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AN/1579/2017

Projekt "Radeln ohne Alter"

Gem. Antrag nach § 3 (GUT) 02.11.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 14.11.2017, TOP 3.1.1

Gem. Antrag nach § 3 (GUT)

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Gem. Antrag nach § 3 (GUT)

4865 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Ratsgruppe GUT 
 
 
Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Rathaus, Köln 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 02.11.2017 
 
AN/1579/2017 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 14.11.2017 
 
Projekt "Radeln ohne Alter" 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragstellenden möchten Sie bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der nächsten Sitzung 
des Rates am 14.11.2017 aufzunehmen: 
 
Beschluss: 
 
Der Rat beauftragt die Verwaltung das Angebot „Radeln ohne Alter“ (RoA) für Senioren in Zusam-
menarbeit mit Kölner Senioreneinrichtungen, sowie mit geeigneten freien Trägern in Ergänzung zu 
bestehenden Angeboten für Senioren umzusetzen. Seniorinnen und Senioren sollen Ausflugsfahrten 
in Rikschas kostenfrei angeboten werden. 
Es ist zudem zu prüfen, ob die Rikschas auch durch Familienangehörige und Ehrenamtler*innen ge-
nutzt werden können, und ob in einem weiteren Schritt der Service auch Seniorinnen und Senioren in 
Privathaushalten angeboten werden kann. 
Die Beschaffung der Rikschas wird durch die Stadt Köln finanziert. Die Wartung der Rikschas obliegt 
dem jeweiligen Träger. Entsprechende Mittel für dieses Projekt in Höhe von 100.000 Euro wurden im 
Teilplan 0504 durch den Ratsbeschluss vom 07.11.2017 zur Haushaltssatzung und Haushaltsplan 
2018, 3201/2017, bereitgestellt. 
Dem Ausschuss Soziales und Senioren ist eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen. 
 
Begründung: 
 
Die Idee „Radeln ohne Alter“ wurde ursprünglich in Dänemark entwickelt. Der Staat stellt dort Senio-
renheimen kostenlos Rikschas zur Verfügung und ehrenamtliche Personen fahren dort mit Senioren 
durch die nähere Umgebung. Dabei besuchen sie alte Orte der Erinnerung, oder fahren Orte an, die 
die Senioren gerne sehen möchten. Dieser Service steht grundsätzlich allen Senioren zur Verfügung, 
unabhängig vom Grad ihrer Pflegebedürftigkeit. Der Erfolg ist begeisternd. 
Das Projekt „Radeln ohne Alter“ wurde bereits in Essen wie folgt realisiert: „Im Projekt „Radeln ohne 
Alter“ werden Rikschatouren für Senioren angeboten, um Natur, Kultur und neue sowie bekannte

- 2 - 
 
Orte zu erfahren. Bei diesen Touren werden alle Sinne angesprochen: Blumen riechen, das Gezwit-
scher der Vögel hören und den Wind in den Haaren spüren. Positive Effekte in Aktivierung, Wohlbe-
finden und Gesundheit werden damit erreicht. Aber nicht nur für die älteren Leute, auch für die Fah-
rer entsteht ein Mehrwert. Die generationenübergreifenden Kommunikation, der Austausch von 
Erfahrungen und Geschichten sowie der Tatsache anderen – und sich selbst – etwas Gutes zu tun, 
steigert das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude aller Beteiligten.“ 
In Köln bieten derzeit die Sozialbetriebe Köln (SBK) „Radeln ohne Alter“ (RoA) in ihren Einrichtungen 
mit Erfolg an. In einer Antwort (3618/2015) auf eine Anfrage zu RoA bewertet die Verwaltung dieses 
Angebot durchweg positiv. In der Antwort vom 26.11.2015 an den Ausschuss Soziales und Senioren 
heißt es: 
„Mit einer einfachen Idee erscheint es möglich, mobilitätseingeschränkten Menschen in stationären 
Einrichtungen im Kölner Stadtgebiet positive Erlebnisse zu ermöglichen, die persönliche Mobilität zu 
erhöhen und sie so aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.  
Diese positiven Effekte beschränken sich nicht nur auf die Gruppe der älteren Menschen. Auch für 
die Freiwilligen, die sich darüber freuen, anderen etwas Gutes zu tun, profitieren von ihrem Engage-
ment. Das Projekt verbindet Bewegung und Begegnung in idealer Weise.“ 
 
Aufgrund erfolgter Recherchen verschiedener praktizierter Modelle von „Radeln ohne Alter“ in 
Deutschland möchten die Antragsteller dieses Projekt in Köln auf Basis des Essener Modells realisie-
ren. Es ist offensichtlich das am besten geeignetste. Dieses Modell bietet ein einfaches und kostenlo-
ses Angebot für Senioren, und gewährleistet zugleich, besser als rein ehrenamtliche Angebote, eine 
kontinuierliche Zuverlässigkeit. 
Die Verwaltung soll mit geeigneten freien Trägern und ggf. auch mit dem Jobcenter  - zwecks Prüfung 
von Beschäftigungsmöglichkeiten zum Betrieb der Rikschas - ein Umsetzungskonzept erstellen, so 
dass ein oder mehrere Träger dieses Angebot in Kooperation mit Senioreneinrichtungen realisieren.  
Dabei ist auch zu prüfen, ob die Rikschas auch durch Familienangehörige und Ehrenamtler*innen 
genutzt werden können und in einem weiteren Schritt der Service auch Senior*innen angeboten 
werden kann, die in Privathaushalten leben. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz    gez. Jörg Frank 
CDU-Fraktionsgeschäftsführer  GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Ulrich Breite   gez. Thor Zimmermann 
FDP-Fraktionsgeschäftsführer  Ratsgruppe GUT

Beratungsverlauf (1)

14.11.2017 Rat
TOP 3.1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/1579/2017
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (GUT)
Datum
02.11.2017
Erstellt
02.11.2017 10:26