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0276/2026

Szenebericht Musik

Mitteilung Ausschuss 24.02.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 12.03.2026, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 Szenebericht Musik

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Mitteilung Ausschuss

1435 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/22 
 
Vorlagen-Nummer 24.02.2026 
 0276/2026 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2026 
 
Szenebericht Musik 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Ausschuss Kunst und Kultur die Verwaltung beauftragt, 
den Sparten Musik, Darstellende Kunst (Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie), Me-
dien (Film, Literatur) und Kulturelle Teilhabe (Diversität und Interkultur) die Möglichkeit zu ge-
ben, „regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit 
zu berichten“. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jeweiligen Bereichen auch die in-
terkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen.  
Die Berichte sollen in Form eines schriftlichen Berichts (maximal drei Seiten) und einer Erläu-
terung in der Sitzung sowie gegebenenfalls ergänzt durch eine circa 5 -minütige PowerPoint-
Präsentation oder Videobotschaft dem Ausschuss Kunst und Kultur vorgestellt werden. 
Für die Sparte Musik werden Ulla Oster (Vorstand Initiative Freie Musik Köln e.V., Vorstands-
vorsitzende Europäisches Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik: Initiative Kölner Jazz Haus 
e.V.) und Thomas Gläßer (Vorstand Initiative Freie Musik Köln e.V., Sprecher Sektion Musik 
KulturNetzKöln, Vorstand ON) in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur für Fragen 
zur Verfügung stehen. 
 
Gez. Charles 
 
 
Anlage: Szenebericht Musik

Anlage 1 Szenebericht Musik

11122 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage 0276/2026 Szenebericht Musik 
 
Szenebericht Musik 
an den Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln, 12. März 2026 
 
1.  Ausgangssituation und Erfolgsbilanz  
Mit rund 3.000 professionell tätigen Musikschaffend en bildet die freie Musikszene die größte und eine der 
vielfältigsten künstlerischen Sparten der Stadt Köln. Der in diesem Szenebericht repräsentierte Teil umfasst 
die Bereiche Alte Musik, Elektronik und Klangkunst, G lobale Musik, Jazz, Klassik, Musiktheater sowie Neue 
Musik. Er wird von zahlreichen Bands und Ensembles,  Komponist*innen und Klangkünstler*innen, Festivals 
und Konzertreihen, Produktionsinitiativen sowie selbstorganisierten künstlerischen Strukturen getragen. Die 
freie Musikszene ist ein zentraler Innovationsträge r der Musikstadt Köln und prägt deren nationale und  
internationale Wahrnehmung wesentlich.  
Seit dem letzten Szenebericht im März 2024 konnte d ie freie Musikszene ihre künstlerische Leistungs-
fähigkeit und internationale Ausstrahlung – maßgeblich unterstützt durch die Stadt Köln – weiter ausbauen. 
Festivals und Reihen wie die Cologne Jazzweek, das zamus early music festival, der Romanische Sommer, das 
Festival Orbit für aktuelles Musiktheater sowie neu e Formate im Bereich elektronischer und 
elektroakustischer Musik zeugen ebenso von der Dyna mik der Szene wie internationale Einladungen, 
Gastspiele, Kooperationsprojekte und zahlreiche Auszeichnungen für Kölner Künstler*innen, Ensembles und 
Spielstätten (u. a. Deutscher Jazzpreis). Auch strukturell wurden wichtige Fortschritte erzielt, etwa durch die 
Unterzeichnung des Mietvertrags für das zukünftige zentrum für alte musik (zamus) sowie die Planungen zur 
Wiedereröffnung des Studios für Elektronische Musik des WDR am Standort Oskar-Jäger-Straße.  
Mit über 5.000 Konzerten pro Jahr trägt die freie Musikszene wesentlich zum musikalischen Leben der Stadt 
bei. Sie ist eng mit Hochschulen, Orchestern und Spi elstätten in Köln und Nordrhein-Westfalen sowie mit  
nationalen und internationalen Netzwerken verbunden  und leistet wichtige Beiträge zur 
Nachwuchsförderung, Innovation und internationalen Vernetzung. Viele künstlerische Entwicklungen 
entstehen dabei in selbstorganisierten Strukturen, die mit hoher Eigeninitiative und vergleichsweise geringen 
Ressourcen arbeiten.  
Neben der Größe, Vielfalt und Infrastruktur (u. a. Stadtgarten, zamus, ON, Loft) der freien Szene, profitieren 
die Musikschaffenden, das musikalische Leben und das  Publikum der Stadt von den hervorragenden 
institutionellen Rahmenbedingungen Kölns: der Philh armonie, der Oper und mehreren Orchestern, der 
Hochschule für Musik und Tanz und der Kunsthochschule für Medien sowie dem internationalen Renommee 
Kölns als historisch bedeutendes Zentrum für Zeitge nössische Musik, Alte Musik, Elektronische Musik, Jaz z 
und Musiktheater. 
 
