Mandari Insight

3580/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 betreffend Weiterbildung in der Kulturverwaltung

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 23.11.2023

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 28.11.2023

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

21849 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/VII 
 
Vorlagen-Nummer  15.11.2023 
Korrekturdatum:  23.11.2023 
 3580/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 28.11.2023 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des 
Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 (AN/1500/2023) 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des 
Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 (AN/1500/2023) 
1. Welches Konzept verfolgen die städtischen Kulturinstitutionen, um ihre Mitarbeitenden an-
gesichts der diversen Herausforderungen fachgerecht weiterzubilden und welches Budget 
steht den Mitarbeitenden in der Kulturverwaltung und den öffentlichen Kulturinstitutionen 
für lebenslanges Lernen zur Verfügung?  
2. Durch welche Maßnahme stellt die Verwaltung sicher, dass abteilungs- und institutions-
übergreifend Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können?  
3. Welches Potenzial sieht die Verwaltung in einem umfassenden Weiterbildungsangebot bei 
der Rekrutierung von neuem Personal in einem zunehmend schwieriger werdenden Ar-
beitsmarkt?  
4. Welche Unterstützung erhalten Akteur*innen der freien Szene ideell und finanziell bei der 
Weiterbildung ihres Personals?  
Frage 1: 
Welches Konzept verfolgen die städtischen Kulturinstitutionen, um ihre Mitarbeitenden 
angesichts der diversen Herausforderungen fachgerecht weiterzubilden und welches 
Budget steht den Mitarbeitenden in der Kulturverwaltung und den öffentlichen Kulturin-
stitutionen für lebenslanges Lernen zur Verfügung? 
Antwort der Verwaltung:  
4101 Hänneschen Theater 
Die Mitarbeitenden des Hänneschen Theaters nehmen an den städtischen Lernangeboten 
teil. Zudem sind verschiedene fachspezifische Weiterbildungen für das Ensemble geplant, 
z.B. zu den Themen Arbeitssicherheit, aber auch Fortbildungen betreffend den künstlerischen 
Bereich wie beispielsweise Gesangsunterricht für das Puppenspiel-Ensemble. 
43 Stadtbibliothek 
Die Stadtbibliothek setzt auf Online-Seminare oder Inhouse-Fortbildungen wie beispielsweise 
das Train-the-Trainer-System, oder auch auf verschiedene andere Fortbildungsangebote, wie 
z.B. den Besuch von Fachtagungen (z.B. Bibliothekskongress oder re:publica). Auch besteht

2 
 
hier eine Kooperation mit dem Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche 
Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln. Des Weiteren wird eine berufsbeglei-
tende Weiterbildung oder ein Studium der Mitarbeiter*innen unterstützt. 
Für Fortbildungen ist in diesem Jahr ein Budget von 6.500 Euro vorgesehen. 
44 Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv 
Die Mitarbeitenden des Historischen Archivs nehmen neben internen Fortbildungen mit gro-
ßem Engagement an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen teil, die über das rein fachli-
che hinausgehen und so auch wichtige Impulse für die eigenen Aufgaben geben. Zudem ge-
winnt das Thema „Work-Life-Balance“ eine zunehmende Bedeutung, insbesondere in der jün-
geren Generation. 
4511 Museum Ludwig 
Das Museum Ludwig legt neben den städtischen Fortbildungsangeboten den Schwerpunkt im 
Fortbildungsprogramm auf die Themen Nachhaltigkeit/Grünes Museum, Diversität, offene und 
nachhaltige Digitalisierung, Besucher*innen und Museumsteam. 
Das allgemeine Fortbildungsbudget beträgt hier rund 4.500 Euro im Jahr. 
 
