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AN/0926/2017

Gedenksteine für das ehemalige Kinderheim in Köln-Sülz

Gem. Dringlichkeitsantrag § 12 (Grüne) 19.06.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 27.06.2017, TOP 3.1

Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Grüne)

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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Grüne)

4353 Zeichen

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Kölner Rat 
Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden 
des Jugendhilfeausschusses 
Herrn Dr. Ralf Heinen 
 
An die Vorsitzende 
des Ausschusses Kunst und Kultur 
Frau Eva Bürgermeister 
 
Frau  
Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 19.06.2017 
 
AN/0926/2017 
 
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Jugendhilfeausschuss 20.06.2017 
Ausschuss Kunst und Kultur 27.06.2017 
 
Gedenksteine für das ehemalige Kinderheim in Köln-Sülz 
Sehr geehrter Herr Dr. Heinen, 
sehr geehrte Frau Bürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker, 
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Jugendhilfeaus-
schusses am 20.06.2017 sowie des Ausschusses Kunst und Kultur am 27.06.2017 aufzu-
nehmen: 
 
 
Beschluss: 
 
1. Der Rat der Stadt Köln würdigt das Engagement des Förderkreises Erinnerungsorte 
Kinderheim Köln- Sülz e.V. für die Sicherung einer dauerhaften und nachhaltigen Er-
innerung an das große städtische Kinderheim in Sülz, insbesondere auch verbunden 
mit Erinnerungen an die zahlreichen positiven wie auch negativen pädagogischen 
Umgangsweisen im Heim und die prägende städtebauliche Entwicklungskraft dieser 
großen, aber auch weitgehend geschlossenen Einrichtung für den Stadtbereich Sülz-
Klettenberg. 
 
2. Der Rat der Stadt Köln sieht in dem Bestreben, diese Erinnerung durch „Findlinge“ 
und Inschriften zu bewahren, einen außerordentlich guten Ansatz des Fördervereins, 
und begrüßt die bereits durch die Bezirksvertretung Lindenthal (8.000€), den Land-

- 2 - 
 
schaftsverband Rheinland (40.000€), die Sparkasse Köln (5.000€) sowie durch pri-
vate Spenden (derzeit rd. 4.000€) zur Verfügung stehenden Mittel.  
 
3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, den noch verbleibenden Fehlbetrag zur Realisie-
rung der Gedenksteine durch geeignete Umschichtung aus dem Sondervermögen 
der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln (TP 601) oder 
hilfsweise aus einem anderen Teilplan des Produktbereichs 06 des Haushaltsplans 
2016/2017 bereitzustellen. 
 
 
Begründung: 
 
Mit dem Kinderheim Köln-Sülz hat der Rat der Stadt Köln vor 100 Jahren eine für die Be-
treuung von Kindern wegweisende Perspektive entwickelt. Zunächst als reines Waisenhaus 
tätig (zeitweise mit über 1000 Betten eines der größten), hat sich das Kinderheim insbeson-
dere in den 70er Jahren bis zu seiner Schließung als eine pädagogisch beispielhafte Einrich-
tung entwickelt. Allerdings sind auch im Kinderheim in den 60er und 70er Jahren erheblich 
Missstände zu verzeichnen, die ehemaligen Heimkindern bis heute dauerhafte Schäden oder 
erhebliche psychische Beeinträchtigungen zugefügt haben. Dies ist im Zuge der Aufarbei-
tungen deutlich geworden. Daher hat auch die Stadt Köln einen ganz wesentlichen Auftrag, 
die Erinnerung an das große städtische Kinderheim wach zu halten und dies auf dem Gelän-
de dauerhaft zum Ausdruck zu bringen. 
 
Der Förderverein Erinnerungsort Kinderheim Köln-Sülz e.V. hat sich in dieser Hinsicht sehr 
verdient gemacht. Er setzt sich seit Jahren – gemeinsam mit ehemaligen Heimkindern – für 
eine solche konkrete Form der Erinnerung ein. Dies haben sowohl die Oberbürgermeisterin 
als auch die Jugenddezernentin der Stadt Köln anlässlich der Feier zum 100 jährigen Beste-
hen nachdrücklich gewürdigt. Der Förderverein hat sich sowohl bei der Bezirksvertretung 
Lindenthal als auch beim Landschaftsverband Rheinland erfolgreich für eine Finanzierung 
der insgesamt 81.000 EUR. Kosten eingesetzt.  
 
Die verbleibende Fehlbetrag soll – nicht zuletzt angesichts der positiven Bewertung der Ini-
tiative durch den LVR und die Bezirksvertretung Lindenthal – aus dem städtischen Haushalt 
aufgebracht werden, da der kleine Förderverein dies nicht alleine leisten kann. 
 
Begründung der Dringlichkeit:  
erfolgt mündlich. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke   gez. Niklas Kienitz 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin  CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Jörg Frank   gez. Michael Weisenstein 
GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer LINKE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Ulrich Breite 
FDP-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (2)

20.06.2017 Jugendhilfeausschuss
TOP 5.2.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
27.06.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 3.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0926/2017
Typ
Gem. Dringlichkeitsantrag § 12 (Grüne)
Datum
19.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27