V/0035/2022
Abschlussbericht Kulturförderung in Corona-Zeiten im Jahr 2021
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Anlage A
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Anlage A zur V/0035/2022 Kurzüberblick Abschlussbericht und Bilanz der Umsetzung des kommunalen Unterstützungsfonds zur gezielten Struktur- und Existenzsicherung freier Kulturbetriebe und Kulturträger sowie freischaffender und soloselbständiger Künstlerinnen und Künstler in Corona-Zeiten im Jahr 2021 mit differenzierter Aufstellung über die Verwendung der Mittel und der Antragsteller in den verschiedenen Unterstützungsprogrammen. Im Fazit ist es gelungen, die Kulturszene in Münster mit den im Laufe des Jahres nachgeschärften kommunalen Programmen im Zusammenspiel mit den Sondermitteln auf Bundes- und Landesebene effektiv zu unterstützen und in weiten T eilenzu stabilisieren. Über die Absicherung der Einrichtungen und Kulturschaffenden hinaus, ist es gelungen, auch neue Kulturformate, Spielorte und Kooperationsformen zu entwickeln, die Potentiale für die Zukunft bieten. Im Ausblick wird auf das massive aktuelle Infektionsgeschehen und die damit verbundene erneute Gefährdung der Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden im Jahr 2022 hingewiesen, die Ende 2021 in diesem Ausmaß nicht absehbaren war. Ziele/Teilziele/Zielerreichung · Wir sind auch nach Überwinden der Corona-Krise eine Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität > mit hoher Umwelt- und Naturqualität > mit breitem Freizeit- und Sportangebot > mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell- schaft · Wir werden auch nach Überwinden der Corona-Krise als kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrahlung entwickeln. Mit dem Überblick und der Auswertung der Verwendung der kommunalen Sonderfonds 2021 werden wichtige Erfahrungswerte im Umgang mit der Pandemie sowie zukunftsträchtiger (Förder-)Formate abgebildet. Diese bilden eine zunehmend elaborierte Basis, um den Gefährdungen der differenzierten Kulturlandschaft durch die Pandemie bedarfsgerecht begegnen zu können. Finanzierung Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein Im beschlossenen Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja x Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig x vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine.
Anlage 1_Sonderfonds_Finanzueberblick
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Anlage 1 zur Vorlage V/0035/2022 1 Sonderfonds 2021 – Finanzüberblick; Stand 29. 12. 2021 Sonderfonds A – institutionell geförderte Kultureinrichtungen AKO e.V. 1. Jahreshälfte 40.000,00 Euro Cactus Junges Theater 1. Jahreshälfte 40.000,00 Euro Charivari 1. Jahreshälfte 11.447,16 Euro Charivari 2. Jahreshälfte 12.153,00 Euro Der Kleine Bühnenboden 1. Jahreshälfte 23.088,48 Euro Der Kleine Bühnenboden 2. Jahreshälfte 15.091,24 Euro Gesellschaft für Leprakunde 1. Jahreshälfte 2.000,00 Euro Kreativhaus 1. Jahreshälfte 39.000,00 Euro Theater Titanick 1. Jahreshälfte 40.000,00 Euro Theater Titanick (Jubiläumszuschuss lt. Vorlage) 20.000,00 Euro Zukunftswerkstatt (Mietschuldenerlass) 4.500,00 Euro Zukunftsmusik 1. Jahreshälfte 1.875,00 Euro Gesamt Sonderfonds A 249.154,88 Euro Sonderfonds B – nicht institutionell geförderte Kulturbetriebe/initiativen + Stipendien Friedenskapelle 10.000,00 Euro Sputnikhalle 6.000,00 Euro Kulturquartier 5.613,00 Euro Stadtteiloffensive Hiltrup 2.694,00 Euro Theater Don Kidschote 4.000,00 Euro Die Rote Lola 7.945,56 Euro Coconut Beach 10.000,00 Euro Wohnzimmer e.V. 1.800,00 Euro Stipendienvergabe (57 Stipendien á 3.000 Euro) 171.000,00 Euro Juryhonorierungen Stipendienvergabe 1.600,00 Euro Gesamt Sonderfonds B 220.652,56 Euro Anlage 1 zur Vorlage V/0035/2022 2 Sonderfonds C – Bespielung neuer (Open-Air-) Räume I Kultursommer Sonderfonds C.1 - Kultursommer „Herzglut“ (Antrag an Kulturstiftung des Bundes) Cactus Junges Theater 15.830,00 Euro s/w ist die bessere Farbe 19.400,00 Euro Initiative Monokultur: Noise:Start 61.500,00 Euro Thomas Nufer: Stadtflächenunterhaltung 41.300,00 Euro Stadtensemble p/ART/ed 20.415,00 Euro Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 9.000,00 Euro Gesamt „Herzglut“ 167.445,00 Euro Sonderfonds C.2 – Weitere assoziierte Veranstaltungen im Kultursommerprogramm RESET 10.000,00 Euro Kindertheater (Toboso, Winterpunschveranstaltungen) 7.000,00 Euro POPUPKultur in Handorf 15.000,00 Euro Musikschule Wolbeck (Musikwoche Südost) 8.200,00 Euro Sonstige Sachkosten (Fotodokumentationen, Getränke, moving movies) 2.462,11 Euro Theater Titanick 30+1jährige Jubiläumsprogramm Finanzierung durch u.a. Sonderfonds A Gesamt „Weitere Veranstaltungen“ 42.662,11 Euro Gesamt Sonderfonds C (Kultursommer Herzglut + weitere assoziierte Veranstaltungen) 210.107,11 Euro Gesamtausgabe Sonderfonds 2021 (Stand 29.12.2021) 679.914,55 Euro Ansatz 2021: 1.000.000,00 Euro zzgl. Bundesförderung „Herzglut“: 133.200,00 Euro gesamt 1.133.200,00 Euro - Ausgabe 679.914,55 Euro Rest: 453.285,45 Euro
Anlage 4_Sonderfonds_C_Kultursommer