4512 Römisch-Germanisches Museum 
Das Römisch-Germanische Museum legt den Fokus auf fachspezifische Fortbildungen, die 
sich aus dem gesetzlichen Auftrag der Bodendenkmalpflege sowie aus den sicherheitsrele-
vante Aufgaben auf Baustellen ergeben. 
Für die Direktion sind daher Fortbildungen zu den Themen „Betreiber- und Unternehmerpflich-
ten“ oder die Kenntnis über Arten von Verträgen relevant. Für die erweiterte Führungsebene 
sind Fortbildungen betreffend die moderne Personalführung wichtig. Verwaltungsmitarbei-
ter*innen haben Schulungen zu E-Rechnungen, c-Market oder Session absolviert, um den di-
gitalen Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter*innen an 
SAP-Schulungen sowie an Schulungen zu den Themen dezentrale Personalsachbearbeitung 
und zum Zeitvertragsmanagement teil. 
Für die auf Baustellen oder im Lagerbetrieb Tätigen sind im Rahmen der für das Museum be-
sonders wichtigen Themas Arbeitssicherheit entsprechende Kurse verpflichtend. Dazu gehö-
ren Erste-Hilfe-Kurse (diese werden allen Mitarbeiter*innen angeboten), Schulungen für den 
Umgang mit dem Defibrillator oder den Führerschein für Lagerfahrzeuge vom Stapler bis zur 
Ameise. Diese Kompetenzen werden jährlich aufgefrischt. Fachlich bilden sich Wissenschaft-
ler*innen und Grabungstechniker jährlich auf der Tagung „Archäologie im Rheinland“ weiter. 
Zum Konzept gehört weiterhin die Erfüllung von Aufgaben einer modernen Stadtverwaltung. 
Dazu gehören die Themen Inklusion und Nachhaltigkeit sowie auch eine Weiterbildung 
zum/zur Strahlenschutzbeauftragten oder Fortbildungen zum Thema Brandschutz. Der de-
zentrale IT-Beauftragter wurde zum Transformationsmanager (Nachhaltigkeit) weitergebildet. 
Die Personalvertretung hat eine Fortbildung in Personalrecht wahrgenommen. Zudem wurde 
einem Mitarbeiter eine externe Fortbildung zum Thema „Notfallversorgung in Archiven“ er-
möglicht. Ferner wurden bereits Bildungsurlaube zu den Themen Nachhaltigkeit und Zeitma-
nagement möglich gemacht.  
4514 Museum für Angewandte Kunst 
Im Museum für Angewandte Kunst nutzen Mitarbeitende die städtischen Lernangebote. Füh-
rungskräfte nehmen zusätzlich an den Pflichtseminaren des Fortbildungszentrums der Stadt 
Köln teil. Dem Museum für Angewandte Kunst steht für lebenslanges Lernen kein Budget zur 
Verfügung. 
4515 Museum für Ostasiatische Kunst 
Das Museum für Ostasiatische Kunst hat kein eigenes Budget für Fortbildungen, unterstützt 
aber die Mitarbeitenden soweit wie möglich bei fachspezifische Fortbildungen sowie bei der 
Teilnahme an den städtischen Lernangeboten.

3 
 
4516 Museum Schnütgen 
Das Museum Schnütgen bietet ein vielfältiges Weiterbildungsangebot und hat hierfür ein aktu-
elles jährliches Fortbildungsbudget in Höhe von derzeit 285 Euro*: 
Die stellvertretende Direktorin wurde zur Transformationsmanagerin weitergebildet sowie 
mehrere Mitarbeiter*innen zum Thema Digitalisierung. Darüber hinaus wird die Teilnahme am 
Bildungsurlaubsangebot der Mitarbeitenden proaktiv gefördert. Zum Thema Klimabilanzierung 
des Museumsgebäudes fand ein Weiterbildungsangebot statt. Zudem wurde ein neues Kon-
zept der Vermittlung der Sammlungsausstellung und der Erschließung von Garten und Gar-
tenlabor als außerschulischen Lernort erstellt. Des Weiteren wurde ein vom Land NRW finan-
ziertes Forschungsvolontariats zum Thema Bildung und Vermittlung durchgeführt. 
4518 Kölnisches Stadtmuseum 
Die Mitarbeitenden des Kölnischen Stadtmuseums nehmen an den städtischen Lernangebo-
ten teil und darüber hinaus können die Mitarbeitenden fachspezifische Tagungen, Workshops 
oder Kurse anderer Träger wahrnehmen (z.B. zu den Themen Restaurierung, Museologie     
oder Kulturmanagement).  
Der Etat des Kölnischen Stadtmuseums für Aus- und Fortbildungen liegt bei 4.232,08 Euro. 
4520 NS-Dokumentationszentrum 
Beim NS-Dokumentationszentrum wird aktuell zu den Themen Mitarbeitendenqualifikation und 
-entwicklung ein Konzept entwickelt, wonach der Schulungsbedarf jährlich erhoben und die 
Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen statistisch erfasst werden soll. 
Dem NS-Dokumentationszentrum steht im Haushaltsjahr 2023 ein Budget von insgesamt 
543,50 Euro zur Verfügung. 
 
