Mandari Insight

V/0035/2022

Abschlussbericht Kulturförderung in Corona-Zeiten im Jahr 2021

Vorlagen 18.01.2022

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 03.02.2022, TOP 7.1

Anlage A

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Ansehen

Anlage 1_Sonderfonds_Finanzueberblick

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Ansehen

Anlage 4_Sonderfonds_C_Kultursommer

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Ansehen

Anlage 3_Sonderfonds_B_Stipendien

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Ansehen

Anlage 2_Sonderfonds_B_Veranstaltungsstaetten

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Ansehen

Berichtsvorlage

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Ansehen

Anlage A

2450 Zeichen

Anlage A zur V/0035/2022
Kurzüberblick
Abschlussbericht und Bilanz der Umsetzung des kommunalen Unterstützungsfonds zur
gezielten Struktur- und Existenzsicherung freier Kulturbetriebe und Kulturträger sowie
freischaffender und soloselbständiger Künstlerinnen und Künstler in Corona-Zeiten im Jahr
2021 mit differenzierter Aufstellung über die Verwendung der Mittel und der Antragsteller in
den verschiedenen Unterstützungsprogrammen.
Im Fazit ist es gelungen, die Kulturszene in Münster mit den im Laufe des Jahres
nachgeschärften kommunalen Programmen im Zusammenspiel mit den Sondermitteln auf
Bundes- und Landesebene effektiv zu unterstützen und in weiten T eilenzu stabilisieren. Über
die Absicherung der Einrichtungen und Kulturschaffenden hinaus, ist es gelungen, auch neue
Kulturformate, Spielorte und Kooperationsformen zu entwickeln, die Potentiale für die Zukunft
bieten.
Im Ausblick wird auf das massive aktuelle Infektionsgeschehen und die damit verbundene
erneute Gefährdung der Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden im Jahr 2022
hingewiesen, die Ende 2021 in diesem Ausmaß nicht absehbaren war.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
· Wir sind auch nach Überwinden der Corona-Krise eine Stadt mit höchster Lebens- und
Erlebnisqualität
> mit hoher Umwelt- und Naturqualität
> mit breitem Freizeit- und Sportangebot
> mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell-
schaft
· Wir werden auch nach Überwinden der Corona-Krise als kulturelles Zentrum
unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrahlung entwickeln.
Mit dem Überblick und der Auswertung der Verwendung der kommunalen Sonderfonds
2021 werden wichtige Erfahrungswerte im Umgang mit der Pandemie sowie
zukunftsträchtiger (Förder-)Formate abgebildet.
Diese bilden eine zunehmend elaborierte Basis, um den Gefährdungen der differenzierten
Kulturlandschaft durch die Pandemie bedarfsgerecht begegnen zu können.
Finanzierung
Produktgruppe: 0401 Kulturmanagement/Kulturförderung
Auswirkungen auf den Ergebnisplan x Ja Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja x Nein
Im beschlossenen Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja x Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja x Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung
ist
vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
überwiegend
freiwillig
x vollständig
freiwillig
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Keine.

Anlage 1_Sonderfonds_Finanzueberblick

2892 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0035/2022 
 
1 
 
Sonderfonds 2021 – Finanzüberblick; Stand 29. 12. 2021 
Sonderfonds A – institutionell geförderte Kultureinrichtungen  
 
AKO e.V.    1. Jahreshälfte 
 
40.000,00 Euro    
Cactus Junges Theater 1. Jahreshälfte 
 
40.000,00 Euro  
Charivari 1. Jahreshälfte 
 
11.447,16 Euro  
Charivari 2. Jahreshälfte 
 
12.153,00 Euro  
Der Kleine Bühnenboden 1. Jahreshälfte 23.088,48 Euro 
 
 
Der Kleine Bühnenboden 2. Jahreshälfte  
 
15.091,24 Euro 
 
 
Gesellschaft für Leprakunde 1. Jahreshälfte 2.000,00 Euro 
  
 
Kreativhaus 1. Jahreshälfte 39.000,00 Euro 
  
 
Theater Titanick 1. Jahreshälfte 40.000,00 Euro  
 
 
Theater Titanick (Jubiläumszuschuss lt. Vorlage) 20.000,00 Euro 
 
 
Zukunftswerkstatt (Mietschuldenerlass) 
 
4.500,00 Euro  
Zukunftsmusik 1. Jahreshälfte 
 
1.875,00 Euro  
Gesamt Sonderfonds A   249.154,88 Euro 
 
Sonderfonds B – nicht institutionell geförderte Kulturbetriebe/initiativen + Stipendien 
 
Friedenskapelle  10.000,00 Euro 
 
 
Sputnikhalle  
 
6.000,00 Euro  
Kulturquartier  
 
5.613,00 Euro  
Stadtteiloffensive Hiltrup  2.694,00 Euro 
 
 
Theater Don Kidschote 
 
4.000,00 Euro   
Die Rote Lola  
 
7.945,56 Euro  
Coconut Beach 
 
10.000,00 Euro   
Wohnzimmer e.V. 
 
1.800,00 Euro  
Stipendienvergabe  
(57 Stipendien á 3.000 Euro) 
 
171.000,00 Euro  
Juryhonorierungen Stipendienvergabe 
 
1.600,00 Euro  
Gesamt Sonderfonds B   
  
 220.652,56 Euro

Anlage 1 zur Vorlage V/0035/2022 
 
2 
 
Sonderfonds C – Bespielung neuer (Open-Air-) Räume I Kultursommer  
 
Sonderfonds C.1 - Kultursommer „Herzglut“ (Antrag an Kulturstiftung des Bundes) 
 
Cactus Junges Theater 
 
15.830,00 Euro  
s/w ist die bessere Farbe 
 
19.400,00 Euro  
Initiative Monokultur: Noise:Start 
 
61.500,00 Euro  
Thomas Nufer: Stadtflächenunterhaltung 
 
41.300,00 Euro  
Stadtensemble p/ART/ed 
 
20.415,00 Euro  
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
 
9.000,00 Euro  
Gesamt „Herzglut“  
 
 167.445,00 Euro 
Sonderfonds C.2 – Weitere assoziierte Veranstaltungen im Kultursommerprogramm 
 
RESET  10.000,00 Euro 
  
 
Kindertheater  
(Toboso, Winterpunschveranstaltungen)  
 
7.000,00 Euro 
 
 
POPUPKultur in Handorf 
 
15.000,00 Euro  
Musikschule Wolbeck  
(Musikwoche Südost) 
 
8.200,00 Euro  
Sonstige Sachkosten  
(Fotodokumentationen, Getränke, moving movies) 
 
2.462,11 Euro  
Theater Titanick  
30+1jährige Jubiläumsprogramm 
 
 
Finanzierung 
durch u.a. 
Sonderfonds A 
 
Gesamt „Weitere Veranstaltungen“ 
 
 42.662,11 Euro 
   
Gesamt Sonderfonds C 
(Kultursommer Herzglut + weitere assoziierte 
Veranstaltungen) 
 210.107,11 Euro 
 
  
Gesamtausgabe Sonderfonds 2021 (Stand 29.12.2021) 
 