2. Rolle und strukturelle Wirkung des IFM e. V.  
Der IFM e. V. hat sich als zentrale Interessenvertr etung der freien Musikszene Köln etabliert. Mit sei ner 
partizipativen Struktur aus Vorstand, Mitgliedervers ammlung, Sprecher*innenrat, Arbeitsgruppen und 
sieben Teilszenenvertretungen sowie durch seine Mit wirkung in Arbeitszusammenhängen von 
KulturNetzKöln und Landesmusikrat erfüllt er eine w ichtige strukturpolitische Funktion auf kommunaler 
Ebene - mit Vernetzung auf Landes- und Bundesebene.  Als in Nordrhein-Westfalen einzigartige 
spartenübergreifende Organisation bündelt der IFM d ie Interessen der unterschiedlichen Teilbereiche un d 
unterstützt deren strukturelle Entwicklung durch Beratung, Vernetzung und kulturpolitische Arbeit.

Anlage 1 zur Vorlage 0276/2026 Szenebericht Musik 
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit ist die Durchführung der unterjährigen Kleinstförderung, bei  der 
Kulturamtsmittel via Weiterleitungsverträgen an kur zfristige Projekte vergeben werden. Die 
Kleinstförderung hat sich als wirksames und nieders chwelliges Instrument zur Unterstützung kurzfristig er 
und kleinerer künstlerischer Vorhaben etabliert. An tragstellung und Vergabe konnten 2025 durch ein aus  
Bundesmitteln finanziertes digitales Antragsportal weiter vereinfacht und professionalisiert werden. Im Jahr 
2025 wurden insgesamt 155 Anträge mit einem Gesamtv olumen von rund 396.000 € gestellt. Gefördert 
werden konnten 87 Projekte mit insgesamt 132.000 € aus weitergeleiteten städtischen Mitteln. Die 
Förderquote lag damit bei rund einem Drittel des be antragten Volumens (Vorjahr: ca. 25 %). Diese Zahle n 
verdeutlichen sowohl den hohen Bedarf als auch die bestehende Unterdeckung im Bereich kleinerer und 
mittlerer Projektvorhaben.  
Darüber hinaus leistet der IFM zentrale Beiträge zu r strukturellen Entwicklung der Szene durch Beratun gs- 
und Informationsangebote, Vernetzungsformate, kulturp olitische Veranstaltungen (u. a. die Reihe 
„Neuwahl“ mit den OB-Kandidat*innen in Kooperation mit KulturNetzKöln), Förderberatung sowie die 
Weiterentwicklung der digitalen Plattform musik-in-koeln.de.  
Der IFM begleitet zudem aktiv die Weiterentwicklung  des Musikförderkonzepts und fungiert als wichtiger  
Ansprechpartner für Politik und Verwaltung. Die Arb eit des IFM findet auch überregional große Beachtun g, 
etwa im Austausch mit Interessenvertretungen und Ku lturverwaltungen in Berlin, Hamburg, München, 
Freiburg und Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen nim mt der IFM eine besondere Rolle als 
spartenübergreifende Interessenvertretung ein und w ird bundesweit als Modell erfolgreicher strukturell er 
Szenearbeit wahrgenommen. 
 
3. Aktuelle Herausforderungen  
Die freie Musikszene erhält derzeit rund 4 % des st ädtischen Musiketats (Oper, Philharmonie, Gürzenich-
Orchester, freie Szene). Angesichts ihrer Größe, ihre r internationalen Bedeutung und ihrer vielfältigen 
gesellschaftlichen Wirkung ist dies nicht ausreichend, um nachhaltige Entwicklung und Planungssicherheit zu 
gewährleisten.  
Trotz ihrer hohen künstlerischen Leistungsfähigkeit  arbeitet die freie Musikszene Kölns unter struktur ell 
schwierigen Bedingungen. Der Bedarf an Produktions- , Proben- und Aufführungsräumen steigt 
kontinuierlich, und die wirtschaftlichen Rahmenbedin gungen für freischaffende Musiker*innen haben sich 
strukturell verschlechtert. Einnahmen aus Tonträger verkäufen, Verwertungsgesellschaften und öffentlich-
rechtlichen Produktionskontexten sind rückläufig, wä hrend Produktionskosten infolge von Inflation, 
steigenden Reise- und Raumkosten sowie Honorarentwicklungen deutlich gestiegen sind. Zusätzlich führt die 
Einführung von Honoraruntergrenzen auf Bundes- und Landesebene zu Mehrkosten, die bislang nicht 
ausreichend gegenfinanziert sind.  
Die bestehende Förderung konzentriert sich überwiegend auf die Durchführung einzelner Projekte sowie auf 
die Unterstützung von Spielstätten und Infrastruktu ren (u. a. Stadtgarten, Loft, ON, zamus). Zwei zentra le 
Bereiche werden bislang jedoch nur punktuell und insgesamt unzureichend gefördert: 
•
 Strukturförderung: Die Finanzierung kontinuierliche r Organisationsstrukturen wie Ensembles, Bands, 
Festivals, Reihen und Projekträume ist bislang nicht  ausreichend gesichert. Dies erschwert langfristige  
Planung, professionelle Entwicklung und nachhaltige organisatorische Stabilität.  
• Produktionsförderung: Proben und Produktionsprozess e werden bisher überwiegend nur im Rahmen 
einzelner Projektförderungen unterstützt und sind strukturell unterfinanziert. Dies stellt ein wesentliches 
Entwicklungshemmnis dar, da die kontinuierliche küns tlerische Arbeit Voraussetzung für Qualität, 
Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit ist.