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Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 1 Sonderfonds C – Bespielung neuer (Open-Air) Räume I Kultursommer 2021 Sonderfonds C.1 – Kultursommer „Herzglut“ (Antrag an Kulturstiftung des Bundes) Cactus Junges Theater „Hexenjagd“ Cactus Junges Theater zeigte drei Mal die Open-Air-Aufführung des Stücks „Hexenjagd“: Ein transkulturelles 9-köpfiges Ensemble junger Spielerinnen und Spieler interpretierte den historischen Vorfall und dessen bekannteste Adaption durch Arthur Miller neu. Das Gelände am Alten Zoo rund um die Westfälische Schule für Musik wurde dabei zur Kulisse des Stücks. 15.830,00 Euro schwarzweiss ist die bessere farbe „Plague & Personal Pleasure“ Das Label „schwarzweiss ist die bessere farbe“, eine Plattform für außergewöhnliche Filmkonzerte an ungewöhnlichen Orten, richtete an vier Abenden ein „audiovisuelles Festival zur Verzauberung in belasteten Zeiten“ aus. Ein Programm aus Film, Musik, Tanz, Schauspiel, Performance und Rezitation an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt sowie am Pavillon im Schlossgarten. 19.400,00 Euro moNOkultur „NOISE!START“ Die Initiative moNOkultur bot der freien lokalen Musikszene mit einem 12- stündigen Musik-Fest die Chance zum Neustart. Über 100 Musiker traten auf zwei Bühnen im Schlosspark auf. Alle Genres und Sparten stellten sich vor - vom avantgardistischen Musikensemble über Rockbands und Popkapellen, Weltmusik und migrantischer Musik. 61.500,00 Euro Thomas Nufer „Stadtflächenunterhaltung“ Aktionskünstler Thomas Nufer schickte an zwei Tagen 20 mobile Musik- gruppen und Performancekünstler der lokalen Szene, begleitet von Baum- und Mooswesen, durch die Innenstadt. Musiziert, rezitiert und gespielt wurde auf Dächern und Balkonen, an Fenstern von Geschäftshäusern, auf Freitreppen, Senken und Plätzen. 41.300,00 Euro Stadtensemble „p/ART/ed“ Das Stadtensemble, ein Zusammenschluss münsterscher Kulturschaffender, bespielte mit 30 Künstlerinnen und Künstlern an fünf Tagen den öffentlichen Raum der Stadt mit Duetten, Duo-Kabinettstückchen, Performances und Dialogen. Die Performances auf Abstand wurden in einem Zeitraum von zwei Stunden mehrfach wiederholt. 20.415,00 Euro Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 9.000,00 Euro 167.445,00 Euro Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 2 Sonderfonds C.2 – Weitere assoziierte Veranstaltungen im Kultursommerprogramm RESET e.V. RESET*Spezial RESET e.V. realisierte im Sommer ein viertägiges RESET*Spezial mit einem Mixed Arts Programm auf dem Gelände der ehemaligen York- Kaserne. Das Programm bestand aus einem Mixed-Arts Parcours mit Installationen, Performances, einem Kurzfilmprogramm und Ausstellungen in den Innenräumen sowie einem Rahmenprogramm im Außenbereich mit Open-Air-Konzerten als Programmabschluss an zwei Abenden. 10.000,00 Euro Theater in der Meerwiese Kindertheaterprogramm Open-Air-Aufführungen des Stücks „Dr. Larifari ist weg“ der Kindertheater- gruppe TOBOSO in einem Waldstück nahe Coerde und Ausweitung des Programms „Winterpunsch“ mit Aufführungen lokaler Kindertheatergruppen in der Meerwiese 7.000,00 Euro Kreativhaus / Zionskirchengemeinde Handorf Kultur:Wünsche:Handorf Ein kleines Kulturnetzwerk griff die alte Tradition der Gastfreundschaft in Handorf auf und lud drei Kulturschaffende aus Münster in ihr „Dorf“ ein. Die Kulturschaffenden luden im Gegenzug die Bürgerschaft Handorfs zu inter- aktiven Kunstaktionen ein. An fünf Wochenenden im Herbst wurden das Gemeindezentrum der Zionsgemeinde und Handorf selbst zum Produktionsort für Kultur. Parallel dazu führten die Initiatoren umfassende Gespräche mit den Menschen vor Ort über Kultur und ihre Wünsche nach Kultur im Stadtteil. 15.000,00 Euro Musikschule Wolbeck e.V. Musikwoche Südost Die Musikschule Wolbeck initiierte ein umfangreiches Programm mit mehr als 100 Musiker*innen, über 30 Bands, Orchestern, Ensembles und Chören an acht verschiedenen Veranstaltungsorten in Wolbeck, Angelmodde und Gremmendorf. Neben der Zusammenarbeit mit den Gastronomiebetrieben, die ihre Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellten, gab es vor der Musikwoche zudem mehrere Musik-Acts im öffentlichen Raum. Es ent- wickelte sich ein intensiver Austausch und ein Miteinander über alle Bevölkerungsgruppen und Altersklassen. Die Musikwoche Südost soll sich als fester Bestandteil im zukünftigen Kulturjahreskalender der Stadteile etablieren. 8.200,00 Euro Theater Titanick Im Jahr 2020 ist Theater Titanick 30 Jahre alt geworden, jedoch konnte das Jubiläum coronabedingt nicht gefeiert werden. 2021 beging Titanick das 30+1-jährige Bestehen mit einem Open-Air-Sommer der großformatigen Stadterkundungen: drei besondere Orte in Münster, drei Inszenierungen, elf Aufführungen. „Upside down“ Auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne baute das Theater Titanick eine sieben Meter hohe, in alle Richtungen bewegliche Metallkugel auf, die eine 360-Grad-Performance ermöglichte. Bei den Aufführungen verknüpfte sich Physical Theatre mit Vertikaltanz, Kinetic Art und Videokunst. finanziert u.a. durch Jubiläumszuschuss und aus Sonderfonds A (institutionell geförderte Einrichtungen) Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 3 „Trip over“ An zwei Abenden zeigte das Titanick-Team eine Performance mit Live- Musik und Videoprojektionen auf einem Parkplatz am Hafengrenzweg. I Mittelpunkt des Bühnenbildes stand ein alter Ford Mustang, der sich vertikal und horizontal kippen ließ. Mehrere feststehende und mobile Kameras im Bühnenbild ermöglichten die Projektion der Performance auf eine große Leinwand. „Titanic“ Die Entdeckung eines besonderen, urbanen Ortes mit Werft-Atmosphäre: Im Gasometer Münster sahen in 7 ausverkauften Vorstellungen 4.200 Besucherinnen und Besucher den Klassiker „Titanic“. RUE OBSCURE „Im Garten verzweigter Pfade“ Spaziergang der besonderen Art: Inspiriert durch Erzählungen des modernen magischen Realismus, hat RUE OBSCURE einen reflexiven Parcours für das Gelände der ehemaligen York-Kaserne entworfen. Auf dem im Umbruch begriffenen Areal widmete sich das Theater- und Performance-Kollektiv dem Thema Zeit und ihren Variationen. Projektvorhaben und -zuschuss aus dem Jahr 2020 40.200,00 Euro
Anlage 3_Sonderfonds_B_Stipendien
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Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler
Bewilligung nach dem Verfahrensmodell der ersten Jahreshälfte
Antragsteller*in Projektvorhaben
1 Dr. Matthias Schröder
Musik/Film/Kindertheater Exposé & Storyline zum Filmprojekt "Die zauberhafte Welt des Herrn Alexander"
mit Konzeptionierung eines Drehbuches auf der Basis des gleichnamigen Kindertheaterstückes.
