3580/2023
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 betreffend Weiterbildung in der Kulturverwaltung
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Dezernat, Dienststelle VII/VII Vorlagen-Nummer 15.11.2023 Korrekturdatum: 23.11.2023 3580/2023 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 28.11.2023 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 (AN/1500/2023) Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur vom 29.08.2023 (AN/1500/2023) 1. Welches Konzept verfolgen die städtischen Kulturinstitutionen, um ihre Mitarbeitenden an- gesichts der diversen Herausforderungen fachgerecht weiterzubilden und welches Budget steht den Mitarbeitenden in der Kulturverwaltung und den öffentlichen Kulturinstitutionen für lebenslanges Lernen zur Verfügung? 2. Durch welche Maßnahme stellt die Verwaltung sicher, dass abteilungs- und institutions- übergreifend Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können? 3. Welches Potenzial sieht die Verwaltung in einem umfassenden Weiterbildungsangebot bei der Rekrutierung von neuem Personal in einem zunehmend schwieriger werdenden Ar- beitsmarkt? 4. Welche Unterstützung erhalten Akteur*innen der freien Szene ideell und finanziell bei der Weiterbildung ihres Personals? Frage 1: Welches Konzept verfolgen die städtischen Kulturinstitutionen, um ihre Mitarbeitenden angesichts der diversen Herausforderungen fachgerecht weiterzubilden und welches Budget steht den Mitarbeitenden in der Kulturverwaltung und den öffentlichen Kulturin- stitutionen für lebenslanges Lernen zur Verfügung? Antwort der Verwaltung: 4101 Hänneschen Theater Die Mitarbeitenden des Hänneschen Theaters nehmen an den städtischen Lernangeboten teil. Zudem sind verschiedene fachspezifische Weiterbildungen für das Ensemble geplant, z.B. zu den Themen Arbeitssicherheit, aber auch Fortbildungen betreffend den künstlerischen Bereich wie beispielsweise Gesangsunterricht für das Puppenspiel-Ensemble. 43 Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek setzt auf Online-Seminare oder Inhouse-Fortbildungen wie beispielsweise das Train-the-Trainer-System, oder auch auf verschiedene andere Fortbildungsangebote, wie z.B. den Besuch von Fachtagungen (z.B. Bibliothekskongress oder re:publica). Auch besteht 2 hier eine Kooperation mit dem Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung an der Technischen Hochschule Köln. Des Weiteren wird eine berufsbeglei- tende Weiterbildung oder ein Studium der Mitarbeiter*innen unterstützt. Für Fortbildungen ist in diesem Jahr ein Budget von 6.500 Euro vorgesehen. 44 Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv Die Mitarbeitenden des Historischen Archivs nehmen neben internen Fortbildungen mit gro- ßem Engagement an öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen teil, die über das rein fachli- che hinausgehen und so auch wichtige Impulse für die eigenen Aufgaben geben. Zudem ge- winnt das Thema „Work-Life-Balance“ eine zunehmende Bedeutung, insbesondere in der jün- geren Generation. 4511 Museum Ludwig Das Museum Ludwig legt neben den städtischen Fortbildungsangeboten den Schwerpunkt im Fortbildungsprogramm auf die Themen Nachhaltigkeit/Grünes Museum, Diversität, offene und nachhaltige Digitalisierung, Besucher*innen und Museumsteam. Das allgemeine Fortbildungsbudget beträgt hier rund 4.500 Euro im Jahr. 4512 Römisch-Germanisches Museum Das Römisch-Germanische Museum legt den Fokus auf fachspezifische Fortbildungen, die sich aus dem gesetzlichen Auftrag der Bodendenkmalpflege sowie aus den sicherheitsrele- vante Aufgaben auf Baustellen ergeben. Für die Direktion sind daher Fortbildungen zu den Themen „Betreiber- und Unternehmerpflich- ten“ oder die Kenntnis über Arten von Verträgen relevant. Für die erweiterte Führungsebene sind Fortbildungen betreffend die moderne Personalführung wichtig. Verwaltungsmitarbei- ter*innen haben Schulungen zu E-Rechnungen, c-Market oder Session absolviert, um den di- gitalen Anforderungen gerecht zu werden. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter*innen an SAP-Schulungen sowie an Schulungen zu den Themen dezentrale Personalsachbearbeitung und zum Zeitvertragsmanagement teil. Für die auf Baustellen oder im Lagerbetrieb Tätigen sind im Rahmen der für das Museum be- sonders wichtigen Themas Arbeitssicherheit entsprechende Kurse verpflichtend. Dazu gehö- ren Erste-Hilfe-Kurse (diese werden allen Mitarbeiter*innen angeboten), Schulungen für den Umgang mit dem Defibrillator oder den Führerschein für Lagerfahrzeuge vom Stapler bis zur Ameise. Diese Kompetenzen werden jährlich aufgefrischt. Fachlich bilden sich Wissenschaft- ler*innen und Grabungstechniker jährlich auf der Tagung „Archäologie im Rheinland“ weiter. Zum Konzept gehört weiterhin die Erfüllung von Aufgaben einer modernen Stadtverwaltung. Dazu gehören die Themen Inklusion und Nachhaltigkeit sowie auch eine Weiterbildung zum/zur Strahlenschutzbeauftragten oder Fortbildungen zum Thema Brandschutz. Der de- zentrale IT-Beauftragter wurde zum Transformationsmanager (Nachhaltigkeit) weitergebildet. Die Personalvertretung hat eine Fortbildung in Personalrecht wahrgenommen. Zudem wurde einem Mitarbeiter eine externe Fortbildung zum Thema „Notfallversorgung in Archiven“ er- möglicht. Ferner wurden bereits Bildungsurlaube zu den Themen Nachhaltigkeit und Zeitma- nagement möglich gemacht. 4514 Museum für Angewandte Kunst Im Museum für Angewandte Kunst nutzen Mitarbeitende die städtischen Lernangebote. Füh- rungskräfte nehmen zusätzlich an den Pflichtseminaren des Fortbildungszentrums der Stadt Köln teil. Dem Museum für Angewandte Kunst steht für lebenslanges Lernen kein Budget zur Verfügung. 4515 Museum für Ostasiatische Kunst Das Museum für Ostasiatische Kunst hat kein eigenes Budget für Fortbildungen, unterstützt aber die Mitarbeitenden soweit wie möglich bei fachspezifische Fortbildungen sowie bei der Teilnahme an den städtischen Lernangeboten. 3 4516 Museum Schnütgen Das Museum Schnütgen bietet ein vielfältiges Weiterbildungsangebot und hat hierfür ein aktu- elles jährliches Fortbildungsbudget in Höhe von derzeit 285 Euro*: Die stellvertretende Direktorin wurde zur Transformationsmanagerin weitergebildet sowie mehrere Mitarbeiter*innen zum Thema Digitalisierung. Darüber hinaus wird die Teilnahme am Bildungsurlaubsangebot der Mitarbeitenden proaktiv gefördert. Zum Thema Klimabilanzierung des Museumsgebäudes fand ein Weiterbildungsangebot statt. Zudem wurde ein neues Kon- zept der Vermittlung der Sammlungsausstellung und der Erschließung von Garten und Gar- tenlabor als außerschulischen Lernort erstellt. Des Weiteren wurde ein vom Land NRW finan- ziertes Forschungsvolontariats zum Thema Bildung und Vermittlung durchgeführt. 4518 Kölnisches Stadtmuseum Die Mitarbeitenden des Kölnischen Stadtmuseums nehmen an den städtischen Lernangebo- ten teil und darüber hinaus können die Mitarbeitenden fachspezifische Tagungen, Workshops oder Kurse anderer Träger wahrnehmen (z.B. zu den Themen Restaurierung, Museologie oder Kulturmanagement). Der Etat des Kölnischen Stadtmuseums für Aus- und Fortbildungen liegt bei 4.232,08 Euro. 4520 NS-Dokumentationszentrum Beim NS-Dokumentationszentrum wird aktuell zu den Themen Mitarbeitendenqualifikation und -entwicklung ein Konzept entwickelt, wonach der Schulungsbedarf jährlich erhoben und die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen statistisch erfasst werden soll. Dem NS-Dokumentationszentrum steht im Haushaltsjahr 2023 ein Budget von insgesamt 543,50 Euro zur Verfügung. 