AN/1064/2022
Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung für Verkehrsberuhigung Neusser Straße / Neusser Platz, Gem. Antrag Grüne, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei
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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)
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B90/Grüne Die Linke KlimaFreunde Die Partei Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1064/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 02.06.2022 Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung für Verkehrsberuhigung Neusser Straße / Neusser Platz. Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Sehr geehrte Herren, wir bitten Sie folgenden Tagesordnungspunkt auf die kommende Sitzung der BV Innenstadt zu nehmen: Die Bezirksvertretung möge wie folgt beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, über das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung eine systematische Öffentlichkeitsbeteiligung in einem geeigneten Format (z.B. Bür- ger*innenrat / Werkstattverfahren) zur Erstellung eines Gesamtkonzepts für die Um- gestaltung des Neusser Platzes und der Neusser Straße durchzuführen. Das Konzept soll die verkehrliche Belange des gesamten Viertels berücksichtigen, die Verkehre auf der Neusser Straße und im Bereich Neusser Platz wesentlich beruhigen (z.B. durch Kappung des Durchgangsverkehrs) und Ausweichverkehre in den Seitenstraßen ef- fektiv unterbinden. Hierzu sollen verschiedene Varianten vorgestellt werden, die so- wohl miteinander als auch mit dem Status Quo (durchgängig zweispurige Führung) verglichen werden sollen. - 2 - Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung soll ein erstes Grobkonzept für die Gestal- tung des Neusser Platzes nach der potentiellen Umsetzung der zu prüfenden Maß- nahmen erstellt werden. Hierbei sollen insbesondere die Barrierefreiheit des Platzes, die Begrünung und Entsiegelung, der Erhalt des Baumbestandes sowie die Umset- zung klimaanpassender Maßnahmen (Regenrückhaltung / Brunnen zur Kühlung) ge- prüft werden. Tempo 30 sowie die bereits beschlossenen Kreisverkehre samt Ampelanlagenabbau sollen mit in die Planungen einbezogen und deren Umsetzung vorgezogen werden. Bei der anstehenden Planung des MIV-Vorrangnetzes soll die Neusser Straße nicht in Vorrangnetz übernommen werden, um eine autoarme oder autofreie Umgestaltung des Neusser Platzes möglich zu machen. Analog zur Venloer Straße, soll auch die Neusser Straße entwidmet und zu einer allgemeinen Gemeindestraße werden. Die Ergebnisse sollen der Bezirksvertretung sowie dem Verkehrsausschluss vorgelegt werden. 2. Am Neusser Platz sind zeitnah, spätestens vor Juni 2022 Maßnahmen zur Vermeidung von Vermüllung und Wildpinkeln zu treffen. Dies umfasst einen erhöhten Reinigungs- rhythmus am Wochenende, den bereits beschlossenen Bau einer Toilettenanlage bzw. den Betrieb der bereits installierten Dixie-Anlage als Interimslösung sowie die Aufnahme von Gesprächen mit dem Kioskbesitzer, um die Nutzung der Toilettenan- lagen in der nahe gelegenen Gastronomie durch die Kioskkunden zu ermöglichen. Begründung: Die Neusser Straße im Agnesviertel hat den Charakter einer Veedelsstraße, ist jedoch stark mit Durchgangsverkehr belastet. Durch die zu entwickelnden Maßnahmen soll der MIV-Durchgangsverkehr auf der Neusser Straße deutlich reduziert werden, während gleichzeitig die Erreichbarkeit der Seitenstraßen für Anwohner*innen im PKW sicher gestellt wären. Dies würde die Lärmbelastung sowie die Feinstaub- und NOX-Emissionen durch den Verkehr deutlich reduzieren. Die Maßnahmen verbessern auch die Situation für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen. Für Radfahrer*innen ist die Neusser Straße aufgrund der Tempo 50-Regelung und der feh- lenden Radinfrastruktur nur eingeschränkt nutzbar. Dies spiegelt si ch in Hinweisen aus der Bevölkerung, den Unfallzahlen sowie den von unabhängigen Initiativen gemessenen Über- holabständen. Eine separate Radinfrastruktur ist aufgrund des bestehenden Querschnittes und des zu erhaltenden Baumbestandes nicht bzw. nicht in ausreichender Qualität umsetz- bar. Die Wegnahme des Durchgangsverkehrs bzw. eine Einbahnlösung mit separatem Rad- verkehr würde die Gefährdungen durch den zu eng überholenden Autoverkehr deutlich re- duzieren. - 3 - Auch Fußgänger*innen profitieren von den Maßnahmen. Dies betrifft zum einen die Que- rungsmöglichkeiten, die gerade für Kinder und Jugendliche auf Kita- und Schulwegen heraus- fordernd sind. Gleichzeitig reduziert die erhöhte Sicherheit für Radfahrer*innen lästiges und gefährdendes „Ausweichradeln“ auf den Gehwegen. Durch die Revision des Einbahnstraßennetzes werden Verlagerungen des MIV in die Seiten- straßen effektiv unterbunden. Die Entsieglungen des Neusser Platzes sollen die Aufenthalts- qualität im Bereich erhöhen, gerade auch für Senior*innen und Kindern und Jugendliche. Auch der Kirchvorplatz wird aufgrund der wegfallenden MIV-Lärmbelastung vielfältiger durch die Gemeinde nutzbar. Durch die Stärkung der Nahmobilität trägt die Maßnahme zur Erreichung der Ziele der Mobi- litätsstrategie Köln2025 bei, die Stärkung des Veedelskerns entspricht zudem den Zielen der Stadtstrategie Kölner Perspektiven 2030. Um eine Diskussion im Stadtteil und ein Austausch zwischen den entsprechenden Interes- sensgruppen zu ermöglichen, soll ein Gesamtkonzept erstellt und potentielle Verlagerungs- effekte differenziert dargestellt werden. B90/Grüne Die Linke. KlimaFreunde Die Partei Julie Cazier Michael Scheffer Emanuel Florakis Sabine Kader
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Neusser Straße
- Venloer Straße
- Neusser Platz
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Details
- Aktenzeichen
- AN/1064/2022
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne)
- Datum
- 18.05.2022
- Erstellt
- 18.05.2022 01:50