Bewilligungen nach dem Verfahrensmodell der zweiten Jahreshälfte
Antragsteller*in Projektvorhaben
1 Aliev, Lejla
Bildende Kunst / Film
"Tanzui"; Erarbeitung einer interdisziplinärer Filmskizze, Recherche, Vorbereitung, Budgetierung, Filmplanung
2 Angenent, Katja
Literatur
"Das Schweigen im Hause Valarin"
Fertigstellung eines Manuskripts (Recherchearbeiten) für einen historischen Kriminalroman, der Ende des 19.
Jahrhunderts die Aufklärung einer Entführung in Münster schildert.
3 Asabere, Yaw
Tanz / Darstellende Kunst
Recherche-Arbeit zu eigenen Tanzstilen zur persönlichen Weiterentwicklung; Kooperationen mit Tänzerinnen und
Tänzern, DJs und mit dem Dramaturgen J. Godschmidt geplant;
4 Banse, Katrin
Tanz / Darstellende Kunst
Gründung eines spartenübergreifendes Künstlerkollektivs/Recherchearbeiten:
Die Vision ist eine dauerhafte Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstlern aus Münster und Umgebung und die
Umsetzung performativer Formate
5 Bärenfänger, Ulrich
Darstellende Kunst
Erarbeitung eines Theaterstücks auf der Basis der Kindergeschichte "herr Bell" von Thomas Brasch
6 Bäumer, Christoph
Darstellende Kunst / Kindertheater
"Kurze Beine -kurze Wege"
Kinderkultur vor Ort in Münsters Stadtteilen!
Ziel ist die Installation eines fussläufig zu erreichenden Kinderkulturangebot in den Stadtteilen Münsters. Im
Anschluss an eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse werden gezielt potentielle Institutionen angesprochen
(Stadtteilentwicklung).
7 Becker, Johanna
Bildende Kunst
"Re - Creating" - ein Research-Projekt mit Erarbeitung von Skulpturen, Zeichnungen und Videos / 3D-Animtionen
und einer abschließenden Installation;
8 Bohren-Harjes, Elisabeth
Darstellende Kunst / Clown
"2 Engel für Münster"
Regelmäßige Aufführungen als Walk-Act zur Belebung neuer Orte in der Stadt
9 Bomski, Marcus
Tanz
Neu in Münster seit März 2021;
Recherche-Arbeit zur Schaffung eines Rahmens zur Initiierung eines Körpertrainings für die ansässige Tanz- und
Schauspielszene
10 Brüning, Gabriele
Darstellende Kunst
"Als wir jung waren" Gedichte und Geschichten für Seniorinnen
Ein Programm für und mit älteren Menschen. Sie sollen in Ihrer Vergangenheit abgeholt und ermuntert werden an
frühere Zeiten anzuknüpfen, durch Literatur.
11 Budde, Pit
Musik
"Der himmlische Flötenspieler"
Musikalische Märchen aus aller Welt; CD und Online Album Recherche von Musik-Märchen aus aller Welt;
Übertragung in die deutsche Sprache, sofern nötig; musikalische Gestaltung und Aufnahme eines musikalischen
Hörbuchs
12 Coppenrath, Fabian
Bildende Kunst
Entwurf und Druck von Bewerbungsunterlagen für Ausstellungen in Kunstvereinen, Galerien usw….
13 Cromheecke, Hilde
Darstellende Kunst
Die Schaffung eines festen Platzes, auf dem Rieselfeldhof "Das Plateau im Schilf" an dem Künstler*innen sich
draußen treffen, um in der Natur künstlerisch zu forschen und zu arbeiten; Entwicklung eines Workshop-Konzepts
zum Thema "Theater in der Natur"
14 Enste, Jan Andreas
Bildende Kunst / Film
"The death of T"
Planung einer filmischen Umsetzung des Romanes "Tristano stirbt" von Antoni Tabucchi
15 Geigle, Klaus
Bildende Kunst
Projekt "Subtile Spuren menschlicher Aktivität als auch menschlicher Abwesenheit in Landschaften und Orten"
16 Gilsbach, Christoph
Darstellende Kunst / Performancekunst
"Die Traumgeister" - pantomimisches Kindertheater
Wiederaufnahme, Aktualisierung, Transfer in den Altersbereich der Kita Kindergruppen
Seite 1
Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler
17 Girkelidze, Mariam
Bildende Kunst
Wie viel Energie braucht es, um Kunst zu schaffen?
Mit Hilfe unterschiedlicher Apps, Geräten, digitalen Energie-Fragenbögen und Skizzenbüchern wird die verbrauchte
und gewonnene Energie beim künstlerischen Schaffensprozess gemessen. Dem Publikum, dass sich tageweise
online über eine Live-Cam einschalten können, soll vermittelt werden, wieviel Energie Kunst kostet und andererseits
wie viel Energie Kunst gibt.
18 Goeden, Dorthe
Bildende Kunst
"Lines and Shapes and Correlations"
Untersuchung von Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozessen; Findung und Aneignung einer neuen Technik
dreidimensionaler Zeichnungen und bildhauerischer Herangehensweisen
19 Goldschmidt, Joachim
Tanztheater / (Dramaturg)
Recherchearbeit "TTT-TODTABUTANZ" zum menschlichen Unvermögen beim Umgang mit dem Tod; Kooperation
mit dem Crumper S. Quaynoo und der Autorin B. Henningsen
20 Haarmann, Ralf
Komponist / Autor / Klangkünstler
Entwicklung einer Steuerungs-Software für die Klanginstallation "vexations ping pong". Eine installative
Interpretation des Klavierstückes von Erik Satie mit Tischtennisspielern.
21 Hahn, Dominik
Musik
"Jubiläumsjahr milestones Jazzband"
Umsetzung der geplanten Jubiläumsproduktion der seit 2011 bestehenden Jazzband;
mit neuen Arrangements, veränderten Besetzungen und Gastmusikern der vergangenen 10 Jahre mit Ton- und
Videoaufnahmen.