679.914,55 Euro 
 
Ansatz 2021:           1.000.000,00 Euro 
zzgl. Bundesförderung „Herzglut“:           133.200,00 Euro 
gesamt           1.133.200,00 Euro 
- Ausgabe              679.914,55 Euro 
Rest:                   453.285,45 Euro

Anlage 4_Sonderfonds_C_Kultursommer

6281 Zeichen

Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 
 
1 
 
Sonderfonds C – Bespielung neuer (Open-Air) Räume I Kultursommer 2021 
 
Sonderfonds C.1 – Kultursommer „Herzglut“ (Antrag an Kulturstiftung des Bundes) 
 
Cactus Junges Theater 
„Hexenjagd“ 
Cactus Junges Theater zeigte drei Mal die Open-Air-Aufführung des Stücks 
„Hexenjagd“: Ein transkulturelles 9-köpfiges Ensemble junger Spielerinnen 
und Spieler interpretierte den historischen Vorfall und dessen bekannteste 
Adaption durch Arthur Miller neu. Das Gelände am Alten Zoo rund um die 
Westfälische Schule für Musik wurde dabei zur Kulisse des Stücks. 
 
15.830,00 Euro 
  
schwarzweiss ist die bessere farbe 
„Plague & Personal Pleasure“ 
Das Label „schwarzweiss ist die bessere farbe“, eine Plattform für 
außergewöhnliche Filmkonzerte an ungewöhnlichen Orten, richtete an vier 
Abenden ein „audiovisuelles Festival zur Verzauberung in belasteten Zeiten“ 
aus. Ein Programm aus Film, Musik, Tanz, Schauspiel, Performance und 
Rezitation an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt sowie am Pavillon im 
Schlossgarten. 
 
 
19.400,00 Euro 
 
moNOkultur 
„NOISE!START“ 
Die Initiative moNOkultur bot der freien lokalen Musikszene mit einem 12-
stündigen Musik-Fest die Chance zum Neustart. Über 100 Musiker traten auf 
zwei Bühnen im Schlosspark auf. Alle Genres und Sparten stellten sich vor - 
vom avantgardistischen Musikensemble über Rockbands und Popkapellen, 
Weltmusik und migrantischer Musik. 
 
61.500,00 Euro 
Thomas Nufer 
„Stadtflächenunterhaltung“ 
Aktionskünstler Thomas Nufer schickte an zwei Tagen 20 mobile Musik-
gruppen und Performancekünstler der lokalen Szene, begleitet von Baum- 
und Mooswesen, durch die Innenstadt. Musiziert, rezitiert und gespielt wurde 
auf Dächern und Balkonen, an Fenstern von Geschäftshäusern, auf 
Freitreppen, Senken und Plätzen. 
 
41.300,00 Euro 
Stadtensemble 
„p/ART/ed“ 
Das Stadtensemble, ein Zusammenschluss münsterscher Kulturschaffender, 
bespielte mit 30 Künstlerinnen und Künstlern an fünf Tagen den öffentlichen 
Raum der Stadt mit Duetten, Duo-Kabinettstückchen, Performances und 
Dialogen. Die Performances auf Abstand wurden in einem Zeitraum von zwei 
Stunden mehrfach wiederholt. 
 
20.415,00 Euro 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
 
9.000,00 Euro 
 167.445,00 Euro

Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 
 
2 
 
Sonderfonds C.2 – Weitere assoziierte Veranstaltungen im Kultursommerprogramm 
 
RESET e.V. 
RESET*Spezial 
RESET e.V. realisierte im Sommer ein viertägiges RESET*Spezial mit 
einem Mixed Arts Programm auf dem Gelände der ehemaligen York-
Kaserne. Das Programm bestand aus einem Mixed-Arts Parcours mit 
Installationen, Performances, einem Kurzfilmprogramm und Ausstellungen 
in den Innenräumen sowie einem Rahmenprogramm im Außenbereich mit 
Open-Air-Konzerten als Programmabschluss an zwei Abenden. 
  
10.000,00 Euro 
  
Theater in der Meerwiese 
Kindertheaterprogramm 
Open-Air-Aufführungen des Stücks „Dr. Larifari ist weg“ der Kindertheater-
gruppe TOBOSO in einem Waldstück nahe Coerde und Ausweitung des 
Programms „Winterpunsch“ mit Aufführungen lokaler Kindertheatergruppen 
in der Meerwiese 
 
7.000,00 Euro 
 
Kreativhaus / Zionskirchengemeinde Handorf  
Kultur:Wünsche:Handorf 
Ein kleines Kulturnetzwerk griff die alte Tradition der Gastfreundschaft in 
Handorf auf und lud drei Kulturschaffende aus Münster in ihr „Dorf“ ein. Die 
Kulturschaffenden luden im Gegenzug die Bürgerschaft Handorfs zu inter-
aktiven Kunstaktionen ein. An fünf Wochenenden im Herbst wurden das 
Gemeindezentrum der Zionsgemeinde und Handorf selbst zum 
Produktionsort für Kultur. Parallel dazu führten die Initiatoren umfassende 
Gespräche mit den Menschen vor Ort über Kultur und ihre Wünsche nach 
Kultur im Stadtteil. 
15.000,00 Euro 
Musikschule Wolbeck  e.V. 
Musikwoche Südost  
Die Musikschule Wolbeck initiierte ein umfangreiches Programm mit mehr 
als 100 Musiker*innen, über 30 Bands, Orchestern, Ensembles und Chören 
an acht verschiedenen Veranstaltungsorten in Wolbeck, Angelmodde und 
Gremmendorf. Neben der Zusammenarbeit mit den Gastronomiebetrieben, 
die ihre Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung stellten, gab es vor der 
Musikwoche zudem mehrere Musik-Acts im öffentlichen Raum. Es ent-
wickelte sich ein intensiver Austausch und ein Miteinander über alle 
Bevölkerungsgruppen und Altersklassen. Die Musikwoche Südost soll sich 
als fester Bestandteil im zukünftigen Kulturjahreskalender der Stadteile 
etablieren.  
 
8.200,00 Euro 
Theater Titanick 
Im Jahr 2020 ist Theater Titanick 30 Jahre alt geworden, jedoch konnte das 
Jubiläum coronabedingt nicht gefeiert werden. 2021 beging Titanick das 
30+1-jährige Bestehen mit einem Open-Air-Sommer der großformatigen 
Stadterkundungen: drei besondere Orte in Münster, drei Inszenierungen, elf 
Aufführungen. 
 
„Upside down“ 
Auf dem Gelände der ehemaligen York-Kaserne baute das Theater Titanick 
eine sieben Meter hohe, in alle Richtungen bewegliche Metallkugel auf, die 
eine 360-Grad-Performance ermöglichte. Bei den Aufführungen verknüpfte 
sich Physical Theatre mit Vertikaltanz, Kinetic Art und Videokunst. 
 
 
finanziert u.a. durch 
Jubiläumszuschuss 
und  aus 
Sonderfonds A 
(institutionell 
geförderte 
Einrichtungen)

Anlage 4 zur Vorlage V/0035/2022 
 
3 
 
„Trip over“ 
An zwei Abenden zeigte das Titanick-Team eine Performance mit Live-
Musik und Videoprojektionen auf einem Parkplatz am Hafengrenzweg. I 
Mittelpunkt des Bühnenbildes stand ein alter Ford Mustang, der sich vertikal 
und horizontal kippen ließ. Mehrere feststehende und mobile Kameras im 
Bühnenbild ermöglichten die Projektion der Performance auf eine große 
Leinwand. 
 
