Mandari Insight

V/0079/2005

"Lichtkonzept Münster"

Vorlage 26.01.2005

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 16.03.2005, TOP 16

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

9472 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Münster Marketing 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
„Lichtkonzept Münster" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
01.03.2005 Beirat für Stadtgestaltung Vorberatung 
03.03.2005 Werksausschuss Münster-Marketing Vorberatung 
08.03.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
10.03.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
16.03.2005 Hauptausschuss Vorberatung 
16.03.2005 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat beschließt das “Lichtkonzept Münster” als Leitplan für die Beleuchtung der Alt-
stadt.  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die öffentliche Straßenbeleuchtung in der Altstadt unter 
weiterer Berücksichtigung der funktionalen Anforderungen bei Erneuerungsmaßnahmen 
an das “Lichtkonzept Münster” anzupassen. Bei privaten Maßnahmen zur Beleuchtung von 
Häusern und Hausgruppen werden Antragsteller künftig von der Verwaltung intensiv im 
Hinblick auf das münstersche Lichtkonzept beraten.  
 
3. Der Rat beschließt das vorgeschlagene Beleuchtungskonzept auf der Basis der Probebe-
leuchtung vom 1. März 2005.  
 
 
 
Kosten/Folgekosten 
 
Die Kosten für die Umsetzung des Lichtkonzeptes sollen grundsätzlich von den jeweiligen 
Hauseigentümern getragen werden. Die Kaufmannschaft Prinzipalmarkt wird das Beleuch-
tungskonzept für ihre Häuser in kurzer Zeit umsetzen und finanzieren.  
Vorlagen-Nr.: 
V/0079/2005 
Auskunft erteilt: 
Frau  Spinnen, Münster Marketing 
Herr Pick, Stadtplanungsamt 
Ruf: 
492 27 00 
492 61 43 
E-Mail: 
Spinnen@stadt-muenster.de 
PickG@stadt-muenster.de 
Datum: 
01.02.2005 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
Die Kosten für die Beleuchtung von Stadtweinhaus und Rathaus sollen konsequenterweise 
ebenfalls vom Eigentümer, in diesem Fall der Stadt, getragen werden. Die Mittel in Höhe von 
ca. 3.000,00 Euro für die Detailplanung durch den Lichtplaner Herrn Batz und ca. 20.000,00 
Euro für die Beschaffung und Montage der Leuchtkörper sind bereits im Wirtschaftsplan von 
Münster Marketing bereitgestellt. Folgekosten sind ab 2006 im Rahmen der Unterhal-
tung/Bewirtschaftung zu veranschlagen. 
 
Begründung 
 
Das Bild der Altstadt Münsters wird durch den historischen Stadtgrundriss geprägt und eine 
Architektur, die sich in Material und Maßstab an den ehemals vorhandenen, historischen Bau-
ten orientiert. Die Altstadt ist bis heute kultureller und kommerzieller Mittelpunkt der Stadt, ihre 
Attraktivität wird von Bewohnern und Besuchern gleichermaßen hoch geschätzt.  
 
Wie in anderen Städten ist auch in Münster eine zunehmende Verlagerung von Freizeitaktivi-
täten in den öffentlichen Raum zu beobachten. Die Zahl der Veranstaltungen mit großen Be-
sucherzahlen steigt beständig. Gastronomiebetriebe erwirtschaften ihre Einnahmen inzwi-
schen überwiegend auf Außenflächen. Die Altstadt ist auch außerhalb von Geschäftszeiten zu 
einem beliebten Treffpunkt und Aufenthaltsort geworden. 
 
Der Beleuchtung der Stadt wurde im Hinblick auf  die Aufenthaltsqualität in den Abend- und 
Nachtstunden bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Funktionale Anforderungen aus dem 
Bedürfnis des Straßenverkehrs waren bislang prägender als stadtgestalterische Beweggrün-
de. 
 