22 Hench, Benedikt
Musik
Projektarbeitstitel: "Konservierte Musik aus Gläsern und Koffern" - Kompositionsarbeiten
23 Kinast, Enno
Musik
Planung der Uraufführung der Messe für Chor und Orgel "Missa madonna del suffragio di Perinaldo" von Matthias
Bonitz
24 Koheil, Susanne
Bildende Kunst
Ortsspezifische Intervention "Starry Starry Night" mit Komponenten aus Licht, Ton und Textarbeiten
25 Kraft, Andrea
Bildende Kunst
Projekt "DenkMAL" Auseinandersetzung mit der Thematik des "Sichtbarseins" und "Sichtbarmachens";
Künstlerische Gestaltung von QR Codierungs-Zeichen zu eigenständigen, plastischen Kunst-Objekten
26 Kronfli, Josephine
Musikerin / Autorin
"Der Rabe" - animierter Video Clip eines isländischen Kinderliedes
27 Kuecking, Christiane
Darstellende Kunst / Musik / Autorin
"Mein Kopf läuft mit mir um"
Recherche zur dunklen Seite der Annette-von-Droste-Hülshoff und eigene Neu-Vertonungen ihrer Gedichte;
Erarbeitung neuer Fähigkeiten als Musikerin und Vokalistin (Loopstation)
28 Kunnel, Anil Jacob
Regisseur / Drehbuchautor
Drehbucherstellung und produktionsvorbereitende Maßnahmen für das Filmprojekt "Angst" (AT)
29 Kupferschmid, Cornelia
Darstellende Kunst
Voll geflashed!
In verschiedenen Schulen/Einrichtungen sollen künstlerische Workshops angeboten werden. Dazu werden in
Kooperation mit der Bürgerstifung Münster, Künstler*innen des Stadtensemble aus den unterschiedlichsten
Disziplinen, ergänzt von Theaterpädagog*innen, eingeladen. Themen wie Pandemie und Umbrüche dieser Zeit,
werden als Flashmobs umgesetzt.
30 Laghidze, Vasil
Musik
"Classic meets Percussion"
Erarbeitung eines Programms klassischer Musik für Klavier und Percussion und Entwicklung neuer musikalischer
Interpretationen.
Mit Hilfe der Percussion soll die innere rhythmische Struktur klassischer Klavierstücke und ihre Verbindung mit den
anderen Musikgenres betont/gezeigt werden.
31 Lating, Andreas
Literatur /Spoken Word
"Lyrikkeller statt Leerstand"
Ein leerstehender Raum wird künstlerisch gestaltet um als Ort für die Umwandlung von Themen in Texte zu dienen.
Die Besucher nennen Themen, die sie sich als Lyrik wünschen und hier als Performance umgesetzt bekommen.
32 Lorenz, Daniel
Darstellende Kunst / Bewegungs- und Zirkustheater
Erarbeitung eines Angebots für Kinder im KiTa- und Grundschulalter mit den Mitteln des Walking Acts, Hochrad,
Showelementen und Mitmachaktionen
33 Malchow, Günter
Bildende Kunst
Projekt "Münster - Passagen zur Stadt" mit einer fotografischen Dokumentation von ortstypischen Gegebenheiten
und Weiterverarbeitung und Druck auf textiles Trägermaterial etc.
34 Mende, Tashina
Darstellende Kunst / Schauspielerin / Pantomimin
Theaterpädagogisches Projekt "theatre for future" zum Thema Klimakrise, Nachhaltigkeit, Mitweltschutz
Seite 2
Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler
35 Meyer-Heil, Martina
Bildende Kunst
Glasierte Go-lehmer
Zusammenführung handwerklicher Gestaltungen von zweckgebundenen Töpferwaren mit zweckfreien
künstlerischen Plastiken mit Anwendung unterschiedlicher Glasuren und Glasiertechniken
36 Müller, Rudolf
Bildende Kunst
Projekt "Ignorieren Sie gewisse Vorkommnisse - Die Stadt Münster als begehbarer Notizblock"
Intervention im öffentlichen Stadtraum
37 Nesterova, Anastasiya
Bildende Kunst
Erforschungsprojekt "Freiraum Münster" zur Nutzung von öffentlichen Plätzen, Grünanlagen etc.
38 Oldengott, Frank
Musik
Einführung eines neuen Probenkonzeptes für Sängerinnen und Sänger, das zu freiem Gesang und individueller
Improvisation im Chor führt.
39 Pentcheva, Tania
Musik
Konzertvorhaben "Münster incontra l´Italia" - ein musikalischer Bogen zwischen dem Münsterland und Italien;
40 Pommer, Derek
Bildende Kunst / Grafikdesign
Erstellung gemalter und gezeichneter Impressionen der JVA an der Gartenstraße
41 Prautsch, Thomas
Bildende Kunst
Projekt "über brücken" mit einer malerischen Auseinandersetzung mit der Architektur der neuen Laerer-Landweg-
Brücke in MS
42 Rademacher, Tilman
Darstellende Kunst / Autor
"Die Lyrikkiepe" - Ein poetischer Streifzug durch Münster und das Münsterland: "Eine lyrische Liebeserklärung an
Münster…"
43 Rokahr, Christine
Bildende Kunst
Projekt "Herz der Freiheit 2021" - Kommunikation der Künstlerposition Christine Rokahrs in der Stadt Münster
44 Rosenthal, Andreas
Bildende Kunst
Erstellung eines Katalogs "Zwei Hände wie Wolken"
Zeichnung/Malerei 2017-2021
45 Ruppelt, Albert
Musik
Ausbau eines Live-Bühnenkonzepts mit eigenem Programm zu einem Album-Release und Entwicklung von Digital-
Angeboten
46 Schneider, Anna
Darstellende Kunst / Tanz
Vernetzung in Münster und Veröffentlichung einer aktuellen Videoarbeit
47 Schneider, Stefan
Musik
Fortsetzung und Verstetigung des Projektes "EAT THE FROG" mit dem hybriden Veranstaltungsfomat "Work in
progress" und dem Workshop- und Performanceprojekt "Extemporize"
48 Schröder, Lis
Bildende Kunst/Medienkunst
Beendigung des Projektes "Düsseldorf" und Aufnahme eines neuen Projektes "continental shift" jeweils mit den
Medien Video und Musik
49 Sczepanek, Stephanie
Bildende Kunst
Recherchevorhaben / Konzeptentwicklung zur Auslotung von Grenzen von Alltag und Kunst, sozialen Normen etc.
bei der Überführung in ein neues Handlungsfeld der digitalen Welt
50 Silbernagel, Sandra
Bildende Kunst
Realisierung einer großen Skulptur in dem Kalksteinbruch ANRÖCHTER DOLOMIT.