„Titanic“ 
Die Entdeckung eines besonderen, urbanen Ortes mit Werft-Atmosphäre: 
Im Gasometer Münster sahen in 7 ausverkauften Vorstellungen 4.200 
Besucherinnen und Besucher den Klassiker „Titanic“. 
RUE OBSCURE 
„Im Garten verzweigter Pfade“ 
Spaziergang der besonderen Art: Inspiriert durch Erzählungen des 
modernen magischen Realismus, hat RUE OBSCURE einen reflexiven 
Parcours für das Gelände der ehemaligen York-Kaserne entworfen. Auf 
dem im Umbruch begriffenen Areal widmete sich das Theater- und 
Performance-Kollektiv dem Thema Zeit und ihren Variationen. 
 
Projektvorhaben und 
-zuschuss aus dem 
Jahr 2020 
 40.200,00 Euro

Anlage 3_Sonderfonds_B_Stipendien

11750 Zeichen

Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler 
Bewilligung nach dem Verfahrensmodell  der ersten Jahreshälfte
Antragsteller*in Projektvorhaben
1 Dr. Matthias Schröder
Musik/Film/Kindertheater  Exposé & Storyline zum Filmprojekt "Die zauberhafte Welt des Herrn Alexander" 
mit Konzeptionierung eines Drehbuches auf der Basis des gleichnamigen Kindertheaterstückes. 
Bewilligungen nach dem Verfahrensmodell der zweiten Jahreshälfte
Antragsteller*in Projektvorhaben
1 Aliev, Lejla
Bildende Kunst / Film 
"Tanzui"; Erarbeitung einer interdisziplinärer Filmskizze, Recherche, Vorbereitung, Budgetierung, Filmplanung
2 Angenent, Katja
Literatur
"Das Schweigen im Hause Valarin"
Fertigstellung eines Manuskripts (Recherchearbeiten) für einen historischen Kriminalroman, der Ende des 19. 
Jahrhunderts die Aufklärung einer Entführung in Münster schildert.
3 Asabere, Yaw
Tanz / Darstellende Kunst
Recherche-Arbeit zu eigenen Tanzstilen zur persönlichen Weiterentwicklung; Kooperationen mit Tänzerinnen und 
Tänzern, DJs und mit dem Dramaturgen J. Godschmidt geplant;
4 Banse, Katrin
Tanz / Darstellende Kunst
Gründung eines spartenübergreifendes Künstlerkollektivs/Recherchearbeiten:
Die Vision ist eine dauerhafte Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Künstlern aus Münster und Umgebung und die 
Umsetzung performativer Formate
5 Bärenfänger, Ulrich
Darstellende Kunst
Erarbeitung eines Theaterstücks auf der Basis der Kindergeschichte "herr Bell" von Thomas Brasch
6 Bäumer, Christoph
Darstellende Kunst / Kindertheater
"Kurze Beine -kurze Wege"
Kinderkultur vor Ort in Münsters Stadtteilen!
Ziel ist die Installation eines fussläufig zu erreichenden Kinderkulturangebot in den Stadtteilen Münsters. Im 
Anschluss an eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse werden gezielt potentielle Institutionen angesprochen
(Stadtteilentwicklung).
7 Becker, Johanna
Bildende Kunst
"Re - Creating" - ein Research-Projekt mit Erarbeitung von Skulpturen, Zeichnungen und Videos / 3D-Animtionen 
und einer abschließenden Installation;
8 Bohren-Harjes, Elisabeth
Darstellende Kunst / Clown
"2 Engel für Münster"
Regelmäßige Aufführungen als Walk-Act zur Belebung neuer Orte in der Stadt
9 Bomski, Marcus
Tanz
Neu in Münster seit März 2021;
Recherche-Arbeit zur Schaffung eines Rahmens zur Initiierung eines Körpertrainings für die ansässige Tanz- und 
Schauspielszene
10 Brüning, Gabriele
Darstellende Kunst
"Als wir jung waren" Gedichte und Geschichten für Seniorinnen
Ein Programm für und mit älteren Menschen. Sie sollen in Ihrer Vergangenheit abgeholt und ermuntert werden an 
frühere Zeiten anzuknüpfen, durch Literatur.
11 Budde, Pit
Musik
"Der himmlische Flötenspieler"
Musikalische Märchen aus aller Welt; CD und Online Album Recherche von Musik-Märchen aus aller Welt; 
Übertragung in die deutsche Sprache, sofern nötig; musikalische Gestaltung und Aufnahme eines musikalischen 
Hörbuchs
12 Coppenrath, Fabian
Bildende Kunst
Entwurf und Druck von Bewerbungsunterlagen für Ausstellungen in Kunstvereinen, Galerien usw….
13 Cromheecke, Hilde
Darstellende Kunst
Die Schaffung eines festen Platzes, auf dem Rieselfeldhof "Das Plateau im Schilf" an dem Künstler*innen sich 
draußen treffen, um in der Natur künstlerisch zu forschen und zu arbeiten; Entwicklung eines Workshop-Konzepts 
zum Thema "Theater in der Natur"
14 Enste, Jan Andreas
Bildende Kunst / Film
"The death of T"
Planung einer filmischen Umsetzung des Romanes "Tristano stirbt" von Antoni Tabucchi
15 Geigle, Klaus
Bildende Kunst
Projekt "Subtile Spuren menschlicher Aktivität als auch menschlicher Abwesenheit in Landschaften und  Orten"
16 Gilsbach, Christoph
Darstellende Kunst / Performancekunst
"Die Traumgeister" - pantomimisches Kindertheater
Wiederaufnahme, Aktualisierung, Transfer in den Altersbereich der Kita Kindergruppen
Seite 1

Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler 
17 Girkelidze, Mariam
Bildende Kunst
Wie viel Energie braucht es, um Kunst zu schaffen?
Mit Hilfe unterschiedlicher Apps, Geräten, digitalen Energie-Fragenbögen und Skizzenbüchern wird die verbrauchte 
und gewonnene Energie beim künstlerischen Schaffensprozess gemessen. Dem Publikum, dass sich tageweise 
online über eine Live-Cam einschalten können, soll vermittelt werden, wieviel Energie Kunst kostet und andererseits 
wie viel Energie Kunst gibt.
18 Goeden, Dorthe
Bildende Kunst
"Lines and Shapes and Correlations"
Untersuchung von Wahrnehmungs- und Erinnerungsprozessen; Findung und Aneignung einer neuen Technik 
dreidimensionaler Zeichnungen und bildhauerischer Herangehensweisen
19 Goldschmidt, Joachim
Tanztheater / (Dramaturg)
Recherchearbeit "TTT-TODTABUTANZ" zum menschlichen Unvermögen beim Umgang mit dem Tod; Kooperation 
mit dem Crumper S. Quaynoo und der Autorin B. Henningsen 
20 Haarmann, Ralf
Komponist / Autor / Klangkünstler
Entwicklung einer Steuerungs-Software für die Klanginstallation "vexations ping pong".  Eine installative 
Interpretation des Klavierstückes von Erik Satie mit Tischtennisspielern.
21 Hahn, Dominik
Musik
"Jubiläumsjahr milestones Jazzband"
Umsetzung der geplanten Jubiläumsproduktion der seit 2011 bestehenden Jazzband;
mit neuen Arrangements, veränderten Besetzungen und Gastmusikern der vergangenen 10 Jahre mit Ton- und 
Videoaufnahmen.
22 Hench, Benedikt
Musik
Projektarbeitstitel: "Konservierte Musik aus Gläsern und Koffern" - Kompositionsarbeiten
23 Kinast, Enno
Musik
Planung der Uraufführung der Messe für Chor und Orgel "Missa madonna del suffragio di Perinaldo" von Matthias 
Bonitz
24 Koheil, Susanne
Bildende Kunst
Ortsspezifische Intervention "Starry Starry Night" mit Komponenten aus Licht, Ton und Textarbeiten
25 Kraft, Andrea
Bildende Kunst
Projekt "DenkMAL" Auseinandersetzung mit der Thematik des "Sichtbarseins" und "Sichtbarmachens"; 
Künstlerische Gestaltung von QR Codierungs-Zeichen zu eigenständigen, plastischen Kunst-Objekten
26 Kronfli, Josephine
Musikerin / Autorin
"Der Rabe" - animierter Video Clip eines isländischen Kinderliedes
27 Kuecking, Christiane
Darstellende Kunst / Musik / Autorin
"Mein Kopf läuft mit mir um"
Recherche zur dunklen Seite der Annette-von-Droste-Hülshoff und eigene Neu-Vertonungen ihrer Gedichte; 
Erarbeitung neuer Fähigkeiten als Musikerin und Vokalistin (Loopstation)
28 Kunnel, Anil Jacob
Regisseur / Drehbuchautor
Drehbucherstellung  und produktionsvorbereitende Maßnahmen für das Filmprojekt "Angst" (AT)
29 Kupferschmid, Cornelia
Darstellende Kunst
Voll geflashed!
In verschiedenen Schulen/Einrichtungen sollen künstlerische Workshops angeboten werden. Dazu werden in 
Kooperation mit der Bürgerstifung Münster, Künstler*innen des Stadtensemble aus den unterschiedlichsten 
Disziplinen, ergänzt von Theaterpädagog*innen, eingeladen. Themen wie Pandemie und Umbrüche dieser Zeit, 
werden als Flashmobs umgesetzt.
30 Laghidze, Vasil
Musik
"Classic meets Percussion"
Erarbeitung eines Programms klassischer Musik für Klavier und Percussion und Entwicklung neuer musikalischer 
Interpretationen.
Mit Hilfe der Percussion soll die innere rhythmische Struktur klassischer Klavierstücke und ihre Verbindung mit den 
anderen Musikgenres betont/gezeigt werden.
31 Lating, Andreas
Literatur /Spoken Word
"Lyrikkeller statt Leerstand"
Ein leerstehender Raum wird künstlerisch gestaltet um als Ort für die Umwandlung von Themen in Texte zu dienen. 
Die Besucher nennen Themen, die sie sich als Lyrik wünschen und hier als Performance umgesetzt bekommen.
32 Lorenz, Daniel
Darstellende Kunst / Bewegungs- und Zirkustheater
Erarbeitung eines Angebots für Kinder im KiTa- und Grundschulalter mit den Mitteln des Walking Acts, Hochrad, 
Showelementen und Mitmachaktionen
33 Malchow, Günter
Bildende Kunst
Projekt "Münster - Passagen zur Stadt" mit einer fotografischen Dokumentation von ortstypischen Gegebenheiten 
und Weiterverarbeitung und Druck auf textiles Trägermaterial etc.
34 Mende, Tashina
Darstellende Kunst / Schauspielerin / Pantomimin
Theaterpädagogisches Projekt "theatre for future" zum Thema Klimakrise, Nachhaltigkeit, Mitweltschutz 
Seite 2

Anlage 3 zur Vorlage V/0035/2022
Sonderfonds B:
Bewilligte Stipendienanträge für Künstlerinnen und Künstler 
35 Meyer-Heil, Martina
Bildende Kunst
Glasierte Go-lehmer
Zusammenführung handwerklicher Gestaltungen von zweckgebundenen Töpferwaren mit zweckfreien 
künstlerischen Plastiken mit Anwendung unterschiedlicher Glasuren und Glasiertechniken
36 Müller, Rudolf
Bildende Kunst
Projekt "Ignorieren Sie gewisse Vorkommnisse - Die Stadt Münster als begehbarer Notizblock"
Intervention im öffentlichen Stadtraum
37 Nesterova, Anastasiya
Bildende Kunst
Erforschungsprojekt "Freiraum Münster" zur Nutzung von öffentlichen Plätzen, Grünanlagen etc.
38 Oldengott, Frank
Musik
Einführung eines neuen Probenkonzeptes für Sängerinnen und Sänger, das zu freiem Gesang und individueller 
Improvisation im Chor führt.
39 Pentcheva, Tania
Musik
Konzertvorhaben "Münster incontra l´Italia" - ein musikalischer Bogen zwischen dem Münsterland und Italien; 
40 Pommer, Derek
Bildende Kunst / Grafikdesign
Erstellung gemalter und gezeichneter Impressionen der JVA an der Gartenstraße
41 Prautsch, Thomas
Bildende Kunst
Projekt "über brücken" mit einer malerischen Auseinandersetzung mit der Architektur der neuen Laerer-Landweg-
Brücke in MS
42 Rademacher, Tilman
Darstellende Kunst / Autor
"Die Lyrikkiepe" - Ein poetischer Streifzug durch Münster und das Münsterland: "Eine lyrische Liebeserklärung an 
Münster…"
43 Rokahr, Christine
Bildende Kunst
Projekt "Herz der Freiheit 2021" - Kommunikation der Künstlerposition Christine Rokahrs in der Stadt Münster
44 Rosenthal, Andreas 
Bildende Kunst
Erstellung eines Katalogs "Zwei Hände wie Wolken"
Zeichnung/Malerei 2017-2021
45 Ruppelt, Albert
Musik
Ausbau eines Live-Bühnenkonzepts mit eigenem Programm zu einem Album-Release und Entwicklung von Digital-
Angeboten
46 Schneider, Anna
Darstellende Kunst / Tanz
Vernetzung in Münster und Veröffentlichung einer aktuellen Videoarbeit
47 Schneider, Stefan
Musik
Fortsetzung und Verstetigung des Projektes "EAT THE FROG" mit dem hybriden Veranstaltungsfomat "Work in 
progress" und dem Workshop- und Performanceprojekt "Extemporize"
48 Schröder, Lis
Bildende Kunst/Medienkunst
Beendigung des Projektes "Düsseldorf" und Aufnahme eines neuen Projektes "continental shift" jeweils mit den 
Medien Video und Musik
49 Sczepanek, Stephanie
Bildende Kunst
Recherchevorhaben / Konzeptentwicklung zur Auslotung von Grenzen von Alltag und Kunst, sozialen Normen etc. 
bei der Überführung in ein neues Handlungsfeld der digitalen Welt
50 Silbernagel, Sandra
Bildende Kunst
Realisierung einer großen Skulptur in dem Kalksteinbruch ANRÖCHTER DOLOMIT.
Erforschung des Materials mit erfahrenen Archäologen und Handwerkern mit anschließender Dokumentation;
51 Skroblies, Gintare
Bildende Kunst
Projekt "Ich sehe das, was Du nicht siehst" mit der Erarbeitung von Zeichnungen und Grafiken
52 Soares, Vinicius
Darstellende Kunst / Tanz
"5 SENTIDOS SENSES SINNE"
Foto-Wanderausstellung zum 10. jährigen Bestehen des MOMENTOS WORLD
53 Sparmann, Susanne
Publizistin
Crossmediales Projekt "Mein kleines Münster" ("Wie ist Münster im Alltag und im Kleinen") mit Konzeptentwicklung, 
Aufbau Homepage und vorbereitender Öffentlichkeitsarbeit 
54 Streibl, Mirijam
Musik / Sound-Artist
Erarbeitung eines Demobands mit 3-4 Kompositionen basierend auf dem Konzertpriojekt "Sommerklänge"
55 Talarico,Manuel
Bildende Kunst
Start einer Videoserie "To Alaric" (AT) mit anschließender Videoinstallation
56 von Buelow, Susanne
Bildende Kunst
"grafical-recordings"-Projekt 
"Szenen der Vorstadt bei Nacht" mit Live-Aufzeichnungen und zeitversetzten Aufführungen in Kinderhaus  
Seite 3