Anlage 1 zur Vorlage 0276/2026 Szenebericht Musik 
Die Erwerbsrealität vieler freischaffender Musiker*innen ist weiterhin durch projektbezogene und unsichere 
Einkommensstrukturen geprägt. Viele organisatorisch e Aufgaben in den Bereichen Management, 
Verwaltung, Akquise und Öffentlichkeitsarbeit werde n von den Künstler*innen selbst und häufig 
unentgeltlich übernommen. Der Ausbau mehrjähriger P rojekt- und Strukturförderung stellt daher einen 
zentralen Ansatz dar, um Planungssicherheit zu schaf fen, Arbeitsbedingungen zu verbessern, künstlerische 
Qualität zu sichern und zugleich administrative Prozesse zu vereinfachen.  
 
4. Entwicklungsperspektiven und Handlungsempfehlungen   
Die freie Musikszene ist ein zentraler Bestandteil der kulturellen Identität und Zukunftsfähigkeit Köl ns. Sie 
verbindet Menschen, schafft kulturelle Teilhabe, stärkt internationale Vernetzung und entwickelt innovative 
künstlerische Ausdrucksformen.  
Zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung dieser Potenziale sind gezielte strukturelle Maßnahmen 
erforderlich. Hierzu zählen insbesondere die Stärku ng der Projektförderung, der Ausbau mehrjähriger 
Förderinstrumente zur Stabilisierung kontinuierlicher künstlerischer und organisatorischer Arbeit sowie eine 
stärkere Berücksichtigung von Produktionsprozessen innerhalb der Förderstruktur.  
Ebenso wichtig ist die strategische Weiterentwicklu ng zentraler Infrastrukturprojekte, insbesondere im  
Bereich von Proberäumen, Produktionsorten und Aufführungsstätten, sowie die nachhaltige Sicherung und 
international anschlussfähige Weiterentwicklung bes tehender und neuer Initiativen wie der 
Wiedereröffnung des Studios für Elektronische Musik des WDR und des zentrums für alte musik (zamus).  
Darüber hinaus bleibt die vollständige Umsetzung de r im zukünftigen Musikförderkonzept vorgesehenen 
Maßnahmen ein zentrales Ziel, ebenso wie weitere ad ministrative Vereinfachungen und die Stärkung 
internationaler Kooperationen und Vernetzungsstrukturen.  
Die freie Musikszene ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Musikstadt Köln. Ihre nachhaltige Sicherung und 
strukturelle Weiterentwicklung stellen eine zentrale kulturpolitische Aufgabe dar. 
 
Zentrale Anliegen für die kommende Legislaturperiode  sind insbesondere: 
– die Weiterentwicklung der Förderstruktur hin zu e inem ausgewogenen Modell aus institutioneller 
Förderung, Strukturförderung und Projektförderung  
– die Finalisierung und Umsetzung des neuen Musikfö rderkonzepts einschließlich der entsprechenden 
Mittelausstattung  
– die Sicherung und der Ausbau mehrjähriger Projekt- und Strukturförderung  
– die nachhaltige und international anschlussfähige  Weiterentwicklung zentraler Infrastrukturprojekte 
(Stadtgarten, Studio für Elektronische Musik, zamus, ON)  
– die weitere Vereinfachung administrativer Verfahr en (u.a. Ausbau Festbetragsförderung, Vereinfachung 
von Nachweisen)  
– die strukturelle Stärkung der freien Musikszene und ihrer Selbstorganisationsstrukturen, insbesondere des 
IFM e.V. als zentrale Netzwerkstruktur und Interessenvertretung  
– die stärkere strukturelle Integration und Förderu ng bislang unterrepräsentierter Teilbereiche, 
insbesondere der Globalen Musik  
 
Eine gezielte Stärkung der freien Musikszene ist ei ne Investition in die kulturelle Zukunft Kölns – in  ihre 
internationale Ausstrahlung, ihre gesellschaftliche Offenheit und ihre künstlerische Innovationskraft. 
 
Initiative Freie Musik IFM e.V., Köln, den 19. Februar 2026

Beratungsverlauf (1)

12.03.2026 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0276/2026
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.02.2026
Erstellt
27.01.2026 12:42