Erforschung des Materials mit erfahrenen Archäologen und Handwerkern mit anschließender Dokumentation;
51 Skroblies, Gintare
Bildende Kunst
Projekt "Ich sehe das, was Du nicht siehst" mit der Erarbeitung von Zeichnungen und Grafiken
52 Soares, Vinicius
Darstellende Kunst / Tanz
"5 SENTIDOS SENSES SINNE"
Foto-Wanderausstellung zum 10. jährigen Bestehen des MOMENTOS WORLD
53 Sparmann, Susanne
Publizistin
Crossmediales Projekt "Mein kleines Münster" ("Wie ist Münster im Alltag und im Kleinen") mit Konzeptentwicklung,
Aufbau Homepage und vorbereitender Öffentlichkeitsarbeit
54 Streibl, Mirijam
Musik / Sound-Artist
Erarbeitung eines Demobands mit 3-4 Kompositionen basierend auf dem Konzertpriojekt "Sommerklänge"
55 Talarico,Manuel
Bildende Kunst
Start einer Videoserie "To Alaric" (AT) mit anschließender Videoinstallation
56 von Buelow, Susanne
Bildende Kunst
"grafical-recordings"-Projekt
"Szenen der Vorstadt bei Nacht" mit Live-Aufzeichnungen und zeitversetzten Aufführungen in Kinderhaus
Seite 3
Anlage 2_Sonderfonds_B_Veranstaltungsstaetten
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Anlage 2 zur Vorlage V/0035/2022 Sonderfonds B: Bewilligte Anträge freier nicht institutionell geförderter Kulturbetriebe und -initiativen Friedenskapelle am Friedenspark. „The Sound of Distance Presence“ Ein 10tägiges Konzertprojekt als Klanginstallation mit Studierenden der Musikhochschule Münster und mit Musikerinnen und Musikern der lokalen Szene in der Friedenskapelle am Friedenspark 10.000,00 Euro Sputnikhalle „Urban Art succession“ Ein Programm als „Neuverortung“ des urbanen Tanzes mit einer künstlerisch- musikalischen Umsetzung von „‘Sacre‘ – Stravinsky Now“ mit einem DJ, Cellisten und zwei Krumpern sowie einem Hip-Hop-Battle in Kooperation mit dem Theaterlabel bodytalk in der Sputnikhalle am Hawerkamp 6.000,00 Euro Kulturquartier Münster „Quer durch den Garten“ Eine zweitägige spartenübergreifende Veranstaltung mit künstlerischen Acts aus der lokalen Szene auf einer Außenbühne im Garten des Kulturquartiers und einer Sonntagsmatinee mit münsterschen Künstler*innen 5.613,00 Euro Club „Die Rote Lola“ „Teezimmerkonzerte“ und Lola Live“ Ein Programm mit 16 Musikveranstaltungen mit Solokünstler*innen akustischer und handgemachter Musik („Teezimmerkonzerte“) und bandorientierte Live- Musikabende („Lola_Live“) auf der eigens dafür eingerichteten Open-Air-Bühne der „Roten Lola“ am Hafenweg 7.945,56 Euro Dockland GmbH / Coconut Beach „Open-Air-Beach“ Eine eintägige Open-Air-Veranstaltung mit Kabarett, Improtheater, Hip-Hop und Rap, Indie-Bands und einem DJ-Programm der lokalen Szene auf dem Coconut Beach am Hawerkamp 10.000,00 Euro Stadtteiloffensive Hiltrup Hörspielabende „Die Schatzinsel“ Zwei Veranstaltungsabende mit dem Live-Hörspiel "Die Schatzinsel" des Ensembles „Theater ex libris“ mit fünf Schauspieler*innen im Kulturbahnhof Hiltrup. 2.694,00 Euro Theater Don Kidschote Übernahme des Eigenanteils (= 20% der Gesamtfinanzierung) im Rahmen einer NEUSTART-Mittelbeantragung bei der Assitej e.V. (= 80% der Gesamt- finanzierung) zur Finanzierung von 25 Gastspielen mit altersgerechten Auf- ührungen aus dem Repertoire des Theaters Don Kidschote in entsprechenden Einrichtungen vor Ort, insbesondere in Knotenpunkten sozialer Arbeit mit und für Kinder in Stadtteilen 4.000,00 Euro Wohnzimmer e.V. „WOGA 2021“ (Wohnzimmer-Gartenschau) Ein dreitägiges Open-Air-Fest in einem privat gepachteten mit einem Live- Programm von Singer-Songwritern und Musik-Bands, Musik-Jam-Sessions, Kinderprogramm, einer Kunst-Ausstellung von Skulpturen und Performances und einer künstlerisch animierten Lichtinstallation sowie Vorbereitung einer Kunstausstellung „HalbSchattenSkulptura“, deren Umsetzung für 2022 geplant ist. 1.800,00 Euro 48.052,56 Euro
Berichtsvorlage
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V/0035/2022 V/0035/2022 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Abschlussbericht Kulturförderung in Corona-Zeiten im Jahr 2021 Beratungsfolge 03.02.2022 Kulturausschuss Bericht Bericht: Auch im Jahr 2021 – und damit das zweite Jahr in Folge – haben die Auswirkungen der Corona- Pandemie die Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden erneut vor große Herausforderungen gestellt, verbunden mit der Notwendigkeit äußerst flexibel und kreativ auf die jeweiligen Einschränkungen zu reagieren und Corona-kompatible Lösungen zu finden. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass insbesondere der bereits im Jahr 2021 initiierte und kontinuierlich fortgesetzte konstruktive Dialog zwischen den verschiedenen Kulturakteuren, der Kulturverwaltung und der Kulturpolitik dazu beigetragen hat, dass den differenzierten Bedarfslagen mit jeweils geeigneten Unterstützungsmaßnahmen und -programmen begegnet und im Laufe des Jahres effektiv nachgesteuert werden konnte. Neben dem kommunalen Sonderfonds wurden auch auf Bundes- und Landesebene umfängliche konsumtive und investive Unterstützungsprogramme wieder- oder neu aufgelegt. Im Zusammenspiel mit Städtetag und Kulturrat, der Rückkopplung in die Kommunen sowie der Einbindung der Fachverbände in der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen und der Mittelvergaben konnten diese zunehmend differenziert, bedarfsgerecht und nachhaltig eingesetzt werden. Das Kulturamt stand zudem in einem kontinuierlichen Austausch mit dem MKW NRW und der Bezirksregierung, um gezielte Hinweise auf bestehende Defizite und zu berücksichtigende Einrichtungen und Kulturakteure aus Münster zu geben. Zudem hat das Kulturamt die Kulturschaffenden in Münster erneut kontinuierlich und aktuell mittels Website, (Sonder-)Newsletter, gezielten Anschreiben sowie in zahlreichen T elefonaten und Beratungsgesprächen über die kommunalen sowie umfänglichen Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene informiert. Ergänzend zu der mündlichen Präsentation in der Sitzung des Kulturausschusses am 16.11.2021 legt die Kulturverwaltung hiermit eine differenzierte Aufstellung über die Verwendung der Mittel in den verschiedenen Programmen aus dem kommunalen Corona-Sonderfonds 2021 vor. Kulturamt 21.01.