4522 Museumsdienst Beim Museumsdienst arbeiten sowohl festangestellte als auch freiberufliche Mitarbeiter*innen (44 Festangestellte, 137 freiberufliche Guides). Der Museumsdient informiert alle angestellten Mitarbeitenden regelmäßig über neue Techni- ken, Verfahren sowie Standards bei der Stadt Köln und organisiert die Teilnahme an den rele- vanten Schulungen. Diese erfolgen bedarfsorientiert und auf das jeweilige Aufgabengebiet be- zogen. Sie werden sowohl als Inhouse-Schulungen für ganze Abteilungen durchgeführt als auch im Rahmen individueller Teilnahmen betreffend das städtische Lernangebot oder auch externer Anbieter gefördert. Zu Jahresbeginn werden zusätzlich die individuellen fachlichen und persönlichkeitsentwicklungsbezogenen Fortbildungswünsche aller Mitarbeitenden ermit- telt und nach Prüfung bewilligt. 2022 nahm der Museumsdienst an knapp 20 beruflichen Fort- bildungen und 2 Teamworkshops teil. 4523 Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinisches Bildarchiv Fortbildungen werden von Mitarbeiter*innen der Kunst- und Museumsbibliothek zum einen an- lassbezogen (z.B. bei technischen Neuerungen, neuen Mitarbeiter*innen etc.) besucht, zum anderen aber auch mit dem Hintergrund einer fachlichen (Zusammen)-Arbeit. Das Budget in der Kunst- und Museumsbibliothek beläuft sich auf 785 Euro pro Jahr. Durch die Kooperation mit der Universität zu Köln können bibliothekarische Fortbildungen des ZBIW in Köln, die die- ser Kooperation dienlich sind, entgeltfrei besucht werden, ebenso wie die stadtinternen Fort- bildungsangebote. VII-5 Kulturraummanagement Die Mitarbeiter*innen des Kulturraummanagements besuchen insbesondere nicht kulturspezi- fische Schulungen, die aber für die Aufgabenwahrnehmung erforderlich sind, beispielsweise zu den Themen Mietrecht, Lärmschutz, Plan- und Baurecht. Dabei sind Mittel in einem niedri- gen fünfstelligen Bereich vorhanden. * Die Verwaltung hat den Satz nachträglich geändert. Ursprünglich: Das Museum Schnütgen bietet ein vielfältiges Weiterbildungsangebot 4 Frage 2: Durch welche Maßnahme stellt die Verwaltung sicher, dass abteilungs- und instituti- onsübergreifend Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können? Antwort der Verwaltung: Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen abteilungs- und institutionsübergreifend Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen geteilt werden können: 1. Das städtische Intranet für die städtischen Beschäftigten 2. Einen Leitfaden zur Wissensbewahrung bei der Stadt Köln mit vielen Methoden und Instrumenten 3. Eine „Willkommenskultur“ mit umfangreichen Informationen für neue Mitarbeitende, z.B. Onboarding-Kurse und Hospitationsprogramme für neue Mitarbeitende 4. Der persönliche und ämterübergreifende Austausch sowohl im Rahmen der allgemei- nen Fortbildungen als auch im Rahmen der Weiterbildungen 5. Das neue Chatprogramm cChat 6. Einen Innovationsgipfel sowie einen Newsticker des Innovationsbüros 7. Ein Führungskräfte-Innovationsnetzwerk mit dem dazugehörigen Newsletter 8. Amtsinterne Informationsplattformen (Wikis, Team-Webseiten und Blogs) 9. Netzwerke, Arbeitskreise, Austausche mit anderen Kommunen, Institutionen etc. 10. Ein Wissensmanagement in Form eines zentralen Dateiablagesystems als auch durch fachspezifische Museumsdatenbanken 11. Train-the-Trainer-Programme, Workshops, Arbeitsgruppen, Coachingmodelle, Online- Seminare, Bildungsurlaub 12. Regelmäßige Mitarbeitenden-Versammlungen zwecks eines gegenseitigen fachlichen Austausches zu Neuerungen 13. Generationsübergreifende, dienststellenspezifische Ausbildungsprogramme, wie z.B. beim Hänneschen Theater betreffend die Einarbeitung junger Menschen in das Pup- penspiel durch erfahrene Puppenspieler*innen kurz vor dem Renteneintritt. 