Anlage 2_Sonderfonds_B_Veranstaltungsstaetten

2733 Zeichen

Anlage 2 zur Vorlage V/0035/2022 
 
Sonderfonds B:  
Bewilligte Anträge freier nicht institutionell geförderter Kulturbetriebe und -initiativen 
 
Friedenskapelle am Friedenspark. 
„The Sound of Distance Presence“  
Ein 10tägiges Konzertprojekt als Klanginstallation mit Studierenden der 
Musikhochschule Münster und mit Musikerinnen und Musikern der lokalen 
Szene in der Friedenskapelle am Friedenspark 
10.000,00 Euro 
 
Sputnikhalle  
„Urban Art succession“ 
Ein Programm als „Neuverortung“ des urbanen Tanzes mit einer künstlerisch-
musikalischen Umsetzung von „‘Sacre‘ – Stravinsky Now“ mit einem DJ, 
Cellisten und zwei Krumpern sowie einem Hip-Hop-Battle in Kooperation mit 
dem Theaterlabel bodytalk in der Sputnikhalle am Hawerkamp 
6.000,00 Euro 
Kulturquartier Münster 
„Quer durch den Garten“ 
Eine zweitägige spartenübergreifende Veranstaltung mit künstlerischen Acts 
aus der lokalen Szene auf einer Außenbühne im Garten des Kulturquartiers und 
einer Sonntagsmatinee mit münsterschen Künstler*innen 
5.613,00 Euro 
Club „Die Rote Lola“ 
„Teezimmerkonzerte“ und Lola Live“ 
Ein Programm mit 16 Musikveranstaltungen mit Solokünstler*innen akustischer 
und handgemachter Musik („Teezimmerkonzerte“) und bandorientierte Live-
Musikabende („Lola_Live“) auf der eigens dafür eingerichteten Open-Air-Bühne 
der „Roten Lola“ am Hafenweg 
7.945,56 Euro 
Dockland GmbH / Coconut Beach 
„Open-Air-Beach“ 
Eine eintägige Open-Air-Veranstaltung mit Kabarett, Improtheater, Hip-Hop und 
Rap, Indie-Bands und einem DJ-Programm der lokalen Szene auf dem Coconut 
Beach am Hawerkamp 
10.000,00 Euro 
Stadtteiloffensive Hiltrup 
Hörspielabende „Die Schatzinsel“ 
Zwei Veranstaltungsabende mit dem Live-Hörspiel "Die Schatzinsel" des 
Ensembles „Theater ex libris“ mit fünf Schauspieler*innen im Kulturbahnhof 
Hiltrup. 
2.694,00 Euro 
 
Theater Don Kidschote 
Übernahme des Eigenanteils (= 20% der Gesamtfinanzierung) im Rahmen einer 
NEUSTART-Mittelbeantragung bei der Assitej e.V. (= 80% der Gesamt-
finanzierung) zur Finanzierung von 25 Gastspielen mit altersgerechten Auf-
ührungen aus dem Repertoire des Theaters Don Kidschote in entsprechenden 
Einrichtungen vor Ort, insbesondere in Knotenpunkten sozialer Arbeit mit und 
für Kinder in Stadtteilen  
4.000,00 Euro  
Wohnzimmer e.V. 
„WOGA 2021“ (Wohnzimmer-Gartenschau) 
Ein dreitägiges Open-Air-Fest in einem privat gepachteten mit einem Live-
Programm von Singer-Songwritern und Musik-Bands, Musik-Jam-Sessions, 
Kinderprogramm, einer Kunst-Ausstellung von Skulpturen und Performances 
und einer künstlerisch animierten Lichtinstallation sowie Vorbereitung einer 
Kunstausstellung „HalbSchattenSkulptura“, deren Umsetzung für 2022 geplant 
ist. 
1.800,00 Euro 
 48.052,56 Euro

Berichtsvorlage

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V/0035/2022
V/0035/2022
Öffentliche Berichtsvorlage
Betrifft
Abschlussbericht Kulturförderung in Corona-Zeiten im Jahr 2021
Beratungsfolge
03.02.2022 Kulturausschuss Bericht
Bericht:
Auch im Jahr 2021 – und damit das zweite Jahr in Folge – haben die Auswirkungen der Corona-
Pandemie die Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden erneut vor große Herausforderungen
gestellt, verbunden mit der Notwendigkeit äußerst flexibel und kreativ auf die jeweiligen
Einschränkungen zu reagieren und Corona-kompatible Lösungen zu finden. Positiv hervorzuheben ist
dabei, dass insbesondere der bereits im Jahr 2021 initiierte und kontinuierlich fortgesetzte
konstruktive Dialog zwischen den verschiedenen Kulturakteuren, der Kulturverwaltung und der
Kulturpolitik dazu beigetragen hat, dass den differenzierten Bedarfslagen mit jeweils geeigneten
Unterstützungsmaßnahmen und -programmen begegnet und im Laufe des Jahres effektiv
nachgesteuert werden konnte.
Neben dem kommunalen Sonderfonds wurden auch auf Bundes- und Landesebene umfängliche
konsumtive und investive Unterstützungsprogramme wieder- oder neu aufgelegt. Im Zusammenspiel
mit Städtetag und Kulturrat, der Rückkopplung in die Kommunen sowie der Einbindung der
Fachverbände in der konkreten Ausgestaltung der Maßnahmen und der Mittelvergaben konnten diese
zunehmend differenziert, bedarfsgerecht und nachhaltig eingesetzt werden. Das Kulturamt stand
zudem in einem kontinuierlichen Austausch mit dem MKW NRW und der Bezirksregierung, um
gezielte Hinweise auf bestehende Defizite und zu berücksichtigende Einrichtungen und Kulturakteure
aus Münster zu geben.
Zudem hat das Kulturamt die Kulturschaffenden in Münster erneut kontinuierlich und aktuell mittels
Website, (Sonder-)Newsletter, gezielten Anschreiben sowie in zahlreichen T elefonaten und
Beratungsgesprächen über die kommunalen sowie umfänglichen Maßnahmen auf Bundes- und
Landesebene informiert.
Ergänzend zu der mündlichen Präsentation in der Sitzung des Kulturausschusses am 16.11.2021 legt
die Kulturverwaltung hiermit eine differenzierte Aufstellung über die Verwendung der Mittel in den
verschiedenen Programmen aus dem kommunalen Corona-Sonderfonds 2021 vor.
Kulturamt
21.01.2022
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Schnell
T elefon:492-4100
Schnell@stadt-muenster.de