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Schnell T elefon:492-4100 Schnell@stadt-muenster.de - 2 - V/0035/2022 Ausgangslage: Kommunaler Sonderfonds im Jahr 2021 Vor dem Hintergrund des massiven Infektionsgeschehens Ende 2020 mit den absehbar deutlich einschränkenden Bedingungen für den Kulturbetrieb hat der Rat in seiner Sitzung vom 17.03.2021 die erneute Auflage eines kommunalen Unterstützungsfonds i.H.v. 1.000.000 Euro zur gezielten Struktur- und Existenzsicherung freier Kulturbetriebe und Kulturträger sowie freischaffender und soloselbständiger Künstler:innen beschlossen. Auf der Basis der Erfahrungswerte aus dem Jahr 2020 sowie der Bedarfsrückmeldungen und Hinweise der Kulturakteure für einen möglichen Kulturbetrieb im Jahr 2021 waren dabei gemäß Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen/GAL, SPD und Volt zu V/0123/2021 differenzierte Unterstützungsprogramme vorgesehen. Im weiteren Verlauf des Jahres wurde deutlich, dass der letztlich von November 2020 bis Juni 2021 bestehende Lockdown ein Umdenken und eine Anpassung der verschiedenen Programme erforderlich machte. Das nahezu vollständige Erliegen des Kulturbetriebs im ersten Halbjahr 2021 hatte zur Folge, dass die in den Programmen A und B angelegte Option eines finanziell unterstützen Kulturbetriebs unter Corona-konformen und entsprechend ökonomisch einschränkenden Bedingungen nicht in der prognostizierten Form zum Tragen kommen konnte. Entsprechend wurden von den Antragsberechtigten Einrichtungen und Initiativen weniger Anträge eingereicht als erwartet. Zugleich entfiel damit aber auch der für die freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen intendierte Effekt, im Rahmen dieser beiden Programme mittelbar durch Auftrittsmöglichkeiten bei marktüblichen Gagen zu profitieren. Zumindest im analogen Kulturbetrieb bestanden somit für sie über mehrere Monate keine Verdienstmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund wurde im Kulturausschuss am 08.06.2021 eine weitere Flexibilisierung und bedarfsgerechtere Mittelverwendung beschlossen. Die nicht verbrauchten Restbeträge der Programme A und B konnten damit insbesondere für die unmittelbare Stipendienförderung der freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen eingesetzt werden, um die existenzbedrohlichen Folgen für sie abzumildern (V/0451/2021). Um ihnen darüber hinaus wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche eine Perspektive zu eröffnen, hat das Kulturamt unter Einbezug zahlreicher Akteure aus der Freien Szene zudem einen Antrag bei der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Kultursommer 2021“ gestellt, mit dem die Open-Air-Veranstaltungen zusätzlich unterstützt werden sollten. Bilanz Kommunaler Sonderfonds 2021 Von den damit insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln i.H.v. 1.133.200 Euro wurden im Jahr 2021 Mittel i.H.v. 679.914,55 Euro verausgabt. Damit verbleibt mit Stand vom 29.12.2021 ein Restbetrag von 453.285,45 Euro. Nach vollständiger Prüfung aller Verwendungsnachweise und/oder Jahresabschlüsse (im Programm A) bis Mitte 2022 kann sich dieser Betrag ggf. durch Rückforderungen geringfügig erhöhen. Einen differenzierten Überblick über die Aufwendungen nach Antragstellern in den einzelnen Programmen sowie zu den umgesetzten Projekten geben die Anlagen 1 bis 4. Programm A Antragsberechtigt in diesem Programm waren die durch die Stadt Münster mit politischem Beschluss institutionell geförderten Kultureinrichtungen sowie Initiativen und Vereine mit ganzjährigem Kulturprogramm. - 2 - V/0035/2022 Über das gesamte Jahr sind 12 Anträge von 9 Antragsberechtigten eingereicht und nach Prüfung des berechneten Defizits mit einer Zuwendung bis max. 40.000 Euro bewilligt. Ersetzt werden konnte dabei ein Einnahmeverlust von bis zu 50 % der Einnahmen aus dem Vergleichszeitraum 2019 sowie eine Steigerung von entstandenen oder entstehenden nicht vermeidbaren Kosten bis 30 % im Abgleich mit dem Wirtschaftsplan. Im Programm A wurden insgesamt 249.154,88 Euro verausgabt. Von den insgesamt 27 potentiellen Antragsberechtigten beantragten damit 18 Kulturakteure keine Unterstützung aus dem kommunalen Sonderfonds. Ausschlaggebend dafür war, dass der anhaltende Lockdown im ersten Halbjahr den Unterstützungsbedarf einiger Einrichtungen eher milderte und/oder anderweitige Unterstützungsmaßnahmen in ausreichendem Maße griffen. Neben den Möglichkeiten der Kurzarbeit waren dies die auch im Jahr 2021 erneut aufgelegten Sonderprogramme des Bundes und Landes z.B. für soziokulturelle Einrichtungen und (private) Theater sowie vor allem auch die im zweiten Halbjahr neu aufgelegten Unterstützungsprogramme für Musikclubs /-initiativen und die Wirtschaftlichkeitshilfen und Ausfallabsicherung bei Veranstaltungen. Programm B Aus den oben genannten Gründen wurden auch im Programm B zunächst deutlich weniger Anträge gestellt als erwartet. Antragsberechtigt waren hier auf der einen Seite freie und privat getragene Spielstätten/Kulturträger sowie Kulturinitiativen mit Sitz in Münster, die keine regelmäßige institutionelle Förderung der Stadt Münster erhalten und nachweislich in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Veranstaltungsangebot vorgehalten haben. Im Sinne des intendierten „Solidaritätsfonds“ waren die von ihnen beantragten Veranstaltungen und Programme bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro förderungswürdig, wenn überwiegend professionell frei arbeitende Künstler:innen aus Münster bei marktüblicher Gagenzahlung beteiligt wurden. Die differenzierte Darstellung der 8 förderungswürdigen Vorhaben (s. Anlage 2) macht deutlich, dass der anhaltende Lockdown auch nur wenige „indoor- Umsetzungen“ möglich machte und die finanzielle Unterstützung insbesondere für Veranstaltungen und -programme im öffentlichen Raum genutzt wurde. Entsprechend der durch Beschluss des Kulturausschusses modifizierten Vorgaben (s.o.) hatte zudem die unmittelbare Unterstützung der freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen eine deutlich höhere Relevanz. Professionell arbeitende Kulturschaffende aller Sparten mit Hauptsitz und Arbeitsschwerpunkt in Münster konnten im Wege einer Stipendienvergabe nun ergänzend und zusätzlich zu den Programmen von Bund und Land NRW unterstützt werden. Von den insgesamt 62 eingereichten Anträgen konnten 5 Anträge aus formalen Gründen nicht und 57 Anträge mit jeweils 3.000 Euro bewilligt werden. Die Vergabeentscheidungen traf das Kulturamt der Stadt Münster als bewilligende Stelle unter Beteiligung eines eigens eingerichteten unabhängigen Fachgremiums, das eine intensive Beurteilung der Anträge bzw. Projekte vornahm. Unter Vorsitz der Kulturamtsleitung bestand das Gremium aus fünf Vertreter:innen verschiedener Sparten, für deren Benennung der Initiative moNOkultur Vorschlagsrechte eingeräumt worden waren. Das Gremium berücksichtigte bei seiner Einschätzung der Projektvorhaben insbesondere Aspekte - der Nachwuchssicherung, - des künstlerischen Potentials, - der konzeptionellen Nachhaltigkeit, - der Perspektive auf Weiterentwicklung, - der künstlerischen Relevanz für die Stadt, - der Unterstützung von Eigeninitiative und Mitverantwortung mit Relevanz für die Stadt und - der Relevanz einer Stipendienvergabe für den jeweiligen Antragsteller / die jeweilige Antragstellerin. - 2 - V/0035/2022 Gefördert wurden in erster Linie künstlerische Vorhaben und Projekte sowie (ergebnisoffene) Recherchen, Labore oder konzeptionelle Vorhaben zur Generierung von Inhalten und zukünftigen Tätigkeiten, die auf die Weiterentwicklung der künstlerischen Aktivitäten ausgerichtet sind. Mehrheitlich kamen die Stipendiat:innen aus den Bereichen Bildende Kunst (23) und Darstellende Kunst (17) sowie der Musik (13). In Einzelfällen gab es auch Projekte der Literatur, des Films oder spartenübergreifender Art (4). In einigen Projekten wurden auch deutliche interkulturelle Aspekte thematisiert. Die Bandbreite erstreckte sich von umfangreichen Recherchearbeiten für künftige Projekte über die Erstellung von Manuskripten und Konzepten bis hin zu fertig gestellten Kompositionen, Musik- oder Theaterstücken. Viele Künstler:innen nutzten die Stipendienunterstützung, um sich in ihrer jeweiligen künstlerischen Arbeit weiter zu qualifizieren oder Arbeiten für künftige Präsentationen von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen etc. zu entwickeln. Eine große Rolle spielte dabei oft die Qualifizierung in der digitalen Arbeit, um sich neue Kommunikations- und Präsentationsformen erschließen zu können (s. Anlage 3). Allen Rückmeldungen bzw. Tätigkeitsberichten war zu entnehmen, dass die Stipendienunterstützung entscheidend dazu beigetragen hat, die zweite Jahreshälfte nicht nur beruflich zu überstehen, sondern vor allem auch kreativ und künstlerisch gewinnbringend gestalten zu können. Programm C Eine besondere Relevanz hatte zudem die finanzielle Unterstützung von Open-Air-Veranstaltungen und die damit einhergehende Erschließung und strukturelle Ausstattung auch neuer, spannender und geeigneter (Open-Air)Räume. Das gemeinsame mit vielen Akteuren aus der Freien Kulturszene initiierte, geplante und umgesetzte umfängliche Kultursommerprogramm „Herzglut“ schuf nicht nur zusätzliche Verdienstmöglichkeiten, sondern auch eine gemeinsame Perspektive und Motivation, die belebende Hoffnung auf Aktivität und darauf, nach langer Abstinenz auch wieder auf ein analoges Kulturpublikum stoßen zu können. Mit diesem gemeinsamen Ziel für die Kultur- und Veranstaltungsbranche beteiligten sich die Akteure in verschiedenen „Verantwortungsgemeinschaften“ an den jeweiligen Konzepten und Programmatiken sowie der erforderlichen Ertüchtigung und Corona-konformen Ausgestaltung der einen Räume und der Umsetzung vor Ort. Im Ergebnis wirkten im Zeitraum von Juni bis November an 45 Veranstaltungstagen über 300 Kulturschaffende und zahlreiche Dienstleister (T echniker,Grafiker etc.) mit ihren Programmbausteinen an insgesamt 55 Orten in der Innenstadt und in Außenbereichen mit – im Ergebnis ein deutlich spürbarer Neustart der Kultur in Münster. Gemäß den Förderkonditionen der Kulturstiftung des Bundes und der für diesen Antrag zusammengefassten Akteure und Programmbausteine (s. Anlage 4, Programm C.1) wurde die Innenstadt zur lebendigen Stadtbühne: In den Fenstern des Prinzipalmarktes, auf Balkonen und Bussen wurde musiziert, im Schatten von Kirchen gelesen, auf Plätzen und Parks getanzt. Kunst und Kultur sollte das Herz der Stadt zum Glühen bringen, verantwortungsvoll umgesetzt nach den jeweils erforderlichen (Abstands-)Regelungen mit sowohl populären und breitenwirksamen Events als auch kleinen, feinen künstlerischen Reflexionen und Interventionen im öffentlichen Raum mittels Performances, Dialogen, Kabinettstückchen oder unerwarteten audiovisuellen und kinematischen Ereignissen. Sehr niederschwellig konnte das deutlich kulturentwöhnte Publikum auch en passant in den Straßen und auf den Plätzen die Kultur „wiederentdecken“ und als Besucher:innen von Straßencafés und Restaurants spontan in den Genuss z.B. von pop-up-Kinos kommen. Die experimentellen neuen Formate, die mit digitalen und analogen Medien in audiovisuellen Straßenlaboren spielten und entwickelt wurden, haben dabei in künstlerischer Hinsicht sicherlich auch einen Mehrwert über die Krisenzeit hinweg. Auch die erfolgreich praktizierten „Bündnisse“ und Kooperationen, wie z.B. der Musikszene und Veranstaltungsbranche in der Konzeption und Umsetzung des 12-Stunden Musikfestivals NOISE!START auf zwei Bühnen im Schlossgarten mit mehr als 100 Musiker:innen aus Münster aus allen