4522 Museumsdienst 
Beim Museumsdienst arbeiten sowohl festangestellte als auch freiberufliche Mitarbeiter*innen 
(44 Festangestellte, 137 freiberufliche Guides).  
Der Museumsdient informiert alle angestellten Mitarbeitenden regelmäßig über neue Techni-
ken, Verfahren sowie Standards bei der Stadt Köln und organisiert die Teilnahme an den rele-
vanten Schulungen. Diese erfolgen bedarfsorientiert und auf das jeweilige Aufgabengebiet be-
zogen. Sie werden sowohl als Inhouse-Schulungen für ganze Abteilungen durchgeführt als 
auch im Rahmen individueller Teilnahmen betreffend das städtische Lernangebot oder auch 
externer Anbieter gefördert. Zu Jahresbeginn werden zusätzlich die individuellen fachlichen 
und persönlichkeitsentwicklungsbezogenen Fortbildungswünsche aller Mitarbeitenden ermit-
telt und nach Prüfung bewilligt. 2022 nahm der Museumsdienst an knapp 20 beruflichen Fort-
bildungen und 2 Teamworkshops teil. 
4523 Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv 
Fortbildungen werden von Mitarbeiter*innen der Kunst- und Museumsbibliothek zum einen an-
lassbezogen (z.B. bei technischen Neuerungen, neuen Mitarbeiter*innen etc.) besucht, zum 
anderen aber auch mit dem Hintergrund einer fachlichen (Zusammen)-Arbeit. Das Budget in 
der Kunst- und Museumsbibliothek beläuft sich auf 785 Euro pro Jahr. Durch die Kooperation 
mit der Universität zu Köln können bibliothekarische Fortbildungen des ZBIW in Köln, die die-
ser Kooperation dienlich sind, entgeltfrei besucht werden, ebenso wie die stadtinternen Fort-
bildungsangebote.  
 
VII-5 Kulturraummanagement 
Die Mitarbeiter*innen des Kulturraummanagements besuchen insbesondere nicht kulturspezi-
fische Schulungen, die aber für die Aufgabenwahrnehmung erforderlich sind, beispielsweise 
zu den Themen Mietrecht, Lärmschutz, Plan- und Baurecht. Dabei sind Mittel in einem niedri-
gen fünfstelligen Bereich vorhanden.  
* Die Verwaltung hat den Satz nachträglich geändert. Ursprünglich: Das Museum Schnütgen 
bietet ein vielfältiges Weiterbildungsangebot

4 
 
Frage 2: 
Durch welche Maßnahme stellt die Verwaltung sicher, dass abteilungs- und instituti-
onsübergreifend Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können?  
 