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V/0035/2022
Ausgangslage: Kommunaler Sonderfonds im Jahr 2021
Vor dem Hintergrund des massiven Infektionsgeschehens Ende 2020 mit den absehbar deutlich
einschränkenden Bedingungen für den Kulturbetrieb hat der Rat in seiner Sitzung vom 17.03.2021 die
erneute Auflage eines kommunalen Unterstützungsfonds i.H.v. 1.000.000 Euro zur gezielten Struktur-
und Existenzsicherung freier Kulturbetriebe und Kulturträger sowie freischaffender und
soloselbständiger Künstler:innen beschlossen. Auf der Basis der Erfahrungswerte aus dem Jahr 2020
sowie der Bedarfsrückmeldungen und Hinweise der Kulturakteure für einen möglichen Kulturbetrieb
im Jahr 2021 waren dabei gemäß Änderungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen/GAL, SPD und Volt
zu V/0123/2021 differenzierte Unterstützungsprogramme vorgesehen.
Im weiteren Verlauf des Jahres wurde deutlich, dass der letztlich von November 2020 bis Juni 2021
bestehende Lockdown ein Umdenken und eine Anpassung der verschiedenen Programme
erforderlich machte. Das nahezu vollständige Erliegen des Kulturbetriebs im ersten Halbjahr 2021
hatte zur Folge, dass die in den Programmen A und B angelegte Option eines finanziell unterstützen
Kulturbetriebs unter Corona-konformen und entsprechend ökonomisch einschränkenden
Bedingungen nicht in der prognostizierten Form zum Tragen kommen konnte. Entsprechend wurden
von den Antragsberechtigten Einrichtungen und Initiativen weniger Anträge eingereicht als erwartet.
Zugleich entfiel damit aber auch der für die freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen
intendierte Effekt, im Rahmen dieser beiden Programme mittelbar durch Auftrittsmöglichkeiten bei
marktüblichen Gagen zu profitieren. Zumindest im analogen Kulturbetrieb bestanden somit für sie
über mehrere Monate keine Verdienstmöglichkeiten.
Vor diesem Hintergrund wurde im Kulturausschuss am 08.06.2021 eine weitere Flexibilisierung und
bedarfsgerechtere Mittelverwendung beschlossen. Die nicht verbrauchten Restbeträge der
Programme A und B konnten damit insbesondere für die unmittelbare Stipendienförderung der
freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen eingesetzt werden, um die
existenzbedrohlichen Folgen für sie abzumildern (V/0451/2021).
Um ihnen darüber hinaus wieder Auftrittsmöglichkeiten und der Kultur- und Veranstaltungsbranche
eine Perspektive zu eröffnen, hat das Kulturamt unter Einbezug zahlreicher Akteure aus der Freien
Szene zudem einen Antrag bei der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms
„Kultursommer 2021“ gestellt, mit dem die Open-Air-Veranstaltungen zusätzlich unterstützt werden
sollten.
Bilanz Kommunaler Sonderfonds 2021
Von den damit insgesamt zur Verfügung stehenden Mitteln i.H.v. 1.133.200 Euro wurden im Jahr 2021
Mittel i.H.v. 679.914,55 Euro verausgabt. Damit verbleibt mit Stand vom 29.12.2021 ein Restbetrag
von 453.285,45 Euro. Nach vollständiger Prüfung aller Verwendungsnachweise und/oder
Jahresabschlüsse (im Programm A) bis Mitte 2022 kann sich dieser Betrag ggf. durch
Rückforderungen geringfügig erhöhen.
Einen differenzierten Überblick über die Aufwendungen nach Antragstellern in den einzelnen
Programmen sowie zu den umgesetzten Projekten geben die Anlagen 1 bis 4.
Programm A
Antragsberechtigt in diesem Programm waren die durch die Stadt Münster mit politischem Beschluss
institutionell geförderten Kultureinrichtungen sowie Initiativen und Vereine mit ganzjährigem
Kulturprogramm.