Eine Ausnahme bildet die Weihnachtsbeleuchtung, die für ein stimmungsvolles Bild in der Ad-
ventzeit sorgt. Die besondere Art der Beleuchtung  verfehlt nie ihre Wirkung und ist einer der 
Gründe für die enorme Anziehungskraft der Stadt in den Adventswochen. Die positive Wirkung 
der Weihnachtsbeleuchtung im Straßenzug um die ehemalige Domimmunität verdeutlicht aber 
auch die "Schattenseiten": potentiell attraktive Bereiche verschwinden in der Dunkelheit. In 
den übrigen Jahreszeiten wird die Stadt durch st immungsarme Lichtlosigkeit oder Lichtkano-
naden der Funktionsbeleuchtung geprägt. 
 
Auf dieser Beobachtung basiert die Idee eines neuen Lichtkonzepts als weiterem Baustein zur 
Qualitätssteigerung des Stadtbild es. Dabei zielt der Wunsch nicht auf eine "Münsteraner 
Lightshow" mit grandiosen Lichteffekten, sondern eine subtile Unterstützung von Straßen- und 
Platzräumen, von Wegebeziehungen oder Bedeutungsräumen.  
 
Nach Gesprächen mit einer Arbeitsgruppe aus dem Stadtmarketing-Arbeitskreis “City” hat der 
renommierte Lichtdesigner Michael Batz, ein auf Münsters Altstadt bezogenes Beleuchtungs-
konzept, das “Lichtkonzept Münster” entwickelt. Herr Batz ist Theatermann, Autor und Licht-
künstler in Hamburg und ist durch die eindrucksvolle Illumination der Speicherstadt Hamburg 
bekannt geworden. In den letzten Jahren hat er für verschiedene Städte u.a. Salzburg, Köln 
und Hamburg Lichtkonzepte entwickelt. 
 
Das in der Anlage beigefügte “Lichtkonzept Münster” soll die Qualitäten des Stadtbildes, wie 
es sich heute in der Tagesansicht präsentiert, künftig auch während der dunklen Tageszeiten 
und in der Nacht erlebbar machen. Das Konzept bietet Stadt, Eigentümern, Bauherren und 
Investoren, einen Gestaltungsrahmen für die öffentlichen Platz- und Straßenräume. Es enthält 
Leitlinien zur Abstimmung zwischen unterschiedlichen Lichtfunktionen. Konkurrierende An-
sprüche zwischen der kommunalen Straßen- und Wegebeleuchtung mit dem Licht der Werbe-
anlagen und Schaufensterbeleuchtung und dem auf  gestalterische Wirkung ausgerichteten 
Licht zur Unterstützung des Stadtbildes können damit zu einem wirkungsvollen Gesamtbild 
vereint werden. Ziel des Lichtkonzeptes ist es auch die nächtliche Ansicht der historischen 
Altstadt als Ensemble darzustellen und damit das Profil der Stadt zu schärfen.

- 3 - 
Beim “Lichtkonzept Münster” handelt es sich um einen Rahmenplan, der nur in einzelnen Teil-
schritten über einen längeren Zeitraum realisiert werden kann. Im Zuge von Erneuerungs- und 
Umgestaltungsmaßnahmen sollte die öffentliche Straßen- und Platzbeleuchtung unter weiterer 
Berücksichtigung der funktionalen Anforderungen dem Konzept angeglichen werden. Die wei-
tere Umsetzung wird nur mit Unterstützung der Straßenanlieger gelingen. Deshalb müssen die 
Absichten und Vorzüge des neuen Konzeptes Hauseigentümern, Kaufleuten und Anrainern 
vermittelt werden. Bei gewecktem Interesse konkretisiert die Verwaltung gemeinsam mit den 
betreffenden Anrainern die Umsetzung. Die Detailplanung und konkrete Realisierung, ein-
schließlich der Kosten, obliegt den Anliegern. Die jeweiligen Realisierungsabschnitte  werden 
durch eine Arbeitsgruppe begleitet, in der  je nach Aufgabenstellung Experten aus den ver-
schiedenen Fachbereichen der Verwaltung und ggf. auch externe Berater vertreten sind. 
 