Antwort der Verwaltung:  
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen abteilungs- und institutionsübergreifend 
Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können: 
1. Das städtische Intranet für die städtischen Beschäftigten 
2. Einen Leitfaden zur Wissensbewahrung bei der Stadt Köln mit vielen Methoden und 
Instrumenten 
3. Eine „Willkommenskultur“ mit umfangreichen Informationen für neue Mitarbeitende, 
z.B. Onboarding-Kurse und Hospitationsprogramme für neue Mitarbeitende 
4. Der persönliche und ämterübergreifende Austausch sowohl im Rahmen der allgemei-
nen Fortbildungen als auch im Rahmen der Weiterbildungen 
5. Das neue Chatprogramm cChat  
6. Einen Innovationsgipfel sowie einen Newsticker des Innovationsbüros 
7. Ein Führungskräfte-Innovationsnetzwerk mit dem dazugehörigen Newsletter 
8. Amtsinterne Informationsplattformen (Wikis, Team-Webseiten und Blogs) 
9. Netzwerke, Arbeitskreise, Austausche mit anderen Kommunen, Institutionen etc. 
10. Ein Wissensmanagement in Form eines zentralen Dateiablagesystems als auch durch 
fachspezifische Museumsdatenbanken 
11. Train-the-Trainer-Programme, Workshops, Arbeitsgruppen, Coachingmodelle, Online-
Seminare, Bildungsurlaub 
12. Regelmäßige Mitarbeitenden-Versammlungen zwecks eines gegenseitigen fachlichen 
Austausches zu Neuerungen 
13. Generationsübergreifende, dienststellenspezifische Ausbildungsprogramme, wie z.B. 
beim Hänneschen Theater betreffend die Einarbeitung junger Menschen in das Pup-
penspiel durch erfahrene Puppenspieler*innen kurz vor dem Renteneintritt. 
14. Fachlich bezogene Weiterbildungen zu dienststellenspezifischen Themen, die direkt 
für die Erfüllung der Aufgaben wichtig sind, z.B. im Historischen Archiv: Fortbildungen 
für den Bereich Bestandserhaltung (Handhabung des Archivguts; Schimmelschulung 
etc. oder zukünftig auch zum Themenfeld Fototechnik/FotoMedienWerkstatt) 
15. Inhouse-Schulungen sowie interne Fortbildungsangebote zur Erlangung allgemeiner 
Kenntnisse, z.B. zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Softwareanwendungen, Nach-
haltigkeit, Klimaschutz, Datenschutz, Barrierefreiheit, Digitalisierung (hier aktuell z.B. 
die Einführung der allgemeinen E-Verwaltungsakte), Antirassismus, rechtliche The-
menstellungen etc. 
16. Abteilungsübergreifende fachspezifische Zusammenarbeit (z.B. Römisch-Germani-
sches Museum: Die Abteilungen Verwaltung, Museum, Bodendenkmalpflege kooperie-
ren eng miteinander) 
17. Die Möglichkeit zur Teilnahme an externen Veranstaltungen, Tagungen, Konferenzen 
oder überregionalen Fachfortbildungen oder Projekten, die sowohl fachlich als auch 
übergeordnet sein können (z.B. Projektmanagement, Vergabe, IT) 
18. Eine Weiterbildung einzelner Mitarbeiter*innen zu Transformations- und Nachhaltig-
keitsmanagern*innen (IHK)

5 
 
19. Abstimmungen und Kooperationen mit städtischen sowie internationalen Partnern zu 
den Themen Notfallprävention und -management (z.B. Kölner Notfallverbund und an-
dere Notfallverbünde, Feuerwehr, THW) sowie regelmäßige Notfallübungen, sowohl 
dienststellenspezifisch als auch NRW- und deutschlandweit 
20. Die regelmäßige Teilnahme am Boys-/Girlsday sowie eine Betreuung studienvorberei-
tender Praktikant*innen 
21. Kooperationen mit Hochschulen (z.B. Bamberg, TH Köln) 
22. Möglichkeiten zu Hospitationen und Praktika mit internationalen Kolleg*innen (z.B. 
Brasilien, Ukraine) 
23. Die Beteiligung an der Museumsnacht Köln 
24. Stadtinterne gemeinsame dienststellenübergreifende Fortbildungen im Hinblick auf ge-
meinsame Arbeitsfelder oder Projekte 
25. Die Wahrnehmung verschiedener Querschnittsaufgaben für die städtischen Museen 
durch den Museumsdienst, hier sorgen z.B. regelmäßige abteilungsweite sowie abtei-
lungsübergreifende Besprechungen für einen Austausch und Informationsfluss. Zudem 
entsendet der Museumsdienst für den Bereich Bildung und Vermittlung tätige wissen-
schaftliche Fachreferent*innen in alle neun städtischen Museen. Zusätzlich wird die 
auf das Fachgebiet der jeweiligen Museen ausgerichtete Vermittlungsarbeit durch die 
Arbeit von fünf museumsübergreifend tätigen Referent*innen für folgende gesamtge-
sellschaftlich relevante Themen unterstützt: Museum und Diversität, Museum und In-
klusion, Museum und Lebenslanges Lernen, Museum und Outreach, Museum und 
Schule. Ihre Expertise und ihre Erfahrungen in einzelnen Museen stellen sie so allen 
Museen zur Verfügung und sorgen für Synergieeffekte und Nachhaltigkeit. 
26. Seit 2022: Einrichtung eines Shared Service Centers (SSC). Hier bündelt der Muse-
umsdienst folgende Aufgaben und Dienstleistungen für die städtischen Museen und 
stellt entsprechende Kompetenzen zur Verfügung: Vergabe, Datenschutz, Compli-
ance, IT und Digitalisierung. Hierdurch ist das Teilen von Kompetenzen und Erfahrun-
gen institutionell gegeben. 
27. Marketing und Kommunikation (MuK): Das Sachgebiet MuK verantwortet übergreifend 
Marketing, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für den Museumsstandort Köln und die 
Dachmarke museen.koeln. Sie ist im regelmäßigen Austausch mit den entsprechen-
den Stellen der Presse und Öffentlichkeitsarbeit der städtischen Museen. Darüber hin-
aus organisiert es eine kontinuierliche Publikumsforschung für die neun Museen, um 
so Kenntnisse über die Besuchendenstruktur und ihre Veränderung in den nächsten 
Jahren zu generieren und den Museen zur Verfügung zu stellen. 
Frage 3: 
Welches Potenzial sieht die Verwaltung in einem umfassenden Weiterbildungsangebot 
bei der Rekrutierung von neuem Personal in einem zunehmend schwieriger werdenden 
Arbeitsmarkt?  
 