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V/0035/2022
Über das gesamte Jahr sind 12 Anträge von 9 Antragsberechtigten eingereicht und nach Prüfung des
berechneten Defizits mit einer Zuwendung bis max. 40.000 Euro bewilligt. Ersetzt werden konnte
dabei ein Einnahmeverlust von bis zu 50 % der Einnahmen aus dem Vergleichszeitraum 2019 sowie
eine Steigerung von entstandenen oder entstehenden nicht vermeidbaren Kosten bis 30 % im
Abgleich mit dem Wirtschaftsplan. Im Programm A wurden insgesamt 249.154,88 Euro verausgabt.
Von den insgesamt 27 potentiellen Antragsberechtigten beantragten damit 18 Kulturakteure keine
Unterstützung aus dem kommunalen Sonderfonds. Ausschlaggebend dafür war, dass der anhaltende
Lockdown im ersten Halbjahr den Unterstützungsbedarf einiger Einrichtungen eher milderte und/oder
anderweitige Unterstützungsmaßnahmen in ausreichendem Maße griffen. Neben den Möglichkeiten
der Kurzarbeit waren dies die auch im Jahr 2021 erneut aufgelegten Sonderprogramme des Bundes
und Landes z.B. für soziokulturelle Einrichtungen und (private) Theater sowie vor allem auch die im
zweiten Halbjahr neu aufgelegten Unterstützungsprogramme für Musikclubs /-initiativen und die
Wirtschaftlichkeitshilfen und Ausfallabsicherung bei Veranstaltungen.
Programm B
Aus den oben genannten Gründen wurden auch im Programm B zunächst deutlich weniger Anträge
gestellt als erwartet.
Antragsberechtigt waren hier auf der einen Seite freie und privat getragene Spielstätten/Kulturträger
sowie Kulturinitiativen mit Sitz in Münster, die keine regelmäßige institutionelle Förderung der Stadt
Münster erhalten und nachweislich in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches
Veranstaltungsangebot vorgehalten haben. Im Sinne des intendierten „Solidaritätsfonds“ waren die
von ihnen beantragten Veranstaltungen und Programme bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro
förderungswürdig, wenn überwiegend professionell frei arbeitende Künstler:innen aus Münster bei
marktüblicher Gagenzahlung beteiligt wurden. Die differenzierte Darstellung der 8 förderungswürdigen
Vorhaben (s. Anlage 2) macht deutlich, dass der anhaltende Lockdown auch nur wenige „indoor-
Umsetzungen“ möglich machte und die finanzielle Unterstützung insbesondere für Veranstaltungen
und -programme im öffentlichen Raum genutzt wurde.
Entsprechend der durch Beschluss des Kulturausschusses modifizierten Vorgaben (s.o.) hatte zudem
die unmittelbare Unterstützung der freischaffenden und soloselbständigen Künstler:innen eine
deutlich höhere Relevanz. Professionell arbeitende Kulturschaffende aller Sparten mit Hauptsitz und
Arbeitsschwerpunkt in Münster konnten im Wege einer Stipendienvergabe nun ergänzend und
zusätzlich zu den Programmen von Bund und Land NRW unterstützt werden. Von den insgesamt 62
eingereichten Anträgen konnten 5 Anträge aus formalen Gründen nicht und 57 Anträge mit jeweils
3.000 Euro bewilligt werden.
Die Vergabeentscheidungen traf das Kulturamt der Stadt Münster als bewilligende Stelle unter
Beteiligung eines eigens eingerichteten unabhängigen Fachgremiums, das eine intensive Beurteilung
der Anträge bzw. Projekte vornahm. Unter Vorsitz der Kulturamtsleitung bestand das Gremium aus
fünf Vertreter:innen verschiedener Sparten, für deren Benennung der Initiative moNOkultur
Vorschlagsrechte eingeräumt worden waren. Das Gremium berücksichtigte bei seiner Einschätzung
der Projektvorhaben insbesondere Aspekte
- der Nachwuchssicherung,
- des künstlerischen Potentials,
- der konzeptionellen Nachhaltigkeit,
- der Perspektive auf Weiterentwicklung,
- der künstlerischen Relevanz für die Stadt,
- der Unterstützung von Eigeninitiative und Mitverantwortung mit Relevanz für die Stadt und
- der Relevanz einer Stipendienvergabe für den jeweiligen Antragsteller / die jeweilige
Antragstellerin.

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V/0035/2022
Gefördert wurden in erster Linie künstlerische Vorhaben und Projekte sowie (ergebnisoffene)
Recherchen, Labore oder konzeptionelle Vorhaben zur Generierung von Inhalten und zukünftigen
Tätigkeiten, die auf die Weiterentwicklung der künstlerischen Aktivitäten ausgerichtet sind.
Mehrheitlich kamen die Stipendiat:innen aus den Bereichen Bildende Kunst (23) und Darstellende
Kunst (17) sowie der Musik (13). In Einzelfällen gab es auch Projekte der Literatur, des Films oder
spartenübergreifender Art (4). In einigen Projekten wurden auch deutliche interkulturelle Aspekte
thematisiert. Die Bandbreite erstreckte sich von umfangreichen Recherchearbeiten für künftige
Projekte über die Erstellung von Manuskripten und Konzepten bis hin zu fertig gestellten
Kompositionen, Musik- oder Theaterstücken. Viele Künstler:innen nutzten die
Stipendienunterstützung, um sich in ihrer jeweiligen künstlerischen Arbeit weiter zu qualifizieren oder
Arbeiten für künftige Präsentationen von Ausstellungen, Konzerten, Lesungen etc. zu entwickeln.
Eine große Rolle spielte dabei oft die Qualifizierung in der digitalen Arbeit, um sich neue
Kommunikations- und Präsentationsformen erschließen zu können (s. Anlage 3).
Allen Rückmeldungen bzw. Tätigkeitsberichten war zu entnehmen, dass die Stipendienunterstützung
entscheidend dazu beigetragen hat, die zweite Jahreshälfte nicht nur beruflich zu überstehen,
sondern vor allem auch kreativ und künstlerisch gewinnbringend gestalten zu können.
Programm C
Eine besondere Relevanz hatte zudem die finanzielle Unterstützung von Open-Air-Veranstaltungen
und die damit einhergehende Erschließung und strukturelle Ausstattung auch neuer, spannender und
geeigneter (Open-Air)Räume.
Das gemeinsame mit vielen Akteuren aus der Freien Kulturszene initiierte, geplante und umgesetzte
umfängliche Kultursommerprogramm „Herzglut“ schuf nicht nur zusätzliche Verdienstmöglichkeiten,
sondern auch eine gemeinsame Perspektive und Motivation, die belebende Hoffnung auf Aktivität und
darauf, nach langer Abstinenz auch wieder auf ein analoges Kulturpublikum stoßen zu können.
Mit diesem gemeinsamen Ziel für die Kultur- und Veranstaltungsbranche beteiligten sich die Akteure
in verschiedenen „Verantwortungsgemeinschaften“ an den jeweiligen Konzepten und Programmatiken
sowie der erforderlichen Ertüchtigung und Corona-konformen Ausgestaltung der einen Räume und
der Umsetzung vor Ort.
Im Ergebnis wirkten im Zeitraum von Juni bis November an 45 Veranstaltungstagen über 300
Kulturschaffende und zahlreiche Dienstleister (T echniker,Grafiker etc.) mit ihren Programmbausteinen
an insgesamt 55 Orten in der Innenstadt und in Außenbereichen mit – im Ergebnis ein deutlich
spürbarer Neustart der Kultur in Münster.
Gemäß den Förderkonditionen der Kulturstiftung des Bundes und der für diesen Antrag
zusammengefassten Akteure und Programmbausteine (s. Anlage 4, Programm C.1) wurde die
Innenstadt zur lebendigen Stadtbühne: In den Fenstern des Prinzipalmarktes, auf Balkonen und
Bussen wurde musiziert, im Schatten von Kirchen gelesen, auf Plätzen und Parks getanzt. Kunst und
Kultur sollte das Herz der Stadt zum Glühen bringen, verantwortungsvoll umgesetzt nach den jeweils
erforderlichen (Abstands-)Regelungen mit sowohl populären und breitenwirksamen Events als auch
kleinen, feinen künstlerischen Reflexionen und Interventionen im öffentlichen Raum mittels
Performances, Dialogen, Kabinettstückchen oder unerwarteten audiovisuellen und kinematischen
Ereignissen.
Sehr niederschwellig konnte das deutlich kulturentwöhnte Publikum auch en passant in den Straßen
und auf den Plätzen die Kultur „wiederentdecken“ und als Besucher:innen von Straßencafés und
Restaurants spontan in den Genuss z.B. von pop-up-Kinos kommen. Die experimentellen neuen
Formate, die mit digitalen und analogen Medien in audiovisuellen Straßenlaboren spielten und
entwickelt wurden, haben dabei in künstlerischer Hinsicht sicherlich auch einen Mehrwert über die
Krisenzeit hinweg.
Auch die erfolgreich praktizierten „Bündnisse“ und Kooperationen, wie z.B. der Musikszene und
Veranstaltungsbranche in der Konzeption und Umsetzung des 12-Stunden Musikfestivals
NOISE!START auf zwei Bühnen im Schlossgarten mit mehr als 100 Musiker:innen aus Münster aus
allen Genres von Rock bis Klassik, Country bis Swing sind ggf. auch perspektivisch interessant und
beachtenswert im Sinne der Sichtbarkeit und Vernetzung der Musikszene untereinander.