14. Fachlich bezogene Weiterbildungen zu dienststellenspezifischen Themen, die direkt für die Erfüllung der Aufgaben wichtig sind, z.B. im Historischen Archiv: Fortbildungen für den Bereich Bestandserhaltung (Handhabung des Archivguts; Schimmelschulung etc. oder zukünftig auch zum Themenfeld Fototechnik/FotoMedienWerkstatt) 15. Inhouse-Schulungen sowie interne Fortbildungsangebote zur Erlangung allgemeiner Kenntnisse, z.B. zu den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Softwareanwendungen, Nach- haltigkeit, Klimaschutz, Datenschutz, Barrierefreiheit, Digitalisierung (hier aktuell z.B. die Einführung der allgemeinen E-Verwaltungsakte), Antirassismus, rechtliche The- menstellungen etc. 16. Abteilungsübergreifende fachspezifische Zusammenarbeit (z.B. Römisch-Germani- sches Museum: Die Abteilungen Verwaltung, Museum, Bodendenkmalpflege kooperie- ren eng miteinander) 17. Die Möglichkeit zur Teilnahme an externen Veranstaltungen, Tagungen, Konferenzen oder überregionalen Fachfortbildungen oder Projekten, die sowohl fachlich als auch übergeordnet sein können (z.B. Projektmanagement, Vergabe, IT) 18. Eine Weiterbildung einzelner Mitarbeiter*innen zu Transformations- und Nachhaltig- keitsmanagern*innen (IHK) 5 19. Abstimmungen und Kooperationen mit städtischen sowie internationalen Partnern zu den Themen Notfallprävention und -management (z.B. Kölner Notfallverbund und an- dere Notfallverbünde, Feuerwehr, THW) sowie regelmäßige Notfallübungen, sowohl dienststellenspezifisch als auch NRW- und deutschlandweit 20. Die regelmäßige Teilnahme am Boys-/Girlsday sowie eine Betreuung studienvorberei- tender Praktikant*innen 21. Kooperationen mit Hochschulen (z.B. Bamberg, TH Köln) 22. Möglichkeiten zu Hospitationen und Praktika mit internationalen Kolleg*innen (z.B. Brasilien, Ukraine) 23. Die Beteiligung an der Museumsnacht Köln 24. Stadtinterne gemeinsame dienststellenübergreifende Fortbildungen im Hinblick auf ge- meinsame Arbeitsfelder oder Projekte 25. Die Wahrnehmung verschiedener Querschnittsaufgaben für die städtischen Museen durch den Museumsdienst, hier sorgen z.B. regelmäßige abteilungsweite sowie abtei- lungsübergreifende Besprechungen für einen Austausch und Informationsfluss. Zudem entsendet der Museumsdienst für den Bereich Bildung und Vermittlung tätige wissen- schaftliche Fachreferent*innen in alle neun städtischen Museen. Zusätzlich wird die auf das Fachgebiet der jeweiligen Museen ausgerichtete Vermittlungsarbeit durch die Arbeit von fünf museumsübergreifend tätigen Referent*innen für folgende gesamtge- sellschaftlich relevante Themen unterstützt: Museum und Diversität, Museum und In- klusion, Museum und Lebenslanges Lernen, Museum und Outreach, Museum und Schule. Ihre Expertise und ihre Erfahrungen in einzelnen Museen stellen sie so allen Museen zur Verfügung und sorgen für Synergieeffekte und Nachhaltigkeit. 26. Seit 2022: Einrichtung eines Shared Service Centers (SSC). Hier bündelt der Muse- umsdienst folgende Aufgaben und Dienstleistungen für die städtischen Museen und stellt entsprechende Kompetenzen zur Verfügung: Vergabe, Datenschutz, Compli- ance, IT und Digitalisierung. Hierdurch ist das Teilen von Kompetenzen und Erfahrun- gen institutionell gegeben. 