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3659/2021

Weitere Nutzung der zur Flüchtlingsunterbringung genutzten Hotels in Köln-Dellbrück

Beantwortung einer Anfrage (BV) 04.11.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 17.01.2022, TOP 10.2.9

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

5996 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/56 
 
Vorlagen-Nummer 
 3659/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.12.2021 
 
Weitere Nutzung der zur Flüchtlingsunterbringung genutzten Hotels in Köln-Dellbrück 
CDU, SPD und FDP bitten mit Anfrage vom 20.09.2021 zur Sitzung der Bezirksvertretung Mülheim 
am 25.10.2021 um die Beantwortung folgender Fragen zur Unterbringung von Geflüchteten im Stadt-
teil Köln-Dellbrück, insbesondere hinsichtlich der Hotels „Hotel 7 Wege“, „Ihr Hotel Garni“ und „Hotel 
zum Bahnhof“:  
1. Wie hoch ist die derzeitige Belegungsquote zum Stand September 2021, jeweils aufgeschlüs-
selt nach Hotel? 
2. Wie hat sich die Belegungsquote seit Januar 2019 entwickelt? 
3. Ist seitens der Stadt Köln geplant, das angemietete Hotel über das Mietende hinaus weiter zu 
nutzen (auf Basis eines neuen Mietvertrages)? Oder ist es zutreffend, dass die Stadt Köln 
Planungen vorantreibt, „Ihr Hotel Garni“ als Flüchtlingsunterbringung aufzugeben und das Ho-
tel der Drogenhilfe Köln zur Nutzung durch Drogenabhängige zur Verfügung zu stellen? 
4. Sofern die Frage unter 3.) bejaht werden sollte: Mit welchen Erwägungen hält die Stadt Köln 
den Standort von „Ihr Hotel Garni“ für eine solche Nutzung als Aufenthaltsort für Drogenab-
hängige für geeignet? 
5. Gibt es stichhaltige Untersuchungen zur Entwicklung der Kriminalität im direkten Umfeld eines 
solchen Standortes? 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu 1) und 2):  
 
Entwicklung der Belegung Beherbergungsbetrieb „Zum Bahnhof“: 
30.09.2021 29 Personen 
31.12.2020  23 Personen 
31.12.2019  21 Personen 
31.12.2018  26 Personen 
 
Der Beherbergungsbetrieb „Zum Bahnhof“ in der Dellbrücker Hauptstraße ist mit einer Belegung bis 
zu 34 Personen vorgesehen, so dass durch Aufgabe anderer Standorte hier die Auslastung erhöht 
werden kann. Die Belegungsvereinbarung mit dem Betrieb läuft im Oktober 2024 aus. Die Verwaltung 
plant derzeit keine Verlängerung nach Auslaufen des Vertrags. Die Ressourcenplanung der Verwal-
tung sieht eine sukzessive Beendigung der Unterbringung von Geflüchteten in Beherbergungsbetrie-
ben vor, da diese mit vergleichsweise hohen Kosten verbunden ist.

2 
 
Entwicklung der Belegung Beherbergungsbetrieb „Hotel 7 Wege“: 
30.09.2021 11 Personen 
31.12.2020    9 Personen 
31.12.2019  15 Personen 
31.12.2018  13 Personen 
 
Das ehemalige „Hotel 7 Wege“ im Grafenmühlenweg, jetzt Wohnheim für Geflüchtete mit 16 
Wohneinheiten und Gemeinschaftsküchen, ist für eine maximale Belegung mit 33 Personen vorgese-
hen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Belegung entzerrt. 
 
Entwicklung der Belegung Beherbergungsbetrieb „Ihr Hotel Garni“: 
30.09.2021   0 Personen 
31.12.2020  22 Personen 
31.12.2019  28 Personen 
31.12.2018  26 Personen 
 
Das ehemalige „Ihr Hotel Garni“ in der Bergisch Gladbacher Straße 1109 wird nicht mehr für die Un-
terbringung von Geflüchteten genutzt. Es wurde am 10.08.2021 leergezogen. 
 