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V/0035/2022
Sehr attraktiv und „lustvoll“ für das Publikum – entsprechend gut angenommen – waren die
Veranstaltungen und Entdeckungen besonderer Orte in den Außenbereichen, wie z.B. die
Experimente mit urbanem Flair auf dem Gelände der York-Kasernen in Form von reflexiven und
künstlerischen Spaziergängen durch dieses Areal im Umbruch, mit Installationen, Ausstellungen,
Konzerten vor und in den ehemaligen Panzerhallen. „Stadterkundungen“ im großen Format boten
auch die Aufführungen von gleich drei unterschiedlichen Produktionen des Theater Titanick einmal an
der York-Kaserne, einem Parkplatz am Hafengrenzweg sowie im Gasometer. Alleine 4.200 Menschen
besuchten in sieben ausverkauften Vorstellungen die Wiederaufnahme des Klassikers „Titanic“ an
diesem besonderen Ort.
Mit Mitteln des kommunalen Sonderfonds im Programm C.2 konnten zudem weitere assoziierte
Veranstaltungen wohnortnah in den Stadtteilen finanziert werden, die zugleich den Austausch über
die Kultur vor Ort angestoßen und zukunftsträchtige Impulse gegeben haben, die in einen
längerfristigen Prozess münden sollen.
Die seinerzeitigen Regelungen der Corona-Schutzverordnungen, die sich bei der Zulassung größerer
Veranstaltungen, der möglichen T eilnehmerzahl sowie der konkreten Ausgestaltung von
Abstandregelungen an der Überschreitung der 7-T age-Inzidenz an einigen T agenin Folge orientierte,
bedeutete für alle Beteiligten eine extrem hohe Planungsunsicherheit. Das größere Projekt
„Kulturmanage“, für das ein erheblicher Unterstützungsbetrag vorgesehen war, ließ sich vor dem
Hintergrund und den hohen Auflagen an geeignete Standorte im Umfeld von zu beteiligenden Schulen
trotz umfänglicher Planungsschritte leider nicht umsetzen.
Fazit und Ausblick 2022
Erneut konnte die Kulturszene in Münster mit den nachgeschärften und größtmöglich flexibel
gehandhabten kommunalen Sonderfonds im Zusammenspiel mit den Sondermitteln auf Bundes- und
Landesebene effektiv unterstützt, in weiten T eilenstabilisiert und vor allem auch über digitale Formate
hinaus sichtbar und für das weiterhin kulturinteressierte Publikum zugänglich gemacht werden. Die
beeindruckende Ausdauer, der „Kampfgeist“ und die Zähigkeit der Kulturakteure ebenso wie ihre
enorme Kreativität, Flexibilität und unaufhörliche Suche nach neuen Wegen der Produktion und
Präsentation führten erneut zu spannenden, zum T eil neuen Formaten und „Laborsituationen“, die
durchaus fernab von Corona Zukunftspotential bieten.
Aus dem Erkunden neuer Orte, den intensiven „Mikro-Veranstaltungen“ mit wenigen T eilnehmenden,
den stipendiengestützten Recherchen und Konzeptarbeiten sowie (zunächst) ergebnisoffenen
künstlerischen Formen der Auseinandersetzung haben sich sowohl für das Publikum als auch für die
Kulturschaffenden neue Orte und Formen der Begegnung, der Kooperation und Vernetzung sowie der
künstlerisch-kulturellen Ansprache und Umsetzung ergeben. Im digitalen Bereich konnten über die
anfänglich stark praktizierten Ansätze des einfachen „streamings“ hinaus, hybride Formate entwickelt
werden, in denen in einem deutlich stärkeren Maße analoge und digitale Möglichkeiten ausgelotet und
künstlerisch eingesetzt werden. Es ist damit – auch im Erleben vieler Kulturschaffenden – der Starre
und dem lähmenden Stillstand eine fruchtbare Produktivität und gewinnbringende künstlerische
Gemeinschaft entgegengesetzt worden, an die es im Jahr 2022 anzuknüpfen gilt.
Dabei droht allerdings aktuell das derzeitige, hochdynamische Infektionsgeschehen diese an sich
hoffnungsvollen T endenzenim Keim zu ersticken. Da erst Ende November 2021 erste Infektionen mit
der bis dahin noch recht unbekannten Omikron-Variante auch in Münster auftraten, es zudem bislang
gelungen war, die Inzidenz in Münster fast durchweg niedrig zu halten, war die aktuelle Entwicklung
noch zu den Etatberatungen für das Jahr 2022 in keiner Weise absehbar. Erneut ist nun das weitere
Infektionsgeschehen global und lokal wenig vorhersehbar und die kurz- bis mittelfristigen Folgen für
den Kulturbetrieb und die Kulturlandschaft wenig einschätzbar. Deutlich bemerkbar ist in jedem Fall
die aktuelle Zurückhaltung und Verunsicherung des Publikums, die den Kulturbetrieb ökonomisch
belasten, da auch die eingeschränkten Platzkapazitäten nicht ausgeschöpft werden.
Es zeichnet sich somit deutlich ab, dass die Kultur weiterhin zusätzliche finanzielle Unterstützung
benötigt. Vor diesem Hintergrund sollen die nicht verausgabten Mittel des kommunalen Sonderfonds
2021 i.H.v. 453.285,45 Euro in das Jahr 2022 übertragen werden, um sie zweckgebunden für Corona-

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V/0035/2022
Hilfen einsetzen zu können. Da aktuell noch nicht bekannt ist, in welcher Höhe und mit welchen
Programmen auf Bundes- und Landesebene auf die weiterhin bestehende existentielle Bedrohung für
die Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden reagiert wird, wäre der konkrete Einsatz der
kommunalen Mittel darauf abgestimmt, ergänzend zu entwickeln. Der kommunale Sonderfonds soll –
sofern erforderlich – vorrangig dazu genutzt werden, den für die Beantragung von Bundes- und
Landesmittel erforderlichen Eigenanteil über den kommunalen Sonderfonds bereitzustellen.
i.V.
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage A
Anlage 1: Sonderfonds Finanzüberblick
Anlage 2: Sonderfonds B Veranstaltungsstätten
Anlage 3: Sonderfonds B Stipendien
Anlage 4: Sonderfonds Kultursommer

Beratungsverlauf (1)

03.02.2022 Kulturausschuss
TOP 7.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Laerer Landweg
  • Hafengrenzweg
  • Gartenstraße 41
  • Schlossgarten
  • Am Hawerkamp 6
  • Kinderhaus
  • Hafenweg 7

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0035/2022
Typ
Vorlagen
Datum
18.01.2022
Erstellt
17.01.2022 10:28