog pflegen
• aktive Zusammenarbeit mit den Förder vereinen 
der Stadtbibliothek Köln betreiben
• Politik und Verwaltung proaktiv und kontinuier­
lich über Leistungen, Neuerungen und Projekte 
der Stadtbibliothek informieren
• die Stadtbibliothek als aktiven Part der städti­
schen Strategie­ und Entwicklungsplanung  
(z. B. KP 2030+, KEP , Stadtplanung) einbringen
• lokale, regionale, nationale und internationale 
Partnerschaften pflegen, Wissen teilen und 
weitergeben
• Profilierung als kommunaler Bildungsträger 
 inner­ und außerhalb der Fachwelt schärfen
• als Kooperationspartnerin nationaler und inter­
nationaler Fachverbände agieren und internati­
onalen Fachaustausch fördern so z. B. durch die 
Teilnahme an EU­weiten, innovativen Projekten
• öffentliche Projekte (z. B. mit der Kulturstiftung 
des Bundes) als Einzel­ Akteurin durchführen 
wie auch an gemeinsamen nationalen und 
inter nationalen Projekten teilnehmen, aktive 
Drittmittelförderung für Innovationsprojekte 
betreiben
• die Stadtteilbibliotheken als lokale Partner­
innen in den Netzwerken der „Veedel“ stärken 
und positionieren, um für die Stadtbibliothek als 
Ganzes stadtweit einen bürger*innennahen Zu­
gang zu gewährleisten

Ziele zu den  
Handlungsfeldern
Über die genannten Handlungsfelder hinaus gibt es strategische Ziele, 
die sich als Querschnittsziele durch unser gesamtes Handeln ziehen.
• Kommunikation mit der Stadtgesellschaft – 
Bürger*innen, Politiker*innen, Förder*innen, 
Verwaltung und Öffentlichkeit – über Profil, 
 Arbeit, konkrete Projekte etc. 
• das Bild der Rolle der Stadtbibliothek in der 
Stadt weiter schärfen: strategische Kommuni­
kation ausbauen
• den demografischen Wandel berücksichtigen 
und zielgruppenscharf und kundenorientiert 
darauf eingehen, z.  B. die wachsende Gruppe 
der älteren Menschen, Zugewanderte, Geflüch­
tete aus Krisengebieten bei Angeboten noch 
stärker berücksichtigen und als Kundengruppe 
stärken
• systematisch und kontinuierlich die Räumlich­
keiten der Bibliotheken an die Anforderungen 
Dritter Orte anpassen und so die Wirkung auf 
sozialen Zusammenhalt verstärken
• alle Mitarbeitenden in Hinblick auf ihr Selbst ­
verständnis in Strategie und Werten der Stadt­
bibliothek mitnehmen
• Human Resources: Kompetenzen im Team der 
Stadtbibliothek erkennen und fördern, die Wei­
terbildung sichern, neue Kompetenzen bei­
spielsweise im Bereich Digitales und Päda­
gogik vermitteln und die Professionalisierung 
durch die Öffnung für geeignete weitere Be­
rufsbilder wie Medienpädagogik fördern; konti­
nuierliche Schulung der Mitarbeitenden in ver­
schiedenen Themen weiterführen, auch im 
Train­the­Trainer­Prinzip (z. B. Diversity)
• weitere innovationsfördernde Kompetenz ­
teams abteilungs­ und funktionsübergreifend 
bilden und den Input der Teams von der ersten 
Idee bis zur Implementierung aufnehmen
• agile und innovative Arbeitsmethoden weiter ­
verfolgen