Häufig wird eine individuelle Beleuchtung von Einzelgebäuden nachgefragt. Sie ist aber nur 
bei Ge
bäuden von herausragender städtebaulicher, architektonischer oder historischer Bedeu-
tung wirklich sinnvoll. Ansonsten lässt Einzelbel euchtung Straßen- oder Straßenabschnitte in 
unterschiedliche Hell-/Dunkelbereiche auseinanderfallen und zerstört so die beabsichtigte Ge-
samtwirkung. Die individuelle, nicht mit den Zielen des Konzeptes in Einklang stehende Be-
leuchtung von Fassaden in der Altstadt soll – basierend auf dem Angebot einer intensiven Be-
ratung – im Idealfall in Zukunft ausgeschlossen werden. Gleichwohl besteht gegenüber dem 
Beleuchtungskonzept entgegenstehenden individuellen Beleuchtungslösungen keine “Hand-
habe” durch die Verwaltung. Der Beratung – als weiches, allenfalls dringlich empfehlendes 
Instrument – kommt gerade deshalb besondere Bedeutung zu. Diese wird deshalb insbeson-
dere darauf abzielen, die Beleuchtung städteb aulich zusammenhängender Straßenabschnitte 
oder kompletter Straßenverläufe und Platzanlagen zu einem erkennbaren, dem Straßencha-
rakter entsprechenden Erscheinungsbild zu verbinden.  
 
Ein wichtiger Teilaspekt des “Lichtkonzepts Münster” ist die Fortsetzung der Reduzierung lau-
fender Energiekosten. Die Beseitigung störender Lichtquellen und die Reduzierung der Licht-
stärke, um charakteristische Eigenschaften - Form, Material, Farbe, Historie etc. - der Gebäu-
de sichtbar werden zu lassen, wird dazu beitragen. Mit der Verwendung moderner Leuchtmit-
tel werden sich gleichfalls die Kosten für Stromverbrauch und Wartung reduzieren. Kosten 
entstehen deshalb im Wesentlichen durch Planungsaufwand, Neuanschaffung  und Installati-
on der Beleuchtungsanlagen. 
 
Die Kaufmannschaft am Prinzipalmarkt hat signalisiert, aus eigenen Mitteln eine dem Licht-
konzept entsprechende, einheitliche Beleuchtung fü r die Häuser am Prinzipalmarkt zu instal-
lieren. Insofern kommt dem Prinzipalmarkt eine Modellfunktion zu. 
 
Die vorhandene Fassadenbeleuchtung sorgt zwar derzeit für eine partielle Aufhellung der 
Fassaden, ist aber wenig geeignet, den Gebäuden die gewünschte ansprechende nächtliche 
Ansicht zu geben. Eine Ausleuchtung mit gerichtetem Licht soll dafür sorgen, dass sich die 
Gebäude nachts in ihrer Gesamtheit darstellen. Grelle und kalte Lichtquellen sollen vermieden 
und deshalb die vorhandenen historischen Laternen angepasst und auf warm-weiße Lichttem-
peratur umgerüstet werden.  
 
Das Rathaus, ein gotischer Bau aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, wird zur Zeit ganzjährig 
mit einer veralteten Halogen-Beleuchtungsanlage aus den 80er Jahren illuminiert. Im Zuge der 
Überarbeitung des Lichtkonzeptes auf dem Prinzipalmarkt soll das Rathaus als “münstersches 
Wahrzeichen” mit seinen beiden Nachbarn Stadtweinhaus und Ostendorffscher Giebel als 
historisches Ensemble “ins rechte Licht” gerückt werden.  
 
I.V. 
gez. 
Hartwig Schultheiß  
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (5)

03.03.2005 Werksausschuss Münster Marketing
TOP 5 Vorberatung
Zur Sitzung
08.03.2005 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
10.03.2005 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 7.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2005 Hauptausschuss
TOP 9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.03.2005 Rat
TOP 16 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Prinzipalmarkt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0079/2005
Typ
Vorlage
Datum
26.01.2005
Erstellt
06.10.2020 14:37