Antwort der Verwaltung:  
Die Verwaltung sieht sowohl in fortlaufenden Weiterbildungsmöglichkeiten sowie der vielfälti-
gen Möglichkeiten des internen als auch externen Austausches der Mitarbeitenden ein großes 
Potenzial und nutzt es aktiv im Rahmen der Arbeitgebermarke „Wir machen Köln!“, indem wir 
auf die vielen Möglichkeiten für die individuelle Entwicklung und die umfangreichen Leistun-
gen hinweisen und auch in Stellenausschreibungen benennen. 
https://www.stadt-koeln.de/artikel/72140/index.html 
Das Thema Karriere und Entwicklung ist hier ein eigener Bereich mit folgenden Hinweisen: 
- Fortbildungsangebot

6 
 
- Qualifizierung und Aufstieg 
- Interner Stellenmarkt 
- Personalentwicklungs- und Klimagespräch 
- Coaching 
- Supervision 
- Mentoring 
- Di(re)verse Mentoring 
- Mediation 
- Teamentwicklung 
- Führungskäfteentwicklung 
- Karriereberatung (LebensLangesLernen)  
Darüber hinaus werden mit den Fachbereichen „Inklusion“, „Diversität“, „Lebenslanges Ler-
nen“ und „Outreach“ gezielt Menschen angesprochen, die entweder noch nicht zum Stamm-
publikum gehören oder noch zu große Hemmschwellen und Barrieren für einen Museumsbe-
such wahrnehmen. Es werden daher neue Formate und Methoden entwickelt und immer wie-
der neue Angebote geschaffen, um diese Zielgruppen zu erschließen. Hinzu kommen seit 
2020 digitale und online-Formate. Neue Zielgruppen, aber auch die Intensivierung der „digita-
len Vermittlung“, erfordern Kompetenzen jenseits von alleiniger Fachexpertise die Ausstellung 
und Exponate der Museen betreffend, während Angebote im „Outreach“ eine höhere Flexibili-
tät und Mobilität im gesamten Kölner Stadtraum erfordern. Dadurch entsteht sowohl ein Be-
darf an neuen freien Mitarbeiter*innen, die neue Kompetenzen mitbringen, um die verschiede-
nen Teams vielseitiger und diverser zu gestalten, als auch ein Bedarf an Qualifizierung der 
bereits vorhandenen Teams.  
Die Akquirierung von neuem freiberuflichen Personal wird durch folgende Maßnahmen stärker 
diversifiziert: Anpassung der Voraussetzungen für die freiberufliche Mitarbeit, Öffnung für Ab-
schlüsse unterhalb des Masters, Einbeziehung von diversen Berufs- und Lebenserfahrungen. 
Durch die beschriebenen neuen und immer wieder wechselnden An- und Herausforderungen 
an die freien Mitarbeiter*innen sowie zur Qualitätssicherung ist eine kontinuierliche Schulung 
(„Lebenslanges Coaching“) der freien Mitarbeiter*innen gerade im Hinblick auf Methoden und 
Kompetenzen elementar und unabdingbar. Das Weiterbildungsangebot wird daher auch für 
die Weiterqualifizierung der bestehenden Teams genutzt und weiterentwickelt, auch mit der 
Möglichkeit, sich auf bestimmte Zielgruppen und/oder Fachbereiche (Outreach etc.) zu spezi-
alisieren. Als Beispiele können hier Schulungen zu rassismuskritischer Kunstvermittlung 
(2022), barrierefreien Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher*innen (2023) sowie 
Kulturgeragogik und Kunstvermittlung für Ältere (2023) genannt werden. 
Frage 4: 
Welche Unterstützung erhalten Akteur*innen der freien Szene ideell und finanziell bei 
der Weiterbildung ihres Personals?  
 