27. Marketing und Kommunikation (MuK): Das Sachgebiet MuK verantwortet übergreifend Marketing, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit für den Museumsstandort Köln und die Dachmarke museen.koeln. Sie ist im regelmäßigen Austausch mit den entsprechen- den Stellen der Presse und Öffentlichkeitsarbeit der städtischen Museen. Darüber hin- aus organisiert es eine kontinuierliche Publikumsforschung für die neun Museen, um so Kenntnisse über die Besuchendenstruktur und ihre Veränderung in den nächsten Jahren zu generieren und den Museen zur Verfügung zu stellen. Frage 3: Welches Potenzial sieht die Verwaltung in einem umfassenden Weiterbildungsangebot bei der Rekrutierung von neuem Personal in einem zunehmend schwieriger werdenden Arbeitsmarkt? Antwort der Verwaltung: Die Verwaltung sieht sowohl in fortlaufenden Weiterbildungsmöglichkeiten sowie der vielfälti- gen Möglichkeiten des internen als auch externen Austausches der Mitarbeitenden ein großes Potenzial und nutzt es aktiv im Rahmen der Arbeitgebermarke „Wir machen Köln!“, indem wir auf die vielen Möglichkeiten für die individuelle Entwicklung und die umfangreichen Leistun- gen hinweisen und auch in Stellenausschreibungen benennen. https://www.stadt-koeln.de/artikel/72140/index.html Das Thema Karriere und Entwicklung ist hier ein eigener Bereich mit folgenden Hinweisen: - Fortbildungsangebot 6 - Qualifizierung und Aufstieg - Interner Stellenmarkt - Personalentwicklungs- und Klimagespräch - Coaching - Supervision - Mentoring - Di(re)verse Mentoring - Mediation - Teamentwicklung - Führungskäfteentwicklung - Karriereberatung (LebensLangesLernen) Darüber hinaus werden mit den Fachbereichen „Inklusion“, „Diversität“, „Lebenslanges Ler- nen“ und „Outreach“ gezielt Menschen angesprochen, die entweder noch nicht zum Stamm- publikum gehören oder noch zu große Hemmschwellen und Barrieren für einen Museumsbe- such wahrnehmen. Es werden daher neue Formate und Methoden entwickelt und immer wie- der neue Angebote geschaffen, um diese Zielgruppen zu erschließen. Hinzu kommen seit 2020 digitale und online-Formate. Neue Zielgruppen, aber auch die Intensivierung der „digita- len Vermittlung“, erfordern Kompetenzen jenseits von alleiniger Fachexpertise die Ausstellung und Exponate der Museen betreffend, während Angebote im „Outreach“ eine höhere Flexibili- tät und Mobilität im gesamten Kölner Stadtraum erfordern. Dadurch entsteht sowohl ein Be- darf an neuen freien Mitarbeiter*innen, die neue Kompetenzen mitbringen, um die verschiede- nen Teams vielseitiger und diverser zu gestalten, als auch ein Bedarf an Qualifizierung der bereits vorhandenen Teams. Die Akquirierung von neuem freiberuflichen Personal wird durch folgende Maßnahmen stärker diversifiziert: Anpassung der Voraussetzungen für die freiberufliche Mitarbeit, Öffnung für Ab- schlüsse unterhalb des Masters, Einbeziehung von diversen Berufs- und Lebenserfahrungen. Durch die beschriebenen neuen und immer wieder wechselnden An- und Herausforderungen an die freien Mitarbeiter*innen sowie zur Qualitätssicherung ist eine kontinuierliche Schulung („Lebenslanges Coaching“) der freien Mitarbeiter*innen gerade im Hinblick auf Methoden und Kompetenzen elementar und unabdingbar. Das Weiterbildungsangebot wird daher auch für die Weiterqualifizierung der bestehenden Teams genutzt und weiterentwickelt, auch mit der Möglichkeit, sich auf bestimmte Zielgruppen und/oder Fachbereiche (Outreach etc.) zu spezi- alisieren. Als Beispiele können hier Schulungen zu rassismuskritischer Kunstvermittlung (2022), barrierefreien Führungen für blinde und sehbehinderte Besucher*innen (2023) sowie Kulturgeragogik und Kunstvermittlung für Ältere (2023) genannt werden. Frage 4: Welche Unterstützung