Zu 3):  
Ein fraktionsübergreifender Ratsbeschluss vom 04.02.2021 sieht vor, die Unterbringung von Geflüch-
teten an Standorten mit gemeinschaftlich zu nutzenden Küchen- oder Sanitärbereichen zu beenden. 
Jährlich soll die Quote der in abgeschlossenen Wohneinheiten untergebrachten Geflüchteten um 5 
Prozent gesteigert werden.  
Im Zuge der Umsetzung des Ratsbeschlusses ist das Objekt Bergisch Gladbacher Straße 1109 am 
10.08.2021 leergezogen worden, da es über gemeinschaftlich zu nutzende sanitäre Anlagen und Kü-
chen verfügt. Das Objekt befindet sich im Eigentum der Stadt Köln und soll nun anderweitig verwen-
det werden.  
Die Drogenhilfe in Köln benötigt zeitnah einen neuen Standort für ein Wohnprojekt, das derzeit im 
Deutzer Hafen angesiedelt ist. Aufgrund des geplanten Ausbaus des Deutzer Hafens wurde das 
Mietverhältnis gekündigt. Die Teilnehmenden des Projektes sind Menschen, die sich in einem Substi-
tutionsprogramm befinden und auf das Leben in einer eigenen Wohnung vorbereitet werden. Das 
Programm dient der Stabilisierung von in Substitutionsbehandlung befindlichen Drogenbenutzenden 
durch das Angebot von Wohnraum. Die Personenzahl ist auf 12 begrenzt. Die Teilnehmenden erhal-
ten einen Mietvertrag sowie im Rahmen der Eingliederungshilfe umfänglich persönliche Unterstüt-
zungsleistungen, die durch die Drogenhilfe vor Ort erbracht werden. 
 
Zu 4):  
Die Stadt Köln verfügt nur begrenzt über Immobilien, die sich für das Projekt eignen. Die meisten Ob-
jekte werden bereits anderweitig genutzt oder stehen aufgrund von Sanierungsbedarfen nicht recht-
zeitig zur Verfügung. Das Gebäude in der Bergisch Gladbacher Straße ist hingegen kurzfristig ver-
fügbar. Die Zimmeraufteilung eignet sich gut für ein Projekt in Wohngemeinschaften. Der Stadtteil 
Köln-Dellbrück ist über Stadtbahn und S-Bahn gut an die Innenstadt und das städtische Nahver-
kehrsnetz angebunden.  
 
Zu 5):  
Eine wissenschaftliche Untersuchung zur Kriminalitätsentwicklung im Umfeld von Wohnprojekten für 
Menschen, die an Substitutionsprogrammen teilnehmen, ist der Verwaltung nicht bekannt. Beschaf-
fungskriminalität oder andere Problematiken diesbezüglich sind im Umfeld des geplanten Projektes 
nicht zu erwarten. Die kleine Personenzahl, die soziale Betreuung und die Gestaltung als Wohnge-
meinschaft sind stabilisierende Faktoren. Da weder ein Drogenkonsumraum, noch eine Drogenabga-
bestelle für Dritte geplant ist, wird es keinen anonymen Publikumsverkehr geben.  
Die Verwaltung ist zuversichtlich, dass die Interessen der Anwohner*innen mit dem realen Bedarf an 
Unterstützung für Menschen mit Suchterkrankungen in Einklang zu bringen sind. Die Drogenhilfe hat 
langjährige Erfahrung in der Betreuung von ähnlichen Einrichtungen und steht als Ansprechpartner 
zur Verfügung. Um den Bürger*innen Gelegenheit zu geben, das Projekt kennenzulernen und in den 
Austausch zu treten, plant die Stadt Köln mit der Drogenhilfe eine gemeinsame Informationsveran-
staltung.

3

Beratungsverlauf (1)

17.01.2022 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Dellbrücker Hauptstraße
  • Bergisch Gladbacher Straße 1109
  • Grafenmühlenweg
  • Straße 11

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Details

Aktenzeichen
3659/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
04.11.2021
Erstellt
18.10.2021 14:40