Antwort der Verwaltung:  
Das Kulturamt unterstützt freie Institutionen und Initiativen zum einen durch eigene städtische 
Vernetzungsangebote wie z.B. das Barcamp Good Practice im November 2023, zum anderen 
sind im Bereich der städtischen Betriebskostenzuschüsse auch Weiterbildungsmaßnahmen 
für Personal grundsätzlich förderfähig. Das Kulturamt konzipiert derzeit außerdem die Überar-
beitung seiner Fördersystematik auch für Projektförderungen; hierbei wird geprüft, auch Wei-
terbildungen von Personal der freien Institutionen durch Projektzuschüsse zu fördern. 
Im Hinblick auf den eigenen Transformationsprozess im Kulturamt bestehen derzeit Planun-
gen für ein Konzept (auch in Kooperation anderen Kommunen in NRW), die Führungskräfte 
bzw. Fachreferent*innen des Kulturamtes künftig ganz gezielt in ihrer Expertise über Quer-
schnittsthemen wie Audience Development, Nachhaltigkeitsmanagement, Antirassismus in 
der Kultur etc. noch weiter fortzubilden - insbesondere auch im Hinblick auf eine Beratung der 
Akteur*innen aus der freien Szene.

7 
 
Grundsätzlich bildet sich das Personal des Kulturamtes sehr regemäßig durch städtische wie 
externe Fortbildungen weiter, um in seiner jeweiligen Fachlichkeit auch zukünftigen Herausfor-
derungen gewachsen zu sein. Allerdings sind sowohl das Fortbildungsbudget des Kulturamtes 
als auch die personellen/zeitlichen Spielräume durchaus begrenzt. 
Zum speziellen Thema „ökologische Nachhaltigkeit“ wurde vom Kulturdezernat das Programm 
„Köln hoch 3“ ins Leben gerufen: dieses ist eine Kooperation des Dezernats für Kunst und 
Kultur, der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln, dem "Green Culture Collective", 
dem "Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit" und "Thema 1". Neben den städtischen Institutionen 
wurden auch Einrichtungen der Freien Szene zu dem Projekt eingeladen. Das Aktionsnetz-
werk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien hat ein Weiterbildungsangebot geschaffen, um moti-
vierte Akteur*innen aus dem Kulturbereich dabei zu unterstützen, eine transformative Rolle 
anzunehmen und zu erfüllen. Ziel des Angebots ist es, Handlungswissen zu vermitteln, wie 
Kulturstätten und Medienproduktionen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschreiten können. 
Neben der Wissensvermittlung dient das Angebot der Vernetzung von Akteur*innen unterei-
nander und mit Expert*innen; aus der Freien Szene sind beteiligt: Comedia Theater, Festival 
Sommerblut, Internationale Photoszene, Filmhaus, Stadtgarten sowie die Veranstaltungsstätte 
Bootshaus. 
Das NS-DOK führt des Weiteren mit unterschiedlichen Zielgruppen, einschließlich der freien 
Szene, Workshops u.a. zu den Themen Diskriminierung, Antisemitismus und Rechtsextremis-
mus durch. Finanzielle Unterstützung zur Weiterbildung des Personals der freien Szene wird 
nicht geleistet. 
Der Museumsdienst kooperiert ebenfalls mit Akteur*innen der freien Szene. In gemeinsamen 
Projekten oder bei der gemeinsamen Entwicklung neuer Angebote profitieren beide Seiten 
vom Wissens- und Erfahrungsaustausch (Beispiel 2020-2021 das für das Projekt „ver I lern I 
raum. Rassismuskritische Praktiken am Museum“ gebildete Team ist bis heute freiberuflich 
tätig).  
Der Museumsdienst führt kostenfreie inhaltliche und methodische Multiplikator*innen-Schulun-
gen durch, um die Ansätze, Angebote und Möglichkeiten der musealen Vermittlungsarbeit vor-
zustellen. 
 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

28.11.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3580/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
23.11.2023
Erstellt
03.11.2023 14:28