erhalten Akteur*innen der freien Szene ideell und finanziell bei der Weiterbildung ihres Personals? Antwort der Verwaltung: Das Kulturamt unterstützt freie Institutionen und Initiativen zum einen durch eigene städtische Vernetzungsangebote wie z.B. das Barcamp Good Practice im November 2023, zum anderen sind im Bereich der städtischen Betriebskostenzuschüsse auch Weiterbildungsmaßnahmen für Personal grundsätzlich förderfähig. Das Kulturamt konzipiert derzeit außerdem die Überar- beitung seiner Fördersystematik auch für Projektförderungen; hierbei wird geprüft, auch Wei- terbildungen von Personal der freien Institutionen durch Projektzuschüsse zu fördern. Im Hinblick auf den eigenen Transformationsprozess im Kulturamt bestehen derzeit Planun- gen für ein Konzept (auch in Kooperation anderen Kommunen in NRW), die Führungskräfte bzw. Fachreferent*innen des Kulturamtes künftig ganz gezielt in ihrer Expertise über Quer- schnittsthemen wie Audience Development, Nachhaltigkeitsmanagement, Antirassismus in der Kultur etc. noch weiter fortzubilden - insbesondere auch im Hinblick auf eine Beratung der Akteur*innen aus der freien Szene. 7 Grundsätzlich bildet sich das Personal des Kulturamtes sehr regemäßig durch städtische wie externe Fortbildungen weiter, um in seiner jeweiligen Fachlichkeit auch zukünftigen Herausfor- derungen gewachsen zu sein. Allerdings sind sowohl das Fortbildungsbudget des Kulturamtes als auch die personellen/zeitlichen Spielräume durchaus begrenzt. Zum speziellen Thema „ökologische Nachhaltigkeit“ wurde vom Kulturdezernat das Programm „Köln hoch 3“ ins Leben gerufen: dieses ist eine Kooperation des Dezernats für Kunst und Kultur, der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln, dem "Green Culture Collective", dem "Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit" und "Thema 1". Neben den städtischen Institutionen wurden auch Einrichtungen der Freien Szene zu dem Projekt eingeladen. Das Aktionsnetz- werk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien hat ein Weiterbildungsangebot geschaffen, um moti- vierte Akteur*innen aus dem Kulturbereich dabei zu unterstützen, eine transformative Rolle anzunehmen und zu erfüllen. Ziel des Angebots ist es, Handlungswissen zu vermitteln, wie Kulturstätten und Medienproduktionen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschreiten können. Neben der Wissensvermittlung dient das Angebot der Vernetzung von Akteur*innen unterei- nander und mit Expert*innen; aus der Freien Szene sind beteiligt: Comedia Theater, Festival Sommerblut, Internationale Photoszene, Filmhaus, Stadtgarten sowie die Veranstaltungsstätte Bootshaus. Das NS-DOK führt des Weiteren mit unterschiedlichen Zielgruppen, einschließlich der freien Szene, Workshops u.a. zu den Themen Diskriminierung, Antisemitismus und Rechtsextremis- mus durch. Finanzielle Unterstützung zur Weiterbildung des Personals der freien Szene wird nicht geleistet. Der Museumsdienst kooperiert ebenfalls mit Akteur*innen der freien Szene. In gemeinsamen Projekten oder bei der gemeinsamen Entwicklung neuer Angebote profitieren beide Seiten vom Wissens- und Erfahrungsaustausch (Beispiel 2020-2021 das für das Projekt „ver I lern I raum. Rassismuskritische Praktiken am Museum“ gebildete Team ist bis heute freiberuflich tätig). Der Museumsdienst führt kostenfreie inhaltliche und methodische Multiplikator*innen-Schulun- gen durch, um die Ansätze, Angebote und Möglichkeiten der musealen Vermittlungsarbeit vor- zustellen. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3580/2023
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 23.11.2023
- Erstellt
- 03.11.2023 14:28