Genres von Rock bis Klassik, Country bis Swing sind ggf. auch perspektivisch interessant und beachtenswert im Sinne der Sichtbarkeit und Vernetzung der Musikszene untereinander. - 2 - V/0035/2022 Sehr attraktiv und „lustvoll“ für das Publikum – entsprechend gut angenommen – waren die Veranstaltungen und Entdeckungen besonderer Orte in den Außenbereichen, wie z.B. die Experimente mit urbanem Flair auf dem Gelände der York-Kasernen in Form von reflexiven und künstlerischen Spaziergängen durch dieses Areal im Umbruch, mit Installationen, Ausstellungen, Konzerten vor und in den ehemaligen Panzerhallen. „Stadterkundungen“ im großen Format boten auch die Aufführungen von gleich drei unterschiedlichen Produktionen des Theater Titanick einmal an der York-Kaserne, einem Parkplatz am Hafengrenzweg sowie im Gasometer. Alleine 4.200 Menschen besuchten in sieben ausverkauften Vorstellungen die Wiederaufnahme des Klassikers „Titanic“ an diesem besonderen Ort. Mit Mitteln des kommunalen Sonderfonds im Programm C.2 konnten zudem weitere assoziierte Veranstaltungen wohnortnah in den Stadtteilen finanziert werden, die zugleich den Austausch über die Kultur vor Ort angestoßen und zukunftsträchtige Impulse gegeben haben, die in einen längerfristigen Prozess münden sollen. Die seinerzeitigen Regelungen der Corona-Schutzverordnungen, die sich bei der Zulassung größerer Veranstaltungen, der möglichen T eilnehmerzahl sowie der konkreten Ausgestaltung von Abstandregelungen an der Überschreitung der 7-T age-Inzidenz an einigen T agenin Folge orientierte, bedeutete für alle Beteiligten eine extrem hohe Planungsunsicherheit. Das größere Projekt „Kulturmanage“, für das ein erheblicher Unterstützungsbetrag vorgesehen war, ließ sich vor dem Hintergrund und den hohen Auflagen an geeignete Standorte im Umfeld von zu beteiligenden Schulen trotz umfänglicher Planungsschritte leider nicht umsetzen. Fazit und Ausblick 2022 Erneut konnte die Kulturszene in Münster mit den nachgeschärften und größtmöglich flexibel gehandhabten kommunalen Sonderfonds im Zusammenspiel mit den Sondermitteln auf Bundes- und Landesebene effektiv unterstützt, in weiten T eilenstabilisiert und vor allem auch über digitale Formate hinaus sichtbar und für das weiterhin kulturinteressierte Publikum zugänglich gemacht werden. Die beeindruckende Ausdauer, der „Kampfgeist“ und die Zähigkeit der Kulturakteure ebenso wie ihre enorme Kreativität, Flexibilität und unaufhörliche Suche nach neuen Wegen der Produktion und Präsentation führten erneut zu spannenden, zum T eil neuen Formaten und „Laborsituationen“, die durchaus fernab von Corona Zukunftspotential bieten. Aus dem Erkunden neuer Orte, den intensiven „Mikro-Veranstaltungen“ mit wenigen T eilnehmenden, den stipendiengestützten Recherchen und Konzeptarbeiten sowie (zunächst) ergebnisoffenen künstlerischen Formen der Auseinandersetzung haben sich sowohl für das Publikum als auch für die Kulturschaffenden neue Orte und Formen der Begegnung, der Kooperation und Vernetzung sowie der künstlerisch-kulturellen Ansprache und Umsetzung ergeben. Im digitalen Bereich konnten über die anfänglich stark praktizierten Ansätze des einfachen „streamings“ hinaus, hybride Formate entwickelt werden, in denen in einem deutlich stärkeren Maße analoge und digitale Möglichkeiten ausgelotet und künstlerisch eingesetzt werden. Es ist damit – auch im Erleben vieler Kulturschaffenden – der Starre und dem lähmenden Stillstand eine fruchtbare Produktivität und gewinnbringende künstlerische Gemeinschaft entgegengesetzt worden, an die es im Jahr 2022 anzuknüpfen gilt. Dabei droht allerdings aktuell das derzeitige, hochdynamische Infektionsgeschehen diese an sich hoffnungsvollen T endenzenim Keim zu ersticken. Da erst Ende November 2021 erste Infektionen mit der bis dahin noch recht unbekannten Omikron-Variante auch in Münster auftraten, es zudem bislang gelungen war, die Inzidenz in Münster fast durchweg niedrig zu halten, war die aktuelle Entwicklung noch zu den Etatberatungen für das Jahr 2022 in keiner Weise absehbar. Erneut ist nun das weitere Infektionsgeschehen global und lokal wenig vorhersehbar und die kurz- bis mittelfristigen Folgen für den Kulturbetrieb und die Kulturlandschaft wenig einschätzbar. Deutlich bemerkbar ist in jedem Fall die aktuelle Zurückhaltung und Verunsicherung des Publikums, die den Kulturbetrieb ökonomisch belasten, da auch die eingeschränkten Platzkapazitäten nicht ausgeschöpft werden. Es zeichnet sich somit deutlich ab, dass die Kultur weiterhin zusätzliche finanzielle Unterstützung benötigt. Vor diesem Hintergrund sollen die nicht verausgabten Mittel des kommunalen Sonderfonds 2021 i.H.v. 453.285,45 Euro in das Jahr 2022 übertragen werden, um sie zweckgebunden für Corona- - 2 - V/0035/2022 Hilfen einsetzen zu können. Da aktuell noch nicht bekannt ist, in welcher Höhe und mit welchen Programmen auf Bundes- und Landesebene auf die weiterhin bestehende existentielle Bedrohung für die Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden reagiert wird, wäre der konkrete Einsatz der kommunalen Mittel darauf abgestimmt, ergänzend zu entwickeln. Der kommunale Sonderfonds soll – sofern erforderlich – vorrangig dazu genutzt werden, den für die Beantragung von Bundes- und Landesmittel erforderlichen Eigenanteil über den kommunalen Sonderfonds bereitzustellen. i.V. gez. Cornelia Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage A Anlage 1: Sonderfonds Finanzüberblick Anlage 2: Sonderfonds B Veranstaltungsstätten Anlage 3: Sonderfonds B Stipendien Anlage 4: Sonderfonds Kultursommer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Laerer Landweg
- Hafengrenzweg
- Gartenstraße 41
- Schlossgarten
- Am Hawerkamp 6
- Kinderhaus
- Hafenweg 7
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Details
- Aktenzeichen
- V/0035/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 18.01.2022
- Erstellt
- 17.01.2022 10:28