Die Bibliothek 
ist ein wichtiger 
Kultur- und Bildungsort
Wir möchten…
• „Bildung und Genießen“ ermöglichen
• „real und authentisch“ sein und dabei Wissen 
auch spielerisch vermitteln
• ein Ort gegen die Verflüchtigung im Virtuellen 
sein und dabei digital am Puls der Zeit sein
• die Kommunikation im direkten persönlichen 
Kontakt ermöglichen
• ein zutiefst demokratischer Raum sein, der die 
Teilhabe am gesellschaftlichen, sozialen, digi­
talen und kulturellen Leben – auch mit diskursi­
ven Programmen – ermöglicht
• verlässliche Informationsquellen bieten und 
dabei unterstützen, Falschmeldungen zu iden­
tifizieren
• die lokale Wirtschaft unterstützen, Arbeits­
suchenden und Menschen, die sich fort ­ oder 
weiterbilden, Zugang zu Informationen, WiFi 
und Arbeitsräumen ermöglichen
• die Zentralbibliothek als Dritten Ort – neben 
Arbeit und Zuhause – für Aufenthalt, Arbeiten, 
Austausch und Freizeit noch stärker positionie­
ren und auch am Ausweichstandort Neues aus­
probieren, uns weiter öffnen und derart berei­
chert zurück an den Neumarkt ziehen
• weitere attraktive, gemütliche öffentliche und 
konsumfreie Räume (Dritte Orte) entwickeln, in 
denen man allein oder gemeinsam lernen, 
 arbeiten, lesen, entspannen und Spaß haben 
kann, und die Stadtteilbibliotheken als Anker ­
punkt der Kultur in den Veedeln festigen
• die Aufenthaltsqualität in allen Einrichtungen 
konsequent optimieren durch Investitionen in 
Raum und Ausstattung. Den Kund*innen Raum 
für Entfaltung geben – wie z.  B. durch Café, 
Stillecke, Familienbereich, Arbeitsplätze
• die Öffnungszeiten – auch mit neuen Techno­
logien wie Open Library (Zugang mit der Biblio­
thekskarte) – in möglichst vielen Einrichtungen 
ergänzen

• zeitgemäße Veranstaltungsformate für unter ­
schiedliche Zielgruppen weiter ausbauen
• einen kostenfreien bzw. kostengünstigen, 
niedrig schwelligen Zugang zu analogen und 
 digitalen Medien ermöglichen und proaktiv den 
Entwicklungen auf dem Medienmarkt anpassen
• einen kostenfreien Zugang zu digitalen End­
geräten, WLAN und technischen Innovationen 
für alle ermöglichen, die zu Hause nicht darü­
ber verfügen 
• die Bedürfnisse der Bürger*innen auf allen 
Ebenen mit einem kompetenten und zuge­
wandten Team erkennen und berücksichtigen 
• die lokale Gemeinschaft unterstützen, damit 
niemand „zurückgelassen“ wird
• Die Stadtbibliothek ist die am stärksten 
 frequentierte Kultur­ und Bildungseinrichtung 
in der Stadt Köln. Durch ihre Grundfunktion, 
 Medien und Inhalte für alle erreichbar und ver ­
fügbar zu halten, ist sie qua Definition der 
Nachhaltigkeit nicht nur verpflichtet, sie lebt 
sie durch die vielfache Nutzung der bereit­
gestellten Medien und Gegenstände (Biblio­
thek der Dinge, Musikinstrumente u.  v. m.) und 
das Teilen von Orten für alle Bürger*innen.
• Gerade die digitale Verfügbarkeit von Inhalten 
hat teilweise gesellschaftlich eher isolierende 
Konsequenzen. Tatsächlich stellen wir eine 
 gegenläufige Tendenz fest: Menschen wollen 
sich begegnen, sie wollen an gemeinsamen 
 Orten zusammenkommen, sich dort aufhalten 
und austauschen. Trotz der digitalen zeit ­ und 
ortsunabhängigen Bereitstellung von Inhalten 
ist die Bibliothek als Ort nicht nur unersetzlich, 
sondern steigt sogar in ihrer Bedeutung für den 
Einzelnen und die Gemeinschaft. Dieser 
 steigende Bedarf dokumentiert die fundamen­
tale Bedeutung der Bibliothek für die Kölner 
Stadtgesellschaft und ihre Bürger*innen.

Redaktion, Konzeption 
Stadtbibliothek Köln 
 
Druck 
Unitedprint.com Vertriebsgesellschaft mbH
Bildnachweis, falls nicht anders angegeben  
Stadtbibliothek Köln 
 
Stand April 2023
© Mars Interieurarchitecten

© Jo Panuwat D - stock.adobe.com

Beratungsverlauf (1)

02.05.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1322/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.04.2023
Erstellt
19.04.2023 18:05